Bettina Szrama Der Henker von Lemgo

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Inhaltsangabe zu „Der Henker von Lemgo“ von Bettina Szrama

Ihre Großmutter wurde als Hexe verbrannt, ihr geliebter Lehrer vor ihren Augen als Hexer hingerichtet. Maria, die reiche Tochter des reichen Dechen und Ratsherrn von Lemgo, Cordt Rampendahl, wird als Einzige von achtzehn Schülern verschont. Doch seitdem f

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  • Hexenverfolgung in Lemgo

    Der Henker von Lemgo
    ManuelaBe

    ManuelaBe

    09. August 2016 um 16:26

    Mit ihrem historischen Roman Der Henker von Lemgo ist der Autorin Bettina Szrama ein Buch gelungen das mir unter die Haut ging. Der sehr gut recherchierte Roman führt die Leser zurück in eine Zeit, in der es schon genügte wenn ein missgünstiger Nachbar einen bezichtigte ein Hexer oder eine Hexe zu sein. Einmal in die Mühlen der Justiz geraten gab es oftmals kein Entkommen, wenn die zuständige Obrigkeit das Ziel hatte Hexer und Hexen auszumerzen. Anhand der Geschichte von Maria Rampendahl erlebt der Leser die Brutalität dieser Zeit. Die Autorin verniedlicht oder beschönigt nichts an den Folter-und Befragungsmethoden dieser Epoche. Dabei schafft sie es den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen und die Charaktere sehr plastisch darzustellen. Als Leserin habe ich mit den Protagonisten mitgelitten, war schockiert und empört über die Hexenverfolgung und hatte Mitleid mit den unschuldig Verurteilten. Der Henker von Lemgo ist kein Gute-Laune-Buch das ich mal so eben nebenbei gelesen habe. Die Eindringlichkeit der Sprache und die Konfrontation mit dem damaligen Verhältnissen fand ich teilweise fast zu drastisch, sensiblen Gemütern würde ich das Buch nicht auf den Gabentisch legen, wer jedoch gut recherchierte Historie mag und sich vor den damaligen Realitäten nicht scheut, dem kann ich das Buch vorbehaltlos empfehlen.

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  • Ein eindrucksvolles Buch über eine Stadt und ihre Hexenverfolgung

    Der Henker von Lemgo
    schafswolke

    schafswolke

    03. August 2016 um 14:09

    Der Lebensweg von Maria Rampendahl zeichnet sich schnell ab, denn schon als Kind heißt es, sie sei eine Hexe, genau wie ihre Großmutter. Im 17. Jahrhundert ein sicheres Todesurteil. Darüber hinaus verfügt die Stadt Lemgo über einen Bürgermeister, der hart gegen Hexen vorgeht und einen fleißigen Henker. "Der Henker von Lemgo" zeigt erschreckend, wie schnell Leute einen schlechten Ruf angehängt bekommen, den sie ihr Leben lang nicht mehr loswerden. In einer Zeit, wo Frauen und Männer schnell als Hexe verleumdet wurden, scheint ihr Schicksal vorgezeichnet und es gibt keinen Weg zurück. Ich habe schon viele historische Romane gelesen, die meisten beruhen ja mehr oder weniger auf wahren Begebenheiten. In diesem Buch ist es auch so, was ich allerdings besonders faszinierend und teilweise erschreckend fand war, dass hier die Hauptfiguren allesamt auch gelebt haben. Oft tauchen ja historisch belegte Persönlichkeiten eher als Randfiguren auf. Bettina Szarma hat sich sehr mit der Stadt Lemgo und ihrer Bürger auseinandergesetzt und viel recherchiert, dabei ist ein düsteres Bild entstanden, das einen so schnell nicht mehr los lässt. Ich war von der ersten Seite an gefangen. Das Buch hat auf der einen Seite einen nicht ganz so leichtgängigen Schreibstil, der aber gleichzeitig so spannend und flüssig ist, das ich das Buch gar nicht weglegen konnte. Für mich zählt "Der Henker von Lemgo" mit zu den besten Büchern, die ich dieses jahr gelesen habe. Leider kann ich nur 5 Sterne geben, aber die sind auch ganz dick.

