Bettina Spoerri

 4.7 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Herzvirus, Konzert für die Unerschrockenen und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Zürich abseits der Pfade

Neu erschienen am 01.10.2019 als Taschenbuch bei Braumüller Verlag.

Alle Bücher von Bettina Spoerri

Cover des Buches Herzvirus (ISBN:9783992001545)

Herzvirus

 (4)
Erschienen am 01.03.2016
Cover des Buches Konzert für die Unerschrockenen (ISBN:9783992000968)

Konzert für die Unerschrockenen

 (2)
Erschienen am 01.09.2013
Cover des Buches Zürich abseits der Pfade (ISBN:9783991002987)

Zürich abseits der Pfade

 (0)
Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Schneller als Licht (ISBN:9783726900328)

Schneller als Licht

 (0)
Erschienen am 01.06.2016

Neue Rezensionen zu Bettina Spoerri

Neu

Rezension zu "Herzvirus" von Bettina Spoerri

Hervirus
Sumsi1990vor 3 Jahren


Dies ist mein 9. buch in der heurigen Romanchallenge und bisher mein persönliches Highlight. 


Zur Optik:
Das Cover des Romans ist einfach wunderschön. Es zeigt ein Bild einer Frau, die unter ihree Sonnenbrille versteckt ist. Aufgrund des diesbezüglichen Inhalts des Buches gehe ich davon aus, dass dieses Foto die Mutter der Autorin zeigt und würde diese Tatsache dann noch toller finden. Das Buch ist gebunden, jedoch für das relativ kleinformatig und liegt gut in der Hand.


Zum Inhalt:
Bettina Spoerri verarbeitet in diesem Buch das Leben ihrer Mutter. Diese war alleinerziehende Singlemutter von 3 Kindern, Sekretärin und Lehrerin und erkrankte mit zunehmenden Alter immer stärker an psychischen Problemen unter anderem Depressionen, Wahn und manisch depressiven Episoden. 


Zum Schreibstil: 
Das Buch ist in kurze Kapitel gegliedert (zirka 3 bis 12 Seiten). Die Geschichte wird aus Sicht der Tochter, also der Autorin erzählt. Zwischendurch finden sich jedoch auch immer wieder Aufzeichnungem der tragischen Heldin selbst. 


Das Buch besitzt einen solch herzerwärmenden, aber doch nüchternen Schreibstil, wie es wohl nur eine Tochter über die eigene Mutter schreiben kann. Es ist - trotz der starken emotionalen Aspekte des Romans und des schwierigen Thema - so leicht und schnell zu lesen, dass man es besser nicht machen kann!


Mein Fazit:
Ich hatte dieses Buch schon sehr lange zu Hause bevor ich zu lesen begonnen habe. Wahrscheinlich auch gerade wegen dem schlimmen, emotionalen Thema. Aber es hat alle meine Erwartungen übertroffen.


Die Autorin lässt uns mit einem solchen Einfühlungsvermögen und mit so viel Herz an einer ihrer persönlichsten Geschichten teilhaben, dass man dies einfach mit ganz viel Lob honorieren muss.


Abgesehen davon berührt mich diese Hommage an ihre Mutter, die gleichzeitig das größte Kompliment und Geschenk für diese ist ungemein. In Wirklichkeit sollte jeder Mensch, unabhängig davon ob diese ein solch außergewöhnlicher Mensch war oder nicht, ein solches Buch über die eigene Mutter schreiben!

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Rezension zu "Herzvirus" von Bettina Spoerri

Mutter und Tochter
Petrisvor 3 Jahren

Bettina Spoerris Erstling „Konzert für die Unerschrockenen“, das der jüdischen Cellistin Leah ein Denkmal setzt, ist mir in guter Erinnerung geblieben. Deshalb war ich auch sehr neugierig auf den neuen Roman der Autorin.

Das Cover fand ich anziehend, etwas verschwommen das Portrait eine Frau in Nahaufnahme, wohl die Mutter der Autorin, die im Mittelpunkt der Geschichte stehen sollte.
Ich mag Spoerris Schreibstil sehr, wie sie beobachtet und formuliert, das lässt mich immer ganz nah dran sein am Geschehen. Der Stil und die Erzählweise sind es auch, die mich das Buch mit vier Sternen bewerten lassen. Und auch die Stellen, in denen sie über Musik schreibt. Die fand ich sehr gelungen.

