Bettina Balàka

 4.3 Sterne bei 60 Bewertungen
Autorin von Die Prinzessin von Arborio, Auf offenem Meer und weiteren Büchern.
Bettina Balàka

Lebenslauf von Bettina Balàka

Bettina Balàka, geboren 1966 in Salzburg, lebt als freie Schriftstellerin in Wien. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, Theaterstücke und Hörspiele. Mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Theodor-Körner-Preis (2004), dem Salzburger Lyrikpreis (2006) und dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis (2008). Zuletzt erschienen: Eisflüstern. Roman (2006), Schaumschluchten. Gedichte (2009).

Alle Bücher von Bettina Balàka

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Die Prinzessin von Arborio

Die Prinzessin von Arborio

 (42)
Erschienen am 14.07.2016
Auf offenem Meer

Auf offenem Meer

 (5)
Erschienen am 12.03.2010
Kassiopeia

Kassiopeia

 (4)
Erschienen am 09.07.2012
Unter Menschen

Unter Menschen

 (3)
Erschienen am 12.12.2016
Eisflüstern

Eisflüstern

 (3)
Erschienen am 17.08.2009
Eisflüstern: Roman

Eisflüstern: Roman

 (2)
Erschienen am 09.05.2012
Kaiser, Krieger, Heldinnen

Kaiser, Krieger, Heldinnen

 (1)
Erschienen am 01.03.2018
Road movies

Road movies

 (0)
Erschienen am 01.01.1998

Neue Rezensionen zu Bettina Balàka

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pardens avatar

Rezension zu "Auf offenem Meer" von Bettina Balàka

Sechs Erzählungen, die es in sich haben...
pardenvor 3 Monaten

SECHS ERZÄHLUNGEN, DIE ES IN SICH HABEN...

Simone verachtet ihre Schwieger-Großmutter eine Frau, die davon träumt, Adolf Hitler im Jenseits endlich einmal die Hand zu schütteln, und die Simone, der Enkelin eines Widerstandskämpfers, ihre ""nicht-arische Physiognomie"" vorwirft. Aber was tun, wenn diese verhasste Ewiggestrige einem am Totenbett ihre Villa vermacht, ein prächtiges Haus mit großem Garten, ideal für eine junge Familie mit dem einzigen Haken, dass es sich dabei um arisierten Besitz handelt? In der Theorie ist es ja leicht, das Richtige zu tun und die korrekten Einstellungen zu vertreten aber wenn die Wirklichkeit ihre Fallstricke auslegt, sehen die Dinge schon ganz anders aus Bettina Balàka erzählt von kleinen Helden und großen Feiglingen, von scheinbarer Freiheit und vermeintlichen Fesseln und von der absurden Logik der Geschichte.

Sechs Erzählungen versammelt dieser kleine aber feine Band - und keine ist wie die andere. Unterschiedlichen Personen und Themen widmet die Autorin ihre Erzählkunst, lässt den Leser eintauchen in wirkliche Historie (beispielsweise im Falle des russischen Biologen Nicolai Iwanowitsch Wawilow, der aufgrund seines Glaubens an Mendel und die Genetik in Russland zum Tode verurteilt wurde, oder aber im Falle des Tischlers und Uhrmachers John Harrison, dem es gegen den Widerstand Newtons und anderer missgünstiger Zeitgenossen gelang, die Längengrade zu messen und festzulegen, so dass die Schifffahrt um ein Vielfaches sicherer wurde) - oder aber in philosophisch-moralische Gedankengänge und Probleme wie in der im Klappentext erwähnten Geschichte.

Vielleicht bis auf die Geschichte der ermordeten Gefängniswärterin, die für mich einfach nur den schwarzen Humor der Autorin unter Beweis stellt (allerdings auch eine Kunst!), konnte mich jede der Erzählungen nachhaltig beeindrucken. Der Schreibstil kommt oft mit einer eingängigen Leichtigkeit daher, der im Widerspruch zu den oft so ernsten Themen steht - wie eine in goldenes Papier gewickelte Praline, die sich, einmal ausgepackt, plötzlich als kleine Handgranate entpuppt. 'Friendly Fire' hat mich beispielsweise im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos zurückgelassen...

Mein erstes Buch dieser Autorin, doch hoffentlich nicht das letzte!


© Parden

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StMoonlights avatar

Rezension zu "Unter Menschen" von Bettina Balàka

Das (verzweifelte) Leben eines treuen Hundes
StMoonlightvor einem Jahr

Nicht nur Menschen haben ihre Geschichte, sondern auch Tiere. Genau wie Hund Berti. Der Leser begleitet den Mischling ab dem Welpenalter. Doch wer denkt, dass es sich hier um eine Biographie von einem behüteten Familienhund handelt, der irrt. Man hat vielmehr das Gefühl, dass Berti herumgereicht wird, nie wirklich ein richtiges, sein Zuhause, findet. So gerät er sowohl an einen Hundehändler, als auch aus einen Haustiermessie, aber auch ein kleines Mädchen und einen Mann. Dabei bekommt er immer wieder einen neuen Namen. So wird aus Berti bald Fekete, Zorro oder Bagheera.

