Bettina Balàka Die Prinzessin von Arborio

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Inhaltsangabe zu „Die Prinzessin von Arborio“ von Bettina Balàka

VERLIEBT, ENTTÄUSCHT, TOT Elisabetta Zorzi ist ATTRAKTIV, BERUFLICH ERFOLGREICH UND BEGEHRT - und sie ist EINE SCHWARZE WITWE, WIE SIE IM BUCHE STEHT. Die beliebte Restaurantchefin ist es gewohnt, dass sie bekommt, was sie will. Und sie ist sich ihrer anziehenden Wirkung bewusst. Ihre Mitarbeiter schwärmen genauso von ihr wie ihre Kunden und ihre Verehrer. Und keiner von ihnen ahnt, wie gefährlich es ist, sich in ihre Nähe zu begeben. Denn einmal in Missgunst gefallen, müssen die Männer in Elisabetta Zorzis Leben sterben. Einer nach dem anderen. EINE LIEBESGESCHICHTE MIT NERVENKITZEL Die charmante Mörderin trauert gerade um ihren jüngst verstorbenen Ehemann, als sie von dem KRIMINALPSYCHOLOGEN ARNOLD KÖRBER überführt wird. Körber ist FASZINIERT VON ZORZIS VERBRECHEN - noch mehr aber von ihr selbst. Nach vielen Verhören muss er sich schließlich eingestehen: Er ist dem Reiz dieser Frau erlegen. Die Serienmörderin und der Profiler - ob diese Liaison ein gutes Ende nehmen kann? UNTERHALTUNGSLITERATUR VOM FEINSTEN Bissig, spannend, klug und von bezwingender Leichtigkeit: zu Recht gilt Bettina Balàka als Meisterin intelligenter Unterhaltung. In ihrem neuen Buch verbindet sie mühelos Krimi und Liebesgeschichte zu einem außergewöhnlichen Roman - scharf beobachtet, brillant erzählt und wunderbar amüsant. ****************************************************************** LESERSTIMMEN: >>Eine einmalige Liebesgeschichte, die einen von der ersten Seite an fesselt.<< >>Bettina Balàka weiß einfach, wie’s geht: eine großartige Story, ironisch und geistreich erzählt. Lesevergnügen pur!<< ****************************************************************** ALLE BÜCHER VON BETTINA BALÀKA ERSCHIENEN BEI HAYMON: • Auf offenem Meer • Kassiopeia • Unter Menschen •Die Prinzessin von Arborio

Ich konnte die Geschichte nicht ganz einordnen - ist es ein Krimi oder eine Liebesgeschichte? Nichtsdestotrotz ein unterhaltsames Buch!

— Lesezimmer
Lesezimmer

Interessante Geschichte! Klasse Schreibstil!

— Pagina86
Pagina86

Psychologisch ausgefeilter, spannender Kriminal-Roman im besten Sinne des Wortes!

— Bernadette35
Bernadette35

Rundum hat es mich nicht vom Hocker gehauen, aber es war auch nicht grundsätzlich langweilig oder schlecht.

— AenHen
AenHen

Die Geschichte einer liebenswerten Serienmörderin

— Schugga
Schugga

HumorKrimiLiebesgeschichte

— 92libero
92libero

Für den Traum von Liebe (bzw. weil er eben nicht in Erfüllung geht) geht eine Frau über Leichen - witzig und geistreich!

— vanessabln
vanessabln

Eine ungewöhnliche schwarze Witwe sorgt für Wirbel - eine gute Idee, die nicht bis zum Schluss überzeugen kann.

— EvelynM
EvelynM

Sprachlich besonders hochwertig; versprochene Liebesgeschichte zu lasch. In Summe: Eine schön aufgeschriebene Kriminalfallabhandlung, die aber mit der Spannung sehr geizt.

— Zwischen.den.Zeilen
Zwischen.den.Zeilen

Drei Ehemänner hat sie bereits umgebracht, wird es einen vierten geben? Das offene Ende lässt diese Vermutung zu. Ein großes Lesevergnügen!

— IlonGerMon
IlonGerMon

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  • Ein echter Kriminal-Roman!

    Die Prinzessin von Arborio
    Bernadette35

    Bernadette35

    23. June 2016 um 17:35

    Es ist lange her, dass ich einen Krimi gelesen habe. Die meisten interessieren mich nicht so sehr, da es nur wenige AutorInnen schaffen, neben einem spannenden Handlungsstrang mit überraschendem Ende auch einen plausiblen psychologischen Einblick in das Seelenleben der Protagonisten zu beschreiben - was mich, vielleicht auch berufsbedingt, immer eher interessiert. Bettina Balákas "Prinzessin von Arborio" ist eine Ausnahme. Dieses nur als "Krimi" zu beschreiben, wäre falsch, allerdings es es auch kein typischer "Roman", und vor allem kein "Frauenroman". Sie schafft es nämlich, ein über diese Kategorien reichendes Buch zu schreiben, das durch einen feinen Spannungsbogen, sprachliche Ausgefeiltheit und - großes Plus! - ein überraschendes Ende verfügt. Die Story erinnert von Anfang an an einen realen, spektakulären Kriminalfall um eine Doppelmörderin, die Wiener LeserInnen bestimmt bekannt ist. Dies war's dann allerdings auch schon mit den Ähnlichkeiten, denn die Morde, die Elisabetta Zorzi begeht, sind ungewöhnlich und von der Autorin auch in puncto gerichtsmedizinische Faktenlage außergewöhnlich gut recherchiert. Man schwankt - oder bessergesagt, ich schwankte - beim Lesen zwischen einem gewissen Verständnis für eine intelligente, von Kindheit an triebunterdrückte Frau und innerlichem Kopfschütteln über ihr Verhalten. Zum Glück erklärt die Autorin im Laufe des Lesens, wieso Elisabetta in ihrer eigenen Wahrnehmung morden "musste", anstatt sich einfach von den Männern zu trennen, was sie vor einem lebenslangen Gefängnisaufenthalt gerettet hätte. Dieser kommt ins Rollen, weil der Gerichtspsychologe bei der Vernehmung um ein Getränk aus Zorzis Kühlschrank bittet. Diese Szene ist ein Lesegenuß - wundert man sich zuerst über die ungewöhnliche Unhöflichkeit des Fachmanns, führt einen die Autorin hier wieder geschickt hinters Licht, da erst diese durch Zufall zur Aufdeckung der Mordserie führt! Das "Bauchgefühl" des Kommissars, einen Kriminalpsychologen beizuziehen, geht allerdings "nach hinten los" - denn Arnold Körber erliegt dem Charme von Elisabetta Zorzi und verliebt sich in sie. Sehr berührt hat mich dann der Einblick in die Lebenswelt im Gefängnis, die schon wieder zu Sympathien für die Mörderin führt. Kaum zu glauben, wie genau die Autorin diese wiedergibt, obwohl ihr bei diesen Szenen jegliche Eigenerfahrung fehlen muss. Sehr rührend die Szene, in der die Gefangene Cohens "Hallelujah" singt. Spätestens da hat Zorzi nicht nur die Sympathien Körbers, sondern auch die der LeserInnen wieder auf ihrer Seite. So konnte ich mir kaum vorstellen, dass meine Gefühle am Ende der Geschichte wieder "umschlagen" könnten. Obwohl ich auf die mir leider angewöhnte, fast zwanghafte "Unsitte", den allerletzten Satz des Buches schon am Beginn zu lesen, diesmal bewußt verzichtete! Denn während einer eigentlich sehr harmlosen Szene, geschieht dann plötzlich das Unerwartete - das ich hier keinesfalls verraten werde - und das dem Buch auch zuletzt noch eine überraschende Wendung verleiht. Ich habe diesen Kriminal-Roman in zwei Tagen durchgelesen (in der U-Bahn, am stillen Ö... etc.), weil ich ihn einfach nicht aus der Hand legen konnte. Der Unterhaltungswert gepaart mit einem feinfühligen Blick in Frauen- und Männerseelen sowie der bis zum Schluss durchgehaltene Spannungsbogen verdient 5 Sterne! B. Grohmann-N.

