Bettina Steinbauer

 3.4 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor von Zwei im Sinn, Das Unbehagen der Elsa Brandt und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Bettina Steinbauer

Bettina SteinbauerZwei im Sinn
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Zwei im Sinn
Zwei im Sinn
 (31)
Erschienen am 01.09.2008
Bettina SteinbauerDas Unbehagen der Elsa Brandt
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Das Unbehagen der Elsa Brandt
Das Unbehagen der Elsa Brandt
 (4)
Erschienen am 02.09.2015
Bettina SteinbauerZwei im Sinn: Roman (Solibro Literatur)
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Zwei im Sinn: Roman (Solibro Literatur)
Zwei im Sinn: Roman (Solibro Literatur)
 (0)
Erschienen am 01.12.2012

Neue Rezensionen zu Bettina Steinbauer

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Das Unbehagen der Elsa Brandt" von Bettina Steinbauer

"Alles bleibt ohne Nachhall"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Elsa Brandt leidet. Sie kann das Leben nicht fassen. "Warum soll ich etwas fassen, was ich am Ende nicht halten kann?", fragt sie sich. Klar kennt sie "den abgelutschten Carpe-diem-Anspruch" und die wenigen Momente, in denen alles gut ist. Doch, so klagt sie, solche Augenblicke kann man nicht mitnehmen. Und schon gar nicht ins Grab.

"Lieber das Unerträgliche als das halb Erträgliche. Das Unerträgliche bringt mich um oder verändert mich. Das halb Erträgliche hält nur aus." Klingt irgendwie nach Nietzsche, aber es beschreibt den Schmerz, der in Elsa Brandt rumort. Deshalb findet man diese Sätze wohl auch als eine Art Hinweis bevor man überhaupt die erste Seite dieses Romans gelesen hat.

Elsa Brandt macht merkwürdige Dinge. Sie hört den Verkehrsfunk nach Staus in ihrer Nähe ab, um dann dorthin zu fahren und sich Männern anzudienen. Vielleicht steckt ja in irgendso einer Zufallsbekanntschaft noch ein Kick, der ihre Gefühlstaubheit wenigstens zeitweise aufhebt. Aber da kommt nichts außer Öde. Elsa ist "nur noch genervt und aller Dinge überdrüssig." Lorenz, der "ihr Leben warm gemacht hat", ist weg. Sie weiß nicht einmal, ob sie ihn geliebt hat. Schon bei dem Wort Liebe kommt Angst in ihr auf, denn "wenn es Liebe war, wäre nichts Größeres mehr vorstellbar". Davor fürchtet sie sich, weil Lorenz in ihr nicht das Feuer entfachen konnte, das sie nicht beschreiben kann, weil sie es noch nicht erlebt hat. Aber irgendwoher weiß sie, dass sie sich danach sehnt.

In Elsa tobt ein Dilemma. Ein wildes Herz sucht nach einem Gegenstück. Ohne diese unerträglichen Halbheiten. Passend, aber nicht abgeschliffen. Sie kann es nicht finden, weil sie Angst hat, sich wirklich zu öffnen und sich der Ungewissheit des Lebens zu stellen. Sie sehnt sich nach leidenschaftlicher Liebe und redet sich gleichzeitig ein, dass dieser leere Platz in ihr wohl niemals besetzt werden wird. Nach außen trägt sie nur Schroffheit und Provokation. Bis sie Justus trifft, der sich davon nicht abschrecken lässt.

Bettina Steinbauers sprachgewaltiger Roman erzählt Elsas Suche nach einem Anker in ihrem Leben. Auf die eine oder andere Art werden ihre Leser Elsas Unbehagen vielleicht selbst schon einmal kennengelernt haben. Man weiß, dass einem etwas fehlt, aber man glaubt einfach nicht mehr daran, dass dieser Mangel überhaupt jemals beseitigt werden kann. Bis sich plötzlich eine Tür öffnet, gegen die man unvermutet gerannt ist, weil man sie noch nicht einmal gesehen hat.

Ein überraschend gutes Buch über einen Schmerz, der so selten nicht ist.

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Angela2011s avatar

Rezension zu "Zwei im Sinn" von Bettina Steinbauer

Rezension zu "Zwei im Sinn" von Bettina Steinbauer
Angela2011vor 7 Jahren

Inhalt
Klara Marxen, von Beruf Journalisitin, ist geschieden und hat drei Kinder.
Auf einem Kongress lernt sie den Professor der Pysik, Arthur Eisenberg kennen, verheiratet und Vater von vier Kindern aus 2 verschiedenen Ehen. Von seiner Wortgewandheit und Schlagfertigkeit ist sie beeindruckt, auch wenn er durch seine Art und Weise mit Menschen zu reden und umzugehen, sehr arrogant scheint. Jedoch verspürt Klara den Wunsch, auch wenn er verheiratet ist, mit ihm eine leidenschaftliche Nacht zu verbringen.
Obwohl es nur bei dieser einen Nacht bleiben sollte, bekommt sie plötzlich SMS-Nachrichten von Arthur, während sie mit ihren Kindern im Urlaub ist. Es ist eine Liebe der ungewöhnlichen Art an - mit einem Ende wie es wohl kommen musste...

