Bethan Roberts

 3.9 Sterne bei 51 Bewertungen
Autorin von Der Liebhaber meines Mannes, Köchin für einen Sommer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Bethan Roberts

Der Liebhaber meines Mannes

Der Liebhaber meines Mannes

 (29)
Erschienen am 08.09.2014
Köchin für einen Sommer

Köchin für einen Sommer

 (11)
Erschienen am 09.05.2012
Stille Wasser

Stille Wasser

 (5)
Erschienen am 05.03.2008
Das Kind der Anderen

Das Kind der Anderen

 (3)
Erschienen am 14.09.2016
Das Kind der Anderen

Das Kind der Anderen

 (2)
Erschienen am 12.02.2018
Good Plain Cook

Good Plain Cook

 (1)
Erschienen am 01.11.2009
The Good Plain Cook

The Good Plain Cook

 (0)
Erschienen am 28.05.2009
The Pools

The Pools

 (0)
Erschienen am 01.10.2008

Neue Rezensionen zu Bethan Roberts

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Sarah_Knorrs avatar

Rezension zu "Das Kind der Anderen" von Bethan Roberts

Mischung aus Psychothriller und Familiendrama
Sarah_Knorrvor 8 Monaten

Klappentext:

Es ist ein ganz gewöhnlicher Morgen, an dem Maggie den zweijährigen Samuel entführt. Die junge Frau wurde von ihrer Cousine Nula als Nanny angestellt. Nun bricht sie ohne deren Wissen mit dem Kind zur walisischen Insel Anglesay auf. Zu jenem Bootshaus, in dem Maggie und Nula sechzehn Jahre zuvor einen gemeinsamen Sommer voller Verstrickungen verbrachten, der alles veränderte. Während Nula um das Leben ihres Sohnes bangt, muss sie sich den Erinnerungen stellen, die sie so lange aus ihrem Leben verbannte…


Meine Bewertung: 

Zum Cover: Das Cover ist sehr schön und passt perfekt zu der Geschichte. Der Sandstrand, die Klippen, das Meer, der wunderschöne Himmel und der Leuchtturm im Hintergrund laden einen einfach zum Lesen ein. Doch lässt sich das Cover mit etwas positivem verbinden, was leider irreführend ist!

Zum Inhalt: Es klingt nach einem Psychothriller, aber erpuppt sich diese Geschichte als ein sehr komplexes Familiendrama. Maggie und Nula sind Cousinen. Jedoch haben beide Frauen eine gemeinsame Vergangenheit, eine Vergangenheit voller Trauma und Verlust. Während Nula versucht diese Vergangenheit aus ihrem Leben zu verbannen, gelingt es Maggie jedoch nicht. Diese traumatische Vergangenheit beschäftigt Maggie weiterhin und lässt nicht zu ihrer Cousine zu verzeihen. Doch Maggie wurde von ihrer Cousine und deren Ehemann Greg als Nanny für deren Sohn Samuel angestellt. Eines Tages beschließt sie sich dazu das Kind zu entführen und fährt gemeinsam mit ihm an den Ort, der alles für sie verändert hatte. Aus der Sorge um ihren Sohn heraus muss sich Nula ihrer Vergangenheit stellen. Themen wie Liebe, Verlust, Eifersucht und Zugehörigkeit werden aufgegriffen.

Zum Schreibstil: Die Autorin Bethan Roberts hat einen sehr flüssigen, einfachen und spannenden Schreibstil, der einen zu Beginn an fesselt! Die Erzählweise der Geschichte ist außergewöhnlich: die Handlung wird zwar aus der Perspektive von Maggie sowie von Nula erzählt, doch wechselt es zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Somit erhalten wir Leser einen Einblick in das Leben der beiden erwachsenen Frauen, aber auch einen Sommer der Beziehungen enstehen und zerbrechen ließ. Bethan Roberts zeichnet in ihrem Roman ein ausgezeichnetes Bild einer Protagonistin, die in ihrer verblendeten Überzeugung annimmt, dass Samuel ihr gehöre. Zudem wird die Eifersucht ebenso überzeugend dargestellt: die Eifersucht einer Mutter gegenüber der Zuneigung ihres Kindes für sein Kindermädchen oder aber auch die Eifersucht einer Schwester gegenüber ihrem verliebten Bruder. Außerdem gelingt es der Autorin eine packende Atmosphäre zu schaffen.
Leider war die Mitte des Romans gegenüber dem Anfang und dem Ende ein wenig schwach und langatmig. 


