Bettina Klein Ein Jahr in Florida

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Inhaltsangabe zu „Ein Jahr in Florida“ von Bettina Klein

'Miami brodelt. Es ist zwar schon Ende Oktober, aber das Klima gleicht dem des Alfred-Brehm-Hauses in Berlin. Tropen im Tierpark.' Bettina Klein stürzt sich ins Leben zwischen Atlantik und Alligatoren auf den Spuren von Mafia und 'Miami Vice'. Sie begegnet den Sünden von South Beach und findet den Geist von Ernest Hemingway. Ein bezauberndes, ein magisches Buch über ein unvergessliches Jahr in Florida.
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  • Rezension zu "Ein Jahr in Florida" von Bettina Klein

    Ein Jahr in Florida
    annikki

    annikki

    27. October 2012 um 21:30

    Immer wieder wenn ich ein Buch dieser Reihe des Herder Verlags lese muss ich einfach sagen wie begeistert ich von dieser bin und da macht auch dieses Buch keine Ausnahme davon, denn während nun schon langsam der Herbst bei uns einzieht hat mich dieses Buch an den Strand von Miami Beach entführt. Bettina Klein hat einen wunderbaren Schreibstil, mit Witz und Sarkasmus hat sie mich einfach eingefangen und mich mit in ihr Jahr genommen. Dabei schafft es die Autorin geschickt einen fließenden Übergang zwischen den Themen zu finden. Von einer keinen Episode aus ihrem Leben schafft sie spielen den Spagat den Leser in die Geschichte des Landes zu ziehen und das fand ich einfach nur hervorragen. Wenn man mehrere Bücher dieser Reihe liest merkt man schnell wie individuell jedes Buch ist, während andere Autorinnen mehr privates Erzählen ist es bei Bettina Klein eher so das die Episoden aus ihrem Leben in Florida eher klein gehalten sind, dafür aber mehr die Kultur und Geschichte dieses Bundesstaates im Vordergrund steht was sehr informativ war. Was mich dann ein wenig gestört hat war die Tatsache das sich das Buch hauptsächlich mit Miami beschäftigt und der Rest des Bundesstaates vergleichsweise kurz angesprochen wird. Daher finde ich das der Ein Jahr in Miami passender als Titel gewesen wäre. Denn ich habe das Gefühl mehr über diese Stadt zu wissen als über den ganzen Bundesstaat. Aber dies war nicht wirklich negativ sondern einfach ein Punkt der mir aufgefallen ist beim lesen. Alles in allem ist dies wieder ein Buch das ich gerne empfehle für jeden der vielleicht bald Urlaub in Florida macht, oder für die die einfach nur Fernweh haben und in ein anderes Land abtauchen wollen, daher vergebe ich 4 von 5 Büchern.

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  • Rezension zu "Ein Jahr in Florida" von Bettina Klein

