Beth Harbison Vor mir die Sterne

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Inhaltsangabe zu „Vor mir die Sterne“ von Beth Harbison

Was wäre, wenn …? Wenn ich ihn damals geküsst hätte? Wenn ich ihm gesagt hätte, wie sehr ich ihn liebe? Kurz vor ihrem 38. Geburtstag gerät Ramie Phillips in die Krise: Sie hat alles, was sie immer wollte – eine Karriere, tolle Freunde, ein Leben im Wohlstand. Aber ist sie glücklich? Als sie nach einem Unfall wieder zu sich kommt, ist Ramie plötzlich noch einmal 18 Jahre alt. Und sie kann alle Entscheidungen von damals mit dem Wissen von heute erneut treffen. Doch dafür muss sie die Antwort darauf finden, wie ihre Zukunft aussehen soll – und nach welchen Sternen sie greifen will. Ein bezaubernder Roman über zweite Chancen und unsere Umwege zum Glück

Ein interessantes Konzept, das gelungen umgesetzt wurde. Mit der Protagonistin konnte ich oft nicht viel anfangen, aber ihr Vater war toll.

— Jisbon
Jisbon

Noch einmal die Zeit zurückdrehen, interessanter Roman mit einigen Schwächen

— Ayleen256
Ayleen256

Eine schön geschriebene, allerdings recht vorhersehbare Geschichte, welche einen anregt, über das eigene Leben nachzudenken.

— Siamba
Siamba

Zu vorhersehbar und oberflächlich, sowie eine eher nicht so sympathische Protagonistin ließen mich mit dem Roman nicht wirklich "warm werden

— tinstamp
tinstamp

Ein toller Was wäre Wenn?-Roman, der unterhält und zum Nachdenken anregt.

— LillianMcCarthy
LillianMcCarthy

Zwar keine neue Idee, aber gut zu lesen, unterhaltsam und regt zum Nachdenken an.

— steffis-und-heikes-Lesezauber
steffis-und-heikes-Lesezauber

Der Roman entführt in die eigene Vergänglichkeit und bewegt den Leser dazu über vieles Nachzudenken, sein Leben, den Tod u. alles dazwischen

— StMoonlight
StMoonlight

Eine süße und ebenso spannende wie tiefgründige Geschichte rundum die Frage "Was wäre, wenn...?"

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

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  • Interessantes Konzept, zu knappes Ende

    Vor mir die Sterne
    Jisbon

    Jisbon

    10. July 2017 um 18:34

    "Vor mir die Sterne" hat ein interessantes Konzept. Wer hat sich nicht schon gefragt, wie das eigene Leben verlaufen wäre, wenn man eine andere Entscheidung getroffen hätte? Und es haben sich bestimmt schon viele Leute gewünscht, die Möglichkeit zu bekommen, ihre vermeintlichen Fehler zu korrigieren. Ramie Phillips bekommt diese Gelegenheit. Sie ist beinahe 38, hat eine erfolgreiche Karriere hinter sich, tolle Freunde - aber keinen Partner. In ihrem Leben gab es verschiedene Beziehungen, aber keinen Mann, der 'der Richtige' gewesen wäre; allerdings macht sie sich Gedanken, ob nicht vielleicht ihr Freund von der High School perfekt für sie war... und so versucht sie, diese Hypothese zu testen, als sie plötzlich als Siebzehnjährige aufwacht und noch mit ihrem Freund zusammen ist. Sie handelt anders als beim ersten Mal, sie genießt ihren jungen Körper und die Optionen, die sich ihr auftun, aber zugleich hat sie Angst, in dieser Welt gefangen zu sein und nicht in 'ihre' Realität zurückkehren zu können. Diesen Aspekt fand ich sehr realistisch.Ich hatte ein paar Probleme mit Ramie. An sich ist sie mir sympathisch, ich fand toll, dass die ungewöhnliche Erfahrung sie dazu gebracht hat, über ihr Leben zu reflektieren und im Umgang mit ihren Freunden sieht man, dass sie an sich ein toller Mensch ist. Leider kam sie mir oft unglaublich oberflächlich vor und das nicht nur, weil sie ausgiebig darüber philosophiert, wie wunderbar ihr junger Körper doch ist und wie schön es wäre, mit ihm Sex zu haben... dagegen mochte ich wiederum, dass sie nicht perfekt ist, sondern klare Schwächen hat. Es war nur manchmal anstrengend, diese Gedanken zu lesen.Besonders gefallen hat mir die Geschichte um Ramies Vater, der verstorben ist, als sie noch jung war. Das 'Wiedersehen' mit ihm bedeutet ihr viel und die Beziehung der beiden war für mich klar das Highlight des Buches. Die Autorin hat wunderbar beschrieben, wie Ramie zwischen Trauer, Hilflosigkeit und Liebe hin und hergerissen ist und dieser emotionale Konflikt hat das Buch für mich bereichert.Ein bisschen deplatziert kam mir die 'zweite' Zeitreise vor, da sie für mich nicht richtig in die Handlung gepasst hat - obwohl ich verstehe, welche Botschaft Harbison vermitteln wollte, meiner Meinung nach hätte bereits die erste Erfahrung ausgereicht. Dennoch war es ein interessantes Gedankenspiel. Das Ende kam mir dann ein bisschen zu kurz, es war allerdings passend und ein guter Abschluss der Geschichte.3,5/5 Sternen

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  • Noch einmal die Zeit zurückdrehen, interessanter Roman mit einigen Schwächen

    Vor mir die Sterne
    Ayleen256

    Ayleen256

    17. October 2016 um 12:00

    Einen Tag bevor Ramie Phillips 38 Jahre alt wir, gerät sie in eine Sinnkrise. Eigentlich hat sie alles, was sie wollte. Sie ist beruflich äußerst erfolgreich und hat wohlhabende, gute Freunde. Als ihr eine dieser Freundinnen eröffnet, dass sie schwanger ist, und ihr schwuler, bester Freund auch über Kinder nachdenkt, stellt Ramie ihr Leben in Frage. Ist sie wirklich glücklich? Hat sie in ihrem Leben den Moment verpasst, den richtigen Mann festzuhalten und Kinder zu bekommen? Infolge eines Unfalls ist Ramie plötzlich wieder 18 Jahre alt. Alle Entscheidungen stehen ihr offen, auch einige von denen, die sie gerade noch in Frage gestellt hat. Ihr 38-jähriges Wissen und ihre Erfahrungen sind geblieben. Aber welchen Weg möchte Ramie wirklich gehen? Nach welchen Sternen soll sie greifen? Ich mochte die Idee der zweiten Chance und das Leben an einem bestimmten Punkt nochmal neu zu gestalten, à la "Was wäre, wenn..."? Wie die Idee der Zeitreise dann umgesetzt wird, darauf war ich ebenfalls sehr gespannt. Ramie ist eher nicht so der sympathische Typ. Sie ist etwas schroff und missgönnt ihren Freunden ihr Glück. Umso besser, dass Ramie die Möglichkeit hat, ihr Leben nochmal neu zu starten. Ihre Hauptziele sind die damalige Beziehung zu ihrer ersten großen Liebe Brandon, die zur jener Zeit in die Brüche ging, sowie das Verhindern des verfrühten Todes ihres Vaters. Es bleibt natürlich die Frage, ob Ramie wirklich etwas an ihrer Vergangenheit ändern kann, oder ob die Geschichte nicht längst schon weggeschrieben ist. Ramies Collegeleben fand ich eigentlich ganz interessant, es war auf jeden Fall ernster als vergleichbare Titel. Manchmal habe ich mich gefragt, welcher Teil Ramies - die Jugendliche oder doch die 38-Jährige- das Handeln dominiert. Wirklich schön fand ich die Gespräche mit ihrem Vater, der den Eindruck erweckt, als ließe sich die Vergangenheit nicht ändern. Was mir dann nicht mehr so gut gefallen hat, war das Ende, beziehungsweise das letzte Viertel des Buches, auf das man nur schwer eingehen kann ohne zu spoilern. Bezogen auf Ramies Gedanken war nur wenig Neues dabei und dann war das Ende auch zu vorhersehbar. Die Spannung geht dadurch verloren, dass es zu viele Hinweise gibt, was es mit der Zeitreise auf sich hat, und worin Ramies Glück besteht, da sie während der Zeitreise ja schon auf denjenigen trifft. Der Schreibstil war dann leider auch nicht ganz meins. Er ist oft sehr wiederholend und irgendwie schafft die Autorin es nicht, die Spannung an den entscheidenden Momenten herauszuarbeiten. Einige gute Szenen und ein paar schöne Denkansätze enthält das Buch auf jeden Fall. Ich hätte mir aber ein paar mehr Überraschungen gewünscht. Durch Ramies schwierige Art war es schwer mit ihr mitzufühlen, ich vergebe 3 Sterne für diese nicht ganz ausgereifte Story.

