Bettina Bach

 4 Sterne bei 669 Bewertungen

Lebenslauf von Bettina Bach

Bettina Bach wurde 1965 in Heilbronn geboren und wuchs in Frankreich und Deutschland auf. Sie absolvierte eine Ausbildung an der Pariser Verlagsfachschule, studierte Germanistik in Berlin und Kulturwissenschaften in Amsterdam. Seit 1996 arbeitet sie als Übersetzerin und überträgt vorwiegend Belletristik aus dem Französischen, Englischen und Niederländischen ins Deutsche. Sie lebt in Jena.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Kaukasische Tage (ISBN: 9783423282345)

Kaukasische Tage

Erscheint am 17.11.2021 als Hardcover bei dtv Verlagsgesellschaft.
Cover des Buches Phon (ISBN: 9783446270817)

Phon

Neu erschienen am 23.08.2021 als Hardcover bei Hanser, Carl.

Alle Bücher von Bettina Bach

Cover des Buches Aschenblüten (ISBN: 9783833350177)

Aschenblüten

 (178)
Erschienen am 02.02.2008
Cover des Buches Das außergewöhnliche Leben der Eliza Rose (ISBN: 9783833350337)

Das außergewöhnliche Leben der Eliza Rose

 (121)
Erschienen am 02.09.2009
Cover des Buches Die Suche nach Wondla (ISBN: 9783570153864)

Die Suche nach Wondla

 (45)
Erschienen am 15.11.2011
Cover des Buches Der Preis der Treue (ISBN: 9783423145275)

Der Preis der Treue

 (56)
Erschienen am 14.10.2016
Cover des Buches Warum Charlie Wallace? (ISBN: 9783423624930)

Warum Charlie Wallace?

 (19)
Erschienen am 01.08.2011
Cover des Buches Der Tod der Kitty Genovese (ISBN: 9783716026601)

Der Tod der Kitty Genovese

 (17)
Erschienen am 28.02.2011
Cover des Buches Das Buch der 1269 Wünsche (ISBN: 9783423761543)

Das Buch der 1269 Wünsche

 (14)
Erschienen am 23.09.2016

Neue Rezensionen zu Bettina Bach

Cover des Buches Norden (ISBN: 9783701717347)katzenminzes avatar

Rezension zu "Norden" von Sien Volders

Für Flusskrebs-Fans
katzenminzevor 2 Monaten

Eine junge Silberschmiedin muss sich zwischen Authentizität und Ruhm entscheiden nimmt sich dafür eine Auszeit im Norden Kanadas. Sie landet in dem kleinen geschichtsträchtigen Goldgräberstädtchen Forty Miles, dessen Einwohnerschaft sie direkt ins gemeinschaftliche Herz schließt. 

Volders erzählt von Liebe, Abhängigkeit und wichtigen Entscheidungen. Leider bin ich mir ihrer Hauptfigur Sarah nicht richtig warm geworden. Es wollte sich mir nicht erschließen, warum sie in ihrer Heimatstadt Vancouver alle Freunde vor den Kopf stößt, in Forty Miles aber instant beliebt ist. In ihr Gefühlsleben erhalten wir wenig Einblick, nur wenn es um ihre Schmuckkollektion geht erfahren wir ansatzweise, was in ihr vorgeht. 

Dann hatte ich meine Problemchen mit dem Schreibstil. Ich habe etwas poetisches, wildes, träumerisches erwartet. Raue Natur eindrucksvoll beschrieben. Was ich bekam war aber schlicht Durchschnitt. Ja, es gibt ein paar Naturbeschreibungen – weniger als erwartet –,  aber der Norden Kanadas ist per se eindrucksvoll, sprachlich holt Volders da nichts besonderes raus.

Gut, es gibt ein paar schöne Gedanken zu Kunst und Kommerz. Mary war eine interessante Figur und die drei unterschiedlichen Künstler – Sarah die Silberschmiedin, Mary die Malerin und Adam der Musiker – und ihre individuellen Kämpfe fand ich durchaus interessant! Aber warum muss das in gleich zwei Liebesdreiecke verpackt sein? Und warum dichte ich jemandem einen Hund an (der nur in einem Bruchteil der Szenen überhaupt sinnvoll anwesend sein kann) nur damit ich diesen später als Wendepunkt für meine Figuren dramatisch umbringen kann?! Das geht besser. Auch ohne totes Tier.

Wer Romane mit Naturbeschreibungen und großartige Sprache sucht der sollte zu Tarjei Vesaas greifen, zu „Bell und Harry“ von Jane Gardam, zu Carrs wundervollen „Ein Monat auf dem Land“ oder zu Butlers Kurzgeschichten „Unterm Lagerfeuer“. „Norden“ würde ich tatsächlich eher für Leser empfehlen, die Delia Owens „Gesang der Flusskrebse“ mochten. Ein bisschen Drama, ein bisschen Kitsch, ein bisschen Landschaft. Thats it.