Eine schöne Umsetzung, die zeigt, wie sehr auch ein Hund unter Trennung & Co. leidet und was in ihm vorgeht. Regt in jedem Fall zum Nachdenken an! Trotz all der Schicksalsschläge denen der Protagonist ausgesetzt ist, schafft es die Autorin den Leser immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. Ein angenehmer Schreibstil, der einem die Zeit beim Lesen vergessen lässt.

Eine bewegende Lebensgeschichte, witzig und schonungslos erzählt, die unter die Haut geht.

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Bernadette35s avatar

Rezension zu "Die Prinzessin von Arborio" von Bettina Balàka

Ein echter Kriminal-Roman!
Bernadette35vor 2 Jahren

Es ist lange her, dass ich einen Krimi gelesen habe. Die meisten interessieren mich nicht so sehr, da es nur wenige AutorInnen schaffen, neben einem spannenden Handlungsstrang mit überraschendem Ende auch einen plausiblen psychologischen Einblick in das Seelenleben der Protagonisten zu beschreiben - was mich, vielleicht auch berufsbedingt, immer eher interessiert. Bettina Balákas "Prinzessin von Arborio" ist eine Ausnahme. Dieses nur als "Krimi" zu beschreiben, wäre falsch, allerdings es es auch kein typischer "Roman", und vor allem kein "Frauenroman". Sie schafft es nämlich, ein über diese Kategorien reichendes Buch zu schreiben, das durch einen feinen Spannungsbogen, sprachliche Ausgefeiltheit und - großes Plus! - ein überraschendes Ende verfügt. Die Story erinnert von Anfang an an einen realen, spektakulären Kriminalfall um eine Doppelmörderin, die Wiener LeserInnen bestimmt bekannt ist. Dies war's dann allerdings auch schon mit den Ähnlichkeiten, denn die Morde, die Elisabetta Zorzi begeht, sind ungewöhnlich und von der Autorin auch in puncto gerichtsmedizinische Faktenlage außergewöhnlich gut recherchiert. Man schwankt - oder bessergesagt, ich schwankte - beim Lesen zwischen einem gewissen Verständnis für eine intelligente, von Kindheit an triebunterdrückte Frau und innerlichem Kopfschütteln über ihr Verhalten. Zum Glück erklärt die Autorin im Laufe des Lesens, wieso Elisabetta in ihrer eigenen Wahrnehmung morden "musste", anstatt sich einfach von den Männern zu trennen, was sie vor einem lebenslangen Gefängnisaufenthalt gerettet hätte. Dieser kommt ins Rollen, weil der Gerichtspsychologe bei der Vernehmung um ein Getränk aus Zorzis Kühlschrank bittet. Diese Szene ist ein Lesegenuß - wundert man sich zuerst über die ungewöhnliche Unhöflichkeit des Fachmanns, führt einen die Autorin hier wieder geschickt hinters Licht, da erst diese durch Zufall zur Aufdeckung der Mordserie führt! Das "Bauchgefühl" des Kommissars, einen Kriminalpsychologen beizuziehen, geht allerdings "nach hinten los" - denn Arnold Körber erliegt dem Charme von Elisabetta Zorzi und verliebt sich in sie. Sehr berührt hat mich dann der Einblick in die Lebenswelt im Gefängnis, die schon wieder zu Sympathien für die Mörderin führt. Kaum zu glauben, wie genau die Autorin diese wiedergibt, obwohl ihr bei diesen Szenen jegliche Eigenerfahrung fehlen muss. Sehr rührend die Szene, in der die Gefangene Cohens "Hallelujah" singt. Spätestens da hat Zorzi nicht nur die Sympathien Körbers, sondern auch die der LeserInnen wieder auf ihrer Seite. So konnte ich mir kaum vorstellen, dass meine Gefühle am Ende der Geschichte wieder "umschlagen" könnten. Obwohl ich auf die mir leider angewöhnte, fast zwanghafte "Unsitte", den allerletzten Satz des Buches schon am Beginn zu lesen, diesmal bewußt verzichtete! Denn während einer eigentlich sehr harmlosen Szene, geschieht dann plötzlich das Unerwartete - das ich hier keinesfalls verraten werde - und das dem Buch auch zuletzt noch eine überraschende Wendung verleiht. Ich habe diesen Kriminal-Roman in zwei Tagen durchgelesen (in der U-Bahn, am stillen Ö... etc.), weil ich ihn einfach nicht aus der Hand legen konnte. Der Unterhaltungswert gepaart mit einem feinfühligen Blick in Frauen- und Männerseelen sowie der bis zum Schluss durchgehaltene Spannungsbogen verdient 5 Sterne! B. Grohmann-N.

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Bettina Balàka wurde am 26. März 1966 in Salzburg (Österreich) geboren.

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