Bettina Storks Das geheime Lächeln

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Inhaltsangabe zu „Das geheime Lächeln“ von Bettina Storks

»Ein wunderschöner und poetischer Roman von großer Intensität.« Sophie Bonnet
Als die Journalistin Emilia Lukin bei einer Auktion das Gemälde einer jungen Frau entdeckt, meint sie in ihr eigenes Spiegelbild zu blicken. Kann es sich um ihre Großmutter Sophie handeln? Um deren extravagantes Künstlerleben im Paris der 1930er-Jahre ranken sich wilde Gerüchte, Emilias Mutter Pauline aber hüllt sich in Schweigen. Emilia lässt das traurige Lächeln auf dem Porträt nicht mehr los, und so folgt sie dessen Spuren in die Provence und nach Paris. Dabei gerät sie tief in die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit ihrem verknüpft ist.

Auf der Suche nach einer Person die sie nie kennengelernt hat,und ihr doch so nahe fühlt

— Moorteufel

Ein sehr emotionales und gefühlsgeladenes Familiengeheimnis will gelüftet werden - unglaublich sprachgewandt, tiefgründig und lebendig.

— MartinaSuhr

eine berührende Geschichte, welche durch die Wortgewandtheit der Autorin, noch lange im Kopf bleiben wird

— Anneja

Ein wunderbarer Roman, den ich allen Leserinnen nur empfehlen kann.

— Bibliomarie

Mitreißend, fesselnd, sehr komplexe Figuren und verwobene Handlungsstränge. Tolles Setting. Unbedingt lesen!

— hasirasi2

Eine wunderbare und bewegende Geschichte. Unbedingt lesen!

— Monika58097

Ein einzigartiger Lesegenuss!

— Gina1627

Ein atmosphärischer Schmöker, der in die Vergangenheit entführt, unterhält und verzaubert.

— Svenjas_BookChallenges

Eine poetische Reise in die Vergangenheit, die noch lange nachklingen wird

— katikatharinenhof

Für mich eine herausragende Geschichte die berührt und begeistert! 💖 Eine längst vergessene Vergangenheit und die Suche nach Antworten.

— Solara300

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  • Ein Buch, das ich immer wieder lesen würde

    Das geheime Lächeln

    MartinaSuhr

    18. April 2018 um 17:02

    Gesamteindruck:Cover: Das Cover ist geheimnisvoll, romantisch und deutet schon einiges aus der Geschichte an. Es macht definitiv Lust aufs Lesen und ist äußerst gelungen.Schreibstil: Bettina Storks Sprache ist unglaublich tiefgründig, emotional und sehr oft auch poetisch. Ihre Worte und Phrasen sind so schön, so intensiv, man hat das Gefühl mit der Geschichte zu verschmelzen und sie zu erleben – weniger Beobachter, vielmehr stiller Akteur. Ich hatte das Gefühl den Mistral zu spüren, die Düfte zu riechen. Auch in diesem Roman beweist die Autorin wieder so viel sprachliches Feingefühl, dass sie die Handlung regelrecht zum Leben erweckt und alle Sinne beim Lesen anspricht.Plot & Charaktere: Die Charaktere sind authentisch, haben alle ihre Eigenheiten, kleine Macken und Ecken, die sie so lebendig und sympathisch machen. Keine künstlich konstruierten Idealvorstellungen, sondern Figuren, wie sie uns überall begegnen könnten. Doch auch der Plot hält einige verblüffende Überraschungen parat. Am besten haben mir die Rückblicke gefallen, wenn Bettina Storks durch Briefe und Erinnerungen das Fenster in die Vergangenheit öffnet. Wie schmal der Grat zwischen Glück und Drama sein kann, wird hier sehr deutlich. Ich könnte noch viele Worte verlieren, doch ich denke, dies ist eine Geschichte, die man selbst erleben sollte.Mein Fazit:Ein wunderbarer Roman, der mich mehr als nur unterhalten hat. Es war ein Spaß, die vielen Puzzleteile des Familiengeheimnisses zu lüften, zu rätseln, wie alles zusammenhängt und wer welche Rolle spielt. Fiktion und historische Fakten verschmelzen gelungen zu einem Roman, der auch nachdem die letzte Seite gelesen ist noch nachwirkt. Großes Kino.

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  • Die Geschichte einer Familie

