Bettina Bellmont

 4.4 Sterne bei 19 Bewertungen
Autorin von Das Schweigen des Schnees, Kame Nikki und weiteren Büchern.
Autorenbild von Bettina Bellmont (©Bettina Bellmont)

Lebenslauf von Bettina Bellmont

Bettina Bellmont (1990) studierte Germanistik, Publizistik sowie Japanisch und lebt in der Ostschweiz. Neben dem phantastischen Schreiben verdient sie ihre Brötchen als Texterin und freie Journalistin. Sie hat diverse Romane und Kurzgeschichten für Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht: Obwohl sie gerne Genres ausprobiert, ist die Phantastik ihr Steckenpferd.

Botschaft an meine Leser

Geschichten. Punkt. Damit wäre eigentlich schon alles zu mir gesagt. Ich liebe Bücher, Games, Brettspiele – eben alles, was grossartige Geschichten erzählen kann. So kam ich als Kind zum Schreiben und schaffe mir seit über 20 Jahren phantastische Welten. Ob Fantasyautorin oder berufliche Texterin: Die schönsten Momente sind für mich, wenn meine Geschichten auch andere emotional berühren. 


Liebe Lesemäuse, ich wünsche euch viele tolle Stunden mit meinen Büchern und freue mich über eure Nachrichten!

Neue Bücher

Eldradjans Angst

 (3)
Neu erschienen am 19.04.2020 als Taschenbuch bei BoD – Books on Demand.

Alle Bücher von Bettina Bellmont

Cover des Buches Das Schweigen des Schnees9783861962731

Das Schweigen des Schnees

 (10)
Erschienen am 20.11.2013
Cover des Buches Kame Nikki9783861965565

Kame Nikki

 (6)
Erschienen am 10.10.2015
Cover des Buches Eldradjans Angst9783750460874

Eldradjans Angst

 (3)
Erschienen am 19.04.2020

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Bettina Bellmont

Neu
B

Rezension zu "Eldradjans Angst" von Bettina Bellmont

spannender 1. Teil
BuecherDiebinvor einem Tag

Zu aller erst will ich sagen , dass ich das Cover einfach super finde. Diese geheimnisvollen Krähenflügel die Federn verlieren, welche sich auf den Titel legen und dann auf der anderen Seite das geheimnsvolle blaue Pferd, was mit seiner Farbe super zum Titel passt, weil dieser auch blau schwarz gehalten ist. 

Und bei diesem Buch hat der Inhalt der Handlung auch viel mit dem Cover zu tun was besonders cool ist.

Eigentlich wollte Eilynn nach einer tragischen Situation nur ihren Bruder in der nahen Stadt suchen, doch durch einen unglücklichen Zufall wurde sie mit ihm zusammen an den schwarzen Tagen in die Stollen geschickt. Nur Mika kann die beiden noch retten. 

Das Buch hat häufig einen Perspektiven Wechsel, was ich aber nicht schlimm finde, den es hat den verlauf der Handlung und das Lesen des Buches nicht gestört. 

Die Charaktereigenschaften von Eilynn und Mika finde ich klasse. Beide sind für einander da und passen auf den anderen auf. Mika noch mehr. Er würde alles für seine Lynny tun. Selbst sterben...

Ich finde die Autorin hat einen tollen Schreibstil, man kann sich super in die Personen hineinversetzen und ihre Gefühle spüren. die einzelnen Szenen kann man sich super gut vor seinem inneren Auge vorstellen und mitfühlen. 

Neben vielen traurigen Szenen gab es auch ein paar witzige, was mir sehr Imponiert hat.

Das einzige was mich ein bisschen gestört hat, waren die großgeschriebenen Wörter in manchen Sätzen, weil ich sie einfach nicht gewöhnt war. "SIE kammen. ER war hier." Aber dadurch wurde noch einmal Nachdruck verliehen und gegen Ende hatte ich dann auch keine Probleme mehr beim Lesen.  Aber das wirkt auf jeden Leser anders.

Zusammenfassend kann ich euch das Buch nur empfehlen, denn es lohnt sich.


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Rezension zu "Eldradjans Angst" von Bettina Bellmont

Ein Held ist einer, der tut, was er kann. Die anderen tun es nicht.
G3forc3vor 3 Tagen

Ich habe ein Neues Lese/Buch Highlight und die ist Eldradjans Angst von Bettina Bellmont das Buch ist der hammer und wenn einmal anfängt, kann man nur schwer aufhören zu lesen, denn die Reise die Mika auf sich nimmt um seine Eilynn zu retten ist wundervoll und spannend.


