Bettina Obrecht Opferland

(20)

Lovelybooks Bewertung

  • 17 Bibliotheken
  • 5 Follower
  • 1 Leser
  • 9 Rezensionen
(13)
(5)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Opferland“ von Bettina Obrecht

Wenn die Schule zur Hölle wird ... Jahrelang wurde Cedric gemobbt, mehrere Schulwechsel hat er hinter sich. Doch jetzt besucht er eine entfernte Stadtschule, hier kennt ihn niemand, hier scheint ein Neuanfang möglich. Dafür nimmt Cedric sogar die Trennung von seiner Familie in Kauf. Doch als der Schul- Liebling Lars ihn zum Spaß »Opfer« nennt, brennen bei Cedric die Sicherungen durch und die Vergangenheit holt ihn ein - gnadenlos. Nur die zurückhaltende Sinja hält noch zu ihm. Werden die beiden es schaffen, dem »Opferland« endlich zu entfliehen?

Emotional sehr bewegend. Ich musste oft mit den Tränen kämpfen!

— Unzertrennlich
Unzertrennlich

Joar, bin nicht so ganz überzeugt ... Trotzdem sehr mitnehmend !!!

— FlickaK2000
FlickaK2000

Ein tolles Buch zu einem wichtigen Thema. Eines der Jugendbücher 2014!

— lake_like
lake_like

Eine feinfühlige Geschichte zum Thema Mobbing

— frenx1
frenx1

beeindruckend,...bewegend,...verletzend,...aufwühlend,...

— Negothia
Negothia

Hier werden Augen geöffnet. Ein wertvolles Buch in wichtiger Mission. Sollte Schullektüre werden!!!

— Floh
Floh

Pflichtlektüre für deutsche Schulen! Eine Geschichte über Mobbing, und wie schnell man einen Menschen unbewusst Vorverurteilt Ergreifend, au

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Mit freundlichen Grüßen an alle Lehrer!

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Stöbern in Jugendbücher

Wir fliegen, wenn wir fallen

Voller Emotionen, bildgewaltig und einfach süß - wenn eine Wunschliste das Leben verändert

Meine_Magische_Buchwelt

Magonia

Einfach zum träumen <3

EllaBrown

Schattendiebin – Die verborgene Gabe

Leider ein Buch mit dem ich einfach nicht warm wurde.

EllaBrown

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Grandiose Fortsetzung. Einfühlsam, spannend und phänomenal!

cyirah

Aquila

Ein wahrer Poznanski-Thriller - spannend, packend und überraschend!

Buchschatzjaegerin

The Sun is also a Star.

würde zu eins meiner Lieblingsbucher <3

sanjeey

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Was, wenn du immer das Opfer sein wirst?

