Bettina Forst Schwarzwald Süd MM-Wandern

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Inhaltsangabe zu „Schwarzwald Süd MM-Wandern“ von Bettina Forst

Nach ihrem ebenfalls bei uns erschienenen Wanderführer "Schwarzwald Mitte/Nord" (ent)führt Sie unsere Autorin Bettina Forst weiter in den Süden. Ihre Ziele sind der höchste deutsche Gipfel außerhalb der Alpen, die sonnigste Region des Landes, tosende Wasserfälle, idyllische Bachtäler, wilde Schluchten, urige Moore, verwunschene Wälder, herrliche Almen, stattliche Burgen und Schlösser. All das in einem Naturpark von etwa der Größe Mallorcas. Das Buch liefert 36 Touren im Hochschwarzwald mit den Gipfeln des Feldbergs, des Belchen oder Blauen, an den beliebten Freizeitoasen Titisees und Schluchsee, auf den Sonnenterrassen des Hotzenwaldes sowie im Markgräfler Land und im Breisgau.

Ein solider Wanderführer mit zahlreichen Informationen und einer sehr guten Tourenauswahl.

— MrsAmy
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  • Eine Wanderreise in den südlichen Schwarzwald

    Schwarzwald Süd MM-Wandern

    MrsAmy

    02. December 2017 um 06:33

    Der Schwarzwald zählt zu den wohl beliebtesten Wanderregionen Deutschlands. Wer dort Urlaub macht, hattäglich die Qual der (Wege-)Wahl. Eine gute Entscheidungshilfe sind dabei stetsWanderführer, wie etwa jener von Bettina Forst, die den Süden des Schwarzwaldesetwas genauer unter die Lupe nimmt.Erschienen ist der Führer 2012 im Michael Müller Verlag und er bietet insgesamt 36 Touren in vierverschiedenen Schwierigkeitsstufen. Das Format des Führers ist relativlänglich, weshalb er m.E. nicht ganz so gut in der Hand liegt. Dafür aber gibtes zu allen Touren auch einen GPS-Track und die Übersichtskarte im Format 1 :225 000kommt ausklappbar mit Legende daher. Die Karte ist wunderbarübersichtlich und es wurde besonders viel Wert darauf gelegt, dass man gleichauf den ersten Blick die verschiedenen Höhenschichten erkennt. Daneben sindBerge, Städte, Flüsse, Seen und Straßen dergestalt eingezeichnet, dass manrelativ schnell ermitteln kann, wie man am besten zum Ausgangsort derjeweiligen Tour gelangt. Die Wanderungen sind mit Nummern markiert und in ihremVerlauf eingezeichnet; Blau, wenn es sich um Rundtouren und Rot, sofern es sichum Streckenwanderungen handelt.In der vorderen Umschlagsseite finden sich alle Informationen, die es im Hinblick auf die Benutzung desWanderführers zu wissen gilt. Das Schwierigkeitssystem ist hier in vier Stufenunterteilt und reicht entsprechend von einem Stern, besonders leichte Touren,bis hin zu vier Sternen – besonders ausdauernde Touren, die mitunter auchSchwindelfreiheit und Trittsicherheit erfordern. Ein spezielles Kinderzeichenweist daraufhin, dass die Tour nach Einschätzung der Autorin auch für Kinder imbesonderem Maße geeignet ist. Die Wanderungen in diesem Führer sind nochmalsnach den Regionen im Südschwarzwald unterteilt: Rund um Freiburg,Hochschwarzwald, Baar, Wiesental und Markgräfler Land und Hotzenwald. Positiv hervorzuhebenist, dass sich in nahezu jedem dieser Gebiete ein ausgeglichenes Angebot vonleichten bis schweren Touren findet, so dürfte auch für jeden Geschmack etwasdabei sein. Die gerade besprochenen Informationen sind als Inhaltsverzeichnisaufbereitet, dass unter dem Namen der Tour auch die Dauer und Länge ausweist, dieeinzelnen Gebiete sind dabei je einer bestimmten Farbe zugeordnet, welche sichdann auch in der Tourenbeschreibung widerspiegelt.Bevor es mit diesen aber losgeht, findet sich eine recht große Seitenanzahl mit allgemeinenInformationen. Klar zu bemängeln ist ganz allgemein die gewählte Schriftgröße!Etwas größer hätte es doch sein können und auch das Lektorat hätte gut darangetan, den Text nochmals nach Rechtschreibfehlern