Ich hab mir den Film gegönnt: Es gibt Bücher und Filme, die bleiben in Erinnerung. Tannöd gehört für mich (neben z. B. Shutters Island) dazu. Ich mag es, wenn es ein Ende kein 'Happy end' vorzeigen kann. Ich mag es, wenn ich danach noch ewig darüber nachdenken kann, warum etwas geschah.
In Tannöd springt die Erzählung von der Gegenwart immer wieder in eine 2 Jahre zurückliegende Vergangenheit. Eine Dorf, das auf furchtbare Weise zusammenhält, Menschen, die grausam sind und kalt, eine Liebesgeschichte, die keine ist. Und zwei Jahre später funkt es unter neuen Umständen zwischen zwei anderen Menschen wieder.
Ob diese Liebe Erfüllung findet? Darüber plaudere ich hier nicht.
Besonders stark fand ich das Ende. Zwei Menschen wenden dem Dorf ihren Rücken zu. Einer vor 2 Jahren: schreiend und auf der Flucht. Eine in der Gegenwart, und auch dieser Weggang ist kein schöner.
Bedrückende Szenarien. Sehenswerter Film.
Sehenswert!


