Vor mir die Sterne

von Beth Harbison 
3,5 Sterne bei22 Bewertungen
Vor mir die Sterne
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Positiv (13):
Siambas avatar

Eine schön geschriebene, allerdings recht vorhersehbare Geschichte, welche einen anregt, über das eigene Leben nachzudenken.

Kritisch (3):
tinstamps avatar

Zu vorhersehbar und oberflächlich, sowie eine eher nicht so sympathische Protagonistin ließen mich mit dem Roman nicht wirklich "warm werden

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Inhaltsangabe zu "Vor mir die Sterne"

Was wäre, wenn …?
Wenn ich ihm damals verziehen hätte?
Wenn ich ihm gesagt hätte, wie sehr ich ihn liebe?
Wäre ich heute glücklich?

Kurz vor ihrem 38. Geburtstag gerät Ramie Phillips in die Krise: Zwar hat sie alles, was sie immer wollte – eine Karriere, tolle Freunde, ein Leben im Wohlstand –, aber wann hat sie eigentlich aufgehört, an die Liebe zu glauben? Und welche Rolle spielte dabei der Tod ihres Vaters? Als sie nach einem Unfall wieder zu sich kommt, ist Ramie plötzlich wieder 18 Jahre alt – und kann alle Entscheidungen von damals mit dem Wissen von heute erneut treffen. Doch die Frage, welcher Weg sie zu ihrem Glück führen wird, ist immer noch nicht viel leichter zu beantworten.

Ein bezaubernder Roman über zweite Chancen und unsere Umwege zum Glück.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746632292
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:18.07.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Anna-Klaires avatar
    Anna-Klairevor 9 Monaten
    Regt einen zum Nachdenken und gibt auch Hoffnung

    In dem Roman "Vor mir die Sterne" von Beth Harbison geht es um die 37-jährige Ramie Phillips, die nach einem Unfall wieder in ihrem Leben als 18-Jährige. Sie hat die Möglichkeit ihre Vergangenheit zu verändern, sodass sie in der Zukunft ein glückliches Leben führen kann. Doch sind die Veränderungen das was sie möchte?

    Man kann sich wunderbar in die Handlung hineinversetzen. Auch ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen.
    Der Roman regt einen zum Nachdenken an. Ich zum Beispiel habe während des Lesens überlegt, wie es wäre wenn man einige Entscheidungen in der Vergangeheit ändern würde. Wäre man dann glücklicher als man das jetzt ist oder geht es einem schlechter? Aber die Geschichte gibt auch Hoffnung, dass alles in der Zukunft gut sein wird und das man nicht unbedingt die Vergangenheit ändern muss, um jetzt glücklicher zu sein.

    Das Buch ist sehr empfehlenswert!

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    Jisbonvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein interessantes Konzept, das gelungen umgesetzt wurde. Mit der Protagonistin konnte ich oft nicht viel anfangen, aber ihr Vater war toll.
    Interessantes Konzept, zu knappes Ende

    "Vor mir die Sterne" hat ein interessantes Konzept. Wer hat sich nicht schon gefragt, wie das eigene Leben verlaufen wäre, wenn man eine andere Entscheidung getroffen hätte? Und es haben sich bestimmt schon viele Leute gewünscht, die Möglichkeit zu bekommen, ihre vermeintlichen Fehler zu korrigieren. Ramie Phillips bekommt diese Gelegenheit. Sie ist beinahe 38, hat eine erfolgreiche Karriere hinter sich, tolle Freunde - aber keinen Partner. In ihrem Leben gab es verschiedene Beziehungen, aber keinen Mann, der 'der Richtige' gewesen wäre; allerdings macht sie sich Gedanken, ob nicht vielleicht ihr Freund von der High School perfekt für sie war... und so versucht sie, diese Hypothese zu testen, als sie plötzlich als Siebzehnjährige aufwacht und noch mit ihrem Freund zusammen ist. Sie handelt anders als beim ersten Mal, sie genießt ihren jungen Körper und die Optionen, die sich ihr auftun, aber zugleich hat sie Angst, in dieser Welt gefangen zu sein und nicht in 'ihre' Realität zurückkehren zu können. Diesen Aspekt fand ich sehr realistisch.

    Ich hatte ein paar Probleme mit Ramie. An sich ist sie mir sympathisch, ich fand toll, dass die ungewöhnliche Erfahrung sie dazu gebracht hat, über ihr Leben zu reflektieren und im Umgang mit ihren Freunden sieht man, dass sie an sich ein toller Mensch ist. Leider kam sie mir oft unglaublich oberflächlich vor und das nicht nur, weil sie ausgiebig darüber philosophiert, wie wunderbar ihr junger Körper doch ist und wie schön es wäre, mit ihm Sex zu haben... dagegen mochte ich wiederum, dass sie nicht perfekt ist, sondern klare Schwächen hat. Es war nur manchmal anstrengend, diese Gedanken zu lesen.