    Opferland
    Unzertrennlich

    Unzertrennlich

    20. April 2015 um 11:41

    Schreibstil Bettina Obrecht hat mit "Opferland" ein Jugendbuch erschaffen, das besonders durch die unterschwelligen Gefühle und Weisheiten besticht. Der Stil ist sehr geradlinig und perfekt für eine solch sensible Geschichte. Es wird nichts schön geredet. Die Autorin bringt die Geschehnisse auf einen Punkt, an dem man als Leser selbst zwischen "Falsch" und "Richtig" entscheiden müssen. Zudem regt sie zum nachdenken an und hellt und versucht zu zeigen, was in den Schatten von deutschen Schulen fast täglich passiert! Charaktere Ich war überrascht, dass diese Geschichte aus der Sichtweise eines Jungen geschrieben ist. Auf den ersten Blick wirkt Cedric nicht wie das typische "Opfer". Nein, er wirkt stark und er kann sich auf alle Fälle durchsetzen, doch je länger man seiner Geschichte folgt, um so klarer wird einem, dass er trotzdem in diese Opferrolle gerutscht ist. In diesem Meer aus verbaler und körperlicher Gewalt droht er zu ertrinken und es ist erschreckend, dass es niemanden zu geben scheint, der ihn retten möchte.  Leben wir vielleicht wirklich in einem "Opferland"? Einem Ort, wo es nur zweit Seiten gibt: die Starken und die Schwachen? Cedric ist nicht die einzige vielschichtige Person in diesem Buch. Interessant fand ich auch die Rolle der Eltern, die ihn vollständig unterstützen und ihm vertrauen, egal, was passiert. Solche Eltern gibt es wohl in der heutigen Zeit nicht mehr so oft. Sie lassen Cedric auch in der schweren Zeit nicht allein und versuchen ihm zu helfen, doch es scheint, dass auch sie keine Kraft dafür haben. Es ist ein erbarmungsloser Krieg, den Cedric da durchlebt und es scheint keinerlei Hoffnung zu geben. Auch Sinja, ein Mädchen mit dem Cedric "befreundet" ist, spielt noch eine wichtige Rolle. Sie unterstützt Cedric, auch wenn es ihr schwer fällt. Sie selbst hat ebenfalls eine schwere Last zu tragen, doch ist es nicht einfacher, diese Last zu teilen?? Meine Meinung Da ich selber gerade ein Buch über Mobbing schreibe und während meiner Schulzeit auch auf der "Opferliste" stand, habe ich Cedrics Geschichte förmlich in mich aufgezogen. Man lernt Cedric zu Beginn des Buches nicht in der Schule kennen, sondern während der Film-AG, wodurch man ihn vollständig voreingenommen kennenlernt. Als Leser kann man zu Beginn nicht recht fassen, dass dieser kluge und mutige Junge eine dunkle Vergangenheit besitzt, doch nach und nach wird klar, wie zerbrochen er innerlich ist. Als ihn ein anderer Junge plötzlich "Opfer" nennt, verliert er völlig die Fassung und seine Fassade bekommt Risse. Als Leser erfährt man ab hier was damals vorgefallen ist. Alles nimmt seinen Anfang in der Grundschule, in der er sich plötzlich als "anders" abgestempelt wird. Das ist einfacher, als sich die Mühe zu geben, jemanden kennenzulernen. Für ihn beginnt die Hölle und er muss sich von da an durchkämpfen, denn es scheint, als hätten sich alle in der Schule gegen ihn verschworen. Selbst die Lehrer halten ihn für "schwierig" und schieben ihm die gesamte Schuld zu. Es ist eben leicht, sich gegen einen Schüler zu stellen, als gegen eine ganze Klasse. Aus meiner Schulzeit weiß ich, dass Lehrer in manchen Fällen nicht unbedingt reifer als ihre Schüler sein müssen. Es gibt Pädagogen, die mit solchen "Mobbingatacken" maßlos überfordert sind und sich deswegen auf die Seite der mobbenden Schüler stellen. So ist es auch in "Opferland". Cedric versucht zu Beginn noch, Hilfe bei den Lehrern zu suchen, aber sie glauben ihm nicht und reden davon, dass er selbst der Schuldige ist, da er ja "anders" ist. Diese Geschichte hat mich furchtbar wütend gemacht und ich habe mich beim Lesen so furchtbar machtlos gefühlt. Wir leben in einer Welt aus Oberflächlichkeiten, eine Welt, die von den Starken beherrscht wird. Jene Starken, die vorgeben, was "Richtig" und "Falsch" ist. Es wird wenig nachgedacht und wenn es dann zu unausweichlichen Probleme kommt, wird die Sache schön geredet. Ich bin der Meinung, dass besonders Mobbing überhaupt nicht entstehen würde, wenn von Anfang an Respekt gelehrt werden würden. Doch an deutschen Schulen sieht es anders aus. Kinder werden dazu erzogen, alles was nicht der Norm entspricht, auszusondern. Kein Wunder, dass an diesem Druck so viele Kinder kaputt gehen! Auch Cedric hält das alles nicht mehr aus. "Opferland" wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal erfahren wir, was in seiner Schulzeit passiert ist und dann werden wir in die Gegenwart katapultiert, wo sich plötzlich alle gegen ihn verschwören. Er ist in einem Teufelskreis gefangen und er spürt, dass er das alles kein weiteres Mal durchhalten wird. Doch wo soll er sich noch Hilfe suchen?? Außer seinen Eltern scheint ihm doch eh niemand zu glauben?? "Opferland" ist für mich sehr emotional und ich musste mir beim Lesen öfters mit den Tränen kämpfen. Es ist eine Geschichte, die es so gegeben haben könnte und aus diesem Grund hat sie mich so stark mitgenommen. Cedric redet davon, dass die Schulzeit eine Art Gefängnis ist, dass man mit 6 Jahren inhaftiert wird und erst nach 10 Jahren freigelassen wird, um sein Leben zu beginnen. Das trifft es meiner Meinung nach sehr gut. Schule ist ein Zwang, dem man nicht entkommen kann, ganz gleich ob man psychisch krank wird oder wie Cedric diesen Schikanen ausgeliefert ist. Es scheint alles so ausweglos und als Einzelner ist man machtlos dagegen! Die Geschichte ist liebevoll erzählt, hat aber auch eine gewisse Gnadenlosigkeit, die sehr gut zu diesem Thema passt. Bettina Obrecht zeigt, wie es kommen kann, wenn man sich traut, "anders" zu sein und versucht mit Cedrics Geschichte die Leute wachzurütteln. Ich finde "Opferland" sollte eine Pflichtlektüre werden, nicht nur in der Schule, sondern auch für angehende Lehrer und Erzieher. Nur wenn man die Ungerechtigkeit begreift, kann man dagegen kämpfen! Fazit Ein Buch, dass mich emotional sehr bewegt hat und mich wohl noch lange begleiten wird!