    Das geheime Lächeln

    Anneja

    12. April 2018 um 15:51

    Als mich die Autorin fragte ob ich ihr Buch lesen wolle, konnte ich nix anderes außer ja sagen. Wie hätte ich auch ablehnen können, hatte mich ihr letztes Buch doch so dermaßen berührt und unterhalten. Zudem konnte mich niemand so sehr für Frankreich faszinieren, ein Land das mich bisher sehr wenig beschäftigte.  Eines kann ich schon sagen, in diesem Buch steckt pure literarische Magie, die sich mit jeder Seite weiter entfaltet. Gedanklich bin ich noch immer in diesem Buch, da mich die Eindrücke einfach nicht los lassen wollen. Denn auch wenn ich das Buch erst einmal gelesen habe, fühlt es sich so an als wäre die Geschichte jetzt ein Teil meines Lebens.  Die Geschichte spielt sowohl in Deutschland als auch in Frankreich und das in 2 verschiedenen Jahrzehnten. Zum einen erleben wir die Neuzeit und zum anderen, die 1930er Jahre. Gerade letzteres fühlte sich sehr realistisch an und beeindruckte durch facettenreichen Details. Es werden Kleinigkeiten erwähnt wie der Beruf des Lampenlöschers der Abends durch die Stadt zog und die Laternen löschte oder aber auch Gerätschaften wie Kameras und Autos. Auch der Umbruch mit dem "Deutschen Reich" findet seinen Weg in die Geschichte und bewegte mich zutiefst, da ich mit dieser nur wenig betraut bin.  Hätte ich am Ende des Buches nicht gelesen, das einige Orte oder Gegebenheiten erfunden sind, hätte ich vermutlich jedes einzelne Wort geglaubt. Tatsächlich hat die Autorin eine Netz aus Fiktion und Wahrheit gesponnen, welches man kaum aus einander halten kann. Orte wirkten zu echt, als das sie erfunden wären und so manche Geschichte wirkte zu unwahrscheinlich als das sie wahr sein könnte.  Frau Storks versteht es mit Worten umzugehen und schafft es dadurch ganze Kapitel gerade zu melodisch klingen zu lassen. Dies sorgte auch dafür das ich gerade zu geschmeidig durch die Geschichte kam und mir ebenfalls wünschte ein so ausgeprägtes Vokabular zu beherrschen.  Auch wenn das Buch über 450 Seiten besitzt, spürt man diese nicht. Man ist so gefangen von der Geschichte, das man diese vollkommen missachtet und einfach nur liest. Zwischendurch werden Straßen und Orte mit ihrer französischen Schreibweise geschrieben, was ich jedoch meist übersah und mir einfach einprägte wie sie geschrieben waren. So kam ich sehr gut durch das Buch, ohne Abstriche machen zu müssen. Emilia ist, wenn auch fiktiv, eine Person die ich zu tiefst schätze. Sie ist emotional, denkt aber stets rational und verblüffte mich stets mit ihren Kenntnissen. Ihr Herz schlägt für ihre Familie und das spürt man auch. Sie bemüht sich um ihre Mutter, die mit depressiven Phasen zu kämpfen hat, welche durch ihre Vergangenheit hervorgerufen wurden. Dies erfolgt mit soviel Hingabe, das es mich zu Tränen rührte. Allgemein ist Emilias Familie ein Hort der Sympathie. Sie wird von ihren Kindern geschätzt und hat einen Mann, welcher zwar einen Fehler machte, diesen aber um jeden Preis wieder gut machen möchte. Tatsächlich regte dieser Fehler, meine Gedanken an, da ich überlegte, wie ich handeln würde. Auch ihre Großmutter Sophie ist eine bemerkenswerte Frau, die sich gegen ihre Familie auflehnte um ihren Traum von einem Leben in Paris zu leben. Wo man am Anfang noch eine zarte Person erliest, haben wir am Ende eine gestandene Frau. Leider ist diese gebrochen, da ihr Leben auch Schattenseiten hatte. Selten, konnte mich eine Figur so sehr von Paris überzeugen, da sie in jeder Ecke etwas wundervolles fand.  Jean-Pierre wird nach und nach immer mehr ein großer Teil der Geschichte. Der anfangs noch sehr wortkarge Mann, schaffte es im Laufe der Geschichte aufzublühen, wodurch seine Verbindung zu Sophie, immer mehr an Bedeutung gewann. Seine eigene Vergangenheit ist eine Geschichte mit sehr viel Tiefgang und mit mehr Hindernissen, als ein Mensch ertragen könnte, aber er schaffte es. Am Ende freute ich mich für diesen Mann eine Familie gefunden zu haben, die ihn so nimmt wie er ist. Neben den vielen Beschreibungen, die es möglich machten, sich jede Person fast bis ins Detail vor zu stellen, war es um so bewegender sich in jede Persönlichkeit hinein denken zu können. Wut, Trauer, Mitleid, waren nur eine der wenigen Emotionen die ich durch die Protagonisten spüren lernte. Dies sorgte auch dafür, das man sich jede Person merken konnte. Selbst kleinere Auftritte von Charakteren blieben im Gedächtnis und waren sofort wieder abrufbar.  Am Anfang noch ein Rätsel, doch nach lesen des Buches ein kleines Highlight, denn auf dem Cover sehen wir eine der Hauptcharaktere, welche einen Mantel in ihrer Lieblingsfarbe trägt.  Das Cover könnte ich mir stundenlang ansehen und hätte immer noch nicht genug, denn die Frau darauf fasziniert mich einfach. Kein Wunder, erfahren wir im Buch so einige bewegende Dinge.  Ich finde es sehr schön, das man dem Cover den Vorrang ließ und Autorenname und Buchtitel dezenter gestaltete. Es hat etwas von der Mona Lisa, bei welcher man auch nur ein Lächeln erahnen kann.   Emilias Reise durch die familiäre Vergangenheit brachte ihr nicht nur Sophie näher, sondern auch ihre Mutter und sich selbst.  Ein Buch das Emotionen weckt und mit jeder Seite mehr an Faszination gewinnt. Ein Erlebnis für die Sinne.

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  • Die Frau im Schatten

    Das geheime Lächeln

    dermoerderistimmerdergaertner

    09. April 2018 um 16:21

    Inhalt: In einem Auktionskatalog entdeckt die Journalistin Emilia das Gemälde einer jungen Frau, die ihr unglaublich ähnlich sieht. Emilia ist überzeugt, dass diese Frau ihre ihr unbekannte und vor vielen Jahren verstorbene Großmutter Sophie ist, die Ende der 30er Jahre nach Paris gegangen ist und um deren Künstlerleben sich viele Gerüchte ranken. Selbst Pauline, Emilias Mutter und Sophies Tochter, hat ihre Mutter nie kennengelernt und Emilia beschließt spontan, das Gemälde bei der Auktion zu ersteigern.Meine Meinung: Der Schreibstil von Bettina Storks gefällt mir sehr gut und der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Die Autorin beschreibt die Charaktere und die verschiedenen Handlungsorte, sowie sogar den Mistral, sehr lebendig und bildhaft, so dass ich jetzt am liebsten eine Reise nach Frankreich machen würde.Emilia ist eine sympathische Protagonistin. Sie ist Anfang 50, verheiratet und hat zwei bereits erwachsene Söhne. Ihr ruhiges Familienleben wird erschüttert, als sie zufällig vom Seitensprung ihres Mannes Vladi erfährt. Sie verzeiht ihm, aber das Verhältnis der beiden ist seitdem ziemlich angespannt. Deshalb kommt es ihr ganz gelegen, sich auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Großmutter Sophie zu machen. Kurzentschlossen reist sie in die Provence und wohnt dort in Sophies ehemaligem Haus, das inzwischen ihre Mutter geerbt hat. Dort trifft sie Jean Pierre, einen Freund ihrer Großmutter, von dem sie Informationen erhofft.Jean Pierre war mir zuerst ziemlich unsympathisch, aber gegen Ende des Buches mochte ich ihn doch ganz gern. Während der größte Teil der Geschichte in der Gegenwart spielt, gibt es nur wenige Rückblicke von Sophie oder Jean Pierre auf die Vergangenheit. Das fand ich sehr schade, denn vom Leben der beiden hätte ich gerne viel mehr gelesen. Vor allem die 40er Jahre hätten mich sehr interessiert.Fazit: Eine Geschichte über ein Familiengeheimnis mit viel französischem Flair und größtenteils sympathischen Charakteren. Vielen Dank an das Bloggerportal und den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Im Schatten

