Bettina Lausen Die Reformatorin von Köln

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Inhaltsangabe zu „Die Reformatorin von Köln“ von Bettina Lausen

Mit dem Kauf eines Ablassbriefes glaubt Brauerstochter Jonata, ihren toten Bruder vor dem Fegefeuer retten zu können. Doch als sie Martinus Luther kennenlernt, begreift sie: Allein der Glaube kann vor den Höllenqualen bewahren. Beseelt von dieser Idee will sie Luthers Schriften in Köln verbreiten – und macht sich mächtige Feinde, die das um jeden Preis verhindern wollen ...

Lutherschriften, Ablasshandel, Inquisition. Reformationgeschichte aus der Sicht einer tapferen und mutigen Frau, die um ihr Glück kämpft

— makama
makama

Historischer Hintergrund mit Liebesgeschichte

— angelaeszet
angelaeszet

Für Personen, die gerne historische Romane lesen, ist dies auf jeden Fall eine Kaufempfehlung.

— winterdream
winterdream

Eine junge Kölnerin setzt sich über Konventionen hinweg und steht zu ihren Grundsätzen!

— tardy
tardy

Luther-Schriften werden in Köln verbreitet - und die Inquisition ist nicht fern. Eine emanzipierte junge Frau steht zu ihren Überzeugungen.

— Mary2
Mary2

Eine junge Frau setzt sich für die Reformation ein - spannend erzählt!

— mabuerele
mabuerele

Die Gedanken Martin Luthers in eine spannende Romanhandlung verpackt, die im historischen Köln vor ca 500 Jahren spielt.

— lieberlesen21
lieberlesen21

Reformation aus der Sicht einer Frau

— anke3006
anke3006

Ein kölsches Mädchen mit eigenem Kopf ist Jonata. Wird sie sich behaupten können? Unterhaltsam & spannend, wenn auch stellenweise unlogisch.

— TochterAlice
TochterAlice

spannender historischer Roman über Luther und seine Reformation

— Vampir989
Vampir989

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1096
  • Eine starke Frau zur Zeit Luthers

    Die Reformatorin von Köln
    makama

    makama

    28. August 2017 um 15:55

    Jonata ist eine starke Frau. Nach dem Tod ihres Bruders Lucas muss sie ihrem Vater in der Braurerei helfen. Um den jungen Mann vor dem Fegefeuer zu retten, kaufen sie Ablassbriefe.....Doch Jonata ist verunsichert --- reichen die sieben Jahre, die so ein Ablassbrief gewährt.Auf einer Dienstreise im Aufrag des Vaters, lernt die junge Frau Luther und seine Thesen kennen und ist sofort überzeugt....Wieder in Köln versucht sie alles, um diese Schriften auch dort bekannt zu machen und gerät dabei in die Fänge der Inquistion und bringt sich und andere in Gefahr, u.a. den jungen Drucker Simon von Werden.Die beiden jungen Leute haben sich verliebt und diese Liebe steht unter keinem guten Stern......denn Jonata, die einmal die Brauerei übernehmen wird, soll mit einem Brauer verheiratet werden. Einen Mann, den Jonata veranscheut.Auch Simon hat Probleme, er hat vor kurzem die Druckerei seines "Ziehvaters" übernommen..... und erfahren, dass er nicht der leibliche Sohn ist. Außerdem erhebt Bruder Nickell Anspruch auf das Erbe.Werden Jonata und Simon ihr Glück finden????Fazit und Meinung:Bettina Lausen hat einen spannenden Roman geschrieben, der die Zeit Luthers gut wiederspiegelt.Ihre Protagonistin ist eine starke und eigenwillige Frau, die weiß was sie will und ihr Glück und ihre Zukunft in beide Hände nimmt, allen Widerständen zum Trotz.Mir hat dieses Buch gut gefallen und ich vergebe gute 4 Sterne für dieses Buch und eine Leseempfehlung für alle Liebhaber dieses Genres

