Der Henker von Lemgo

von Bettina Szrama 
4,7 Sterne bei40 Bewertungen
Der Henker von Lemgo
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Neue Kurzmeinungen

Ladybella911s avatar

Hervorragend recherchiert und spannend in Szene gesetzt. Lesenswert

Christine2000s avatar

Grausame Hexenverfolgung in Lemgo

Alle 40 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Henker von Lemgo"

Ihre Großmutter wurde als Hexe verbrannt, ihr geliebter Lehrer vor ihren Augen als Hexer hingerichtet. Maria, die reiche Tochter des reichen Dechen und Ratsherrn von Lemgo, Cordt Rampendahl, wird als Einzige von achtzehn Schülern verschont. Doch seitdem folgt ihr der Ruf, eine Hexe zu sein. Ihr Leben liegt in der Hand des Bürgermeisters und unerbittlichen Hexenverfolgers Hermann Cothmann. In Liebe zu ihr entbrannt, vermag er den Lauf ihres Schicksals zu ändern. Doch sie verweigert sich ihm und besiegelt damit ihr Todesurteil. Ein dramatischer Kampf um Leben und Liebe beginnt.

Brillant recherchiert, gekonnt umgesetzt: Hexenprozesse, Liebesgeschichten und eine starke Heldin - dieser historische Roman hat alles, was ein spannendes Buch braucht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783897058644
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Emons Verlag
Erscheinungsdatum:13.10.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    Karina_Lenhartvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr tolles Buch, genial arge Geschichte, Rezesion von Amazon kann ich leider nicht einfügen übers Handy
    Tolles Buch

    Ich war von Anfang an gefesselt. Maria ist eine extrem starke Frau, die allen Vorwürfen trotzt. David finde ich super sympathisch, seine Gefühle zu Maria... Respekt, dass er ihr im Bezug auf Hermann hilft. Das Ende war ziemlich brutal, ich hätte nicht mit diesem Finale gerechnet

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    Ladybella911s avatar
    Ladybella911vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Hervorragend recherchiert und spannend in Szene gesetzt. Lesenswert
    Die Hexe und ihr Henker

    Dieses Buch beinhaltet ein wahre Geschichte und spielt in einer Zeit, in welcher ich nicht hätte leben wollen.

    Es ist eine Zeit, in der Menschen aufgrund ihrer Andersartigkeit, ihrer Schönheit oder ihrer besonderen Ausstrahlung wegen, ihres Reichtums oder ihres besonderen Wissens und vielem mehr, sehr schnell vorverurteilt und als Hexe oder Zauberer gebrandmarkt wurden. Neid und Missgunst, Eifersucht und Hass hatten hier einen besonderen fruchtbaren Boden, und die Allgemeinheit war nur allzu gerne bereit, Gerüchten und falschen Anschuldigungen Glauben zu schenken.


    Obwohl der Titel des Buches impliziert, dass es sich um den Henker von Lemgo handelt, erscheint dieser nur ab und zu auf der Bildfläche, in der Hauptsache geht es hier um Maria, die schon als Kind mit dem Wort Hexe bedacht wurde, und die im späteren Verlauf der Geschichte weder der Anklage, noch der Folter entging.

    Die derbe Sprache, der raue Umgangston den man damals pflegte, das Verhalten Frauen gegenüber geben die damalige Zeit gut wieder, und man kann sich alles sehr gut vorstellen und fühlt sich mitten hineinversetzt.

    Der Leser merkt sehr schnell, dass es sich hier nicht nur um irregeleitete Glaubensfanatiker handelt, die sich dem Hexenwahn hingeben, sondern dass auch weltliche Gründe, die Gier nach Macht und Reichtum, Eifersucht, Neid und Hass eine große Rolle spielen, um so manchen ungeliebten Nachbarn oder eine unliebsame Nebenbuhlerin zu denunzieren und aus dem Verkehr zu ziehen.

