Das geheime Lächeln

von Bettina Storks 
4,4 Sterne bei45 Bewertungen
Das geheime Lächeln
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Liebevoll geschriebenes Buch um ein Familiengeheimnis

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Inhaltsangabe zu "Das geheime Lächeln"

»Ein wunderschöner und poetischer Roman von großer Intensität.« Sophie Bonnet
Als die Journalistin Emilia Lukin bei einer Auktion das Gemälde einer jungen Frau entdeckt, meint sie in ihr eigenes Spiegelbild zu blicken. Kann es sich um ihre Großmutter Sophie handeln? Um deren extravagantes Künstlerleben im Paris der 1930er-Jahre ranken sich wilde Gerüchte, Emilias Mutter Pauline aber hüllt sich in Schweigen. Emilia lässt das traurige Lächeln auf dem Porträt nicht mehr los, und so folgt sie dessen Spuren in die Provence und nach Paris. Dabei gerät sie tief in die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit ihrem verknüpft ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453359741
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Diana
Erscheinungsdatum:12.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    ulistuttgarts avatar
    ulistuttgartvor 8 Tagen
    Intensive Familiengeschichte - Absolute Leseempfehlung


    Durch einen Zufall entdeckt Emilia Lukin ein Gemälde ihrer Großmutter Sophie Langenberg, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Emilia kehrt den Problemen mit ihrem Mann den Rücken und macht sich auf den Weg in die Provence und nach Paris um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Warum hat ihre Großmutter Sophie sich von ihrer Tochter Pauline, Emilias Mutter, abgewandt? Wie hat Sophie gelebt? Was war sie für ein Mensch?

    Bei ihren Recherchen lernt Emilia Jean-Pierre Roche kennen, der ihr nach und nach hilft Licht in die Vergangenheit und das Leben ihrer Großmutter zu bringen.

     

    „Das geheime Lächeln“ ist mein erster Roman von Bettina Storks. Ich habe ihn verschlungen und bin absolut begeistert. Sie hat einen ausdrucksstarken, gewaltigen aber gut verständlichen Schreibstil. Detailgenau beschreibt sie Personen und Landschaft. Man hat das Gefühl alles vor sich zu sehen, wie z.B.: „Der mandelförmige Schnitt der Augen, die hohen Wangenknochen, selbst die Grübchen um die Mundwinkel…“. Bildlich sieht man Storks Beschreibungen vor sich oder spürt den tobenden Mistral (starker Wind) um sich blasen.

     

    Auch die historischen Fakten,

    z.B. aus den Dreißiger Jahren, der Kampf um das Wahlrecht der Frauen, …

    dann die Zeit des Zweiten Weltkrieges und die couragierten Taten der Bewohner des Ortes Dieulefit gegen die Nazis

    aber auch die Ereignisse um die Terroranschläge von Paris

    machen eine hervorragende  Recherche der Autorin deutlich.

     

    Krankheiten wie „Depression“ werden einfühlsam aber bestimmt erläutert. Auch Schlagwörter wie: Entzweite Familien, Verrat, Verschleierung, gebrochene Identität, seelische Qualen, Ängste, … das alles sind Bestandteil dieses intensiven Romans.

    „Die Wahrheit bahnt sich ihren Weg“

     

    Ein fesselnder Roman mit authentischen Protagonisten, mitreißend und sehr ergreifend.

     

    Zitat: „Verdrängtes ist nicht verschwunden. Es schläft in einem toten Winkel unseres Bewusstseins. Erwacht es, ist es gefräßig wie ein ausgehungertes Tier. Es nährt sich von unserem innigsten Wunsch zu vergessen.

     

    Ich liebe diesen Roman und kann ihn jedem ans Herz legen.

    Absolute Leseempfehlung und 5 Sterne

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    HelgasBücherparadiess avatar
    HelgasBücherparadiesvor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Liebevoll geschriebenes Buch um ein Familiengeheimnis
    Spannendes Familiengeheimnis


    Als sie Journalistin Emilia Lukin das Layout für ein Auktionskatalog gestaltete, entdeckte sie ein Foto, dass ihr sehr ähnlich sah.
    In dem Katalog handelte es sich um ein Gemälde von ca. 1930.
    Nach Recherchen stellte sie fest, dass das ihre Großmutter Sophie Langenberg darstellt.
    Sie macht sich auf die Suche in die Vergangenheit und reist in den Ort, in welchem ihre Großmutter gelebt hat und lüftet endlich das Geheimnis um ihre Familie. 

    Bettina Storks schreibt sehr lebendig und einfühlsam.
    Das Buch wechselt in den Kapiteln zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Die geschichtliche Vergangenheit wurde hier sehr gut eingearbeitet. Der Mut der Menschen im Krieg in dem kleinen Städtchen wurde hier sehr stark zum Ausdruck gebracht. 
    Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. 

    Es ist ein beeindruckendendes Buch mit wunderschön beschriebener Landschaft. Den Mistral spürt man direkt.

