Bette Westera

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Überall & Nirgends, Seinen Opa wird Jan nie vergessen und weiteren Büchern.

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JAWLENSKY

Erscheint am 14.02.2019 als Hardcover bei Freies Geistesleben.

Trampolin-Sommer

Erscheint am 14.03.2019 als Hardcover bei Kosmos.

Alle Bücher von Bette Westera

Überall & Nirgends

Überall & Nirgends

 (2)
Erschienen am 31.08.2016
Omas Rumpelkammer

Omas Rumpelkammer

 (1)
Erschienen am 31.08.2017
JAWLENSKY

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 (0)
Erschienen am 14.02.2019
Trampolin-Sommer

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Rezension zu "Omas Rumpelkammer" von Bette Westera

Oma, ein Wort voller LIebe und Geborgenheit...
Federchenvor einem Jahr

Die achtjährige Sofia liebt ihre Oma von ganzem Herzen. Sie will sie nicht teilen, mit niemandem, auch nicht mit ihren Eltern. Am liebsten übernachtet sie ganz allein bei Oma. Oma besitzt Dinge, die Mama einfach wegschmeißen würde. Porzellan, welches einen Sprung hat, eine kleine Trommlerfigur, die nicht mehr trommeln kann und jede Menge Knöpfe. In Omas Rumpelkammer schläft Sofia am liebsten, auch wenn das Bett bereits alt und durchgelegen ist. Für Sofia ist Omas Haus der schönste Ort der Welt. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass ihre Oma immer vergesslicher zu werden scheint. Schließlich ist Sofia auch noch da und kann ihrer Oma helfen. Doch Sofias Mama sieht das anders, sie ist der Meinung, dass Oma bald nicht mehr allein in ihrem Haus wohnen kann. Aber was wird dann aus Omas kleinen Rumpelschätzen?

"Omas Rumpelkammer" von Bette Westera ist eine sehr einfühlsame Geschichte eines kleines Mädchens und ihrer Oma, die an Demenz erkrankt ist. Das Buch beschreibt dabei in einem wunderbar gewobenen Plot besonders die anfänglichen Auswirkungen der Krankheit und was dies vor allem auch bei Enkelkindern auslösen kann. Wie in Omas eigentlicher Rumpelkammer, sind auch in ihrem Kopf einige Dinge nicht da, wo sie sein sollten, sind Erinnerungen gesprungen oder gar ganz zerbrochen. Der beginnende, gut zu spürende Ärger den Sofia dabei vor allem gegen die Entscheidung ihrer Mutter aufkommen lässt, ist genauso nachvollziehbar, wie die Angst, dass bald nichts mehr ist, wie es war. Wie soll man sich auch in einem Heim wohlfühlen können? Wie soll denn das Gästebett in Omas neues Zimmer passen? Und wie bitte soll Oma dann zu Weihnachten ihren leckeren Kuchen backen?

Sofia ist ein typisches achtjähriges Mädchen, wird allerdings ab und an behandelt, als würde sie noch in den Kindergarten gehen. Die Figuren der Eltern sind sehr unterschiedlich gezeichnet, leider sehr zum Nachteil der Mutter, die in der Geschichte zwar eine nachvollziehbare, aber auch weniger sympathische Stellung einnimmt. Als erwachsener Leser kann man eine gewisse Zerrissenheit spüren, für junge Leser wird dies vielleicht nicht richtig ersichtlich. Das Trösten, das Reden, das Verstehen der Gefühle der Tochter übernimmt Sofias Vater. Hier scheint eine sehr enge Verbindung zu bestehen. Die Gefühle, die bei den kleinen und großen Lesern geweckt werden, finden sich allesamt in der Geschichte wieder. Von Liebe, über Wut, hin zu Traurigkeit, aber auch Spaß ist alles vorhanden. Die wunderbar bunten Zeichnungen im Buch lockern die Situationen auf und veranschaulichen ganz hervorragend die Sprache, mit der die Autorin die Krankheit vor allem kindgerecht transportieren will.

Für mich ist "Omas Rumpelkammer" ein Buch, welches zwar empfohlen für Kinder ab 8 Jahren durchaus zum Alleinlesen geeignet ist, aber dennoch nicht ohne Begleitung gelesen werden sollte. Gerade betroffene Kinder oder auch Erwachsene werden viele Parallelen ziehen können. Dabei ist es wichtig, die beim Lesen entstehenden Gefühle mit anderen zu teilen. Auch wenn es manchen Erwachsenen nicht bewusst ist, Kinder haben ein feines Gespür und eben auch ihre eigenen Gedanken, die sie mitteilen sollten. Darum ist es auch ein Buch, welches sich für Eltern eignet, die ihren Kinder die Krankheit anhand einer fiktiven Geschichte näher bringen wollen. Bette Westera ist eine wunderbare niederländische Autorin, die mit Worten für Kinder umzugehen weiß. Ihre Geschichte zeugt von Mitgefühl, Verständnis und der unerschütterlichen Liebe zu einer ganz besonderen Frau.

(c) buchgefieder.blogspot.com

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Rezension zu "Überall & Nirgends" von Bette Westera

Ein wirklich außergewöhnliches Buch
WinfriedStanzickvor 2 Jahren



Ein wirklich außergewöhnliches Buch ist hier anzuzeigen, das der kleine Susanne Rieder Verlag für das deutsche Publikum zugänglich gemacht hat. Es ist gedacht für Kinder ab etwa acht Jahren und beschäftigt sich mit dem Thema Sterben und Tod, mit Begräbnis-und Trauerritualen, aber es erzählt auch immer wieder vom Leben, das jeweils einzigartige Lebern, das mit dem Tod zu Ende geht und das Leben, das die Zurückgebliebenen weiter leben müssen und auch können.

Das Besondere an den Texten von Bette Westera ist, dass sie in Gedichtform verfasst sind. Für den Übersetzer Rolf Erdorf, der sie aus dem Niederländischen übertragen hat, sicher eine große Herausforderung, die er aber mit Bravour gemeistert hat. Viele Facetten hat der Tod und zahlrieche davon werden mit Gedichten angesprochen. Der Tod wird in seiner Alltäglichkeit begreifbar.
Es sind Gedichte zu ganz verschiedenen Anlässen und Situationen, denen Kinder und Erwachsene begegnen können, Gedichte, die langsam erst wirken, mehrmals gelesen oder vorgelesen werden sollten.

Auch die Illustrationen von Sylvia Weve sind nicht sofort eingängig, auch sie wollen „gelesen“ und verstanden werden.

In den Niederlanden hatte dieses Buch einen großen Erfolg und wurde mit dem Preis des besten Kinder- und Jugendbuchs ausgezeichnet. Vielleicht hat es ja in Deutschland einen ähnlichen Erfolg. Dem kleinen Susanne Rieder Verlag wäre es zu wünschen.



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