    Der Roman ist, was die historischen Fakten und die Umgebung angeht, auch die Namen entsprechen der Wirklichkeit, hervorragend recherchiert und vermittelt so ein lebendiges Bild der damaligen Zeit und machen die Geschichte greifbar.

    Was mich etwas in meinem Lesefluss beeinträchtigt hat, waren die Zeitsprünge, die beim ebook etwas verwirrend waren, so war man anfänglich etwas im Unklaren, wie alt Maria in den einzelnen Passagen wirklich war.

    Abschließend möchte ich sagen dass es für mich ein herausragender historischer Roman war, den ich mit großer Spannung gelesen habe, der mich sehr beeindruckt hat und den ich Liebhabern dieses Genres guten Gewissens empfehlen kann.

    Für mich verdiente fünf Sterne, vor allen Dingen für die großartige Recherchearbeit.


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    Christine2000s avatar
    Christine2000vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Grausame Hexenverfolgung in Lemgo
    Die Hexe und der Henker

    Vielleicht hat Bertina Szrama ihren Job zu gut gemacht. Jedenfalls wurde durch die hautnahe Beschreibung der üblen Machenschaften der selbst ernannten Hexenjäger Kerckmann und Cordtmann meine Leselust sehr gedämpft. Ich fand es schier unerträglich, wie willkürlich und ganz und gar böswillig, wie roh und brutal die Menschen hier agieren. Vielleicht war das wirklich so, ich will die sicherlich sorgfältig recherchierten Fakten keinesfalls anzweifeln. Und ganz zweifellos kann die Autorin schreiben und das mittelalterliche Lemgo erschreckend realistisch zum Leben erwecken. Und doch gibt etwas, was mich gestört hat. Ich fand die Liebesgeschichte zwischen Maria und dem Henker David unglaubwürdig und mich hat ihr pathetischer Unterton zum Teil richtig genervt. Die Zerissenheit des Henkers und Folterknechtes über seine schreckliche Arbeit war dagegen hervorragend dargestellt. Auch die politischen Hintergründe der Hexenverfolgung wurden plastisch geschildert. Zur Hauptperson Maria, der seit ihrer Kindheit der üble Ruf folgt, eine Hexe zu sein, konnte ich leider kein Verhältnis entwickeln. Weder fand ich ihr Verhalten, noch ihre Gefühle nachvollziehbar. Sie blieb für mich fremd und distanziert. Und darin liegt auch der Grund für den fehlenden Stern. Es wäre doch wunderbar gewesen, wirklich in die Gedanken und Gefühle einer Frau wie Maria Rampendahl einzutauchen, mit ihr zu leiden, mit ihr zu fürchten, ihren Stolz und ihr Aufbegehren wirklich zu spüren. Das hat für mich leider nicht funktioniert. So war es eher die historische Rekonstruktion der Geschichte einer als Hexe verfolgten Frau, gemixt mit einer kruden Leidenschaft für die ebenfalls historisch verbürgte Figur des damaligen Stadthenkers von Lemgo. Und genau dieser Mix hat für mich gar nicht funktioniert. Was ich aber wirklich ganz, ganz großartig fand, waren die Szenen des damaligen Lebens, die Darstellung der mittelalterlchen Sprechweise und das unglaublich bedrohliche Szenario der Hexenverfolgung. Bettina Szrama sagt, sie wolle den zu Unrecht Verfolgten der Hexenprozesse ein Denkmal setzen und das ist ihr wirklich gelungen. Es wird sonnenklar, wie willkürlich und machtmotiviert unter dem Deckmantel der Religion gemordet und gefoltert wurde. Ich wünschte, das wären nur Geschichten. Und es würde sich nicht ständig wiederholen.

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    RealMajos avatar
    RealMajovor 9 Monaten
    Ein absolutes Meisterwerk

    Cover
    Ich finde das Cover richtig schön. Der blaue Hintergrund und vorne das Schwert mit den zwei Rosen wirkt romantisch. Das Pentagramm stellt einen Bezug zu den Hexen dar und das Schwert ist das Schwert des Henkers auf dem sich das Bild seiner großen Liebe spiegelt.