    Es war mir ein Lesevergnügen .
    💥💥💥💥💥

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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Roman über drei Generationen von Frauen und eine späte Suche nach den eigenen Wurzeln mit einer Protagonistin, die sehr distanziert blieb
    Roman über drei Generationen von Frauen und eine späte Suche nach den eigenen Wurzeln

    Emilia Lukin ist Journalistin und stößt bei der Beschriftung eines Auktionskatalogs eines Auktionshauses in Colmar auf ein Porträt einer Frau, das ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. "Frau im Schatten" wurde in den 30er-Jahren gezeichnet und handelt sich vermutlich um das Abbild von Emilias verstorbener Großmutter Sophie Langenberg, die sie nie kennengelernt hatte. Sophie hatte ein unangepasstes Leben in Frankreich geführt und sich nicht an die Familie gebunden gefühlt. Emilias Mutter Pauline ist bei Sophies Stiefbruder aufgewachsen und hat erst vor Kurzem Sophies Haus im französischen Lubéron geerbt. 

    Emilia möchte nun mehr über ihre geheimnisvolle Großmutter herausfinden und damit auch ihrer Mutter helfen, die jahrelang an Depressionen litt und nun akut in psychiatrischer Behandlung ist, mit ihrer Geschichte abschließen zu können. Gleichzeitig flieht Emilia damit vor ihrem eigenen Leben, das durch den Ehebruch ihres Mannes aus den Fugen geraten ist. Sie reist deshalb zu der Auktion nach Frankreich, ersteigert das Gemälde und fährt anschließend zu dem unbewohnten Haus in die Provence. Dort kommt sie mit Zeitzeugen ins Gespräch und versucht auf diese Weise das ungewöhnliche Leben ihrer Großmutter nachzuvollziehen und herauszufinden, wer der Vater ihrer Mutter und ihr Großvater ist. 

    Der Roman über drei Generationen von Frauen ist überwiegend in der Gegenwart aus der Sicht von Emilia geschrieben, enthält aber auch chronologisch historische Abschnitte aus Sicht von Sophie. Diese waren allerdings zu kurz und zu nüchtern geschildert, um Sophie näher zu kommen. Ihr Liebes- und Künstlerleben, das ich mir turbulent und leidenschaftlich vorgestellt hatte, nahm viel zu wenig Raum ein, Sophie blieb mir fremd. Darüber hinaus vermisste ich die historische Atmosphäre, insbesondere die Einschränkungen und Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs. Die Besatzung durch die Deutschen in Frankreich kam erst im letzten Dritte zur Sprache und hatte dann kaum einen Bezug zu Sophie. 

    Aber auch Emilia ist eine Protagonistin, die selten distanziert blieb. Auf mich wirkte sie vor allem in Bezug auf ihre engsten Familienmitglieder, ihren Mann und ihre beiden Söhne, aber auch im Kontakt mit ihrer kranken Mutter, sehr unterkühlt. Objektiv zeigtes sich dies allein durch die Anreden innerhalb der Familie. Weder Emilia, noch ihre Kinder sprechen ihre Mütter mit "Mutter" oder gar "Mama" an, sondern nennen sie stets beim Vornamen. Aber auch subjektiv war im Umgang miteinander wenig Herzenswärme spürbar. Alle Personen sind sehr ich-bezogen und geben wenig von sich preis. 

    Der Roman wurde für mich erst sehr spät interessant, als Emilia intensivere Gespräche mit einem guten Freund von Sophie führte, der sie als talentierte Fotografin und Malerin beschreibt und die Hintergründe des Porträts erklärt. Bis dahin zieht sich der Roman etwas in die Länge, was vor allem dadurch geschuldet ist, dass ich mit keinem der Protagonisten warum wurde. So konnte mich die Familiengeschichte, die mir zu emotionslos war, wenig fesseln. Zudem hätte ich mir einen ausgewogeneren Anteil an historischen Abschnitte und eine engere Verknüpfung mit den Protagonisten in der Gegenwart gewünscht, um Sophies Gefühle, ihre und Handlungen und deren Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen verstehen zu können. So war es einfach nur deprimierend zu lesen, dass eine einzige unüberlegte Entscheidung dazu führte, dass Pauline ohne ihre leiblichen Eltern aufgewachsen ist, Depressionen entwickelte und geprägt durch die Traurigkeit für Emilia nie eine warmherzige Mutter sein konnte. Die späte Suche nach den eigenen Wurzeln der Familie wirkte letztlich etwas konstruiert. 

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    friederickesblogs avatar
    friederickesblogvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Es ist ein wunderbarer Roman, der mich gefesselt und mitgenommen hat.
    Ein Lesevergnügen besonderer Art

    Klappentext

     

    Als die Journalistin Emilia Lukin bei einer Auktion das Gemälde einer jungen Frau entdeckt, meint sie in ihr eigenes Spiegelbild zu blicken. Kann es sich um ihre Großmutter Sophie handeln? Um deren extravagantes Künstlerleben im Paris der 1930er-Jahre ranken sich wilde Gerüchte, Emilias Mutter Pauline aber hüllt sich in Schweigen. Emilia lässt das traurige Lächeln auf dem Porträt nicht mehr los, und so folgt sie dessen Spuren in die Provence und nach Paris. Dabei gerät sie tief in die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit ihrem verknüpft ist.

     

    Die Autorin

     

    Bettina Storks, geboren 1960 in Waiblingen, studierte Romanistik, Deutsche Philologie sowie Kulturwissenschaften und promovierte an der Universität Freiburg. Nachdem sie mehrere Jahre als Redakteurin tätig war, veröffentlichte sie ihre Romane "Das Haus am Himmelsrand" und "Die Stimmen über dem Meer". Bettina Storks lebt in Bodman-Ludwigshafen am Bodensee.

