Bettina Storks Die Stimmen über dem Meer

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Inhaltsangabe zu „Die Stimmen über dem Meer“ von Bettina Storks

Eigentlich wollte die Halbfranzösin und Übersetzerin Morgane ihr geerbtes Häuschen nur rasch verkaufen und zurück nach Deutschland. Doch mit dem Haus hat sie auch Schulden geerbt - und die alte Paulette, der Morganes Tante angeblich ein lebenslanges Wohnrecht zugesichert hat. Außerdem bemerkt Morgane gleich am ersten Tag: Diese raue, wunderschöne Landschaft löst etwas in ihr aus und die bretonische Sagenwelt scheint auch ihre Geschichte zu erzählen. Kein Wunder: Hier ganz in der Nähe ist ihre Mutter aufgewachsen und bei einem mysteriösen Badeunfall ums Leben gekommen. Morgane bleibt und beschließt zu kämpfen: um ihr Haus, ihre Unabhängigkeit und um die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter zu erfahren. Sie findet Freunde und verliert eine Liebe. Sie findet Antworten und droht den Glauben an ihren Traum zu verlieren. Aber Morgane hat auch die bretonische Sturheit geerbt...

Ein absolutes Wohlfühl-Buch!

— Buecherwurm1973

Schöne Familiengeschichte mit französischem Flair

— lenisvea

"Die Stimmen über dem Meer" - ein wunderschöner Buchtitel, der mich bereits neugierig auf den Inhalt der Geschichte machte.....

— Uschi69

Eine eher leise aber sehr fesselnde Geschichte, die mich mit allen Sinnen in die Bretagne entführt hat ...

— Marny

Ein großartiges Wohlfühl-Buch für die dunkle Jahreszeit. Gefühlvoll und besonders. ♥

— Kartoffelschaf

Die Bretagne-Reise von Morgane wird zu einer Reise zu sich selbst, zuvor muss jedoch ein Familiengeheimnis gelüftet werden; Einfach schön!

— SigiLovesBooks

Die Befreiung von den Lasten des bisherigen Lebens, große Emotionen, eine Portion Poesie – einfach wunderschön!

— DonnaVivi

Ganz großes Kino! Ein wundervolles Leseerlebnis, das ich nur empfehlen kann.

— Igelmanu66

Das Rätselhafte wurde nicht ausgespielt. Die Geschichte hat nicht überzeugt. Einstieg und Ende sind eher gelungen. Als Reiselektüre okay.

— Lunamonique

Eine liebenswerte Geschichte über einen Neuanfang und die Suche nach den Schatten der Vergangenheit.

— lisibooks

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  • Die Stimmen über dem Meer

    Die Stimmen über dem Meer

    lenisvea

    17. May 2016 um 19:26

    Die Stimmen über dem Meer Bettina Storks ROMAN Erschienen am 05.10.2015 384 Seiten Klappenbroschur ISBN: 978-3-8270-1252-4 € 14,99 [D], € 15,50 [A], sFr 20,50 Zum Buch: http://www.berlinverlag.de/buecher/die-stimmen-ueber-dem-meer-isbn-978-3-8270-1252-4 Zum Inhalt: Nirgendwo kann man so schön schweigen wie in einer bretonischen Hafenkneipe. Doch die Wahrheit darf nicht schweigen. Eigentlich wollte die Halbfranzösin und Übersetzerin Morgane ihr geerbtes Häuschen nur rasch verkaufen und zurück nach Deutschland. Doch mit dem Haus hat sie auch Schulden geerbt - und die alte Paulette, der Morganes Tante angeblich ein lebenslanges Wohnrecht zugesichert hat. Außerdem bemerkt Morgane gleich am ersten Tag: Diese raue, wunderschöne Landschaft löst etwas in ihr aus und die bretonische Sagenwelt scheint auch ihre Geschichte zu erzählen. Kein Wunder: Hier ganz in der Nähe ist ihre Mutter aufgewachsen und bei einem mysteriösen Badeunfall ums Leben gekommen. Morgane bleibt und beschließt zu kämpfen: um ihr Haus, ihre Unabhängigkeit und um die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter zu erfahren. Sie findet Freunde und verliert eine Liebe. Sie findet Antworten und droht den Glauben an ihren Traum zu verlieren. Aber Morgane hat auch die bretonische Sturheit geerbt... Meine Meinung: Ich habe vor einiger Zeit ein anderes Buch der Autorin gelesen und zwar "Das Haus am Himmelsrand". Dieses hatte mir sehr gut gefallen, bei Recherchen habe ich dann festgestellt, dass vor kurzem ein weiteres Buch von ihr erschienen ist, welches ich dann natürlich auch gerne lesen wollte. Es hat einige Zeit gebraucht, um in das Buch hinein zu kommen. Es hat für mich länger gedauert, bis die Geschichte Fahrt aufgenommen hat. Der Schreibstil hat mir aber von Anfang an wieder gut gefallen. Die Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet, sie hatten alle ihre Stärken und Schwächen, vor allem auch Paulette. Man hat auch sehr gut merken können, was es in einem Kind auslöst, wenn die Mutter auf einmal fehlt und die Wahrheit nie ans Licht gekommen ist. Die langsam aufkeimende Freundschaft zu Annick und der kleinen Viviane fand ich auch sehr toll genauso wie der Zusammenhalt nach den Anfangsschwierigkeiten zwischen Morgane und Paulette. Alles in allem eine schöne Geschichte für zwischendurch mit tollen Landschaftseindrücken, die mich aber nicht komplett überzeugen und begeistern konnte, daher gebe ich diesem Buch 3,5 Sterne.