    Inhalt
    Lemgo im 17. Jahrhundert. Die Tochter des Braumeisters Maria Rampendahl steht schon als Kind in dem Verdacht eine Hexe zu sein und im Laufe ihres Lebens kommen die Gerüchte immer wieder hoch. Der Bürgermeister Hermann Cothmann verliebt sich in die schöne Maria, doch weil sie kein Interesse an ihm hat, macht er ihr das Leben zur Hölle und lässt nichts unversucht um sie der Hexerei zu überführen. Maria selber fühlt sich seit Kindertagen an zu dem Henker David Claussen hingezogen und auch wenn diese zarte Liebe auf Gegenseitigkeit beruht, darf sie nicht sein.
    Bettina Szrama hat aus der letzten als Hexe angeklagten Person in Lemgo, Maria Rampendahl, und allen Personen aus ihrem Umfeld eine schöne Geschichte geschrieben.

    Meine Meinung

    Mir ist schon lange kein Buch mehr so nahe gegangen. 
    Natürlich ist es klar, dass keine verurteilte Person jemals wirklich eine Hexe oder ein Zauberer war, zumindest gehe ich davon aus. Es gab mit Sicherheit die eine oder andere Person die durch Drogen oder ähnliches wirklich geglaubt hat mit dem Teufel im Bunde zu stehen, aber der aller größte Teil wurde gefoltert und verbrannt weil jemand ihn aus dem Weg haben wollte oder aus finanziellen Gründen. In diesem Buch werden diese egoistischen Beweggründe gut dargelegt. Die Charaktere und ihre Gefühle sind so unglaublich gut geschrieben, dass mir selbst der grausame Folterer und Henker David sympatisch ist. Vor den Folterszenen hatte ich etwas Angst, aber die war unbegründet. Sie wurden sehr gut beschrieben, so dass man mit dem Opfer mitfühlt und sich das alles richtig gut vorstellen kann, aber nicht so, dass einem schwachen Magen schlecht wird. Im Nachwort fehlen mir Worte darüber wie es mit Maria Rampendahl weiterging und leider kann man in dem Ebook nicht immmer sofort erkennen wenn ein Zeitsprung passiert, so dass es ein-, zweimal zu kurzer Verwirrung bei mir kam. Die beiden Kleinigkeiten fallen aber überhaupt nicht ins Gewicht bei so einem Meisterwerk. Ich kann jedem nur empfehlen es zu Lesen und gebe dem Buch natürlich 5 von 5 Sterne.

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    annlus avatar
    annluvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: selten hat es ein historischer Roman geschafft eine so authentische Stimmung hervorzurufen
    Die letzte Hexe von Lemgo

    „Für den Pöbel und den Rat seid ihr eine Hexe, diesen Makel kann auch der Herr nicht von Euch nehmen.“


    Lemgo im 17. Jhd: Maria, die Tochter des Braumeisters Rampendahl, gerät schon als Kind in den Verdacht eine Hexe zu sein. Diesem Gerücht kann sie auch später nicht entgehen. Als sie sich gegen ihre Nachbarn stellt, wird der Vorwurf wieder laut. Die mutige junge Frau aber lässt sich nicht so leicht einschüchtern. Da sie als sehr schön gilt, zeigen so manche Männer Interesse an ihr – auch der machtgierige Cothmann, der sich in ihrer Gegenwart kaum zügeln kann. Auch so manch anderer neidet ihr ihr Leben und bringt immer wieder den Hexenvorwurf gegen sie auf.



    Die Geschichte beginnt mit einer sehr jungen Maria und der Hinrichtung ihres Schulmeisters. Bereits in diesen Szenen wird deutlich, dass die Anklagen und Hexenverfolgungen nicht nur auf einen irregeleiteten Glauben basieren, sondern viel weltlichere Gründe dahinter stecken. Während Maria sich hier noch ihre kindliche Naivität erhalten hat – und in dieser auch ihre Schwärmereien für den Henker gründen – zeigt sich dem Leser bereits ein weniger positives Bild der Lemgoer Bevölkerung.