     

    Das Cover

    Eine junge Frau in den 1930er Jahren in Paris in sorgsam ausgewählten Farben präsentiert gemeinsam mit dem Titel und dem Klappentext ein Buch, das man haben und lesen möchte. Perfekt ausgewählt und in sich stimmig.

     

    Die Geschichte (Achtung: Spoiler)

     

    Emilia arbeitet zu Hause selbstständig als Journalistin und hat gerade den Auftrag für ein Auktionshaus einen Katalog zu bearbeiten. Darin entdeckt sie ein Gemälde, das ihr die Sprache verschlägt. Sie sieht so was wie ihr eigenes Spiegelbild und ist nach näherer Betrachtung überzeugt, dass es sich dabei nur um ihre Großmutter handeln kann, die als schwarzes Schaf der Familie galt und über die nie gesprochen wurde.

    Sie selbst lebt mit ihrem Mann in Baden-Baden und ihre zwei Söhne sind bereits ausgezogen. Ihre Ehe bekam vor kurzer Zeit schwere Kratzer, weil ihr Mann sie betrogen hat. Er hat sich zwar entschuldigt und sie kann verzeihen, aber leider nicht vergessen. Die Distanz steht deshalb zwischen ihnen.

     

    Das Gemälde lässt ihr keine Ruhe. Sie entschließt sich, ins Elsass zu fahren und das Bild zu ersteigern. Dann besucht sie ihre Mutter, die an einer schweren psychischen Erkrankung und einer Teilamnesie leidet, um ihr Fragen zur Großmutter, die in den 1930er Jahren nach Frankreich ging und ihr in der Provence ein Häuschen hinterlassen hat zu stellen, aber es gelingt nicht. Spontan reist daraufhin Emilia nach Frankreich, um sich auf Spurensuche zu begeben und auch ihrem Mann und sich selbst eine Auszeit zu gestatten. Sie stößt in Paris und am Luberon auf viele Geheimnisse und findet Hintergründe, die damals alles auf den Kopf stellten. Letztendlich findet sie Antworten für sich selbst, ihre Familie und ihre Beziehung.

     

    Meine Meinung

     

    WOW, das war mal wieder ein Buch der Extraklasse. Bereits auf den ersten Seiten fand ich mich in der Leselust gefangen, die bis zu Schluss angehalten hat. Die Geschichte wird einmal in der Gegenwart rund um Emilia und ihre Familie erzählt und in Rückblenden, beginnend in den 1930er Jahren, mit dem Leben von Sophie in Frankreich. Auch andere Zeitsprünge fügen sich harmonisch ein, weil sie an den richtigen Stellen für neue Spannung sorgen.

     

    Bettina Storks schreibt in einer vielseitigen, wunderbaren, leicht verständlichen und sehr poetischen Sprache. Sie tut das überwiegend aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren Emilia und Sophie, aber auch die anderen Protagonisten mischen sich aktiv ein, sodass die häufigen Wechsel für Lebhaftigkeit, Nähe und Intensität sorgen. Die Schauplätze sind so intensiv beschrieben, dass man gar nicht anders kann, als alles vor dem geistigen Auge direkt zu sehen, zu riechen und zu schmecken.

     

    Alle Figuren sind bis ins kleinste Detail so ausgearbeitet, dass sie in ihrem Handeln und in ihren Dialogen authentisch, plausibel und gemäß ihren Charakteren äußerst glaubwürdig sind, was uns gestattet, bei all ihren Gefühlen sehr nah dabei sein zu dürfen.

     

    Die eingearbeitete Zeitgeschichte ist mit viel Gespür und Können vorgenommen worden, sodass die Geschehnisse, gerade auch in der finsteren Zeit des Krieges, für Gänsehaut und die eine oder andere Träne sorgen. Wunderbar auch der tiefe Blick in die Künstlerseelen, die sich in Paris tummelten.

    Fazit: Es ist ein wunderbarer Roman, der mich gefesselt und mitgenommen hat, der mich an Plätze entführte, die ich zugegebener Maßen sowieso sehr liebe. Umso tiefer durfte ich mit hineintauchen und freue mich sehr bei meinem nächsten Besuch in Baden-Baden und dem Elsass an dieses wunderbare Buch denken zu dürfen. Es zählt ganz bestimmt zu meinen Lieblingsbüchern des Jahres 2018.

    Natürlich ist hier meine absolute Leseempfehlung.

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    lenisveas avatar
    lenisveavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ich bin erst schlecht in die Geschichte rein gekommen, aber dann wurde es eine tolle Familiengeschichte, 4,5 Sterne von mir
    Das geheime Lächeln

    Folgendes kennzeichne ich gem. § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

    Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-35974-1
    Erschienen:  12.03.2018

    Zum Inhalt:
    Als die Journalistin Emilia Lukin bei einer Auktion das Gemälde einer jungen Frau entdeckt, meint sie in ihr eigenes Spiegelbild zu blicken. Kann es sich um ihre Großmutter Sophie handeln? Um deren extravagantes Künstlerleben im Paris der 1930er-Jahre ranken sich wilde Gerüchte, Emilias Mutter Pauline aber hüllt sich in Schweigen. Emilia lässt das traurige Lächeln auf dem Portrait nicht mehr los, und so folgt sie dessen Spuren in die Provence und nach Paris. Dabei gerät sie tief in die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit ihrem verknüpft ist.