    Das geheime Lächeln

    Bibliomarie

    09. April 2018 um 09:05

    Es ist die Abbildung eines Frauenportraits in einem Auktionskatalog, der Emilias Welt ins Wanken bringt. Sie ist sich sicher auf dem Bild ihre Großmutter Sophie zu erkennen. Um diese Frau ranken sich in der Familiengeschichte viele Gerückte nachdem sie als junge Frau sich von der Familie trennte um in Paris zu leben. Auch Pauline, Sophies Tochter, die bei Onkel und Tante aufgewachsen ist, weiß nur, dass Sophie jung gestorben sein soll. Ein kleines Häuschen im Luberon ist seit dem Tod in ihrem Besitz, aber nie hat jemand aus der Familie dort einen Fuß hineingesetzt. Emilia selbst befindet sich seit Wochen in einer Krise, ihr Mann hat sie betrogen und diesen Vertrauensbruch kann sie nicht vergessen. Eine gespannte, sehr labile Stimmung herrscht zwischen ihnen. Die Fahrt zur Auktion ist sicher auch eine Art Krisenbewältigung für sie. Dort begegnet sie einem geheimnisvollen Mann, der ihr Konkurrent bei den Geboten wird, aber letztlich bleibt sie erfolgreich und kann nun den Spuren der Portraitierten folgen. Beatrice Storks hat in Roman auf mehreren Zeitebenen angesiedelt, Sophies Leben und künstlerische Arbeit in Paris, ihr persönliches Drama um eine leidenschaftliche, aber konfliktreiche Liebesbeziehung, wechseln sich mit Emilias Reflektionen zu ihrer eigenen Beziehungskrise. Dazwischen bekommt auch der fremde Mitbieter ein Gesicht und eine Stimme. Allmählich entwickelt die sich sogar zu einer der stärksten und emotional wichtigsten Figur des Buches. Während Emilia nun im Luberon Sophies altes Häuschen in Besitz nimmt und bewohnbar macht, entfaltet sich aus alten Briefen, Notizen und kleinen Überbleibseln das Leben der Sophie Langenberg und die Folgen für die Frauen der Familie bis hin zur Enkelin Emilia.Diese Erzählstränge sind schon für sich genommen, unglaublich spannend und ergreifend. Kunstvoll werden sie ineinander verwoben und ich kann für mich nur sagen, ich hätte gern immer weiter gelesen. Die Autorin hat ein Gespür für ihre Figuren, sie lässt sie lebendig werden und ich fühlte mich unmittelbar angesprochen. Auch die Ausflüge in die Vergangenheit, das Paris der 30iger Jahre und Kriegszeit, sind kenntnisreich geschrieben. Man merkt, dass Bettina Storks eine Kennerin Frankreichs und seiner Geschichte ist. Der Roman hat alles, was ich mir von einem Buch wünsche: eine schöne Geschichte, die mich als Leserin fesselt, ausgefeilte Charaktere und Dramatik, die bis zur letzten Seite anhält.

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    • 2
  • Die Frau im Schatten

    Das geheime Lächeln

    hasirasi2

    08. April 2018 um 20:35

    Die „Frau im Schatten“ ... war Sophie Langenberg anscheinend ihr ganzes Leben lang und genau so ist sie auch auf dem Gemälde abgebildet, dass ihre Enkelin Emilia zufällig in einem Auktionskatalog entdeckt. Zuerst stand Sophie im Schatten ihrer toten Mutter, dann in dem ihres reichen Vaters. In Paris, wohin sie in den 30er Jahren flüchtet, stand sie bald in dem des Malers Paul-Raymond Fugin (von dem das Gemälde stammt) und deren Partnerin Cloé – trotzdem lies sie sich auf eine Ménage à trois mit ihnen ein. „Unter dreien ist immer einer der Dritte. Und die anderen beiden sind zu zweit.“ (S. 185). 1939 verstarb Sophie bei der Geburt ihrer Tochter Pauline (Emilias Mutter). Diese wuchs daraufhin bei Verwandten in Baden-Baden auf.   Emilia kennt ihre Großmutter nicht. Aber nun ist da dieses Gemälde und zieht sie in ihren Bann, denn sie sieht Sophie so unglaublich ähnlich. Emilia kann nicht wiederstehen und liefert sich eine wahre Bieterschlacht mit einem älteren, distinguierten Herren. Erst als er ihr Gesicht sieht, lässt er sie gewinnen – warum?   Emilia ist in der Mitte ihres Lebens angekommen. Ihre Söhne sind erwachsen und erst vor kurzem ist eine Affäre ihres Mannes aufgeflogen. Sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll, fühlt sich entwurzelt und sprachlos. Ihre Mutter Pauline kann ihr in dieser schwierigen Situation nicht helfen, sie ist psychisch krank und weiß kaum, welches Jahr gerade ist. Das Gemälde und die Suche nach dessen Geschichte sind eine willkommene Ablenkung, auch wenn Emilias Mann das anders sieht. Und dann ist da noch das Haus im Lubéron, welches Pauline erst vor kurzem von Sophie geerbt hat – warum erst so spät nach deren Tod? Kurzentschlossen reist Emilia das 500-Selen-Dorf und hofft, dort mehr über Sophie zu erfahren. „Es ist nichts Verwerfliches dran, nach seinen Wurzeln zu fahnden.“ (S. 107)   Rückblickend tauchen wir mit Sophie ins Paris der 30er Jahre ein. Sie ist erst 18 und fühlt sie sich endlich frei und lebendig. Sophie arbeitet als Gesellschafterin einer älteren Dame, in ihrer Freizeit fotografiert sie. Ihr Vorbild ist Picassos Geliebte Dora Maar. Eines Tages spricht der Maler Fugin sie im berühmten Café de Flore an, ihre Schwarzweißfotografien gefallen ihm sehr. Erst wird sie sein Modell, später seine Geliebte. Doch da ist auch noch Cloé: „Die Tragik steckt nicht im Detail, sondern im Gesamten.“ (S. 202)   Bettina Storks hatte mich mit der Geschichte der drei Frauen sofort gefesselt. Ich habe die knapp 500 Seiten an nur 2 Abenden förmlich inhaliert. Die sehr komplexen Protagonisten und verwobenen Handlungsstränge lassen es eigentlich kaum zu, dass man das Buch überhaupt aus der Hand legen möchte. Dazu kommt das wunderbare Setting. Ich liebe Paris, kenne das Marais, das Quartier Latin, den Place des Vosges und all die anderen Plätze, die Sophie bzw. Emilia besuchen. Zudem kann mich nach diesem Buch auch der von der Autorin beschriebene Mistral kaum davon abhalten, unbedingt mal ins Lubéron reisen zu wollen. Am bewegendsten aber waren für mich die Szenen in Dieulefit. Diese Stadt hatte seinen ganz eigenen Weg, den Nazis zu trotzen und bringt auch bei Emilias Nachforschungen eine entscheidende Wende. „Die Wahrheit bahnt sich ihren Weg.“ (S. 305)   Emilias Suche ist extrem spannen, fast schon ein Krimi, und ändert am Ende nicht nur ihr eigenes Leben. „Da, wo wir auf Widerstand stoßen, ist meistens der richtige Weg.“ (S. 205)

