Bettina Potrafke Carlota: - Der Fluch von Casa Riqueza -

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Inhaltsangabe zu „Carlota: - Der Fluch von Casa Riqueza -“ von Bettina Potrafke

- 1. Teil der Mallorca Saga - Frisch geschieden, von den Männern und dem Leben enttäuscht, entschließt sich Carlota einige Monate in einem alten mallorquinischen Herrenhaus zu verbringen, um dort der 17-jährigen Isabel Deutschunterricht zu erteilen. Die Bewohner des düsteren Palacios erscheinen Carlota seltsam vertraut, besonders der Hausherr Don Miguel, Marquese de Riqueza. Ausgerechnet jetzt kehren Carlotas fürchterliche Träume wieder. Träume von einer unheimlichen, grau gekleideten Frau, die sie bereits in ihrer Kindheit gequält hatten. Was haben diese Träume zu bedeuten? Die Antwort darauf scheint im Dunkel des alten Herrenhauses zu liegen, im traurigen Blick des Marquese und im unübersehbaren Argwohn seiner Familie. Leseprobe: Ich hatte einen seltsamen Traum: Ich irrte ziellos durch den Palacio. Ich wusste genau, dass ich etwas ganz Bestimmtes suchen musste. Gehetzt lief ich in das nächste Zimmer und spürte sofort, dass das Zimmer Doña Maria gehört hatte. Etwas von ihr, eine eigenartige, beinahe greifbare, bedrohliche Aura, lag selbst nach all den Jahren noch in der abgestandenen Luft, über den, mit weißen Laken abgedeckten Möbeln, dem blinden Spiegel über dem antiken Frisiertisch. Plötzlich hörte ich ein Geräusch, das mein Herz mit unbeschreiblicher Freude erfüllte. Ein leises Wimmern, wie von einer Katze. Ich versuchte zu erkennen, woher das klägliche Jammern kam. Da, die große alte Truhe in der einen Ecke. Meine zitternden Hände versuchten vergeblich den geschmiedeten Riegel zu öffnen. Endlich gab er nach, doch noch bevor ich einen Blick ins Innere der Holztruhe werfen konnte, wusste ich, dass es keine Katze war, die ich darin finden würde, sondern ein Baby. Einen nackten, weinenden Säugling, der bereits vor Kälte blau angelaufen war. Plötzlich bekam ich keine Luft mehr. Mir war, als würde das Zimmer immer kleiner, als kämen die Wände unaufhaltsam näher auf mich zu. Verzweifelt streckte ich die Arme zu beiden Seiten aus. Der Deckel der Truhe fiel krachend zu, das Baby verstummte. Einige Möbelstücke barsten bereits unter dem Druck. Bald berührten die Mauern auch mich. Hart und gnadenlos keilten sie mich ein. Meine Arme gaben nach, knickten weg wie Streichhölzer. Die Wände pressten sich gegen meinen schmerzenden Körper, drängten an mein geschundenes Gesicht. Es war eng und stickig, wie in einem Sarg. Ich hörte Knochen brechen und wusste, es waren meine. Laut schrie ich auf, doch der Druck auf meinem Gesicht wurde noch stärker, nahm mir nun die Luft zum Atmen. Erst als ich bemerkte, dass die Wand an meinem Gesicht sich weich anfühlte und nach Stärke roch, wurde ich schlagartig wach. Dieses Erwachen brachte allerdings keine Erlösung mit sich, denn die imaginären Mauern waren in Wirklichkeit ein großes Kopfkissen, das mit aller Macht auf mein Gesicht gedrückt wurde. Ich versuchte vergeblich, das Kissen zu entfernen, kriegte kaum noch Luft, hatte Todesangst. Da plötzlich bekam ich einen kräftigen Arm zu fassen und bohrte verzweifelt meine Fingernägel in das Fleisch des Angreifers. Sekundenlang lockerte sich der Druck des Federkissens und ich schnappte nach Luft. Doch schon wurde mir abermals von den schweren Daunen der Atem genommen. Als ich anfing zu röcheln, als sich alles um mich herum zu drehen begann, vernahm ich eine seltsame Wisperstimme: „Geh fort, solange du es noch kannst!!“ Mir wurde schwarz vor den Augen. Ein letztes Mal bäumte ich mich gegen diese, mir völlig überlegene Person auf. Das Kissen lockerte sich so plötzlich, dass ich nun buchstäblich ins Leere stürzte und hart mit der rechten Schläfe auf dem Parkettboden aufschlug. Das Letzte, das ich sah, war ein Paar schwarzer Reitstiefel mit seltsamen silbernen Schnallen, dann verlor ich endgültig das Bewusstsein. ...
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