Mein Fazit:

Bethan Roberts "Das Kind der Anderen" ist eine Mischung aus Psychothriller und Familiendrama. Dieser Thriller lässt einen nachdenklich zurück. 
Dementsprechend gebe ich diesem Roman 4 von 5 Sternen und spreche eine Leseempfehlung aus.

Danke an das Bloggerportal und dem Diana - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!

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zuendegelesens avatar

Rezension zu "Der Liebhaber meines Mannes" von Bethan Roberts

Ein herzzerreißendes Drama, welches einem in der heutigen Zeit unwirklich erscheint.
zuendegelesenvor 9 Monaten

Meinung

Die kalten Gewässer in England und ein Pier zeichnen das Cover des Buches, zu sehen sind Marion, Patrick und Tom. Zunächst wirkt es ziemlich unecht, doch lässt man es eine weile auf sich wirken, erkennt man sofort in welcher Zeit es Spielt. Brighton, 1958.
Ich bin davon sehr angetan, wäre die Schrift nicht so zusammen gepresst. Es macht irgendwie das Cover total zunichte, da es den Blick stört. Zu viele verschiedene Schriftarten und -farben. Meine persönliche Meinung, aber dennoch ist es ein gelungenes Cover welches den Inhalt sehr gut widerspiegelt.

Meine Liebe zu der englischen Insel wächst stetig an, Brighton ist darunter auch noch mal ein zauberhaftes Schmuckstück. Ohne wirklich vorher gewusst zu haben, wie es dort aussieht, habe ich eine genaue Vorstellung davon wie es das tat. Bei späteren Nachforschungen wurde ich nicht enttäuscht, alles wurde sehr schön beschrieben und auch ziemlich detailgetreu, die Vorstellung war nicht unecht sie war wunderbar real.
Auch die Zeit wurde gut beschrieben – durch Kleidung und Kunst und alles andere hat man einen passenden Eindruck bekommen. So etwas finde ich immer wieder sehr toll. Es steigert das Bewusstsein der Umgebung und der Zeit.

Marion ist Lehrerin, im Leben hat sie es nicht gerade sonderlich einfach. In diesem Buch arbeitet sie eine Geschichte auf, die ihr in jungen Jahren nicht so wirklich bewusst war. Marions Charakterentwicklung durchzieht das ganze Buch und es ist großartig wie und warum sie sich weiterentwickelt. Sie ist teilweise ziemlich unverständlich, was sich aber nach und nach wieder gibt um dann aber wieder infrage gestellt zu werden. Ihre Art war mir zwar nicht unangenehm dennoch kann ich nicht behaupten, dass sie angenehm war – Marion war aber sehr wichtig für dich Geschichte und es gibt genügend Gründe um sich doch gerne zu haben.
Tom, der Mann von Marion ist ein Polizist, er wird immer nur erwähnt, doch er spricht nie für sich selbst – von ihm wird nur erzählt. Doch, auch er hat eine Art an sich, die sich durch gegebene Umstände sehr gut erklären lässt. Ich kann ihn gut verstehen, was aber wohl auch an meiner persönlichen Erfahrung mit der Thematik liegt.
Patrick ist Kurator an einem Kunstmuseum, er ist ein Mensch, der durch sein vorangeschrittenes Alter und seine Lebensweise als Homosexueller immer in Gefahr befindet. Sein Handeln und sein Denken ist nachvollziehbar, seine Art ist manchmal ziemlich eigensinnig, aber dennoch sehr angenehm.
Ihn konnte ich am meisten Leiden, auch seine Ansicht kann man mit seinen Worten nachlesen, aus seiner Sicht.