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    • 3
  • Das Geheimnis der Vergangenheit - Die Geschichte eines Porträts

    Das geheime Lächeln

    Lesegenuss

    08. April 2018 um 12:09

    Paris im September 1939. Der Prolog beginnt ruhig und harmonisch. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Emilia in der Gegenwart erzählt, die Vergangenheit von Sophie. Sie ist die Großmutter von Emilia, die sie nie kennengelernt hat. Und die Mutter von Pauline, Emilias Mutter. Sophie und Pauline sind Persönlichkeiten, die schweres durchmachen mussten. Aber auch Emilias Weg war und ist nicht einfach. Jede von den drei Frauen geht damit auf ihre eigene Weise um. Die Autorin Bettina Storks arbeitet mit verschiedenen Zeitebenen , die in der Geschichte wechseln. Hinzu kommt noch eine weitere Charaktere, Jean-Pierre. So verliert der Leser nicht den Faden, erhält den Einblick in die Anfänge und nimmt teil am Leben der Protagonisten. Die Verbindung zwischen den Zeitebenen und den Protagonisten ist ein kleines Gemälde, ein Porträt. Emilia sitzt an einer Auftragsarbeit. Nachdem sie Jahre in einer Redaktion gearbeitet hat, ist sie nunmehr freiberuflich tätig. Der vorliegende Auftrag für eine Kunstauktion erfordert ebenso noch eine Übersetzung ins Französische. Da fällt ihr Blick auf ein Porträt - Frau im Schatten. Sie hält die Luft an. Die Frau auf dem Bild, sie sah so aus wie sie in jungen Jahren. Hinweis zum Bild war, dass es aus den 1930er Jahren war, Sophie Langenberg. Ihre Großmutter. Signiert von dem Künstler Paul-Raymond Fugin. Nur wenig wußte Emilia über das Leben ihrer Großmutter. Ihr war bekannt, das diese in jungen Jahren nach Paris gegangen war, dann wiederum für kurze Zeit wieder in Deutschland und danach zurück nach Paris. Ihre Mutter Pauline konnte sie nicht fragen, denn deren Seelenzustand war derzeit sehr labil. Nur zufällig hatte Emilia bei dem Umzug der Mutter in deren Unterlagen eine Besitzurkunde gefunden, die aus dem Jahr 2016 datiert war. Pauline war nun mehr Besitzerin eines Häuschen im Luberón, Sophies letzter Wohnsitz. Wenn ein Stein erst einmal ins Rollen kommt, ist er nicht aufzuhalten. Wie in der Geschichte. Über den Kauf des Porträts, dem Unbekannten auf der Auktion und die innere Unruhe bringen Emilia dazu, nach Frankreich zu fahren. Hier will sie der Sache auf den Grund gehen. Aber auch sich selbst im Klaren darüber werden, wie es mit ihr und ihrer Ehe weiter gehen soll. Zu groß war der Bruch zwischen ihr und Vladi durch seinen Seitensprung. Nach so langer Ehe, die beiden Söhne waren erwachsen, stand Emilia sich in vielen selbst im Weg und musste aufpassen, nicht von sich selbst überrollt zu werden. Zu Emilias Suche wird dem Leser der direkte Einblick in die Vergangenheit gewährt. Es erwartet ihn eine gefühlvolle, aber auch nachdenklich stimmende Geschichte. Teile der Vergangenheit, wieder einmal als geschichtlicher Hintergrund die dunkelste Zeit in der deutschen Geschichte werden durch Emilias Recherchen in der Gegenwart teils vorweggenommen und füllen die Erzählteile durch diese mit Leben. Nach und nach legt Emilia die Puzzleteile frei. Die Charaktere wirken sehr authentisch und gut durchdacht. Emilia wirkt von Beginn an nicht unsympathisch und man ist gespannt, mehr von ihr aber auch dem Leben der Großmutter Sophie zu erfahren. Emilias Suche nach der Lösung der Familiengeschichte ist aber auch eine Reise zu sich selbst. Die Geschichte ist am Ende rundum abgeschlossen.Das Cover ist ein Hingucker - wirklich gut durchdacht - vom M otiv her passender Bezug zu Paris, den Anfängen. Mich hat beeindruckt, wie realistisch Bettina Storks wiederum ihre Protagonisten konzipiert hat. Ebenso der Ablauf der Geschichte mit seinem "unsichtbaren" roten Faden. Die Schauplätze waren sehr eindrucksvoll geschildert, so dass man sich dieses alles bildhaft vorstellen konnte. Wer schon zuvor die Bücher von der Autorin Bettina Storks gelesen hat, weiß um den Erzählstil, ihrer Sprache und Schreibweise. Mit "Das geheime Lächeln" hat sie eine ergreifende Familiengeschichte geschrieben. Ich habe jede Seite dieser Geschichte genossen. Gegenwart und Vergangenheit fließen harmonisch ineinander. So erschließt sich die Geschichte. Eine Lesereise, die ich nicht missen möchte.

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  • Auf nach Frankreich!

    Das geheime Lächeln

    Mrs. Dalloway

    06. April 2018 um 22:17

    Ein Roman der auf zwei Zeitebenen spielt und dann auch noch Frankreich und ein bisschen Kunst - genau mein Geschmack. Die Journalistin Emilie entdeckt ein Gemälde einer Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Es könnte ihre Großmutter Sophie sein, die in den 1930er Jahren in Paris ein wildes Künstlerleben führte. Und schon beginnt die Geschichte... Ich mag den Erzählstil von Bettina Storks sehr gerne. Er ist sehr einfühlsam und gemächlich. Als Leser hat man genug Zeit und Raum um in der Geschichte ankommen zu können. Sowohl Emilia als auch Sophie sind zwei Frauen mit denen ich mich aus den unterschiedlichsten Gründen gut identifizieren kann und die ich daher als Figuren sehr schätze. Besonders gern mochte ich Emilia im Zusammenspiel mit ihrer Familie und wenn es um Sophie ging mochte ich ihren ersten Eindruck von Paris total gern. Als Leser erlebt man alles hautnah mit und alles ist so wild und frei und wunderbar.  Generell finde ich die Beschreibung des Lebens in Frankreich ganz wundervoll. Man merkt einfach, dass es ein ganz anderes Lebensgefühl ist. Dummerweise bekommt man so auch gleich Lust auf Urlaub im Nachbarland.  Es macht Spaß, das Familiengeheimnis mit Emilia zusammen aufzudecken und mit Sophie zusammen das Paris der 30er Jahre zu erleben. Ich empfehle dieses Buch allen, die sich für Frankreich, seine Künstler während der 1930er Jahre und Familiengeheimnisse interessieren. Es ist eine aufregende Reise in eine ganz andere Welt.

