Bettina Szrama Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory

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Inhaltsangabe zu „Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory“ von Bettina Szrama

Ungarn 1694. Voller Hoffnung auf eine glänzende Zukunft, begibt sich die junge Adlige Susanna von Weißenborn in Begleitung ihrer Diener, Johannes und Katica, an den Hof der ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory-Nádasdy. Doch was die Drei auf der Burg Sarvǎr wirklich erwartet, erweist sich als ein böser Albtraum. Die Freunde werden getrennt, und Susanna folgt, fasziniert von der Pracht des ungarischen Hochadels, Elisabeths falschen Verlockungen. Schon bald entgeht sie nur knapp einer Vergewaltigung durch Istvan, den Bruder der Gräfin. Als dieser ermordet wird, verurteilt und verstümmelt man Johannes als Mörder. Susanna wird verraten und von Elisabeths Neffen Gabor geschwängert, doch hält sie an ihrem Glauben an das Gute fest. Trotz der seltsamen Vorgänge im Schloss, der nächtlichen Todesschreie, Johannes’ Wandlung zum eiskalten Monster und Elisabeths zwei Gesichtern, ignoriert Susanna die Warnungen, bis sie selbst in tödliche Gefahr gerät. Katica drängt zur Flucht, doch die Macht der geistesgestörten Gräfin ist grenzenlos. Als auch die mutige Freundin vor Susannas Augen stirbt, bleibt ihr nur noch eine Hoffnung auf Rettung – Graf Emmerich, der Mann, der die junge Adlige über alles liebt … „Ich wusste, dass du mein Schicksal bist, Susanna, von Anbeginn an. Ich bedaure nur, mit deinem Tod zu lange gezögert zu haben.“

Spannend, mitreißend geschrieben, wie erwartet blutig, dennoch sehr zu empfehlen

— SandraFlorean
SandraFlorean

Eine interessante Geschichte. Mir aber ehrlich gesagt etwas zu Grausam.

— angel1843
angel1843

Interessantes Buch über die "Blugräfin" Elisabeth Báthory. Allerdings konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen.

— Cieena
Cieena

Ein Buch über eine Mordlustige Gräfin mit kranken Neigungen

— dirk67
dirk67

Gekünstelt und am Leser vorbei, Google ist hilfreicher zum Verständnis von Elisabeth Bathory.

— Huschdegutzel
Huschdegutzel

Düster und grausam zeichnet das Buch den Hof der legendären Gräfin Bathory

— annlu
annlu

Ein wirklich grausames Buch um eine geistesgestörte Gräfin, und eine Adlige, deren Handlungsweise ich nicht nachvollziehen konnte.

— Gelinde
Gelinde

Ein blutiges aber absolut faszinierendes Buch.

— samea
samea

... interessant und schockierend zugleich, sehr gut geschrieben

— Engel1974
Engel1974

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  • Leserunde zu "Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory" von Bettina Szrama

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    bettina_szrama

    bettina_szrama

    Liebe Leser und Freunde der historischer Romane! Der Acabus-Verlag stellt 10 Bücher für eine Leserunde mit anschließender Rezension zur Verfügung. Anlässlich der etwas verspäteten Veröffentlichung dieser spektakulären und spannenden Geschichte um die Gräfin Elisabeth Barthory und ihre Familie, möchte ich nun nach der ersten Testleseaktion eine offizielle Leserunde starten. Gleichzeitig möchte ich mich bei den ersten Lesern, die sich die Mühe gemacht haben diese Geschichte am PC zu lesen, recht herzlich bedanken. Zugleich ist dies eine erneute Möglichkeit für die, die sich beim ersten Mal gemeldet haben und es nicht geschafft haben. Für die erste bei Amazon erstellte Rezension bekommt der Rezensent/Leser zusätzlich ein Buch seiner Wahl von meinen bisherigen historischen Romanen dazu.