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  • Ein faszinierender Roman

    Die Stimmen über dem Meer

    Uschi69

    02. February 2016 um 16:24

    Die Hauptfigur des Romans, Morgane, reist in die Bretagne, um dort ihr Erbe anzutreten. Die junge Deutschfranzösin befindet sich schon bald inmitten von allerlei Schwierigkeiten und Unklarheiten, die bis tief an ihre eigenen Wurzeln reichen. Sämtliche Umstände scheinen sich gegen sie verschworen zu haben, doch Morgane beginnt ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen... Getragen von einer wunderbaren Geschichte finde ich das gesamte Buch ebenso wunderbar geschrieben. Durch die hervorragend getroffene Wortwahl und einem Schreibstil, der dem Leser das Miterleben fast aller Sinne ermöglicht,  empfindet man die verschiedensten Charakteren der Geschichte sehr authentisch und interessant beschrieben. Überhaupt ist die Handlung des Buches durchgängig fesselnd, unvorhersehbar und es bereitete mir großen Spaß das Buch zu verschlingen. Überzeugte 5 Sterne hierfür -  mit der Bitte verbunden bald wieder so ein tolles neues  Buch von Bettina Storks lesen zu dürfen.    

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  • Ein bezaubernder Roman über das Finstere

    Die Stimmen über dem Meer

    WinfriedStanzick

    03. December 2015 um 15:02

    Mit ihrem Debütroman "Das Haus am Himmelsrand" konnte die früher als Redakteurin arbeitende Schriftstellerin Bettina Storks bei Bloomsbury ein breites Publikum begeistern und überzeugen. In ihrem neuen Roman "Die Stimmen über dem Meer" entführt sie den mit jeder weiteren Seite mehr gefangenen Leser in "das Land am Ende der Welt" , wie die Bretonen seit alters her ihre unvergleichlich schöne Heimat nennen. Und auch Bettina Storks,obwohl sie darüber keine Angaben macht, ist dem Zauber dieses Landes am Atlantik und seiner Geschichte voller Kultur und Bräuche offenbar total erlegen, sonst hätte sie diesen bezaubernden, spannenden und kulturell lehrreichen Roman nicht so schreiben können. Ein Roman, in dem es neben einer auch von einer Liebesgeschichte geprägten Haupthandlung immer wieder geht um bretonische Geschichte und Kultur, um die Einzigartigkeit eines Landstrichs, dem auch Jean-Luc Bannalec mit seinen Kriminalromanen schon viele literarische Denkmäler gesetzt hat. Morgane, die als Übersetzerin in München mit einem ehrgeizigen beruflich sehr angespannten  Mann in einer von ihr immer für glücklich gehaltenen Beziehung lebt, hat als Kind ihre bretonische Mutter bei einem Unfall ans Meer verloren. Nun nach vielen Jahren in Deutschland bekommt sie von ihrer verstorbenen Tante, bei der sie als Kind unzählige unvergessene Ferienaufenthalte erlebt hat, nicht nur ein Haus vererbt, sondern auch die zunächst völlig unzugängliche Paulette, von der sich bald herausstellt, dass sie über eine lange Zeit die Partnerin der Tante war, der diese ein lebenslanges Wohnrecht zusicherte. Von der Idee, das Haus zu verkaufen, kommt Morgane bald ebenso ab, wie von dem Plan, zu ihrem Partner nach München zurückzukehren. Auch als sich herausstellt, dass das Haus mit erheblichen Schulden belastet ist, wird ihre vom ersten Tag ihres Aufenthaltes geweckte Begeisterung und Faszination für diese raue und wunderschöne Landschaft zwischen den Meeren nicht geschmälert,  zumal die reiche Sagenwelt seiner Kultur sie immer mehr in ihren Bann zieht, scheint sie doch genau ihre Geschichte zu erzählen..... Ein bezaubernder Roman über das Finstere, der in mir erneut (nach den Romanen von Bannalec) den unbändigen Wunsch weckte, dieses bedrohte Stück Land am Ende der Welt einmal selbst zu besuchen und mich von seiner Schönheit bezaubern zu lassen.

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  • Bettina Storks - Die Stimmen über dem Meer

    Die Stimmen über dem Meer

    Marny

    Die Halbfranzösin Morgane erbt von ihrer Tante ein altes Steinhaus in der Bretagne und kehrt so an den Ort zurück, an dem ihre Mutter vor langer Zeit bei einem Badeunfall verunglückte. Eigentlich will sie ihr Erbe verkaufen, aber das Haus, die Landschaft und auch die Menschen berühren ihre Seele. Morgane stellt sich ihrer Vergangenheit und beginnt ein neues Leben, das es ihr nicht leicht macht – aber sie hat auch die bretonische Sturheit geerbt … Der Prolog fesselt und lässt mich mit Fragen, aber auch ganz unterschiedlichen Empfindungen zurück. Eine Frau ertrinkt, ohne dass wir wissen, wie genau sie in diese Situation gekommen ist. Zuletzt ist da auch etwas tröstendes, schwereloses – und sie hört ein ihr vertrautes Lied. Dadurch wurde ich neugierig auf Details rund um den Tod von Morganes Mutter, fragte mich aber auch, ob dieser Roman womöglich einen Hauch Mystik beinhalten würde. Mich hat beeindruckt, wie intensiv ich die Landschaft und vor allem das Meer gespürt habe. Da waren nicht nur wunderbare Bilder, sondern auch Sinneseindrücke – beispielsweise konnte ich den Wind spüren, den Geruch der Luft wahrnehmen. Das ist für mich sehr wichtig, ganz besonders wenn eine Geschichte am Meer spielt, und trägt auch zu der dichten Atmosphäre bei. Ich habe mich bisher nicht viel mit den Bretonen beschäftigt, aber dieser Roman macht eindeutig Lust auf mehr und bringt einem diesen Landstrich auf unterschiedliche Weise näher. Lebensart, Menschenschlag, Landschaft, Mythen und auch die Küche – das alles hat sich zu einem faszinierenden Eindruck verdichtet, der neugierig auf mehr macht. Ich mag die Figuren, gerade weil sie so unterschiedlich gestrickt sind und ihre ganz eigenen Probleme dazu passen. Sie wirken echt, sind facettenreich und lassen es zu, dass man auch einen Blick hinter die Fassade werfen kann. Viele von ihnen waren mir sehr nah und haben damit auch für so einige berührende Szenen gesorgt. In die Geschichte werden auch bretonische Mythen eingebunden – das war für mich eine besondere Ebene, die mir viel Freude gemacht hat. Ich konnte da auch viel entdecken! Sogar der Titel des Romans beruht auf einer Legende: Es heißt, dass sich an der Baie de Trépassés, der Bucht der Verstorbenen, die Ertrunkenen versammeln, um noch einmal an Land zu gehen. An Allerseelen laufen ihre Seelen über die Wellenkämme des Meeres und in der ganzen Bucht sollen Stimmen, Rufe und Geflüster erklingen – die Stimmen über dem Meer. An diesem Roman gefällt mir aber auch die Vielfalt der Themen, da gab es für mich einige Überraschungen. Es geht eben nicht nur um ein geerbtes Haus oder die Vergangenheit oder darum, wie man mit einer gerade pausierenden Beziehung umgeht. Es ist mehr wie ein Puzzle, die Themen verweben sich und werden ein großes Ganzes. Jeder setzt da natürlich andere Schwerpunkte, ganz nach seinem individuellem Geschmack. „Die Stimmen über dem Meer“ war eine eher leise, aber sehr fesselnde und abwechslungsreiche Lektüre, mit der ich mich einfach wohl gefühlt habe. Emotional, mit intensiven und berührenden Eindrücken. Eine Geschichte, die man mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten lesen und auch weiterspinnen kann. Es kann einem allerdings passieren, dass man danach mehr über die Bretonen lesen möchte …