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  • Schöne Kombination aus historischem Einblick und Liebesgeschichte

    Die Reformatorin von Köln
    angelaeszet

    angelaeszet

    23. July 2017 um 18:57

     

  • Buchverlosung zu "Die Reformatorin von Köln" von Bettina Lausen

    Die Reformatorin von Köln
    BettinaLausen

    BettinaLausen

    Urlaubszeit ist Lesezeit! Daher verlose ich zwei Bücher meines aktuellen historischen Romans "Die Reformatorin von Köln".Köln/Wittenberg 1518: Mit dem Kauf eines Ablassbriefes glaubt Brauerstochter Jonata, ihren toten Bruder vor dem Fegefeuer retten zu können. Doch als sie Martinus Luther kennenlernt, begreift sie: Allein der Glaube kann vor den Höllenqualen bewahren. Beseelt von dieser Idee will sie Luthers Schriften in Köln verbreiten – und macht sich mächtige Feinde, die das um jeden Preis verhindern wollen ...Wenn Ihr eins der Bücher gewinnen möchtet, dann schreibt, warum Ihr gerne historische Romane lest.Sommerliche GrüßeBettina Lausen

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  • Historie und noch viel mehr

    Die Reformatorin von Köln
    Streiflicht

    Streiflicht

    21. May 2017 um 12:17

    Dieses Buch bietet einerseits Historie in Reinform, andererseits aber noch viel, viel mehr. Es ist spannend, packend, schön und liebevoll, authentisch und gut zu lesen. Das Buch bietet eine gelungene Mischung aus historischem Roman, Krimi und Liebesroman. Hintergrund ist die Zeit Luthers, der vor 500 Jahren die Anfänge der Reformationsbewegung auslöste. Grund waren unter anderem die Ablassbriefe, mit denen die katholische Kirche viel Geld machte. Sie versprach ihren Gläubigen, mit diesen Schriftstücken könnten sie sich und ihre Lieben vor dem Fegefeuer bewahren. Doch langsam kamen bei der Bevölkerung Zweifel auf, ob das wirklich so sein kann und Luthers Werk tat sein übriges.... In ihrem Buch ist es der Autorin Bettina Lausen hervorragend gelungen, perfekt recherchierte Geschichte so in Romanform zu bringen, dass man die geschichtlichen Hintergründe gerne liest und die Zusammenhänge leicht versteht. So hätte ich mir Geschichtsunterricht in der Schule gewünscht! Ein tolles Buch! Die Figuren sind sehr authentisch und detaillreich beschrieben, sodass man gerne mitreisen und mitfühlen mag. Hauptfigur ist Jonata, eine tapfere junge Frau, die nach dem Tod ihres Bruders recht alleine dasteht und sich gegen ihren Vater nicht gut behaupten kann. Als sie auch noch verheiratet werden soll, weiß sie nicht mehr ein noch aus. Die Lehre Luthers scheint ihr sehr aufschlussreich und wahr zu sein und sie setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Menschen davon erfahren. Doch das ist hochgefährlich, denn die Inquisition in Form ihres eigenen Bruders lauert schon... Ein wunderbarer Roman, der vieles über die deutsche Geschichte und Luther erzählt und gleichzeitig gut unterhält!

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  • Guter historischer Roman