    Der nächste Teil der Geschichte spielt elf Jahre später. Schon der einführende Teil brachte Menschen mit sich, die mir aus heutiger Sicht grausam und wenig kontrolliert erschienen. Hier kam nun hinzu, dass Maria nicht mehr nur unterschwelliger oder auch offener Gewalt ausgesetzt ist, sondern diese auch einen sexuellen Charakter bekam. Nicht nur der Umgangston und die derbe Sprache, die die Menschen untereinander nutzen hatte einen Charakter an sich, der es mir nicht immer leicht gemacht hat, die Geschichte zu lesen. Auch das Verhalten der Menschen hatte in meinen Augen einen zügellosen Charakter. So sind viele ständig betrunken, die Männer versuchen sich die Frauen zu nehmen, wie sie gerade Lust haben und bei den kleinsten Beleidigungen folgt Gewalt.


    Beeindruckend fand ich die vielen Recherchen, die hinter der Geschichte stecken. So basieren nicht nur die Namen auf die Wirklichkeit. Allerdings hat das auch bewirkt, dass sich das Buch von anderen historischen Romanen unterscheidet, in dem es eben nicht auf eine Anpassung an die heutige Zeit (z.B. bei den herrschenden Moralvorstellungen) eingeht.


    Dadurch, dass das Thema Hexenverfolgung beherrschend ist, haben auch Gott und der Teufel einen großen Anteil am Buch. Obwohl der Henker der Namensgeber der Geschichte ist, taucht er nur ab und zu auf. Im Mittelpunkt der Erzählung steht Maria, die als letzte Hexe in Lemgo prozessiert wurde. Das Buch zeigt ihre Geschichte, in dem es Szenen aus ihrem Leben (und all jener, die darin eine Rolle spielen) beschreibt. Manchmal waren die Sprünge zwischen diesen etwas abrupt und beinhalteten auch zeitliche Sprünge. Dennoch entstand im Ganzen ein gutes Bild, das ihr Leben in Lemgo bis zum besagten Hexenprozess erzählt.


    Fazit: Der Einstieg ins Buch ist mir nicht leicht gefallen, da ich mich erst an den Erzählstil aber auch an die mitunter derben Szenen gewöhnen musste. Danach empfand ich die Geschichte aber als erfrischend anders. Selten hat es ein historischer Roman geschafft eine so authentische Stimmung hervorzurufen und mich in die besagte Zeit mit all ihrer Andersartigkeit zu entführen.

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    ManuelaBes avatar
    ManuelaBevor 2 Jahren
    Hexenverfolgung in Lemgo

    Mit ihrem historischen Roman Der Henker von Lemgo ist der Autorin Bettina Szrama ein Buch gelungen das mir unter die Haut ging. Der sehr gut recherchierte Roman führt die Leser zurück in eine Zeit, in der es schon genügte wenn ein missgünstiger Nachbar einen bezichtigte ein Hexer oder eine Hexe zu sein. Einmal in die Mühlen der Justiz geraten gab es oftmals kein Entkommen, wenn die zuständige Obrigkeit das Ziel hatte Hexer und Hexen auszumerzen.


    Anhand der Geschichte von Maria Rampendahl erlebt der Leser die Brutalität dieser Zeit. Die Autorin verniedlicht oder beschönigt nichts an den Folter-und Befragungsmethoden dieser Epoche. Dabei schafft sie es den Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen und die Charaktere sehr plastisch darzustellen. Als Leserin habe ich mit den Protagonisten mitgelitten, war schockiert und empört über die Hexenverfolgung und hatte Mitleid mit den unschuldig Verurteilten.


    Der Henker von Lemgo ist kein Gute-Laune-Buch das ich mal so eben nebenbei gelesen habe. Die Eindringlichkeit der Sprache und die Konfrontation mit dem damaligen Verhältnissen fand ich teilweise fast zu drastisch, sensiblen Gemütern würde ich das Buch nicht auf den Gabentisch legen, wer jedoch gut recherchierte Historie mag und sich vor den damaligen Realitäten nicht scheut, dem kann ich das Buch vorbehaltlos empfehlen.

