Beth Hoffman

 4,2 Sterne bei 182 Bewertungen
Autorin von Die Frauen von Savannah, Ein Laden, der Glück verkauft und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Beth Hoffman

Beth Hoffman, wuchs auf der Farm ihrer Großeltern in Ohio auf. Interessierte sich von Kindesbeinen an fürs Malen und Schreiben. Wurde Innenarchitektin, gründete ihre eigene Firma. Nach einer schweren Erkrankung beschloss sie, ihren langgehegten Traum wahrzumachen und einen Roman zu schreiben. Die Frauen von Savannah ist ihr Debüt. Beth Hoffman lebt mit ihrem Mann und drei klugen Katzen in Kentucky.

Alle Bücher von Beth Hoffman

Cover des Buches Die Frauen von Savannah (ISBN: 9783462047813)

Die Frauen von Savannah

 (100)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Ein Laden, der Glück verkauft (ISBN: 9783462049107)

Ein Laden, der Glück verkauft

 (64)
Erschienen am 18.02.2016
Cover des Buches Die Frauen von Savannah (ISBN: 9783867176897)

Die Frauen von Savannah

 (16)
Erschienen am 16.03.2011
Cover des Buches Saving CeeCee Honeycutt (ISBN: 9780143118572)

Saving CeeCee Honeycutt

 (2)
Erschienen am 08.03.2011

Neue Rezensionen zu Beth Hoffman

Cover des Buches Ein Laden, der Glück verkauft (ISBN: 9783462046540)Schlehenfees avatar

Rezension zu "Ein Laden, der Glück verkauft" von Beth Hoffman

Vielseitig und ehrlich
Schlehenfeevor einem Monat

„Ein Laden der Glück verkauft“ spielt in den Neunziger Jahren und ist die Geschichte von Teddi Overman die trotz aller Widrigkeiten ihren Traumberuf ausüben möchte. Es ist die Geschichte einer schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter und die Geschichte vom Verschwinden ihres Bruders, das die Familie nachhaltig verändert hat.


Schon eine Zusammenfassung für dieses Buch zu schreiben ist schwierig, da die Autorin Beth Hoffman vielseitige Themen in ihrem Roman zusammengetragen hat. Trotzdem empfand ich die Geschichte als sehr harmonisch und nicht überfrachtet. Der Roman ist gut geschrieben und ließ sich sehr flüssig lesen. 

Schon als Kind entdeckt Teddi das Restaurieren von Möbeln für sich. Durch ihre ersten Verkäufe am Straßenrand erhält sie den Kontakt zu einem Antiquitätenhändler in Charleston. Am Tag nach ihrem High School-Abschluss 1972 verlässt Teddi ihre Familie und zieht nach Charleston, um sich ihren Traum zu erfüllen. Ihre Mutter wollte, dass sie auf die Sekretärinnenschule geht, worauf sich Mutter und Tochter entzweien. Erst Jahre später versteht Teddi die Beweggründe ihrer Mutter. Dieser Aspekt hat mich sehr beeindruckt. Ich konnte beide Seiten gut verstehen.


Teddis jüngerer Bruder Josh war schon immer sehr naturverbunden, pflegte verletzte Wildtiere auf der heimischen Farm gesund und hatte eine fast schon spirituelle Verbindung zu Vögeln. Nach einem Vorfall, bei dem er mit einem Tierquäler aneinander geriet, verschwand Josh spurlos in der Wildnis. Nur Teddi hofft noch immer auf ein Lebenszeichen von ihm, auch wenn diese Hoffnung nach beinahe 20 Jahren nur noch sehr dünn ist.


Trotz aller Schicksalsschläge ist „Ein Laden der Glück verkauft“ ein sehr hoffnungsvoller und optimistischer Roman, der den Gedanken vertritt, dass Gutes oder Glück zu dir zurückkommt, wenn du selbst Gutes tust und Glück schenkst. Dieser Gedanke wirkt dabei niemals aufgetragen oder künstlich.


Was mich ebenfalls zur Höchstwertung bewegt hat, ist die Geschichte von Teddi und Josh. Ich habe die ganze Zeit mit Teddi gehofft, dass einmal derjenige siegt, der die Natur liebt. 