    Besonders gefallen hat mir die Geschichte um Ramies Vater, der verstorben ist, als sie noch jung war. Das 'Wiedersehen' mit ihm bedeutet ihr viel und die Beziehung der beiden war für mich klar das Highlight des Buches. Die Autorin hat wunderbar beschrieben, wie Ramie zwischen Trauer, Hilflosigkeit und Liebe hin und hergerissen ist und dieser emotionale Konflikt hat das Buch für mich bereichert.
    Ein bisschen deplatziert kam mir die 'zweite' Zeitreise vor, da sie für mich nicht richtig in die Handlung gepasst hat - obwohl ich verstehe, welche Botschaft Harbison vermitteln wollte, meiner Meinung nach hätte bereits die erste Erfahrung ausgereicht. Dennoch war es ein interessantes Gedankenspiel. Das Ende kam mir dann ein bisschen zu kurz, es war allerdings passend und ein guter Abschluss der Geschichte.
    3,5/5 Sternen

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    Ayleen256s avatar
    Ayleen256vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Noch einmal die Zeit zurückdrehen, interessanter Roman mit einigen Schwächen
    Noch einmal die Zeit zurückdrehen, interessanter Roman mit einigen Schwächen

    Einen Tag bevor Ramie Phillips 38 Jahre alt wir, gerät sie in eine Sinnkrise. Eigentlich hat sie alles, was sie wollte. Sie ist beruflich äußerst erfolgreich und hat wohlhabende, gute Freunde. Als ihr eine dieser Freundinnen eröffnet, dass sie schwanger ist, und ihr schwuler, bester Freund auch über Kinder nachdenkt, stellt Ramie ihr Leben in Frage. Ist sie wirklich glücklich? Hat sie in ihrem Leben den Moment verpasst, den richtigen Mann festzuhalten und Kinder zu bekommen? Infolge eines Unfalls ist Ramie plötzlich wieder 18 Jahre alt. Alle Entscheidungen stehen ihr offen, auch einige von denen, die sie gerade noch in Frage gestellt hat. Ihr 38-jähriges Wissen und ihre Erfahrungen sind geblieben. Aber welchen Weg möchte Ramie wirklich gehen? Nach welchen Sternen soll sie greifen?

    Ich mochte die Idee der zweiten Chance und das Leben an einem bestimmten Punkt nochmal neu zu gestalten, à la "Was wäre, wenn..."? Wie die Idee der Zeitreise dann umgesetzt wird, darauf war ich ebenfalls sehr gespannt. Ramie ist eher nicht so der sympathische Typ. Sie ist etwas schroff und missgönnt ihren Freunden ihr Glück. Umso besser, dass Ramie die Möglichkeit hat, ihr Leben nochmal neu zu starten. Ihre Hauptziele sind die damalige Beziehung zu ihrer ersten großen Liebe Brandon, die zur jener Zeit in die Brüche ging, sowie das Verhindern des verfrühten Todes ihres Vaters.


    Es bleibt natürlich die Frage, ob Ramie wirklich etwas an ihrer Vergangenheit ändern kann, oder ob die Geschichte nicht längst schon weggeschrieben ist. Ramies Collegeleben fand ich eigentlich ganz interessant, es war auf jeden Fall ernster als vergleichbare Titel. Manchmal habe ich mich gefragt, welcher Teil Ramies - die Jugendliche oder doch die 38-Jährige- das Handeln dominiert. Wirklich schön fand ich die Gespräche mit ihrem Vater, der den Eindruck erweckt, als ließe sich die Vergangenheit nicht ändern. Was mir dann nicht mehr so gut gefallen hat, war das Ende, beziehungsweise das letzte Viertel des Buches, auf das man nur schwer eingehen kann ohne zu spoilern. Bezogen auf Ramies Gedanken war nur wenig Neues dabei und dann war das Ende auch zu vorhersehbar. Die Spannung geht dadurch verloren, dass es zu viele Hinweise gibt, was es mit der Zeitreise auf sich hat, und worin Ramies Glück besteht, da sie während der Zeitreise ja schon auf denjenigen trifft. Der Schreibstil war dann leider auch nicht ganz meins. Er ist oft sehr wiederholend und irgendwie schafft die Autorin es nicht, die Spannung an den entscheidenden Momenten herauszuarbeiten.

    Einige gute Szenen und ein paar schöne Denkansätze enthält das Buch auf jeden Fall. Ich hätte mir aber ein paar mehr Überraschungen gewünscht. Durch Ramies schwierige Art war es schwer mit ihr mitzufühlen, ich vergebe 3 Sterne für diese nicht ganz ausgereifte Story.

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    tinstamps avatar
    tinstampvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zu vorhersehbar und oberflächlich, sowie eine eher nicht so sympathische Protagonistin ließen mich mit dem Roman nicht wirklich "warm werden
    If I could turn back time

    Bücher mit dem Thema Zeitreisen oder "Was wäre wenn" haben mich schon immer fasziniert. Deshalb stand auch "Vor mir die Sterne" auf meinem Wunschzettel. Eine 38-jährige Frau, die plötzlich wieder 18 Jahre alt ist und ihr Leben von damals nochmals leben darf...... Denken nicht die Meisten von uns manchmal: "Was wäre gewesen, wenn ich mich damals anders entschieden hätte?! Wie wäre mein Leben danach verlaufen?"
    Ramie bekommt diese Chance, um einige Entscheidungen in ihrem Leben zu überdenken und vielleicht anders zu treffen....