    Mehr
  • Nimm dein Leben in die Hand und bleib nicht im "Opferland"

    Opferland
    lake_like

    lake_like

    „Opfer.“ - Ein Wort. Ein Wort und alles ist wieder da. Was niemand weiß: Für den 15-jährigen Cedric ist dies kein Scherz, sondern bitterer Ernst. Seit Jahren ist er ein Mobbing-Opfer, weshalb er bereits unzählige Schulwechsel hinter sich hat. Eigentlich hat sich Cedric sehnlichst gewünscht, an dieser Schule, an der keiner seine Vergangenheit kennt, neu anfangen zu können. Der Wunsch, aus dem Teufelskreis von psychischen und körperlichen Quälereien auszubrechen, scheint sich jedoch in Luft aufzulösen, als Lars Cedric nach einem Treffen der Filmschulgruppe scherzhaft als ‘Opfer‘ bezeichnet. Daraufhin rastet jener plötzlich aus und verpasst Lars eine blutige Nase. Die anderen Teilnehmer der Film-AG sind schockiert und können Cedrics Verhalten nicht verstehen. Aber da gibt es noch Sinja, seine Mitschülerin, die trotz allem zu ihm hält und herausfinden möchte, was wirklich hinter dem Ausraster steckt. „[…] [W]er schweigt, kann etwas Falsches machen. Man kann im falschen Moment schweigen oder einfach nur zu lange.“ (S.5). Wird Cedric also sein Schweigen brechen und Sinja die Wahrheit erzählen? Und wird er einen Weg finden, den Mobbing-Alptraum hinter sich zu lassen, um endlich optimistisch in die Zukunft schauen zu können? „Opferland“ von Bettina Obrecht ist eines der besten Jugendbücher, das ich 2014 gelesen habe und zwar aus ganz unterschiedlichen Gründen: Der Roman „Opferland“ behandelt den Begriff Mobbing, ein Begriff, der vor allem in der heutigen Zeit oft in aller Munde ist und leider viel zu selten näher beleuchtet wird. Für die Umsetzung dieser Thematik wählt die Autorin Cedric, das Opfer, als Erzähler für ihren Roman. Dabei erfährt der Leser über zwei unterschiedliche Zeitebenen die Geschichte des Protagonisten: Während einer der Zeitstränge die Gegenwart beschreibt, in der Cedric versucht, seine Opferrolle hinter sich zu lassen, beleuchtet die andere Ebene die Vergangenheit und beschreibt, wie das mit dem Mobbing überhaupt angefangen hat. So ergibt sich nach und nach ein umfassendes Bild darüber, wie Mobbing entstehen kann, welche Folgen es für das Opfer und dessen Familie hat und wie schnell man sich in einem scheinbar endlosen Teufelskreis befindet. Dabei beschönigt Bettina Obrecht nichts. Im Gegenteil, durch die eindrückliche und schonungslose Sprache erzeugt sie im Leser unterschiedliche Emotionen, die von Wut, Traurigkeit und Verzweiflung bis hin zu Hoffnung reichen. Mein Fazit? „Opferland“ ist starkes Buch, das sich nicht nur für Jugendliche eignet, sondern auch Erwachsenen gefallen dürfte. Durch die realistische Schilderung des Mobbings bietet sich der Roman darüberhinaus auch als Schullektüre an, da die Geschichte zum Nach- und hoffentlich auch zum Umdenken anregt.

    Mehr
    • 2
  • Leserunde zu "Opferland" von Bettina Obrecht

    Opferland
    cbj_Verlag

    cbj_Verlag

    Jahrelang wurde Cedric gemobbt, mehrere Schulwechsel hat er hinter sich. Doch jetzt besucht er eine entfernte Stadtschule, hier kennt ihn niemand, hier scheint ein Neuanfang möglich. Doch als der Schul-Liebling Lars ihn zum Spaß "Opfer" nennt, brennen bei Cedric die Sicherungen durch und er schlägt Lars nieder. Seine Vergangenheit holt ihn ein - gnadenlos. Gibt es denn keinen Ausweg aus dem Opferland? Hier findet ihr weitere Informationen zum Buch und eine Leseprobe! Immer noch ist Mobbing oft ein Tabu-Thema und damit umzugehen ist für alle Beteiligten heikel. Es fällt oft schwer darüber zu sprechen, vor allem die Opfer leiden unter dem Schweigen und geben sich oft selbst die Schuld. Opferland macht betroffen. Aber bietet auch Lösungen an. Opferland ist für Bettina Obrecht ein persönliches Anliegen. Sie weiß aus eigener Erfahrung "Mobbing erzeugt täglich Leid". "In diesem Fall reicht es nicht aus, einfach ein Buch zu schreiben. In diesem speziellen Fall möchte ich meinerseits Wissen und Informationen weitergeben, leidvoll erfahrenes und hart erarbeitetes Wissen. Noch viel wichtiger ist mir jedoch, den Betroffenen mitzuteilen, dass sie weder alleine sind, noch die Schuld tragen." (Bettina Obrecht, August 2014) Umso wunderbarer ist es, dass diese Leserunde von Bettina Obrecht begleitet wird. Opferland erschien gerade im cbj-Verlag. Ein hochaktuelles und brisantes Thema, sensibel aufgearbeitet. Bis zum 20.10. könnt ihr euch hier auf eines der zehn Bücher bewerben. Damit erklärt ihr euch im Falle des Gewinns einverstanden an dieser Leserunde teilzunehmen und abschließend eine Rezension zu erstellen. Meine Name ist Isa, ich begleite euch vom Verlag aus durch diese Leserunde und stehe euch jederzeit für Fragen und Kommentare zur Verfügung. Zu Opferland gibt es auch noch eine brandneue Homepage, gestartet und betreut durch Bettina Obrecht, die im Moment hier zu erreichen ist. Seht euch doch mal um! Hier findet ihr auch noch weitere Bücher zu Themen, die uns alle angehen. Zur Bewerbung für diese Leserunde beantwortet bitte folgende Frage: Mit wem und warum würdet ihr gerne über dieses Buch reden?