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  • Wenn ein Bild dein Leben verändert ...

    Das geheime Lächeln

    engineerwife

    06. April 2018 um 11:03

    Wenn man den Klappentext liest, könnte man meinen, alles sei schon mal da gewesen, alles hätte man schon mal gehört. Dem möchte ich aber vehement widersprechen. Mit Emilia begegnete ich einer Frau, die nach einer persönlichen Lebenskrise auf der Suche nach ihrer eigenen Identität ist. Sie fühlt sich von ihrem Mann hintergangen und nutzt diese Chance nach der Entdeckung des im Klappentext beschriebenen Porträts, die Lücken in ihrem eigenen Leben zu schließen. Nie wurde die ganze Wahrheit offenbart in ihrer Familie. Und nicht nur Emilia litt ihr Leben lang darunter, sondern diese Unterschlagung führte auch zur Ausgrenzung ihrer Großmutter und zum Zusammenbruch ihrer eigenen Mutter Pauline. Praktisch von der ersten Seite an findet man sich als Leser in die Geschichte eingebunden. Bettina Storks schafft es mir ein Gefühl zu geben, als fieberte ich direkt mit bei der Auktion das Porträt von Sophie, als litt ich mit Emilia und Vladi und als liebte ich mit Sophie und Jean-Pierre. Aber die Zeit drängt, denn Zeitzeugen sind dünn gesät. So reist Emilia also nach Frankreich, wo alles begann, endete um dann wieder zu beginnen. Vollkommen ohne Kitsch dafür mit einer wunderbaren Intensität erzählt die Autorin diese Geschichte. Sie verliert sich zuweilen in Beschreibungen, die mich wünschen ließen, selbst Jahre in der Provence verbracht zu haben. Von mir eine klare Leseempfehlung!

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  • Leserunde zu "Das geheime Lächeln" von Bettina Storks

    Das geheime Lächeln

    Diana_Verlag

    Liebe LB-Leserinnen und LB-Leser,heute wollen wir euch einen packenden und poetischen Generationenroman um ein Familiengeheimnis vorstellen. Viele kennen Bettina Storks und ihre Romane Das Haus am Himmelsrand und Die Stimmen über dem Meer bereits und wissen, dass die Autorin eine große Erzählerin ist, die sich durch eine bildhafte Sprache, psychologisch tiefe Figuren und fundierte Recherche hervortut. Wir freuen uns sehr, euch zu einer Leserunde mit Bettina Storks zum Erscheinungstermin ihres neuen Romans einzuladen.Und darum geht’s: In Das geheime Lächeln erzählt die Autorin ein Stück bewegende Deutsch-Französische Geschichte, die bis in die 1930er Jahre zurückführt. Die Journalistin Emilia Lukin entdeckt bei einer Auktion das Porträt ihrer unbekannten Großmutter Sophie. Durch den Fund bricht die kollektiv verdrängte Vergangenheit einer ganzen Familie mit aller Wucht wieder auf. Emilia stellt sich den Fragen und macht sich auf die Suche nach den mysteriösen Hintergründen einer bewegten Vergangenheit ihrer in Südfrankreich verstorbenen Großmutter. Dabei erlebt sie eine Achterbahn der Gefühle. Schon bald stößt Emilia an ihre Grenzen. Bereits bei Emilias Ankunft in La Lumière, dem letzten Wohnort der Großmutter, liegt etwas in der Luft. Die trügerische Idylle der Ockerlandschaft, die sanften Hügel mit ihren Reben und Olivenhainen, führen in die falsche Richtung. Sophies Haus offenbart mehr Fragen als Antworten. Was hat es mit dem verbarrikadierten Atelier, was mit den manischen Liebesbriefen eines Unbekannten auf sich? Handelt es sich um den Maler des Porträts und Emilias Großvater? Emilias Mutter, hüllt sich in Schweigen. Emilias Mann muss fassungslos zusehen, wie seine Frau sich in Frankreich verrennt und von ihm entfernt.Erst in Paris findet Emilia Antworten, aber auch Widersprüchliches. Bis ein Zeitzeuge auftaucht, der ihre heile Welt mit seinem Wissen erschüttert. Auf ihrer Reise in die Vergangenheit muss Emilia feststellen, dass die dramatischen Ereignisse der späten 1930er und 40er Jahre in Frankreich und Deutschland untrennbar mit dem persönlichen Schicksal von Sophie verbunden sind. Das geheime Lächeln ist ein Drei-Generationen-Roman, der um Schweigen und Verdrängung, aber auch um die Unbeirrbarkeit von Liebe und Freundschaft kreist. Hier gehts zur Leseprobe.Haben wir eure Neugierde geweckt? Wenn ihr Emilia auf ihrer Spurensuche um Sophies Geheimnis begleiten und euch exklusiv mit der Autorin austauschen wollt, bewerbt euch jetzt für die Leserunde! WICHTIG: Bewerbt euch nur, wenn ihr ca. ab dem 21.03. Zeit für einen intensiven Austausch habt.Wir drücken die Daumen und freuen uns auf eure Bewerbungen!Herzliche GrüßeEuer Team vom Diana Verlag

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    • 288

    BettinaStorks

    03. April 2018 um 15:10
    Beitrag einblenden
    Starbucks schreibt Interessant auch, wie er Frankreich nach dem Krieg beschreibt - erst war da fast der Untergang, jetzt fühlen sie sich als Helden.

    Das große Frankreich-Trauma. Nach dem Krieg waren alle in der Résistance. Das Eingeständnis der Vichy-Schuld erfolgt in einer Rede (1995!!!) erstmals durch Chirac. Und Marie Le Penn behauptet ...

  • Eine wunderbare und bewegende Geschichte. Unbedingt lesen!