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  • Eine spannende Reise ins 17. Jahrhundert

    Der Henker von Lemgo
    Maddinliest

    Maddinliest

    31. July 2016 um 21:58

    "Der Henker von Lemgo" ist ein spannender und fesselnder historischer Roman um die grausame Zeit der Hexenverfolgung.Maria Rampendahl, die Tochter des sehr reichen Ratsherren, Cordt Rampendahl, muss sich schon seit ihrer Jugend die Vorwürfe der Hexerei gefallen lassen. Ein Vorwurf der im 17. Jahrhundert schwer wog, da zu dieser Zeit im Rahmen der Hexenvrfolgung viele Frauen und auch einige Männer den Tod auf dem Scheiterhaufen fanden, da sie der Hexerei und Zauberei bezichtigt wurden. Dies geschah auch Marias Großmutter, was den Schatten auf Marias Leben legte. Der Bürgermeister Hermann Cothmann, der Maria verehrt und begehrt wird zu ihrem größten Widersacher. Dieser Umstand führt zu einem spannenden Kampf um Liebe und Leben in der damalig grausamen Zeit...Bettina Szrama hat mich mit der zum größten Teil auf wahren Begebenheiten beruhenden Geschichte fasziniert. Ihr sehr bildreicher und lebendiger Schreibstil hat mich in die damalige Zeit eintauchen lassen. Der nicht ganz einfache Text erfordert schon die volle Konzentration, aber das war es allemal wert. Die Beschreibung der Hauptprotagonisten und deren Umfeld ist so authentisch, als wäre man quasi selbst vor Ort. Das drohende Schicksal der Maria Rampendahl hat mich als Leser so mitgerissen, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte. Die Spannung wird über das ganze Buch aufrechtgehalten und erst im Finale aufgelöst. Der historische Hintergrund erschien mir während des Lesens als hervorragend recherchiert und die Bemerkungen von Bettina Szrama im Anhang des Buches zeigen noch einmal, wie die Autorin die Informationen gesammelt hat. Dies gibt dem Buch eine zusätzliche Authentizität.Insgesamt hat mich das Buch begeistert und ich möchte es sehr gerne Freunden historischer Bücher ans Herz legen. Meine Bewertung lautet daher folgerichtig 5 von 5 Sternen.

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    • 3
  • Ein toller historischer Roman!!!

    Der Henker von Lemgo
    flaschengeist1962

    flaschengeist1962

    30. July 2016 um 16:01

    Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen. Es war wirklich interessant und sehr spannend, wie es damals mit der Hexenjagd war. Die Familie Rampendahl fand ich von Anfang an sehr sympathisch, besonders ihren Vater und Maria. Auch den Mut, den sie immer wieder aufgebracht hat, gegen das Gerücht anzugehen, dass sie eine Hexe wäre. Schlimm fand ich dann doch, wer alles in der Story dann umkam, durch den Henker. Den Henker konnte ich an keiner Stelle wirklich sympathisch finden. Zum Ende hin, hatte ich doch ein bisschen Angt um Maria und ihre ganze Familie, aber es ging ja doch noch ganz gut aus. Ich finde das Biuch einfach toll.

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  • Leserunde zu "Der Henker von Lemgo" von Bettina Szrama

    Der Henker von Lemgo
    bettina_szrama

    bettina_szrama

    Hallo liebe Lesefreunde,Ich möchte hiermit noch einmal, für alle die das Buch "Der Henker von Lemgo" nicht kennen oder beim letzten Mal zu kurz kamen,  eine Leserunde starten. Sommerspaß und Ferienzeit stehen vor der Tür. Zeit für ein gutes Buch. Einzige Bedingung - eine Rezension für die Geschichte. Dafür stellt der Emons-Verlag 10 Bücher zur Verfügung.Zum Inhalt; Das MS dazu "Die Hexe und der Henker" erkämpfte sich 2005 den zweiten Platz beim internationalen Schriftstellerwettbewerb "WRITEMOVIS" in Hollywood! Ein ergreifender historischer Roman aus der frühen Neuzeit nach geschichtlichen Vorlagen der letzten angeklagten Hexe Maria Rampendahl (1681), der Aufzeichnungen des Scharfrichters David Claussen, des Hexenbürgermeisters Hermann Cothmann und des hingerichteten Predigers von St. Nikolai Andreas Koch, Ihre Großmutter wurde als Hexe verbrannt, ihr geliebter Lehrer vor ihren Augen als Hexer hingerichtet. Maria, die reiche Tochter des reichen Dechen und Ratsherrn von Lemgo, Cordt Rampendahl, wird als Einzige von achtzehn Schülern verschont. Doch seitdem folgt ihr der Ruf, eine Hexe zu sein. Ihr Leben liegt in der Hand des Bürgermeisters und unerbittlichen Hexenverfolgers Hermann Cothmann. In Liebe zu ihr entbrannt, vermag er den Lauf ihres Schicksals zu ändern. Doch sie verweigert sich ihm und besiegelt damit ihr Todesurteil. Ein dramatischer Kampf um Leben und Liebe beginnt. Einblick; Der Henker war ein Opfer geworden, ein Opfer seiner eigenen Machtlosigkeit. Der Mensch in ihm wand sich in Schmerzen, brüllend wie ein Affe und wimmernd wie ein Kind, das um Liebe und Vergebung bettelte. Was er nie für möglich gehalten hätte: Die zwei Seiten seiner Seele, sie waren aufeinander getroffen und fochten nun wie zwei geharnischte Ritter auf Leben und Tod. "Maria! Oh ... Maria!", brüllte er, und die Mauern fingen seinen Schmerz auf. Mit einem ohnmächtigen Schrei auf den Lippen sprang er auf, raufte sich wild die langen Haare, schlug mit dem Kopf gegen die Felswand und trat mit dem Fuß gegen den Tisch. Aber nirgendwoher bekam er eine Antwort. "Ich kann es nicht tun! Herrgott, ich kann sie nicht foltern!", brüllte er und drohte dem schimmligen Felsgestein mit der kräftigen Faust. In diesem Moment hätte er Gott und den Teufel erwürgt.