    Die Reformatorin von Köln
    winterdream

    winterdream

    10. May 2017 um 09:58

    Inhalt/Klappentext: Mit dem Kauf eines Ablassbriefes glaubt Brauerstochter Jonata, ihren toten Bruder vor dem Fegefeuer retten zu können. Doch als sie Martinus Luther kennenlernt, begreift sie: Allein der Glaube kann vor den Höllenqualen bewahren. Beseelt von dieser Idee will sie Luthers Schriften in Köln verbreiten – und macht sich mächtige Feinde, die das um jeden Preis verhindern wollen... Cover: Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Es passt gut zu einem historischen Roman, auch wenn es eher allgemein gehalten ist und nicht genau auf das Buch abgestimmt. Mein Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich konnte es schnell und flüssig lesen. Der Schreibstil war sehr eingängig und leicht zu lesen. Die Story an sich fand ich auch sehr interessant und ich fand das Buch an keiner Stelle langweilig. In die Charaktere und das Zeitgeschehen konnte ich mich sehr gut hineinversetzen und man war selbst mitten in der Geschichte dabei. Für Personen, die gerne historische Romane lesen, ist dies auf jeden Fall eine Kaufempfehlung. Wie alle Bücher aus dem emons Verlag hat mir dieses auch wieder sehr gut gefallen. Ich vergebe hier gerne 5 von 5 Punkten.

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  • Die Reformatorin von Köln

    Die Reformatorin von Köln
    tardy

    tardy

    04. May 2017 um 10:31

    Der Roman von Bettina Lausen setzt sich mit der Geschichte einer jungen Frau, die zu Zeiten der Reformation in Köln lebt, auseinander. Jonata hat gerade erst ihren geliebten Bruder Lucas verloren und macht sich Gedanken, ob die gekauften Ablassbriefe ihn wirklich vor dem Fegefeuer bewahren. Als sie in einem persönlichen Gespräch von den Thesen Luthers erfährt, der Seelenheil allein durch den Glauben und die Gnade Gottes verspricht, zweifelt sie an der Wirksamkeit dieser Briefe und stellt die Kirche in Frage. Jonata soll auch, da es keinen weiteren, verfügbaren, männlichen Erben gibt, die Brauerei des Vaters weiterführen, aber als Ehefrau eines Brauers. Leider hat der Vater den widerlichen, alten Sebalt im Sinn, vor dem es ihr nur graust. Der zweite Bruder Jonatas, Enderlin, lebt im Kloster und soll die Inquisition vertreten. Er ist ihr schnell auf den Fersen, denn Jonata versucht mit Hilfe des jungen Druckers Simon die Thesen Martin Luthers unters Volk zu bringen.Das Buch ist sehr gut geschrieben und recherchiert, es vermittelt Geschichte, ohne zu langweilen. Der Leser erhält einen tiefen Einblick in die Zeit um Martin Luther. Die großen Ängste der einfachen Leute, die absichtlich von der Kirche geschürt wurden, um die breite Masse klein und gefügig zu halten und natürlich um kräftig damit zu verdienen. Als Luther mit seinen Thesen kommt, wird er als Ketzer hingestellt und die, die es ihm gleichtun, werden verfolgt. Die damalige Rolle der Frauen, die alles andere als einfach war, wird sehr gut gezeigt und hat mich mehr als einmal froh gemacht, dass ich nicht zu dieser Zeit leben musste. Die Autorin schreibt sehr detailliert und so bildhaft, dass man sich als Leser gut in die Charaktere hineinversetzen konnte und mit ihnen gebangt und gezittert hat. Der interessante Einblick in das damalige Leben, in die Arbeit der Drucker und Brauer, die Macht der Kirche, die Ohnmacht der Bevölkerung, all dies wird im Buch sehr authentisch und glaubwürdig beschrieben. Die täglichen Kämpfe Jonatas mit ihrem Vater und den Konventionen, die kleinen Schwindeleien, die ihr das Leben erträglicher machen, zeigen, wie mutig diese junge Frau, trotz aller Widrigkeiten, ihren Weg gegangen ist. Nur das Ende kam etwas zu schnell und wirkte etwas unausgegoren, es wollte nicht so recht zum ganzen Buch passen. Deshalb gibt es von mir auch "nur" vier Sterne, aber doch eine Leseempfehlung an alle, die sich für Geschichte begeistern.