Die Geschichte hat von beginn an etwas ansich, was einen fesselnd in den Bann zieht. Das Abenteuer, bekommen wir leser aus der Sicht von Lynny Mika und weiteren Charaktern erzählt, sodass wir das Abenteuer auch aus anderer Perspektive sehen und verstehen können. 


Was mir auch sehr gefallen hat sind die beschreibungen nicht nur die der Protagonisten sondern auch von der Umgebung vor allem aber hat mir die beschreibung von der Schattenwelt gefallen. 


Die Charakter sind wundervoll und mit Liebe gefüllt. Mein Herz geht hier an Mika er ist einfach zum dahinschmelzen und all das, was man sich als Frau wünscht/erträumt ^^ Mika ist kein Draufgänger ganz im gegenteil er riskiert sein Leben um das von seiner Schwester und dessen Bruder zu retten. Und während er dies versucht, verändert sich etwas an ihm und plötzlich hat er Fähigkeiten die ihm hilfreich sein können. ^^ 


Eilynn ist wundervoll und man kann und muss sie einfach ins Herz schließen. Sie sorgt sich sehr um ihre Lieben als um sich selbst.


Die Gefühle und Handlungen der Charakter sind nachvollziehbar und ihre Handlungen kann man verstehen. Die Gefühle die hier hoch kommen sind greifbar und passen wundervoll in die Geschichte. 


Der Schreibstil von Bettina ist super und ich liebe diesen, er lässt sich locker flockig lesen und bevor man sich versieht ist das Buch auch schon wieder zu ende oder soll ich sagen am Anfang eines neues Abenteuers und einem Krieg auf Leben und Tod Licht gegen Dunkelheit und Hass und Liebe?! Ich bin schon jetzt auf Band 2 gespannt, da ich unbedingt wissen muss was als nächstes passiert und wie es mit Mika und Lynny weitergeht. Ich liebe die beiden. ^^ 


Von mir bekommt Bettina für ihr Buch Eldradjans Angst die volle Punktzahl und eine KLARE LESEEMPFEHLUNG also kauft das Buch und begleitet Mika auf eine spannende Reise


Nun wünsche ich euch viel spaß beim lesen und bleibt gesund

Kommentare: 1
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Rezension zu "Eldradjans Angst" von Bettina Bellmont

Wundervolle Geschichte mit schönem Schreibstil
Elena_Hupfeldvor 4 Tagen

Zuerst wundert man sich etwas über die ausgefallenen Namen der verschiedenen Protagonisten, hat man die Hintergründe & Charaktere aber erstmal kennen gelernt gibt es kein Halten mehr. Relativ schnell hat man einen Überblick!

Ich finde die Namen, die Schreibweise & vor allem den Ideenreichtum der Autorin wundervoll & habe die Geschichte nicht aus der Hand legen können.

Es ist alles bildlich beschrieben, die Protagonisten sind sehr liebenswert, bis auf die Bösen natürlich. ;) die Geschichte liefert etwas fürs Herz, Spannung & für Tierliebhaber ist auch etwas dabei.

Das Cover hält was es verspricht & hinter diesem verbirgt sich ein wundervolle ideenreiche Geschichte!

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Eldradjans Angstundefined

Begib dich mit Eilynn und der Leserunde von "Eldradjans Angst" auf eine abenteuerliche Reise, um den Schattenfürsten zu besiegen. Dafür verlose ich 20 E-Books im Wunschformat (kein Taschenbuch!).

Sammle ausserdem vom 1. bis 14. Juni Schattenfragmente und nimm so an der Verlosung von tollen Goodies teil. Bist du dabei und stellst dich der Schatten-Challenge?

Wer bist du? Was liebst du? Für was stehst du ein? Und vor was hast du Angst?

Die Frage «Wer bist du?» ist nicht immer einfach zu beantworten. Wer kann schon von sich behaupten, sich ganz genau zu kennen? Das muss auch Eilynn erfahren, als sich ihre Welt von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellt – und nichts mehr so ist, wie sie geglaubt hat.