    Das geheime Lächeln

    Monika58097

    02. April 2018 um 10:58

    Emilia arbeitet gerade an einem Katalog für eine Auktion, als sie ein Gemälde entdeckt, das eine Frau zeigt, die genau wie sie selbst aussieht. Kann es sein, dass es sich dabei um Sophie Langenberg handelt, ihre Großmutter, um die so ein großes Geheimnis gemacht wird? Über die niemand in ihrer Familie sprechen möchte? Emilia ersteigert dieses Bild, doch die Geschichte dieser porträtierten Frau lässt sie nicht los. Da sie eh gerade wegen eines Seitensprungs ihres Mannes Abstand von ihm benötigt, packt sie ein paar Sachen und macht sich auf den Weg in die Provence, wo ihre Mutter ein kleines Haus geerbt hat, das sie aber nicht zu interessieren scheint. Emilia trifft im Lubéron auf Jean-Pierre. Er ist ihr schon auf der Auktion aufgefallen. Wer ist dieser Mann, der ihre Großmutter noch persönlich gekannt hat? Und was hat es mit den geheimnisvollen Briefen und Fotografien auf sich, die Emilia im Haus findet? "Das geheime Lächeln" - es ist eine dieser Geschichten, bei denen von der ersten Seite an das Kopfkino gestartet wird. Die hervorragende Charakterzeichnung der Personen macht es dem Leser einfach, das Geschehen zu verfolgen. Man ist dabei. Man ist vor Ort. Bettina Storks nimmt uns mit in das Paris der Dreißiger Jahre, wo Sophie Langenberg, die Frau von dem Portrait, lange Zeit gelebt hat. Ebenso entführt sie uns in den Lubéron von damals und von heute. Zusammen mit Emilia lüftet der Leser das Geheimnis der Familie Langenberg.  "Das geheime Lächeln" - eine wunderbare, aber auch sehr bewegende Geschichte. Ein wunderbares Buch voller Tragik, voller Leben. Ein echtes Juwel! Unbedingt lesen!

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  • Das geheime Lächeln

    Das geheime Lächeln

    StephanieP

    31. March 2018 um 20:00

    Emilias Leben ist derzeit alles andere als einfach. Ihr Mann hat sie betrogen und ihre Mutter Pauline leidet an einer schweren psychischen Erkrankung und Teilamnesie. Bedingt durch ihre Arbeit stößt Emilia auf ein Bild, das ihre verstorbene Großmutter in Paris darstellt. Da weder Emilia noch Pauline über das Leben der Großmutter etwas wissen, reist Emilia nach Frankreich und begibt sich auf die Suche nach der Geschichte ihrer Großmutter Sophie. Emilia lernt bei ihren Recherchen Jean Pierre Roche kennen, welcher ein Zeitzeuge von Sophie ist. Emilia findet einige Informationen über das faszinierende Leben ihrer Großmutter heraus und lernt auch einiges für ihr eigenes Leben.   Bettina Storks Schreibstil ist einfach aber sehr fesselnd. Als Leser kann man sofort in die Handlung einsteigen und ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen. Die Autorin konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und mit ihrer Handlung wirklich berühren. Vor allem die Orte und geschichtlichen Geschehnisse sind sehr bildlich beschrieben. Dies ermöglicht beim Leser großes Kopfkino und macht besonders große Freude beim Lesen. Ich fühlte mich beim Lesen nach Paris und in die Provence versetzt.   Im Buch wechseln sich immer wieder Kapitel rund um Emilia (Gegenwart) und Jean Pierre sowie Sophie (Vergangenheit) ab. Dies lässt den Roman sehr kurzweilig erscheinen. Zudem können unnötige Wiederholungen und Längen gänzlich vermieden werden. Die abwechselnden Zeiten und Geschichten der Protagonisten haben mich wirklich fasziniert und ich finde die Umsetzung äußerst gelungen. Zu Beginn der jeweiligen Kapitel ist deutlich gekennzeichnet, um welchen Protagonisten es geht und zu welcher Zeit das jeweilige Kapitel spielt. Dadurch kann der Lesefluss das gesamte Buch über gehalten werden.   Die einzelnen Protagonisten sind sehr authentisch und vielschichtig beschrieben. Da man immer wieder etwas über die Vergangenheit von Jean Pierre erfährt wurde mir der etwas eigene alte Mann im Laufe des Buches immer sympathischer und ich konnte seine Handlungen im Laufe des Buches wirklich nachvollziehen. Besonders gut gefällt mir, dass sich im Buch immer wieder Briefe finden, die die Emotionen der einzelnen Protagonisten sehr authentisch transportieren können.   „Das geheime Lächeln“ ist mein erstes aber gewiss nicht letztes Buch von Bettina Storks. Es konnte mich komplett fesseln, mitreißen und ergreifen. Ich bin etwas traurig, dass ich es schon fertig gelesen habe. Ich könnte noch viel mehr über Sophies Leben erfahren! Auch in Zukunft werde ich gezielt zu Büchern der Autorin greifen.   FAZIT: „Das geheime Lächeln“ konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern! Der Roman kann durch vielschichtige Charaktere und eine wirklich ergreifende Handlung komplett überzeugen. Ich vergebe daher 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 30. März bis 2. April 2018 bei LovelyBooks

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    Daniliesing

    4 Tage LeserEi – Mit LovelyBooks durch die Oster-Tage! Ein langes Osterwochenende steht bevor und wie könnte man diese Zeit am besten nutzen? Natürlich auch zum Naschen von Schoko-Osterhasen und Eiersuchen, aber vor allem doch zum gemütlichen Lesen, oder? Deshalb starten wir in unseren nächsten Lesemarathon und freuen uns hier auf einen tollen Austausch rund um unsere aktuellen Bücher.Was ist ein Lesemarathon?Bei unserem Lesemarathon vom 30. März  - 2. April (Karfreitag bis Ostermontag) möchten wir uns ganz bewusst Zeit dafür nehmen, endlich einmal längere Zeit am Stück zu lesen. Sonst kommt doch immer der Alltag dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein – wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele schöne Lesestunden mit euch!

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  • Ein Lesehighlight! Eine Geschichte mit einer enormen Sogkraft!

    Das geheime Lächeln

    Gina1627

    28. March 2018 um 19:18

    Für die freie Journalistin Emilia Lukin ist es ein Schock, als sie gerade für einen Auktionskatalog das Layout gestaltet  und dort das Foto eines Portraits entdeckt, dass ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Laut der Expertise handelt es sich um ein Gemälde von ca. 1930, ungefähr die Zeit, in der ihre Großmutter Sophie Langenberg  ihrer Familie den Rücken gekehrt und sich auf den Weg nach Paris gemacht hat, um hier ein neues Leben zu beginnen.  Ihre Vergangenheit umgibt ein Geheimnis, dass totgeschwiegen wurde und Emilia bis zu diesem Tag nicht sonderlich zum Nachdenken gebracht hat. Doch die magische Anziehungskraft der Frau lässt sie nicht los  und sie macht sich neugierig auf den Weg das Bild zu ersteigern und den Spuren ihrer Großmutter nach Frankreich zu folgen. Es wird eine Reise, die ihr eigenes Leben auch grundlegend verändern wird.  „Das geheime Lächeln“ ist eine wunderschöne und ergreifende Lebens- und Familiengeschichte mit historischem Hintergrund, die einzigartig gefühlvoll, bildhaft und mit viel Liebe zum Detail erzählt wird. Die fesselnde Erzählweise der Autorin hat mich sofort richtig  in das Buch eintauchen lassen und  ich hatte das Gefühl  ein Schatten von Emilia zu sein, mit der ich alles hautnah miterlebe und empfinde. Durch ihre Augen und Gedanken wurde alles so lebendig und man erfasste die Geschichte durch all seine Sinne. Ich konnte die wunderschöne Landschaft sehen,  den Mistral hören und die vielen Kräuter der Provence riechen. Ganz langsam und behutsam  baut Bettina Storks die Geschichte durch drei verschiedene Erzählstränge aus Sicht von Emilia, Sophie und Jean-Pierre auf und bringt immer mehr von dem geheimnisumwobenen Leben ihrer Protagonisten ans Licht. Man spürt ihre Sehnsucht, ihre Liebe, den Schmerz aber auch die Hoffnung, die einen bis zum Schluss begleitet. Sehr bedrückend und eindringlich waren auch die Szenen, die sich während des Kriegsgeschehens in Frankreich abspielten und ich kann hier im Besonderen nur  meine Hochachtung vor dem Mut der Menschen in dem kleinen Städtchen Dieulefit ausdrücken. Die Charaktere von Emilia, Sophie und Jean-Pierre wurden so lebensecht und authentisch rübergebracht und sie sind mir im Laufe der Geschichte richtig ans Herz gewachsen, sodass Briefe und Aufzeichnungen von ihnen  mich zu Tränen gerührt haben. Die Gespräche zwischen Emilia und Jean-Pierre  sowie die Telefonate von Emilia und ihrem Mann Vladi gehörten mit zu meinen Lieblingsszenen. Sie waren so ausdrucksstark und unglaublich präsent, dass ich manchmal das Gefühl hatte, ich muss hier mit agieren, weil es so gelebt wird. Wunderschön war dann auch noch der Abschluss des Buches, bei dem in einer perfekten Kulisse Emilia sehr ergreifend ihrer Mutter das Leben von Sophie offenbart.  Mein Fazit: “Das geheime Lächeln“ war für mich ein besonderer Lesegenuss. Ein Roman, der mich vollkommen in seinen Bann gezogen und mich sehr berührt hat. Für dieses Kleinod kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen. Ich habe für mich eine neue Autorin entdeckt, von der ich auf jeden Fall noch weitere Bücher lesen möchte. Für dieses Buch vergebe ich hochverdient 5 Sterne!

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  • Ein atmosphärischer Schmöker

    Das geheime Lächeln

    Svenjas_BookChallenges

    26. March 2018 um 17:08

    Große Familiengeheimnisse, verworrene Geschichten und eine gute Portion Tragik - das ist der Stoff, aus dem viele meiner Lieblingsgeschichten gemacht sind. Bettina Storks' neuer Roman Das geheime Lächeln klang deshalb nach dem idealen Buch für mich. Und tatsächlich beginnt die Geschichte wirklich vielversprechend, nämlich mit der Journalistin Emilia, die durch Zufall auf ein Bildnis ihrer Großmutter stößt und sich daran macht, deren Geschichte zu enträtseln. Die Spurensuche führt Emilia zunächst in die Provence, zu einem kleinen Haus in einem idyllisch gelegenen Örtchen. Dieses Setting ist wundervoll und sehr detailgenau ausgestaltet und nimmt einen schnell mit seiner einzigartigen Atmosphäre gefangen.Das Gleiche gilt für das Paris der 1930er Jahre, das Bettina Storks in eingeschobenen Episoden, in denen es um Sophies erste Zeit in Frankreich geht, auferstehen lässt. Es gibt im Verlauf der Geschichte noch einige weitere Orte, die man durch die Augen der Figuren entdeckt, und ich fand sie allesamt fantastisch. Das Setting harmoniert einfach wundervoll mit der melancholischen, sehr poetischen und dramatischen Geschichte, sodass man sich schnell in einen Rausch liest und den Schmöker gar nicht mehr zur Seite legen will.Bettina Storks gelingt es darüber hinaus außerordentlich gut, Emilias Spurensuche packend und authentisch abzubilden. Es geht nicht einfach nur um die Geheimnisse, die ans Tageslicht kommen, sondern auch um die Menschen, die eng mit Sophies Lebensgeschichte verwoben sind. So etwa um den resoluten und sehr sprachgewandten Jean-Pierre, der letzte Zeitzeuge Sophies. Es gibt so manches Wortgefecht zwischen ihm und Emilia, wobei Emilias Drang, die Wahrheit aufzudecken, ein ums andere Mal mit Jean-Pierres Schweigen und seinen Gefühlen kollidiert. Emilia war mir deshalb nicht durchgehend sympathisch, denn besonders viel Feingefühl legt sie im Umgang mit Jean-Pierre nicht an den Tag. Die Spurensuche ist jedoch auch für sie ein Lernprozess, was ich wiederum sehr schön und spannend finde.Anfangs musste ich mich erst einmal an den Erzählstil gewöhnen, insbesondere daran, dass Storks für die Kapitel um Emilia und um Sophie zwei verschiedene Zeitformen verwendet. Das las sich für mich anfangs ein wenig stockend und holprig, passt im Nachhinein aber zu den Erlebnissen der beiden Frauen. Etwas schade fand ich, dass es so wenige Episoden aus Sophies Leben gibt und dass man ihre Geschichte wie Emilia selbst eher passiv erlebt. Ich kenne es aus anderen Romanen dieses Genres, dass zu etwa gleichen Teilen auf zwei oder mehr Zeitebenen erzählt wird und das gefällt mir prinzipiell etwas besser. Auch wenn man durch Storks' Erzählweise natürlich näher an Emilia und Jean-Pierre dran ist.Storks schneidet in ihrem Roman viele Themen an - so zum Beispiel das Leben im von Künstlern geprägten Paris der 1930er Jahre, die Verfolgung der Juden im von den deutschen besetzten Frankreich, seelische Wunden als Folge einer abwesenden und von der Familie totgeschwiegenen Mutter... Allerdings wird das meiste wirklich nur angeteasert und auch wenn man Sophies Geschichte am Ende in ihren Grundzügen versteht und die ganze Tragik um ihre Tochter Pauline erfasst - irgendwie hatte ich trotzdem das Gefühl, dass Sophie mir immer noch fremd ist. Dass nicht alles gänzlich aufgeklärt wurde. Bei all der Tragik und angesichts des Mantels aus Schweigen, den Paulines Zieheltern über ihre Mutter Sophie decken, hatte ich mir einfach vorgestellt, dass mehr dahintersteckt. So ganz zufrieden gestellt haben mich die Auflösung und das Ende einfach nicht. Ich kann nicht genau in Worte fassen, was mich stört, aber das Gefühl der Zufriedenheit und der Versöhnung wollte sich bei mir einfach nicht so ganz einstellen.Mein Fazit: Das geheime Lächeln von Bettina Storks ist ein sehr poetisch geschriebener, träumerischer Schmöker mit einem wundervollen Setting und verborgenen Geheimnissen, die ganz allmählich an die Oberfläche drängen. Das Buch lässt sich wunderbar in einem Rutsch durchlesen und weiß wirklich zu verzaubern und mitzureißen. Für meinen Geschmack hätte die Geschichte jedoch noch einen Ticken tiefer in die Materie reingehen können und auch das Ende hat mich insgesamt irgendwie nicht zufriedengestellt. Trotzdem - die verworrene Familiengeschichte voller Melancholie und Urlaubsfeeling ist genau das Richtige für intensive Lesestunden.