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  • Rezension zu "Die Reformatorin von Köln" von Bettina Lausen

    Die Reformatorin von Köln
    dorli

    dorli

    27. April 2017 um 13:03

    In ihrem historischen Roman „Die Reformatorin von Köln“ entführt Bettina Lausen den Leser in das 16. Jahrhundert nach Köln. Die Autorin erzählt sehr anschaulich von den spannenden Erlebnissen der 17-jährigen Brauerstochter Jonata von Menden zu Beginn der Reformation und lässt diesen Roman damit zu einer interessanten, kurzweiligen Zeitreise werden.Am Anfang des 16. Jahrhunderts war die Angst vor dem Fegefeuer sehr groß, der Ablasshandel blühte. In seinen 95 Thesen kritisierte Martin Luther u.a. den Verkauf von Ablassbriefen und spaltet damit die Bevölkerung.Jonata hat einen Ablassbrief für ihren toten Bruder Lucas gekauft. Aber sie hat Zweifel, ob sie ihn damit vor dem Fegefeuer bewahren kann. Auf einer Geschäftsreise nach Sachsen lernt sie Luther und sein Gedankengut kennen und ist fest entschlossen, dessen Lehre - dass allein durch einen festen Glauben und rechte Buße Gott dem Menschen die Sünden erlassen werde - in Köln zu verbreiten…Für den Drucker Simon von Werden bricht eine Welt zusammen – sein Vater ist gestorben und bei der Testamentseröffnung erfährt er, dass dieser gar nicht sein leiblicher Vater gewesen ist. Neben der Enttäuschung, sein Leben lang belogen worden zu sein, ist besonders die Angst, die Druckerei und damit seine Existenzgrundlage zu verlieren, sehr groß, denn sein jüngerer Bruder Nickell streckt seine Finger nach dem Erbe aus…Jonatas Bruder Enderlin ist im Kloster aufgewachsen und neuerdings für die Inquisition tätig. Er hat den Auftrag, Druckereien und Märkte zu besuchen und die Verbreitung von Ketzerschriften zu stoppen. Eine Aufgabe, die Enderlin sehr ernst nimmt…Der fesselnde Erzählstil von Bettina Lausen hat mich sofort in das Geschehen hineingezogen. Mit ihren detailreichen Beschreibungen und ausführlichen Schilderungen hat die Autorin ein interessantes Bild des damaligen Kölns geschaffen. Schnell war ich mittendrin in einer Welt aus Glaube, Aberglaube, Habgier und Missgunst und habe gespannt das Miteinander und Gegeneinander der Akteure verfolgt.Bettina Lausen beschreibt alle Figuren durchweg bunt und facettenreich. Jeder Einzelne spielt die ihm zugedachte Rolle ausgezeichnet und selbst kleine Nebenfiguren wirken überzeugend. Es hat mir großen Spaß gemacht, die zahlreichen sehr unterschiedlichen Menschen kennenzulernen und sie durch diese für sie aufregende und manchmal auch sehr gefährliche Zeit zu begleiten. „Die Reformatorin von Köln“ hat mir, einmal abgesehen von dem etwas überhasteten Schuss, sehr gut gefallen. Der Roman lässt sich angenehm flott lesen und hat mir nicht nur spannende, unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern mir zudem interessante Einblicke in das Drucker- und Brauerhandwerk im 16. Jahrhundert ermöglicht.

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  • Spannender Roman um eine emanzipierte junge Frau im historischen Köln