    Mehr
    • 224
  • Opferland? Lass dich nicht kaputt machen!

    Opferland
    frenx1

    frenx1

    Ein klein wenig pathetisch klingt er schon, der Titel von Bettina Obrechts neuem Buch: Opferland – Wenn die anderen dich kaputt machen. Doch pathetisch ist der Inhalt keineswegs. Es ist eine feinfühlige Geschichte, die Bettina Obrecht erzählt. Eine Geschichte, deren Hauptperson ein Junge namens Cedric ist. Und Cedric scheint das klassische Mobbing-Opfer zu sein: Einer, der sich nicht wehrt, der irgendwann dann ausrastet, weshalb Lehrer ihn schnell für ein Problemkind halten. Auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt Bettina Obrecht aus Cedrics Leben: die vielen Schulwechsel, die doch nichts bringen, die Lehrer, die so gar kein Händchen für den Jungen haben. Die Schulpsychologen, die so gar nichts ausrichten können. Die Eltern, die hinter ihrem Jungen stehen, und dennoch hilflos zusehen müssen, wie sein Hass auf die Schule(n) immer mehr wächst. Als der Lehrer der Film-AG einen Film über das Thema Mobbing vorschlägt, gehen bei dem 15-jährigen Cedric alle Alarmlampen an. Denn ausgerechnet Cedric soll die Hauptrolle, das Mobbing-Opfer, speilen. Was mich an dem Buch am meisten fasziniert hat, ist wie man als Leser gezwungen ist, zwischen den Zeilen zu lesen. Von den Wunden Cedrics zum Beispiel, die immer wieder aufbrechen, ihn prägen. Von der Verschlossenheit, die immer mehr Besitz von ihm ergreift. Klein, grau, matt, farblos - so sieht sich Cedric selbst. Und fast schon schuldbewusst fragt er sich: Warum passiert mir das immer? Auf diese Frage gibt Bettina Obrecht keine Antwort. Wohl aber hat das Buch einen positiven Schluss: Cedric, so scheint es, hat es am Schluss geschafft. Mit echten Freunden, die zu ihm halten. Ein lesenswertes Buch!

    Mehr
    • 2
    cbj_Verlag

    cbj_Verlag

    17. November 2014 um 14:53
  • Opferland-ein Buch, dass man so schnell nicht vergisst

    Opferland
    ReadingGeb92

    ReadingGeb92

    Dies ist meine erste Rezension bei Lovelybooks und deshalb habe ich so lange gebraucht, um die passende Worte für dieses Buch zu finden! Inhalt: Fangen wir mit dem Inhalt an. In dem Buch geht es um Cedric einen 15 jährigen Jungen mit einer schweren Vergangenheit. AM Anfang des Buches kommt es, dass Cedric einen anderen Mitschüler mit der Faust ins Gesicht schlägt, weil dieser im aus "Scherz" Opfer nennt. Im weiteren Lauf der Gesicht erfahren wir im Wechsel was in der frühen Kindheit Cedric in der Schule erfahren hat und ob in der Gegenwart seine Vergangenheit wieder ans Licht kommt. Wir erfahren schockierende Details, wie Cedric in der Grundschule und in den weiterführenden Schulen schikaniert, geschlagen, ausgegrenzt wird. In der Gegenwart hat Cedric Angst, dass das wieder passieren wird, obwohl nun in eine Schule, die über 40 Kilometer entfernt liegt. Was dann noch alles passiert, soll man selber lesen. Meine Meinung zum Buch: Als erstes spreche ich das Cover, dass gut zur Geschichte passt. Auf der einen Seite der Hase, der immer versucht zu sich verstecken und nicht aufzufallen und gefressen zu werden. Auf der anderen Seite die Schlange, die systematisch ihre Beute sucht bis sie erwischt wird und nichts mehr dagegen machen kann. Die Geschichte hat in mir so viele Gefühle freigesetzt, wie wenig andere. Ich war schockiert eine Seite später traurig dann wieder wütend und fassungslos. Dieses Buch geht unter die Haut und zeigt in eindrucksvoller, wie Mobbing aussieht, wie wenig unternommen wird und wie Familien darunter zu leiden hat. Die Autorin lässt nichts aus und zeigt schonungslos, was jeden Tag viele Kinder in Schulen zu ertragen haben. Sie zeigt auch, wie festgefahren unsere Bildungs-bzw. Schulpolitik ist und wie wenig unternommen wird. Auch das Ende hat mir gut gefallen mit einigen Wendungen.Dieses Buch hat mir deshalb sehr gut gefallen und verdient 5 Sterne. Zudem sollte dieses Buch ein Platz in den Schulen als Schullektüre einnehmen. Vielleicht lernen Lehrer und Schüler etwas daraus. Man kann es nur hoffen. Danke das ich dieses Buch lesen durfte!! ReadingGeb92