    Leider war mir Ramie zu Beginn der Geschichte eher unsympathisch. Sie lebt ein High-Society Leben, arbeitet erfolgreich als Investmentbankerin und liebt es im Mittelpunkt zu stehen. So ist sie auch noch erzürnt darüber, dass ihre Freundin Lisa genau an ihrem Geburtstag verkündet, schwanger zu sein und ihr die Show stiehlt. Auch ihr schwuler Freund Sammy gesteht ihr, sich nach Kinder zu sehnen. Für Ramie ist dies gar keine Option und sie fürchtet, dass sich auch bald Sammy mehr seinem Freund, als ihr widmet. Als Ramie nach ein paar Gläschen Champagner zu viel, schwer stürzt und sich den Kopf verletzt, wacht sie in ihrem ehemaligen Kinderzimmer kurz vor ihrem Highschool Abschluss wieder auf. Sie hat nicht nur die Chance die damalige Beziehung zu ihre großen Liebe Brandan neu zu erleben, sondern auch ihren verstorben Vater nochmals zu treffen und vielleicht dessen frühen Tod zu verhindern....aber darf man die Vergangenheit umschreiben?

    Die Grundidee ist wirklich gut, doch leider hat es die Autorin nicht geschafft, mich zu überzeugen.
    Der Roman erinnerte mich zwangsläufig, schon vom deutschen Cover her, an "Die Achse der Welt" von Dani Atkins. Aber auch einen Teil des Inhaltes fand ich ähnlich gestrickt. Vergleichen könnte man manches auch mit dem Film "30 über Nacht", wo die Protagonistin allerdings die umgekehrte Zeitreise macht und den ich wesentlich amüsanter fand, als dieses Buch.
    Ramie weiß, dass sie in der Vergangenheit wohl irgendetwas falsch gemacht hat und sie nun vor der Aufgabe steht, die für sie richtige Lösung zu finden, um mit ihrem achtunddreißigen Leben zufrieden sein zu können. Sie zitiert auf Seite 187:

    "Was ich wirklich wollte, war, diese zweite Chance zu nutzen, herauszufinden, was ich anders machen sollte und wie das mein zukünftiges Leben ändern würde."

    Das ist schön gesagt und wäre auch der rote Faden der Geschichte gewesen, doch im Endeffekt war das Ergebnis zu oberflächlich und vielleicht auch einen Ticken zu amerikanisch angehaucht. Vieles ist sehr vorhersehbar und auch die Idee hinter der Zeitreise war für mich bald ersichtlich.
    Völlig unverständlich fand ich Ramies Verhalten gegenüber ihrer großen Jugendliebe Brandan. Fragt sich Ramie noch am Beginn ihrer Zeitreise, warum sie damals spontan und rücksichtslos ihre Beziehung beendet hat, macht sie es bei ihrer zweiten Chance nicht viel anders. Gut, die Vergangenheit soll ja nicht umgeschrieben werden, aber ein paar logische Ausführungen dazu, hätte ich gerne gelesen. Als Leser konnte ich ihre Gedankengänge nach dem Abschlussball nicht nachvollziehen. War sie ein paar Stunden vorher noch total verliebt, sah die Welt kurz darauf völlig anders aus....und das auch als fast Vierzigjährige.
    Auf der anderen Seite fand ich sie wiederum viel zu alt für ihr Alter. Ich bin etwas mehr als zehn Jahre älter und fühle mich weder so, wie Ramie dargestellt wird, noch denke ich so altmodisch.
    Gefallen hat mir dagegen der Austausch mit ihrem Vater und die Weisheiten, die er von sich gibt. Man hat das Gefühl, er wäre ebenfalls in einer Zeitschleife und weiß was passieren wird. Das fand ich sehr herzergreifend. Man spürt hier, wie sehr Ramie ihren Vater noch immer vermisst.
    Einige Passagen fand ich auch gelungen und mit Humor gewürzt. Im Großen und Ganzen konnte mich der Roman aber emotional kaum berühren.

    Schreibstil:
    Für mich war der Schreibstil der Autorin manchmal etwas holprig. Besonders kurz nach der Zeitreise wiederholte Beth Harbison einige Gedankengänge von Ramie immer wieder. Danke, aber der Leser versteht es schon beim ersten Mal!  Es gibt einige unausgereifte Erzählstränge
    Fazit : Für mich war die Geschichte leider eine Enttäuschung. Zu vorhersehbar und oberflächlich, sowie eine eher nicht so sympathische Protagonistin ließen mich mit dem Roman nicht wirklich "warm werden".

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    Rebel_Hearts avatar
    Rebel_Heartvor 2 Jahren
    Was wäre wenn..?

    Ramie steht kurz vor ihrem 38. Geburtstag und eigentlich hat sie alles, was sie bislang immer wollte: Einen gut gezahlten Job, eine Karriere, die sie sich immer erträumt hat. Aber macht das auch Dauer wirklich glücklich?
    Als sie bei einem Bootsausflug mit Freunden erfährt, dass eine ihrer Freundinnen ein Kind bekommt und mit ihrem Partner mehr als nur glücklich darüber ist, gerät Ramie in eine Sinneskrise.
    Wann war sie das letzte Mal so richtig glücklich? Wann hat sie aufgehört an die Liebe zu glauben?
    Als sie sich bei einem Unfall verletzt, ist sie plötzlich wieder 18 Jahre alt und bekommt die Chance, ihr Leben in die Bahnen zu lenken, in denen auch die Liebe wieder eine Rolle spielt.