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    • 2
  • Ein wunderschöner Roman der leisen Töne - hinreißend erzählt!

    Die Stimmen über dem Meer

    Geheimtipp

    Nach Bettina Storks erstem Roman "Das Haus am Himmelsrand" legt die Autorin jetzt mit "die Stimmen über dem Meer" ihren zweiten Roman vor. Zum Inhalt: Morgane erbt im Finstere in der Bretagne ein Häuschen und wird während ihres Aufenthaltes mit vielen Problemen und mit den Schatten ihrer Vergangenheit konfrontiert. Sie gewinnt Freunde, verliert eine Liebe und entdeckt am Ende ein Geheimnis, das ihre verstorbenen Mutter ein Leben lang gehütet hatte. Ich fand die Geschichte hinreißend und äußerst spannend erzählt. Man fiebert mit den Figuren mit und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Sprachlich und stilistisch konnte mich das Werk komplett überzeugen - die Naturbeschreibungen der wilden Bretagne sind gelungen wie auch die emotionale Entwicklung von Morgane samt Nebenfiguren. Überraschende Wendungen, vielschichtige und komplexe Charaktere runden den Roman ab. Das elegante Einweben der bretonischen Sagenwelt war ein weiteres Lesevergnügen. Das Cover trifft meinen Geschmack und es kündigt auf dezente Weise an, wohin die Reise führt. Auch den Titel finde ich geheimnisvoll und tiefgründig. Für mich ist Bettina Storks Roman "Die Stimmen über dem Meer" ein Buch der leisen Töne und ein Lese-Highlight 2015 - fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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    • 2

    BettinaStorks

    09. November 2015 um 18:38
  • Der Charme der Bretagne in einer spannenden Erzählung

    Die Stimmen über dem Meer

    DonnaVivi

    Bezaubernde Naturkulissen, eine melancholische Grundstimmung und der frische bretonische Wind, der in jeder Hinsicht alles aufmischt. So startet eine junge Dame, Morgane, die Hauptperson des Romans, „Die Stimmen über dem Meer“, ihre Abenteuer. Um den tragischen Tod ihrer bretonischen Mutter vermutet sie dunkle Familiengeheimnisse. Ihre Reise ins westlichste Departement Frankreichs, Finistère, gestaltet sich abwechslungsreich. Sie wird zur verzweifelten Suche nach der Wahrheit, zum Überlebenskampf, zur Romanze, zur Verabschiedung alter Gewohnheiten und nicht zuletzt zur Konfrontation mit der eigenen Identität. Das vielseitige Werk von Bettina Storks vermittelt über die Erzählung hinaus moralische Werte, Umweltbewusstsein und ist mit seinem wohligen mystischen Touch ein liebenswertes modernes Märchen. Durch die lebhaften Beschreibungen lässt die Autorin den Lesern ihre Liebe zur Bretagne und deren Einwohnern zuteil werden. Zwischen den meist dynamischen Passagen ergibt sich ausreichend Raum für Poesie. Dennoch bleibt die Spannung konstant, ohne dass die Ereignisse sich überschlagen. Das Geheimnis, das man im Hintergrund erahnt, ist fesselnd, der Roman hat trotzdem eine gelassene, ruhige Atmosphäre. Insgesamt überzeugt das Buch mit einer ausgeglichenen Mischung aus Liebe, Chaos und menschlichen Eigenarten und einer stets unberechenbaren Geschichtsführung: Einfach alles dabei für den perfekten Lesespaß.

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    • 3

    kingofmusic

    03. November 2015 um 16:28
  • Wo dein Herz zu Hause ist ... ein ansprechender Roman vor atemberaubender Kulisse der Bretagne