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  • Blasse Prinzessin

    Die Prinzessin von Arborio
    AenHen

    AenHen

    23. June 2016 um 14:58

    Elisabetta Zorzi ist klein, hübsch und erfolgreich. Sie ist sehr intelligent, wünscht sich drei Kinder, besser vier, einen großen starken Mann als Erzeuger eben dieser – und ist gestört. Sie ist nichts anderes als eine Soziopathin. Passen die jeweiligen Gefährten nicht mehr in die Verwirklichung ihrer Lebensplanung aufgrund welcher Gründe auch immer (Charakter, Untreue, Anatomie, Zeugungskraft) ist die einzige Chance des jeweiligen Herren mit dem Leben davon zu kommen, die nicht mit ihr in ihrer Wohnung zusammen gewohnt zu haben. Ansonsten wird es zu einem Unglücksfall kommen, der in gewisser Weise oder bis zu einem gewissen Punkt auch gut durchdacht ist, aber eine gerissene Mörderin ist sie eben dann doch nicht. Nur nicht in der Lage, jemanden rauszuschmeißen, und eben auch sehr nachtragend. Fazit: Vielleicht erwartet man nach der Leseprobe etwas mehr (hintergründigen, schwarzen) Humor oder Spannung, beides ist jedoch nicht der Fall. Insgesamt ist der Roman in einem fast nüchternen Berichtsstil verfasst, was mir aber letztendlich noch am besten gefallen hat, das „wie“ war für mich in Ordnung, das „was“ hätte man deutlich ausbauen können. Wenn ich es in Bildern ausdrücke, ist für mich der Ausgangspunkt immer Elisabetta Zorzi in einem Vernehmungsraum der Polizei, im Gespräch mit Körber und Flimminger über ihr Leben und ihre Taten. So entstehen eine Art Rückblenden, die für mich aber sehr distanziert, beobachtend bleiben, geschildert vielleicht aus den Berichten und Erinnerungen Arnold Körbers – wie ein Film, in dem die Protagonisten nicht selbst sprechen, sondern nur agieren und ein Sprecher das Geschehe für den Zuschauer kommentiert. Insgesamt bleiben aber die Personen sehr sehr blass – auch die Zorzi. Körber habe ich mir ganz anders vorgestellt, ab der ersten Schilderung seiner äußeren Erscheinung, eher in der Mitte der Erzählung hatte ich dann nur noch „Doktor Made“ Mark Benecke vor Augen, was für mich dann gar nicht mehr übereinander kam. Die Prinzessin – tja, letztendlich fand ich die Leseprobe vielversprechender als es der gesamte Roman dann war. Rundum hat es mich nicht vom Hocker gehauen, aber es war auch nicht grundsätzlich langweilig oder schlecht.

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  • Die Geschichte einer liebenswerten Serienmörderin

    Die Prinzessin von Arborio
    Schugga

    Schugga

    03. June 2016 um 23:57

    Die Italienerin Elisabetta Zorzi, von allen nur 'Zorzi' genannt, ist eine erfolgreiche, junge Frau. Sie führt ein hochklassiges Restaurant in Wien, die 'Cantinetta Zorzi', ist intelligent, kultiviert, gutaussehend und wird von den Männern umgarnt. Jedoch umgibt sie ein dunkles Geheimnis: Wird sie ihrer Männer überdrüssig, bringt sie diese um, statt sich von ihnen zu trennen. Die ersten Male kam sie unbemerkt damit davon, beim dritten Mord jedoch begeht sie einen kleinen, aber feinen Fehler, durch den sie die Polizei letztendlich überführen kann.Dies umfasst inhaltlich ca. die erste Hälfte des Buches. Doch damit hört die Story noch lange nicht auf. Der Kriminalpsychologe Arnold Körber interessiert sich für diese außergewöhnliche Frau, bringt so nach und nach die Beweggründe Zorzis an Licht - und verfällt ihr letztendlich auch. Die Liebe zu einer mehrfachen Mörderin, kann dies gutgehen? Doch auch Zorzi ist nicht auf den Kopf gefallen und weiß Körbers Zuneigung geschickt zu nutzen...Dieser Roman ist kein Krimi im klassischen Sinne. Man erfährt bereits zu Beginn so nach und nach, wie es in Zorzis Kopf aussieht. Auf eine gewisse Art kann sie einem sogar richtig sympathisch sein, will sie im Grunde genommen doch nichts Böses. Sie hat lediglich eine mörderische Art, ihre Ziele zu verfolgen. Als Leser wird man quasi selbst zu einer Art Profiler, macht sich Gedanken über Zorzis Vergangenheit und die Gründe ihrer Entscheidungen. Der Roman ist ebenso durchzogen von mehreren Zeitsprüngen, so dass sich die Handlung nicht immer flüssig lesen lässt. Dies macht das Buch jedoch nicht weniger interessant. Was den Roman von einem klassischen Krimi am meisten unterscheidet, ist der fehlende Höhepunkt, auf den das Buch hinarbeitet, da der letzte Mord bereits sehr früh geschieht. Dies kann auch das unerwartete Ende leider nicht mehr ausreichend ausgleichen, daher ziehe ich einen Stern in der Bewertung ab.