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    schafswolkes avatar
    schafswolkevor 2 Jahren
    Ein eindrucksvolles Buch über eine Stadt und ihre Hexenverfolgung

    Der Lebensweg von Maria Rampendahl zeichnet sich schnell ab, denn schon als Kind heißt es, sie sei eine Hexe, genau wie ihre Großmutter. Im 17. Jahrhundert ein sicheres Todesurteil. Darüber hinaus verfügt die Stadt Lemgo über einen Bürgermeister, der hart gegen Hexen vorgeht und einen fleißigen Henker.

    "Der Henker von Lemgo" zeigt erschreckend, wie schnell Leute einen schlechten Ruf angehängt bekommen, den sie ihr Leben lang nicht mehr loswerden. In einer Zeit, wo Frauen und Männer schnell als Hexe verleumdet wurden, scheint ihr Schicksal vorgezeichnet und es gibt keinen Weg zurück.

    Ich habe schon viele historische Romane gelesen, die meisten beruhen ja mehr oder weniger auf wahren Begebenheiten. In diesem Buch ist es auch so, was ich allerdings besonders faszinierend und teilweise erschreckend fand war, dass hier die Hauptfiguren allesamt auch gelebt haben. Oft tauchen ja historisch belegte Persönlichkeiten eher als Randfiguren auf. Bettina Szarma hat sich sehr mit der Stadt Lemgo und ihrer Bürger auseinandergesetzt und viel recherchiert, dabei ist ein düsteres Bild entstanden, das einen so schnell nicht mehr los lässt.

    Ich war von der ersten Seite an gefangen. Das Buch hat auf der einen Seite einen nicht ganz so leichtgängigen Schreibstil, der aber gleichzeitig so spannend und flüssig ist, das ich das Buch gar nicht weglegen konnte. 

    Für mich zählt "Der Henker von Lemgo" mit zu den besten Büchern, die ich dieses jahr gelesen habe. Leider kann ich nur 5 Sterne geben, aber die sind auch ganz dick.

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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor 2 Jahren
    Eine spannende Reise ins 17. Jahrhundert


    "Der Henker von Lemgo" ist ein spannender und fesselnder historischer Roman um die grausame Zeit der Hexenverfolgung.
    Maria Rampendahl, die Tochter des sehr reichen Ratsherren, Cordt Rampendahl, muss sich schon seit ihrer Jugend die Vorwürfe der Hexerei gefallen lassen. Ein Vorwurf der im 17. Jahrhundert schwer wog, da zu dieser Zeit im Rahmen der Hexenvrfolgung viele Frauen und auch einige Männer den Tod auf dem Scheiterhaufen fanden, da sie der Hexerei und Zauberei bezichtigt wurden. Dies geschah auch Marias Großmutter, was den Schatten auf Marias Leben legte. Der Bürgermeister Hermann Cothmann, der Maria verehrt und begehrt wird zu ihrem größten Widersacher. Dieser Umstand führt zu einem spannenden Kampf um Liebe und Leben in der damalig grausamen Zeit...
    Bettina Szrama hat mich mit der zum größten Teil auf wahren Begebenheiten beruhenden Geschichte fasziniert. Ihr sehr bildreicher und lebendiger Schreibstil hat mich in die damalige Zeit eintauchen lassen. Der nicht ganz einfache Text erfordert schon die volle Konzentration, aber das war es allemal wert. Die Beschreibung der Hauptprotagonisten und deren Umfeld ist so authentisch, als wäre man quasi selbst vor Ort. Das drohende Schicksal der Maria Rampendahl hat mich als Leser so mitgerissen, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte. Die Spannung wird über das ganze Buch aufrechtgehalten und erst im Finale aufgelöst. Der historische Hintergrund erschien mir während des Lesens als hervorragend recherchiert und die Bemerkungen von Bettina Szrama im Anhang des Buches zeigen noch einmal, wie die Autorin die Informationen gesammelt hat. Dies gibt dem Buch eine zusätzliche Authentizität.
    Insgesamt hat mich das Buch begeistert und ich möchte es sehr gerne Freunden historischer Bücher ans Herz legen. Meine Bewertung lautet daher folgerichtig 5 von 5 Sternen.