    Ich muss sagen, dass mir der Schreibstil wirklich überraschend gut gefallen hat. Binnen kürzester Zeit hatte ich die ersten Seiten regelrecht in mich aufgesogen.
    Obwohl die Thematik des Buches nicht unbekannt ist und auch sogar schon in Hollywoodfilmen Anklang gefunden hat, hat es mir hier wirklich gut gefallen.
    Ramie bekommt die Chance, ihr Leben neu zu ordnen, bekommt Zeit noch ein wenig mehr über ihre Eltern und ihren viel zu früh verstorben Vater nachzudenken, Zeit mit ihnen zu verbringen.
    Auch ihre Liebesbeziehungen bekommen quasi eine neue Chance und Ramie beginnt sich zu fragen, wann sie so eiskalt geworden ist, wann sie ihre Gefühlswelt verschlossen hat.

    Ich fand die Passagen toll, in denen Ramie sich bewusst den Dingen widmen, die sie zu ändern vermag.
    Der Umgang mit ihrem Vater war einfach nur herzlichen und manchmal regelrecht herzergreifend. Der Leser hat deutlich gespürt, wie sehr sie ihn braucht, wie sehr sein früher Tod sie damals mitgenommen hat.

    Das Ende hat mich zwar ein wenig verwirrt, aber ich glaube, einfach das musste so sein, nachdem der Leser so lange mit Ramie auf ihren Weg in ein neues Leben gegangen ist.
    Ich hätte zwar ein wenig etwas anderes erwartet, aber der Weg zu Ramies neuem Ich und ihre Gefühle und Gedanken, die sie dabei freigesetzt hat, haben das Buch für zwischendurch echt lesenswert gemacht.

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    ForeverAngels avatar
    ForeverAngelvor 2 Jahren
    Voller Klischees, aber ganz nett

    "Es fühlte sich immer mehr so an, als wäre ich nichts weiter als eine Zeugin. Eine Beobachterin meines Lebens, was auch immer daraus wurde, ohne jegliche Möglichkeit, Einfluss zu nehmen." (Seite 228)


    Das Cover von Vor mir die Sterne erinnert mich stark an Dani Atkins Die Nacht schreibt uns neu, daher hat es mich neugierig gemacht, denn ich liebe Dani Atkins zauberhafte Liebesgeschichten.

    Einen Tag vor ihrem 38ten Geburtstag fragt sich Ramie, ob sie in ihrem Leben alles richtig gemacht hat. In Bezug auf ihre Beziehungen, ihre Familie, ihre Freunde, ihre Jobwahl. Finanziell geht es ihr gut, sie ist erfolgreich in dem, was sie tut, aber sie ist auch allein. Kein Mann, keine Kinder. Ist das wirklich alles, was das Leben ihr zu bieten hat? Bei einer Feier von Freunden trinkt sie zu viel, will elegant vom Boot ins Wasser springen und stürzt dabei. Am nächsten Morgen ist alles anders und Ramie wacht im Körper ihres 18-jährigen Ichs wieder auf, am Tag vor dem Schulabschluss. Noch einmal mit ihrem Vater reden, der zwei Jahre nach ihrem Abschluss gestorben ist; noch einmal zur High School gehen; noch einmal mit ihrer High-School-Liebe Brendan schlafen. Bekommt sie etwa die Chance, ihr Leben zu ändern? Entscheidungen, die sie bereut hat, rückgängig zu machen? Oder ist das alles nur ein merkwürdiger, äußerst realistischer Traum?

    Relativ bald wird klar, dass es sich hier nicht um eine Zeitreisegeschichte handelt, sondern viel mehr um eine Art Weihnachtsgeschichte á la Charles Dickens. Nur, dass es keine Geister gibt, die Geschichte nicht zu Weihnachten spielt und sie weniger gut geschrieben ist. Eigentlich weiß Ramie selbst von Anfang an, dass sie nicht wirklich eine Zeitreise macht. Sie redet ständig von dem Gefühl, dass es sich um einen Traum handelt, von ihrem Bootsunfall, von ihrer Kopfverletzung, ihren Kopfschmerzen, von dem nervigen Piepsen des 'Weckers'. Ramie ahnt, was Sache ist. Und der Leser weiß es - wenn er 1 und 1 zusammenzählt - nach genau 36 Seiten: zu Beginn von Kapitel 3. Also eigentlich von Anfang an.

    Was mir bei Vor mir die Sterne fehlt, sind die Überraschungen. Der Roman ist so vorhersehbar, dass er mich emotional überhaupt nicht mitnimmt. Es ist klar, was es mit der angeblichen Zeitreise auf sich hat und es ist klar, mit wem sie in der Gegenwart ihr Happy Ending haben wird, sobald sie denjenigen bei ihrer 'Zeitreise' getroffen hat. Dabei sind leider genau die zwei Punkte, die eigentlich für Spannugn sorgen sollen, vorhersehbar. Weitere Überraschungen hat der Roman leider nicht zu bieten. Und der Epilog ist - es tut mir leid, das so sagen zu müssen - esoterischer Kitsch. Vom Allerfeinsten. Die zwei Seiten hätte man sich auch sparen können.

