Die Unschuld der Kastanienblüten

von Bettina Klusemann 
4,1 Sterne bei11 Bewertungen
Die Unschuld der Kastanienblüten
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Kein literarisches Meisterwerk, auch nicht die gelungenste Liebesgeschichte, aber eine gute Charakterisierung einer Kindheit in den 1950ern.

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Erzählung aus der Nachkriegszeit.

Alle 11 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Unschuld der Kastanienblüten"

Die Kinder Sophie und Hanno finden in der Nachkriegszeit am katholischen Niederrhein zueinander. Hannos Eltern haben Auschwitz überlebt. Noch ist der Geist des Nationalsozialismus überall deutlich spürbar. Die Familien kämpfen gegen Ablehnung und Vorurteile, an denen Hannos Vater zerbricht. Er nimmt sich das Leben. Für Hanno beginnt eine rastlose Zeit des Suchens nach Identität. Als aus der kindlichen Freundschaft Liebe wird, hofft Sophie auf eine gemeinsame glückliche Zeit. Wird Hanno ihr diesen Wunsch erfüllen können? Sophie gibt die Hoffnung nicht auf.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958130845
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:200 Seiten
Verlag:edition oberkassel
Erscheinungsdatum:23.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    abetterways avatar
    abetterwayvor einem Jahr
    Die Unschuld der Kastanienblüten

    Inhalt:
    "Die Kinder Sophie und Hanno finden in der Nachkriegszeit am katholischen Niederrhein zueinander. Hannos Eltern haben Auschwitz überlebt. Noch ist der Geist des Nationalsozialismus überall deutlich spürbar. Die Familien kämpfen gegen Ablehnung und Vorurteile, an denen Hannos Vater zerbricht. Er nimmt sich das Leben. Für Hanno beginnt eine rastlose Zeit des Suchens nach Identität. Als aus der kindlichen Freundschaft Liebe wird, hofft Sophie auf eine gemeinsame glückliche Zeit. Wird Hanno ihr diesen Wunsch erfüllen können? Sophie gibt die Hoffnung nicht auf."

    Meinung:
    Beide Kinder sind unterschiedlich aufgewachsen. Für Sophie kann man es als Kulturschock bezeichnen was im Krieg passiert ist und Hanno kann irgendwie damit leben...
    Ich finde die Autorin hat eine gut Geschichte geschrieben welche sehr interessant ist wenn man sich für die 50er Jahre und die Geshcichte nach dem 2. Weltkrieg interessiert. Der Schreibstil ist großteils flüssig und git nachzuvollziehen. Die Kurze Kapitel machen es leicht das geschehene zu verarbeiten.

    Fazit:
    Ein Buch welches einem die Zeit des und nach dem 2. Weltkrieg aus einer anderen Sciht näher bringt.

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    Fortis avatar
    Fortivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kein literarisches Meisterwerk, auch nicht die gelungenste Liebesgeschichte, aber eine gute Charakterisierung einer Kindheit in den 1950ern.
    Kindsein im Nachkriegsdeutschland

    Mit der aufgeweckten Ich-Erzählerin Sophie erlebt der Leser eine Kindheit kurz nach Kriegsende. Die evangelische Sophie und der jüdische Hanno lernen sich 1952 als Grundschüler kennen, als Hanno mit seinen Eltern in das kleine Örtchen in der Nähe von Düsseldorf zieht. Episodenhaft wird die kindliche Erfahrung in der jungen Bundesrepublik beschrieben. Die Zeit ist geprägt von Ressentiments und Schweigen über die Vergangenheit. Sophie will das so nicht hinnehmen und erfährt von ihren eigenen und auch von Hannos Eltern durch konsequentes Nachfragen immer mehr über den Holocaust.

    Ca. zwei Drittel des Buches beschreiben das Jahr 1952, in dem sich die beiden Kinder kennen lernen und nach kurzer Zeit schon wieder verlieren. Die beiden finden im Jugend- und Erwachsenenalter immer wieder zusammen, bevor es dann wieder auseinander geht. Dieses Hin und Her über mehrere Jahrzehnte hinweg, wird in meinen Augen etwas zu kurz im letzten Drittel des Buches abgehandelt. So kurz, dass der Rest vom Leben etwas zu kurz kommt - es dreht sich zumindest auf Sophies Seite alles nur um diese Beziehung.