    Kommentare: 2
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    flaschengeist1962s avatar
    flaschengeist1962vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Geschichte !
    Ein toller historischer Roman!!!

    Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen. Es war wirklich interessant und sehr spannend, wie es damals mit der Hexenjagd war. Die Familie Rampendahl fand ich von Anfang an sehr sympathisch, besonders ihren Vater und Maria. Auch den Mut, den sie immer wieder aufgebracht hat, gegen das Gerücht anzugehen, dass sie eine Hexe wäre. Schlimm fand ich dann doch, wer alles in der Story dann umkam, durch den Henker. Den Henker konnte ich an keiner Stelle wirklich sympathisch finden. Zum Ende hin, hatte ich doch ein bisschen Angt um Maria und ihre ganze Familie, aber es ging ja doch noch ganz gut aus. Ich finde das Biuch einfach toll.

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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor 2 Jahren
    Hexenverfolgung


    Klappentext:

    Ihre Großmutter wurde als Hexe verbrannt, ihr geliebter Lehrer vor ihren Augen als Hexer hingerichtet. Maria, die reiche Tochter des reichen Dechen und Ratsherrn von Lemgo, Cordt Rampendahl, wird als Einzige von achtzehn Schülern verschont. Doch seitdem folgt ihr der Ruf, eine Hexe zu sein. Ihr Leben liegt in der Hand des Bürgermeisters und unerbittlichen Hexenverfolgers Hermann Cothmann. In Liebe zu ihr entbrannt, vermag er den Lauf ihres Schicksals zu ändern. Doch sie verweigert sich ihm und besiegelt damit ihr Todesurteil. Ein dramatischer Kampf um Leben und Liebe beginnt. Brillant recherchiert, gekonnt umgesetzt: Hexenprozesse, Liebesgeschichten und eine starke Heldin - dieser historische Roman hat alles, was ein spannendes Buch braucht.


    Leseeindruck:

    Mit "Der Henker von Lemgo" von Autorin Bettina Szrama liegt uns ein sehr interessanter und lesenswerter historischer Roman vor. Wie man dem Klappentext bereits entnehmen konnte, lesen wir hier aus der Zeit in der Hexenverfolgungen und -verbrennungen noch an der Tagesordnung waren. Hauptprotagonistin in diesem Roman ist Maria Rampendahl, die solch ein Hexendasein angelastet wird. Wir lesen über ihr Leben und ihrem Leid.

    Die Geschehnisse sind perfekt recherchiert und wiedergegeben. Hexenprozesse verknüpft mit starken Charaketeren ließen mich den Roman mit rund 350 Seiten zügig und gebannt lesen. Schon das Cover ist sehr beeindruckend lässt hier einen historischen Roman erkennen. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne!

    @ esposa1969

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    bettina_szramas avatar
    Liebe Lesefreunde historischer Unterhaltung,
    mit welchen Vorsätzen seid ihr ins neue Jahr gestartet? Meins bleibt auch 2018 dasselbe: Ich möchte euch mit meinen Büchern begeistern – und Persönlichkeiten der Geschichte würdigen, die heute zum Teil vergessen sind.
    Einer meiner Romane ist dabei für mich etwas ganz Besonderes: Der erste Manuskriptentwurf zu DER HENKER VON LEMGO wurde in Hollywood mit dem zweiten Preis des internationalen Schriftstellerwettbewerbs WRITERMOVIS ausgezeichnet. Später erschien der Roman im Emons Verlag und ist nun zu meiner Freude beim eBook Verlag dotbooks veröffentlicht worden.