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  • Das Buch lässt mich zwiespältig zurück

    Das geheime Lächeln

    Grossstadtheldin

    25. March 2018 um 19:21

    Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch eine Leserunde bei Lovelybooks! An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich für das Leseexemplar von "Das geheime Lächeln" bedanken! Ich habe mich unheimlich gefreut, an dieser Leserunde teilnehmen zu dürfen. Den Austausch mit den anderen Leserinnen habe ich sehr genossen!Handlungsüberblick:Als die Journalistin Emilia Lukin bei einer Auktion das Gemälde einer jungen Frau entdeckt, meint sie in ihr eigenes Spiegelbild zu blicken. Kann es sich um ihre Großmutter Sophie handeln? Um deren extravagantes Künstlerleben im Paris der 1930er-Jahre ranken sich wilde Gerüchte, Emilias Mutter Pauline aber hüllt sich in Schweigen. Emilia lässt das traurige Lächeln auf dem Porträt nicht mehr los, und so folgt sie dessen Spuren in die Provence und nach Paris. Dabei gerät sie tief in die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit ihrem verknüpft ist.Mein Leseeindruck:Das Buch erzählt von starken und kreativen Frauenfiguren. Mit jeder Seite versank ich mehr in ihren Geschichten und rätselte kräftig mit. Ich war gespannt, wie sich die einzelnen Schicksale noch entwickeln und sich miteinander verknüpfen würden. Mir gefiel es sehr, dass man als Leser so viel miträtseln konnte und die Geheimnisse erst nach und nach ans Licht kamen. Das ist ein wundervoller Gleichklang zwischen Emilia und dem Leser, denn auch sie tappt zunächst im Dunkeln und sammelt nur allmählich Hinweise. Am Besten gefielen mir die Erzählabschnitte von Sophie! Ich liebte die Einblicke in das Paris der damaligen Zeit! Von der Atmosphäre konnte ich einfach nicht genug bekommen! Frankreich und besonders Paris faszinieren mich unheimlich. Daher finde ich es toll, dass auch Informationen zum damaligen Leben in Paris eingeflochten werden. Das Paris der 1930er-Jahre wird greifbar! Aber auch das Setting der modernen Welt gefiel mir gut. Ich fühlte mich sehr wohl in der französischen Welt. Meine Frankreichreiselust kochte geradezu über. ;-) Das Buch durchzieht eine schwermütige Grundstimmung, die mich an einigen Stellen zu Tränen rührte. Dennoch ließ mich das Buch zwiespältig zurück. Einige meiner Fragen haben sich auch am Ende des Buches noch nicht geklärt. Es waren sehr viele Handlungsstränge, die nur lose miteinander verknüpft waren und auch immer nur kurz angeschnitten wurden, sodass es nicht einfach war den Überblick zu behalten. Über Einiges hätte ich gern mehr gelesen. Vielleicht waren es aber auch einfach zu viele große Thematiken für ein einziges Buch... Als Buchreihe hätte man mehr Platz gehabt, auf alle Einzelheiten genau einzugehen. Auch passte für mich der versöhnliche Schluss nicht ganz mit dem Rest des Buches zusammen, das ja eher schwermütig und düster ist. Einige Probleme wurden nach meinem Geschmack etwas zu leicht gelöst und erschienen dadurch nicht ganz glaubhaft. Auch standen plötzlich Tatsachen im Raum, die nicht genau erklärt wurden und mich sehr irritierten. Trotzdem bin ich auch sehr erleichtert, dass das Buch so positiv ausgegangen ist. Das Ende hat mich sehr beschäftigt. Ich habe mich immer gefragt, was ich mir denn für ein Ende gewünscht hätte und fand nicht wirklich eine Antwort. Insgesamt stand ich dem letzten Leseabschnitt etwas distanziert gegenüber, was ich sehr schade fand. Dennoch gab es viele Szenen, die ich sehr gern mochte. Besonders gefallen hat mir zum Beispiel die Kindheitserinnerung von Emilias Mutter, die durch die Zeichnung hervorgerufen wurde. Das war wirklich ein ganz einmaliger Lesemoment, bei dem ich richtig mitfieberte!Mein Eindruck vom Schreibstil:Der Beginn des Buches hat mir unheimlich gut gefallen! Das französische Lebensgefühl wird toll geschildert, sodass ich mich als Leserin direkt nach Paris versetzt fühlte. Die Autorin kreiert zu Beginn des Buches eine wundervolle Atmosphäre, die Lust auf mehr macht und die Neugier weckt! Leider schafft sie es nicht, diese Stimmung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten.Das Erzähltempo ist ruhig und gemächlich, sodass sich der Leser beim Lesen richtig zurücklehnen und die Stimmung in sich aufnehmen kann. Es gibt mehrere Perspektivwechsel.Den Wechsel zwischen den Erzählstimmen fand ich sehr gut, so wirkt jede Zeit lebendig und unmittelbar. Allerdings fesselten mich die Erzählabschnitte zu Sophie viel mehr, diese sind aber weniger vorhanden.

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