Begib dich mit Eilynn und der Leserunde zu Eldradjans Angst auf eine abenteuerliche Reise, um den Schattenfürsten zu besiegen. Gemeinsam stellen wir uns der Schatten-Challenge! Diese findet vom 1. Juni bis 14. Juni 2020 statt. Dabei kannst du Aufgaben erfüllen und somit Schattenfragmente sammeln, die am Ende in den Lostopf für einige besondere Geschenke kommen. Wie die Challenge genau funktioniert, erfährst du im Beitrag «FAQ Schatten-Challenge». Du kannst auch später noch an der Leserunde teilnehmen, allerdings ist die Verlosung der Geschenke dann schon vorbei.

Für die Leserunde verlose ich rund zwanzig E-Books «Eldradjans Angst» im Wunschformat (kein Taschenbuch).


KLAPPENTEXT

Der Krieg gegen den Schattenfürsten ist verloren. Seither werden alle fünf Jahre Hundertelf in die Stollen verschleppt. Hier bauen die Gefangenen ein seltenes Metall ab, das den Fürsten unbesiegbar machen könnte.

Als Eilynn und James in die Stollen geraten, kann nur noch Mika seine Geschwister retten. Ist er tatsächlich Eldradjan - der Retter, von dem die Eloif singen?

Genre: Fantasy
Seiten: 316
 Erster Band einer Dilogie. Band 2 erscheint Ende 2020.

Hier gehts zum Buchtrailer!

Auszug aus der ersten Rezi: «Ich wurde alle paar Seiten erneut überrascht und konnte bis zur letzten Seite nicht ahnen, wie es enden sollte - das auch zum Glück nur vorerst, denn ein 2. Teil wurde am Ende versprochen. Ich bin begeistert von der Geschichte, von dem Schreibstil und der Erzählweise. Von der ersten Seite an spannend und mitreißend. Ein Epos, bei dem ich mich auf den 2. Teil wahnsinnig freue. Absolute Kaufempfehlung!» (Annemarie Muschik)

Und hier kannst du die ersten Seiten probelesen.


Und so bewirbst du dich: 

Erzähl uns, welches deine Lieblingsgruselgeschichte ist und warum du sie so magst. Vergiss auch nicht, dein Wunschformat für das E-Book anzugeben. Bitte denk daran, dass der intensive Austausch untereinander zum Erlebnis der Leserunde beiträgt. Wenn du keine Zeit für die Leserunde hast, wäre das schade, wenn du dich trotzdem bewirbst und so vielleicht jemanden blockierst, der sehr gerne mitgemacht hätte.

Übrigens: Alle Kindle Unlimited-Abonnenten bekommen das Buch noch bis Ende Juni auch kostenlos. Wer das Buch schon hat, ist gerne eingeladen, an der Leserunde und der Schatten-Challenge mitzumachen.

 

759 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  G3forc3vor 37 Minuten

Wenn nicht Mika wer sonst?! ^^

Cover des Buches Kame Nikkiundefined

Eine Schildkröte hat es nicht leicht. Erst recht nicht, wenn sie noch dazu ein japanischer Seegeist ist.

Eine Lovelybooks-Leserunde und eine beiläufige Idee von Goldkindchen Seelensplitter war der Auslöser für mich, Mizuumi - unserem liebsten Seegeist aus Das Schweigen des Schnees - eine Vorgeschichte zu schreiben. Dabei wurde aus dem Spin-Off ein kleines Shortbook voller kleiner Episoden, die poetisch und voller Wehmut von Mizuumis Zeit im Teich erzählen.

Für die Leserunde von Kame Nikki - Tagebuch einer Schildkröte verlose ich 10x ein eBook (nur EPUB)

Beantworte folgende Frage, um an der Leserunde teilnehmen zu können: Magst du Schildkröten? Und wenn ja, warum?

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Lust auf gemeinsamen Leseabend?

Da das Shortbook als Abendlektüre, die man gut in einem Rutsch lesen kann, gedacht ist, macht es Sinn, das Buch auch gleich zusammen an einem Abend zu lesen. DAS IST ABER NICHT PFLICHT! Wer aber gerne zusammen in Mizuumis Welt eintauchen möchte, kann dies am Leseabend am Freitag, 11. Dezember, ab 19 Uhr hier in der Leserunde tun. Ich werde auch dabei sein und Fragen beantworten und/oder mitschwelgen :) Unter allen Teilnehmern des Leseabends verlose ich ein Goodiepaket mit Taschenspiegel und Buchtasche.

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Keine Sorge! Kame Nikki kann man auch lesen, ohne dass man Das Schweigen des Schnees kennt. Hier mal ein erster Eindruck:

Klappentext:

"Etwas Ungewöhnliches weckte ihn. Ein Geräusch, das er seit Ewigkeiten nicht mehr gehört hatte. Jemand war da, irgendwo weit oben über der Wasseroberfläche, und weinte.”

