Marlene Dietrich hat ihre große Zeit schon hinter sich, als sie auf der Durchreise nach Warschau im Jahr 1964 in Ost-Berlin Station macht. Der Weltstar, der sich im zweiten Weltkrieg auf Seiten der Alliierten und gegen den Faschismus engagiert hat, ist finanziell nicht mehr auf Rosen gebettet. Willy Brand, regierender Bürgermeister von Berlin, hat den Wunsch geäußert, Marlene zu sehen. Was kann er von ihr wollen?
Ich mochte die Geschichte sehr, sie wird gut erzählt und ist mit einigen Bildern unterlegt, die zu der Story passen. Wer sich für einen Weltstar auf dem absteigenden Ast ( Marlene ), einen Mann, der sich mit seiner Heimat erst noch versöhnen muss ( Willy Brand), für dessen treuen Vasall ( Egon Bahr) und den verhassten Spitzbart ( Walter Ulbricht) interessiert und darüber hinaus in das Schicksal der geteilten Stadt Berlin noch einmal eintauchen möchte, ist hier richtig gut aufgehoben.
Die geteilte Stadt und der Weltstar