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  • Grausamkeiten und tiefe menschliche Abgründe

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    angel1843

    angel1843

    13. December 2015 um 13:46

    Susanna ist noch ein halbes Kind als sie an den Hof der Blutgräfin Elisabeth Bathory kommt. Bereits im Vorfeld lernt Susanna auf einen Ausritt die Gräfin kennen und sieht wie sie eine alte Frau schlägt. Schnell tut sie das aber wieder ab, da ihr Elisabeth keine große Möglichkeit lässt darüber nachzudenken. Nur Johannes warnt sie. Nachdem Susanna einige Zeit später an den Hof der Gräfin kommt muss sie schnell feststellen, dass die Gräfin zwei Gesichter hat, dennoch vertraut sie auf ihre Menschlichkeit und bleibt, selbst als ihr treuer Diener Johannes überläuft. Mit der Zeit wird das Leben am Hofe der Gräfin immer schlimmer und Susanna wird selbst Opfer ihrer Intrigen und kämpft fortan dafür endlich nach Hause zu kommen…  Die Autorin Bettina Szrama hat mit der Geschichte um die Blutgräfin Elizabeth Bathory ein sehr anschauliches Bild der Serienmörderin gezeichnet und den Leser damit gezeigt, welch grausames Schicksal junge Mädchen am Hofe der Gräfin erwartete, wenn sie nicht das Taten was sie wollte, bzw. Fehler begangen. Schon eine Kleinigkeit reichte anscheinend um sie aufzustacheln. Aber ich denke eher das ihre alte Amme und Mitstreiterin in dieser Sache die größere Schuld an allem trifft, da diese immer wieder etwas gesagt hat, was Elisabeth zu solchen Taten anstachelte. Ich möchte jetzt nicht die Schuld von Elisabeth wegschieben, aber ich denke der Einfluss der Darvulia war in vielen Dingen ausschlaggebend für das Leben das Elisabeth geführt hat…  Die Geschichte um die Blutgräfin ist auch heute noch ein Thema, das viele bewegt. Es ist nicht leicht nachzuvollziehen, warum sie das getan hat - vielleicht aus Langeweile, oder so -, aber man kann sagen, dass sie zu ihrer Zeit eine der größten Serienmörderin ihrer Zeit war, wenn  nicht sogar die die größte aller Zeiten.  Fazit: Diese Buch zeigt sehr anschaulich wie grausam ein Mensch sein kann, nur um seine Langeweile oder Frust an anderen abzubauen. Es ist kein Buch für jemanden der schwache Nerven hat. Denn es befinden sich sehr explizite Szenen der Folterung darin. Also nur lesen, wenn man solche Szene abhaben kann.

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  • Interessantes Buch, dass mich gut unterhalten, jedoch mit der Umsetzung nicht ganz überzeugen konnte