    Mehr
    • 2
    cbj_Verlag

    cbj_Verlag

    17. November 2014 um 14:52
  • Regt zum Nachdenken und zum Umdenken an

    Opferland
    IraWira

    IraWira

    Noch ein Buch über Mobbing? Ja, genau, noch ein Buch über Mobbing. Eins, in dem einmal deutlich gemacht wird, wie wenig es eigentlich braucht, um jemanden so weit ins Abseits zu drängen, dass es zum Mobbing kommt. Eins, das vor Allem auch zeigt, dass es nicht unbedingt das ist, was derjenige tut oder auch nicht tut, sondern wie sein Tun von den Anderen aufgenommen oder interpretiert wird, bis es ganz egal ist, was er tut, weil alles falsch ist, weil die Anderen schon lange ihr eigenes Bild von ihm haben und sich darin auch nicht beirren lassen. Wie wird aus einem an sich harmlosen dummen Spruch ein weiteres Puzzleteil, das ein fröhliches normales Kind zu einem Menschen in der Defensive werden lässt? Ein Kind, das sich nicht mehr traut, irgendetwas zu sagen, weil alles verdreht wahrgenommen wird, ein Kind, das nichts mehr tun kann, ohne das es auf die anderen "falsch" wirkt. Und wie soll ein Kind nach so einer Erfahrung wieder zu sich finden und sich wieder behaupten können? Ein ganz langer, sehr schwerer Weg, den es nur gehen kann, wenn es Hilfe bekommt und ernst genommen wird in seinem Leid. Ja, in seinem Leid. Kein Mensch und erst recht kein Kind kann so leben, dass es immer wieder angegriffen und klein gemacht wird und so ein Zustand verursacht Angst und Leid. Hier sind dann auch die Erwachsenen gefragt, die eingreifen müssen, die gucken müssen, wie sie selber vielleicht auch zu dem Geschehen beitragen, aber auch bei der Frage, wie es weitergehen soll. Wie kann man diesem Kind ein neues Umfeld geben, das ihm hilft, woanders Fuß zu fassen und das Geschehene hinter sich zu lassen? Es sind nicht nur die Kinder, es sind auch die Erwachsenen, die durch fehlenden Sensibilität oder einfach auch nur fehlendes Verständnis so eine Situation immer weiter verschärfen. Dieses Buch ruft zum genauen Hingucken auf, zum Hinterfragen und dazu, andere nicht auszuschließen, sondern sie mit einzubeziehen, gleichzeitig gibt dieses Buch Mut, indem es zeigt, wie Cedric, der Protagonist, zwar immer noch mit seinen durch jahrelanges Mobbing erworbenen Ängsten zu kämpfen hat, aber es zeigt auch gleichzeitig, dass ein Entkommen aus diesem Teufelskreis möglich ist. Es geschieht nicht von heut auf morgen, es passiert nicht ohne Hilfe, aber es ist möglich, nicht einfach, nicht ohne Rückschritte, aber es gibt einen Weg daraus. Mir gefällt bei diesem Buch sehr, wie die Zusammenhänge aufgezeigt werden und auch, wie trotz der Ohnmacht der Eltern gegenüber den Lehern und dem ganzen Geschehen, keiner der Betroffenen - und so etwas betrifft immer die ganze Familie- aufgibt, sondern wie sie es gemeinsam schaffen, diesem Albtraum zu entrinnen. Ein absolut empfehlenswertes Buch, das mit einer gut erzählten Story und authentischen Charakteren zum Nachdenken und zum Umdenken anregt.

    Mehr
    • 2
  • Opferland? - Ist abgebrannt.

    Opferland
    Negothia

    Negothia

    04. November 2014 um 15:27

    Ein bewegendes, betroffen machendes Buch, über das, was Menschen anderen Menschen antun... Cedric ist 15; seit der Grundschule wird er immer wieder von anderen Schülern gemobbt. Aber das ist nicht das schlimmste. Die Lehrer haben auch noch nichts besseres zu tun, als ihm das zum Vorwurf zu machen. "Ja aber was machst du denn, dass die anderen dich so ärgern?" - "Gar nichts." - "Also das kann ja nicht sein..." Es ist erschreckend, wie wenig Cedric unterstützt wird und wie sehr er zu leiden hat. Das Buch nimmt kein Blatt vor den Mund und schildert in zeitlichen Wechseln den grausamen Verlauf von Cedrics Jugend. Ich möchte schreien, wenn Cedric von seinen Mitschülern angegriffen wird. Ich bin wütend, wenn ich sehe wie wenig Feingefühl die Lehrer für die Situation haben. Ich möchte den Lehrern solange ins Gesicht schlagen, bis ihr Hirn wieder richtig funktioniert. Ich könnte weinen, wenn Cedric vor lauter Hilflosigkeit einfach nur noch schreien kann. Jeder, der schonmal gemobbt wurde weiß, wie das ist,... - jeder, der schonmal andere gemobbt hat, sollte dieses Buch solange um die Ohren gehauen kriegen, bis er endlich versteht, was er oder sie getan hat, und welchen Preis soetwas für die Betroffenen hat. Das Buch erzählt von Angst, Wut, Unterdrückung und Hass; aber auch von Zusammenhalt und dem Wert wahrer Freundschaft,... Und Opferland? Ist abgebrannt.Fazit: Wurdest du schonmal gemobbt? - Lies das Buch und auch wenn es vielleicht alte Wunden wieder aufreißt, du wirst immerhin sehen, dass du nicht alleine bist und nicht daran Schuld bist! Hast du schonmal wen gemobbt? - Lies und vergiss niemals, was du, du, und nur du selbst, angerichtet hast. Jeder von uns gehört in die eine oder die andere Kategorie, eventuell sogar in beide, auch wenn wir es vielleicht nicht immer merken.