    Ein Jahr in Florida
    capkirki

    capkirki

    03. September 2012 um 15:16

    Ich liebe Florida! Seit meinem ersten Urlaub dort, hat mich dieses Fleckchen Erde nicht mehr losgelassen. Ich denke, ich war schon gute 12-15 Mal drüber, wenn möglich jedes Jahr einmal. Für mich fühlt es sich an wie nach Hause kommen. Dort kann ich alles und muss nichts – Erholung pur. Zudem sind die Menschen vor Ort einfach nur nett, das Wetter perfekt, die Möglichkeiten endlos… Cabrio mieten, Dach auf, Radio an und los geht’s. Faule Strandtage am Golf oder am Atlantik, lustige Tage bei Disney, hippe Stunden in Miami Beach, American Football in einem der Stadien oder knallharter Männersport in Daytona… in Florida hat man die große Auswahl und wenn man so gar nichts mit sich anzufangen weiß, Wal-Mart und Publix gehen immer! =) Was soll ich sagen? Bettina Klein fängt „mein“ Florida Feeling einfach wunderbar ein! Sie selbst ist Journalisten und beschließt, für ein Jahr nach Miami zu ziehen – genauer gesagt nach Miami Beach. Von dort berichtet sie über die Menschen, die sie dort trifft, ihre Umzugsodyssen, von der Geschichte des Staates, den Eigenheiten der Stadt, kurz über das Lebensgefühl im Sunshine State. “Versuch mal, hier schlecht draufzukommen! Wenn es nicht die Skyline ist, dann ist es der Himmel. Die Luft oder der Wind. Die Musik oder noch etwas anderes. Irgendwas bringt dich immer wieder nach oben, solltest du einmal in einem schwarzen Loch gelandet sein.”, erzählt ihre Bekannte Barbara Becker, die ja selbst schon seit vielen Jahren in Florida wohnt und sich durchaus bewusst ist, dass dieser kleine Zipfel der USA etwas Besonderes ist. Bettina berichtet in ihrem Buch nicht unbedingt chronologisch von ihrem Jahr, so wie man es vielleicht von den anderen Büchern der Reihe gewöhnt ist. Die Kapitel sind zwar in Monate unterteilt, bei ihr sind es aber eher Episoden, wie zum Beispiel ihre vielen Umzüge. Sie möchte flexibel bleiben, möglichst vielen sehen und erleben, daher möchte sie keine Wohnung für ein ganzes Jahr. Während ihrer Wohnungssuche lernt sie spannende Menschen kennen, mit denen sie ins Gespräch kommt, über die sie berichtet. Oder sie beschreibt die vielen Feste, die vor Ort gefeiert werden und die sie überraschen, ihr teilweise den Schlaf rauben oder sie geradezu aus der Stadt treiben. Als sie den ehemaligen Bürgermeister von Miami zufällig in einer Buchhaltung trifft, erfährt sie interessante Hintergrundinformationen zur Stadt, die sie mit dem Leser teilt und bei denen ich einiges dazulernen konnte. „The Magic City“, wie Miami auch genannt wird, war nicht immer so hip und angesagt wie jetzt, sondern hat so manch dunkle Vergangenheit hinter sich. Am besten gefallen mir jedoch die Abschnitte des Buches, bei denen sie ganz generell über die Leute vor Ort berichtet, über das positive, energiegeladene Lebensgefühl, die lockere, ungezwungene Art, die in Florida nicht Zufall sondern Programm sei und in Deutschland quasi unauffindbar. “Dass man selbstverständlich ins Gespräch kommt, der andere nicht per se als Fremder, sondern als Mitbürger angesehen wird” Sie spricht über die Vielfalt, die Farben, das Klima, die Offenheit der Leute. Klein nennt es “Menschenfreundlichkeit” - “brotherhood of men”. Gelebte. Nicht behauptete. Und sie trifft damit den Nagel auf den Kopf. Es ist das gleiche Gefühl, das ich empfinde, wenn ich das Glück habe, wieder einmal “drüben zu sein” Wenn Klein über das Wetter, die Palmen, den blauen Himmel, die ewig feuchte Wärme und das Meer schreibt, kann man das Salz in der Luft geradezu riechen, die Hitze auf der Haut spüren und den Optimismus und die Lebensfreude erahnen. Sie schimmern durch jede Zeile hindurch und erinnern mich an all die wunderbaren Wochen, die ich bereits in diesem Staat verbringen durfte. Es ist eine andere, eine entspannte Welt, die Klein beschreibt, gleichzeitig aber auch eine Welt voller Energie! “Niemand verwendet im Alltag Energie darauf, andere in ihrer Energie zu bremsen, wie man es in Deutschland nicht selten erlebt. Das Feuer wird einfach weitergegeben. Alle scheinen zu wissen, dass das das große Geheimnis ist. Wenn man in Deutschland nicht als Erstes auf die Mängel, die möglichen Probleme und Gefahren einer Situation verweist, glaubt man, man hätte seine staatbürgerliche Pflicht nicht getan, wenn man nicht erst mal alles schlechtredet. Aber das ist einfach falsch. Es ist einer der Gründe dafür, weshalb in einem der reichsten und sichersten Länder der Erde die Stimmung oft so mies ist.” Und es ist etwas, was man in den USA – hier speziell in Florida – nur selten findet. Sicher gibt es Ausnahmen, aber “in diesem Punkt darf man ruhig verallgemeinern”. Bei all ihrer Begeisterung für das Leben in Florida, fallen ihr aber auch die negativen Seiten auf. Dass sie oft mehr Spanisch als Englisch hört, dass manche Feste ausarten und schon Verbote gefordert werden, dass jemand schief angeschaut wird, wenn er mit einer Debit Card zahlt – also quasi sofort bezahlt und es nicht erst auf seine Kreditkarte nimmt…. und dass Weihnachten bei 30 Grad keinen Spaß macht. Allerdings ist der Schock groß, als sie spontan beschließt, doch über die Festtage nach Hause zu fliegen. Über ihren Ausspruch “Ist euch schon einmal aufgefallen, dass die Bäume VÖLLIG KAHL sind?”, musste ich herzlich lachen. Ja so was kennt man „drüben“ halt nicht. Dort holt man die Blumentöpfe bei 16 Grad rein und feuert den Kamin an. Bettina Klein ist es gelungen, Florida bzw. Miami zwischen zwei Buchdeckel zu pressen. Wenn man nicht schon vorher in den Staat verliebt war, dann ist man das nach dieser Lektüre zumindest ein klein wenig. Ich hätte locker fünf Sterne gegeben, muss aber einen halben bis einen ganzen abziehen, da in dem Buch leider immer wieder mal Wiederholungen auftauchen (teilweise werden ganze Sätze wortwörtlich wiederholt) und mir der Rest von Florida ein wenig zu kurz kommt. Der Golf, der Norden oder die Keys werden nur am Rand gestreift, da hätte ich gern auch mehr über Bettinas Eindrücke erfahren. Aber ansonsten ist „Ein Jahr in Florida“ eine absolute Leseempfehlung für alle, die schon einmal in Florida waren oder mit dem Gedanken spielen, dort hinzureisen.