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  • Wahre Liebe

    Die Prinzessin von Arborio
    Luc

    Luc

    03. June 2016 um 21:07

    Kann man sich in eine Romanfigur verlieben? Das geht. Bettina Balàka schafft mit „Die Prinzessin von Arborio“ bei mir dieses Kunststück. Dabei ist Zorzi nicht unbedingt eine Traumfrau, obwohl sie von Ehemann Nr. 1 entsprechend Silikonverstärkt wurde, denn sie meuchelt ihre Lebensabschnittspartner mit der Hingabe einer von der Liebe und den Männern enttäuschten Italienerin. Die Herren der Schöpfung einfach nur verlassen, einen Schlussstrich ziehen kann sich Zorzi einfach nicht vorstellen oder ist einfach zu banal. Sie ist eine Frau der Tat. Eine Restaurantchefin mit Vorliebe für guten Reis und allerlei kulinarischer Schmankerl. Auch der Polizist Arnold Körber kann ihren Reizen nicht widerstehen, die eben nicht nur von Schönheitsoperationen herrühren. Nein, ihr wirklicher Reiz baut auf der Klarheit ihres glasharten Charakters auf, der immer wieder über die Wirrnis ihres destruktiven Liebeslebens obsiegt. Für die einen ist das Töten undenkbar, für die anderen ist es machbar. An diesem prägnanten Satz lässt Bettina Balàka ihre Protagonistin sich entlang hangeln. Gerade zu Beginn ist das Buch mit ungeheurer Fabulierlust und Wucht erzählt. Das alles ist witzig, hat Tempo und Tiefe, die Autorin kennt die Menschen und findet immer die richtigen Worte und Vergleiche. Es macht Spaß dieses Buch zu lesen, auch wenn das männliche Geschlecht nicht immer gut wegkommt, bin ich sehr angetan von dem Gelesenen. Der Roman kommt einfach pfiffig und unterhaltsam daher und will doch ernst genommen werden. Er bezieht sein Gewicht aus dem Zwischenmenschlichen. Die Autorin schickt Zorzi und die Minus-Männer, von hünenhafter Gestalt über das Minenfeld von Frau-Mann Beziehungsübungen und lässt die Liebe explodieren, um sie gleich anschließend wieder auferstehen zu lassen. Sprachlich ist der Roman imposant und über weite Strecke fesselnd erzählt. Eine funkelnde Perle unter den Büchern dieses Frühjahres. Einzig die Schlussphase zeigt dezente Mängel, zum einen weil mir zu viel bereits frühzeitig klar war, zum anderen läuft die Geschichte dramaturgisch nicht mehr hundertprozentig rund. Aber was ist das schon gegen eine Romanfigur zum Liebhaben? Eben.    

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  • Die Serienmörderin und der Profiler

    Die Prinzessin von Arborio
    dicketilla

    dicketilla

    Cantionetta Zorzi, so wurde sie eigentlich nicht genannt, eher nur Zorzi, oder später nach dem vorzüglichen Risotto in ihrem Restaurant, Prinzessin von Arborio.Schon als Kind, war ihr Vater nie zufrieden mit ihr, nörgelte an ihr herum. Später wiederholten es ihre Männer.Bernhard, formte sich durch Schönheitsoperationen seinen Schwan,sonnte sich in derer Bewunderung, ansonsten hielt er nicht viel von ihr.Jürgen, der sie sportlich antrieb, sich aber als untreu erwies. Chuck, der mit seiner Okra-Schote, wie sie sein bestes Stück nannte, wenig Erfüllung in ihr Sexleben brachte, ihr Heim nach seinen Vorstellungen schuf.So fand sie jeweils eine elegante Lösung, sich dieser Männern zu erledigenArnold Körber, Kriminalpsychologe, kann sie aber dennoch, zwar nach einigen Fehlversuchen, überführen.Anfangs ist er besonders von den Verbrechen fasziniert, doch dann erreicht auch ihn ihr verführerischer Blick.Doch diese schwarze Witwe versteht ihr Handwerk. So spinnt sie ein Netz um den verliebten Körber, was ihn zwar indie Arme der Witwe treibt, aber am Ende .....Bettina Balaka, hat einen Roman erschaffen, in dem sich ein Kriminalfall in eine kleine Liebesgeschichte wandelt.Sie schuf eine Heldin, der sich auch  der Leser nicht entziehen kann. Die Beschreibung ihrer Person ist sehr bildhaft, und fast empfindet man Mitleid, kann ihre Taten nachvollziehen.Der eher in lockeren Beziehungen lebende Körber, wird in einer direkten und raffinierten Art, in seiner Eitelkeitgetroffen, was für eine Wendung.Wunderbaer Unterhaltung, in einer bissigen, spannenden Leichtigkeit erzählt.Ich fühlte mich gut unterhalten, obwohl einige Stellen etwas weit ausgeholt schienen, dem Lesegenuss aber nichtschadeten.