    Kein literarisches Meisterwerk, auch nicht die gelungenste Liebesgeschichte, aber eine interessante Charakterisierung einer Kindheit in den 1950er Jahren.

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    Carmen_Mayers avatar
    Carmen_Mayervor einem Jahr
    Absolut lesenswert!

    Dieses Buch ist so unglaublich gut geschrieben, dass ich einfach nur begeistert darüber urteilen kann. Der Autorin ist es auf unnachahmliche Weise gelungen, nicht nur die Geschichte der Sophie über mehrere Jahre hinweg reifen, sondern auch im gleichen Maße die Protagonistin wachsen zu lassen. Sie schreibt anfangs sehr feinfühlig aus der Sicht und in der Art eines kleinen Mädchens, und lässt ihre Protagonistin mit ihrer Schreib- und Sichtweise im weiteren Verlauf erwachsen werden.
    Absolut gelungen!

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Erzählung aus der Nachkriegszeit.
    Erzählung aus der Nachkriegszeit

    Klapptext:
    Die Kinder Sophie und Hanno finden in der Nachkriegszeit am katholischen Niederrhein zueinander. Hannos Eltern haben Auschwitz überlebt. Noch ist der Geist des Nationalsozialismus überall deutlich spürbar. Die Familien kämpfen gegen Ablehnung und Vorurteile, an denen Hannos Vater zerbricht. Er nimmt sich das Leben. Für Hanno beginnt eine rastlose Zeit des Suchens nach Identität. Als aus der kindlichen Freundschaft Liebe wird, hofft Sophie auf eine gemeinsame glückliche Zeit. Wird Hanno ihr diesen Wunsch erfüllen können? Sophie gibt die Hoffnung nicht auf.

    Wir lesen hier eine Geschichte von zwei Menschen aus der Nachkriegszeit.Es geht um Sophie und Hanno.Erzählt wird diese aus der Sicht von Sophie.
    Mich hat das Buch von Anfang an sehr beeindruckt.Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Man kommt mit dem Lesen sehr gut voran.Die Seiten fliegen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen möchte man gar nicht mehr aufhören.
    Die Protoganisten wurden uns sehr gut beschrieben und ich konnte Sie mir bildlich gut vorstellen.Durch die sehr guten Recherchen der Autorin erhalten wir viele Informationen und Wissenswertes über die schwere Zeit nach dem Krieg.Die Menschen hatten zu kämpfen mit Not,Hunger,Elend,Krankheiten und Judenhass.Speziell auf das Thema "Juden " geht die Autorin besonders ein und versucht es uns nahe zu bringen.Sehr realistisch und authentisch erzählt Sie uns wie dieses Menschen teilweise abwertend ,grausam und brutal behandelt wurden.Und dies auch noch nachdem der Krieg beendet war.Das hat mich tief bewegt und sehr berührt.Gut gefallen hat mir,wie die Autorin die Entwicklung und Beziehung zwischen Hanno und Sophie beschreibt.Geprägt von unterschiedlicher Herkunft,war diese nicht immer leicht.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich wurde in eine Zeit verführt die sehr schwer war.Es war interessant darüber zu lesen und ich wurde zum Nachdenken angeregt.Für geschichtsinteressierte Leser ist diese Lektüre sehr zu empfehlen.

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    camilla1303s avatar
    camilla1303vor einem Jahr
    Nähe und Distanz in der Nachkriegszeit

    Der Roman „Die Unschuld der Kastanienblüten“ von Bettina Klusemann ist 2017 im edition oberkassel Verlag erschienen und erzählt die Geschichte von Hanno und Sophie, die in der Nachkriegszeit zueinander finden.

    Hannos Eltern haben Auschwitz überlebt. Vorurteile der anderen Familien und weiterhin weitverbreiteter Antisemitismus bringen Hannos Vater dazu, sich in den Selbstmord zu stürzen. Sophie wurde christlich erzogen. Die beiden hätten nicht unterschiedlicher aufwachsen können, doch finden sie eine Verbindung zueinander. Hanno scheint nie wirklich anzukommen und nirgendwo daheim zu sein, Sophie lässt ihn immer wieder ziehen und man kann kaum in Worte fassen, was das Gefühl ist, das sie immer wieder auf Hanno warten lässt.  Während die Kindheit und Jugend der beiden rückblickend sehr gut nachgezeichnet wurde, fehlt mir im Leben der erwachsenen Sophie ein wenig Hintergrundinformation. Warum kann sie sich nicht von Hanno lösen? Was kettet sie an ihn?

