Omas Rumpelkammer

von Bette Westera 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Omas Rumpelkammer
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Inhaltsangabe zu "Omas Rumpelkammer"

Sofia liebt ihre Oma. Und Oma liebt Sofia. Wenn Sofia in den Ferien bei ihrer Oma ist, schläft sie immer in Omas Rumpelkammer, die voll geheimnisvoller Dinge ist. Dass Oma ab und zu etwas vergisst, findet Sofia ganz normal – schließlich kann sie sich selbst auch nicht alles merken. Doch Mama sagt, dass Oma bald nicht mehr alleine in ihrem Haus wohnen kann und in ein Heim umziehen soll. Was wird dann aus Oma, aus ihrer Rumpelkammer und aus Sofia?
Das Thema Altersdemenz wird nicht problematisiert, sondern aus kindlicher Sicht als völlig natürlich beschrieben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946100331
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Rieder, Susanna
Erscheinungsdatum:31.08.2017

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    Federchens avatar
    Federchenvor 10 Monaten
    Oma, ein Wort voller LIebe und Geborgenheit...

    Die achtjährige Sofia liebt ihre Oma von ganzem Herzen. Sie will sie nicht teilen, mit niemandem, auch nicht mit ihren Eltern. Am liebsten übernachtet sie ganz allein bei Oma. Oma besitzt Dinge, die Mama einfach wegschmeißen würde. Porzellan, welches einen Sprung hat, eine kleine Trommlerfigur, die nicht mehr trommeln kann und jede Menge Knöpfe. In Omas Rumpelkammer schläft Sofia am liebsten, auch wenn das Bett bereits alt und durchgelegen ist. Für Sofia ist Omas Haus der schönste Ort der Welt. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass ihre Oma immer vergesslicher zu werden scheint. Schließlich ist Sofia auch noch da und kann ihrer Oma helfen. Doch Sofias Mama sieht das anders, sie ist der Meinung, dass Oma bald nicht mehr allein in ihrem Haus wohnen kann. Aber was wird dann aus Omas kleinen Rumpelschätzen?

    "Omas Rumpelkammer" von Bette Westera ist eine sehr einfühlsame Geschichte eines kleines Mädchens und ihrer Oma, die an Demenz erkrankt ist. Das Buch beschreibt dabei in einem wunderbar gewobenen Plot besonders die anfänglichen Auswirkungen der Krankheit und was dies vor allem auch bei Enkelkindern auslösen kann. Wie in Omas eigentlicher Rumpelkammer, sind auch in ihrem Kopf einige Dinge nicht da, wo sie sein sollten, sind Erinnerungen gesprungen oder gar ganz zerbrochen. Der beginnende, gut zu spürende Ärger den Sofia dabei vor allem gegen die Entscheidung ihrer Mutter aufkommen lässt, ist genauso nachvollziehbar, wie die Angst, dass bald nichts mehr ist, wie es war. Wie soll man sich auch in einem Heim wohlfühlen können? Wie soll denn das Gästebett in Omas neues Zimmer passen? Und wie bitte soll Oma dann zu Weihnachten ihren leckeren Kuchen backen?

    Sofia ist ein typisches achtjähriges Mädchen, wird allerdings ab und an behandelt, als würde sie noch in den Kindergarten gehen. Die Figuren der Eltern sind sehr unterschiedlich gezeichnet, leider sehr zum Nachteil der Mutter, die in der Geschichte zwar eine nachvollziehbare, aber auch weniger sympathische Stellung einnimmt. Als erwachsener Leser kann man eine gewisse Zerrissenheit spüren, für junge Leser wird dies vielleicht nicht richtig ersichtlich. Das Trösten, das Reden, das Verstehen der Gefühle der Tochter übernimmt Sofias Vater. Hier scheint eine sehr enge Verbindung zu bestehen. Die Gefühle, die bei den kleinen und großen Lesern geweckt werden, finden sich allesamt in der Geschichte wieder. Von Liebe, über Wut, hin zu Traurigkeit, aber auch Spaß ist alles vorhanden. Die wunderbar bunten Zeichnungen im Buch lockern die Situationen auf und veranschaulichen ganz hervorragend die Sprache, mit der die Autorin die Krankheit vor allem kindgerecht transportieren will.

    Für mich ist "Omas Rumpelkammer" ein Buch, welches zwar empfohlen für Kinder ab 8 Jahren durchaus zum Alleinlesen geeignet ist, aber dennoch nicht ohne Begleitung gelesen werden sollte. Gerade betroffene Kinder oder auch Erwachsene werden viele Parallelen ziehen können. Dabei ist es wichtig, die beim Lesen entstehenden Gefühle mit anderen zu teilen. Auch wenn es manchen Erwachsenen nicht bewusst ist, Kinder haben ein feines Gespür und eben auch ihre eigenen Gedanken, die sie mitteilen sollten. Darum ist es auch ein Buch, welches sich für Eltern eignet, die ihren Kinder die Krankheit anhand einer fiktiven Geschichte näher bringen wollen. Bette Westera ist eine wunderbare niederländische Autorin, die mit Worten für Kinder umzugehen weiß. Ihre Geschichte zeugt von Mitgefühl, Verständnis und der unerschütterlichen Liebe zu einer ganz besonderen Frau.

    (c) buchgefieder.blogspot.com

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