    Im Lauf der Jahre habe ich sehr viele Leserinnen und Leser kennengelernt, die mir verraten haben, wie ihnen DER HENKER VON LEMGO gefallen hat, was sie schockierte, anrührte und nicht mehr losließ. Daran möchte ich nun anknüpfen und lade euch zu einer Leserunde ein.
    DER HENKER VON LEMGO entführt euch in die frühe Neuzeit, genauer gesagt ins 17. Jahrhundert. Ich haben sehr lange für dieses Buch recherchiert, denn es beruht auf der wahren Geschichte der als Hexe angeklagten Maria Rampendahl. Dafür habe ich unter anderem die Aufzeichnungen des Scharfrichters David Claussen studiert, mich intensiv mit dem sogenannten „Hexenbürgermeister“ Hermann Cothmann beschäftigt und Wissenswertes über den hingerichteten Prediger Andreas Koch in Erfahrung gebracht. Wie immer, wenn ich mich tief in Archiven vergrabe, habe ich auch Kurioses herausgefunden: Wusstet ihr, dass im Jahre 1684 der Winter schon im August begann? Denn in diesem eigentlich doch schönen Sommermonat wurde die Ernte der Bauern durch Schnee und Hagel vernichtet …
    Und darum geht es nun in meinem Roman:
    „Ihre Großmutter wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt, der geliebte Lehrer vor ihren Augen hingerichtet. Auch auf Maria fällt der schreckliche Verdacht: Ist die ebenso willensstarke wie scharfzüngige Tochter des Braumeisters eine Hexe? Es gibt nur einen, der sie schützen könnte: Hermann Cothmann, Bürgermeister und fanatischer Hexenjäger. Gegen seinen Willen findet er Gefallen an der schönen jungen Frau – doch als sie sich ihm widersetzt, kennt seine Rachesucht keine Grenze. Er will, dass sie leidet. Er will, dass sie brennt. Und er ahnt nicht, welches zarte Band Maria und den Henker der Stadt verbindet …“
    Besonders fasziniert mich der titelgebende Henker von Lemgo, David Claussen, der 48 Jahre lang Menschen hinrichtete und sich später auf die Seite der unschuldigen Opfer des Hexenwahns stellte. Ihr habt nun die Gelegenheit, ihn im Rahmen der Leserunde kennenzulernen – dotbooks stellt dafür 10 Exemplare des eBooks zur Verfügung.
    In den Lostopf hüpft ihr, indem ihr einfach die folgende Frage beantwortet: „Was fasziniert euch an der Zeit der Hexenverfolgung?“
    Ich freue mich auf die Leserunde mit euch, eure Eindrücke und Gedanken. 
    Herzliche Grüße 
    Bettina Szrama
    *****************************************************************
    Teilnahmebedingungen des dotbooks-Verlags:

    Nach Erhalt deines kostenlosen Exemplars verpflichtest du dich, aktiv an der Leserunde teilzunehmen, insbesondere an den einzelnen Leseabschnitten und der abschließenden Rezension.
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    Pucki60s avatar
    Letzter Beitrag von  Pucki60vor 8 Monaten
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    bettina_szramas avatar
    Hallo liebe Lesefreunde,

    Ich möchte hiermit noch einmal, für alle die das Buch "Der Henker von Lemgo" nicht kennen oder beim letzten Mal zu kurz kamen,  eine Leserunde starten. Sommerspaß und Ferienzeit stehen vor der Tür. Zeit für ein gutes Buch. Einzige Bedingung - eine Rezension für die Geschichte. Dafür stellt der Emons-Verlag 10 Bücher zur Verfügung.

    Zum Inhalt;

    Das MS dazu "Die Hexe und der Henker" erkämpfte sich 2005 den zweiten Platz beim internationalen Schriftstellerwettbewerb "WRITEMOVIS" in Hollywood!