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    • 237
    ManuelaBe

    ManuelaBe

    30. July 2016 um 13:21
    bettina_szrama schreibt Kleiner Hinweis! Die Geschichte hat bereits sehr viele ausführliche Rezensionen über den Inhalt. Vielleicht einmal vorher durchlesen um zu wissen ob das Buch zu einem passt. Die Geschichte beruht ...

    Bei beklappt habe ich mich verschrieben ich meinte beklafft, so habe ich das ja auch im Internet gesucht. Die Inhaltsangabe zum Buch fand ich interessant und da mir die Magnatin gut gefallen hat, ...

  • Hexenverfolgung

    Der Henker von Lemgo
    esposa1969

    esposa1969

    28. July 2016 um 23:36

    Klappentext:Ihre Großmutter wurde als Hexe verbrannt, ihr geliebter Lehrer vor ihren Augen als Hexer hingerichtet. Maria, die reiche Tochter des reichen Dechen und Ratsherrn von Lemgo, Cordt Rampendahl, wird als Einzige von achtzehn Schülern verschont. Doch seitdem folgt ihr der Ruf, eine Hexe zu sein. Ihr Leben liegt in der Hand des Bürgermeisters und unerbittlichen Hexenverfolgers Hermann Cothmann. In Liebe zu ihr entbrannt, vermag er den Lauf ihres Schicksals zu ändern. Doch sie verweigert sich ihm und besiegelt damit ihr Todesurteil. Ein dramatischer Kampf um Leben und Liebe beginnt. Brillant recherchiert, gekonnt umgesetzt: Hexenprozesse, Liebesgeschichten und eine starke Heldin - dieser historische Roman hat alles, was ein spannendes Buch braucht.Leseeindruck:Mit "Der Henker von Lemgo" von Autorin Bettina Szrama liegt uns ein sehr interessanter und lesenswerter historischer Roman vor. Wie man dem Klappentext bereits entnehmen konnte, lesen wir hier aus der Zeit in der Hexenverfolgungen und -verbrennungen noch an der Tagesordnung waren. Hauptprotagonistin in diesem Roman ist Maria Rampendahl, die solch ein Hexendasein angelastet wird. Wir lesen über ihr Leben und ihrem Leid.Die Geschehnisse sind perfekt recherchiert und wiedergegeben. Hexenprozesse verknüpft mit starken Charaketeren ließen mich den Roman mit rund 350 Seiten zügig und gebannt lesen. Schon das Cover ist sehr beeindruckend lässt hier einen historischen Roman erkennen. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne!@ esposa1969

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    • 2
  • Der Hexer von Lemgo