    Die Reformatorin von Köln
    Mary2

    Mary2

    25. April 2017 um 22:41

    In diesem historischen Roman zur Zeit Martin Luthers erleben wir, wie die 95 Thesen und weitere Schriften Luthers ihre Verbreitung in Köln finden. Die faszinierende Lehre, dass die Ablassbriefe nicht erforderlich für das Seelenheil sind, findet offene Ohren. Stattdessen werden die Gläubigen zu guten Werken aufgefordert.   Jonata ist begeistert von diesen Ansichten, macht sie sich doch große Sorgen um das Wohl ihres plötzlich verstorbenen Bruders. Auf Geschäftsreise begegnet sie Luther persönlich und setzt alles daran, seine Lehre in ihrer Heimatstadt Köln bekanntzumachen. Die Schriften stehen allerdings auf dem Index und der Dominikaner-Orden geht streng gegen alle Verstöße vor: Drucken und Verbreiten der Texte sind bei schwerer Strafe verboten. Jonatas  Bruder Enderlin gehört diesem Orden an und ist mit der Durchführung der Inquisition beauftragt. Der junge Drucker Simon ist bereit, heimlich Luther-Schriften zu drucken.Aus dieser Konstellation entspinnt sich eine Kombination aus historischem und Familienroman.  Die Geschichte wird abwechselnd aus drei Perspektiven erzählt: Der Leser nimmt Anteil am Alltag der 17-jährigen Jonata, Tochter eines wohlhabenden Brauers. Mit einer außergewöhnlich guten Bildung ausgestattet, führt sie ein relativ emanzipiertes Leben, sieht aber einer unerwünschten, arrangierten Heirat entgegen. Durch den plötzlichen Tod des Brauerei-Erben wird Jonata in die Geschäfte eingeführt. Weiterhin gewinnt der Leser Einsichten in das Drucker-Handwerk aus Sicht des jungen Druckerei-Erben Simon, der sich in einer Erbauseinandersetzung mit seinem Halbbruder befindet. Die dritte Perspektive nimmt der Ordensmann Enderlin, Jonatas Bruder, ein, der uns die Sichtweise der Amtskirche im 16. Jahrhundert näherbringt. Durch das Arrangement aller drei Sichtweisen gelingt es, ein plastisches Bild der Stadt Köln zur Reformationszeit zu zeichnen. Viel Wert wurde auf die realistische Darstellung des Drucker-Handwerks und die historischen Gegebenheiten gelegt. Die Sprache ist sehr gefällig und jederzeit gut zu lesen, das Erzähltempo so gewählt, dass der Spannungsbogen nicht abreißt. Die Perspektivwechsel sind so arrangiert, dass jeder Handlungsstrang für sich spannend bleibt. Die Thematik ist ansprechend: Die Reformation findet ihren Weg nach Köln und ausgerechnet eine junge Frau tut sich bei der Verbreitung lutherischer Schriften hervor. Auch der Leser gewinnt gründliche Kenntnisse über den Ablasshandel dieser Zeit, seine Befürworter und ihre Beweggründe. Demgegenüber stehen die Ansichten Martin Luthers, der sich vom Angst einflößenden Gottesbild verabschiedet hat. Darüber hinaus verbreitet er seine Lehre auch in deutscher Sprache – einmalig damals, ist doch sonst die Kirchensprache Latein. Die Darstellung der Zeit und des theologischen Konflikts sind besondere Stärken dieses Romans und zeigen eine gründliche Recherche. Einige Wendungen des Romans und besonders der Schluss wirken jedoch konstruiert. Die Ereignisse überschlagen sich und nicht alle Fragestellungen des Romans finden ihre Auflösung. Der Roman hat meine volle Lese-Empfehlung und spricht sicher alle Freunde historischer Romane an. Im Lutherjahr leistet er außerdem noch einen Beitrag zum Verständnis der damaligen Zeit. Ich bewerte mit 4,5 Sternen (die aufgerundet werden). Auf eine Fortsetzung – auch zur Klärung offener Fragen – darf der Leser gespannt sein.