Inhaltlich hatte der Roman allerdings definitiv Längen, das Erzählte erschien mir teilweise auch zu alltäglich, nicht erzählenswert,…
Mein Problem habe ich auch damit, wenn eine wahre Familiengeschichte erzählt wird und das Ganze dann als Roman bezeichnet wird. Ich dachte immer, dass die Fiktion ein Merkmal des Romans ist. Das hier könnte man maximal als autobiographischen Roman bezeichnen, aber selbst dafür ist er zu nahe dran an der Realität. Ich finde eher, dass das hier eine wahre Geschichte ist. Literarisch erzählt, das schon, aber für mich einfach kein Roman! Sollte ich mich irren und doch sehr viel daran Fiktion sein, ist es nicht wirklich zu erkennen und auch im Klappentext nicht so beschrieben.
Und damit hat auch der nächste Kritikpunkt zu tun. Die eigene Geschichte zu erzählen ist hart, sehr mutig auch und dann noch die nötige Distanz zu wahren, um zu unterscheiden, was nur für einen selber interessant ist oder auch für Außenstehende, das ist unglaublich schwer und hier nicht unbedingt gut gelungen.

Alles in allem habe ich den Roman sehr gerne gelesen, war aber nach dem ersten Buch ein wenig enttäuscht. Ich habe lange überlegt, wie ich ihn bewerten soll, auch weil ich die Autorin auf einer Lesung letztes Jahr in Leipzig als sehr interessante und sympathische Frau erlebt habe, das macht es mir immer schwerer, kritisch zu sein. Deshalb und weil ich stellenweise richtig gefesselt war und eben auch die Erzählweise sehr gemocht habe, sind es vier Sterne geworden. Und ihren nächsten Roman werde ich sicher wieder lesen wollen!

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Rezension zu "Herzvirus" von Bettina Spoerri

Liebevolle, doch schwierige Kindheit!
Igelavor 3 Jahren

Eine junge Frau muss von ihrer Mutter Abschied nehmen .Nach deren Tod räumt sie ihre Sachen und reist 30 Jahre zurück in die Vergangenheit. 
 Aufgewachsen ohne Vater, mit 2 Brüdern ,war ihre Kinder- und Jugendzeit geprägt von der Zuwendung ihrer Mutter.Diese war sehr liebevoll, doch sie ging auch sehr unkonventionell mit ihren Kindern um. Egal ob die Feuerwehr an einer Geburtstagsfeier auftaucht,weil die Mutter ihren Kindern erlaubt mit Feuer zu spielen, oder in Gedanken Briefkästen in die Luft sprengt...das Leben der Familie ist sehr bunt. Und wird gleichzeitig auch beeinflusst von den Zwängen,wie die Kontrollsucht ob der Herd ausgeschaltet ist oder die Angst vor Keimen der Mutter.

Die Geschichte um die Protagonistin, die das ganze Buch über nicht mit dem Namen angesprochen wird, hat mich  in den Bann gezogen.Was  mit einer glücklichen Kindheit beginnt , gipfelt schlussendlich in einem unvorhersehbaren Höhepunkt. Die Geschichte ist so gestaltet, dass Erinnerungen, Episoden aneinander gereiht wurden,dass in rascher Reihenfolge und meist ohne erkennbaren ,roten Faden die Geschichte der Familie erzählt wird. Nach und nach begreift man als Leser, dass die Protagonistin zwar eine liebevolle doch auch schwierige Kind und Jugendzeit hatte.
Der Schreibstil ist abgehackt, kurz und eher detailarm. Da die Geschichte in der Schweiz spielt ,werden ab und zu Ausdrücke in Schweizer Dialekt  wie beispielsweise "gstabig" benutzt.Teilweise werden die Namen der Dörfer mit A. oder S. bezeichnet...hat mich etwas gestört....die Autorin hätte ja auch fiktive Namen einsetzen können.
Eine fesselnde Geschichte, die mir persönlich etwas zu arm an Details war. Gerne hätte ich mehr über die Protagonistin, wie Namen und jetzige Lebensumstände erfahren.

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