Dazu muss Enddreißigerin Teddi auch mit dem Tod der Eltern und dem Erbe ihrer Familie umgehen, was macht sie zum Beispiel mit der Farm? Diese Frage stelle ich mir so ähnlich ebenfalls schon, daher berührte mich Teddis Bewältigung der Umstände sehr.


Trotz aller Traurigkeiten, war „Ein Laden, der Glück verkauft“ ein ehrlicher, doch schöner Roman, beinahe ein Wohlfühlroman, dessen Themenmix bei mir sehr gut ankam.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Die Frauen von Savannah (ISBN: 9783462047813)BisZurLetztenSeites avatar

Rezension zu "Die Frauen von Savannah" von Beth Hoffman

Sehr berührend
BisZurLetztenSeitevor 5 Monaten

Die Frauen von Savannah ist eine feine kleine Geschichte über ein 12jähriges Mädchen, das schon viel im Leben durchmachen musste und wie sie neuen Lebensmut fasst. Den amerikanischen Titel "Saving CeeCee Honeycutt" finde ich übrigens auch sehr passend.
Die kleine Cecilia (CeeCee) muss nach dem Tod der Mutter zu ihrer unbekannten Großtante nach Savannah ziehen, wovon sie anfangs gar nicht begeistert ist. Doch schließlich stellt es sich als genau der Neuanfang heraus, den sie braucht.
Zum ersten Mal umsorgt von Tante Tootie und einer Menge anderer Frauen, kann ihre verletzte Kinderseele schließlich heilen.

Es ist eine anrührende und zu Herzen gehende Geschichte, voller kleiner Weisheiten, die man sich gerne schnell notieren möchte. Das Buch ist bevölkert von eigenwilligen sympathischen Frauen, die jede auf ihre Weise dazu beiträgt, CeeCee neue Zuversicht zugeben. Tatsächlich kommen im ganzen Buch fast keine Männer vor bzw. sie haben nur ganz Kleine Rollen.
Es geht sehr viel um Freundschaft, den Umgang mit Verlust und was Freundlichkeit und Fürsorge bewirken können.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und trotz des Themas ist es ein Wohlfühlbuch mit positiver Grundstimmung, es passt besonders gut in den Sommer.

Fazit: eine herzliche, rührende Geschichte mit toller Südstaatenkulisse.

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Cover des Buches Die Frauen von Savannah (ISBN: 9783462047813)Viv29s avatar

Rezension zu "Die Frauen von Savannah" von Beth Hoffman

Ceecees Rettung
Viv29vor einem Jahr

"Die Frauen von Savannah" ist im Original mit "Saving Ceecee Honeycutt" betitelt, was besser zum Inhalt paßt. CeeCee, die als Ich-Erzählerin fungiert, ist zwölf Jahre alt und zu Beginn des Buches erfahren wir einiges über ihre Kindheit mit einer Mutter, die psychisch krank ist. Schon der erste Satz des Buches: "Momma ließ ihre roten Satinschuhe mitten auf der Straße stehen" deutet die Thematik an und macht zudem neugierig. Diese traurige Kindheit, die CeeCee verlebt, mit einer selbst leidenden Mutter und einem stets abwesenden Vater, unter gehässigen Schulkameraden und in ständiger Angst, was die Mutter als nächstes "anstellen" wird, geht beim Lesen zu Herzen. Da wir alles durch Ceecee erfahren, können wir uns nur zusammenreimen, was genau mit ihrer Mutter ist und wie der Vater einzuschätzen ist. Das ist ein gutes Vorgehen, weil man gerade über den Vater beim Lesen immer wieder die Meinung ändert und sich viele Schlußfolgerungen selbst überlegen muß. Über die Mutter hätte ich gerne mehr erfahren. Ceecees tiefe Traurigkeit kommt durch die Erzählweise auch sehr gut heraus. So hat dieser Anfang überraschende Tiefe und Vielseitigkeit und ist auf gelungene Weise düster (was ich angesichts des angekitschten Titelbilds (auch da hat die Originalausgabe es besser getroffen) nicht erwartet hatte.