    Zur Autorin:
    Bettina Storks, geboren 1960 in Waiblingen, studierte Romanistik, Deutsche Philologie sowie Kulturwissenschaften und promovierte an der Universität Freiburg. Nachdem sie mehrere Jahre als Redakteurin tätig war, veröffentlichte sie ihre Romane "Das Haus am Himmelsrand" und "Die Stimmen über dem Meer". Bettina Storks lebt in Bodman-Ludwigshafen am Bodensee.

    Meine Meinung:
    Ich habe ja bereits die beiden vorherigen Romane der Autorin gelesen und war daher sehr gespannt auf diese neue Familiengeschichte mit historischem Hintergrund. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst aber in keinster Weise meine Meinung. 

    Der Einstieg in die Geschichte ist mir leider sehr schwer gefallen, ich musste mich erst an den Schreibstil gewöhnen. Nach ca. 100 Seiten konnte mein Interesse dann endgültig geweckt werden. Das Buch hat sich dann zu einem absoluten Wohlfühlbuch entwickelt, welches die Lebensgeschichte von Emilias Großmutter Sophie, die Emilias Mutter Pauline nie wirklich als ihre Mutter kennen gelernt hat.

    Emilia macht dies alles zum einen, um ihre verstorbene Großmutter Sophie endlich näher kennenzulernen, andererseits für ihre Mutter Pauline, die von alldem nicht viel weiß und außerdem auch für sich selbst, um die Fragen ihres aktuellen Lebens zu klären.

    Als das Familiengeheimnis dann aufgedeckt wird, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es ist dann so eindringlich beschrieben worden, dass ich Bedauern empfunden habe, dass Sophie ihr Kind Pauline und  ihre restliche Familie nicht mehr kennen gelernt hat.

    Mein Fazit:

    Alles in allem kann ich hier auf jeden Fall eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich in die Geschichte reingekommen bin, aber ab da war es ein toller Roman, der mich begeistern konnte. Daher bekommt das Buch von mir 4,5 Sterne.

    4,5 von 5 Sternen

    Cover: ©Diana Verlag
    Klappentext, Buchinfos: ©Diana Verlag
    Autoreninfos: ©Diana Verlag
    Rezension: ©lenisveasbücherwelt

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    zeitengenossins avatar
    zeitengenossinvor 4 Monaten
    Das geheime Lächeln

    Gedanken zur Geschichte des Buches: Ich finde das die Geschichte des Buches sehr langsam und für meine Verhältnisse langatmig beginnt und erst nach einiger Lesezeit Fahrt aufnimmt, spannend wird und das war der Grund, warum ich dann auch bei diesem Buch geblieben bin, auch wenn es mir zeitweise wirklich schwer viel. Ich fühlte mich manches Mal abgelenkt und mit anderem besser unterhalten. Begeistert hingegen hat mich die poetische Art zu schreiben, weswegen ich dann doch das Buch zu Ende gelesen habe. Die poetische Art zu schreiben, auch wie die Häuser, Orte und vieles mehr beschrieben wurden, ließ mich am Ball bleiben. Ich konnte mir zudem so alles bildlich vorstellen, was ich sehr schön fand. Das Schöne war auch, dass es ab und an – aber es gab sie immerhin, Schmunzelnmomente gab.

    Gedanken zu den Protagonisten: Ich muss gestehen, dass ich mit den Protagonisten nicht wirklich warm wurde. Emilia fand ich insofern sehr gut umgesetzt aber irgendwie störte mich ihre journalistische Art so manches Mal. Unter anderem bei Gesprächen mit Jean-Pierre oder dem Herrn Fugin. Auch mit ihrem Mann oder ihren Söhnen war ich nicht wirklich vertraut, auch wenn einer der Söhne, nämlich Michel desöfteren darin vorkommen. Sie wirken mir einfach zu unlebendig, langweilig, unfertig. Dies liegt daran, dass sie zwar kurze Zeit in diesem Buch vorkommen aber mir um ehrlich zu sein zu zurückhaltend sind. Zu kühl. Zu uninteressiert am Geschehen ihrer Mutter Emilia. Ebenso wie Emilias Mutter Pauline, die wirklich ein Schicksal mit sich trägt, war mir einfach zu flach, die Tiefe fehlte mir. Es kamen keine Gefühle bei mir an, es war nichts spürbar für mich. Ich möchte fast schreiben, dass es „von oben herab war“, die Charaktere hatten keine bleibende Tiefe, weswegen sie mir dann wohlmöglich noch nach Beenden des Buches im Kopf geblieben wären, doch das sind sie leider nicht. Es sind keine Protagonisten, die einem im Kopf verbleiben, über die man sinniert. Schade eigentlich.