    Auf authentische Weise schafft es Bettina Klusemann in diesem Roman die Geschichte zweier junger Menschen in der Nachkriegszeit zu erzählen, ohne dabei das Schweigen der Menschen über die Kriegsgräuel und das Verdrängen der Nazizeit auszulassen. Beim Lesen von „Die Unschuld der Kastanienblüten“ lernt der Leser viel über die Nachkriegszeit und über das, das nie richtig aufgearbeitet wurde. Jedoch fehlt mir an der Geschichte von Hanno und Sophie zusätzliches Wissen, um das Ganze abzurunden. Ein paar zusätzliche Seiten hätten dem Buch dabei sicher nicht geschadet.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein beeindruckendes Bild der Nachkriegsjahre!
    Das Erbe der Eltern

    „...Im Halbschlaf lösten sich Schatten aus der Dunkelheit. Meine Mutter winkte mir zu. Komm, schien sie zu sagen, ich nehme dich an die Hand und wir gehen noch einmal den Weg, den wir damals gegangen sind...“

    Eine junge Frau reist 1972 beruflich nach Paris. Doch innerlich hofft sie, dort Hanno wiederzusehen, den Freund ihrer Jugend. Sie sieht ihn zwar, aber zu einer Begegnung kommt es nicht. Am Abend fallen die Sätze, die ich zu Beginn zitiert habe.

    Dann wechselt die Geschichte ins Jahr 1945. Sophie ist drei Jahre und erlebt das Kriegsende in einem Dorf bei Görlitz. 1948 holt sie die Mutter an den Niederrhein, wo der Vater auf die Familie wartet. Dort verlebt sie ihre Kindheit. Dann aber zieht eine neue Familie in den Ort.

    Die Autorin hat in ihrem Buch zwei unterschiedliche Lebensbilder miteinander verknüpft. Sie zeichnet gleichzeitig ein vielschichtiges Bild der Nachkriegszeit. Die Geschichte lässt sich gut lesen und regt zum Nachdenken an.

    Das Geschehen wird von Sophie erzählt. Die Begegnung mit Hanno wird ihr ganzes Leben prägen. Sie will nicht ohne ihn sein. Aber die Gräben, die sie trennen, sind tief. Hanno ist Jude. Seine Eltern haben die Hölle von Auschwitz überlebt. Doch diese Zeit überschattet ihr zukünftiges Leben. Hanno selbst hat diese Jahre in England bei einer Tante verbracht.

    Der Schriftstil des Buches ist ausgefeilt. Das braucht es bei dem Thema auch. In der Schule trifft Hanno auf eine Lehrerin, die noch nicht in der neuen Zeit angekommen ist. Anfangs verletzt sie den Jungen mit brutalen Worten, später sind es subtile Stiche, die Wunden hinterlassen. Für mich unverständlich war das lange Schweigen der Erwachsenen. Schuldgefühle werden verdrängt. Währenddessen wächst eine sanfte Zuneigung zwischen Sophie und Hanno. Aber die Vergangenheit stellt sich immer wieder zwischen sie. Einige Bewohner lassen Hannos Familie ihre Abneigung spüren, andererseits macht der Hass von Hannos Vater auch vor den Kindern nicht Halt. Einer der stilistischen und inhaltlichen Höhepunkte ist der Brief von Ursel. Sie war in Berlin die Freundin von Sophies Mutter – und Jüdin. Ihren Eltern war es gelungen, mit dem Kind nach Chile auszuwandern. Als Arzt konnte sich ihr Vater dort ein neues Leben aufbauen. Der Brief ist vielschichtig. Hier wird in wenigen Zeilen wiedergegeben, wie es sich anfühlt, wenn man die Heimat unfreiwillig verlassen muss und immer wieder Todesnachrichten von Angehörigen bekommt.

