Bettina Gundermann Lysander

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Inhaltsangabe zu „Lysander“ von Bettina Gundermann

Lysander mag das Licht nicht. Bei seiner Geburt wäre er gerne gestorben, noch bevor seine Mutter versuchte, ihn zu verbrennen. Doch er überlebt, schwer entstellt. Ein Monster, sagen die anderen Kinder im Heim. Riccardo hat seine Mutter an namenlose Mörder verloren; seinen Vater an den Wahnsinn. Er kennt die Häßlichkeit, denn sie sitzt tief in seinem Kopf. Zusammen mit ihm überlebt Lysander auch die Kindheit bis zum Verlassen des Heims. Die neu gewonnene Freiheit macht Lysander Angst. Während Riccardo das Leben gewaltsam in sich aufsaugt, führt Lysander ein Dasein im Verborgenen, erfüllt von seiner Musik und der Melodie des Regens in seinem Kopf. Bis eines Tages Kira auftaucht. Kira, die mit ihrer verschwenderischen Liebe die Leere in Riccardo füllen soll. Die auch in Lysanders Leben ein Leuchten trägt, aber unerreichbar für ihn bleibt. Von seinem einzigen Freund im Stich gelassen, treibt es Lysander zurück in das Dunkel des Waldes, in dem er geboren wurde, in den Dreck der Hinterhöfe – dorthin, wo er nicht mehr Mensch sein muß. Bettina Gundermanns LYSANDER ist ein Roman von schonungsloser Klarheit und magischer Sprachgewalt. Er erzählt von Menschen, die ihren Platz im Leben verloren haben, von der fieberhaften Suche nach Erlösung – und vom verzweifelten Schweigen, das die Erinnerung im Zaum hält, aber zugleich jede menschliche Beziehung erstickt.

Anders, eindringlich, beängstigend.

— Buchperlenblog

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    Lysander

    Buchperlenblog

    04. January 2018 um 10:50

    Wenn Lysander so sehr geschwächt ist von der Hässlichkeit seines Lebens, dann gelingt es ihm nicht, an einen Gewinn zu denken. An einen Freund zu glauben. Wenn eines der Kinder sagt, Lysander, Lysander!, bald zünde ich dich an! Wirst du dann noch hässlicher? Wenn ein neuer Mann eingestellt wird oder eine neue Frau und wenn sie Lysander das erste Mal sehen und sofort auf den Boden schauen, eine Hand vor den Mund schlagen, ein Reflex bloß. Lysander gewöhnt sich nicht an die Hässlichkeit seines Lebens; an manchen Tagen, wenn er den Gewinn vergisst, schlägt er mit Fäusten auf sein Spielbild ein. (S.28) Inhalt Lysander lebt, doch wäre er lieber tot. Seine Mutter wollte ihn nicht, zündete ihn mitten im Wald an, doch er überlebte, tief entstellt, physisch und vor allem auch psychisch. Im Waisenhaus ist er der Außenseiter unter den Außenseitern, der Ungeliebteste unter den Ungeliebten. Er wird schikaniert, er zieht sich in sich zurück, hört eine Melodie in seinem Kopf, summt. Eines Tages lernt er Riccardo kennen, einen ebenfalls seelisch entstellten Menschen, und die beiden werden zu Freunden. Doch die Zeit spielt gegen sie, Erwachsen werden bedeutet auch neue Wege zu gehen, und alte Freunde zu verlieren. Etwas, womit nicht jeder zurecht kommt. Rezension Lysander ist ein eigenwilliges Buch. Auf nur 150 Seiten wird ein schreckliches Leben voll seelischer Qualen dargestellt, eindringlich, Stakkato. Lysander, der entstellte Junge mit der großen musikalischen Gabe, die keiner kennt und keiner schätzt – bis er Riccardo kennenlernt. Ein Leben aus Depressionen, Selbstverletzung, Zwängen. Doch Riccardo findet ein Ventil, lehrt Lysander, was es heißt, Vorfreude zu empfinden, zeigt ihm einen Weg, seine Musik nach draußen zu tragen, verrät ihn. Eine Freundschaft, so zerbrechlich wie Lysanders Seele, eine unerwiderte Liebe, ein Verlangen nach Menschlichkeit und nach dem Mädchen, das dem einzigen Freund gehört. Lysander, Riccardo und Kira. Ein Dreieck aus traurigen Seelen, die die Abgründe der Menschlichkeit kennenlernen mussten. Drei Menschen, die nach einem Ausweg suchen, die immer wieder vom Leben enttäuscht werden. Fazit Ein Buch, das wahrlich unter die Haut geht. Eindringlich, berührend, anders. Womöglich nicht für jeden Leser geeignet, aber derjenige, der sich diesem Buch öffnet, bekommt eine grauenhafte Geschichte, Schmerz und Leid und doch eine Geschichte, die man lange nicht vergessen wird. Bewertung im Detail Idee ★★★★★ ( 5 / 5 ) Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 ) Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 ) Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 ) Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 ) = 4.8 ★★★★★

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