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    Cieena

    Cieena

    Historische Figuren wie Heinrich VIII sind durch ihre grausamen Handlungen berühmt geworden. Verbreiteten sie zu Lebzeiten Angst und Schrecken, so üben sie auf viele Menschen heute eine eigentümliche Faszination aus und dienen vielen Autoren und Filmemachern als Vorlage. Ebenso verhält es sich um die Person der Elisabeth Báthory, deren Todestag sich im August 2014 zum 400. Mal näherte und die Grundlage zum Roman "Die Magnatin" bildet. . Handlung Die Adlige Susanna von Weißenburg ist überglücklich, als sie im Gefolge der Gräfin Elisabeth Báthory-Nádasdy aufgenommen wird und auf der Burg Savár ihre Ausbildung beginnen kann. Am Hof angekommen ist Susanna von den Annehmlichkeiten und dem Prunk des gräfischen Lebens und Elisabeths Ansehen geblendet. Doch ihre Vertrauen Johannes und Katica, von welchen sie begleitet wird, bemerken schnell, dass sich hinter der Fassade des dortigen Lebens furchtbare Dinge verbergen. Ihre Warnungen schlägt Susanna jedoch in den Wind. Selbst als immer mehr Mädchen auf mysteriöse und grausame Weise den Tod finden und sich die Leichen häufen, ist sie trotz nächtlicher Todesschreie wie geblendet vom Ansehen Elisabeth und lässt sich immerfort von deren falschen Verlockungen einwickeln. Doch als sie auch schließlich selbst in Todesgefahr schwebt, ist es beinahe zu spät... . Cover Das Cover finde ich sehr gelungen. Die verschiedenen rötlichen Farbverläufe lassen den Leser eine Verbindung zu Elisabeth Báthorys Beinamen "Die Blutgräfin" schließen und geben erste Hinweise auf die (blutige) Handlung. . Charaktere Protagonistin ist die junge Adlige Susanna von Weißenburg. Dabei handelt es sich wohl um eine fiktive Figur, die sicherlich das damals einigermaßen typische Frauenbild eines adligen Fräuleins darstellen soll. Sie wird als ansehnliches und hübsches Mädchen bezeichnet, welches in jugendlicher Naivität vom Prunk des ungarischen Adels wie geblendet ist. Ihre Naivität ist in meinen Augen das, was diesen Charakter vornehmlich auszeichnet, weshalb es mir wirklich schwer viel mit dieser Figur überhaupt warm zu werden und/oder Sympathie zu empfinden. Wirklich mitfiebern, mitleiden oder mich in Susanna hineinversetzen konnte ich beinahe überhaupt nicht, zu naiv und auch ein wenig dämlich erschien sie mir. Ich kann jetzt nicht behaupten, dass mir Susanna unsympathisch war, vielmehr hat sich bei mir eine gewisse Gleichgültigkeit der Figur gegenüber eingestellt. Die Tatsache, dass sie von so vielen Seiten gewarnt worden ist und trotz unübersehbarer Beweise, Attacken und und und schlichtweg immer noch ein tiefes Vertrauen in manche Figuren hegte, löst bei mir nur Kopfschütteln aus. Diese augenscheinliche Blindheit und Naivität, sowohl in ihrem Denken und Handeln, sind in meinen Augen die Hauptschwächen des Charakters und machen es dem Leser (zumindest ist dies bei mir der Fall) schwer mit Susanna mitzufühlen. Obwohl Susanna von Weißenburg die Protagonistin der Buches ist, kann man Elisabeth Báthory guten Gewissens als die eigentliche Hauptfigur des Buches sehen. Man erlebt die Gräfin meist aus der Perspektive Susannas, einen Einblick in den Geist der Gräfin zu erhaschen ist dabei nicht ganz so einfach, da das Wahrnehmungsbild oft durch Susannas Sichtweisen verzerrt wird. Trotzdem handelt es sich bei Elisabeths Charakter nicht immer um das Monster, welches sie sicherlich auch war, sondern vielmehr hatte ich den Eindruck die Autorin bemühe sich darum Elisabeth als die einsame Frau darzustellen, die sie wahrscheinlich auch war. Mit einer Geisteskrankheit kämpfend, die schließlich ausartete und Elisabeth in zwei Seiten spaltete. . Schreibstil Mit dem Schreibstil konnte ich mich zunächst nicht so gänzlich anfreunden, erscheinen mir einige Sätze doch zu verschachtelt, sodass  das Verständnis zwischenzeitlich ein wenig erschwert wird. Nach einigen Seiten des