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  • If I could turn back time

    Vor mir die Sterne
    tinstamp

    tinstamp

    12. September 2016 um 16:34

    Bücher mit dem Thema Zeitreisen oder "Was wäre wenn" haben mich schon immer fasziniert. Deshalb stand auch "Vor mir die Sterne" auf meinem Wunschzettel. Eine 38-jährige Frau, die plötzlich wieder 18 Jahre alt ist und ihr Leben von damals nochmals leben darf...... Denken nicht die Meisten von uns manchmal: "Was wäre gewesen, wenn ich mich damals anders entschieden hätte?! Wie wäre mein Leben danach verlaufen?" Ramie bekommt diese Chance, um einige Entscheidungen in ihrem Leben zu überdenken und vielleicht anders zu treffen.... Leider war mir Ramie zu Beginn der Geschichte eher unsympathisch. Sie lebt ein High-Society Leben, arbeitet erfolgreich als Investmentbankerin und liebt es im Mittelpunkt zu stehen. So ist sie auch noch erzürnt darüber, dass ihre Freundin Lisa genau an ihrem Geburtstag verkündet, schwanger zu sein und ihr die Show stiehlt. Auch ihr schwuler Freund Sammy gesteht ihr, sich nach Kinder zu sehnen. Für Ramie ist dies gar keine Option und sie fürchtet, dass sich auch bald Sammy mehr seinem Freund, als ihr widmet. Als Ramie nach ein paar Gläschen Champagner zu viel, schwer stürzt und sich den Kopf verletzt, wacht sie in ihrem ehemaligen Kinderzimmer kurz vor ihrem Highschool Abschluss wieder auf. Sie hat nicht nur die Chance die damalige Beziehung zu ihre großen Liebe Brandan neu zu erleben, sondern auch ihren verstorben Vater nochmals zu treffen und vielleicht dessen frühen Tod zu verhindern....aber darf man die Vergangenheit umschreiben? Die Grundidee ist wirklich gut, doch leider hat es die Autorin nicht geschafft, mich zu überzeugen. Der Roman erinnerte mich zwangsläufig, schon vom deutschen Cover her, an "Die Achse der Welt" von Dani Atkins. Aber auch einen Teil des Inhaltes fand ich ähnlich gestrickt. Vergleichen könnte man manches auch mit dem Film "30 über Nacht", wo die Protagonistin allerdings die umgekehrte Zeitreise macht und den ich wesentlich amüsanter fand, als dieses Buch. Ramie weiß, dass sie in der Vergangenheit wohl irgendetwas falsch gemacht hat und sie nun vor der Aufgabe steht, die für sie richtige Lösung zu finden, um mit ihrem achtunddreißigen Leben zufrieden sein zu können. Sie zitiert auf Seite 187: "Was ich wirklich wollte, war, diese zweite Chance zu nutzen, herauszufinden, was ich anders machen sollte und wie das mein zukünftiges Leben ändern würde." Das ist schön gesagt und wäre auch der rote Faden der Geschichte gewesen, doch im Endeffekt war das Ergebnis zu oberflächlich und vielleicht auch einen Ticken zu amerikanisch angehaucht. Vieles ist sehr vorhersehbar und auch die Idee hinter der Zeitreise war für mich bald ersichtlich. Völlig unverständlich fand ich Ramies Verhalten gegenüber ihrer großen Jugendliebe Brandan. Fragt sich Ramie noch am Beginn ihrer Zeitreise, warum sie damals spontan und rücksichtslos ihre Beziehung beendet hat, macht sie es bei ihrer zweiten Chance nicht viel anders. Gut, die Vergangenheit soll ja nicht umgeschrieben werden, aber ein paar logische Ausführungen dazu, hätte ich gerne gelesen. Als Leser konnte ich ihre Gedankengänge nach dem Abschlussball nicht nachvollziehen. War sie ein paar Stunden vorher noch total verliebt, sah die Welt kurz darauf völlig anders aus....und das auch als fast Vierzigjährige. Auf der anderen Seite fand ich sie wiederum viel zu alt für ihr Alter. Ich bin etwas mehr als zehn Jahre älter und fühle mich weder so, wie Ramie dargestellt wird, noch denke ich so altmodisch. Gefallen hat mir dagegen der Austausch mit ihrem Vater und die Weisheiten, die er von sich gibt. Man hat das Gefühl, er wäre ebenfalls in einer Zeitschleife und weiß was passieren wird. Das fand ich sehr herzergreifend. Man spürt hier, wie sehr Ramie ihren Vater noch immer vermisst. Einige Passagen fand ich auch gelungen und mit Humor gewürzt. Im Großen und Ganzen konnte mich der Roman aber emotional kaum berühren. Schreibstil: Für mich war der Schreibstil der Autorin manchmal etwas holprig. Besonders kurz nach der Zeitreise wiederholte Beth Harbison einige Gedankengänge von Ramie immer wieder. Danke, aber der Leser versteht es schon beim ersten Mal!  Es gibt einige unausgereifte Erzählstränge Fazit : Für mich war die Geschichte leider eine Enttäuschung. Zu vorhersehbar und oberflächlich, sowie eine eher nicht so sympathische Protagonistin ließen mich mit dem Roman nicht wirklich "warm werden".

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  • Was wäre wenn..?