    Die Stimmen über dem Meer

    Lesegenuss

    02. November 2015 um 17:26

    "Das Land am Ende der Welt" - so bezeichnen die Bretonen ihre Heimat. Am Rande des  kleinen Fischerort Le Conquet steht das Haus von Morganes Tante Fanny, das diese ihr vererbt hat. Im November reist Morgane nach Frankreich. Morgane, eine Halbfranzösin, deren Mutter ihre Wurzeln in der Bretagne hatte, der Vater ein Deutscher. Ansich hatte sie vor, das Haus so schnell wie möglich zu verkaufen. Doch da ist Paulette, die behauptet, sie hätte ein Wohnrecht auf Lebenszeit in diesem Haus. Die Rückkehr an den Ort ihrer Kindheit wecken längst vergrabene Gefühle und Erinnerungen. Sehr schmerzlich war der Verlust ihrer Mutter, die hier in der Bretagne ihr Leben verlor. Morgane beschließt erst einmal in Frankreich zu bleiben. Ihre langjährige Beziehung zu Stefan, der sich beruflich nach Wien orientieren wollte, war auf Eis gelegt. Eine Auszeit für beide?! Mit dem Haus kommen allerdings auch große finanzielle Ausgaben auf Morgane zu, zumal noch eine Altlast bei der Bank vorhanden ist. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, arrangiert sich mit Paulette und nicht nur dass, sie stellt sich ihrer Vergangenheit. Der Tod ihrer Mutter, war es wirklich ein Unfall gewesen? Sie vermutete hinter all dem ein Geheimnis, dass man ihr jedoch nicht verraten hat. Zu ihrem Vater hat Morgane bis heute ein sehr distanziertes Verhältnis. Wird sie herausfinden, was damals wirklich passiert ist? Die Schönheit und Faszination der Bretagne, die Landschaft als auch die Ortsbeschreibungen werden dem Leser sehr gut beschrieben, so dass man es bildlich vor Augen hat.  Bei bestimmten Abschnitten  hatte ich den Geruch von Meerwasser in der Nase und das Rauschen der Wellen im Ohr. Ebenso erwähnenswert die bretonischen Bräuche bzw. Sitten, die Menschen im besonderen, ja es ist ein eigener Menschenschlag. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Sie haben Ecken und Kanten, vom Leben geprägt. Sie haben Mauern um sich herum, es wirkt wie eine Art Selbstschutz. Nur manchmal muss man Dinge tun, die in den Augen anderer falsch sind. Doch wenn man davon überzeugt ist, dass das in diesem Moment für einen selbst richtig ist, sieht man am Ende des Weges den Schimmer der Hoffnung, wenn der Sturm der Wellen sich gelegt hat. "Die Stimmen über dem Meer", das Buch hat mir gezeigt, dass die Autorin einen ganz besonderen Schreibstil hat. Es gibt die eine oder andere Autorin, die ebenso in dieser Stilrichtung schreibt und das mag ich. Auch jetzt, Tage nachdem ich das Buch beendet habe, klingt es nach. Fazit: "Die Stimmen über dem Meer" ist ohne Zweifel großartig geschrieben und entwickelt, und wenn man einmal angefangen hat, mag man sich dem nicht mehr entziehen. Nach und nach sieht man die Zusammenhänge und es ergibt sich ein schlüssiges Gesamtbild. Ein tolles Buch, das mich nun davon träumen lässt, eine Reise an die atemberaubende Kulisse der Bretagne zu reisen. Lesenswert, ich empfehle den Roman gerne weiter für alle Liebhaber guter, ansprechender Literatur.

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  • Die Stimmen über dem Meer

    Die Stimmen über dem Meer

    SigiLovesBooks

    Der zweite Roman der (für mich persönlich schriftstellerisch begnadeten) Autorin Bettina Storks ist broschiert im Verlag Bloomsbury Berlin 2015 erschienen. Den ersten Roman von ihr ("Das Haus am Himmelsrand") habe ich mit großer Begeisterung gelesen und fand am Nachfolgeroman, der - wie das schöne Cover zeigt - in der Bretagne, dem "Finistère", verortet ist, ebenso viel Lesevergnügen: Es handelt sich um einen Frauenroman (auch wie sich bereits zeigte, von Männern sehr wohlwollend zu lesen ;) der einem Familiengeheimnis und -ereignis zugrunde liegt, der sich vor langer Zeit in der Bretagne zugetragen hat .... Meine Meinung: Der Leser begleitet Morgane, eine Halbbretonin, die in Deutschland aufwuchs und ein Haus ihrer Tante Fanny an der bretonischen Küste erbt, mitsamt seiner Bewohnerin (Paulette), deren sprödes und anfangs eher feindseliges Verhalten sich im Romanverlauf so sehr verändert, dass sie einem ans Herz wächst, da sie im wahrsten Sinne des Wortes "mächtig was auf der Pfanne hat". Im Prolog erleben wir das Ertrinken von Elaine, Morgane's Mutter; dies stellt das zentrale Motiv der Handlung dar: Morgane kann nur in der Bretagne selbst Antworten zum Tode ihrer Mutter finden...Von ihrem Freund Stefan nach Beziehungskrisen getrennt, nimmt sie ihr Erbe und damit ein neues Kapitel im 'Buch ihres Lebens' an: Sie befreundet sich mit Annick, einer Nachbarin und deren Tochter Viviane; sie lernt Mael kennen, den Vater Vivis und Armel Briag, einem alten Mann, der zurückgezogen auf einer Insel lebt... Morgane sucht Antworten zu den Fragen, die sie ihr ganzes Leben lang mit sich trägt. Derweil nähern sich Paulette, die ältere Mitbewohnerin und Morgane immer mehr an; die beiden erwägen, die frühere Pension wieder aufleben zu lassen und Morgane begibt sich an die Renovierung der Zimmer, um sie vermieten zu können, um so die Schulden, die die Erbschaft des Häuschens von Fanny mit sich brachten, etwas einzudämmen. Nebenbei hat sie ein kleines Einkommen als Übersetzerin, doch die Schulden drohen, sie mehr und mehr zu erdrücken... Die Situation spitzt sich zu, als die Schuldenberge stetig wachsen und Robert, der Vater Morgane's, von Deutschland aus das Geschick des Hauses (und das seiner Tochter) "steuern" will.... Morgane stellt sich mutig als Erwachsene ihrer traumatischen Kindheit und ihrer Vergangenheit; sie war erst 10 Jahre alt, als ihre Mutter starb und es stellt sich mehr und mehr heraus, dass ihre Reise in die Bretagne mit ihren uralten keltischen Sagen und Legenden, die ebenfalls in die Handlung miteinfließen, für sie eine Reise zu sich selbst wird, die ihr Leben neu ordnet und für immer verändert...Das Romanende ist fulminant und entbehrt nicht unerwarteter Wendungen: Die sympathischen Charaktere, besonders Morgane, sind glaubwürdig und authentisch mit allen menschlichen Stärken und auch Schwächen sowie einer emotionalen Tiefe stilistisch sehr schön gezeichnet. Eine meiner Lieblingsfiguren (neben Morgane, Paulette und Armel) war Filou, ein Hund, der mich mehrmals zum Lachen brachte ;)Stilistisch ist sich Bettina Storks treu geblieben: Während sich die facettenreichen Protagonisten stetig und nachvollziehbar weiterentwickeln und eine stimmige Gefühlstiefe die Figuren beschreiben, fehlt jegliches Klischee oder Trivialität. Ein weiterer Hauptprotagonist ist der Atlantik: Die Autorin beschreibt wundervoll die spezielle bretonische Landschaft und die Unberechenbarkeit und Wildheit des Meeres, das das Leben in der Bretagne seit jeher bestimmt; sie spricht auch das Problem massiver Algenbildung an und lässt Morgane ökologische Studien des Meeresinstituts in Roscoff übersetzen... Fazit: Ein großes Lesevergnügen und ein stimmiger Roman, den ich absolut weiterempfehlen kann! Mich erinnerte er an ein schönes Gedicht - hier ein Auszug daraus: "..... wage den Zusammenstoß mit einem Riff und aus den Trümmern baue dir - ein neues Boot" (Margot Bickel) - das wäre auch die Quintessenz dieses wundervollen neuen Romans von Bettina Storks (für mich). Daher gibt es von mir - abgesehen von der klaren Leseempfehlung - nicht weniger als 5 Sterne am Firmament der Bücher; zudem hoffe ich, noch mehr von der Autorin lesen zu können und freue mich bereits jetzt darauf!