    Mehr
  • Einmal Opfer, immer Opfer... Gibt es noch ein normales Leben danach?

    Opferland
    Floh

    Floh

    OPFERLAND. Ist Deutschland ein Opferland? Sind deutsche Schulen ein Opferland? Bieten die sozialen Netzwerke die ideale Plattform um ein neues Opferland zu schaffen? Und wer einmal dort im Opferland gefangen ist, der wird es niemals verlassen können... nicht mehr als gesunde und lebensfrohe Seele. In ihrem Jugendbuch "Opferland" spricht die Autorin Bettina Obrecht ein wichtiges und ruinöses Thema offen, ehrlich und schonungslos an. Dieses Buch geht zu Herzen, öffnet Augen und erweckt den Wunsch zu Helfen und zu reagieren. Ich würde diese Lektüre jedem Lehrer, allen Eltern und vor allem den Schulklassen ans Herz legen. Ein Buch in wichtiger und richtiger Mission! Erschienen im cbj Verlag (http://www.randomhouse.de/cbj/) Klapptext / Inhalt: "Wenn die Schule zur Hölle wird ... ... Jahrelang wurde Cedric gemobbt, mehrere Schulwechsel hat er hinter sich. Doch jetzt besucht er eine entfernte Stadtschule, hier kennt ihn niemand, hier scheint ein Neuanfang möglich. Dafür nimmt Cedric sogar die Trennung von seiner Familie in Kauf. Doch als der Schul- Liebling Lars ihn zum Spaß »Opfer« nennt, brennen bei Cedric die Sicherungen durch und die Vergangenheit holt ihn ein - gnadenlos. Nur die zurückhaltende Sinja hält noch zu ihm. Werden die beiden es schaffen, dem »Opferland« endlich zu entfliehen?" Handlung: Ein einziges verletzendes Wort ist noch kein Mobbing, doch was geschieht, wenn diese verletzenden, verhetzenden und immer krasser werdenden Worte zur Gewohnheit werden? Wenn sie nicht mehr nur von einem einzelnen Initiator kommen? Wenn ganze Mitläufer zu Hetzern werden? Wenn diese Worte zu Taten werden? Wenn nicht mehr Angesicht zu Angesicht gefechtet wird? Wenn diese systematische Pein online in der Cyberwelt stattfindet? Wenn sich das Opfer nicht mehr wehren kann? Wenn es allein ist? Und auch die Lehrerschaft nur Probleme in diesem einen Schüler in der "Opferrolle" sieht? ...Was dann? Hier erleben wir genau dieses schicksalhafte Los, Genau diese eine Verkettung von Folgen, ein Ausmaß an unerträglichen Botschaften, eine wahnsinns Story basierend auf Mobbingattacken, wie es sie an unseren Schulen mehr als nur als Dunkelziffer gibt. Aber zurück zu Anfang: Wir lernen einen Jungen kennen, Cedric, der seine Geschichte im Heute schildert und uns in Rückblenden mitnimmt, wie und warum sein Leben so geworden ist, wie es heute ist. Und ob man noch von einem Leben sprechen kann. Cedric hat genau das erlebt, was an vielen Schulen heute zum Alltag gehört. Aber der Wahnsinn hört mit Schulschluss nicht auf, denn die neuen Medien und sozialen Netzwerke bieten genau den passenden Raum, die systematische Zerstörung eines einzelnen auserkorenen Opfers auch in der Freizeit noch voran zu treiben. Ein Mob von Anhängern lässt diese Gruppe stark werden und zerstört in Windeseile das junge und eigendlich unbeschwerte Leben eines jugen Schülers. In diesem Buch wird die ganze Geschichte glasklar und schonungslos wiedergegeben. Wir erleben die Eltern, die Familie, die Lehrer und das Schulsystem im Umgang und der eigentlichen Pflicht zu handeln. Doch dass, was hier von den Lehrern an Hilfe kommt, hat mich wirklich sehr entsetzt. Ist das Opfer nicht selbst schuld? Und diese Frage stellt man sich wirklich, wenn man beobachtet, wie sich Cedrics Verhalten trotz Schulwechsel kaum ändert, sonder eher verschlimmert. Der seelische menschliche Verfall. Dieses Buch, bzw. diese Handlung bewegt, irritiert und bringt viele Botschaften an den Leser. Es lässt Umdenken und zeigt ganz andere Blickwinkel. Die Folgen des Mobbing! Zum Schreibstil: Autorin Bettina Obrecht versteht ihr Können. Geschickt greift sie die teils schwierige Gedankenwelt der Jugendlichen auf, sie versetzt sich in die Lage der Teenies und kann somit Jung und Alt gleichermaßen erreichen. Dieses Jugendbuch ist thematisch wahrhaft kein leichter Roman, dennoch ist es ein atembraubendes Buch mit einer sinnvollen und sehr sensiblen Botschaft. Bettina Obrecht versteht ihre Mission und ihre Rolle als Jugendbuchautorin und taucht ehrlich, schonungslos und knallhart in die Realität aus Schule, Freizeit, Familie und Lehrerschaft ein.  Autorin Obrecht formt authentische und altersgemäße Dialoge, schreibt unheimlich nah und emotional, gibt Situationen aus dem Jugendlichen Leben wieder, zeigt aber auch einen Schulalltag abseits jedglicher Normalität, zeigt die Tortour eines einzelnen Jungen, der scheinbar das Stigma eines ewigen Opfers trägt. Sie spielt mit den üblichen Gedanken junger Menschen und entwickelt aber auch eine erschütternde Prallelwelt einer einzelnen ruinierten Seele inmitten eines Schulmobs, der auch in der Freizeit kein Halt kennt. Bettina Obrecht bewegt durch gnadenlose Ehrlichkeit, durch Mut und offener Aussprache, sie erschüttert und mahnt durch unheimlich viel Gefühl und Tiefgang. Auch dieses ungeahnte Ausmaß, diese Verkettung von Ereignissen, diese Sinnlosigkeit und Resignation, geht dem Leser sehr nahe und regt zum Nachdenken und ganz wichtig, zum Verstehen an. Autorin B. Obrecht hat eine Thematik gewählt, die sehr nah und erschütternd geschrieben ist, jedoch auch für ungeahnte Wendung und Richtung sorgt. Sie beschreitet die Welt der jugendlichen Schüler und bringt offen und ehrlich die Probleme und Hindernisse dieser Menschen und Angehörigen an die Leser. Sie beweist Mut mit ihrer Handlung, wirft hier und da immer wieder ein Kopfschütteln auf, erschüttert manchmal sogar und bewegt den Leser sehr zum Sinnieren und Nachdenken. Die