Einlesens gewöhnt man sich jedoch recht rasch an diese Tatsache, sodass dies mit zunehmender Seitenzahl auch nicht mehr stört. Auch gibt es zwischendurch einige Zeitsprünge in der Handlung, welche man mit einem Absatz sicherlich besser hätte gestalten können. Die Handlung des Romans erlebt der Leser zumeist aus der Perspektive Susannas, zwischendurch auch aus der anderer handelnder Figuren. Dies finde ich persönlich gut gewählt, auch wenn ich mir mehr Einblicke in den Geist Elisabeths gewünscht hätte. Situationen aus ihrer Sicht zu erleben hat mir hier leider gefehlt, auch hätte ich gern ihre Gedanken gelesen, da mir die Gräfin so vielleicht noch ein wenig greifbarer erschienen wäre. . Mein Fazit Als Fan Elisabeth Báthorys kann man sich sicher nicht bezeichnen, doch guten Gewissens zugeben, dass diese Frau doch eine merkwürdige Faszination auf viele Menschen heute ausübt. Nicht zu Unrecht dient sie als Vorlage unzähliger Roman- und Filmfiguren. Als ich also von diesem Buch erfuhr war mir doch schnell klar, dass dieser Roman früher oder später in mein Bücherregal einziehen musste, und so kam es auch. Im Vorfeld möchte ich anmerken, dass ich mich in der Vergangenheit schon mehr oder weniger ausgiebig mit Elisabeth Báthory beschäftigt habe, also auch mit den (politischen) Umständen (Ungarns) der damaligen Zeit einigermaßen vertraut bin. Für Leser, die wenig Kenntnisse über die Hintergründe (und auch die familiären Beziehungen) haben, empfehle ich vor dem Lesen dieses Buches doch noch einmal den ein oder anderen Wikipedia Artikel zu lesen. Das Buch ist so definitiv besser zu verstehen. In diesem Zusammenhang hätte ich, trotz meiner Kenntnisse, gerne eine kleine Ahnentafel oder Stammbaum gehabt. Auch ist im Buch immer wieder die Rede von strategisch wichtigen Burgen, welche sich im Besitz Elisabeths befinden. In diesem Zusammenhang wäre eine Karte des damaligen Gebietes im Buchumschlag interessant gewesen. Die Idee Elisabeth Báthory nicht zu "vermonstern", wie es in unzähligen Filmen der Fall ist, gefällt mir sehr gut. Auch der Gedanke, Einblicke in Elisabeths Gedanken zu bekommen, wie sie als Mensch hätten sein KÖNNEN gefiele mir sehr gut. Diese Idee  hatte die Autorin wohl auch, allerdings scheiterte dies in meinen Augen an der Umsetzung. Vielleicht wäre es an dieser Stelle sinnvoller gewesen die Handlung aus der Sicht Elisabeths zu schreiben und sie damit nicht nur zur Hauptfigur, sondern auch zur Protagonistin zu machen. Die Wahl, das Geschehen aus Susannas Sicht und damit aus der Perspektive eines von Elisabeths (potentiellen) Opfern zu beschreiben passt in meinen Augen doch eher zu der Idee die Figur  der "Blutgräfin" zu dämonisieren. So erscheint mir die Gräfin Báthory schlichtweg nicht greifbar genug und der Komtesse von Weißenburg (Susanna) stehe ich ja wie oben bereits beschrieben sowieso schon zwiespältig gegenüber. Auch die Tatsache, dass sich die Protagonistin recht schnell verliebt und auch den Konsequenzen der Liebelei beinahe gleichgültig entgegen sieht empfinde ich als unrealistisch. Die anderen Figuren hingegen sind in meinen Augen gut gewählt und auch wesentlich authentischer dargestellt. Auch ist die Handlung sehr anschaulich geschrieben, sodass ich mich beim Lesen wirklich nah am Geschehen fühlte. Trotz der Schwächen des Buches fühlte ich mich gut unterhalten und konnte das Buch nicht recht aus der Hand legen, da die Spannung eigentlich zu jeder Zeit gehalten wurde und die Handlung zu keiner Zeit als zäh zu bezeichnen ist. Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten und empfehle dieses Buch an Leser weiter, die am Leben und am Mythos der Elisabeth Báthory interessiert sind. Da einigen Szenen doch sehr grausam und anschaulich sind, sollten Leser, die nicht so blutige Lektüre bevorzugen, wohl doch eher Abstand zu diesem Roman nehmen. Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog www.zeit-der-buecher.de