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    • 4
    Sabine17

    Sabine17

    29. May 2016 um 17:20
  • Sympathien für eine Serienmörderin

    Die Prinzessin von Arborio
    renie

    renie

    25. May 2016 um 19:14

    "Für die einen war das Töten undenkbar, für die anderen war es machbar."  Ein erster Satz, der den Eindruck erwecken könnte, dass es sich bei dem Roman "Die Prinzessin von Arborio" von Bettina Balàka um einen Krimi oder Thriller handelt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn Bettina Balàka schafft es in unvergleichlicher Art, Krimi-Elemente gekonnt mit denen einer Liebesgeschichte zu vermischen. Und am Ende kommt ein sehr unterhaltsamer und humorvoller Roman über eine männermordende "Prinzessin von Arborio" heraus. Worum geht es in diesem Roman?Elisabetta Zorzi ist attraktiv, beruflich erfolgreich und begehrt - und sie ist eine schwarze Witwe, wie sie im Buche steht. Kann ein Mann ihre Erwartungen nicht erfüllen, ist er seines Lebens nicht mehr sicher.Die charmante Mörderin trauert gerade um Chuck, ihren jüngst verstorbenen Lebensgefährten, als sie von dem Kriminalpsychologen Arnold Körber überführt wird. Körber ist fasziniert von Zorzis Verbrechen - noch mehr aber von ihr selbst.... (Klappentext) Zorzi ist eine Frau, die bei Männern scheinbar Beschützerinstinkte weckt. Dabei benötigt sie alles andere als Schutz. In erster Linie geht es ihr darum, einen Vater für ihre zukünftigen Kinder zu bekommen. Denn Zorzi träumt von einer glücklichen Familie. Nur leider hat Zorzi ein Männerproblem. Sie bindet sich an Männer, die sich früher oder später als weit entfernt von Zorzis Idealbild eines Mannes herausstellen. Ihr erster Mann - Bernhard - ließ solange an Zorzi schönheitschirurgisch herumschnibbeln, bis diese seinem Idealbild von einer Frau ungefähr entsprach. Der dominante Bernhard bestimmte ihr Leben, nahm Zorzi jegliche Eigenständigkeit und ließ sie bei jeder Gelegenheit spüren, dass sie ihm weit unterlegen ist.Jürgen, dessen Interesse an Zorzi hauptsächlich an ihren finanziellen Möglichkeiten lag und der auch bei anderen Frauen nichts anbrennen ließ.Und schließlich Chuck, zwangsneurotisch und Anabolika-abhängig - also auch nicht unbedingt der Mann, mit dem frau Kinder haben möchte. "Männer waren für sie in ein Haus hineinverkapselte, betonartig angeklebte Wesen, das Äquivalent eines Wespennests. Man konnte nicht einfach sagen: Geh fort. Man musste es mit maximaler Vorsicht, Gründlichkeit und Schonungslosigkeit entfernen." (S. 21) Alle Männer Zorzis haben eines gemeinsam. Als "Mann im Haus" wollen sie ihre vermeintliche Dominanz gegenüber Zorzi ausleben und sind der Überzeugung, mit Zorzi ein hübsches, gehorsames Frauchen am heimischen Herd stehen zu haben. Tja, falsch gedacht! Denn jedesmal, wenn Zorzi erkennt, dass es mit der glücklichen Familie nichts wird, entledigt sie sich des Problems auf ihre ganz spezielle Art und widmet sich dem nächsten Anwärter auf die Vaterrolle in ihrer glücklichen Familie.Sie hat dabei keinerlei Skrupel oder Gewissensbisse. Zorzi scheint auch kein Schuldbewusstsein zu haben. Denn sie beseitigt ihre Männer mit einer Selbstverständlichkeit, mit der man sich sonst abgetragener Kleidung entledigt. Ihr Familienwunsch treibt sie an, die Männer sind nur Mittel zum Zweck. Insofern verwundert es sie fast, als man ihr auf die Schliche kommt.  Arnold Körber, Kriminalpsychologe und Buchautor, begleitet den Fall Zorzi von der Enthüllung der Morde bis hin zur Gerichtsverhandlung. Nach Zorzis Verurteilung besucht er sie regelmäßig im Gefängnis. Zorzi ist für ihn zunächst ein Studienobjekt: Eventuell lassen sich ihre Entwicklung zur Serienmörderin in einem nächsten kriminalpsychologischen Buch verwenden. Zwischen den beiden entwickelt sich ein vertrautes Verhältnis, das langsam intensiver wird. Körber gibt sich der Illusion hin, "seine" Zorzi mittlerweile genau zu kennen. Schließlich hat sie ihm einen tiefen Einblick in ihre Seele gewährt. Doch er unterschätzt ihre Wirkung auf Männer, der auch er erliegt. Und so sieht sich Körber in der Beschützerrolle für seine wunderbare, liebenswerte und zarte Zorzi, für die er alles tun würde. Nur blöd, dass sie ihm am Ende einen Strich durch die Rechnung macht. "Als der Termin kam, war es einer der surrealsten Momente in Körbers Leben. Zwei Menschen wurden unter staatlicher Aufsicht zusammengebracht, um einen privaten, möglicherweise intimen Moment zu erleben. Sie wurden dabei bewacht, damit der eine dem anderen nichts zuleide tat. Sex wurde ermöglicht, Mord verhindert. Das Ganze erinnerte an jene Meeresschnecken, die sich erst dann paarten, wenn alle Versuche, einander zu töten, gescheitert waren." (S. 222) Bettina Balàka bringt den Leser dazu, Sympathien für eine Serienmörderin zu entwickeln: die arme Zorzi will sich schießlich nur ihren Traum erfüllen, geliebt werden und hat dabei Pech mit ihren Männern. Die Prinzessin von Arborio wickelt also nicht nur ihre Männer um den Finger, sondern auch den Leser. Frau entwickelt ein hohes Maß an Schadenfreude, wenn der nächste Mann dem Irrglauben erliegt, Zorzi dominieren zu können und die Rechnung dafür kassiert. Na ja, zugegeben, die Männer in Balàkas Roman sind auch nicht unbedingt, die Hellsten ihrer Art;-)  "Und Zorzi? War nicht auch sie durch die Liebe in den Abgrund geführt worden? Sie hatte dieses Gefühl hochhalten wollen, heilig und unangetastet, aber jedes Mal hatten es die Objekte der Liebe beschädigt, banal gemacht und beschmutzt. Die Objekte der Liebe waren immer schnell bei ihr eingezogen, weil sie es ganz und richtig machen wollte ... Und dann waren die Objekte der Liebe da gewesen, machten es weder ganz noch richtig, entzauberten und ernüchterten die Atmosphäre, hielten sich nicht an den Pakt, der mit dem Wort 'Liebe' doch implizit geschlossen worden war." (S. 180) Bettina Balàka beschreibt die Geschichte um Zorzi mit einer Leichtigkeit und einem sehr subtilen Humor, der diesen Roman zu einem Hochgenuss machen. Wer benennt seine Titelheldin schon nach einer Reissorte? Bettina Balàka macht es. Und das ist nur eines der vielen humoristischen Einlagen, die die Lektüre dieses Romanes so unterhaltsam machen.Man könnte natürlich meinen, dass Leichtigkeit kombiniert mit Humor eine seichte Mischung ergeben. Weit gefehlt. Denn trotz Plauderton, entwickelt der Roman eine Tiefgründigkeit, die den Leser in ihren Bann zieht. Daher mein Fazit: Großartige und intelligente Unterhaltung! Lesenswert! © Renie

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  • Die Prinzessin von Arborio- HumorKrimiLiebesgeschichte

    Die Prinzessin von Arborio
    92libero

    92libero

    16. May 2016 um 13:50

    Allgemeine Infos: Kategorie: Roman Titel - Die Prinzessin von Arborio Autor/in - Bettina Balàka Verlag - Haymon Verlag Preis 19.90 € Seiten: 200 ISBN: 978-3709972397 Buchgestaltung & Eindruck: Das Cover finde ich sehr ansprechend. Die Farb- Schrift- und Bildgestaltung passen wunderbar zusammen. Mir gefällt der Stil der Blumen und des Hintergrundes. Die Farben sehen sehr freundlich aus. Allerdings passt es meiner Meinung nach nicht so gut zum Inhalt - sonst sehr gelungen! Inhalt & eigene Meinung: Eine HumorKrimiLiebesgeschichte > die Kombination ist außergewöhnlich und gefällt mir dadurch sehr! Zorzi, Elisabetta Zorzi! Sie ist Restaurantchefin in Wien - zielstrebig, selbstbewusst und bekommt dadurch immer was sie will. Sie ist wunderschön, von ihr wird geschwärmt aber ihre Seele ist so schwarz wie die Nacht und keiner würde glauben was sie tut und wie mörderisch und bösartig sie ist. Sie ermordet Männer! Arnold Körber ist Kriminalpsychologe und kommt ihr auf die Schliche - ist aber zur selben Zeit so angetan von ihr… „Die Prinzessin von Arborio“ von Bettina Balàka hat mir sehr gut gefallen - die Mischung aus Krimi, Humor und Liebesgeschichte hat mich gefesselt, war ausgefallen und spaßig - zudem hat es mich begeistert. Der Schreib und Sprachstil war flüssig und angenehm zu lesen und hat mir durch die prägnante Art und Weise sehr gefallen. Die Autorin hat nicht drum herum geschrieben, sondern alles ganz klar auf den Punkt gebracht. Insgesamt finde ich diesen amüsanten Roman sehr unterhaltsam und lesenswert!