    Vor mir die Sterne
    Rebel_Heart

    Rebel_Heart

    04. September 2016 um 21:25

    Ramie steht kurz vor ihrem 38. Geburtstag und eigentlich hat sie alles, was sie bislang immer wollte: Einen gut gezahlten Job, eine Karriere, die sie sich immer erträumt hat. Aber macht das auch Dauer wirklich glücklich? Als sie bei einem Bootsausflug mit Freunden erfährt, dass eine ihrer Freundinnen ein Kind bekommt und mit ihrem Partner mehr als nur glücklich darüber ist, gerät Ramie in eine Sinneskrise. Wann war sie das letzte Mal so richtig glücklich? Wann hat sie aufgehört an die Liebe zu glauben? Als sie sich bei einem Unfall verletzt, ist sie plötzlich wieder 18 Jahre alt und bekommt die Chance, ihr Leben in die Bahnen zu lenken, in denen auch die Liebe wieder eine Rolle spielt. Ich muss sagen, dass mir der Schreibstil wirklich überraschend gut gefallen hat. Binnen kürzester Zeit hatte ich die ersten Seiten regelrecht in mich aufgesogen. Obwohl die Thematik des Buches nicht unbekannt ist und auch sogar schon in Hollywoodfilmen Anklang gefunden hat, hat es mir hier wirklich gut gefallen. Ramie bekommt die Chance, ihr Leben neu zu ordnen, bekommt Zeit noch ein wenig mehr über ihre Eltern und ihren viel zu früh verstorben Vater nachzudenken, Zeit mit ihnen zu verbringen. Auch ihre Liebesbeziehungen bekommen quasi eine neue Chance und Ramie beginnt sich zu fragen, wann sie so eiskalt geworden ist, wann sie ihre Gefühlswelt verschlossen hat. Ich fand die Passagen toll, in denen Ramie sich bewusst den Dingen widmen, die sie zu ändern vermag. Der Umgang mit ihrem Vater war einfach nur herzlichen und manchmal regelrecht herzergreifend. Der Leser hat deutlich gespürt, wie sehr sie ihn braucht, wie sehr sein früher Tod sie damals mitgenommen hat. Das Ende hat mich zwar ein wenig verwirrt, aber ich glaube, einfach das musste so sein, nachdem der Leser so lange mit Ramie auf ihren Weg in ein neues Leben gegangen ist. Ich hätte zwar ein wenig etwas anderes erwartet, aber der Weg zu Ramies neuem Ich und ihre Gefühle und Gedanken, die sie dabei freigesetzt hat, haben das Buch für zwischendurch echt lesenswert gemacht.

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  • Voller Klischees, aber ganz nett

    Vor mir die Sterne
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    25. August 2016 um 10:55

    "Es fühlte sich immer mehr so an, als wäre ich nichts weiter als eine Zeugin. Eine Beobachterin meines Lebens, was auch immer daraus wurde, ohne jegliche Möglichkeit, Einfluss zu nehmen." (Seite 228) Das Cover von Vor mir die Sterne erinnert mich stark an Dani Atkins Die Nacht schreibt uns neu, daher hat es mich neugierig gemacht, denn ich liebe Dani Atkins zauberhafte Liebesgeschichten. Einen Tag vor ihrem 38ten Geburtstag fragt sich Ramie, ob sie in ihrem Leben alles richtig gemacht hat. In Bezug auf ihre Beziehungen, ihre Familie, ihre Freunde, ihre Jobwahl. Finanziell geht es ihr gut, sie ist erfolgreich in dem, was sie tut, aber sie ist auch allein. Kein Mann, keine Kinder. Ist das wirklich alles, was das Leben ihr zu bieten hat? Bei einer Feier von Freunden trinkt sie zu viel, will elegant vom Boot ins Wasser springen und stürzt dabei. Am nächsten Morgen ist alles anders und Ramie wacht im Körper ihres 18-jährigen Ichs wieder auf, am Tag vor dem Schulabschluss. Noch einmal mit ihrem Vater reden, der zwei Jahre nach ihrem Abschluss gestorben ist; noch einmal zur High School gehen; noch einmal mit ihrer High-School-Liebe Brendan schlafen. Bekommt sie etwa die Chance, ihr Leben zu ändern? Entscheidungen, die sie bereut hat, rückgängig zu machen? Oder ist das alles nur ein merkwürdiger, äußerst realistischer Traum? Relativ bald wird klar, dass es sich hier nicht um eine Zeitreisegeschichte handelt, sondern viel mehr um eine Art Weihnachtsgeschichte á la Charles Dickens. Nur, dass es keine Geister gibt, die Geschichte nicht zu Weihnachten spielt und sie weniger gut geschrieben ist. Eigentlich weiß Ramie selbst von Anfang an, dass sie nicht wirklich eine Zeitreise macht. Sie redet ständig von dem Gefühl, dass es sich um einen Traum handelt, von ihrem Bootsunfall, von ihrer Kopfverletzung, ihren Kopfschmerzen, von dem nervigen Piepsen des 'Weckers'. Ramie ahnt, was Sache ist. Und der Leser weiß es - wenn er 1 und 1 zusammenzählt - nach genau 36 Seiten: zu Beginn von Kapitel 3. Also eigentlich von Anfang an. Was mir bei Vor mir die Sterne fehlt, sind die Überraschungen. Der Roman ist so vorhersehbar, dass er mich emotional überhaupt nicht mitnimmt. Es ist klar, was es mit der angeblichen Zeitreise auf sich hat und es ist klar, mit wem sie in der Gegenwart ihr Happy Ending haben wird, sobald sie denjenigen bei ihrer 'Zeitreise' getroffen hat. Dabei sind leider genau die zwei Punkte, die eigentlich für Spannugn sorgen sollen, vorhersehbar. Weitere Überraschungen hat der Roman leider nicht zu bieten. Und der Epilog ist - es tut mir leid, das so sagen zu müssen - esoterischer Kitsch. Vom Allerfeinsten. Die zwei Seiten hätte man sich auch sparen können. Vor mir die Sterne hat vielversprechend angefangen, auch wen Ramie mir nicht unbedingt sympathisch war. Doch dann folgte leider ein Klischee auf das andere und statt dass sich Spannung aufbaute, erfüllte sich leider eine Vorahnung nach der anderen. Zwischendurch habe ich mich wirklich nett unterhalten gefühlt, aber mindestens ebenso oft habe ich mich gelangweilt. Vor mir die Sterne fehlt es an Originalität und Raffinesse. Und so ist die Geschichte leider nur das: nett. (c) Books and Biscuit