    Der Henker von Lemgo
    jackdeck

    jackdeck

    25. July 2016 um 11:28

    Bettina Szramas 'Der Henker von Lemgo' ist ein erschütterndes Buch, das man nicht so schnell vergessen kann. Die Hexenprozesse und ihre Unabwendbarkeit für die Betroffenen ist uns allen bekannt. Dabei gab es einmal die Hexen, die wirklich Übersinnliches gesehen hatten, oder dachten, sie könnten fliegen, weil sie bewusstseinsverändernde Mittel genommen hatten (heute: Drogen). Da man noch nicht genau Bescheid wusste über solche Mittel, dachten diese wirklich, sie hätten übersinnliche Kräfte. So kamen auch viele unserer noch heute stehenden Hexenbilder auf.Die anderen aber wurden verurteilt, weil es so einfach und praktisch war, sich dieser Menschen zu entledigen. Einmal denunziert, gab es kein Zurück. Dabei konnten schon kleinste Indizien auf Hexerei hinweisen, oder man wollte sich einer unliebsamen Person entledigen.Für den Hexenverfolger Hermann Cothmann ist Maria so ein unliebsames Geschöpf, da sie seine Liebe nicht erwidert. Maria, die 'Hexe' des Ortes, hat es zwar schwer, einen Ehemann zu finden - eigentlich liebt sie den Henker von Lemgo - aber sie zieht doch einen Ortsfremden dem Bürgermeister vor - ihr Todesurteil. Was letztendlich mit Maria geschieht, soll hier aber nicht erörtert werden.Bettina Szrama hat für ihren historischen Roman super Recherchearbeit geleistet und die Tatsache, dass ihre Erzählung auf wahren Begebenheiten beruht, macht das Ganze für mich noch schockierender. Sie verschweigt in ihrem Roman die Brutalität der damaligen Folter und Hinrichtungspraktiken nicht und ich war beim Lesen mehr als geschockt über Zangenfolter oder Maulsperre samt Einflößen von Pferdeurin, Grausamkeiten und Schmerzen, die man sich gar nicht vorstellen kann. Ihr gelingt es auch auf großartige Weise die Zeit von damals einzufangen. Dazu gehören Dinge wie Perücken für offizielle Anlässe, die furchtbar jucken, wenn man keine Glatze hat, Fischbeinkorsetts, die die überflüssigen Pfunde in Form bringen oder die roten Mützen für die „gemeinen Weiber“ ebenso wie schlammige und aufgeweichte Straßen nach Regenfällen, Gestank, Maden und Ratten. Mehr als deutlich wird auch wie wenig damals ein Mensch wert war, eine Magd wurde schon mal geopfert, wenn es um den Ruf geht. Die Willkür der Hexenprozesse ist allgegenwärtig. Super interessant fand ich auch Darstellungen von Krankenbehandlungen, Geburten, Hundstagen oder anderen Gepflogenheiten der Zeit.

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  • Historische Hexenverfolgung

    Der Henker von Lemgo
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    21. July 2016 um 17:43

    Das Buch handelt von Maria Rampendahl, einer angeklagten Hexe. Der Leser lernt sie bereits kennen als sie noch ein Kind ist. Sehr eindrucksvoll und spannend wird erzählt, wie sie zu einer reifen Frau heranwächst und die Hexenverfolgung immer schlimmere Züge annimmt. In dem Buch spielen auch viele Männer eine wichtige Rolle. Vor allem der Henker David wird zu einer sehr wichtigen und interessanten Figur. Die Beziehung zwischen den beiden habe ich besonders gerne gelesen.Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass sich die Autorin nicht scheut, auch schlimme und grausame Tatsachen wiederzugeben. Ich bin total froh, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber ebenso froh bin ich, dass ich im 21. Jahrhundert lebe und es - zumindest in westlichen Zivilisationen - keine Folter und Hexenverfolgung mehr gibt.Ein Geheimtipp für alle historisch Interessierten und natürlich auch für alle Einwohner Lemgos!

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  • Blick in eine dunkle Zeit

    Der Henker von Lemgo
    irismaria

    irismaria

    21. July 2016 um 10:17

    Bettina Szrama lässt in ihrem historischen Roman „Der Henker von Lemgo“ den Hexenwahn lebendig werden, der in Lemgo im 17. Jahrhundert unter den sogenannten Hexenbürgermeistern wütete. Sie hat dazu historische Begebenheiten recherchiert und sie in eine Romanhandlung gegossen. Im Mittelpunkt steht Maria Rampendahl, Tochter einer angesehenen Wirtsfamilie. Sie muss als Mädchen erleben, wie ihr verehrter Schulmeister und einige Klassenkameraden wegen Hexerei hingerichtet werden. Auch sie gerät immer wieder ins Visier der Hexenjäger, denn schon in ihrer Familie gab es Verurteilungen und weil Maria die Annäherungsversuche des späteren Bürgermeisters Cothmann abweist, macht sie sich einen Feind fürs Leben. Immer wieder wird klar, dass die Vorwürfe der Hexerei vor allem ein Machtinstrument sind, um missliebige Personen zu schaden bzw. sie zu vernichten. Neben dem Hexenthema erfährt man viel über das damalige Leben der Menschen verschiedener Berufe. Wie der Titel schon sagt, spielt auch der Henker Meister David eine wichtige Rolle. Durch die Thematik kommen natürlich auch brutale Szenen vor, die Bettina Szrama aber ohne Voyeurismus darstellt. Im Gegensatz zu anderen Romanen über Hexenprozesse spielt hier die Kirche und die Religion keine Rolle, der einzige Kirchenvertreter, der Prediger Andreas wird sogar selbst Opfer der Verfolgung. Mir hat „Der Henker von Lemgo“ gut gefallen und ich empfehle das Buch als fesselnden historischen Roman mit Einblicken in eine dunkle Zeit.