Frei sein. Nur frei sein, den Teich verlassen und den Wind an seinen Wangen spüren, das Rauschen der Wälder hören und für einmal die Weite des Meeres mit eigenen Augen sehen. Mehr wünscht sich der namenlose Seegeist nicht. Bis er auf eines jener Wesen trifft, die an den Ufern des Teichs ihre Feste feiern: ein Menschenmädchen.

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Wer mehr zum Buch wissen möchte: Zeitgleich mit der Leserunde-Ausschreibung startet die Blogtour zu Kame Nikki, bei dem es neben Büchern auch Goodies zu gewinnen gibt. Hier findet ihr den Tourfahrplan.

Ich freu mich auf eure Eindrücke und wünsche jetzt schon viel Spass mit Kame Nikki - Tagebuch einer Schildkröte!


 

 

 

102 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Traubenbaervor 4 Jahren
:-)

In wenigen Tagen ist es soweit: Kame Nikki - Tagebuch einer Schildkröte, das erste Shortbook zu meiner Asa Monogatari-Reihe, erscheint als Taschenbuch und eBook.

Shortbook? Warum das denn?

Ja, angeregt von einer beiläufigen Bemerkung bei der letzten Leserunde von "Das Schweigen des Schnees" entstand die Idee, dem Seegeist Mizuumi eine Vorgeschichte zu schenken, die mehr umfasst als einige Hundert Jahre trostlosem Grübeln im Teich. Und es sollte ein Shortbook werden: 1) damit man es in einem Rutsch durchlesen und somit noch mehr in die Geschichte eintauchen kann und 2) als Experiment für mich als Autorin, denn Kame Nikki wurde in einer einzigen Woche geschrieben.

Kann ich es denn lesen, ohne "Das Schweigen des Schnees" zu kennen?

Genau dafür ist Kame Nikki gedacht: als kurzer, appetitlicher Einstieg für Neulinge. Aber auch als Rückkehr und süsse Versuchung für alle, die die lange Wartezeit bis Band 2 einfach nicht mehr ertragen. Zugegeben: Die Rahmengeschichte orientiert sich an einer einzigen Szene aus "Das Schweigen des Schnees" - dieses Mal aus Mizuumis Sicht. Aber auch ohne diese Szene zu kennen, kann man der Hauptgeschichte problemlos folgen.

Wird es eine Leserunde geben?

Unbedingt! Ohne Leserunde gäbe es Kame Nikki ja überhaupt nicht. Wer weiß, was sonst noch alles entstehen kann? :) Allerdings werde ich noch warten, bis der ganze Buchmessen-Trubel vorbei ist, damit die Leserunde dann in Ruhe starten kann.

So: Jetzt aber genug gequatscht. Kommen wir zum eigentlichen Grund dieses Beitrags. Da wieder mal Warten - bis zur Leserunde bzw. zur Veröffentlichung am 10. Oktober - angesagt ist, dachte ich mir, ich versüsse euch die Wartezeit ein wenig mit dieser Leseprobe. Und für alle unter euch, die "Schweigen" bereits kennen: Na? An welcher Szene orientiert sich Kame Nikki wohl?

Leseprobe: Kame Nikki - Tagebuch einer Schildkröte

Der Teich

Etwas Ungewöhnliches weckte ihn. Ein Geräusch, das er seit Ewigkeiten nicht mehr gehört hatte. Jemand war da, irgendwo weit oben über der Wasseroberfläche, und weinte. Hellhörig geworden, spitzte er seine Ohren und blickte durch die wogenden Halme der Algen hinauf ins Sonnenlicht, welches sich auf dem auf dem Wasser brach und die Düsternis des Teichs in hellen, goldenen Streifen erleuchtete. Glitzernd trieben seine eigenen Luftblasen an seinem Gesichtsfeld vorbei und stiegen taumelnd dorthin, woher das Weinen kam. Er lauschte dem stummen Gesang der Fische, dem Treiben der Strömungen um die glatten, runden Steine auf dem Grund und dem leisen Plätschern des Flusslaufes, der unter den Kirschbäumen in seinen Teich mündete. Nichts Ungewöhnliches. Nichts, was er nicht erwartet hätte. Und doch war da ganz leise dieses Weinen. Je mehr und mehr er darauf achtete, desto deutlicher wurde es. Sollte er nachsehen?