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  • Berührt und unterhält

    Vor mir die Sterne
    LillianMcCarthy

    LillianMcCarthy

    23. August 2016 um 13:29

    Inhalt: Was wäre, wenn …? Wenn ich ihn damals geküsst hätte? Wenn ich ihm gesagt hätte, wie sehr ich ihn liebe? Kurz vor ihrem 38. Geburtstag gerät Ramie Phillips in die Krise: Sie hat alles, was sie immer wollte – eine Karriere, tolle Freunde, ein Leben im Wohlstand. Aber ist sie glücklich? Als sie nach einem Unfall wieder zu sich kommt, ist Ramie plötzlich noch einmal 18 Jahre alt. Und sie kann alle Entscheidungen von damals mit dem Wissen von heute erneut treffen. Doch dafür muss sie die Antwort darauf finden, wie ihre Zukunft aussehen soll – und nach welchen Sternen sie greifen will. Ein bezaubernder Roman über zweite Chancen und unsere Umwege zum Glück. (Quelle: Verlag) Meine Meinung: Ich liebe den Film 30 über Nacht und wer ihn nicht kennt, sollte ihn sich unbedingt mal ansehen. Aus diesem Grund hat mich Vor mir die Sterne direkt wie magisch angezogen. Während die Hauptdarstellerin im Film über Nacht plötzlich 30 Jahre alt und somit erwachsen ist, und sich den Problemen ihres späteren Lebens stellen muss, damit sie diese hoffentlich in ihrer Gegenwart schon zum positiven verändern kann, steht Ramie vor dem umgekehrten Problem. Sie wacht am Tag ihres 38. Geburtstags auf und stellt fest, dass sie wieder 18 ist und in der Vergangenheit gefangen. Sie sieht nur eine Lösung: Irgendetwas hat sie falsch gemacht und ihre Aufgabe ist es, alles wieder richtig zu biegen. Da wäre einmal ihr Vater, der viel zu früh gestorben ist und ihr damaliger Freund, denn sie rücksichtslos verlassen hat. Die ganze Zeit weiß man als Leser nicht. Ob sie nun wirklich in der Vergangenheit steckt oder ob sie alles nur träumt aber es war sehr schön und emotional zu lesen, wie Ramie an dieses Problem herangeht. Zuerst einmal muss sie sich nämlich bewusst werden, dass ihr jetziges Leben nicht so perfekt ist, wie es scheint und dann muss noch die richtige Entscheidung getroffen werden, die Ramie, wie sie hofft, wieder in die Gegenwart zurückschickt. Das geht mit vielen Erfolgserlebnissen einher aber auch mit der Gewissheit, dass man in wenigen Tagen nicht alles verändern kann und schon gar nicht das, was schon viel früher seinen Anfang genommen hat. Ramie gerät ins Nachdenken und mit ihr der Leser. Ich kann es gar nicht anders ausdrücken als zu sagen, dass mich das Buch schon von Beginn an sehr berührt und auch aufgewühlt hat. Besonders hervorheben kann ich hier nur Ramies Entwicklung. Anfangs ist sie ein Mensch, den ich nicht gerne zur Freundin haben würde aber am Ende ist sie jemand, den ich liebend gern als meine beste Freundin bezeichnen würde. Sie wächst an ihrer Aufgabe und das finde ich wunderschön. Ich glaube, ich selbst würde auch noch einmal gern in eine frühere Zeit zurück gehen. Mit allen meinen Erfahrungen und Erinnerungen und das ganze noch einmal erleben, ohne dass es einen Einfluss auf die Gegenwart hat. Das stelle ich mir wundervoll vor aber wie das ganze bei Ramie abläuft und ausgeht, das müsst ihr selbst herausfinden. Das einzige, was mich am Buch gestört hat: Das Buch legt einen tollen Start und einen interessanten Mittelteil hin und als es dem Ende entgegen ging, habe ich mich gefragt, wann jetzt die große Sache kommt, die alles verändert. Stattdessen gibt es einen ganz komischen Cut und noch einmal eine ganz andere kurze und ziemlich verwirrende Szene, bevor es zur Auflösung in der Gegenwart kommt. Das ganze hat mich einfach sehr verwirrt und mich aus dem Lesefluss heraus gerissen. Letztendlich verstehe ich, wieso das alles ganz plausibel ist und seine Daseinsberechtigung hat aber mich lässt das Gefühl nicht los, dass man das auch eleganter hätte lösen können. Fazit: Vor mir die Sterne von Beth Harbison ist eine tolle Was wäre wenn?-Geschichte, die berührt und zum Nachdenken anregt. Ich liebe besonders Ramies Entwicklung und die Gefühle, die damit beim Leser freigesetzt werden. Auch wenn mich das Buch zum Ende hin noch einmal ziemlich aus der Bahn geworfen hat, ist es definitiv eine Lektüreempfehlung, die ich mir zum Beispiel auch sehr gut in einem Buchclub vorstellen könnte. Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das tolle *Rezensionsexemplar.

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  • "Vor mir die Sterne" von Beth Harbison

    Vor mir die Sterne
    Nelly87

    Nelly87

    15. August 2016 um 00:13

    Fast jeder Leser hat so seine Umstände bei Büchern, bei denen er immer zuschlägt, wenn sie thematisiert werden. Bei mir gehören „Was wäre, wenn…“-Geschichte eindeutig dazu. Zeitreisen, alternative Leben… da schlägt mein Herz höher. Als ich daher den Klappentext zu Vor dir die Sterne gelesen hatte, war schon klar, dass ich diese Geschichte lesen musste. Das Gefühl, das sich nach dem Lesen eingestellt hat, kannte ich allerdings schon. Wo man geht und steht nur positive Rezensionen. Und dann fiel mir das Buch in die Hände… Vor mir die Sterne | Beth Harbison Aufbau Verlag | 2016 | 395 Seiten | Einzelband Original: If I could turn back time | übersetzt von: Corinna Rodewald erhältlich als: Taschenbuch – eBook Der Inhalt Kurz vor ihrem 38. Geburtstag gerät Ramie Phillips in die Krise: Zwar hat sie alles, was sie immer wollte – eine Karriere, tolle Freunde, ein Leben im Wohlstand –, aber wann hat sie eigentlich aufgehört, an die Liebe zu glauben? Und welche Rolle spielte dabei der Tod ihres Vaters? Als sie nach einem Unfall wieder zu sich kommt, ist Ramie plötzlich wieder 18 Jahre alt – und kann alle Entscheidungen von damals mit dem Wissen von heute erneut treffen. Doch die Frage, welcher Weg sie zu ihrem Glück führen wird, ist immer noch nicht viel leichter zu beantworten. [ Quelle: Aufbau ] Die Geschichte Ramie ist mit ihren Freunden auf einer Yacht vor der Küste von Miami. Gemeinsam mit den wichtigsten Menschen in ihrem Leben möchte sie ihren 38.Geburtstag feiern. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Auf der Party eröffnete eine von Ramis besten Freundinnnen, dass sie schwanger ist und plötzlich wird Ramie selbst klar, dass sie bald 40 wird, nicht verheiratet ist und auch Kinder kein Thema sind. Nach dem einen oder anderen Gläschen zuviel wird sie leichtsinnig und hechtet von der Yacht ins Meer, wobei sie sich schlimm den Kopf stößt. Sie verliert das Bewusstsein und als sie wieder aufwacht, ist sie plötzlich wieder 18. Ich hatte mir doch nie gewünscht, ich könnte die Zeit zurückdrehen und wieder jünger sein. Ich gehörte nicht zu denen, die ständig der Vergangenheit hinterhertrauerten. Zugegeben, es hatte sich ziemlich gut angefühlt, ohne Schmerzen aus dem Bett zu steigen, damit hatte ich nicht gerechnet. Doch mein Spiegelbild gab mir vor allem das Gefühl, die Zeit wäre verstrichen, ohne dass ich es gemerkt hätte. Ich kann es nur nochmal sagen: ich liebe „Was wäre, wenn…“-Geschichten. Ramie bekommt die Möglichkeit, einige Entscheidungen in ihrem Leben anders zu treffen, als sie sie tatsächlich getroffen hat. Sie versucht auch, den Tod ihres geliebten Vaters zu verhindern. So gesehen hätte das ein tolles Buch werden können. Aber die Story hat sich so dahingeschleppt und konnte mich einfach nicht fesseln. Die Charaktere Ramie ist ein Bilderbuchbeispiel für die toughe Karrierefrau. Schon als Teenager hatte sie eine Vorliebe für Zahlen und Mathematik. Da war ihr Beruf als Investmentbankerin eigentlich nur die logische Schlussfolgerung. Bisher dachte sie auch immer, dass ihr Leben damit ausgefüllt ist. Wirklich vermisst hat sie eigentlich nichts. Auch in Liebesdingen empfand sie ihre Unabhängigkeit bis zum Yachtunfall als eher befreiend als unbefriedigend. Doch als ihre Freundin dann verkündet, dass sie schwanger ist, fängt Ramie an, auch über ihr eigenes Leben nachzudenken. Und kommt zu dem Schluss, dass sie doch die eine oder andere falsche Entscheidung getroffen hat. Anfangs dachte ich, dass Ramie eigentlich ganz liebenswert ist. Doch recht schnell ist sie mir mit ihrem extremen Egoismus wirklich auf die Nerven gegangen. Was fällt ihren Freundinnen auch ein, schwanger zu werden, wo sie doch noch gar nicht an Kinder gedacht hat. Und ihr schwuler bester Freund, der eigentlich glücklich verheiratet ist, hat gefälligst in erster Linie für sie da zu sein. Denn scheinbar ist Ramie der Nabel der Welt. An vielen Stellen hatte ich nicht das Gefühl, eine 38-Jährige in einem jungen Körper vor mir zu haben, sondern einfach nur eine stinknormale Teenagerin. Das hat der Geschichte natürlich viel von seinem Potenzial genommen. Der Schreibstil Mit Beth Harbisons Schreibstil bin ich irgendwie nicht so ganz klar gekommen. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass aus der Idee des Buches zu wenig gemacht wurde. Die Probleme, die sich eigentlich naturgemäß schon aus Zeitreisen ergeben, werden gar nicht oder nur sehr oberflächlich angekratzt. Auch scheint Ramie trotz 20 Jahre Altersunterschied gar keine großartigen Probleme mit der Situation zu haben. Sie findet sich einfach darin ein. Vor allem was ihre „Beziehung“ zu ihrem Jugendfreund angeht, da hätte ich doch mit einigen Skrupeln gerechnet. Ich meine nur, ich habe gespürt, dass dich etwas bedrückt, aber ich wollte sich nicht drängen, denn das Schlimmste, was man tun kann, wenn jemand um sein Gleichgewicht kämpft, ist, ihn zu drängen. Aber auch sonst konnte mich Harbisons Schreibe nicht recht begeistern. An vielen Stellen hatte ich einfach das Gefühl, dass die Autorin immer dann, wenn es spannend geworden wäre, eine andere Richtung einschlägt. Die Bedenken von Ramie sind immer die gleichen und Harbison wurde nicht müde, diese immer wieder zu wiederholen. Es machte im Gesamtbild einfach einen sehr holprigen Eindruck. Hat mir leider nicht so gut gefallen. Das Ende Zum Schluss kam es nochmal zu einem ordentlichen Schnitt in der Story. Ob man sowas gut finden möchte, ist wohl Geschmackssache. Mich hat dieser Bruch allerdings total aus dem Konzept gebracht. Mir kam es vor, als hätte Harbison plötzlich doch noch etwas Schwung miteinbringen wollen, wusste aber nicht, wie… Dagegen war die Auflösung nachher ganz gelungen. Ich hab mir einigen Szenarien selbst schon überlegt, wie die Story wohl ausgeht, muss aber ehrlich sagen, dass ich auf das tatsächliche Ende gar nicht gekommen bin. Das spricht doch für sich. Auf etwas Kitsch muss man sich aber auch einstellen. Mein Fazit Ich hab wirklich nichts gegen ein Buch mit Ecken und Kanten. Allerdings kann ich nichts mit unausgereiften Erzählsträngen und unsympathischen Protagonisten anfangen. Vor mit die Sterne war mir einfach zu oberflächlich und konnte mich aufgrund dessen auch einfach nicht fesseln. Die Reaktionen von Ramie waren jenseits von allem, was irgendwie nachvollziehbar gewesen wäre und eine geniale Idee wurde kaum aufgegriffen.