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  • Spannende Romanhandlung zur Reformation vor ca 500 Jahren

    Die Reformatorin von Köln
    lieberlesen21

    lieberlesen21

    22. April 2017 um 18:24

    Genau passend im Lutherjahr 2017 erschien der historische Roman „Die Reformatorin von Köln“ von Bettina Lausen. Das Gedankengut von Martin Luther wird in Romanform verpackt und in eine spannende Handlung eingebettet dem Leser nahe gebracht. ******************************************************************* Handlungsort ist das Köln vor ca 500 Jahren, das von der katholischen Kirche beherrscht wird, heißt die Menschen haben Angst und sind so den Machenschaften der Kirche ausgeliefert. Eine der Protagonisten ist Jonata, Tochter eines Bierbrauers. Diese kommt mit den lutherischen Gedankengut in Berührung und ist sehr angetan davor, da sie sich um „Weiterleben“ ihres verstorbenen Bruders Lucas sorgt, der laut den Lehren der Kirche im Fegefeuer brennt. ****************************************************************** Dieser Roman basiert auf historischen Tatsachen und veranschaulicht das Leben im Mittelalter sehr plastisch. Der Leser kann sich gut in die Figuren hineinversetzen und ihrer Gedanken verstehen. Vorallem das Aufkommen der Reformation durch Luther wird sehr gut beschreiben und damit auch die Ängste der neuen Anhänger. Die Macht der Kirche wird sehr gut beschrieben und auch wie sie versuchte die Bevölkerung dumm zu halten, indem die Messen in Latein gefeiert wurden, das die meisten nicht verstanden. Auch Lesen und Schreiben können war ein Privileg, sodass viele gar nicht nachlesen konnten, was ihnen gepredigt wurde ******************************************************************** Bei mir flogen die Seiten beim Lesen nur so dahin, da der Roman in einem sehr flüssigen Stil geschrieben wurde. Alle, die sich für diese Zeit vor ca 500 Jahren interessieren, sollten diesen Roman lesen, er rückt nicht nur die Machenschaften der Kirche ins Licht, sondern entführt auch in eine mittelalterliche Stadt und ihr Alltagsleben. ********************************************************************** Nur der Schluss gefiel mir nicht so gut, es ging schnell und war für mich nicht stimmig! Deshalb nur 4 von 5 Sternen.

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  • Leserunde zu "Die Reformatorin von Köln" von Bettina Lausen

    Die Reformatorin von Köln
    BettinaLausen

    BettinaLausen

    Du liest gerne historische Romane und die Zeit Luthers interessiert dich? Dann bist du in der Leserunde zu „Die Reformatorin von Köln" genau richtig! Der Emons Verlag stellt 15 Freiexemplare zur Verfügung. Wenn du eines davon haben möchtet, dann bewirb dich hier und erzähle mir, warum du gerne historische Romane liest.Bewerbungsfrist: Sonntag, 19. März 2017, 24:00 UhrBeginn der Leserunde: Dienstag, 28. März 2017Köln/ Wittenberg 1518: »Lucas ist im Fegefeuer!« Mit dem Kauf eines Ablassbriefes glaubt Brauerstochter Jonata, ihrem verstorbenen Bruder Rettung zu bringen – bis sie in Wittenberg Martinus Luther kennenlernt und erfährt, dass die überteuerten Zettel nutzlos sind. Sie begreift: Allein der Glaube kann vor den Höllenqualen bewahren. Beseelt von dieser Idee will sie Luthers Schriften in ihrer Heimatstadt Köln verbreiten und bekommt dabei Unterstützung von dem attraktiven Drucker Simon von Werden. Doch als ihr die Inquisition auf den Fersen ist, bringt sie sich und ihn in Lebensgefahr ...Weitere Informationen zum Buch und zu mir gibt es auf meiner Homepage: www.bettinalausen.deIch freue mich auf einen intensiven Austausch mit euch!HerzlichBettina LausenDie Reformatorin von KölnHistorischer RomanBettina LausenEmons Verlag, 447 Seiten ISBN 978-3-7408-0062-8

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    • 330
  • Eine junge Frau und Luthers Schriften