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Cover des Buches Die Seefahrerin (ISBN: 9783442757398)Lese_Lisels avatar

Rezension zu "Die Seefahrerin" von Catherine Poulain

Überlebenskampf auf hoher See
Lese_Liselvor 7 Monaten

„Vielleicht wollte ich auch kämpfen. Um was Kraftvolles und Schönes“, fahre ich fort, während ich den Vogel beobachte. „Ich setze mein Leben aufs Spiel, das ist schon klar, aber wenigstens habe ich dann wirklich gelebt. Ausserdem träume ich davon, ans Ende der Welt zu gehen, herauszufinden, wo die Grenze ist, wo sie aufhört“

Die kleine, zarte Lili aus Frankreich geht nach Alaska, um auf einem Fischkutter zu arbeiten. Sie wird nur langsam akzeptiert, muss viel einstecken, wird verletzt und lernt Gefahr, Erschöpfung, Angst und härteste Arbeit unter schwierigsten Bedingungen kennen. Poulain schafft es, einem diese grausame Welt unangenehm nahe zu bringen. Das Blut und der Schleim der toten Fischen, die Innereien und das Töten, die Erschöpfung – alles wird ungeschönt und in seiner ganzen Brutalität dargestellt. Und dann die Menschen, süchtig nach diesem Rausch, nach der Gefahr und Grenzerfahrung. Kaputte, unglückliche Existenzen, Alkohol und Drogenexzesse…

„Ich weiss nicht, woher das kommt, dass man derart leiden möchte, für nichts und wieder nichts, im Grunde Genommen. Es fehlt einem an allem, an Schlaf, an Wärme, auch an Liebe“, fügt er mit gesenkter Stimme hinzu, „bis zum Gehtnichtmehr, bis man diese Arbeit hasst, und trotzdem kommt man wieder, weil der Rest der Welt einen anödet, einen derart langweilt, dass man wahnsinnig werden könnte. Und am Schluss kann man nicht mehr darauf verzichten, auf diesen Raussch, die Gefahr, ja diesen Wahnsinn“.

Ein eindrückliches Leseerlebnis, das mir einiges abverlangt hat. Während ich die erste Hälfte vollkommen fasziniert verschlungen habe, erschien mir die zweite Hälfte etwas langatmig.

Gelesen 2020

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Cover des Buches Die Seefahrerin (ISBN: 9783442757398)Leselampe_s avatar

Rezension zu "Die Seefahrerin" von Catherine Poulain

Was für ein fulminantes Buch! 
Leselampe_vor 8 Monaten

Poetisch und mit einer unsagbaren Wortgewandtheit fasst die Autorin den Alltag auf der offenen See zusammen. Eine gewaltige Sprache zieht den Leser tief in das Buch hinein, zum Fischfang auf einen Fischkutter namens Rebel. Denn dort heuert die junge Lili an, was für eine starke, tolle Frau. Ohne Papiere von Frankreich nach Alaska gekommen um die Freiheit zu suchen, muss sie von den Männern an Bord der Rebel viel einstecken. Sie arbeitet bis zur Erschöpfung, aber sie lässt sich nicht unterkriegen und reift im Verlauf des Romans zu einer Frau heran, die das Meer nicht mehr loslässt. Nicht nur die eigentlich zarte Lili, sondern alle Charaktere an Bord, sowie die in den Bars am Hafen von Kodiak, sind authentische, starke Personen, mit immerzu wechselnder Sympathie und Unsympathie meinerseits. Zeitweise sind sie so ursympathisch, dann wieder nicht, und dann wieder doch. Leiden kann ich sie letztendlich alle. Man kennt ihre Geschichten, die zwar manchmal nur kurz angerissen werden, aber trotzdem versteht man ihre Taten, es ist plausibel, dass sie sich so verhalten, wie sie es eben tun. Sie alle haben ihre Schwächen, auf See und an Land fließt viel Alkohol, Drogen sind auch ein Problem, aber sie wachsen einem ans Herz wie eine Familie.

Eine raue Sprache verleiht dem Buch die Atmosphäre, die es Braucht, gemixt mit viel Seemannssprache. Die Autorin weiß wovon sie schreibt und versteht die Kunst, lebensnah zu erzählen. Poulain erzählt ungeschönt vom Alltag auf einem Kutter, verlangt dem Leser viel ab, auch einen starken Magen. Nicht selten sind die Haare verklebt von Tran, das Deck überzogen von Fischblut. Harsche Worte fliegen in einer Tortur übers Deck, doch die Herzen der Seemänner sind dann doch ganz sanft. Lili romantisiert die Seefahrt, muss sich dabei nicht nur einmal anhören, dass man keine Erlebnistouristen wie sie in Kodiak will. Aber sie erlebt auch die wuchtige Gefahr an Bord ihres Kutters bei starkem Seegang, lernt sie zu lieben und verfällt ihr. Während sie Fische ausnimmt, isst sie aus Hunger und Zeitmangel rohe Rogensäcke und schlagende Heilbuttherzen, die Fischherzen schlagen in ihr weiter, sie wird eine wahre Seefahrerin.

Die zweite Hälfte des Buches ist leider etwas schwächer, eine Liebesgeschichte zu einem ehemaligen Crewmitglied der Rebel bahnt sich nebensächlich an, doch Lili will weiterhin mit ihren Männern Fische fangen, während er sich nach Hawaii absetzt. Die Liebesgeschichte im Buch hätte nicht unbedingt sein müssen, ich liebe es aber trotzdem, es ist so vollkommen. Ein Buch für alle, die auch mal die raue und umbarmherzige Seite der See kennenlernen und vor Alaskas Küste mit charakterstarken, abgestumpften Seemännern auf Fischfang gehen wollen. Leseempfehlung, für mich ein Lesehighlight!

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