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    • 2
  • Der Henker von lemgo. Ein historischer Regionalroman

    Der Henker von Lemgo
    Diana182

    Diana182

    19. July 2016 um 16:32

    Das Cover zeigt ein altes Bild, was direkt darauf hindeutet, dass es sich hier um einen historischen Roman handeln könnte. Viele Details wurden sehr gut recherchiert und stammend aus der Stadtgeschichte Lemgos. Solche Geschichten lese ich recht gerne und freute mich so auch, als ich dieses interessante Buch entdeckte. Meine Meinung:Der Einstieg ist die Geschichte gelingt recht schnell und Problemlos. Man fühlt sich direkt in die damalige Zeit zurück versetzt und erhält durch die flüssige, detaillierte Schreibweise der Autorin schnell eigene Bilder im Kopf. Die Geschichte ist sehr spannend und stets sehr gut zu verfolgen. Hier liest man sehr gerne weiter und möchte wissen, wie die Geschichte enden könnte. Als ortsunkundiger weiß man eben nicht, ob es ein Happy End für die Hauptperson geben wird. Weiterhin gibt es sehr detaillierte Beschreibungen über damalige Foltermethoden. Erschreckend real werden diese Episoden beschrieben und für den Leser transportiert. Das Ende ist sehr interessant und passend gewählt. Bis zu Letzt wusste ich nicht, wie die Geschichte ausgehen würde. Mein Fazit:Ein sehr gelungener historischer Regionalroman.Hier wird das Städtchen Lemgo auch für ortsunkundige in Szene gesetzt. Spannende Bestandteile der Stadtgeschichte wurden in einem einzigartigen Roman verarbeitet. Hier wurde ich wirklich sehr gut unterhalten und habe das Buch stets mit Faszination begleitet. Hier und da wird es recht detailliert und brutal und ist für zart besaitete sicherlich eine kleine Herausforderung. Ich erteile eine absolute Leseempfelung und würde gerne weit mehr als 5 Sterne vergeben!

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  • Der Henker von Lemgo

    Der Henker von Lemgo
    Pixibuch

    Pixibuch

    18. July 2016 um 19:00

    Schon das in sepiafarben gehaltene Cover dieses historischen Romans ist überwältigend. Es zeigt Maria, den Henker und noch ein paar Schergen. Das Buch selbst basiert teilweise aus alten Unterlagen der Stadt Lemgo. Denn diese war in den Jahren um1665 Hochburg der Hexenverbrennungen. Die Autorin hat diesbezüglich gut und recht umfangreich recherchiert und dann daraus einen einzigartigen historischen Roman geschrieben. Die Sprache ist für den Leser sehr angenehm verfaßt. Oftmals sind aber Bemerkungen und Redensarten eingefügt, wie es zur damaligen Zeit üblich war. Hier werden Namen und Fakten erwähnt, die in alten Kirchenbücher gefunden wurden. Maria ist ein widerspenstiges Kind mit rotblonden Haaren. Sie läßt sich nichts gefallen und hat oftmals ein sehr loses Mundwerk. Zusammen mit ihren Geschwisternlebt sie im Hause ihrer Eltern. Ihr Vater Cordt Rampendahl ist Ratsherrund Deche der Bäcker- und Brauerkunst. Die Familie lebt in guten Verhältnissen. Jedoch die Großmutter mütterlicherseits wurde als Hexe verbrannt. In dieser Zeit wird auch der Lehrer von Maria und 18 ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler als Hexen verbrannt.Schon zu dieser zeit macht Maria Bekanntschaft mit dem Henker David und beide sind irgenwie voneinander fasziniert. Immer wieder kursieren Gerüchte über die hexerischen Machenschaften von Maria. Insbesonere der Richter und Bürgermeister Cothmann läßt Maria keine Ruhe. Er möchte sie als Frau besitzen, doch Maria zeigt ihm stets die kalte Schulter. Dies schürt seinen Hass noch mehr. Ihre größte Widersacherin ist die Maria Vieregge, die der Maria neidisch auf ihre Schönheit ist. Als dann noch ein paar Leute sterben, wird Maria in den Hexenturm geworfen. Ihre Familie und ihr Ehemann tun alles, um sie zu retten, Aber wird ihnen das gelingen? Hier wird in grausamster Weise detailgetreu nacherzählt, welche Folterwerkzeuge es gab, welche Tortouren die angeklagten Menschen erleiden mußten, bevor der Tod sie erlöst oder die Flammen nach ihren Leibern griffen. Ich war von dieser Art von Buch gefesselt und dennoch abgestoßen. Die Autorin hat hier ein wirklich riesiges Epos erschaffen und die von ihr geschilderten Hinrichtungen teilweise auch mit Daten und historischen Rückblicken erläutert.