    Hanno und Sophie kommen mir im Verlaufe der Geschichte immer mehr als Getriebene vor. In Hanno steckt eine Rastlosigkeit, die ihn keine Ruhe finden lässt. Selbst bei seiner Arbeit als Arzt fragt er sich, ob er die Entscheidungen, die er fällen muss, fällen kann. Das Bild des KZ-Arztes wird ihn sein Leben lang begleiten. Er kennt ihn aus den Gesprächen der Eltern, die eigentlich nicht für ihn bestimmt waren. Bei Sophie sieht die Situation anders aus. Sie hat in Berlin Arbeit und Heimat gefunden. Allerdings ist sie nicht bindungsfähig. Für sie gibt es nur Hanno. Sie kann sich nicht von ihm lösen, auch wenn sie tausende Kilometer trennen.

    Was mich betroffen gemacht hat, sind die Widersprüche, die in der Nachkriegszeit offen zutage treten. Sophies Oma öffnet den Flüchtlingen aus dem Osten Haus und Keller. Am Niederrhein erlebt Sophie, dass die Hausbesitzerin mit kleinen Schikanen die Familie ihre Abneigung spüren lässt. Die offene Feindseligkeit der katholischen Bevölkerung gegenüber den evangelischen Ankömmlingen ist für mich nicht nachvollziehbar. Sie überschattet Sophies Kindheit, denn oft spürt sie, dass sie nicht dazu gehört. Das Kriegsende hat in den Köpfen nur wenig geändert. Man ist zwar entnazifiziert, doch in vielen regiert noch der alte Geist.

    Das gelbe Cover mit der einzelnen Kastanienblüte weckt Interesse. Diese Kastanienblüte zieht sich an vielen Stellen als Bild der Beständigkeit, aber auch der Veränderung – je nach Sichtweise – durch die Handlung.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin versteht es, darzustellen, wie sehr erlebte Verletzungen nicht nur das Leben des Verletzten, sondern unter Umständen auch das der folgenden Generation prägen.

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    Mrs. Dalloways avatar
    Mrs. Dallowayvor einem Jahr
    Die Nachkriegszeit aus Kindersicht


    Sehr realitätsnah und ungeschminkt erzählt Bettina Klusemann die Geschichte von Sophie und Hanno, die nach dem 2. Weltkrieg zueinander finden und doch immer wieder getrennt werden.


    Das Thema 2. Weltkrieg/Nachkriegszeit/Wirtschaftswunder der 50er Jahre hat mich schon immer sehr interessiert, weshalb ich auch den Roman sehr fesselnd fand. Die Kapitel sind relativ kurz und ständig passiert irgendwas. Im letzte Teil zieht es sich ein wenig in die Länge, aber sonst lässt sich die Geschichte flüssig lesen.


    Die Kinder, eins christlich, das andere jüdisch, sind natürlich völlig unterschiedliche aufgewachsen und haben doch sehr viel gemeinsam. Für Sophie ist es sehr hart zu erfahren was im Krieg wirklich passiert ist. Für den Leser ist das sehr spannend, da man darüber ansonsten nicht so viel liest. Es geht sonst eher um die Zeit bis 1945.


    Wer den Film "Das Labyrinth des Schweigens" mochte, der wird auch dieses Buch mögen. 4 von 5 möglichen Sternen für eine authentische, solide Nachkriegsgeschichte über zwei junge Menschen.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Begegnungen im Nachkriegsdeutschland, die den Ressentiments nicht standhalten
    Begegnen und wieder verlassen - zwei Menschen im Nachkriegsdeutschland

    Bettina Klusemann schildert in ihrem Buch die deutsche Nachkriegszeit. Vor allem schildert sie das Schweigen und Verdrängen der Nazi-Gräuel sowie den nach wie vor verbreiteten Antisemitismus der Menschen.

    Zwei Kinder, die aus Sachsen geflüchtete Sophia und der Jude Hanno, begegnen einander in der Schule. Anders als in den meisten Familien erhält Sophia viele ihrer Fragen zu Hitler beantwortet.

    Die beiden werden älter und ihre Lebenswege berühren einander und trennen sich wieder. Hanno führt das unstete Leben eines "Wanderjuden" und reißt Sophia, die eine recht ungesunde Obsession zu ihm entwickelt hat, mit in seinen persönlichen Abgrund. 