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  • Unterhaltsame Story mit Schwächen

    Vor mir die Sterne
    Lisbeth76

    Lisbeth76

    09. August 2016 um 13:11

    Ein bezauberndes Cover, welches sehr gut zum Titel passt, jedoch mit der Geschichte wenig zu tun hat. Da kommt beides bei der englischen Originalausgabe dem Inhalt wesentlich näher. Ich muss aber sagen, dass diese Tatsache für mich kein Problem darstellen, oder gar zu Punktabzug führen.Ramie ist fast 38 Jahre alt, erfolgreich und wohlhabend, jedoch Single und kinderlos. Während eines Ausfluges auf einer Yacht erleidet sie bei einem Unfall schwere Kopfverletzungen. Sie wacht in ihrem ehemaligen Kinderzimmer auf und muss feststellen, dass sie 20 Jahre in der Zeit zurück katapultiert wurde. Sie ist wieder 18, verliebt in Brendan, und sogar ihr Vater lebt noch, an dem sie sehr gehangen hat und der ein paar Jahre später sterben wird. Mit dem Wissen und den Erfahrungen einer reifen Frau, muss sie sich auf einmal wieder den Problemen, aber auch den Vorteilen eines Teenagers stellen.Ramie ist sich bewusst, dass sie jetzt vielleicht die Chance hat ihre Zukunft zu verändern. Soll sie mit Brendan zusammen bleiben, von dem sie sich eigentlich kurze Zeit später nach beenden der Highschool getrennt hat? Kann sie ihren Vater dahingehend beeinflussen, mehr für seine Gesundheit zu tun, damit sie ihn länger bei sich haben kann?Die Geschichte ist stellenweise sehr unterhaltsam und interessant und es ergeben sich recht lustige Szenen. Eigentlich ist Ramie noch Jungfrau kurz vor ihrem 18. Geburtstag, doch im Kopf zwanzig Jahre weiter und zurück in dem Hormon berauschten Körper eines Teenagers überrascht sie Brendan, was dieser jedoch zu genießen scheint.Leider muss ich sagen, dass man aus dieser Grundidee wesentlich mehr hätte machen können. Es wirkt etwas unausgereift und oberflächlich. Ich hab mich zwar recht gut unterhalten gefühlt, aber mir hat auch etwas gefehlt. Ramie hat alles schon mal erlebt, daraus hätten sich wesentlich interessantere und spannendere Szenen ergeben können. Gegen Ende der Geschichte gibt es dann eine Episode, die meiner Meinung nach nicht wirklich hineinpasst. Es mag sein, dass sie Ramie einiges klar macht, aber für mich wirkte es recht gezwungen eingeworfen. Auch das Fazit, was sich für Ramie letztendlich ergibt, hat sich nicht wirklich über die Dauer des Buches aufgebaut. Es kam etwas plötzlich und passte nicht wirklich hinein.Was mich auch etwas gestört hat ist die Tatsache, dass sich Ramie mit ihren fast 38 Jahren wie eine alte Frau dargestellt hat. Ich bin selbst 40 und fühle mich ganz anders als in der Geschichte beschrieben. Natürlich ist es ein großer Unterschied, ob man 18 oder 38 ist, aber der Beschreibung nach, hatte ich keine Frau Ende 30 sondern eher wie mindestens Anfang 60 vor mir. Diese Tatsache hat mich einerseits etwas traurig, andererseits aber auch leicht zickig werden lassen. Hey, 40 ist das neue 30, das hätte man der Autorin vorher erklären sollen. ;-)Fazit: Nette und recht unterhaltsame Geschichte mit Schwachstellen. Die Autorin hätte mehr draus machen können, so wirkt es doch etwas unausgereift und oberflächlich stellenweise. Trotzdem ein Buch für Zwischendurch mit witzigen Szenen, welches man durchaus lesen kann.