    Gedanken zur Umsetzung des Buches und dem Schreibstil: Die Umsetzung soweit ist gut, die Geschichte wurde gut durchdacht, die Protagonisten hingegen fühlen sich flach an, ich wurde mit ihnen nicht vertraut, sie waren für mich nicht greifbar, es fehlte an Tiefe. Auch wenn das Schicksal von Emilias Mutter Pauline, wie bereits beschrieben kein leichtes ist, fehlte mir dennoch das Gefühl daran hängen zu bleiben schon etwas. Mir hat einfach diese Tiefe gefehlt. Der Schreibstil hingegen war schön poetisch, dass mochte ich sehr gerne.

    Gedanken zum Cover des Buches: Das Cover fand ich von Anfang an einfach nur schön. Es hat diesen wunderbaren französischen Flair und und hat für mich Stil. Klassisch ist es. Ich mag es sehr.

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    evengels avatar
    evengelvor 5 Monaten
    Nicht ganz so überzeugend...

    Verlagsinfo:

    Als die Journalistin Emilia Lukin bei einer Auktion das Gemälde einer jungen Frau entdeckt, meint sie in ihr eigenes Spiegelbild zu blicken. Kann es sich um ihre Großmutter Sophie handeln? Um deren extravagantes Künstlerleben im Paris der 1930er-Jahre ranken sich wilde Gerüchte, Emilias Mutter Pauline aber hüllt sich in Schweigen. Emilia lässt das traurige Lächeln auf dem Porträt nicht mehr los, und so folgt sie dessen Spuren in die Provence und nach Paris. Dabei gerät sie tief in die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit ihrem verknüpft ist.

    Meine Meinung:

    Das Cover und der Klappentext hatten mich total angesprochen und ich hab mich schon auf diese Geschichte gefreut zu lesen. Jedoch konnte es mich leider nicht ganz so überzeugen, wie ich es gerne gehabt hätte.

    Ich fand es okay, aber leider auch nicht mehr. Schade eigentlich. Aber ich kam etwas schwer in die Geschichte rein, fand es auch etwas zäh. Weiß nicht ob es mit dazu am Schreibstil lag. Es hat gedauert, bis ich es nun durch hatte. Die Geschichte selbst, fand ich, das sie nicht ganz so in Fahrt kam und fand es daher auch eher platt geschrieben.

    Für Emilia selbst, bekam ich kein richtiges Bild in mein Kopf, konnte sie mir sehr schwer vorstellen. Jedoch die Idee, das Emilia das das Gemälde ihrer Großmutter findet und sich auf den Weg nach Paris macht um Nachforschungen zu machen, fand ich toll. Auch der Zeitsprung mit Sophie, das man etwas aus ihrer jungen Zeit und ihrem Leben etwas erfährt, fand ich schön geschrieben. Da hat man einiges erfahren, das war auch das einzigste was ich wirklich spannend und auch rührend fand.

    Für mich war das Buch leider nichts, was ich schade fand. Ich kenn jedoch einige, denen es sehr gut gefallen hat.

    Von mir 3 von 5 Sternen

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor 5 Monaten
    "Der Mistral zerschlägt die alte Ordnung und macht Platz für Neues."

    Die freie Journalistin und Übersetzerin Emilia Lukin lebt mit Ehemann Vladi, einem Arzt, in einem kleinen Ort in der Nähe von Baden-Baden. Die Söhne Leo und Mischa sind bereits aus dem Haus und ihre kranke Mutter Pauline lebt in einer psychiatrischen Einrichtung. Emilia und Vladi haben Eheprobleme, weil Vladi sich einen Seitensprung geleistet hat, seitdem herrscht Eiszeit zwischen den beiden. Als Emilia den Auftrag bekommt, einen Auktionskatalog zu übersetzen, findet sie dort im Angebot das Foto eines Gemäldes mit dem Abbild einer Frau. Die „Frau im Schatten“ ist ihr wie aus dem Gesicht geschnitten, so dass Emilia vermutet, es handelt sich um ihre Großmutter Sophie Langenberg. Sophie galt als schwarzes Schaf der Familie und wurde von der Familie verstoßen, als sie als junge Frau in den 30er Jahren nach Paris ging. Seitdem hat niemand mehr über sie gesprochen, so ranken sich dementsprechend viele Geheimnisse um Sophie. Auch ihre Tochter Pauline wuchs ohne ihre Mutter auf und hat keine Erinnerungen an Sophie. Emilia ist neugierig und fährt zu der Auktion, am Ende ersteigert sie das Bild für sich. Doch sie will mehr über die „Frau im Schatten“ erfahren, deshalb fährt für einige Wochen nach La Lumière im Luberon, wo Sophie ein altes Haus besaß, welches sie nach dem Tod ihrer Tochter Pauline vererbte. Dort in der Abgeschiedenheit erhofft sich Emilia Abstand von ihren eigenen Problemen mit Vladi und vor allem endlich Informationen über ihre Großmutter Sophie. Durch Zufall lernt sie Jean-Pierre kennen, einen geheimnisvollen alten Mann, der ihre Großmutter gekannt hat und mit Sicherheit die Lücken füllen könnte. Aber Jean-Pierre ist ein schwieriger Zeitgenosse...