Er wusste nicht, wie viel Ewigkeit bereits vergangen war, seit er das letzte Mal die Stelle verlassen hatte, an der er normalerweise vor sich hin dämmerte. Hier zwischen zwei Steinen hatte er einen wunderbar feuchten, von weichem Schlamm bedeckten Schlafplatz gefunden, an den nur selten etwas Licht gelangte. Obwohl er der Eintönigkeit seiner Behausung längst überdrüssig war, wagte er es nun nicht mehr, sie zu verlassen. Was, wenn er beim Erforschen des Teiches entdeckte, dass sich in Tat und Wahrheit doch nichts geändert hatte? Das alles noch an seinem Platz war und im Grunde nichts – aber auch überhaupt nichts – geschehen war, obwohl die Zeit oben an der Oberfläche so rasend schnell verging wie das kurze Leben einer Kaulquappe? Besser, er blieb hier und träumte davon, was geschehen könnte, was sich verändern könnte. In seinen einsamen Gedanken hatte er die Welt gesehen. Bäume, soweit das Auge reichte. Inseln voller Blumen. Tiere, deren Namen er nur von den Erzählungen seiner Mutter kannte. Und immer wieder das Meer. Das weite, klare Meer.
Doch so sehr er sich auch in seinen Schlamm eingrub und das Weinen zu ignorieren versuchte; es hörte einfach nicht auf und er fühlte sich regelrecht zum Lauschen gezwungen. Er, der noch keinen Namen hatte, beschloss schließlich, doch nachzusehen, was hier neben seinem Teich vor sich ging.

***

Am Anfang war er alleine. Es war warm und roch nach Sand und nassen Kieseln. Er mochte den Geruch der Feuchtigkeit. Sie schien ihn willkommen zu heißen, ihn zu locken, doch noch fühlte er sich ganz trocken und wohlig eingehüllt. Dann wechselten auf einmal die Farben auf seinen geschlossenen Lidern von einem dunklen Rot ins helle, goldgelbe Weiß. Verschwammen. Versanken ineinander. Nur rein zufällig bemerkte er, dass er die Augen öffnen konnte. Dahinter spiegelten sich die Lichter, welche er schon auf seinen Lidern entdeckt hatte, auf cremefarbenen Sand. Weil sie ihm gefielen, ging er darauf zu, robbte vorwärts und lernte, dass er den Untergrund mit seinen Beinen und Armen mühelos zur Seite schieben konnte. Dann plötzlich stieß sein Kopf an die Oberfläche. Er spürte den Wind um seine Nase wehen und das warme Gefühl der Sonnenstrahlen kitzelte seine Wangen. Im ersten Moment blendeten sie ihn derart, dass er die Augen instinktiv wieder zukniff, ehe er einen erneuten Versuch startete und die Umgebung um sich betrachtete. Sand, Steine, Blätter. Links neben seinen Füssen konnte er spiegelndes Wasser entdecken, welches nur dann und wann von kreisenden Bewegungen durchbrochen wurde, wenn große Insekten mit langen, schimmernden Flügeln sich kurz auf der Oberfläche niederließen, nur um dann rasch wieder vor den zuschnappenden Mäulern der Fische zu fliehen, die aus der Tiefe herannahten. Das ganze Schauspiel faszinierte ihn und das Wasser schien ihn auf eigenartige Weise vertraut. Es schien ihn zu sich zu rufen.
Doch er war eben erst erwacht und wollte sich etwas mehr umsehen, weshalb er seinen Echsenhals nach rechts drehte, wo ein geschwungener Weg einen Hügel hochführte. Tiefliegende Äste von Kirschbäumen versperrten die Sicht nach oben und weckten seine Neugier. Konnte er es bis dorthin schaffen? Er schaufelte mit den Beinen, doch das Vorwärtskommen bereitete ihm jetzt etwas mehr Mühe. So leicht wollte er nicht aufgeben! Er schaufelte und schaufelte, setzte einen Schritt vor den nächsten und robbte auf seinem Bauch weiter und weiter, bis er unter sich plötzlich statt des Sandes einen härteren und kälteren Untergrund wiederfand. Er sog gierig den frischen Geruch von Gräsern und Kräutern ein, der ihn hier umhüllte. Nun gelang es ihm, die Füße besser auf der Erde abzustoßen, ohne dass diese gleich unter seinem Gewicht nachgab. Munter tapste er los.

 

 

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