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  • Für den Traum von Liebe

    Die Prinzessin von Arborio
    vanessabln

    vanessabln

    01. May 2016 um 17:20

    Wie das romantisch anmutende Cover verspricht, geht es in "Die Prinzessin von Arborio" um eine Frau, für die die Liebe im Mittelpunkt steht. Als Vollblutitalienerin sind ihr ein ehrlicher, sie stets glücklich machender Mann und ein bilderbuchhaftes Familienleben das Höchste. Dass Elisabetta Zorzi, erfolgreiche Restaurantchefin der charmanten, sehr weiblichen Art, für die Realisierung ihrer Träume über so manche Leichen gehen muss, stellt die Autorin sehr humorvoll und ironisch dar. Denn die real existierenden Männer, an die Zorzi gerät, entpuppen sich früher oder später leider als ärgerlich, wie selbst der Leser begreifen muss. Aber als Dame, die den Schein wahren möchte, lässt sie sich zu keiner Kritik oder Diskussion hinreißen. Sie denkt nur "was weg muss, muss weg".Der Schreibstil hat mir von Anfang an gefallen, er liest sich nicht nur flüssig, sondern hat trotz der guten Unterhaltung ein gleichbleibendes Niveau. Niveau hat auch Zorzi selbst, die sich trotz allem, was sie für ihre Männer scheinbar ganz selbstverständlich in Kauf nimmt, immer wieder überraschend treu bleibt. Dieser scheinbare Widerspruch (verständlich und überzeugend geschildert) ist der Clou und hat sie mir durchgehend sympathisch gemacht. Wie sie die Männer um ihren Finger wickelt, ist interessant zu lesen, aber auch am Rande angesprochenen Themen und Begebenheiten. Kleine Seitenhiebe auf das allgemeine Beziehungsleben und das Verhältnis der Geschlechter bleiben hier nicht aus. Obwohl Zorzi wahrlich keine Feministin ist, wird sie zur Kämpferin für die Liebe ohne Makel - über das Thema kann man noch lange nachdenken. Die Liebesgeschichte zu dem Profiler Körber nimmt einen kleineren Raum ein als ich dachte, was aber nicht stört. Es handelt sich bei dem Buch um keinen Krimi, sondern tatsächlich um intelligente Unterhaltung. Das Ende, das Raum für Fantasien bietet, kann ich deshalb akzeptieren. Wenn ich auch lieber noch weitergelesen hätte...

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  • Ist der Wunsch nach Liebe zu viel verlangt?

    Die Prinzessin von Arborio
    Antek

    Antek

    16. April 2016 um 13:02

    Bettina Beláka hat mich mit ihrer „Die Prinzessin von Arborio" von der ersten Seite ab in ihren Bann gezogen. Nicht nur ihr toller, ganz besonderer Sprachstil hat mich gefesselt, sondern auch die Story an sich hat mich fasziniert. „ Für die einen war das Töten undenkbar, für die anderen war es machbar.“ Mit diesen Worten beginnt die Geschichte, in der man die charmante Italienerin Elisabetta Zorzi, die in Wien das erfolgreiche Restaurant „Cantina Zorzi“ führt, kennenlernen darf. Zorzi, wie sie jeder nennt, ist eine bildschöne Frau, derart bildschön, wie es die Arbeit eines hingebungsvollen Schönheitschirurgen war. Finanziert wurde das von ihrem ersten Liebhaber Bernhard, dem ihr Originalzustand scheinbar zuwider war. Muss man sich da fragen, warum ein gesunder Überlebenswille beim Bergsteigen im Urlaub den entscheidenden leichten Schubs versetzt?  Postbote Jürgen, für den sie tauchen, snowborden und segeln gelernt hat, anstelle sich der Familienplanung zu widmen, hätte ihr vielleicht keine Waffe besorgen und das Schießen beibringen sollen, wenn er sie doch so betrügt. Drei Schüsse in den Kopf, vielleicht für Petra, Angelika und Sharon? Auch der Personaltrainer Chuck enttäuscht sie schwer. Toll ja, dass er anfangs immer von „wir“ spricht, aber sein grenzenloser Ordnungstick und die fehlende sexuelle Befriedigung machen ihn als Traummann einfach auch untragbar. Tragisch der Mountainbikeunfall, der dann folgt, verursacht durch ein vergiftetes Gatorade Getränk. Besonders tragisch daran ist, dass Zorzi ein Fehler unterläuft und sie verhaftet wird. Bettina Baláka ist hier ein spannender Unterhaltungsroman gelungen, eine Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte. Die Anfänge kann man mit Ermittlungen vergleichen, denn Zorzi liefert eine Art Geständnis. Sie schildert in einem eher sachlich wirkenden Sprachstil ihre Geschichte. Obwohl Zorzi eine Mörderin ist, war sie mir auf unerklärliche Weise nie zuwider. Ich habe Zorzi nie als kaltblütige Mörderin empfunden, sondern eher als eine feinfühlige, sensible Frau. Sie träumt von unverletzbarer, ewiger und richtiger Liebe und hat wohl auch Torschlusspanik. Sie wünscht sich von Herzen eine harmonische Ehe und Kinder, ist das zu viel verlangt, schließlich gibt sie doch alles dafür? Arnold Körber, der Polizeipsychologe diagnostiziert überdimensionale Anpassungsfähigkeit und diese kann man in den Schilderungen auch erkennen. Sie gibt sich für die große Liebe fast vollständig selbst auf, das geht eine Weile gut, bis sie irgendwann so sehr leidet und die Beziehungen auf ihre ganz eigene Art beenden muss. Ihre Geschichte, ihre Denkweise ist so grandios beschrieben, man bekommt so tolle Einblicke, dass man einfach nur Verständnis für Zorzi aufbringen muss. Mir als Leser ist das so ergangen, für mich war daher auch gut nachvollziehbar, dass es Körber ebenfalls so ergeht, auch wenn er Psychologe ist. Er verfällt ihr langsam aber sicher immer mehr.  "Hybristophilie" nennt man diese Liebe zu Schwerverbrechern, die aber normalerweise eher Frauen befällt. Die Geschichte die mit dem Geständnis beginnt, dann mit Szenen aus dem Gefängnis weiter geht, hat mich mit einzelnen überraschenden, amüsanten und auch schockierenden Highlights bis zum Ende, von dem ich nichts verraten möchte, gefesselt. Ich habe mich mit dem besonderen Sprachstil der Autorin, der sich herrlich leicht liest, sofort wohl gefühlt, nein mehr noch, ich war begeistert. Eigentlich eher sachlich, aber dennoch mit einer gut dosierten Prise an schwarzem Humor und satirischen Seitenhieben gewürzt, bekommt man hier tolle Einblicke in die Denkstrukturen einer Serienmörderin, kann auf Ermittlungsreise gehen, bekommt eine ganz besondere Art von Liebesgeschichte geboten und wird grandios gut unterhalten.