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  • Zwar keine neue Idee, aber gut zu lesen, unterhaltsam und regt zum Nachdenken an

    Vor mir die Sterne
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    08. August 2016 um 08:19

    Kurzbeschreibung:Kurz vor ihrem 38. Geburtstag gerät Ramie Phillips in die Krise: Zwar hat sie alles, was sie immer wollte – eine Karriere, tolle Freunde, ein Leben im Wohlstand –, aber wann hat sie eigentlich aufgehört, an die Liebe zu glauben? Und welche Rolle spielte dabei der Tod ihres Vaters? Als sie nach einem Unfall wieder zu sich kommt, ist Ramie plötzlich wieder 18 Jahre alt – und kann alle Entscheidungen von damals mit dem Wissen von heute erneut treffen. Doch die Frage, welcher Weg sie zu ihrem Glück führen wird, ist immer noch nicht viel leichter zu beantworten.Meinung:Viele Menschen fragen sich, was gewesen wäre, wenn sie sich bei manchen Situationen anders entschieden hätten. Da auch ich mich manchmal bei solchen Gedanken erwische, lese ich gerne hin und wieder wieder Romane, in denen es um zweite Chancen geht und bei denen man Gelegenheit bekommt, über den Sinn des Lebens nachzudenken.„Vor mir die Sterne“ beschäftigt sich genau mit diesen Themen. Die taffe und erfolgreiche 38-jährige Ramie hat eigentlich ein gutes Leben und ist doch nicht glücklich. Durch einen Unfall hat sie die Möglichkeit frühere Entscheidungen nochmals zu überdenken und kann mit ihrem ganzen bisherigem Wissen Änderungen vornehmen.Ich muss zugeben, dass die Autorin dabei fast durchgängig auf Altbewährtes und Bekanntes zurückgreift, aber trotzdem hat mich die Geschichte berührt, zum Nachdenken gebracht und gut unterhalten.Denn auch wenn der Handlungsverlauf recht offensichtlich ist, gibt es einige unterhaltsame und humorvolle Szenen, die einfach Lesespaß bieten. Gleichzeitig gibt es aber auch ernste Monologe und Gespräche mit Ramies Vater, die einen guten Kontrast bilden. Insgesamt ist für mich deshalb in der Gesamtbetrachtung ein lesenswerter Roman entstanden.Protagonistin Ramie war mir eigentlich fast von Beginn an sehr sympathisch. Obwohl sie anfangs ein totaler Karrieremensch ist, konnte ich mich schnell in sie hineinversetzten und ihre Gedankengänge nachvollziehen. Nach anfänglichem Unglauben nutzt sie ihre Chance und setzt sich intensiv mit damaligen Entscheidungen und ihren vermeintlichen Fehlern auseinander. Ihr innerer Konflikt ist dabei sehr gut nachvollziehbar und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte authentisch.Auch die Nebenfiguren haben mir gut gefallen. Allen voran natürlich Ramies toller Vater mit seinen berührenden Weisheiten. Aber auch die anderen Figuren passen gut in die Geschichte und erfüllen alle ihre Aufgaben.Lesen lässt sich die Geschichte sehr flüssig und zügig. Mir hat die Mischung aus Humor, Emotionalität, Unsicherheit und Lebensfreude gut gefallen, denn die Autorin hat alle Komponenten glaubhaft wiedergegeben.Fazit:„Vor mir die Sterne“ greift zwar sowohl bei der Grundidee als auch bei der Umsetzung auf bereits Bekanntes zurück, jedoch hat mich die Lektüre berührt und gut unterhalten. Die Frage nach verpassten Gelegenheiten und möglichen zweiten Chancen hat mich beim Lesen sehr beschäftigt und ich habe Ramie gerne bei ihren authentisch beschriebenen Entwicklungen begleitet. Dabei gibt es neben Lebensweisheiten auch einiges zum Schmunzeln, weshalb ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung vergebe.

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  • Was wäre wenn die Vergangenheit dich findet.

    Vor mir die Sterne
    Aleena

    Aleena

    08. August 2016 um 07:53

    Ich mochte die Geschichte sehr,auch wenn der Schreibstil einfach gehalten ist.Locker geschrieben für den schnellen Leser.Das Ende kam viel zu schnell und das letzte Kapitel hat mich sehr bewegt.

  • Ich fang einfach noch Mal von vorne an ...

    Vor mir die Sterne
    StMoonlight

    StMoonlight

    01. August 2016 um 18:39

    ~ Cover ~ Das Cover ist in Blau gehalten und zeigt eine weibliche Person mit einem Regenschirm auf den Sternen entlangwandeln. An Hand der Geschichte gehe ich davon aus, dass es sich um Ramie, die Hauptprotagonistin, handelt. Auch wenn es mit den pinken Akzenten ein wenig weiblich wirkt, so gefällt mir das Cover sehr gut. Es lädt ein wenig zum Träumen ein. ~ Inhalt ~ Aber es kommt ja nicht (nur) auf das Cover an, sondern besonders auf den Inhalt. Darum geht es: Als Kind hat Ramie immer von ihrer eigenen kleinen Familie geträumt, doch dann wurde sie erwachsen und legte eine steile Kariere hin. An Freunden und Geld mangelt es ihr nicht. Aber Familie? Keine Zeit! Weder für Kinder, noch dazu sich einen festen Partner zu suchen. Affären ja, aber zu Ramie‘s Leidwesen nie etwas Festes. Zu ihrem 38. Geburtstag lädt sie Freude auf eine Yacht ein. Als wäre ein Geburtstag nicht schon Grund genug um über seinen bisherigen Lebensweg nachzudenke, gibt eine Freundin von Ramie bekannt das sie schwanger ist. Damit rückt der eigentlich Star des Abends aus dem Rampenlicht, denn alle versammeln sich nun um die werdende Mutter. Zumindest ihr bester Freund ist an ihrer Seite, dennoch überwiegt das Selbstmitleid – Alkohol sei Dank – und Ramie wagt einen waghalsigen Sprung ins Meer … Als die Frau ihre Augen öffnet findet sie sich plötzlich in ihrem Jugendzimmer wieder und ist unschuldige 18 Jahre alt. Ramie hat die Chance alles noch einmal zu machen, alles Schöne und auch alle Fehler. Nur eben mit dem Wissen der „reifen“ Ramie. Doch was will sie überhaupt??? ~ Meinung ~ So sehr man sich oft wünscht mit dem Wissen von heute noch einmal von vorne anzufangen, wenn es dann soweit ist, weiß man vermutlich gar nicht so recht was man überhaupt will. Genau so geht es hier Ramie, die damit sehr authentisch dargestellt wird. Es tauchen Gestalten auf, an welche die Protagonistin seit einem Jahrzehnt nicht gedacht hat, aber auch Gerüche die noch heute Erinnerungen wachrufen. Aber auch die anderen Charaktere sind so gut beschrieben, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte als würde ich sie kennen. Ramies Vater beispielsweise ist so warmherzig und offen, dass er sofort mein Herz erobert hat. Der „Gute Mann“ hat seine Tochter oft Lebensweisheiten mitgegeben, wie z.B. „Akzeptiere eine Situation nicht einfach so, sondern frage dich in regelmäßigen Abständen, ob du auch glücklich bist.“ – Da lernt auch gleich der Leser etwas. Der englischem Originaltitel lautet „If I could turn back times“ und wäre vielleicht etwas passender gewesen, als der deutsche Titel, denn was das alles nun mit Sternen die vor Ramie liegen zu tun hat ist mir (fast) ein Rätsel. Ich vermute, dass es sich um den Hinweis gaaaanz am Ende des Romans handelt. – Wie ihr rausbekommt was da geschrieben steht? Selber lesen! ;) ~°~ Fazit ~°~ „Vor mir die Sterne“ ist kein klassischer Roman, den man normalerweise in meinem Bücherregal findet. Leider ist die Geschichte etwas durchschaubar, so ahnte ich direkt am Anfang bereits was mit Ramie geschehen war. Aber der Roman entführt in die eigene Vergänglichkeit und bewegt den Leser dazu über vieles Nachzudenken, sein Leben, den Tod und alles dazwischen. Müsste ich dieses Buch mit einem Wort beschreiben so wäre es wohl „besinnlich“.