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    • 10

    SigiLovesBooks

    28. October 2015 um 19:19
  • Die Stimmen über dem Meer

    Die Stimmen über dem Meer

    Lunamonique

    Nach „Das Haus am Himmelsrand“ ist „Die Stimmen über dem Meer“ Bettina Storks neuester Roman. Morgane tritt ein überraschendes Erbe an. Das Steinhaus an der bretonischen Küste, das Meer wühlen Erinnerungen auf. Morganes Tante Fanny ist gestorben. Die beiden hatten die letzten Jahre keinen Kontakt mehr. Morgane plant ihr Erbe, ein Haus am Meer, zu verkaufen. Sie kann sich jedoch dem Charme des Steinhauses und der Bretagne nicht entziehen und ändert ihre Meinung. Ihre Freiheit wird durch Paulette, eine Freundin von Fanny, eingeengt. Fanny hat Paulette lebenslanges Wohnrecht zugesagt. Das Haus ist verschuldet und renovierungsbedürftig. Nicht das einzige Problem. Morgane und ihr Freund Stefan haben sich eine Auszeit genommen. Werden sie wieder zusammen finden? Der atmosphärisch starke Einstieg in die Geschichte ist sehr gelungen. Wie ist das Opfer in die Lage gekommen? Es entsteht der Eindruck, einen Krimi oder wenigstens einen Roman mit Krimielementen in den Händen zu halten. Der Wandel zum Frauenroman überrascht daher. Die Figuren entsprechen Klischees, sind nicht originell. Ihnen fehlt Tiefe und Persönlichkeit. Kein Charakter sticht hervor. Die Geschichte plätschert ins Belanglose dahin. Das Rätsel um den Tod von Morganes Mutter ist nur eine Randerscheinung. Es fehlen Spekulationen, gezielte Nachforschungen. Der Roman hat keine Energie. Das Plus, die Kulisse, der Traum vom Leben in der Bretagne, die urige Landschaft, die Nähe zum Meer kann nicht genügend Atmosphäre aufbauen. Immer mehr rückt das Alltägliche ins Zentrum, Morganes finanzielle Probleme, ihre Zweifel in der Liebe, die Suche nach beruflichen Ideen. Wie durch Zufall kommt sie dem Rätsel um den Tod ihrer Mutter auf die Spur, weil sie Elaines ehemaligen Geliebten kennenlernt. Dem Roman fehlt es an einem gelungenen Plot, Höhen, Spannung, Kontrasten und Gegensätzen. Paulette als mürrische Eigenbrötlerin zeigt bald ihre weiche Seite und wird dadurch entschärft. Zwar lässt sich nicht alles vorhersehen, aber es fehlt an zündenden Überraschungen. Der Unterhaltungswert des Buches bleibt auf dem einer Reiselektüre. Leichte Kost, nicht fordernd und leider auch nicht fesselnd. Das Rätsel um den Tod von Elaine hält bei der Stange, aber auch da kommt es zu einer enttäuschenden Auflösung. Warum ist Elaine ein viel zu hohes Risiko eingegangen? Temperament und Eigensinn reichen als Grund nicht aus. Auch eine andere Vermutung wirkt abwegig. Vieles ist nicht nachzuvollziehen. Warum wird Pensionsgästen abgesagt, bevor Morgane einen Spezialisten zu Rate gezogen hat? Wie kann sie eigenmächtig handeln, was Vorfälle auf dem Grundstück ihres Nachbarn betreffen? Die Zuständigen vor Ort wissen seit langem von einer tödlichen Gefahr und handeln nicht. Morganes plötzlich wieder aufkeimende Zuneigung zu Stefan ist zu weit hergeholt. Sprache, den Dialogen fehlt es am eigenen Stil und Pepp. Der Titel verspricht mehr als der Inhalt halten kann. Weder das Poetische noch das Mysteriöse sind im Roman zu finden. Themen wie die Auswirkungen des Klimawandels, Legenden und Sagen, werden angeschnitten, aber nicht mit Intensität versehen und ausgearbeitet. Das wesentliche Manko, die Geschichte kommt auf keinen Kern, zerrt an der Geduld. Zum Schluss gibt es noch eine Überraschung. Umwege, ein Hin und Her. Das Ende ist zufriedenstellend. Der Reiz der Bretagne wird auf dem Cover nicht deutlich. Die Idylle lässt sich nicht eindeutig zuordnen. Anziehend wirkt der Titel. Das Wort „Meer“ hat immer eine besondere Kraft. Fast fällt in der überwiegenden Farbe Blau der bewölkte Himmel nicht auf. "Die Stimmen über dem Meer" bleibt hinter den Erwartungen zurück. Für einen entspannenden Zeitvertreib reicht es aus.