    Vor mir die Sterne hat vielversprechend angefangen, auch wen Ramie mir nicht unbedingt sympathisch war. Doch dann folgte leider ein Klischee auf das andere und statt dass sich Spannung aufbaute, erfüllte sich leider eine Vorahnung nach der anderen. Zwischendurch habe ich mich wirklich nett unterhalten gefühlt, aber mindestens ebenso oft habe ich mich gelangweilt. Vor mir die Sterne fehlt es an Originalität und Raffinesse. Und so ist die Geschichte leider nur das: nett.

    (c) Books and Biscuit

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    LillianMcCarthys avatar
    LillianMcCarthyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein toller Was wäre Wenn?-Roman, der unterhält und zum Nachdenken anregt.
    Berührt und unterhält

    Inhalt: Was wäre, wenn …? Wenn ich ihn damals geküsst hätte? Wenn ich ihm gesagt hätte, wie sehr ich ihn liebe? Kurz vor ihrem 38. Geburtstag gerät Ramie Phillips in die Krise: Sie hat alles, was sie immer wollte – eine Karriere, tolle Freunde, ein Leben im Wohlstand. Aber ist sie glücklich? Als sie nach einem Unfall wieder zu sich kommt, ist Ramie plötzlich noch einmal 18 Jahre alt. Und sie kann alle Entscheidungen von damals mit dem Wissen von heute erneut treffen. Doch dafür muss sie die Antwort darauf finden, wie ihre Zukunft aussehen soll – und nach welchen Sternen sie greifen will. Ein bezaubernder Roman über zweite Chancen und unsere Umwege zum Glück. (Quelle: Verlag)

    Meine Meinung: Ich liebe den Film 30 über Nacht und wer ihn nicht kennt, sollte ihn sich unbedingt mal ansehen. Aus diesem Grund hat mich Vor mir die Sterne direkt wie magisch angezogen. Während die Hauptdarstellerin im Film über Nacht plötzlich 30 Jahre alt und somit erwachsen ist, und sich den Problemen ihres späteren Lebens stellen muss, damit sie diese hoffentlich in ihrer Gegenwart schon zum positiven verändern kann, steht Ramie vor dem umgekehrten Problem. Sie wacht am Tag ihres 38. Geburtstags auf und stellt fest, dass sie wieder 18 ist und in der Vergangenheit gefangen. Sie sieht nur eine Lösung: Irgendetwas hat sie falsch gemacht und ihre Aufgabe ist es, alles wieder richtig zu biegen. Da wäre einmal ihr Vater, der viel zu früh gestorben ist und ihr damaliger Freund, denn sie rücksichtslos verlassen hat. Die ganze Zeit weiß man als Leser nicht. Ob sie nun wirklich in der Vergangenheit steckt oder ob sie alles nur träumt aber es war sehr schön und emotional zu lesen, wie Ramie an dieses Problem herangeht.

    Zuerst einmal muss sie sich nämlich bewusst werden, dass ihr jetziges Leben nicht so perfekt ist, wie es scheint und dann muss noch die richtige Entscheidung getroffen werden, die Ramie, wie sie hofft, wieder in die Gegenwart zurückschickt. Das geht mit vielen Erfolgserlebnissen einher aber auch mit der Gewissheit, dass man in wenigen Tagen nicht alles verändern kann und schon gar nicht das, was schon viel früher seinen Anfang genommen hat. Ramie gerät ins Nachdenken und mit ihr der Leser. Ich kann es gar nicht anders ausdrücken als zu sagen, dass mich das Buch schon von Beginn an sehr berührt und auch aufgewühlt hat. Besonders hervorheben kann ich hier nur Ramies Entwicklung. Anfangs ist sie ein Mensch, den ich nicht gerne zur Freundin haben würde aber am Ende ist sie jemand, den ich liebend gern als meine beste Freundin bezeichnen würde. Sie wächst an ihrer Aufgabe und das finde ich wunderschön.

    Ich glaube, ich selbst würde auch noch einmal gern in eine frühere Zeit zurück gehen. Mit allen meinen Erfahrungen und Erinnerungen und das ganze noch einmal erleben, ohne dass es einen Einfluss auf die Gegenwart hat. Das stelle ich mir wundervoll vor aber wie das ganze bei Ramie abläuft und ausgeht, das müsst ihr selbst herausfinden. Das einzige, was mich am Buch gestört hat: Das Buch legt einen tollen Start und einen interessanten Mittelteil hin und als es dem Ende entgegen ging, habe ich mich gefragt, wann jetzt die große Sache kommt, die alles verändert. Stattdessen gibt es einen ganz komischen Cut und noch einmal eine ganz andere kurze und ziemlich verwirrende Szene, bevor es zur Auflösung in der Gegenwart kommt. Das ganze hat mich einfach sehr verwirrt und mich aus dem Lesefluss heraus gerissen. Letztendlich verstehe ich, wieso das alles ganz plausibel ist und seine Daseinsberechtigung hat aber mich lässt das Gefühl nicht los, dass man das auch eleganter hätte lösen können.

    Fazit: Vor mir die Sterne von Beth Harbison ist eine tolle Was wäre wenn?-Geschichte, die berührt und zum Nachdenken anregt. Ich liebe besonders Ramies Entwicklung und die Gefühle, die damit beim Leser freigesetzt werden. Auch wenn mich das Buch zum Ende hin noch einmal ziemlich aus der Bahn geworfen hat, ist es definitiv eine Lektüreempfehlung, die ich mir zum Beispiel auch sehr gut in einem Buchclub vorstellen könnte.

    Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das tolle *Rezensionsexemplar.

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    Nelly87s avatar
    Nelly87vor 2 Jahren
    "Vor mir die Sterne" von Beth Harbison

    Fast jeder Leser hat so seine Umstände bei Büchern, bei denen er immer zuschlägt, wenn sie thematisiert werden. Bei mir gehören „Was wäre, wenn…“-Geschichte eindeutig dazu. Zeitreisen, alternative Leben… da schlägt mein Herz höher. Als ich daher den Klappentext zu Vor dir die Sterne gelesen hatte, war schon klar, dass ich diese Geschichte lesen musste. Das Gefühl, das sich nach dem Lesen eingestellt hat, kannte ich allerdings schon. Wo man geht und steht nur positive Rezensionen. Und dann fiel mir das Buch in die Hände…

    Vor mir die Sterne | Beth Harbison
    Aufbau Verlag | 2016 | 395 Seiten | Einzelband
    Original: If I could turn back time | übersetzt von: Corinna Rodewald
    erhältlich als: TaschenbucheBook

    Der Inhalt

    Kurz vor ihrem 38. Geburtstag gerät Ramie Phillips in die Krise: Zwar hat sie alles, was sie immer wollte – eine Karriere, tolle Freunde, ein Leben im Wohlstand –, aber wann hat sie eigentlich aufgehört, an die Liebe zu glauben? Und welche Rolle spielte dabei der Tod ihres Vaters? Als sie nach einem Unfall wieder zu sich kommt, ist Ramie plötzlich wieder 18 Jahre alt – und kann alle Entscheidungen von damals mit dem Wissen von heute erneut treffen. Doch die Frage, welcher Weg sie zu ihrem Glück führen wird, ist immer noch nicht viel leichter zu beantworten. [ Quelle: Aufbau ]

    Die Geschichte

    Ramie ist mit ihren Freunden auf einer Yacht vor der Küste von Miami. Gemeinsam mit den wichtigsten Menschen in ihrem Leben möchte sie ihren 38.Geburtstag feiern. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Auf der Party eröffnete eine von Ramis besten Freundinnnen, dass sie schwanger ist und plötzlich wird Ramie selbst klar, dass sie bald 40 wird, nicht verheiratet ist und auch Kinder kein Thema sind. Nach dem einen oder anderen Gläschen zuviel wird sie leichtsinnig und hechtet von der Yacht ins Meer, wobei sie sich schlimm den Kopf stößt. Sie verliert das Bewusstsein und als sie wieder aufwacht, ist sie plötzlich wieder 18.

    Ich hatte mir doch nie gewünscht, ich könnte die Zeit zurückdrehen und wieder jünger sein. Ich gehörte nicht zu denen, die ständig der Vergangenheit hinterhertrauerten. Zugegeben, es hatte sich ziemlich gut angefühlt, ohne Schmerzen aus dem Bett zu steigen, damit hatte ich nicht gerechnet. Doch mein Spiegelbild gab mir vor allem das Gefühl, die Zeit wäre verstrichen, ohne dass ich es gemerkt hätte.

    Ich kann es nur nochmal sagen: ich liebe „Was wäre, wenn…“-Geschichten. Ramie bekommt die Möglichkeit, einige Entscheidungen in ihrem Leben anders zu treffen, als sie sie tatsächlich getroffen hat. Sie versucht auch, den Tod ihres geliebten Vaters zu verhindern. So gesehen hätte das ein tolles Buch werden können. Aber die Story hat sich so dahingeschleppt und konnte mich einfach nicht fesseln.

    Die Charaktere

    Ramie ist ein Bilderbuchbeispiel für die toughe Karrierefrau. Schon als Teenager hatte sie eine Vorliebe für Zahlen und Mathematik. Da war ihr Beruf als Investmentbankerin eigentlich nur die logische Schlussfolgerung. Bisher dachte sie auch immer, dass ihr Leben damit ausgefüllt ist. Wirklich vermisst hat sie eigentlich nichts. Auch in Liebesdingen empfand sie ihre Unabhängigkeit bis zum Yachtunfall als eher befreiend als unbefriedigend. Doch als ihre Freundin dann verkündet, dass sie schwanger ist, fängt Ramie an, auch über ihr eigenes Leben nachzudenken. Und kommt zu dem Schluss, dass sie doch die eine oder andere falsche Entscheidung getroffen hat.

    Anfangs dachte ich, dass Ramie eigentlich ganz liebenswert ist. Doch recht schnell ist sie mir mit ihrem extremen Egoismus wirklich auf die Nerven gegangen. Was fällt ihren Freundinnen auch ein, schwanger zu werden, wo sie doch noch gar nicht an Kinder gedacht hat. Und ihr schwuler bester Freund, der eigentlich glücklich verheiratet ist, hat gefälligst in erster Linie für sie da zu sein. Denn scheinbar ist Ramie der Nabel der Welt.
    An vielen Stellen hatte ich nicht das Gefühl, eine 38-Jährige in einem jungen Körper vor mir zu haben, sondern einfach nur eine stinknormale Teenagerin. Das hat der Geschichte natürlich viel von seinem Potenzial genommen.