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  • Gekünstelt und am Leser vorbei, Google ist hilfreicher zum Verständnis von Elisabeth Bathory.

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    Huschdegutzel

    Huschdegutzel

    Ungarn 1594. Voller Hoffnung auf eine glänzende Zukunft, begibt sich die junge Adlige Susanna von Weißenburg an den Hof der ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory-Nádasdy. Doch was sie auf Burg Sárvár wirklich erwartet, erweist sich als ein böser Albtraum. Fasziniert von der Pracht des ungarischen Hochadels folgt Susanna Elisabeths falschen Verlockungen. Doch als der Bruder der Gräfin ermordet wird, verurteilt und verstümmelt man Susannas treuen Diener als Mörder. Auf sich selbst gestellt gerät auch sie in ein Netz aus Intrigen und Verrat. Trotz der seltsamen Vorgänge im Schloss, der nächtlichen Todesschreie und Elisabeths zwei Gesichtern, ignoriert Susanna zunächst alle Warnungen, bis sie schließlich der scheinbar grenzenlosen Macht der geistesgestörten Gräfin hilflos ausgeliefert ist. So besagt es die Inhaltsangabe auf der Verlagsseite. Als begeistere Leserin von sehr gut recherchierten historischen Romanen, die auf wahren Begebenheiten beruhen, musste ich hier einfach zugreifen. Und bin das erste Mal der Meinung: man kann auch zu viel recherchieren und dabei den Blick auf die Leser komplett verlieren. Autorin Bettina Szrama setzt hier unglaublich viel Wissen über die Zeit und vor allem die politische Situation Ungarns im 16ten Jahrhundert voraus.Während der Hauptgeschichte um Susanna von Weißenburg und der Blutgräfin fallen oft Querverweise zu Kriegswirren und politischen Verwicklungen, die wohl die Handlungs- und Sichtweisen zur damaligen Zeit erhellen sollen - dies aber zumindest bei mir nicht taten, weil ich diese einfach nicht so präsent habe; weder die genannten Personen noch die Orte oder die Verwandtschaftsverhältnisse oder wer bei wem Schulden hatte.Zu Beginn dieses Werkes werden zwar einige Namen erwähnt - doch auch diese tragen nicht zur Klärung bei, spielen sogar zum Teil kaum oder erst am Ende eine Rolle.Google musste mich desöfteren dabei unterstützen, die Zusammenhänge herzustellen.Leider tat das sowohl meinem Lesefluss als auch dem Vergnügen dabei gewaltigen Abbruch.Ich hoffe immer darauf, beim Lesen etwas zu lernen - hier erhielt ich viel zu viel oft unnötige Informationen, die ob der Menge leider weder hängen blieben, noch mich in der Story wirklich voran brachten. Diese hat es eigentlich gewaltig in sich - Susanna lebt quasi im Bannkreis einer Wahnsinnigen, die sich in ihrem Sadismus stetig weiterentwickelt - werden zu Beginn die Mädchen - vorwiegend Dienerinnen - "nur ein wenig" gequält, schlachtet Elisabeth Bathory diese im Lauf der Zeit bald hingebungsvoll regelrecht ab.Das wird wirklich sehr authentisch und anschaulich dargestellt - für schwache Gemüter also eher ungeeignet, aber so war das wohl - angeblich. Warum Susanna bleibt und nicht frühzeitig flieht, wieso die Untertanen und auch die Obrigkeit so lange diesem recht offensichtlichen Treiben ( immerhin hatte die Blutgräfin laut Legende über 600 Opfer ) zuschaute und was diese Frau zu derjenigen machte, die sie letztlich wurde - auch da war leider mein Freund Google hilfreicher, als es das Buch war. Sicher wird mal kurz erwähnt, dass Elisabeth von ihrer Amme Darvulia in der Kindheit vergewaltigt wurde, mit ihr eine lesbische Beziehung führte und diese eigentlich die treibende Kraft hinter dem Verhalten der Gräfin sein soll oder dass Elisabeth glaubte, mit den Morden der Einsamkeit und dem Altern entfliehen zu können - andere Dinge, die zum Beispiel schon in früher Kindheit verdeutlichten, dass man es hier mit einem sehr gestörten Geist zu tun hat, fallen dafür größtenteils weg und auch die Beweggründe bleiben für meinen Geschmack zu oft der Fantasie des Lesers überlassen. Oder werden nur in sehr kleinen Nebensätzen erwähnt, die ein ungemein aufmerksames Lesen erforderlich machen.Mir persönlich fiel aber gerade das immer schwerer, weil für mich zu viele irrelevante Geschehnisse das Ganze in die Länge zogen. Desweiteren wird die Krankheit, unter der die Bathory wohl unter anderem litt, als Hysterie bezeichnet ... ohne Erklärung, dass dieser Begriff im Laufe der Zeit einigen Wandlungen unterzogen war, sodass sich der "ungebildete" