Bettina Schuler Norahib bikom heißt willkommen

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Inhaltsangabe zu „Norahib bikom heißt willkommen“ von Bettina Schuler

»Da muss doch etwas gemacht werden!« Das denkt Bettina Schuler 2014, als sie in den Nachrichten erneut Bilder zur Flüchtlingskrise sieht. Prompt entscheidet sich die ausgebildete Yogalehrerin, in einem Flüchtlingsheim ehrenamtlich einen Yogakurs anzubieten. Arwa wird Bettinas erste Schülerin. Monatelang war diese mit ihren Kindern auf der Flucht von Syrien nach Deutschland, und was sie währenddessen erlebt haben, lässt sich kaum in Worte fassen. Die beiden Frauen lernen sich näher kennen. Bettina erfährt, dass Arwas Mann noch immer auf der Flucht ist und welche absonderlichen bürokratischen Hürden Deutschland den Neuankömmlingen stellt. Gemeinsam bewältigen Bettina und Arwa Arztbesuche, Wohnungsbesichtigungen und Behördengänge, erleben Verrücktes und Schönes, Trauriges und Witziges. Vor allem aber erfahren sie, wie bereits kleine Gesten ihr – und unser – Leben reicher und menschlicher machen!

Ein sehr emotionales Buch, zu einem Thema, das uns alle betrifft. Es sollten mehr Menschen so ihre Erlebnisse teilen.

— zuppi

Ein feinfühliges, selbstkritisches und sehr offenes Buch über eine deutsch-syrische Freundschaft!

— Edelstella

guter Einblick in freiwilliges Engagement, mehr Einblicke in die Gedanken und Schwierigkeiten wünschenswert.

— theaa24

Das Buch ist einfach nur Topp, jeder der sich dafür interessiert sollte es sich durchlesen. man sollte es zusätzlich an Schulen einführen!

— LostHope2000

Tolles Buch, das einen sehr nahen Einblick in die Bürokratie in die deutsche Flüchtlingspolitik gibt.

— schickchriska

sehr einseitige Sicht der Realität, wo Sonne auch Schatten!

— Archimedes

eine besondere freundschaft sehr lesenswert

— eulenmama

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  • Die Geschichte einer deutsch-syrischen Ges

    Norahib bikom heißt willkommen

    zuppi

    10. July 2016 um 19:44

    Bettina ist eine Frau, wie viele andere-mit Job, Mann und Kindern. Und doch ist sie besonders: Sie will die Flüchtlingskrise nicht nur mit Abstand kommentieren, sondern selbst helfen.Sie überwindet die bürokratischen Hürden, die der Staat stellt und hilft, so gut sie kann mit ihrem Yogaunterricht. Dass dadurch eine wahre, tiefe Freundschaft entsteht hat sie zu Beginn selbst nicht erwartet. Und so ist Bettina mittendrin. Involviert in die Gefühle und Probleme der Geflüchteten. Ihr Einsatz scheint unermüdlich und dabei geht sie an ihre Grenzen. Und über die Grenzen ihres eigenen Denkens hinaus. Sie versucht für alle Seiten etwas Verständnis aufzubringen: Für die Geflüchteten, die in ein fremdes Land kommen und Unterstützung brauchen, für die Menschen hier, die nicht so Recht wissen, wie sie die Lage einschätzen sollen und für die Menschen, die scheinbar kein Verständnis für die Lage der hier ankommenden Menschen und somit schlichtweg Angst haben. Vielleicht will uns Bettina gerade das zeigen: Es muss nicht immer der unermüdliche Einsatz sein, der uns selbst überfordert. Es ist wichtig, dass jeder von uns sich mit der Situation auseinandersetzt und nicht nur Dogmen übernimmt. Dass sich jeder ein eigenes Bild machen muss und dass das nicht nur vor dem Fernseher geht. Es soll uns nicht zeigen, dass es mit "Flüchtlinge aufnehmen" allein getan ist. Sondern wie viel Arbeit dahintersteht und wie viele Hürden und Probleme es mit sich bringt. Bettina will uns vielmehr zeigen, dass jeder etwas tun kann, egal ob der Einsatz in einer Unterkunft, Suppe ausschenken oder gebrauchte Kleidung und Alltagsgegenstände schenken. Die Flüchtlingskrise hat an Aktualität nicht verloren und auch wenn die Medien momentan nichts darüber berichten, dann brauchen Menschen die hier ankommen Hilfe und dann gibt es aber auch Deutsche denen gezeigt werden muss, was sie selbst tun können bzw. das von den Geflüchteten keine Gefahr ausgeht. Wir alle sollten uns mit der Problematik auseinandersetzten und versuchen unser Möglichstes zu tun, wie es in unserer Macht liegt. Und dieses Buch hilft, den richtigen Weg für sich selbst mit dieser politischen und sozialen Situation zu finden.Es ist unbedingt lesenswert!

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  • Leserunde zu "Norahib bikom heißt willkommen" von Bettina Schuler

    Norahib bikom heißt willkommen

    Bettinamariaschuler

    Liebe Lesefreunde,

    nächste Woche starte mein neues Buch über mein ehrenamtliches Engagement und die Freundschaft zu meiner syrischen Freundin. Wenn ihr jetzt schon die Gelegenheit nutzen wollt, um hineinzuschauen, los geht's … es stehen ganze 15 Bücher zur Verfügung...

    • 148
  • Helfen mit Herz und Hirn

    Norahib bikom heißt willkommen

    Edelstella

    18. May 2016 um 16:25

    Ein wunderschönes Cover zeigt die Symbole zweier Kulturen und die Farbe der Hoffnung. Der Titel erscheint in Gold, weil nichts wertvoller ist als die Freundschaft mit Menschen! Bettina Schuler konnte es nicht mehr aushalten, die Krisen dieser Welt anzusehen und zu Hause gemütlich vor dem Fernseher sitzen ging gar nichtmehr. Sie hat es sich gründlich überlegt, hat sich kritisch auseinandergesetzt und hat dann einen Yoga-Kurs für Frauen in einem Berliner Flüchtlingsheim angeboten. Eine gute Idee. Yoga ist voller Symbole, ohne Sprache zu lernen und Menschen können sich so kennenlernen, Vertrauen fassen, sich guttun. Das beschreibt sie, auch die ersten Hürden mit der Sozialarbeiterin, Mißverständnisse mit den Frauen (wenn z. B. das Handy klingelte während der Stunde) und ihre Tränen der Scham, wenn sie mit unseren Maßstäben verstehen wollte und lernte, dass das Handy der einzig Kontakt zu den Angehörigen war. Bettina Schuler ist eine empathische Frau, die etwas geben möchte, ohne die Menschen unter Druck zu setzen, die schon Traumata genug hinter sich haben. Sie ist eine tatkräftige Frau, wenn es darum geht, auch mal bürokratische Hürden zu umgehen und sie ist auch emotional, wenn sie sieht, dass die Geflüchteten Menschen nicht gut behandelt werden. Aber vor allem ist sie sehr selbstkritisch und das ist ungemein wichtig im Ehrenamt, wenn wir die Menschen aus Krisengebieten integrieren wollen. Mir hat die Geschichte um Arwa und ihre Familie und Bettina und ihren Nächsten sehr gut gefallen, sie hat doch mal wieder gezeigt, wie ähnlich wir ticken und das wir erstmal ohne Vorurteile auf die neuen Mitbürger zugehen sollten. Natürlich gibt es auch schwarze Schafe, aber die gibt es überall. Mich berühren die Annäherungen der Frauen, die Geschichten die wir hier hören und die unglaublichen bürokratischen Probleme in so einem reichen Land, wie unseres. Aber es gibt schöne Dinge, die mich das Buch genießen lassen und meine Welt wieder etwas richten. Solche Menschen wie Bettina Schuler sind Vorbilder und öffnen Augen, Herzen und auch den Verstand. Dieses Buch ist näher dran am Geschehen, raus aus der Anonymität. Hier werden die Menschen wie Arwa und ihre Familie sichtbar. Wir können nicht mehr weggucken und meinen es betrifft uns nicht. In einer globalen Welt betreffen Krisen uns alle, wir können nicht nur von ihr profitieren, wir tragen auch Verantwortung. Wenn das langsam durchsickert, kann die neue Situation eine große Chance des Miteinanders für uns werden. Ich werde dieses Buch weiter an meine Freundin geben und kann nur sagen: „Danke, Bettina Schuler!“ Hier gibt es eine klare 5 Sterne-Leseempfehlung.

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  • Für das Leben lernen

    Norahib bikom heißt willkommen

    theaa24

    15. May 2016 um 11:26

    Norahib bikom heißt willkommen von Bettina Schuler handelt vom freiwilligen Engagement in der Flüchtlingshilfe in Berlin. Sie berichtet von ihren Erlebnissen, Herausforderungen und ihren Erfahrungen, die sie in dieser Arbeit macht.Die Geschichte, die überwiegend aus den eigenen Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe berichtet ist gut unterfüttert durch recherchiertes Hintergrundwissen. Ein Einblick in die Arbeit von Freiwilligen ist dadurch möglich, aber auch gesellschaftlich steckt viel in der Geschichte. Denn die Gedanken- und Gefühlswelt der Menschen, die mit Flüchtlingen konfrontiert werden wird deutlich.Es handelt sich um eine leicht nachvollziehbare Geschichte, die durch ihren alltagsnahen Sprachgebrauch alle Lesergruppen mit einbezieht und leicht verständlich ist.Schön finde ich auch wie man als Leserin beobachten konnte wie eine wunderbare Freundschaft entsteht trotz der schwierigen Lebenslagen der Flüchtlinge.Wünschenswert wäre für mich eine kritischere Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit im Nachhinein gewesen. Dadurch wäre vielleicht noch deutlicher geworden wie schwierig freiwilliges Engagement tatsächlich ist.Das Buch ist empfehlenswert und stellt die Gedanken und Gefühlswelt von Freiwilligen gut dar und ermöglicht einen Einblick in die Thematik.

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  • Norahib bikom - Wirklich willkommen?

    Norahib bikom heißt willkommen

    Jester888

    12. May 2016 um 08:24

    Das Buch erzählt von einer ehrenamtlichen Helferin die sich mit einer syrischen Flüchtlingsfamilie anfreundet und diese nun in ihr eigenes Leben integriert, so weit zum Inhalt. Drei Sterne bekommt das Buch von mir weil es leicht und locker zu lesen ist, so als würde man die Geschichte einer Freundin erzählen. Das Ganze kommt allerdings so unreflektiert daher das ich mich frage, muss das sein? Ich habe diese Einladung (von Merkel und Co) nicht ausgesprochen, habe den Krieg nicht angefangen und trotzdem muss ich nun dafür bezahlen, aber das ist ein anderes Thema. Nun denn, warum gibt die Autorin z.B. den Yogaunterricht nur für Frauen? Ah, vielleicht weil ihr bewusst ist was diese Männer über uns denken (Objekte die man(n) benutzen kann wie man will). Warum regt sie sich über die deutsche Bürokratie so auf? Soll man noch mehr Chaos haben, wie es jetzt schon ist? Sicher sind viele Stellen überfordert (kein Wunder bei dem unkontrollierten Menschenstrom), aber da würde ich z.B. Zahlen ausgeben für einen Tag inkl. Datum und mehr gibt´s nicht. Dann müssten die anderen auch nicht ewig warten und das auch in der Nacht...Warum über andersdenkende Menschen ablästern? Sie wollen nun mal keine Flüchtlinge in ihrem Haus! Mag sein das dies einer Vorverurteilung gleich kommt, aber man sollte für diese Menschen, die schlicht und einfach Angst haben, auch Verständnis aufbringen. Genauso wie sie es tut weil die Flüchtlinge nicht regelmässig kommen und ihre Handy´s anlassen im Yogaunterricht. Das lässt die Autorin ja auch ohne wirkliche Nachfrage gelten. Die haben so viele Termine, ganz sicher... Die müssen genau in dieser Stunde erreichbar sein, ganz sicher... (übrigens das Bild hinten am Buchcover lässt mich nicht eine arme syrische Frau vermuten ((wie mir das Buch vermitteln will)) - jedem dem ich diesem Bild zeigte war derselben Meinung - man sieht eine herrische Frau die bekommt was sie will und das hat sie ja auch). Abschließend: Diese Gutmenschen/Schlechtmenschen Einteilung wird die Länder spalten. Die einen haben dieses unreflektierte "wir müssen helfen" denken, die anderen sehen in jedem einen potentiellen (Atten)Täter. Das Land ist gespalten und hier braucht es eine Lösung. Weder alle willkommen heißen, noch alle zurückschicken kann es sein. (Rezension zu meinem 6ten GB)

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  • erzählte Zeitgeschichte

    Norahib bikom heißt willkommen

    irismaria

    10. May 2016 um 11:12

    "Norahib bikom heißt willkommen" von Bettina Schuler hat den Untertitel "Von ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe, einer syrischen Familie und mir. Eine Freundschaftsgeschichte" und das gibt den Inhalt und die Intention des Buches gut wieder. Es ist ein persönlicher Bericht einer Berlinerin, die 2014 in der Flüchtlingskrise aktiv wird und in einer Frau aus Syrien eine neue Freundin findet. Bettina ist Yogalehrerin und bietet in einem Flüchtlingsheim einen Yogakurs für Frauen an. Nach einigen bürokratischen Hindernissen kommen die ersten Schülerinnen, unter ihnen auch Arwa aus Syrien. Bettina und Arwa und ihre jeweiligen Familien freunden sich an und Bettina hilft Arwa bei der Wohnungssuche und vielen weiteren Dingen. Wer selbst mit Flüchtlingen arbeitet, wird vieles wieder erkennen, etwa seltsame bürokratische Hindernisse, Menschen, die hinter dem ehrenamtlichen Engagement egoistische Motive vermuten, kulturelle Unterschiede und herzliche Begegnungen. Das Buch ist lebendig erzählt und sehr gut zu lesen und über vieles kann man schmunzeln, über anderes den Kopf schütteln. Nebenbei erfährt man einiges über die Flüchtlingskrise und den Umgang damit. "Norahib bikom heißt willkommen" ist erzählte Zeitgeschichte und macht gleichzeitig Mut, sich auf ehrenamtliches Engagement und interkulturelle Begegnungen einzulassen.

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  • vom ehrenamtlichen Yogakurs zu einer wunderbaren Freundschaft

    Norahib bikom heißt willkommen

    Frenx51

    07. May 2016 um 13:35

    Bettina Schuler lebt in Berlin, ist Mutter und ausgebildete Yogalehrerin. Aufgrund der Flüchtlingskrise fasst sie einen Plan-sie will helfen, in dem sie Yogakurse in einem Flüchtlingsheim anbietet. Was anfangs etwas merkwürdig klingt, entwickelt sich zu einer tollen Idee, an der viele Flüchtlingsfrauen teilnehmen. In ihrem Yogakurs lernt sie auch Arwa kennen, sie ist die erste Schülerin von Bettina und mit ihren Kindern vor dem Krieg aus Syrien geflohen. Die beiden lernen sich kennen und es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen ihnen. Das Buch von Bettina Schuler gefällt mir sehr gut, es beschreibt ihre Geschichte als ehrenamtliche Yogalehrerin und die Geschichte dieser Freundschaft. Es ist ein sehr persönliches Buch, welches Freude, Ängste, Gedanken und neue Ideen beschreibt. Der Leser erfährt unter anderem etwas über das Ehrenamt, die Geschichte von Arwa und ihre Flucht, den Umständen in Syrien, der deutschen Bürokratie und von ganz unterschiedlichen Menschen, z.B. Frauen, die am Yogakurs teilnehmen, Helfern und Menschen die spenden. Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt, da es neben dieser persönlichen Seite, also der Freundschaft zwischen Arwa und Bettina, auch immer viele Hintergrundinfos dargestellt hat, die Lesern die Flüchtlingsproblematik näher bringen kann. So wird Offenheit und Informationsfluss gefördert, man erfährt positives aber auch die ein oder andere Hürde. Natürlich wird kein Gesamtüberblick über die Flüchtlingspolitik geschaffen, trotzdem bietet es ebenfalls einen ersten kleinen Einblick ohne dass das Buch mit zu vielen Infos bestückt ist. Ich wurde gefesselt, da mich der Schreibstil der Autorin mitgenommen hat, auf ihre Reise und ihre Freundschaft. Es war sehr lebendig und interessant geschrieben und durch Dialoge und kleine Anekdoten, aber auch die Gedanken der Autorin vervollständigt. Sie hat sich selbst Fragen gestellt, die zum Nachdenken anregen und sehr ehrliche und nachdenkliche Worte gefunden und trotzdem ist sie den Flüchtlingsfrauen immer sehr offen begegnet. Ich fand dieses Buch wirklich wunderbar zu lesen und ich kann es nur weiter empfehlen, es beinhaltet viele schöne Worte und Begegnungen und vielleicht kann es die ein oder andere Person dazu bewegen, ebenfalls ein Ehrenamt zu übernehmen-es gibt genügend Möglichkeiten, auch außerhalb der Flüchtlingshilfe. Auf jeden Fall kann es Offenheit schaffen und ist ein tolles Lesevergnügen.

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  • [Rezension] Norahib bikom heißt willkommen - Bettina Schuler

    Norahib bikom heißt willkommen

    LostHope2000

    04. May 2016 um 15:29

    Cover: Das Cover ist recht schlicht gestaltet, im Laden hätte ich es mir wohl nicht geholt auch wegen den Titel der mir so nichts sagen würde. Durch den goldenen Eintrag in der Mitte wurde ein jedoch bewusst worum es grob geht und so hätte ich den Buch auch eine Chance gegeben und den Buchrücken gelesen. Worum es geht: In diesem Buch geht es um die Autorin die sich um Flüchtlinge kümmert. Sie wollte unbedingt etwas tun und so bot sie ein Yoga Kurs im Flüchtlingsheim an, es kam auch recht gut an und dort traf sie auf eine Frau Namens Arwa, die später ihre beste Freundin wird. Bettina geht mit ihr zu den ganzen Terminen wie Arzt Termine oder macht den bürokratischen Kram mit ihr weil sie damit nicht so klar kommt. Sie gehen durch dick und dünn und lassen sich nicht unterkriegen!Meine Meinung: Ich habe mich sehr gefreut das Buch endlich in den Händen halten zu dürfen und schon als ich die ersten Seiten gelesen habe war ich so fasziniert davon das ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich musste schmunzeln, heulen und war nach mehreren Kapiteln sehr aufgewühlt. Ich sehe jetzt alles mit ganz anderen Augen und wenn mir was unklar war konnte ich hinten im Glossar nach gucken wo alles genau erklärt war, das gibt schon mal ein Plus Punkt und richtig gut finde ich auch das noch sehr viel mehr Info-material drin steckt. Wie zum Beispiel die Karte um zu sehen welchen weg Arwas Familie gehen mussten um endlich an ihr Ziel zu kommen oder die Geschichte wie es dazu kam und alles, das finde ich einfach nur Super, deswegen auch komplette 5 Sterne!  

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  • Politik verpackt in einer kleinen Geschichte

    Norahib bikom heißt willkommen

    schickchriska

    03. May 2016 um 13:35

    Am Anfang war ich mir nicht so sicher, worin es jetzt eigentlich in dem Buch geht. Um eine Frau, die sich ehrenamtlich engagieren will - mit Yogaunterricht in Flüchtlingsheimen. Oder um die Geschichte einer geflüchteten Familie. Oder um die deutsche Flüchtlingspolitik. Ich denke, es geht um alles ein bisschen und gibt einem einen sehr reellen Einblick in das, was täglich hier in Deutschland passiert.Für mich teilweise etwas zu tagebuchartig erzählt aber trotzdem wirklich schön verpackt - die Geschichte einer Deutsch-Syrischen-Freundschaft.

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  • eine deutsch-syrische freundschaft in berlin

    Norahib bikom heißt willkommen

    eulenmama

    28. April 2016 um 17:04

    inhalt: als bettina schuler 2014,in den nachrichten erneut bilder über die flüchtlingskrise sieht,entschließt sie sich nach einiger überlegung,nicht ob sondern wie,ehrenamtlich tätig zu werden.sie ist ausgebildete yogalehrerin und bietet in einem flüchtingsheim,yogastunden für syrische frauen an.arwa ist ihre erste schülerin,nach und nach kommen die anderen dazu.zwischen arwa und bettina entwickelt sich langsam eine freundschaft.so erfährt bettina,von arwa das sie monatelang mit ihren kindern auf der flucht war,unter unmeschlichen zuständen.ihr mann ist immer noch auf der flucht,handy und internet die einzige verbindung.auch in deutschland ist es für sie alles andere als einfach.bürokratische hürden wohin man schaut.gemeinsam machen sich arwa und bettina auf den steinigen weg.meinung:durch das buch verstehe ich die hintergründe jetzt besser.so vieles hat sich für mich aufgeklärt.zum beispiel das es in syrien vor dem krieg,ein leben und leben lassen war,was die religionen betrifft,jeder durfte diese ausleben,wurde akzeptiert ein miteinander,egal ob nun christ ,moslem... finde ich stark.im glossar wird einiges erklärt,uber glauben,lebensweise und viel mehr.durch die freundschaft von den beiden frauen,wurde mir klar,die werte sind gar nicht so weit weg von den unseren.ganz normal halt,leute wie du und ich.sie haben die hölle durchschritten und haben doch noch hoffnung.ihnen gilt mein respekt.und den leuten die im ehrenamtlich ihnen das willkommen und intregration erleichtern.durch bettinas ehramtliche tätigkeit konnte man hinter die bedeutung schauen.und wurden auch verschiedene sichtweisen gezeigt.auch die kritik an den zuständen in den heimen wurde geschildert.bettinas mann,ich nenne ihn der helfer,hinter der helferin,hat sie tatkräftig und einfühlsam unterstützt.ich wünsche bettina und arwa viel kraft weiterhin.die botschaft das die freundschaft und das leben mit den syrischen menschen und uns bereichernd für beide seiten sein kann.man muß nur sich öffnen für das neue.eine absolute leseempfehlung für menschen die verstehen wollen, öffnet eure herzen dafür, fünf sterne

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  • Rezension: "Norahib bikom heißt willkommen" (Bettina Schuler)