durchzusehen. Ansonsten istder Schreibstil der Autorin sehr angenehm, auch wenn sie mitunter sehr zuAufzählungen neigt und der Verwendung von zahlreichen beschreibenden Adjektivenpositiv gegenübersteht. So wird der Text dann natürlich auch ausschweifenderund länger. Die Themen, die sich hier finden sind: Wandern im Südschwarzwald, Kurzvorstellungder einzelnen Wanderregionen, Wetter und Wandersaison – wobei hier nochmals,wenn auch zusammengefasst auf die einzelnen Gebiete eingegangen wird, was dochein wenig übertrieben scheint. Weiterhin Ausführungen zur Stein- und Felskundefür Wanderer, der Pflanzenwelt und der Tierwelt. Natürlich gibt es auchHinweise zur Ausrüstung – die Autorin verrät sogar, welche Nahrungsmittel beiihr auf einer Wanderung nie fehlen dürfen(!), weiterhin zur Tourenplanung und–durchführung, Adressen der Touristinfos, Infos zum ÖffentlichenPersonennahverkehr (ÖPNV) und natürlich auch eine Auflistung empfehlenswerterKarten sowie Notfalladressen und –telefonnummern. Insgesamt also eininformatives Rundumsorglos-Paket, mir persönlich aber definitiv viel zu viel.Kurz und kompakt hätte es seinen Sinn und Zweck sicherlich auch erfüllt.Nun aber zu den Tourenbeschreibungen. In einer oberen Zeile, die je nach Gebiet, in einerbestimmten Farbe gehalten ist, steht das Wandergebiet, die Nummer der Tour undihre Schwierigkeit. Es folgen der Tourentitel und einige wenige Zeilen zurEinstimmung. Was sofort auffällt, ist die Länge der Beschreibung, die sichmitunter auch gerne mal auf sechs Seiten ausdehnt – wohl gemerkt in der bereitsbemängelten kleinen Schrift! Ein Infokosten gibt Kurzhinweise zu Länge undDauer, dem Charakter der Tour, der Markierung, Ausrüstung, Verpflegung (hierwerden des Öfteren sogar die Preise von Speisen in den Gaststättenwiedergegeben, was ich sehr unnötig finde) sowie hin & zurück. Schön ist, dassdie Autorin darauf Wert legt, dass man die Touren auch mit dem ÖPNV erreichenkann und dass vor allem bei Streckenwanderungen die Rückkehr zum Ausgangsortrelativ problemlos mit eben diesem möglich ist. Ein Höhen- und Zeitprofil darfin keinem guten Wanderführer fehlen, so auch hier nicht. Es ist in einerschönen Größe gehalten gibt jeweils die Dauer zwischen zwei Wegepunkten an unddas Höhenprofil ist sogar nochmals farblich unterstützt. Die Übersichtskarteist klar gehalten, in ihr sind wiederum die einzelnen Wegepunkte eingezeichnet,ebenso finden sich Aussichtspunkte, Rastplätze und weitere markante Orte.Weitere Wanderwege sind eingezeichnet, was vor allem deswegen schön ist, weilman so über weitere Wegvarianten und –abkürzungen zumindest ein schnelleserstes Bild machen kann. Die Beschreibungen selbst sind gut geschrieben undlassen keine (Orientierungs-)wünsche offen. Die Wegpunkte sind im Text farblichund mit Nummer hervorgehoben. Im Text weist die Autorin stets auf die geradeaktuelle Markierung hin und gibt Hinweise zur Umgebung. Immer wieder findensich zudem Informationskästen, die entweder Freizeittipps für den Wandererbereithalten oder Hintergrundwissen zu verschiedenen Themen. Insgesamt gehtdieser viele Text natürlich zulasten der Bilder, im Durchschnitt gibt es geradeeinmal eines je Tour. Das ist doch arg zu bedauern, da vor allemaussagekräftige Fotografien Lust auf das Gebiet und die einzelnen Wanderungenmachen können.Fazit: Ein solider Wanderführer mit zahlreichen Informationen und einer sehr guten Tourenauswahl. Die Orientierung dürfte mit Hilfe diesem Büchleins auf der jeweiligen Wanderung kein Problem darstellen, aber sollte man definitiv – wenn nötig – seine Lesebrille nicht zu Hause vergessen. Eine größere Schriftart, weniger Text und ausschweifende Informationen insgesamt und dafür mehr Bilder wären wünschenswert gewesen.

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