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    • 13
  • Himmel und Erde

    Die Stimmen über dem Meer

    Igelmanu66

    »Das Haus hatte ihre Seele berührt, das Meer, der Wind, die Landschaft ihrer Kindheit. Der einzige Ort auf der Welt, an dem Morganes Mutter in jeder Welle, die ans Ufer schwappte, spürbar war.« Le Conquet, ein kleiner Küstenort in der Bretagne. Ein altes Steinhaus an den Klippen hat Morganes Tante Fanny ihr dort hinterlassen. Seit vielen Jahren war Morgane nicht mehr dort gewesen, schon lange mied sie den Ort, mit dem sie so viele glückliche Kindheitserinnerungen verband. Den Ort, an dem ihre Mémé ihr so viele wundervolle Geschichten erzählt hatte, den Ort, den sie so oft gemeinsam mit ihrer Mutter, einer gebürtigen Bretonin besucht hatte. Und an dem ihre Mutter eines Tages bei einem Badeunfall ums Leben gekommen war. Eigentlich will Morgane nur ihr Erbe antreten, das Haus dann verkaufen und nach Deutschland zurückkehren. Aber das Meer und die ganz eigene Landschaft üben einen starken Reiz aus, dem sich die Halbbretonin nicht entziehen kann. Was, wenn sie hierbleibt? Ein neues Leben beginnt? Wenn sie endlich versucht, die Wahrheit über den mysteriösen Tod ihrer Mutter herauszufinden? Was für ein Buch! Ich sitze hier, habe es beendet, zugeklappt und bekomme es nicht aus meinem Kopf. Immer noch schwingt seine ganze Atmosphäre in mir, immer noch habe ich das warme Gefühl im Bauch, das sich beim Lesen eingestellt hatte. Bettina Storks hat es mit wundervollen Worten geschafft, die Küste der Bretagne vor meinem geistigen Auge entstehen zu lassen. Ich war noch nie dort und habe doch das Gefühl, als müsste ich mich auskennen, würde ich jetzt dorthin fahren. (Was ich übrigens am liebsten sofort tun würde ;-) So, wie sie die raue Schönheit der Landschaft beschreibt und den besonderen Charme der Bretonen, vermute ich, dass sie die Gegend sehr lieben muss. »Die Menschen hier sind anders. Sehr direkt. Sie sagen, was sie meinen, und sie meinen, was sie sagen. Dies ist nicht Paris, hier ist ein anderes Frankreich, die wahre Bretagne, Madame … Sie müssen hinter die touristische Maske blicken, um uns zu finden. Hier sind die Rebellen zu Hause, die Kämpfer. Sie werden sich an diesen Menschenschlag gewöhnen und uns, wenn es erst einmal so weit ist, nicht mehr missen wollen.« Sehr intensiv begleitet der Leser Morgane auf ihrem Weg. Einem Weg, der nicht nur zur Wahrheit führt, sondern auch zu sich selbst. Deutlich spürt man, was der plötzliche Tod der Mutter bei der damals Zehnjährigen angerichtet hat. Wie all die unbeantworteten Fragen eine Wunde rissen, die bis zum heutigen Tag nicht heilen konnte. Wird die Wahrheit ihr helfen können? Oder vielleicht alles noch schlimmer machen? Wie kann es sein, dass sie hier immer wieder Menschen begegnet, die mehr über ihre Mutter wissen, als sie selbst? Bis zum Ende wird Morgane – und der Leser mit ihr – eine Achterbahn der Gefühle durchleben. Sie wird hoffen und verzweifeln, neu anfangen und aufgeben, glücklich sein und trauern. Neue Menschen werden in ihr Leben treten, neue Beziehungen werden entstehen, andere sich verändern oder enden. Das Ende wird sie mit einer Gewissheit belohnen, die auch dem Leser in chaotischen Zeiten Mut machen und den Blick in die Zukunft erleichtern kann. Fazit: Ganz großes Kino! Ein wundervolles Leseerlebnis, das ich nur empfehlen kann. »Nirgendwo auf der Welt liegen Himmel und Erde so nah beieinander wie in der Bretagne.«

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    • 11
  • Bewegend!

    Die Stimmen über dem Meer

    Becky_loves_books

    Cover: Ich finde, dass das Cover sehr gut zum Buch passt. Durch den bewölkten Himmel wirkt es melancholisch und geheimnisvoll. Der Himmel dominiert das Bild und die Küste ist eher klein gehalten. Genau das gefällt mir daran. Meinung: Normalerweise kann ich mit Frankreich nicht so viel anfangen, dennoch habe ich mich auf dieses Buch eingelassen. Zum Glück, denn sonst hätte ich diese tolle Geschichte verpasst. Morgane lebt eigentlich in Deutschland, hat aber bretonische Wurzeln. Nun kehrt sie zurück, denn ihre Tante mütterlicherseits hat ihr ein Haus an der Küste hinterlassen. Sie entschließt sich, zu bleiben und wird nun mit diversen Schwierigkeiten konfrontiert,  wie z. B. Schulden, einer skurrilen Mitbewohnerin und der Vergangenheit ihrer Mutter, die vor Jahren einen tödlichen Unfall hatte. Das Buch beginnt schon geheimnisvoll und machte mich bereits nach kurzer Zeit neugierig. Obwohl es keine große Action gibt, passiert durchgehend etwas. Mir wurde also zu keiner Zeit langweilig. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, mitreißend ohne aufdringlich zu sein. Die Kapitel lassen sich gut und zügig lesen. Auch die Protagonisten hat sie sehr liebevoll entworfen. Morgane ist eine interessante Persönlichkeit und ihre Geschichte berührt und besonders das Ende ging mir sehr ans Herz. Fazit: Dieser Roman ist die emotionale Reise einer Frau, die zu ihren Wurzeln findet und auch sich selbst neu entdeckt. Lest es, dann sind euch schöne Lesestunden garantiert!