    Die Reformatorin von Köln
    mabuerele

    mabuerele

    18. April 2017 um 21:30

    „...Mein Leben liegt in Scherben seit Martins Tod. Ich suche nach einem Anker, der mich zurück in einen sicheren Hafen zieht...“ In Köln steht die Brauerstochter Jonata am Sarg ihres Bruders Lucas. Er wurde tot im Rhein gefunden. Damit ist auch der Erbe für die Brauerei tot. Jonata und ihr Vater kaufen einen Ablassbrief für Lucas. Der Drucker Martin ist verstorben. Im Testament vermacht er Simon Haus und Druckerei, betont aber gleichzeitig, dass Simon nicht sein leiblicher Sohn ist. Nickell, jüngerer Bruder von Simon und Martins Sohn, will gegen das Testament vorgehen. Enderlein, ebenfalls ein Bruder von Jonata, lebt im Kloster. Er erhält den Auftrag, das Drucken der Schriften Luthers zu verhindern. Das sind drei kurze Episoden, die die Autorin in einem spannenden historischen Roman zu einer komplexen Handlung zusammenfügt. Das Buch lässt sich zügig lesen. Es ist die Zeit der Reformation. Als Jonata zu Geschäftsverhandlungen über den Kauf von Hopfen nach Sachsen geschickt wird, erzählt ihr der Buchführer Matthias auf der Reise von Luther. Sie verlängert die Reise um ein paar Tage und lernt Luther kennen. In Köln will sie seine Schriften drucken lassen und vertreiben. Damit aber begibt sie sich in Lebensgefahr. Der Schriftstil ist abwechslungsreich. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Jonata ist eine selbstbewusste junge Frau. Sie kann lesen, kennt sich in der Brauerei aus und nutzt ihre freie Zeit und ihre Möglichkeiten, um den Agnes im Waisenhaus mit Nahrung und praktischer Hilfe unter die Arme zu greifen.Ihr Vater hatte ihr zugestanden, dass sie ihren zukünftigen Ehemann selbst aussuchen kann. Doch Lucas` Tod und die Einmischung von Enderlein ändern die Situation grundlegend. Enderlein ist strenggläubig und hofft auf schnelle Aufstiegschancen im Kloster. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Simons innerer Zustand wird durch obiges Zitat sehr gut beschrieben. Seine Mutter verweigert ihm Auskunft darüber, wer sein leiblicher Vater ist. Gleichzeitig kommt Nickell sehr widersprüchlich rüber. Einerseits legt er Wert auf die Druckerei, andererseits hat er die Arbeit nicht erfunden. Nicht nur Köln, auch die Reisen der Protagonisten werden detailliert beschrieben. Geschickt nutzt die Autorin das Handeln von Jonata, um mir als Leser das Druckerhandwerk und das Brauen verständlich dazulegen. Beim Brauen muss Jonata helfen, beim Drucken will sie selbst mit Hand anlegen und braucht dazu eine Einweisung. Informativ fand ich, dass in Köln die Universität darüber wachte, was gedruckt werden durfte. Heute würde man sagen, es musste eine Lizenz für jede einzelne Schrift beantragt werden. Zu den sprachlichen und inhaltlichen Höhepunkten gehört das Gespräch zwischen Jonata und Luther. Jonata macht sich Sorgen um ihren Bruder Lucas. Luther nimmt sich Zeit für ihre Fragen darüber, was den Bruder vorm Fegefeuer bewahren kann. Er verweist auf Gottes Gnade. Gut gefallen hat mir, dass es Zeit brauchte, bis sich Jonata an die neuen Gedanken gewöhnte. Sie nutzt jede Gelegenheit, nachzufragen, wenn sie etwas nicht versteht. Außerdem erwirbt sie die Schriften Luthers und studiert sie. Das Cover mit dem Blick auf Köln und dem zweigeteilten Himmel in Licht und Dunkel passt zum Thema. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte wurde fesselnd erzählt und logisch zu Ende geführt.