    Der Schreibstil

    Mit Beth Harbisons Schreibstil bin ich irgendwie nicht so ganz klar gekommen. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass aus der Idee des Buches zu wenig gemacht wurde. Die Probleme, die sich eigentlich naturgemäß schon aus Zeitreisen ergeben, werden gar nicht oder nur sehr oberflächlich angekratzt. Auch scheint Ramie trotz 20 Jahre Altersunterschied gar keine großartigen Probleme mit der Situation zu haben. Sie findet sich einfach darin ein. Vor allem was ihre „Beziehung“ zu ihrem Jugendfreund angeht, da hätte ich doch mit einigen Skrupeln gerechnet.

    Ich meine nur, ich habe gespürt, dass dich etwas bedrückt, aber ich wollte sich nicht drängen, denn das Schlimmste, was man tun kann, wenn jemand um sein Gleichgewicht kämpft, ist, ihn zu drängen.

    Aber auch sonst konnte mich Harbisons Schreibe nicht recht begeistern. An vielen Stellen hatte ich einfach das Gefühl, dass die Autorin immer dann, wenn es spannend geworden wäre, eine andere Richtung einschlägt. Die Bedenken von Ramie sind immer die gleichen und Harbison wurde nicht müde, diese immer wieder zu wiederholen. Es machte im Gesamtbild einfach einen sehr holprigen Eindruck. Hat mir leider nicht so gut gefallen.

    Das Ende

    Zum Schluss kam es nochmal zu einem ordentlichen Schnitt in der Story. Ob man sowas gut finden möchte, ist wohl Geschmackssache. Mich hat dieser Bruch allerdings total aus dem Konzept gebracht. Mir kam es vor, als hätte Harbison plötzlich doch noch etwas Schwung miteinbringen wollen, wusste aber nicht, wie…
    Dagegen war die Auflösung nachher ganz gelungen. Ich hab mir einigen Szenarien selbst schon überlegt, wie die Story wohl ausgeht, muss aber ehrlich sagen, dass ich auf das tatsächliche Ende gar nicht gekommen bin. Das spricht doch für sich. Auf etwas Kitsch muss man sich aber auch einstellen.

    Mein Fazit

    Ich hab wirklich nichts gegen ein Buch mit Ecken und Kanten. Allerdings kann ich nichts mit unausgereiften Erzählsträngen und unsympathischen Protagonisten anfangen. Vor mit die Sterne war mir einfach zu oberflächlich und konnte mich aufgrund dessen auch einfach nicht fesseln. Die Reaktionen von Ramie waren jenseits von allem, was irgendwie nachvollziehbar gewesen wäre und eine geniale Idee wurde kaum aufgegriffen.

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    Lisbeth76s avatar
    Lisbeth76vor 2 Jahren
    Unterhaltsame Story mit Schwächen

    Ein bezauberndes Cover, welches sehr gut zum Titel passt, jedoch mit der Geschichte wenig zu tun hat. Da kommt beides bei der englischen Originalausgabe dem Inhalt wesentlich näher. Ich muss aber sagen, dass diese Tatsache für mich kein Problem darstellen, oder gar zu Punktabzug führen.

    Ramie ist fast 38 Jahre alt, erfolgreich und wohlhabend, jedoch Single und kinderlos. Während eines Ausfluges auf einer Yacht erleidet sie bei einem Unfall schwere Kopfverletzungen. Sie wacht in ihrem ehemaligen Kinderzimmer auf und muss feststellen, dass sie 20 Jahre in der Zeit zurück katapultiert wurde. Sie ist wieder 18, verliebt in Brendan, und sogar ihr Vater lebt noch, an dem sie sehr gehangen hat und der ein paar Jahre später sterben wird. Mit dem Wissen und den Erfahrungen einer reifen Frau, muss sie sich auf einmal wieder den Problemen, aber auch den Vorteilen eines Teenagers stellen.

    Ramie ist sich bewusst, dass sie jetzt vielleicht die Chance hat ihre Zukunft zu verändern. Soll sie mit Brendan zusammen bleiben, von dem sie sich eigentlich kurze Zeit später nach beenden der Highschool getrennt hat? Kann sie ihren Vater dahingehend beeinflussen, mehr für seine Gesundheit zu tun, damit sie ihn länger bei sich haben kann?

    Die Geschichte ist stellenweise sehr unterhaltsam und interessant und es ergeben sich recht lustige Szenen. Eigentlich ist Ramie noch Jungfrau kurz vor ihrem 18. Geburtstag, doch im Kopf zwanzig Jahre weiter und zurück in dem Hormon berauschten Körper eines Teenagers überrascht sie Brendan, was dieser jedoch zu genießen scheint.

    Leider muss ich sagen, dass man aus dieser Grundidee wesentlich mehr hätte machen können. Es wirkt etwas unausgereift und oberflächlich. Ich hab mich zwar recht gut unterhalten gefühlt, aber mir hat auch etwas gefehlt. Ramie hat alles schon mal erlebt, daraus hätten sich wesentlich interessantere und spannendere Szenen ergeben können. Gegen Ende der Geschichte gibt es dann eine Episode, die meiner Meinung nach nicht wirklich hineinpasst. Es mag sein, dass sie Ramie einiges klar macht, aber für mich wirkte es recht gezwungen eingeworfen. Auch das Fazit, was sich für Ramie letztendlich ergibt, hat sich nicht wirklich über die Dauer des Buches aufgebaut. Es kam etwas plötzlich und passte nicht wirklich hinein.