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    • 2
  • Leserunde zu "Die Stimmen über dem Meer" von Bettina Storks

    Die Stimmen über dem Meer

    Berlin_Verlag

    Eine Hommage an die Bretagne und ihre Bewohner Liebe LovelyBooker, bald ist es so weit: Am 05. Oktober erscheint der neue Roman von Bettina Storks DIE STIMMEN ÜBER DEM MEER und wir freuen uns sehr, dass die Autorin sich auch dieses Mal an der Leserunde beteiligen wird. Eigentlich wollte die Halbfranzösin und Übersetzerin Morgane ihr geerbtes Häuschen nur rasch verkaufen und zurück nach Deutschland. Doch mit dem Haus hat sie auch Schulden geerbt - und die alte Paulette, der Morganes Tante angeblich ein lebenslanges Wohnrecht zugesichert hat. Außerdem bemerkt Morgane gleich am ersten Tag: Diese raue, wunderschöne Landschaft löst etwas in ihr aus und die bretonische Sagenwelt scheint auch ihre Geschichte zu erzählen. Kein Wunder: Hier ganz in der Nähe ist ihre Mutter aufgewachsen und bei einem mysteriösen Badeunfall ums Leben gekommen. Morgane bleibt und beschließt zu kämpfen: um ihr Haus, ihre Unabhängigkeit und um die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter zu erfahren. Sie findet Freunde und verliert eine Liebe. Sie findet Antworten und droht den Glauben an ihren Traum zu verlieren. Aber Morgane hat auch die bretonische Sturheit geerbt... Bettina Storks, geboren 1960, lebt am Bodensee. Sie ist promovierte Germanistin und war mehrere Jahre als Redakteurin beschäftigt. 2007 begann sie mit dem Schreiben belletristischer Texte, erhielt im Jahre 2008 ein Stipendium vom Förderkreis Deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg und veröffentlichte 2014 mit »Das Haus am Himmelsrand« ihren ersten Roman bei Bloomsbury Berlin. Bettina Storks freut sich schon sehr auf zahlreiche Bewerbungen, Eure Eindrücke und Fragen. Wollt Ihr dabei sein? Dann kommentiert bis zum 16. September die Leseprobe und schon habt Ihr die Chance auf ein Freiexemplar. Viel Glück!

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    • 492
  • Das bretonische Herz

    Die Stimmen über dem Meer

    Dreamworx

    17. October 2015 um 15:18

    „In der Bretagne stirbt man nicht, hier schwimmt man hinaus aufs Meer. Man geht nur auf Reisen.“ (S. 111) Morgane war 10 Jahre alt, als ihre bretonische Mutter Elaine bei einem mysteriösen Badeunfall in der Bretagne tödlich verunglückte. Als nun Morganes Tante Fanny stirbt, vermacht diese der Nichte ihr Klippenhaus im Örtchen Le Conquet im Finistère. Morgane, die als Übersetzerin für französische Belletristik arbeitet und deren Beziehung zu ihrem Lebensgefährten Stefan gerade in einer schwierigen Phase ist, entscheidet sich dafür, in die Bretagne zu reisen, obwohl sie sich einst nach dem Tod der Mutter geschworen hat, niemals mehr zurückzukehren. Die Landschaft, das Meer und ihre Erinnerungen an die Vergangenheit nehmen Morgane bei ihrer Ankunft sofort gefangen und lassen ihr bretonisches Blut wieder aufleben. Deshalb entschließt sie sich, das Erbe ihrer Tante anzunehmen und ihr Leben neu einzurichten. Das Klippenhaus hat eine Renovierung dringend nötig, und Morgane hat nicht nur in dieser Hinsicht zu tun, sondern muss sich auch mit ihrer „Mitbewohnerin“ Paulette auseinandersetzen, die ihre Tante bis zu deren Tod gepflegt und ein lebenslanges Wohnrecht im Haus hat. Außerdem fühlt sich Morgane immer mehr wie angekommen, obwohl ihre Gedanken sich um Schulden, ihre verfahrene Beziehung mit Stefan und auch um den Tod ihrer Mutter drehen. Werden Land und Leute sie überzeugen können, ihr Leben in der Bretagne zu verbringen? Aber vor allem: wie ist ihre Mutter nun wirklich gestorben? Bettina Storks hat mit „Die Stimmen über dem Meer“ einen wunderschönen und berührenden Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar gefühlvoll und bildhaft, manchmal ein wenig melancholisch. Er rührt am Herz des Lesers, der sich beim Lesen nach den ersten Zeilen bereits in den Schatten der Hauptprotagonistin begibt und dieser nicht mehr von der Seite weicht. Die Landschaftsbeschreibungen sind ebenso gewaltig wie lebensecht. Die eingestreuten Geschichten und Legenden um die bretonische Küste, die über die Jahre von Generation zu Generation überliefert werden, verleihen der Gegend einen Hauch von Mystik und erinnern an die Kindheit, in der man diesen Geschichten gelauscht und sich an diesen Ort geträumt hat. Die Autorin erzählt alles so authentisch, dass man den Duft der Kräuter, das Salz des Meeres und sogar den Geruch von Calvados in der Nase verspürt, man ein Fernweh empfindet zu einer Gegend, die so rau und unbezähmbar ist und dennoch so liebenswert aufgrund ihrer kauzigen Bewohner mit ihren Eigenheiten. „Die Menschen ändern sich nicht, sie entfalten sich nur.“ (S. 311) Die Charaktere sind sehr vielfältig und detailliert skizziert, jeder hat seine Ecken und Kanten, seine Eigenheiten, aber auch eine harte Schale, die innen ganz butterweich ist, man muss nur zu ihr vordringen. Morgane ist ein unsicherer Mensch, seit dem Tod ihrer Mutter trägt sie diesen Riesenverlust in sich und hofft, ihr auf ihrer Reise in die Bretagne wieder etwas näher zu kommen. Aber sie ist auch auf der Suche. Morgane wirkt verloren und unglücklich, als wäre sie in sich selbst eingesperrt und sucht einen Weg, sich selbst zu befreien. Ihre Entwicklung im Verlauf des Romans ist wunderbar zu beobachten, erst in zaghaften Schritten, dann fast schon ein Sprung, den man ihr zu Beginn des Romans nicht zugetraut hätte. Paulette ist eine eher unterkühlte Frau, die sehr zurückgezogen lebt und es Morgane nicht leicht macht, sie zu mögen. Die Wohnsituation der beiden Frauen verlangt ihnen einiges ab, doch bewirkt es bei Morgane auch eine gewisse Ruhe, nicht allein zu sein und von Paulette einiges zu lernen. Annick sprüht vor Lebenslust und ist das genaue Gegenteil von Morgane, wodurch sich die beiden Frauen wunderbar ergänzen. Armel ist ein ruhender Pol, dabei undurchsichtig und voller Geschichten von der Vergangenheit, ein Gesprächspartner, der Morgane herausfordert. Auch die anderen Protagonisten heben sich durch ihr Wesen und ihre Eigenheiten auf besondere Weise hervor. Das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere und ihre Beziehung untereinander machen die Geschichte besonders und so authentisch. Bettina Storck ist mit „Die Stimmen über dem Meer“ ein ganz besonderer Wurf gelungen. Der Roman vermittelt dem Leser die ganze Bandbreite an Gefühlen. Die Geschichte erzählt von Verlust, Verrat, Trauer, Liebe, Freundschaft, Hoffnung, und Glück, so wie das richtige Leben. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die sich in einem wunderbaren Schreibstil mit einer gefühlvollen Geschichte verlieren wollen. Chapeau, besser geht es nicht!