    Bettina Storks hat mit ihrem Buch „Das geheime Lächeln“ einen spannenden halb historischen Roman vorgelegt, der zu fesseln weiß. Der Schreibstil ist flüssig, dabei atmosphärisch dicht und an manchen Stellen sogar poetisch zu nennen. Der Leser wird gleich in den Bann gezogen durch den geheimnisvollen Prolog, der einen während der Lektüre immer wieder ins Gedächtnis kommt. Die Landschaftsbeschreibungen des Luberon sind so bildgewaltig und farbenfroh, dass man die zauberhafte Gegend regelrecht vor Augen sieht und die ockerfarbenen Felsen fast mit den Händen greifen kann. Die Handlung teilt sich in zwei Zeitebenen auf, die eine berichtet von der Gegenwart rund um Emilia, ihrer Familie und ihren Nachforschungen. Die andere lässt die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts wieder aufleben und erzählt von Sophie und ihrem damaligen Leben in Paris bzw. in Frankreich. Durch den unregelmäßigen Wechsel der verschiedenen Zeitebenen gelingt es der Autorin, die Spannung der Handlung immer weiter zu steigern. Sie lässt den Leser die Geschichte Stück für Stück entdecken gleich einem Puzzle, das am Ende ein vollständiges Bild zeigt. Doch leider ist dies nicht so sehr gelungen wie in den anderen Romanen der Autorin. Die Geschichte ist zwar spannend und interessant, doch bleiben am Ende noch einige Fragen offen, die leider nicht beantwortet werden. Einige Male wirkt die Handlung recht verworren, da fehlt es dem Leser an mehr Informationen, um die Zusammenhänge zu verstehen.

    Die Charaktere sind sehr individuell ausgearbeitet und wirken aufgrund ihrer Stärken und Schwächen sehr authentisch und real. Der Leser kann sich sehr gut in ihre Gedanken- und Gefühlswelt hineinversetzen und kann sowohl mit ihnen leiden als auch Hoffnung empfinden. Emilia ist eine patente Frau, die von ihrem Ehemann vor kurzem sehr enttäuscht wurde. Sie kann bisher nicht verzeihen und macht sich dadurch auch das Leben schwer. Gleichzeitig ist sie eine neugierige und sture Frau, die sich in ihren Nachforschungen verbeißt und oftmals sehr ungeduldig und aufbrausend wird, wenn sie diese nicht schnell genug vorantreiben kann. Sie ist eine Frau, die ihre Emotionen lebt und sie nicht hinter einem Schleier versteckt. Ehemann Vladi ist ein netter Mann, der sehr geduldig und zuvorkommend ist. Jean-Pierre ist ein distinguierter älterer Herr, der bereits ein langes und ereignisreiches Leben geführt hat. Er ist verschwiegen, besitzt eine schriftstellerische Ader und wahrt die Dinge, die er erlebt hat, bis zuletzt. Er vertraut nicht leicht und muss jemanden erst besser kennen, bevor er sich nach und nach öffnet. Sophie ist eine interessante Frau, die bereits in jungen Jahren lernen musste, dass sie durch ihre eigenen Vorstellungen und dem Vorsatz, ihr eigenes Leben führen zu wollen, eine Geächtete in der eigenen Familie wurde. Ebenso musste sie einen Verrat unter Freunden verdauen und auf das Wichtigste in ihrem Leben verzichten. Doch sie hat sich nie unterkriegen lassen und einige wenige ihrer Träume erfüllt. Auch die übrigen Protagonisten wie der alte Bonnet, Fugin oder Chloè bereichern durch ihr Auftreten die Handlung.

    „Das geheime Lächeln“ ist ein fesselnder Roman, der Familiengeheimnisse und Historie in sich vereint. Alle Liebhaber dieses Genres werden diesen Schmöker lieben, man sollte allerdings etwas verquere Verhältnisse mögen und nicht enttäuscht sein, dass so einige Dinge im Dunkeln bleiben. Eine Leseempfehlung verdient das Buch aber dennoch.

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    monika_schulzes avatar
    monika_schulzevor 5 Monaten
    Eine einzigartige Familiengeschichte

    Inhalt:

    Zufällig entdeckt die Journalistin Emilia in einem Auktionskatalog das Porträt einer jungen Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Bei der Porträtierten kann es sich eigentlich nur um ihre Großmutter Sophie handeln, die in den 1930er-Jahren in Frankreich gelebt hat.

    Von ihrer Mutter Pauline erfährt Emilia jedoch leider nichts, denn diese leidet an Gedächtnislücken und möchte auch nicht über ihre Familiengeschichte sprechen. Deshalb macht sich die Frau auf den Weg in die Provence, um dort mehr über ihre Großmutter herauszufinden.

    Dort taucht sie jedoch nicht nur tiefer in die Vergangenheit ein, sondern erfährt gleichzeitig auch mehr über sich selbst … .

    Meine Meinung:

    Ich liebe Familiengeschichte und als mich die Autorin Bettina Storks fragte, ob ich ihr Buch lesen wolle, konnte ich nicht „nein“ sagen, da es einfach perfekt in mein Leseschema passt.

    Anfangs begegnet man Sophie und erhält einen kleinen Einblick in ihr Leben, ohne jedoch wirklich etwas über sie zu erfahrend.