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  • Was wäre, wenn...?

    Vor mir die Sterne
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    25. July 2016 um 18:22

    Ein weiteres luftiges Sommerbuch zum Verlieben kommt aus dem Aufbau Verlag: In Beth Harbisons neuem Roman Vor mir die Sterne geht es um ein altbekanntes, mittlerweile recht klassisches Thema der Literatur, verpackt in eine fluffige, charmante Geschichte. Die Rede ist von der guten alten Zeitreise und der Frage: Was wäre, wenn ich in der Zeit zurückreisen und alles anders machen könnte? Wie wäre mein Leben dann verlaufen?Zugegeben, die Idee der Zeitreise ist in der Literatur nicht neu (eher so etwas wie ein alter Hut), aber außerhalb des Sci-Fi-Genres ergibt sich aus ihr trotzdem ein interessantes, spannendes und amüsantes Gedankenspiel, das zum Nachdenken anregt und den Leser einlädt, sich selbst einmal zu fragen, was er an seinem Leben ändern würde - wenn er nur könnte. Genau dieses Szenario spielt Beth Harbison in Vor mir die Sterne durch und das ist von der ersten bis zur letzten Seite äußerst amüsant und berührend mitzuverfolgen.Harbisons Protagonistin ist die 37-jährige Ramie, die eine erfolgreiche Karriere im Finanzwesen hingelegt hat, über ein recht ordentliches Vermögen verfügt und sich mit tollen Freunden rühmt. Am Vorabend ihres 38. Geburtstag gerät ihre heile Luxus-Welt allerdings ins Wanken, denn sie begreift, dass ihr Leben eigentlich recht leer und einsam ist, dass sie sich nach der wahren Liebe sehnt und nach Kindern. Sie klammert sich an den Alkohol, wird übermütig und hat schließlich einen schweren Unfall, infolgedessen sie 20 Jahre in der Zeit zurückreist und sich schließlich in ihrem 18-jährigen Körper wiederfindet. Logischerweise begreift Ramie zunächst nicht, was mit ihr passiert und glaubt, zu träumen. Dementsprechend witzig und peinlich sind die ersten Begegnungen mit ihren Eltern, Highschool-Freunden und vor allem ihrem festen Freund Brendan. Eine 38-Jährige im Körper einer 18-Jährigen: Bei Harbison ist das auf jeden Fall so amüsant, wie es sich anhört. Aber auch sehr tiefgründig und nachdenklich. Ramie sieht die Welt ihres 18-jährigen Ichs nun nämlich mit ganz anderen Augen, bügelt so manchen Fehler wieder aus und setzt sich viel mit ihren Entscheidungen und vermeintlichen Fehlern auseinander. Sie will die Chance nutzen und ergründen, was damals schief gelaufen ist. Wieso sie und Brendan sich getrennt haben, obwohl sie sich doch so innig liebten, wieso sie nach dem Abschluss nicht einen anderen Weg eingeschlagen hat und warum sie an ihrem 38. Geburtstag so alleine und verbittert ist.Ramies inneren Konflikt arbeitet Harbison sehr detailliert und authentisch heraus. Ihre Monologe und auch die Gespräche mit ihrem Vater sind von Weisheit und einer ganz besonderen Lebensphilosophie geprägt. Dennoch sind vor allem die Monologe auch die kleine Schwäche des Romans, denn ab und an sind sie ziemlich langatmig und unterbrechen die kurzweilige Handlung - obwohl sie natürlich auch wichtig sind, um Ramies Verwandlung nachvollziehen zu können. Denn diese findet definitiv statt, beschließt sie doch, beim zweiten Mal intensiver zu leben und bessere Entscheidungen zu treffen. Ich habe Ramie jedenfalls unheimlich gerne dabei beobachtet, wie sie die Gegend, in der sie aufwuchs, noch einmal neu entdeckt, wie sie sich wieder in einer Welt ohne Smartphone, Google und co. zurechtfinden muss und wie sie sich und Brendan noch eine Chance gibt.Doch wohin führt das Ganze, inwiefern verändert Ramies Trip in die Vergangenheit ihre Zukunft? Das fragt sich nicht nur Ramie selbst, sondern auch der Leser. Und dahingehend hält der Handlungsverlauf einige Überraschungen bereit. Ich möchte natürlich nicht zu viel verraten, aber ich hätte definitiv nicht mit der Entwicklung und diesem Ende gerechnet. Was Ramie schließlich durch ihren Ausflug in die Vergangenheit lernt und ob sie wieder in ihren 38-jährigen Körper zurückkehrt - das müsst ihr schon selbst herausfinden. Die charismatischen Charaktere, die ebenso süße und lebensbejahende wie melancholische Geschichte und natürlich das komplett absurde und charmante Szenario machen jedenfalls durchweg große Lust darauf, Ramie bis zum Ende zu begleiten. Mein Fazit:Vor mir die Sterne von Beth Harbison erzählt eine witzige, berührende Geschichte über verpasste Gelegenheiten und zweite Chancen. Dabei greift Harbison auf die nicht ganz neue, aber originell umgesetzte Idee der Zeitreise zurück und fesselt den Leser außerdem mit einer authentischen, charismatischen Protagonistin und einem amüsanten Szenario nach dem nächsten. Auch die ernsteren Stellen konnten mich überzeugen, im Mittelteil ist der Roman allerdings etwas in die Länge gezogen. Das schmälert aber nicht die Lust daran, unbedingt weiterlesen zu wollen und deswegen gehörtVor mir die Sterne auf jeden Fall zu meinen Lese-Highlights. 

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  • Ein gelungener Blick zurück in die Vergangenheit :)