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  • Der Henker und die Hexe

    Der Henker von Lemgo
    jawolf35

    jawolf35

    17. July 2016 um 18:29

    Ich habe ja schon viele Romane über die Zeit der Hexenverbrennungen gelesen und konnte mich auch immer schon sehr dafür begeistern .Aber dieser hat mich einfach nur  umgehauen.Er ist einfach nur super spannend von der ersten Seite an ,dabei so authentisch und schonungslos geschrieben das man regelrecht in die damalige Zeit hineingezogen wird .Eins vorweg alzu zart beseitet sollte man nicht sein den einige Szenen sind doch sehr schonungslos brutal was aber der damaligen Zeit damals absolut entspricht .Zum Inhalt :Schon seit sie ein kleines Kind ist  hat Maria das Mal einer Hexe auf sich lassten .Und mit den Jahren werden die Anschuldigungen immer mehr .Einzig und allein dem guten Ruf ihrer Familie ist es zu verdanken das sie bisher nicht zu Gericht gebracht wurde .Doch trotz allem wird sie gemieden ,auch von den Männern .Doch einer interessiert sich für sie und als sie sich diesem verweigert schafft sie sich mit ihm einem gefährlichen Gegner ,der auch Jahre später noch auf Rache siehmt.....Zum Buch .Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und geht dank der guten Story auch sehr schnell voran .Die Schriftgröße ist genau richtig Auch Namen und Protagonistin sind einfach zu verfolgen trotz Doppelbenennung der Vornamen.Die Handlung und Story ist authentisch und packend von Anfang bis Ende .Das Cover ist sehr schön gestaltet und passt absolut zur Handlung des Buches .Meine Meinung .Für mich das bisher beste Buch welches ich zu diesem Thema gelesen habe ,wenn ich könnte würde ich noch mehr Sterne geben .Die Autorin hat hier mit wirklichem Herzblut gearbeitet und einen so mitreißende und authentische Geschichte geschaffen welche den Leser mitten ins Geschehen wirft ,so das man einfach immer weiterlesen möchte .Von mir eine ganz klare Leseempfehlung 

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  • Glaubst du ein Henker findet Vergebung vor Gott?