Meine Meinung
Der Einband des Buches finde ich sehr gut gewählt, denn er verrät meiner Meinung nach schon, dass es sich um kein Happy-End handeln muss.
Es zeigt eine Frau, die einsam eine Straße entlang geht. Das Buch enthält auch auch rosa Lesebändchen, was ein schöner Kontrast zum grau-weißen Einband ist.
Beim Lesen der ersten Seiten bemerkt man sofort, dass dies ein ungewöhnlicher Schreibtstil ist, wenn man so etwas noch nicht gelesen hat. An manchen Stellen etwas schwer verständlich, und ich fragte mich wieso man in der heutigen Zeit solche SMS verschickt. Sie sind so geschrieben, dass es manchmal unrealisitisch wirkt, wie sie kommunizieren in der heutigen Zeit. Wenn man sich aber reingelesen hat, versteht man den Schreibstil der Autorin Bettina Steinbauer aber gut, da das Buch in der Gegenwart spielt. Es ist aus der Ich-Perspektive von Klara geschrieben, und somit kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen, als würde man daneben stehen und es miterleben. Denn es stellen sich Fragen in einem selber auf, wie man reagiert, oder ab wann man die Affäre beendet hätte.
Trotzalledem muss ich sagen, dass es eine schwere Lektüre für mich war, denn da habe ich doch bemerkt, dass die Gegenwartsliteratur wohl nichts für mich ist, in diesem Zusammenhang meiner einer solchen Geschichte.

Fazit
Ich würde es trotzdem empfehlen, wenn man auch mal eine ungewöhnliche Art der Liebe erleben möchte.

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jennifer0509s avatar

Rezension zu "Zwei im Sinn" von Bettina Steinbauer

Rezension zu "Zwei im Sinn" von Bettina Steinbauer
jennifer0509vor 8 Jahren

Inhalt
Klara lebt getrennt von ihrem Mann, sie haben drei gemeinsame Kinder und sie ist berufstätig. Auf einem der vielen Kongresse, an denen sie über die Firma mitarbeitet, lernt sie den Physik Professor Arthur kennen. Arthur ist verheiratet und hat vier Kinder. Bei einem weiteren geschäftlichen Termin sehen sie sich wieder. Klara ist beeindruckt von seiner Schlagfertigkeit und Wordgewandheit. Sie gehen gemeinsam aus und es kommt zum ersten Kuss.
In unregelmäßigen Abständen treffen sich die beiden wieder. Aber am Ende kommt es doch so, wie es wahrscheinlich kommen musste...

Bewertung
In letzter Zeit habe ich viele Jugendbüch gelesen und dort dominiert doch eher eine einfach Sprache. Gleich in den ersten Sätzen habe ich gemerkt, "ja dies ist ein Buch für Erwachsene" es gibt viele kleine versteckte Anspielung, manchmal auch Große, die zumindest ich nicht sofort verstanden habe. Dennoch ist der Schreibtsil der Autorin strukturiert und verständlich. Manchmal muss man halt etwas mehr überlegen.

"Zwei in Sinn" spielt in der Gegenwart, Klara lebt im heutigen Berlin. Die ganze Geschichte wird auch aus der Ich-Perspektive von Klara geschrieben, wir kennen somit ihre Gedanken und Gefühle.

Könnten Spoiler enthalten sein. Anfang ...
Klara ist eine starke Frau, die auch ohne ihren Mann die Kinder großziehen kann und ein gutes Leben führt. Irgendwann tritt Arthur hinzu. Anfangs erhellt er nun zwischendurch ihren Alltag, doch nach und nach ändert sich dies bei Klara. Arthur bekommt für sie eine immer wichtigere Bedeutung. Doch dann fangen auch langsam die Schwierigkeiten an, mit seiner schlagfertigen und provokativen Art bringt er sie in Verlegenheit. Sie kann ihn nicht immer verstehen, weiß nicht was er fühlt. Sie entwickelt sich zum verliebten Teenager, der nur noch auf eine Nachricht von ihrem Liebsten träumt. Dadurch fällt sie auch oft sehr tief. Denn eine Lebensbeziehung wird es zwischen ihnen nie geben. Nach der Erkenntnis, nicht immer warten zu wollen, macht sie Urlaub mit ihren Kindern und ist am Ende wieder am Anfang. Sie liebt ihn.

Es gibt insgesamt viele auf und ab's für Klara, die meist aus unbefriedigten Erwartungen resultieren. Ich als Frau konnte gut mit ihr mitfühlen. Wie sie auf das nächste Treffen hofft und dann muss er es ausfallen lassen. Wie sie sich nach Nähe sehnt und er seine Gefühle nicht zweigen kann.

Am Ende muss sie doch erkennen um sich selbst zu schützen, darf sie ihn zwar lieben, aber nichts erwarten. Und so ist es besser sich nicht mehr zu sehen.
.... Ende

Ich konnte aus der Geschichte nicht erkennen wie lange genau sich die beiden getroffen haben. Die einzelnen Kapitel folgten keiner genauen Zeitangabe. Mal war sie hier und im nächsten Kapitel mindestens ein paar Tage später woanderers. Diese Gedanke nervte mich im Kopf manchmal, wie lange sind sie nun zusammen? etc.

Arthur bleibt für mich und ich denke auch für Klara oft undurchsichtig, wieso, weshalb, warum tut er das, was er eben macht.

Letzter Satz: Des Menschen Engel ist die Zeit.

Fazit
Ein Gegenwartsroman mit einer Liebe, die nicht versucht die anderen zu verbiegen um ein Zusammenleben zu erzwingen. Aber auch einer Liebe, die kein Happy End finden kann. Es gibt in diesem Buch keine Spannungsbogen, wie man sie aus Abenteuerromanen und ähnlichen kennt. Denn dies ist das Leben. Ein auf und ab der Gefühle.

Eine Bewertung fällt mir schwer. Weil ich auch nicht weiß womit ich dieses Buch vergleichen soll. Ich habe es gerne gelesen, aber wieder gemerkt, dass ich doch nicht der Leser für Gegenwartsliteratur bin.

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