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  • Die schillernde Zorzi

    Die Prinzessin von Arborio
    EvelynM

    EvelynM

    14. April 2016 um 12:47

    Humorvoll geschriebener Roman über die italienische Restaurantbesitzerin Elisabetta Zorzi, genannt Zorzi und als „Die Prinzessin von Arborio“ wegen ihrer beliebten Risotto-Kreationen betitelt, die 3 Leichen im Keller hat und nur durch einen kleinen Fehler auffliegt. Zorzi will es ihrem jeweiligen Partner Recht machen – vom Ersten, Bernhard, lässt sie sich nach seinen Wünschen operieren, dem Zweiten, Jürgen, zuliebe macht sie ihr verhasste Sportarten mit und der Dritte, Danny, zieht bei ihr ein und gestaltet ihre Wohnung komplett um, verwandelt sie gar in eine Art Ausstellungsstück. Immer wenn Zorzi sich nicht mehr wohl fühlt und ihr bewusst wird, dass sie gegen ihre eigenen Wünsche und Überzeugungen lebt und sich den Männer zu sehr anpasst, trennt sie sich nicht etwa, sondern ermordet sie. Sie geht dabei so geschickt vor, dass ihr weder ihr direktes Umfeld – ihre Angestellten, bei denen sie sehr beliebt ist und die ihr immer zur Seite stehen – noch die Polizei derartige Taten zutrauen. Zorzi ist naiv, sich ihrer Wirkung auf Männer aber durchaus bewusst und fühlt sich selber unschuldig. Sah sie die Männer doch als Wespennest, das man gründlich ausräumen musste. Was macht diese kleine, eher unscheinbare Italienerin so gefährlich und woraus begründet sich ihre Anziehungskraft auf Männer? Diese Frage begleitete mich durch den ganzen Roman hindurch. Ist es ihre Anpassungsfähigkeit? Ihre Naivität? Vielleicht eine Mischung aus beidem!? Zorzi verfügt über erhebliche kriminelle Energie, jede Menge Fantasie und hat ihr ganz eigenes Weltbild. Mir blieb sie bis zum Schluss ein Rätsel.   Der Profiler Arnold Körber trägt maßgeblich zur Festnahme von Zorzi bei und verhört sie regelmäßig. Dabei kommen sich die beiden näher. Dieser Teil der Geschichte kommt mir etwas unglaubwürdig vor und ich geriet beim Lesen ins Stocken. Als harter Kerl beschrieben und mit der Recherche zu seinem nächsten Buch beschäftigt passt ein Techtelmechtel zwischen ihm und Zorzi nicht so recht ins Bild, selbst wenn Arnold Single und dem ein oder anderen One-Night-Stand nicht abgeneigt ist. Ich finde, dass der zweite Teil der Geschichte im Gegensatz zum teilweise sehr amüsanten ersten Teil langweilig geraten ist. Die Sprache ändert sich zunehmend und wird sehr sachlich. Das Ende fand ich auch nicht sonderlich spannend. Schade! Meine 4 Punkte sind vor allem der guten Idee zu dieser besonderen schwarzen Witwe und dem anfänglich sehr unterhaltsamen Geschichte um Zorzi geschuldet.

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    Die Prinzessin von Arborio
    Simi159

    Simi159

    12. April 2016 um 19:46

    Wer skurrile, böse und gleichzeitig humorvolle Geschichten mag, wird bei „Der Prinzessin von Arboria“ von Bettina Balaka voll auf seine Kosten kommen. Darin geht es um Elizabetta Zorzi, die in Wien ein italienisches Restaurant führt. Optisch hat sie sich durch ein paar chirurgische Eingriffe auf Vordermann bringen lassen und jetzt kann sie sich kaum vor Verehren retten. Sprich sie stehen Schlange und wollen mit ihr zusammen sein. Doch wehe ihr Freund fügt ihr Leid zu oder verletzt sie mit Worten, dann gibt es für Elizabetta kein Erbarmen mehr. Sie trennt sich von dem Mann und löscht ihn aus. Sprich sie tötet ihn. Doch ohne sich die Hände dabei schmutzig oder gar blutig zu machen. Mehr sie es Unfälle. War der erste noch Zufall/Fügung, sind die weiteren bis ins kleinste Detail geplant und ausgeführt. Ihren dritten Mord kann sie nicht mehr als Unfall tarnen und wird überführt.Arnold Körber, der sie überführt, ist Kriminalpsychologe und fasziniert von Elizabetta Zorzi. Sie schildert ihm ihre Morde und nach und nach entwickelt sich eine zarte Romanze. Hat ihre Romanze Zukunft? Fazit: Die Autorin hat eine wahnsinnige Schreibe, was als harmlose Geschichte daher kommt, fesselt den Leser ab der ersten Seite. Je mehr man liest umso mehr erschließt sich dem Leser der Charakter von Elizabetta Zorzi und ihrer Art mit ihren Peinigern, ihren ehemals geliebten Männer/Freunden, umzugehen. Sie hat einen komplexen Charakter, den man trotz seiner Brutalität, Kälte und Grausamkeit, die ganze Zeit über mag und nie abstoßend findet. Eher kann man ihre Handlungen, ihr Tun, gegen ihre Männer nachvollziehen. Warum die Männer so von ihr fasziniert sind, bleibt unklar, denn selbst den erfahrenen Kriminalpsychologen wickelt sie um den Finger und kann ihr für ihre Zwecke nutzen. Alles liest sich locker leicht, man kommt gut rein, leider wird sehr viel von der Story schon im vorderen Teil des Buches erzählt, so dass es im hinteren Teil wenig Überraschungen gibt. Von mir gibt es für diese leichte und mit schwarzem Humor gespickte Geschichte 4 STERNE.