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  • Diese Reise in die Bretagne lohnt sich!

    Die Stimmen über dem Meer

    Elefantino

    Morgane, die beruflich französische Belletristik übersetzt, reist in die Bretagne, nach Le Conquet im Finistère, um dort das Erbe ihrer verstorbenen Tante Fanny anzutreten. Dies ist zugleich eine Reise in die Vergangenheit für die halbe Bretonin, deren Mutter auf mysteriöse Weise in den Wellen vor dieser Küste zu Tode kam. Damals, als Morgane erst zehn Jahre alt war. Testamentarisch wurde Morgane eine ehemalige Pension am Meer vermacht. Vor Ort stellt sich heraus, dass das Häuschen nicht nur mit beträchtlichen Schulden, sondern auch mit einem lebenslangen Wohnrecht für die mürrische alte Paulette belastet ist. Ein riesiger Hund namens Filou komplettiert diesen sonderbaren Nachlass. Allerdings erscheint Filou, ganz im Gegensatz zu Paulette, keineswegs bissig, und ist auch der erste im Ort, der Morgane freundschaftliche Gefühle entgegenbringt. Der Notar drängt auf die Annahme der Erbschaft. Aber Morgane, von Lebensgefährte Stefan auf Probe getrennt lebend, ist unsicher, ob sie die finanziellen Lasten alleine stemmen kann und möchte. Ließe sich ein Haus, in dem eine unzugängliche und griesgrämige alte Dame lebenslanges Wohnrecht genießt, überhaupt verkaufen? Und wie lange würde das dauern? Müsste sie nicht Le Conquet für unabsehbare Zeit zu ihrem Lebensmittelpunkt machen? Den telefonischen Rat ihres Vaters missachtend, entscheidet die junge Frau schließlich, das Erbe anzunehmen und zieht in das bejahrte Haus. Doch statt in der rauen Schönheit der Bretagne Abstand von ihrer im Scheitern begriffenen Partnerschaft mit Stefan zu finden, sieht sich Morgane alsbald mit zeit- und kostenintensiven Sanierungsarbeiten an der maroden ehemaligen "Auberge Fanny" konfrontiert. Aber Morgane lässt sich nicht unterkriegen. Sie kämpft um ihr Erbe und beginnt sich intensiv mit dem geheimnisvollen Tod ihrer Mutter zu beschäftigen. --------------------------------------------------------------------------------------- "Die Stimmen über dem Meer" von Bettina Storks ist ein zauberhafter Roman, der den Leser gleich in mehrfacher Hinsicht verwöhnt. Die Bretagne, das Finistère: Ein schöner Schauplatz, von der Autorin so stimmig und sprachlich schön beschrieben, dass vor meinem inneren Auge Bilder entstanden, ich glaubte durch die Augen der Protagonistin sehen zu können. Die Charaktere: Sorgsam ausgearbeitet, interessant, lebensecht und nie klischeehaft. Die Geschichte: Liebevoll entwickelt, nicht vorhersehbar, spannend und intensiv erzählt. Die Sprache: Facettenreich und ein Füllhorn schöner sprachlicher Bilder, die in wunderbarer Weise die Gefühlswelt der Protagonistin veranschaulichen. Die Stimmung: Geheimnisvoll aber nie düster, in sehr schöner Weise illustriert durch den Kunstgriff der Autorin, ihre Heldin einen Text über bretonische Mythen und Legenden als Auftragsarbeit übersetzen zu lassen. Dies alles wird von Bettina Storks mit einer spielerisch anmutenden Leichtigkeit vereint, die den Leser tief eintauchen lässt in dieses wunderbare Buch, das ich gerne uneingeschränkt empfehle!

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    • 4
  • Eine großartige Hommage an die Bretange

    Die Stimmen über dem Meer

    Kartoffelschaf

    Vorab: Ich feiere dieses Buch als eines meiner persönlichen Highlights im Herbst 2015. Es ist eines dieser besonderen Wohlfühl-Bücher für die dunkle Jahreszeit, die perfekt mit Couch, Kuscheldecke und Tee harmonieren.  Ich hatte streckenweise so meine Probleme, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen und bin vollkommen glücklich mit dem Gelesenen. Der Schreibstil ist phantastisch, man hat zeitweilig das Gefühl, mit seinem eigenen Kopffilm zu dem Buch im Kino zu sitzen.  Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, gut durchdacht und in ihren Handlungen schlüssig, gerade die Protagonistin ist eine bewundernswert kraftvolle Person, in der ein unheimlich vielschichtiger Geist steckt. Ganz nebenbei macht die Autorin via Fingerzeig auf einige Missstände aufmerksam - greift beispielsweise durch den zunächst etwas schrullig anmutenden Charakter Armel das Thema Umweltverschmutzung auf.  Wirklich toll eingeflochten und super wichtig, gerade in der heutigen Zeit.  Zu schade, dass es ein Einzelwerk ist - hätte die Geschichte um Morgane mehrere Teile - ich würde sie alle lesen! :) Insgesamt ist es ein gefühlvoller Roman, mit Witz, Ironie und einem einnehmenden Charme, der mich als Leser sehr glücklich gemacht hat. Ich fühlte mich wunderbar unterhalten und kann diesen Roman allen empfehlen, die Lust auf Meer, Freundschaft, Geheimnisse und die Tatsache, dass man die einzige Person ist, der gegenüber man Rechenschaft ablegen muss ist, empfehlen. 

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