    Ein ergreifender historischer Roman aus der frühen Neuzeit

    nach geschichtlichen Vorlagen der letzten angeklagten Hexe Maria Rampendahl (1681), der Aufzeichnungen des Scharfrichters David Claussen, des Hexenbürgermeisters Hermann Cothmann und des hingerichteten Predigers von St. Nikolai Andreas Koch,


    Ihre Großmutter wurde als Hexe verbrannt, ihr geliebter Lehrer vor ihren Augen als Hexer hingerichtet. Maria, die reiche Tochter des reichen Dechen und Ratsherrn von Lemgo, Cordt Rampendahl, wird als Einzige von achtzehn Schülern verschont. Doch seitdem folgt ihr der Ruf, eine Hexe zu sein. Ihr Leben liegt in der Hand des Bürgermeisters und unerbittlichen Hexenverfolgers Hermann Cothmann. In Liebe zu ihr entbrannt, vermag er den Lauf ihres Schicksals zu ändern. Doch sie verweigert sich ihm und besiegelt damit ihr Todesurteil. Ein dramatischer Kampf um Leben und Liebe beginnt.

    Einblick;

    Der Henker war ein Opfer geworden, ein Opfer seiner eigenen Machtlosigkeit. Der Mensch in ihm wand sich in Schmerzen, brüllend wie ein Affe und wimmernd wie ein Kind, das um Liebe und Vergebung bettelte. Was er nie für möglich gehalten hätte: Die zwei Seiten seiner Seele, sie waren aufeinander getroffen und fochten nun wie zwei geharnischte Ritter auf Leben und Tod. "Maria! Oh ... Maria!", brüllte er, und die Mauern fingen seinen Schmerz auf. Mit einem ohnmächtigen Schrei auf den Lippen sprang er auf, raufte sich wild die langen Haare, schlug mit dem Kopf gegen die Felswand und trat mit dem Fuß gegen den Tisch. Aber nirgendwoher bekam er eine Antwort. "Ich kann es nicht tun! Herrgott, ich kann sie nicht foltern!", brüllte er und drohte dem schimmligen Felsgestein mit der kräftigen Faust. In diesem Moment hätte er Gott und den Teufel erwürgt.



    schafswolkes avatar
    Letzter Beitrag von  schafswolkevor 2 Jahren
    Das kann ich verstehen. So oder so, man kann sich zumindest melden.
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    bettina_szramas avatar

    Vielleicht Interesse an einer Buchverlosung?

    Für alle Interessierten historischer Literatur. Ich suche dringend  Erst-Leser für meinen im Mai erscheinenden historischen Thriller, "Die Magnatin" mein Leben am Hof der ungarischen Blutgräfin Elisabeth Bathory". Gern für eine Rezension.
    Die Geschichte ist noch ein Rohdiamant. Sie wird vom Verlag lektoriert. Es geht also nur um die Geschichte. Bei Erscheinen gibt es ein Buch gratis. Gleichzeitig verlose ich vier meiner bekanntesten Bücher. Ich verlose einmal "Der Henker von Lemgo", "Die Giftmischerin" "Die Hure und der Meisterdieb" und "Das Mirakel von Köln". Für alle, die diese Bücher noch nicht gelesen haben, vielleicht ein willkommender Anlass, sich mal mit einer, noch ungeschliffenen Geschichte, zu beschäftigen.

    Die Frage bezieht sich auf den Inhalt der "Magnatin"

      Diese Frage ist sehr leicht und bereits aus der Inhaltsangabe zu entnehmen. Wer ist der Vater von Susannas Tochter Helena Bathory?

    Dies nun die entscheidende Zusatzfrage:

    Wer ist der wahre Mörder von Elisabeths Bruder Istvan/Stefan?

    Für die zweite Frage sollte das MS gelesen werden! Danach entscheidet am 01. März der Lostopf, sollten sich für ein Buch zu viele Leser bewerben. Ich verkürze die Zeit um weitere Missverständnisse zu vermeiden. Ist die Leserunde früher beendet auch in Ordnung. Dann verlose ich eher. Es müssen dann aber alle beendet und eine Rezi geschrieben haben.

    Viel Spaß!

    Autor: Bettina Szrama
    Zur Buchverlosung

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