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  • Eine kriminelle Liebesgeschichte

    Die Prinzessin von Arborio
    SusanneSH68

    SusanneSH68

    06. April 2016 um 22:42

    Elisabetta Zorzi ist eine erfolgreiche Frau: beliebt, gutaussehend und mit ihrem Restaurant beruflich erfolgreich. Allerdings hat sie auch eine dunkle Seite: wenn sie sich von einem Mann trennen und die Beziehung beenden will, gibt es eine radikale Lösung: sie tötet die Männer. So gibt es schon drei tote Männer, bevor ihr der Kriminalpsychologe Arnold Körber auf die Spur kommt. Allerdings erliegt auch er ihren Reizen. Das Buch von Bettina Balaka bietet beste Unterhaltung. Es ist wunderbar flüssig zu lesen, klug geschrieben und besticht mit viel Humor. Da ist die Frage ob Krimi oder Liebesgeschichte fast nebensächlich, einfach großes Lesevergnügen.      

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  • Wenn Sie sich mal beim Lesen langweilen wollen...

    Die Prinzessin von Arborio
    Wedma

    Wedma

    „Die Prinzessin von Arborio“ von Bettina Balàka ist mal als „eine etwas andere Liebesgeschichte“ zwischen dem Profiler und der Mörderin angepriesen, mal als „Liebesgeschichte mit Nervenkitzel“.  Leider kann ich dies gar nicht nachvollziehen. Ich habe einen ganz anderen Eindruck von dem Roman gewonnen: Selten habe ich mich beim Lesen so gelangweilt. Die ersten hundert Seiten vergingen recht schnell. Die Erwartung, dass aus dem o.g. Versprechen etwas wird, war noch da. Man lernt Elisabetta Zorzi kennen, ihre Familie. Der Vater gefiel mehr gut: so ein verschrobener Typ, aber eine spannende Persönlichkeit. Er war ein Schriftsteller und sogar ein halbwegs Bekannter. Seine Romane waren aber etwas speziell, sie hatten keine Helden. Meist war ihm seine kleine Tochter zu viel des Guten, aber manchmal, wenn er erfolgreiche Tage hatte, ging er mit ihr spazieren. „Er ging dann mit mir an den Strand und wir machten ganz normale Dinge. Schwimmen, Muscheln sammeln, Sandburgen bauen und so“, sagt Zorzi über ihn auf S. 57. Aber auch: „Ich glaube, dass das keine gute Arbeit für ihn war. Das Schreiben. Es kostete ihn zu viel Kraft. Er hatte zu wenig Freude daran.“ S. 59. Jedenfalls, solange man über die Mörderin und über die Menschen in ihrer Umgebung etwas Neues erfuhr, ging es gut. Aber ab spätestens S. 105 fing ich an, mich zu langweilen. Die Art der Stoffdarbietung hat bei mir keine Begeisterung auslösen können. Die Fülle an Details über die Dinge, über die man bereits auf vorigen Seiten gelesen hat, muntert kaum auf. Jede Einzelheit in Zorzis Charakter, ihre Motive, alle Details in ihren Morden, samt Antworten auf die Fragen: warum, weshalb und warum nicht anders,  wurden mit bemerkenswerter Ausführlichkeit einem vor die Füße gelegt. , Wiederholungen. Über die Morde wurde erst aus der Sicht von Zorzi  berichtet, dann aus der Sicht des Ermittlerteams, insb. des Profilers Arnold Körber, und anschließend aus der Sicht der ehem. Freundin eines der Ermordeten. Ich hatte den Eindruck, man dreht sich immer wieder im Kreis und kommt gar nicht voran. , So etwas wie eine zielgerichtete Handlung ließ sich über weite Strecken auch nicht erkennen. Auch im zweiten Teil gab es eine Fülle an Informationen, z.B. wie es im Frauengefängnis zuging. Immer wieder wurde man mit noch mehr Details aus dem Gefängnisalltag zugeschüttet. Eine ausführliche Abhandlung zum Thema „prison groupies“ Frauen vs. Männer wird oben drauf serviert und belastet das Ganze zusätzlich. Und ich fragte mich aufs Neue, warum ich das alles wissen sollte. , Der Berichterstattungsstil, in dem das Buch zum größten Teil verfasst wurde, ödet auf Dauer an. , Die seltsame Wortfolge in konditionalen Sätzen und das ständige „die Türe“ statt die Tür, haben ihr Übriges getan. Auf S. 95, Zeile 15 von oben, da fehlt ein „n“ im Wort „helfen“, i.e. im Buch steht: „… dass man ihr ja eigentlich helfe wolle…“ Es ist keine direkte Rede. Es ist wieder mal ein Bericht. Die so vollmundig angepriesene Liebesgeschichte entwickelt sich im letzten Viertel, vor dem Hintergrund von Zorzis Verhaftung, auf paar Seiten zum Schluss, und fällt eher flach und herzlich wenig romantisch aus. Mit keiner der Figuren kann man sich identifizieren. Zorzi, die Mörderin, erfüllt diese Funktion nicht. Trotz der erschlagenden Menge an Informationen über sie und ihre Vorgeschichte, bleibt sie einem fern. Die Nebenfiguren aus dem Ermittlerteam reißen einen noch weniger mit. Ich hatte insb. in der zweiten Hälfte den Eindruck, ich wäre in einem Sachbuch zu Mörderpsychologie gelandet, bei dem alle während der Recherche zusammengetragenen Materialien unbedingt inkludiert werden mussten. Der Berichterstattungsstil in Kombination mit den ständigen Wiederholungen und der Fülle an Details brachte mich dazu, alle paar Seiten eine Pause einzulegen, und ich musste mich erstmal gründlich motivieren, das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Ja, die Ausführungen zu den Mordmotiven lassen tiefe Einblicke in die Psychologie der Mörderin zu. Auch etwas über die Arbeit eines Profilers erfährt man. Man sieht, dass all dem eine gründliche Recherche und gut geschulte Beobachtungsgabe zugrundeliegt. Die Sprache ist recht präzise und aussagekräftig. Bloß so etwas wie „Unterhaltungsliteratur vom Feinsten. Bissig, spannend, klug und von bezwingender Leichtigkeit“, so Klappentext, habe ich hier leider nicht angetroffen. Im Gegenteil: Schon lange habe ich mich nicht mehr so gelangweilt. Spannende Unterhaltung geht anders. Ich vergebe mit ganz viel Wohlwollen 3 Sterne.