Bethan Roberts hat einen sehr flüssigen und anspruchsvollen Erzählstil. Sie beschreibt viel mit kunstvollen Worten, nutzt gern die hohe Sprache und sorgt für die passende Atmosphäre: zurückhaltend, ängstlich, unberührt und manchmal auch verbittert.
Das alles klingt vielleicht ein wenig negativ, doch das ist es absolut nicht. Denn es ist meines Erachtens viel mehr. Die Geschichte beinhaltet eine Menge an Moral und klärt auch im Nachhinein viel Unwissenheit auf. Es packt die Thematik der Homosexualität in den 40er, 50er und fortlaufend gut beschrieben und realistisch dargestellt an. Es wurde alles wunderbar recherchiert und lässt sich auch bis heute nicht bestreiten.

Dieses Buch lässt mich mit einer Meinung, mit einem Blick und einer völlig anderen Perspektive zurück. Durch eigene Erfahrungen spüre ich es vielleicht sogar mehr, wie tief es in diesem Buch eigentlich geht, wie viel Angst herrscht. Wie sensibel doch alles ist. Man packt es an und könnte viel falsch machen, doch genau in diesem Buch wurde alles richtig gemacht. Es gibt nichts, wo ich sagen würde, dass es übertrieben oder untertrieben sei.
Allgemein hat mich die Erzählweise und die ganze Geschichte einfach beeindruckt. Ich hoffe, das es noch ganz viele Bücher gibt, die es so oder so ähnlich handhaben. Ehrlich, aber nicht überspitzt.

Bewertung

Meiner Meinung ist nichts mehr hinzuzufügen, außer, dass fünf von fünf Schreibfedern wirklich das Mindeste sind, was ich vergeben kann.

Fazit

Abschließend kann ich wirklich sagen, dass ich mehr als froh bin, dieses Buch gelesen zu haben. Völlig unvoreingenommen und ohne irgendwelche Einflüsse. Lotta und ich haben uns zusammen über dieses Buch ausgetauscht und gemeinsam gelesen und ich glaube, dass auch sie eine ähnliche zumindest keine negative Meinung dazu haben wird.
Es ist ein dramatisches Buch, es ist ein Schmuckstück und es macht vielleicht auch dem ein oder anderen die Augen auf, aber es ist und bleibt wahrscheinlich eines der am meist geliebten Bücher von mir.

Ich danke dem Diana Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Lina_Marie_Arnolds avatar

Rezension zu "Das Kind der Anderen" von Bethan Roberts

Ein leise erzähltes, psychologisches Familiendrama.
Lina_Marie_Arnoldvor 10 Monaten

Maggie ist Nulas Cousine und hütet deren Sohn Samuel, denn Nula leidet an einer Wochenbettdepression und kann mit ihrem Kind nichts anzufangen. Magie kann Nula die gemeinsame Vergangenheit nicht so recht verzeihen, außerdem hat sie eine tiefe Bindung zu Samuel aufgebaut. Deswegen beschließt sie, ihn zu entführen.

Die Erzählweise der Geschichte ist außergewöhnlich, sie beginnt mit der Entführung und bewegt sich langsam bis zur Vergangenheit der Frauen zurück, in der alles begann. Die Geschichte wird leise, aber psychologisch tief erzählt und kommt ohne actionreiche Szenen aus. Leider war die Mitte des Romans gegenüber dem Anfang und dem Ende ein wenig schwach und langatmig.

Maggie erscheint trotz ihrer Tat nicht unsympathisch, das hat mir sehr gut gefallen. Man nimmt sie als fleißige, zuverlässig und liebe Frau wahr. Im Laufe der Geschichte werden ihre Gefühle und Zweifel deutlich, und sie ist als Figur sehr gut ausgearbeitet.
Nula hingegen ist eher eine blasse Figur, man nimmt jedoch ihre Ängste und ihre Eifersucht auf Maggie war.

Fazit:
Ein leise erzähltes, psychologisches Familiendrama.

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