Autorin besitzt einen ganz besonders tollen, authentischen, mutigen, gewagten und ungefilterten Schreibstil, die Emotionen, Gedanken und Probleme der nicht alltäglichen Gefühle und Probleme zwischen Protagonist Cedric und seinem Umfeld an den Leser zu bringen. Zu all dem paart sie Gewissensbisse, das Selbstvertrauen, die Beziehung zwischen Hänseln und Mobbing, das eigene Ansehen und den Wunsch nach Rebellion und Ausbruch. Ich mag diese Art des Schreibens und konnte somit ganz nah mit Cedric miterleben, was in diesem bewegenden Buch auf mich wartete. Eine gelungene Gratwanderung, der dem Wunsch Jugendlicher aber auch Erwachsener und hoffentlich auch Lehrern gerecht wird. Das Schriftbild ist angenehm und die Kapitel nicht allzu lang. Die Dialoge sind knackig, emotional und sehr authentisch dargelegt und können für so manchen Tiefgang sorgen. Schauplätze: Hier gibt die Autorin ein tolles Bild aus der ganz normalen alltäglichen (?) Welt des Schulalltags. In diesem bewegenden Roman stehen nicht die Kulissen und Schauplätze im Vordergrund, sondern glaskar die Botschaft und die Handlung des Buches. Bei den Schauplätzen beschränkt sich Bettina Obrecht auf ein Minimum, gibt aber dennoch so viel preis, um ein rundes Bild und eine gelungene Vorstellung zu schaffen, wie sich das Umfeld der Schüler und vor allem von Cedric bewegt und verändert. Autorin B. Obrecht lässt einige wenige Schauplätze dann sogar richtig lebendig werden. Mit vielen dezenten Details schafft die Autorin hier ein buntes Leben aus laut und leise, aus real und virtuell. Charaktere: Auch bei der Wahl der Charaktere punktet die Autorin Obrecht. Hier ist nun wirklich jeder Protagonist mit einer wichtigen und weitreichenden Rolle versehen. Unermüdliche Psychogramme wurden hier für einzelne Persönlichkeiten erschaffen. Gerade Cedric, allein durch seine Erzählperspektive und seine fatale Situation, wird hier eine zentrale Rolle einnehmen. Wer in Cedrics zerstörte Psyche blickt, wird den Titel neu interpretieren. Cedric, das ewige Opfer mit dem scheinbar offensichtlichen Stigmata....Ein Opfer im Opferland. Cedric, der eigendlich in seiner jugendlichen Blüte steckt, der das Leben unbeschwert genießen sollte, vielleicht die erste Liebe erleben sollte.....Cedric, dem all das genommen wurde. Der den Sinn des Lebens nicht mehr sieht und beinahe keinen Ausweg mehr kennt. Und das sind nur die Dinge, die Cedrics Charakter im Buch formen. Auch all die anderen Rollen zeichnen ein sehr wichtiges, teil verstörendes Bild im Buch ab. Hier hat die Autorin aus den Vollen geschöpft und Charaktere und Probleme der Jugend geschaffen, die hoffentlich ein absoluter Einzelfall sind, aber in der Realität leider doch mehr als genug zu finden ist. Wenn man genau hinschaut! Eine sehr runde und feine Mischung aus Hauptprotagonisten und wenigen Nebenrollen, verletzten Psychen, gebrochenen Seelen und geschundene Verhältnisse. Gleich zu Beginn ermöglicht die Autorin ihren Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten. Gerade das Seelenleben und die Gedankenwelt von Cedric und seiner Familie kristallisieren sich schnell heraus und lassen den Leser nicht mehr los. Tief und eindringlich werden hier diese Merkmale vorgestellt. Gekoppelt mit einer tragischen Entscheidung und einer dramatischen Tragödie, wirken alle Personen sehr gut geschildert und verkörpern ihren Part im Roman gekonnt. Meinung: WOW, was für ein fesselndes und bewegendes Buch. Mit jeder Seite hab ich den Atem mehr angehalten und darauf gewartet das endlich jemand diese Lavine und Verkettung der Ereignisse und Folgen stoppt. Aber nichts dergleichen geschieht.... die Schüler machen immer weiter, gar besessen davon, Cedric zu mobben. Und auch die Lehrer suchen sich den Weg des geringsten Widerstands. Zuerst möchte ich die vielen versteckten dennoch offensichtlichen Botschaften loben, die die Autorin in diesem Buch sehr gewissenhaft bedacht hat. Hier ist einmal der Umgang mit Gewalt, die Gefahr der Vereinsamung, der Weg durch die Pupertät, der Umgang mit dem Leben und dem Sinn des Lebens, der Umgang und die Verarbeitung von Alltag und Schule, wenn die doch zur Hölle geworden ist, die Eigenverantwortung und der offene Blick, die Gefahren sozialer Netzwerke und Plattformen, die Schwere der Folgen eines solchen Mobs. Hier hat die Autorin ein ganzen Portfolio an diskutablem Themen verwoben und für Unverständnis und aber auch für Tiefe gesorgt. Bettina Obrecht hat hier sehr genau auf das Ausmass geachtet und ich finde es ist ihr sehr galant und lobenswert gelungen. Manches wirkte auf mich im Geschehen sehr beklemmend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen, das hat mir wirklich gut gefallen. Ein grandioser, aber sehr spezieller Roman. Das Ende kam so, wie es kommen musste. Zwar sehr knapp, aber lässt dem Leser auch Raum für eigene Mutmaßungen. Die Autorin: "Bettina Obrecht wurde 1964 in Lörrach geboren und studierte Englisch und Spanisch. Sie arbeitet als Autorin, Übersetzerin und Rundfunkredakteurin und wurde für ihre Kurzprosa und Lyrik mehrfach ausgezeichnet. Seit 1994 schreibt sie Kinder- und Jugendbücher und hat sich seitdem bereits in die 'Garde wichtiger Kinderbuchautorinnen hineingeschrieben' (Eselsohr)." Zum Cover: Das Cover passt sehr zum Inhalt des Romans, Die starke Schlange, und das Opfer der Hase. Rund und stimmig, sehr gelungen. Fazit: Das Buch lässt mich zurück, mit einem wirklich bewegenden Gefühl im Bauch. Es polarisiert mit leisen Tönen, die laut nachhallen und sehr erschüttern. Dieses Buch sollte gelesen werden, vor allem im Schulunterricht!