    Schon auf den ersten Seiten merkt man, dass die Autorin Bettina Storks einen wirklich einzigartigen Schreibstil besitzt. Sie bedient sich vieler Metaphern, nutzt kurze unvollständige Sätze und spielt mit verschiedenen Sprichworten und Ausdrücken. Die Sprache in „Das geheime Lächeln“ ist keines Wegs als einfach zu bezeichnen, im Gegenteil, ich würde sie fast schon poetisch nennen. Trotz allem liest sich das Buch sehr flüssig, aber gerade wegen diesem wundervollen Schreibstil, genießt man die Geschichte noch mehr. Dieses Buch zeigt eindeutig, dass die Autorin ihr Handwerk versteht. Ich liebe es jedenfalls, wenn ein Schriftsteller so gut mit Sprache umgehen kann.

    Nach dem Prolog, bei dem man Sophie begleitet, taucht man in Emilias Leben in die Gegenwart ein und erfährt, dass auch diese Frau es gerade nicht einfach hat. Ihr Leben ist momentan gehörig durcheinander und dann sieht sie auch noch das Porträt ihrer Großmutter und ihre Neugierde ist geweckt. Doch Emilia ist kein Mensch, der sofort impulsive reagiert und trotzdem lässt ihr das alles keine Ruhe und sie beschließt, sich auf die Suche nach Antworten zu machen. Die Protagonistin gefiel mir wirklich sehr gut. Sie ist eine Frau mittleren Alters, hat zwei erwachsene Söhne und ist selbstständig als Journalistin tätig. Mir gefiel ihre Art die Dinge anzugehen, ich konnte ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen und ihren Drang, nach ihren Wurzeln zu fahnden verstehen. Und obwohl die Geschichte in der dritten Person erzählt wird, fühlte ich mich Emilia sehr nahe und tauchte so noch tiefer in die Geschichte ein.

    Sehr gut gefiel mir auch, dass man nicht nur Sophie und Emilia begleitet, sondern auch noch eine weitere Sichtweise miterleben darf. Dadurch wird die Story noch runder und trotzdem gelingt es Bettina Storks sehr gut, all ihre Geheimnisse bis zum Schluss zu bewahren. Das ist meiner Meinung nach auch eine große Kunst. Denn die Autorin streut immer nur Hinweise, verrät immer nur einen Teil der Ereignisse und mit jeder Frage, die sie beantwortet, werden neue aufgeworfen. So rätselte ich bis zum Schluss mit, was Sophie wirklich passiert sein könnte und wie die Geschichte von Emilia und ihrer Mutter Pauline ausgehen würde. Dadurch ist das Buch wirklich vom Anfang bis zum Ende spannend und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, da ich so gerne wissen wollte, welches Schicksal sich die Autorin für ihre Protagonisten ausgedacht hat.

    Dabei hat mich das Buch so mitgerissen, dass ich teilweise wirklich die Luft anhielt, dass mir der Atem stockte, dass ich gelacht und sogar geweint habe. Auch, wenn es nicht DEN großen Skandal gab, hat mich die Geschichte doch sehr berührt. Dabei geht es nicht nur um Liebe und Freundschaft, sondern auch um Vertrauensverrat, wieviel eine Liebe aushält, was man bereit ist, für das Wohl seiner Kinder zu tun, ob es nur eine große Liebe gibt, wie viel Schmerz ein Mensch erdulden kann und wie anders das eigene Leben verläuft, wenn man seine Wurzeln nicht kennt. In dieser Geschichte steckt so vieles, das man anfangs gar nicht erahnen kann, das mich aber immer wieder zum Grübeln gebracht hat.

    Fazit:

    Bei „Das geheime Lächeln“ handelt es sich um ein Buch, dass man nicht einfach nur wegliest, sondern das in einem arbeitet und einen sehr bewegen kann, wenn man sich darauf einlässt. Dabei haben mich nicht nur die Schicksale der Protagonisten berührt, sondern auch der poetische Schreibstil von Bettina Storks, die ihr Handwerk wirklich mehr als versteht. Eine einzigartige Familiengeschichte, die ich auf jeder Seite genossen habe.

    Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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    TheBookAndTheOwls avatar
    TheBookAndTheOwlvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Faszinierendes Familienepos.
    Ein wirklich tolles Buch.

    (Hier gibt es keinen Inhalts-Recap, den hat man ja wohl auf der Rückseite des Buches. Deswegen finde ich es unnötig, den hier noch mal zu kopieren. thx.)

    Okay, here we go again. Holt euch eure Taschentuchbox, denn das wird ein emotional rollercoaster!

    Das geheime Lächeln von Bettina Storks war wirklich toll. Interessante Charaktere, gepaart mit einem tollen Plot = nice. Keine 0815-Standard-Protas = will haben!
    Im Ernst: Die Protagonistin ist all das, was die Standardheldinnen in der Literatur nicht sind. Sie hat Kinder ist in ihren Vierzigern etc. pp. Gut, für mich mag das auffallen, weil ich meistens nur in der Jugendbuch-Szene aktiv am Lesen bin, aber wenn ich mal an Bücher wie "Der Klang der verborgenen Räume" (Felicity Whitmore) oder Fifty Shades (E.L. James) zurückdenke, dann sind auch dort meiste relativ junge und ledige Protagonistinnen zu finden. Also würde ich in diesem Fall schon sagen, dass Emilia da einfach nicht ins Schema passt - im positiven Sinne natürlich. 