    Vor mir die Sterne
    nana_fkb

    nana_fkb

    25. July 2016 um 17:41

    Ramie ist eine erfolgreiche Frau, für die ihre Karriere an erster Stelle steht. Doch als ihre Freundinnen heiraten und Kinder kriegen, kommt sie ins Grübeln. Hat sie den Zeitpunkt verpasst, als sie sich auch für eine Familie hätte entscheiden sollen? Gibt es denn noch DEN Richtigen für ihn? Oder hat sie ihn womöglich in ihrer Jugend leichtfertig abserviert und hat somit die Chance vertan, mit ihrer großen Liebe alt zu werden? All diese Fragen beschäftigen sie auf einem Bootsausflug mit Freunden, als eine ihrer Freundinnen offenbart, dass sie schwanger ist. Sie ertrinkt in Selbstmitleid.. Und Champagner. Als sie in diesem Zustand ins Wasser springt, um noch eine Runde zu schwimmen, wird plötzlich alles dunkel um sie herum. Und sie erwacht in ihrem alten Jugendzimmer im Haus ihrer Eltern. Alles erscheint ganz normal. Alles, bis auf den Zustand, dass sie wieder 18 Jahre alt ist und kurz vor ihrer Zeugnisvergabe steht. Sie grübelt und grübelt darüber, warum sie plötzlich wieder in dieser Zeit gelandet ist. Mit der Zeit findet sie heraus, dass sie womöglich in die Vergangenheit gereist ist, um etwas wichtiges in ihrem Leben zu realisieren. Etwas, das ihre Gegenwart stark beeinflusst. Mich erinnert das Buch ein bisschen an Freaky Friday. Klar, hier hat niemand die Körper getauscht. Aber auch in dem Film geht es darum, die Sicht der anderen Person zu verstehen und zu realisieren, welche Auswirkungen die eigenen Taten haben. Ramie nimmt sich nun sehr viel Zeit mit ihrem Vater, bespricht mit ihm wichtige Dinge und merkt dabei, dass sie damals viel zu viele Gegebenheiten einfach nur hingenommen und nicht hinterfragt hat. Das will sie nun ändern. Und auch die Beziehung zu ihrem Highschool-Freund wird näher unter die Lupe genommen. Warum hat sie damals überhaupt mit ihm Schluss gemacht? Der Zukunfts-Ramie kommt er ihr sehr perfekt vor und sie kann nicht verstehen, warum sie ihn damals verlassen hat, als sie auf unterschiedliche Colleges gehen wollten. Durch den Blick in die Vergangenheit stellt sie fest, dass sie in der Gegenwart viel zu wenig auf ihre Familie und Freunde achtet. Sie versteht z.B. nicht, warum sie nie über den Tod des eigenen Vaters nachgedacht hat. Doch durch ihre Reise in die Vergangenheit wird ihr klar, dass viele Aspekte ihres Verhaltens stark mit diesem Ereignis verknüpft sind. Ramie wirkt auf mich sehr tough und karriereorientiert. Zumindest am Anfang. Mit der Zeit merkt man schnell, dass sie sehr verunsichert ist und nicht versteht, warum ihr Leben so abgelaufen ist. Viele Punkte kann sie gar nicht verstehen. Nach dem Tod ihres Vaters, der für sie eine unglaublich wichtige Rolle gespielt hat, schaltet sie ab und funktioniert nur noch. Sie versucht, alles in ihrem Leben richtig zu machen. Doch wird schnell klar, dass sie dabei ihre eigenen Gefühle unterdrückt bzw. gar nicht realisiert, was ihr in Wirklichkeit fehlt. Mir gefällt der Schreibstil von Harbison unglaublich gut. Sie schreibt flüssig und fesselnd. Das Buch habe ich in nur 3 Tagen (und Nächten) gelesen. Und das, obwohl ich tagsüber arbeiten war. Für mich handelt es sich hier um eine wunderbare Sommerlektüre, die aber auch ernste und traurige Punkte thematisiert. Man fiebert mit Ramie mit und hofft, dass sie durch den Sprung in die Vergangenheit endlich erfährt, wie es für sie am besten weitergeht. Ramie ist ein ehrlicher und sympathischer Charakter, die ich beim Lesen sehr schnell lieb gewonnen habe.

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  • Auf Umwegen zum Glück

    Vor mir die Sterne
    uli123

    uli123

    21. July 2016 um 16:42

    Kurz vor ihrem 38. Geburtstag macht Ramie Philips eine persönliche Krise durch. Zwar hat sie Karriere gemacht, doch Partner und Kind fehlen ihr. Immer wieder sucht sie der Gedanke heim, dass vielleicht alles anders gekommen wäre, wenn sie sich im Teenie-Alter nicht von ihrem ersten Freund getrennt hätte. Und auch die Erinnerung an ihren vor Jahren plötzlich verstorbenen Vater lässt sie nicht los. Auf ihrer Party springt sie kopfüber von der Yacht ins Wasser, verletzt sich … und wacht in ihrem Jugendzimmer im Körper der 18jährigen Ramie auf. Mit ihrem gegenwärtigen Wissen kann sie wegweisende Entscheidungen neu treffen – und vielleicht glücklich werden?   Die Thematik der Zeitreise und zweiter Chancen im Leben wird in Romanen immer mal wieder verarbeitet. Von diesen Vorbildern hebt sich diese Geschichte nicht allzu sehr ab, als dass sie sich mir besonders einprägen würde. Es wird viel zu viel Text auf wiederkehrende Überlegungen der Protagonistin verwandt, wie und warum sie in ihrem Leben zeitlich zurückversetzt wurde. Am Ende wird dies schlüssig erklärt. Ebenso zu sehr in den Vordergrund gerückt werden die Beziehung Ramies zu ihrem Highschool-Freund, die typisch amerikanisch anmutet, sowie ausgiebige, zu ernsthaft klingende Gespräche mit ihrem Vater, der ihr viele Weisheiten auf den Weg gibt. Dadurch zieht sich der Mittelteil etwas. Obwohl der Roman doch eher für erwachsene Leserinnen gedacht sein dürfte, machen viele Passagen auf mich den Eindruck eines Jugendromans.   Ich empfehle das Buch allen, die, ohne allzu viel zu erwarten, Geschichten über „was wäre gewesen, wenn die Dinge anders gelaufen wären“ mögen.

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  • Eine Reise zurück in die Jugend

    Vor mir die Sterne
    lesefreude_book

    lesefreude_book

    19. July 2016 um 21:09

    Die Handlung: Die gute alte Zeitreise! Wer hat sich nicht schon mal vorgestellt, was gewesen wäre, wenn man in seinem Leben eine andere Abzweigung gewählt hätte? Kurz vor ihrem 38. Geburtstag stellt sich auch Ramie diese Frage. Zwar hat sie großartige Freunde, eine beeindruckende Karriere und ein angenehmes Wohlstandlebens, doch war das wirklich schon alles? Was ist mit der großen Liebe? Vielleicht sogar Kinder? Was wäre nur aus ihr und Brendan geworden, wenn Sie damals nach der Highschool nicht aus unerfindlichen Gründen mit ihm Schluss gemacht hätte? Und plötzlich erwacht Ramie und ist wieder 18. Doch was nun? Die Charaktere: Ramie ist eine sympathische Hauptfigur. Sie hatte Ängste und Zweifel, die einen jeden von Zeit zu Zeit beschäftigen. Allerdings kämpft sie zu lange mit der unerklärlichen Situation, dass sie plötzlich wieder 18 ist. Erst nach gut 20% des Buches hat sie sich damit mehr oder weniger abgefunden und es geht so richtig mit der eigentlichen Handlung los. Doch vor allem Ramies Vater hat sofort mein Herz erobert. Ein toller Mensch der seiner Tochter in jeder Situation eine Stütze ist und auch auf die noch so verwirrenden Fragen der Jugend eine Antwort hat. Zum Mitnehmen: Das wohl wichtigste Learning des Buches war die Frage von Ramies Vater: „Wie willst du dich in fünf Jahren fühlen?“. Die Situation nicht einfach akzeptieren sondern sich selbst in regelmäßigen Abständen zu fragen: „Wie fühle ich mich? Bin ich glücklich?“. Der Titel: Wieso der Titel des Buches „Vor mir die Sterne“ gewählt wurde, hat sich mir leider nicht erschlossen. Der englische  Titel „If I could turn back times“ ist zwar wenig kreativ, trifft dafür allerdings den Nagel auf den Kopf. Fazit: Eine unterhaltsame, leichte Sommerlektüre für alle die gerne in der Zeit zurückreisen. Was wäre gewesen? Das alt bekannte Spielchen sympathisch aufbereitet, wenn die Geschichte auch etwas zu langsam los legt.

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