    Mehr
    • 14
  • Meine Meinung zu: "Opferland" von Bettina Obrecht

    Opferland
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Noch von meinen Emotionen getrieben, möchte ich mich dieser Rezension widmen. Ich bin noch immer fassungslos, betroffen und auch wütend. Aber beginnen wir von vorn: Die Autorin beschreibt auf 288 Seiten Teile des Lebens- bzw. Leidensweg Cedrics. Cedric wurde jahrelang übelst gemobbt. Er wechselt die Schulen, immer in der Hoffnung auf ein neues, friedliches Leben. An seiner neuen Schule angekommen, holt ihn die Vergangenheit ein. Und dieses nur, durch einen einzigen Schüler, ein einziges Wort und selbst hilflosen (unfähligen) Lehrern. Er erlebt die Hölle und muss immer wieder feststellen, dass er alleine da steht. Alleine? Na ja, nicht so ganz. Denn da gibt es Sinja. Mehr möchte ich jedoch nicht verraten, da jeder die Chance haben sollte, sich selbst eine Meinung von diesem Buch zu machen. Wie ich anfangs schon erwähnte, bin ich fassungslos. Fassungslos über die Reaktionen des Umfeldes, der Lehrer und Mitschüler. Fassungslos darüber, wie eine einzelne Person, das Leben zerstören kann. Zerstören im Sinne, dass das Selbstwertgefühl gleich null sinkt. Das Mobbingopfer möchte sich am liebsten in Luft auflösen und wäre am liebsten gar nicht geboren. Wie hilflos muss sich jemand bei diesen Gedanken fühlen? Wie viel Verzweiflung schwingt in diesen Gedanken mit? Dieses Buch sollte als Pflichtlektüre an den Schulen eingesetzt werden, aber auch den Lehrern die Problematik näher bringen. Ich kann mich der Pressestimme der Vloggerstimme nur anschließen: "Opferland ist definitiv ein Buch, das Leben verändert".                                     Es wäre wünschenswert!

    Mehr
    • 3
  • Sollte Pflichtlektüre an Schulen sein.

    Opferland
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mobbing von allen Seiten beleuchtet. Wirklich aufwühlend!

    • 3