    Was kann man zur Story/zum Plot sagen?
    Viel zu bemängeln habe ich eigentlich nicht. Bei dem Buch handelt es sich um einen Switch-Roman, d.h. wir haben zwei temporäre Erzähllinien, die sich am Ende treffen, um das große Ganze aufzulösen. Es gibt Leser, die sind von einem solchen Konzept nicht gerade begeistert, ich allerdings mag sie sehr. Vor allem, wenn sie gut umgesetzt sind. Das war hier nur teilweise der Fall, da die beiden Stränge nicht ausgewogen waren, ich also mehr in der Gegenwart hing als in der Vergangenheit. Ich hätte gern mehr aus der Sicht der Großmutter erfahren, denn das war teilweise wirklich spannender. 

    Schreibstil/Übersetzung?
    Das hier ist keine Übersetzung per se, da ich keine Anmerkung von einem evtl. Übersetzer gefunden habe. Also dürfte die Autorin irgendwo aus der DACH-Region kommen. Das heißt für mich: Ich darf endlich wieder über einen richtigen Schreibstil sprechen und nicht die schlaksige Übersetzung bemängeln. Yay!
    Sophie Bonnet hat den Roman als poetisch beschrieben, was ich jetzt nicht unbedingt nachempfinden kann. Die Sätze sind auf jeden Fall wohlklingend und man hat eigentlich keinen miserablen Satzbau, Fehler sind mir auch nicht aufgefallen. 
    Storks hat eine interessante Art ihre Ideen niederzuschreiben, die mir wirklich gut gefällt. 


    FAZIT?
    4/5 Sterne, wegen dem recht einseitigen temporären Dilemma. Dennoch sehr lesenswert, besonders im Urlaub in der Provence jetzt in den wärmeren Tagen. ;)

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Diana_Verlags avatar
    Liebe LB-Leserinnen und LB-Leser,

    heute wollen wir euch einen packenden und poetischen Generationenroman um ein Familiengeheimnis vorstellen. Viele kennen Bettina Storks und ihre Romane Das Haus am Himmelsrand und Die Stimmen über dem Meer bereits und wissen, dass die Autorin eine große Erzählerin ist, die sich durch eine bildhafte Sprache, psychologisch tiefe Figuren und fundierte Recherche hervortut. Wir freuen uns sehr, euch zu einer Leserunde mit Bettina Storks zum Erscheinungstermin ihres neuen Romans einzuladen.

    Und darum geht’s: In Das geheime Lächeln erzählt die Autorin ein Stück bewegende Deutsch-Französische Geschichte, die bis in die 1930er Jahre zurückführt. Die Journalistin Emilia Lukin entdeckt bei einer Auktion das Porträt ihrer unbekannten Großmutter Sophie. Durch den Fund bricht die kollektiv verdrängte Vergangenheit einer ganzen Familie mit aller Wucht wieder auf. 

    Emilia stellt sich den Fragen und macht sich auf die Suche nach den mysteriösen Hintergründen einer bewegten Vergangenheit ihrer in Südfrankreich verstorbenen Großmutter. Dabei erlebt sie eine Achterbahn der Gefühle. Schon bald stößt Emilia an ihre Grenzen. Bereits bei Emilias Ankunft in La Lumière, dem letzten Wohnort der Großmutter, liegt etwas in der Luft. Die trügerische Idylle der Ockerlandschaft, die sanften Hügel mit ihren Reben und Olivenhainen, führen in die falsche Richtung. Sophies Haus offenbart mehr Fragen als Antworten. Was hat es mit dem verbarrikadierten Atelier, was mit den manischen Liebesbriefen eines Unbekannten auf sich? Handelt es sich um den Maler des Porträts und Emilias Großvater? Emilias Mutter, hüllt sich in Schweigen. Emilias Mann muss fassungslos zusehen, wie seine Frau sich in Frankreich verrennt und von ihm entfernt.

    Erst in Paris findet Emilia Antworten, aber auch Widersprüchliches. Bis ein Zeitzeuge auftaucht, der ihre heile Welt mit seinem Wissen erschüttert. Auf ihrer Reise in die Vergangenheit muss Emilia feststellen, dass die dramatischen Ereignisse der späten 1930er und 40er Jahre in Frankreich und Deutschland untrennbar mit dem persönlichen Schicksal von Sophie verbunden sind. 

    Das geheime Lächeln ist ein Drei-Generationen-Roman, der um Schweigen und Verdrängung, aber auch um die Unbeirrbarkeit von Liebe und Freundschaft kreist. 

    Hier gehts zur Leseprobe.

    Haben wir eure Neugierde geweckt? Wenn ihr Emilia auf ihrer Spurensuche um Sophies Geheimnis begleiten und euch exklusiv mit der Autorin austauschen wollt, bewerbt euch jetzt für die Leserunde! WICHTIG: Bewerbt euch nur, wenn ihr ca. ab dem 21.03. Zeit für einen intensiven Austausch habt.

    Wir drücken die Daumen und freuen uns auf eure Bewerbungen!
    Herzliche Grüße

    Euer Team vom Diana Verlag
    BettinaStorkss avatar
    Letzter Beitrag von  BettinaStorksvor 6 Monaten
    Vielen herzlichen Dank für deine tolle Rezension.
    Zur Leserunde

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