    Der Henker von Lemgo
    Antek

    Antek

    17. July 2016 um 13:57

    Der Henker von Lemgo beginnt im Jahr 1654 mit der grausamen Hinrichtung von Schulmeister Bschoren, dem als Hexer verurteilten Lehrer von Maria Rampendahl. Mit einem besonders grausamen Vorgehen will der Bürgermeister ein Zeichen setzen und viele Schaulustige anziehen. Auch seine Schüler sind angeklagt, nur die junge Maria blieb bisher verschont, nicht zuletzt weil sich der unerbittliche Hexenverfolger Hermann Cothmann nach dem Mädchen verzehrt. Wie lange wird sie ungeschoren davon kommen? Mit ihrem historischen Roman erzählt Bettina Szrama die Geschichte von Maria Rampendahl der letzten im Lemgo angeklagten Hexe. Man darf sie in jungen Jahren begleiten, mit ihr auf dem Markt verkaufen gehen, lernt ihre impulsive Art bei vielen gefährlichen Situationen kennen, muss immer wieder darum bangen, ob sie denn jetzt abgeholt wird, darf sich mit ihr verlieben, wird Zeuge, wie ein Kuhhandel zur Ehe führt, lernt ihr Mutterherz kennen und muss ihr am Ende im Kerker beistehen. Die Autorin hat mich auf der ersten Seite gefangen genommen, auf grandiose Art und Weise ins 17. Jahrhundert nach Lemgo, einer Hochburg für Hexenprozesse, versetzt und bis zur letzten Seite fesselnd, gut unterhalten. Ihr Schreibstil liest sich locker leicht und neben all der Grausamkeiten kann man ganz viel lachen und schmunzeln, was mir super gut gefallen hat. Auch für Herz ist mit einfühlsamen, aber keineswegs kitschigen Szenen gesorgt. Bettina Szrama hat für ihren historischen Roman super Recherchearbeit geleistet und die Tatsache, dass ihre Erzählung auf wahren Begebenheiten beruht, macht das Ganze für mich noch schockierender. Sie verschweigt in ihrem Roman die Brutalität der damaligen Folter und Hinrichtungspraktiken nicht und ich war beim Lesen mehr als geschockt über Zangenfolter oder Maulsperre samt Einflößen von Pferdeurin, Grausamkeiten und Schmerzen, die man sich gar nicht vorstellen kann. Ihr gelingt es auch auf großartige Weise die Zeit von damals einzufangen. Dazu gehören Dinge wie Perücken für offizielle Anlässe, die furchtbar jucken, wenn man keine Glatze hat, Fischbeinkorsetts, die die überflüssigen Pfunde in Form bringen oder die roten Mützen für die „gemeinen Weiber“ ebenso wie schlammige und aufgeweichte Straßen nach Regenfällen, Gestank, Maden und Ratten. Mehr als deutlich wird auch wie wenig damals ein Mensch wert war, eine Magd wurde schon mal geopfert, wenn es um den Ruf geht. Die Willkür der Hexenprozesse ist allgegenwärtig. Super interessant fand ich auch Darstellungen von Krankenbehandlungen, Geburten, Hundstagen oder anderen Gepflogenheiten der Zeit. Die Charaktere sind wirklich grandios und vor allem sehr authentisch gezeichnet. Maria Rampendahl ist mir von Anfang an richtig ans Herz gewachsen und ich habe ihre Geschichte wahrlich mit gelebt. Sie nimmt sich kein Blatt vor den Mund und kennt keine Furcht. Auch wenn sie sich damit oft in Gefahr gebracht hat, bewundere ich sie für ihren Mut. Richtig gut hat mir auch ihre Familie gefallen, hier wird Zusammenhalt ganz groß geschrieben, ohne diesen hätte sie wohl aber auch nicht so lange standhaft bleiben können. Ihre impulsive Art hat sie sicher von ihrem Vater Curd geerbt, der lässt sich die Butter auch nicht vom Brot nehmen. Ein besonders inniges Verhältnis hat Maria zu ihrer jüngeren Schwester Margaretha. Die beiden finden auch ihr gemeinsames Eheglück. Der Bürgermeister Cothmann ist ein Unsympathen in Hochperfektion. Er will herrschen, für ihn gibt es niemanden, der ihm nicht zu Willen ist und die Hartnäckigkeit Marias fordert ihn immer mehr heraus, ein Hin und Her zwischen Hass und Liebe, das sich in sein Hirn frisst. Neben diesem unerbittlichen Hexenverfolger ist zweifelsohne Maria Vieregge, die Tochter des Knochenhauers ihre größte Feindin. Schon seit Schulzeiten ist diese eifersüchtig auf Maria und lässt daher keine Chance aus, sie als Hexe zu bezichtigen. „Die Vieregge ist schlimmer als Pest und Aussatz zusammen“ trifft es bei ihr wohl mehr als gut. Eine wichtige Person ist auch Meister David, der Scharfrichter. Trotzdem er zu einem der besten Henker gehört, hat er für mich auch immer Herz bewiesen. Alles in allem bin ich wirklich begeistert von diesem grandios recherchierten, wunderbar geschriebenen historischen Roman.