    Norahib bikom heißt willkommen

    Anchesenamun

    27. April 2016 um 20:30

    Zum Inhalt: Bettina Schuler ist Journalistin, Autorin, Yogalehrerin und Mutter. Eigentlich hat sie damit schon genug zu tun. Doch als sie 2014 die verstörenden Bilder der vielen Flüchtlinge auf dem Weg nach Deutschland sieht, möchte sie unbedingt helfen. Aber womit wäre den Hilfesuchenden gedient, das Bettina bieten kann und in ihren eng gestrickten Zeitplan passt? Kurzerhand beschließt sie, weiblichen Flüchtlingen Yogaunterricht zu geben. Nach anfänglichen Berührungsängsten gewinnt Bettina ihre Yogaschülerinnen schnell lieb, vor allem die Syrerin Arwa. Zusammen mit ihren beiden Teenager-Kindern ist diese wie so viele andere ihrer Landsleute vor Krieg und Terror nach Europa geflohen und in Berlin gelandet. Ihr Mann hängt zu dieser Zeit noch in Italien fest. Fortan begleitet Bettina Arwa zu nervenaufreibenden Behördengängen, Arztbesuchen oder bei der Wohnungssuche. Aus einem Ehrenamt erwächst echte Freundschaft zwischen den beiden Frauen, und Arwas Familie wird bald ein fester Bestandteil von Bettinas Leben. Meine Meinung: Die Flüchtlingskrise ist aktuell wie nie zuvor. Während die Politiker diskutieren, ohne handfeste Lösungen zu präsentieren, können Behörden und Sozialarbeiter das enorme Pensum kaum noch stemmen. Hier setzt die Arbeit der Ehrenamtlichen an. Die Autorin stolpert regelrecht in ihr Ehrenamt und muss erst langsam hineinwachsen. Sie ist genauso unbedarft wie der Durchschnittsbürger, so dass ich mich gut mit ihr identifizieren konnte. Sie stellt sich simple Fragen, die wohl jeden beschäftigen, der sich überlegt, ein Ehrenamt zu übernehmen: Kann ich das? Was genau kann ich bieten, das von Nutzen ist? Habe ich überhaupt Zeit dafür? Werde ich das auch dauerhaft durchziehen? Neben der Handlung, die episodenhaft erzählt wird, macht sich die Autorin viele Gedanken über ihr Ehrenamt und eine gelingende Integration von Flüchtlingen. Sie sieht sich mit vielen neuen Dingen konfrontiert und stößt manchmal auch an ihre Grenzen, z. B. wenn es um die Idiotie von gesetzlichen Regelungen oder die Sturheit mancher vorurteilsbehafteter Menschen geht. Manchmal fragte ich mich jedoch, ob die Autorin, die ja als Akademikerin und Journalistin sicherlich sehr belesen ist, wirklich so wenig Wissen zu manchen Themen hatte oder ob die vielen, regelrecht belehrenden Gespräche mit Anderen nur ein Stilmittel waren, um den Leser auf den gleichen Wissensstand zu holen. Der Schreibstil ist - auch dank vieler Dialoge - lebendig und das Buch lässt sich wirklich angenehm und schnell lesen. Manche Kapitel hätte ich mir aber ein bisschen ausführlicher gewünscht. Trotz der ernsten Thematik ist das Buch nicht schwermütig, sondern durchaus auch humorvoll. Für die meisten Schmunzler hat bei mir wohl die 16jährige Arees gesorgt, die zwar eine anstrengende Flucht aus einem von Bürgerkrieg zerrütteten Land hinter sich hat, aber dennoch letztendlich vor allem eins ist: Ein Teenager auf der unermüdlichen Suche nach WLAN. Ich gebe zu, dass es mir bis dahin gar nicht in den Sinn kam, dass ein syrisches Mädchen als Emo herumläuft. Aber ja, warum eigentlich nicht? Mein persönlicher Held war aber Bettinas Ehemann Karl. Er unterstützt das Engagement seiner Frau, nimmt Arwas Familie mit offenen Armen auf und agiert ein bisschen als kleines Engelchen auf der Schulter, das der Autorin immer dann den Spiegel vors Gesicht hält, wenn sie in ihrem Eifer auch mal unfair wird gegenüber anderen Ehrenamtlichen oder denen, die sich gar nicht engagieren. Oft muss Bettina einsehen, dass sie manchmal zu vorschnell urteilt und die Ansprüche, die sie an andere hat, selbst nicht (immer) erfüllen kann. Wie der Untertitel bereits sagt, steht die Geschichte von Arwa und Bettina und ihrer besonderen Freundschaft im Mittelpunkt. Es werden zahlreiche Themen angesprochen, die mit der Flüchtlingskrise einhergehen, die aber aufgrund ihrer Komplexität hier nur oberflächlich behandelt werden können. Wer sich über die Thematik an sich informieren will, sollte besser (zusätzlich) zu einem Sachbuch greifen. "Norahib bikom" hat sicherlich nicht den Anspruch, umfassend über die Flüchtlingskrise aufzuklären, sondern ist ein Erfahrungsbericht, der unterhalten und Lust auf ein Ehrenamt machen soll. Und das tut er auch.

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