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  • Rezension zu "Ein Jahr in Florida" von Bettina Klein

    Ein Jahr in Florida
    summer22

    summer22

    26. August 2012 um 17:02

    unterhaltsam und interessant erzählt mit tieferen einblicken in das alltagsleben der stadt Zum Inhalt American way of life im Sunshine State: Bettina Klein startet ins Tropenparadies, studiert den Alltag in der Latin Capital Miami und taucht ein in eine Welt aus Farben, Hitze und Meer. Sie erforscht die verrückte Geschichte von South Beach, wandelt auf den Spuren von „Miami Vice" und genießt wie Hemingway das karibische Lebensgefühl in Key West. Zum Buch Bettina Klein arbeitet als Readakteurin. Sie gibt ihre Wohnung in Deutschland auf und trotz aller Bedenken fliegt sie nach Florida. Gleich nach der Ankunft passiert das erste Missgeschick. Sie kommt nicht in ihre angemietete Wohnung und verbringt die erste Nacht in einem teuren Hotel. Doch gleich am nächsten Tag kann sie ihr Problem lösen und bezieht die Wohnung mit Blick direkt aufs Meer. Doch am ersten Wochenende in Miami ist es mit der Ruhe weit hergeholt und es stehen ein paar Schlaflose laute Nächte an, denn es findet das alljährliche Urban Beach Weekend statt. Ein Festival für Hip Hop, Rap und Reaggae und genau das ist der Grund, warum die festen Bewohner Miamis an diesem Wochenende das Haus nicht verlassen oder gleich ganz aus der Stadt fliehen. Denn überall ist es laut und die Kriminalität steigt rapide an. Die Besucher des Festival kommen aus ganz USA und nach einem Wochenende ist der Spuk wieder vorbei. Bettina mietet sich im Laufe ihres einjährigen Aufenthalt verschiedene Wohnungen an, um flexibel zu sein und immer wieder neues kennen zu lernen. Sie gewährt einen Einblick in die Geschichtes des Landes und der Stadt sowie in die Politik und Umwelt. Starbucks ist der einzige Ort, wo man dank guter Klimaanlage der Tropischen Hitze entfliehen kann und in einem Buchladen trifft sie auf unkonventionelle Art und Weise den ehemaligen Bürgermeister der Stadt und bekommt glatt ein Interview, der ihr spannedne Einblicke in sein Leben gewährt und von den Anfängen sowie dem Wandel der Stadt erzählt und er selbst ist übrigens auch kein unbeschriebenes Blatt. Manche Dinge sind sehr einfach und manche Dinge sehr schwierig. So wird einem ein Einblick in das American Life geboten, besonders die Wohnungssuche gestalltet sich manchmal als sehr Abenteuerlich und sie lernt die verschiedensten Menschen kennen... Meinung Bettina Klein berichtet sehr bildlich von ihren Erfahrungen und Erlebnissen in Florida und gewährt einen interessante und spannende Einblicke in die Geschichte der Stadt und ihrer Menschen. Der Schreibstil ist flüssig und klar und man hat fast das Gefühl, man könnte die tropische Hitze selber spüren. Sie berichtet von ihrem Alltag und den unterschieden. Als Europäer ist man über manche Dinge erstaunt. Politik, Geschichte und Umwelt sind teil ihrer Schilderungen, was das Ganze wirklich interessant gestaltet und einen anderen Blick entstehen lässt, der über das Urlaubsfeeling hinaus geht. Fazit Abwechslungsreich und gut erzählt schildert Bettina Klein ihre Florida Erlebnisse. Ein Buch, dass Einblicke gewährt, die über die Typischen Urlauber Kenntnisse hinaus gehen. Unterhaltsam und teilweise auch Lehrreiche Lektüre, die einem eine andere Sicht auf Florida bietet. 4 von 5 Sternen **

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