    Was mich auch etwas gestört hat ist die Tatsache, dass sich Ramie mit ihren fast 38 Jahren wie eine alte Frau dargestellt hat. Ich bin selbst 40 und fühle mich ganz anders als in der Geschichte beschrieben. Natürlich ist es ein großer Unterschied, ob man 18 oder 38 ist, aber der Beschreibung nach, hatte ich keine Frau Ende 30 sondern eher wie mindestens Anfang 60 vor mir. Diese Tatsache hat mich einerseits etwas traurig, andererseits aber auch leicht zickig werden lassen. Hey, 40 ist das neue 30, das hätte man der Autorin vorher erklären sollen. ;-)

    Fazit: Nette und recht unterhaltsame Geschichte mit Schwachstellen. Die Autorin hätte mehr draus machen können, so wirkt es doch etwas unausgereift und oberflächlich stellenweise. Trotzdem ein Buch für Zwischendurch mit witzigen Szenen, welches man durchaus lesen kann.

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    steffis-und-heikes-Lesezaubers avatar
    steffis-und-heikes-Lesezaubervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zwar keine neue Idee, aber gut zu lesen, unterhaltsam und regt zum Nachdenken an.
    Zwar keine neue Idee, aber gut zu lesen, unterhaltsam und regt zum Nachdenken an

    Kurzbeschreibung:
    Kurz vor ihrem 38. Geburtstag gerät Ramie Phillips in die Krise: Zwar hat sie alles, was sie immer wollte – eine Karriere, tolle Freunde, ein Leben im Wohlstand –, aber wann hat sie eigentlich aufgehört, an die Liebe zu glauben? Und welche Rolle spielte dabei der Tod ihres Vaters? Als sie nach einem Unfall wieder zu sich kommt, ist Ramie plötzlich wieder 18 Jahre alt – und kann alle Entscheidungen von damals mit dem Wissen von heute erneut treffen. Doch die Frage, welcher Weg sie zu ihrem Glück führen wird, ist immer noch nicht viel leichter zu beantworten.

    Meinung:
    Viele Menschen fragen sich, was gewesen wäre, wenn sie sich bei manchen Situationen anders entschieden hätten. Da auch ich mich manchmal bei solchen Gedanken erwische, lese ich gerne hin und wieder wieder Romane, in denen es um zweite Chancen geht und bei denen man Gelegenheit bekommt, über den Sinn des Lebens nachzudenken.

    „Vor mir die Sterne“ beschäftigt sich genau mit diesen Themen. Die taffe und erfolgreiche 38-jährige Ramie hat eigentlich ein gutes Leben und ist doch nicht glücklich. Durch einen Unfall hat sie die Möglichkeit frühere Entscheidungen nochmals zu überdenken und kann mit ihrem ganzen bisherigem Wissen Änderungen vornehmen.

    Ich muss zugeben, dass die Autorin dabei fast durchgängig auf Altbewährtes und Bekanntes zurückgreift, aber trotzdem hat mich die Geschichte berührt, zum Nachdenken gebracht und gut unterhalten.

    Denn auch wenn der Handlungsverlauf recht offensichtlich ist, gibt es einige unterhaltsame und humorvolle Szenen, die einfach Lesespaß bieten. Gleichzeitig gibt es aber auch ernste Monologe und Gespräche mit Ramies Vater, die einen guten Kontrast bilden. Insgesamt ist für mich deshalb in der Gesamtbetrachtung ein lesenswerter Roman entstanden.

    Protagonistin Ramie war mir eigentlich fast von Beginn an sehr sympathisch. Obwohl sie anfangs ein totaler Karrieremensch ist, konnte ich mich schnell in sie hineinversetzten und ihre Gedankengänge nachvollziehen. Nach anfänglichem Unglauben nutzt sie ihre Chance und setzt sich intensiv mit damaligen Entscheidungen und ihren vermeintlichen Fehlern auseinander. Ihr innerer Konflikt ist dabei sehr gut nachvollziehbar und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte authentisch.

    Auch die Nebenfiguren haben mir gut gefallen. Allen voran natürlich Ramies toller Vater mit seinen berührenden Weisheiten. Aber auch die anderen Figuren passen gut in die Geschichte und erfüllen alle ihre Aufgaben.

    Lesen lässt sich die Geschichte sehr flüssig und zügig. Mir hat die Mischung aus Humor, Emotionalität, Unsicherheit und Lebensfreude gut gefallen, denn die Autorin hat alle Komponenten glaubhaft wiedergegeben.

    Fazit:
    „Vor mir die Sterne“ greift zwar sowohl bei der Grundidee als auch bei der Umsetzung auf bereits Bekanntes zurück, jedoch hat mich die Lektüre berührt und gut unterhalten. Die Frage nach verpassten Gelegenheiten und möglichen zweiten Chancen hat mich beim Lesen sehr beschäftigt und ich habe Ramie gerne bei ihren authentisch beschriebenen Entwicklungen begleitet. Dabei gibt es neben Lebensweisheiten auch einiges zum Schmunzeln, weshalb ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung vergebe.

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