Edith ist 53, als ihr Vater in Paris verstirbt. Dadurch erfährt sie zum ersten Mal davon, dass sie aus einer teilweise jüdischen Familie mit deutsch-polnischen Wurzeln stammt. Als sie nachforscht, kommt sie auf die Spuren ihrer Großcousine Tatjana, die in Deutschland lebt. Auch sie hat wenige Informationen über ihre Familie. Sie weiß nur, dass sie aus Krakau stammen. Beide Frauen beginnen, die Vergangenheit ihrer Familien zu erforschen und Gemeinsamkeiten zu finden.
Das Buch greift wichtige Erinnerungen an die Zeit der Besetzung in Krakau auf. Es informiert in Romanform über den polnischen und den jüdischen Widerstand, die damaligen Gegebenheiten, die Möglichkeiten und die Gefahren. Auch das Schweigen der Familien danach wird erklärt. Das empfinde ich als sehr gelungen. Nicht ganz einverstanden kann ich mich mit der Figur von Adam erklären. Sein Verhalten ist nicht unbedingt das eines seriösen Historikers, auch wenn ich die persönlichen Bezüge verstehe. Auch die Meinung zum heutigen Krakau kann ich so nicht teilen. In der sozialistischen Zeit ist so viel zerstört worden bzw. ist regelrecht vergammelt, dass der heutige Aufbau, auch wenn er nicht 100-prozentig identisch jüdisch ist, immer noch besser als ein weiterer Verfall für mich ist. Ich habe Krakau besucht und fand die Stadt faszinierend und wunderschön.






