Als Ceecee nach dem Tod ihrer Mutter von ihrer Großtante in Savannah aufgenommen wird, wandelt sich die Atmosphäre sehr. Savannah - die verträumte Stadt im tiefen Süden, deren teils exzentrische Bewohner auch schon beliebtes Thema anderer Romane waren. Beth Hoffman liefert hier vertraute Motive des Südens in den 60ern: wohlhabende Damen in prachtvollen Häusern, die sich der Erhaltung alter Gebäude widmen, Parties geben und elegante Kleider und Hüte ausführen. Die treue Köchin, ein wenig ruppig, aber mit einem Herzen aus Gold. Ein paar Eifersüchteleien unter den Damen mit zu viel Zeit, ein paar belanglose Gespräche, der Rassismus von Ort und Zeit blitzt gelegentlich durch. Dieses etwas geschönte Südstaatenbild wird liebevoll geschildert und man blüht mit CeeCee auf, die plötzlich in die kuschlige Umarmung dieser für sie neuen Welt genommen wird und sich im Laufe ihres ersten Sommers dort wie eine Blume immer mehr entfaltet.

Dieser Sommer wird gemächlich, atmosphärisch und episodisch erzählt. Ceecee hat ihre kleinen Erlebnisse - Ausflüge, neue Bücher und Kleider, heimliches Schwimmen im Pool der Nachbarin, Treffen mit Bekannten ihrer Großtante und deren Köchin Oletta. Das glitt mir teilweise zu sehr ins Belanglose ab und irgendwann sind die diversen liebevoll-exzentrischen Damen ein wenig überbenutzt. Alle, denen Ceecee begegnet, haben irgendeine Eigenheit, die uns detailliert geschildert wird. Manche dieser Leute werden ausführlich beschrieben, um nach einigen Seiten wieder völig aus der Geschichte zu verschwinden, andere tauchen hin und wieder auf, manche spielen eine ständige Rolle. Ein paar weniger dieser Leute und Erlebnisse hätten es auch getan, denn irgendwann wurde ich all dieser originellen kleinen Eigenheiten etwas müde.

Die Tiefe, die das Buch am Anfang hat, findet es ab und an wieder zurück und das sind die besten Szenen. Immer, wenn Ceecee mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, bekommt das Buch Substanz. Auch die ab und an eingestreute sich verändernde Haltung zu ihrem Vater ist interessant, dazu glaubhaft und gut geschildert. Ein wenig mehr davon und etwas weniger belanglose Episoden hätten dem Buch meines Erachtens sehr gut getan. Während diese Stellen sehr berühren, waren einige der anderen Episoden wirklich albern. Zwei Nachbarinnen führen eine Art Kleinkrieg, der uns die schlechtesten Szenen des Buches bringt - überdreht und platt.

Ein weiterer Punkt, der mir nicht zugesagt hat, war die Tendenz zur Zuckerwattigkeit. An einer Stelle erwähnt Ceecee, dass die Welt um sie herum ganz rosa wirkte und den Eindruck hatte ich auch. Ceecees innere Reise, ihre "Rettung" (wenn man nach dem englischen Titel geht) hätte man auch sehr schön mit weniger ezählerischem Sirup schildern können. Die meisten Probleme lösen sich hier von selbst, oder werden nach einem mit vielen Lebensweisheiten garnierten Gespräch gelöst. Lebensweisheiten werden mit Begeisterung verteilt, keine Gelegenheit für einen Kalenderspruch wird ausgelassen. Auch einige Wendungen waren gar zu zuckrig - der "alles wird innerhalb weniger Wochen gut"-Kurs wird unerbittlich verfolgt.

So war es einerseits sehr interessant, CeeCee - die eine sympathische Ich-Erzählerin ist - zu begleiten, mit ihr zu fühlen und sich zu freuen, wie ihre Seele heilt. Andererseits wäre dies auch mit weniger putzig-originellen Banalitäten und weniger Rosatönung möglich gewesen und hätte mir persönlich dann wesentlich besser gefallen.

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