    Meine Meinung:

    Die Schilderung der Kriegs- und Nachkriegsumgebung ist der Autorin gut gelungen. Besonders die Situation von Hannos jüdischer Familie sowie die Grausamkeit der Schulkinder Hanno gegenüber, ist glaubwürdig dargestellt.

    Die kindliche bzw. jugendliche Sophie kann ich auch noch verstehen. Aber, dass sich sie sich als Erwachsene in diese Abhängigkeit von Hanno begibt, versteh' ich nicht ganz. Sie kreist wie ein Trabant um Hanno. Der tut und lässt, was ihm gerade gefällt. Nicht alles kann man mit seinen Erlebnissen in der Nazizeit entschuldigen.

    Warum sich Sophie beinahe schon pathologisch an Hanno hängt, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar. Hier hätte ich mir persönlich noch ein paar erklärende Seiten gewünscht.  Daher nur drei Sterne.

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    Gartenfee007s avatar
    Gartenfee007vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch beschreibt eine verworrenen Liebe zwischen Hanno und Sophia.
    Die Kastanienblüten

    Darum geht es (Klappentext):

    Die Kinder Sophie und Hanno finden in der Nachkriegszeit am katholischen Niederrhein zueinander. Hannos Eltern haben Auschwitz überlebt. Noch ist der Geist des Nationalsozialismus überall deutlich spürbar. Die Familien kämpfen gegen Ablehnung und Vorurteile, an denen Hannos Vater zerbricht. Er nimmt sich das Leben. Für Hanno beginnt eine rastlose Zeit des Suchens nach Identität. Als aus der kindlichen Freundschaft Liebe wird, hofft Sophie auf eine gemeinsame glückliche Zeit. Wird Hanno ihr diesen Wunsch erfüllen können? Sophie gibt die Hoffnung nicht auf.

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil hat mir eigentlich ganz gut gefallen, nur das Ende ging mir etwas zu schnell. Sophie und Hanno wurden gut beschrieben, wie auch die anderen Personen. Das Leben nach dem Krieg war schwer für alle und das konnte die Autorin gut rüber bringen. Mir fehlte es aber an "Ausschmückungen", da das Buch sehr schnell beendet wurde.

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    mondes avatar
    mondevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nichts ist vergessen. Vorurteile, die Kinder der Nachkriegsjahre und Hanno, der jüdische Junge …
    Nachkriegsjahre fressen die Unschuld

    Die Sicht eines Kindes, verbunden mit der Lebensrückblende der Erwachsenen ist der Autorin ohne rührselige und falsche Sentimentalitäten geglückt. Eingebettet in den Blick nach gestern kommen das Kind und seine damaligen Freunde, diese Kinder der Nachkriegszeit mit scharfem Blick auf die jeweiligen Lebensumstände und dem Blick auf diesen ‚komischen‘ Jungen, dem Hanno, dem Judenjungen. Lakonisch und mit einer verblüffenden Authenzität tauche ich als Leser in die Gedanken der jungen Sophie ein, fühle ihre Annäherung zu Hanno, an ihre gemeinsame Nähe und Distanz. Vorurteile der Familien aus der Umgebung treiben Hannos Vater in den Suizid. Das Fortziehen und Neu-Wieder-Begegnen - die Suche nach einer gemeinsamen Liebe in Berlin, während die selbst auferlegte Last des ewigen Juden Hanno zum rastlosen Sucher macht.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    bettys avatar
    Der Roman behandelt das Schicksal eines jüdischen Jungen, der in der Nachkriegszeit am Niederrhein aufwächst.



    abetterways avatar
    Letzter Beitrag von  abetterwayvor einem Jahr
    Es tut mir leid das die Rezi erst jetzt kommt. Hier ist sie: https://www.lovelybooks.de/autor/Bettina-Klusemann/Die-Unschuld-der-Kastanienbl%C3%BCten-1411091356-w/rezension/1504524485/ Vielen Dank das ich das Buch lesen durfte. Für mich war der Inhalt sehr interessant. Die Rezi erscheint auchnoch auf Amazon udn Thalia.
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