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    • 4
  • Jonata und Luther

    Die Reformatorin von Köln
    anke3006

    anke3006

    17. April 2017 um 18:26

    Mit dem Kauf eines Ablassbriefes glaubt Brauerstochter Jonata, ihren toten Bruder vor dem Fegefeuer retten zu können. Doch als sie Martinus Luther kennenlernt, begreift sie: Allein der Glaube kann vor den Höllenqualen bewahren. Beseelt von dieser Idee will sie Luthers Schriften in Köln verbreiten – und macht sich mächtige Feinde, die das um jeden Preis verhindern wollen ... Bettina Lausen hat hier einen wirklich guten historischen Roman geschrieben. Es geht um Reformation, um den Glauben an sich, die Stellung der Frau zur damaligen Zeit und ein bisschen Liebe ist auch dabei. Die Autorin hat gut recherchiert und die Zeit steigt vor dem geistigen Auge des Lesers auf. Man hat das Gefühl Jonata bei ihrer Reise zu begleiten. Die Intrigen der Geistlichen direkt mitzuerleben. Der Schreibstil ist berührend. Und das Thema passt natürlich perfekt in das Jahr 2017. Ich bin neugierig auf weitere Roman von Bettina Lausen.

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  • Ketzerische Schriften und die Inquistion in Köln - spannend und interessant zu lesen

    Die Reformatorin von Köln
    schafswolke

    schafswolke

    15. April 2017 um 20:13

    Nach dem Tod ihres Bruders Lukas hat Jonata Angst das er im Fegefeuer unendliche Qualen erleiden muss. Doch als ihr die Worte Luthers zu Ohren kommen, regen sich bei ihr leise Zweifel. Sollten die Ablassbriefe der Kirche gar umsonst sein?Luthers Thesen sind in jener Zeit gefährlich und so begibt sich Jonata in Gefahr und auch alle anderen die sich mit ketzerischen Schriften befassen.Durch Lukas Tod kommen auch neue Probleme auf Jonatas Familie zu, denn Lukas sollte eines Tages die Brauerei des Vaters übernehmen? Wird sich ihr Vater an sein Versprechen halten und Jonata bei der Wahl des Ehemanns ein Mitspracherecht einräumen?Auch der junge Simon hat es nicht leicht, denn er erbt die Druckerei seines Vater und auf einmal sieht seine abgesicherte Zukunft gar nicht mehr so rosig aus.Der Schreibstil von Bettina Lausen hat mir gut gefallen. Die Geschichte war interessant, aber nicht trocken und wurde abwechselnd aus der Sicht von Jonata, Enderlin und Simon erzählt.Einen großen Raum neben der Kirche nimmt auch die Beschreibung des Druckerhandwerks ein, dass fand ich recht interessant. Dazu stellt sich die Frage "War Lukas Tod wirklich ein Unfall? Oder steckt womöglich mehr dahinter?"Für die "Reformatorin von Köln" gibt es von mir 4 Sterne.

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  • Die Reformatorin von Köln

    Die Reformatorin von Köln
    werderaner

    werderaner

    15. April 2017 um 17:27

    Als der Brüder von Brauerstochter Jonata unerklärlicherweise stirbt gerät ihr Leben aus den Fugen. Plötzlich drängt der Vater zur standesgemäßen Heirat um den Fortbestand der Brauerei zu sichern. Jonata wehrt sich dagegen aber hat sie erfolg?Auf einer Handelsreise lernt sie Martinus Luther un Seine thesen kennen. War der Ablassbrief den sie und ihr Vater für den Bruder erworben haben etwa nicht das Papier wehrt? Sie druckt zusammen mit den Drucker Simon Luthers Schriften nach und bringt sie unters Volk. Dadurch bringt sie sich in Gefahr den die Inquisition ist hinter den Ketzerschriften her.Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und man erfährt einiges über den Buchdruck in der Zeit. Außerdem wird klar wie die Kirche gegen vermeintliche Kritik und anders denkende vorgeht.Lediglich das ende war für meinen Geschmack etwas unglaubwürdig.Für alle Historisch interessierten erteile eine absolute Leseempfehlung!!

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