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    • 5
  • Die charmante Mörderin

    Die Prinzessin von Arborio
    AngiF

    AngiF

    29. March 2016 um 15:44

    Elisabetta Zorzi von allen nur Zorzi genannt ist eine beeindruckende Frau, sie ist nach erfolgreichen Schönheitsoperationen noch schöner geworden, beruflich erfolgreich mit ihrem Restaurant in Wien. Aber sie hat eine dunkle Seite - sie ist eine schwarze Witwe. Anstatt sich in einer unzufriedenen Liaison einfach zu trennen, bringt sie die Liebhaber kurzerhand um. Nummer 1 hat sie erledigt, da er sie ihres Erachtens nicht wirklich geliebt hat, hatte er sie doch zu den Schönheits-OPs überredet. Nummer 2 war ein notorischer Fremdgeher. Nach Mord Nummer 3 wird sie überführt, von dem Kriminalpsychologen Arnold Körber. Er verfolgt den Prozess und gerät immer mehr gefangen von Zorzi und ihren Taten. Bald sieht er ein, dass er sich in sie verliebt hat. Ein Kriminalpsychologe und eine Mörderin, wie wird das enden? Die Autorin Bettina Balàka hat mit ihrem Roman „Die Prinzessin von Arborio“ einen Roman erschaffen, der auf der einen Seite eine wunderschöne, amüsante Erzählung in sich birgt und auf der anderen Seite einen Kriminalroman beheimatet, mit dessen Mörderin wir als Leser mitfiebern, so selbstverständlich erscheinen ihre Morde. Denn Zorzi verübt ihre Taten in gewisser Weise mit einer Leichtigkeit und Unbeschwertheit, das lässt uns Leser Verständnis und Sympathie für sie aufbringen und mit ihr mitfühlen. Bettina Balàka verwendet dafür eine wunderbare Sprache und ihr Schreibstil zeigt ihre große Kunst des Geschichtenerzählens. Das Buch ist in einem guten Tempo verfasst und durch den flüssigen Stil herrlich leicht zu lesen. Genau das richtige für einen gemütlichen Frühlingsabend. Von Herzen gerne vergebe ich diesem besonderen Buch seine wohlverdienten fünf Sterne von fünf möglichen Sternen und empfehle es weiter an Leser, die dem ungewöhnlichen Krimi, mit einer guten Portion Humor versehen, gegenüber aufgeschlossen sind. Am ehesten lässt sich das Buch von seinem Stil her mit einem Roman der ebenfalls wundervollen Autorin Ingrid Noll vergleichen, ich bin sicher ihre Leser werden Bettina Balàka lieben. Ich zumindest habe mich von der ersten bis zur letzten Seite hervorragend unterhalten gefühlt. http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/03/die-prinzessin-von-arborio-von-bettina.html

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  • Liebesroman oder Krimi? Egal, Hauptsache gut!

    Die Prinzessin von Arborio
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    28. March 2016 um 22:23

    Die Zorzi, so wird Elisabetta Zorzi im Allgemeinen genannt, ist eine schwarze Witwe par excellence. Alle drei Ehemänner sind auf sehr rätselhafte Weise ums Leben gekommen, aber erst beim dritten Todesfall schöpft die Polizei überhaupt Verdacht, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Die Zorzi, eine erfolgreiche Restaurantbetreiberin in Wien mit italienischen Wurzeln, will unbedingt Kinder. Dreimal glaubt sie, den richtigen Mann dafür gefunden zu haben, aber schon nach kurzer Zeit des Zusammenlebens erkennt  sie, ich welches Gefängnis sie sich selbst mit ihrer Wahl begeben hat. Also liegt es nahe, sich auch selbst wieder daraus zu befreien und dies geschieht mit höchster Akribie. Präzise erfindet sie die jeweilige Geschichte, wie und wo Ehemann Nr., 1, 2 und 3 verschwunden bzw. einem Unfall zum Opfer gefallen sind. Eine winzige unbedachte Reaktion im Rahmen der polizeilichen Befragungen lässt die Polizei misstrauisch werden und es beginnen intensive Ermittlungen. Dies ist der erste Teil des Romans, der immer wieder eingestreut die Formulierung „Später wird Körber darüber sagen, ….“ enthält. Damit deutet sich bereits eine nicht ganz chronologische Erzählweise an. Körber ist als Kriminalpsychologe in diesen Fall involviert und maßgeblich an der Überführung der Mörderin beteiligt. Erst im dritten Todesfall entstehen überhaupt Verdachtsmomente gegen die Zorzi, die die trauernde Witwe überzeugend darstellt und letztlich über ein winziges Detail ihrer Argumentation stolpert. Erst jetzt entstehen auch Verdachtsmomente hinsichtlich der beiden früheren Todesfälle und man stellt jetzt auch hier Ermittlungen an. Schließlich ist Alfred Körber derjenige, dem die entscheidenden Zweifel an den Darstellungen der Zorzi kommen und gleichzeitig entsteht zwischen den beiden eine so intensive Form der Anziehung, der man sich auch als Leser nicht entziehen kann. Und diese „Beziehung“ endet nicht mit der Verurteilung, nein eigentlich beginnt sie jetzt erst richtig. Es folgen mehrfache Besuche Körbers im Gefängnis, bei denen sich langsam eine Nähe, eine ganz besondere Verbundenheit entwickelt, die in der Mitte des Buches Ihren Höhepunkt erfährt. Ich war gespannt, wohin diese Entwicklung führen würde, war dann aber mehr als überrascht von der Wendung im dritten und letzten Teil. Diese Wendung führt zu einem offenen Ende des Romans, das ich eigentlich bei Büchern nicht sehr schätze. Hier aber war wohl ein anderer Schluss gar nicht vorstellbar und damit auch nicht möglich. Möge sich jeder Leser, jeder Leserin also ihr eigenes Ende vorstellen. Das Buch ist nicht so sehr aufgrund seiner Krimianteile spannend, sondern vielmehr sind es die psychologischen Aspekte der Ereignisse und die Schilderung der Hauptcharaktere mit all ihren Sehnsüchten, Träumen, Hoffnungen, die einen von Seite zu Seite weiter in ihren Bann ziehen. Ist das nun eine Liebesgeschichte mit viel Krimianteilen oder doch eher ein Krimi mit einer gut erdachten Liebesgeschichte? Ich weiß es nicht – und es ist eigentlich auch völlig nebensächlich. Wichtig ist nur, dass dies ein sehr lesenswerter und spannend erzählter Roman ist, den sogar mein Mann als ein außergewöhnliches Buch bezeichnet hat. Frauen sehe ich allerdings als die eigentliche Zielgruppe an und auch auf Grund seines Äußeren wird das Buch diese wahrscheinlich sehr viel häufiger ansprechen.

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