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  • Der Henker von Lemgo

    Der Henker von Lemgo
    Gelinde

    Gelinde

    26. August 2015 um 14:38

    Der Henker von Lemgo von Bettina Szrama Cover: Das Bild erscheint mir viel zu „schön“. Ist eine Frau, die dem Henker vorgeführt wird so schön angezogen? Doch an der Frau daneben kann man die Verzweiflung erkennen. Inhalt: Ihre Großmutter wurde als Hexe verbrannt, ihr geliebter Lehrer vor ihren Augen als Hexer hingerichtet. Maria, die Tochter des reichen Dechen und Ratsherrn von Lemgo, Cordt Rampendahl, wird als Einzige von achtzehn Schülern verschont. Doch seitdem folgt ihr der Ruf, eine Hexe zu sein. Ihr Leben liegt in der Hand des Bürgermeisters und unerbittlichen Hexenverfolgers Hermann Cothmann, doch sie verweigert sich ihm und besiegelt damit ihr Todesurteil. Ein dramatischer Kampf um Leben und Liebe beginnt. Meine Meinung: Der Schreibstil ist unwahrscheinlich eindringlich und tiefgreifend. Widersprüchlich nicht glatt oder weichgespült. Es ist eine schlimme Zeit, undurchsichtig und auch mit viel Bosheit, jeder schaut nach seinem Vorteil, es ist unglaublich, wie sich die Menschen von ein paar einzelnen verrückten Menschen immer wieder verführen und bevormunden ließen, dies wird sehr gut herausgearbeitet. Und hier ist Maria ein klarer Gegensatz. Sie hält an ihren Zielen und Idealen fest, ist immer geradeaus, ihr fehlt die berechnende Diplomatie, die sie oft alle Vorsicht vergessen lässt und dies macht sie so liebenswert und sympathisch. Die Liebesgeschichte dabei, wird unaufdringlich, aber doch stetig in die Geschichte eingeflochten, weder kitschig noch romantisch verklärt. Es ist für mich immer wieder unglaublich, wenn ich lese was Frauen (oder auch andere unterdrückte Menschen) in dieser Zeit aushalten mussten. Vieles kann ich aus heutiger Sicht nicht begreifen und nachvollziehen. Das Leben der Menschen damals war wohl der reinen Willkür einer kleinen herrschenden Schicht ausgeliefert und am besten war es wohl nicht aufzufallen, weder durch Schönheit, Reichtum oder eine andere besondere Gabe. Als der Prozess geschildert wird, werden viele Einzelheiten sehr brutal und grausam erzählt, dies ist leider wohl eine Wahrheit der damaligen Zeit. Autorin: Bettina Szrama, geboren 1952 in Meißen, absolvierte 1991 ein Literaturstudium an der Schule des Schreibens in Hamburg. Danach schrieb sie für Regionalzeitungen und Tierzeitschriften. Sie schreibt außerdem Sachbücher und seit 1994 verstärkt belletristische Romane Mein Fazit: Ich würde das Buch als historischen Thriller einstufen. Von mir 4 Sterne.

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  • Buchverlosung zu "Der Henker von Lemgo" von Bettina Szrama

    Der Henker von Lemgo
    bettina_szrama

    bettina_szrama

    Vielleicht Interesse an einer Buchverlosung? Für alle Interessierten historischer Literatur. Ich suche dringend  Erst-Leser für meinen im Mai erscheinenden historischen Thriller, "Die Magnatin" mein Leben am Hof der ungarischen Blutgräfin Elisabeth Bathory". Gern für eine Rezension. Die Geschichte ist noch ein Rohdiamant. Sie wird vom Verlag lektoriert. Es geht also nur um die Geschichte. Bei Erscheinen gibt es ein Buch gratis. Gleichzeitig verlose ich vier meiner bekanntesten Bücher. Ich verlose einmal "Der Henker von Lemgo", "Die Giftmischerin" "Die Hure und der Meisterdieb" und "Das Mirakel von Köln". Für alle, die diese Bücher noch nicht gelesen haben, vielleicht ein willkommender Anlass, sich mal mit einer, noch ungeschliffenen Geschichte, zu beschäftigen. Die Frage bezieht sich auf den Inhalt der "Magnatin"   Diese Frage ist sehr leicht und bereits aus der Inhaltsangabe zu entnehmen. Wer ist der Vater von Susannas Tochter Helena Bathory? Dies nun die entscheidende Zusatzfrage: Wer ist der wahre Mörder von Elisabeths Bruder Istvan/Stefan? Für die zweite Frage sollte das MS gelesen werden! Danach entscheidet am 01. März der Lostopf, sollten sich für ein Buch zu viele Leser bewerben. Ich verkürze die Zeit um weitere Missverständnisse zu vermeiden. Ist die Leserunde früher beendet auch in Ordnung. Dann verlose ich eher. Es müssen dann aber alle beendet und eine Rezi geschrieben haben. Viel Spaß! Autor: Bettina Szrama

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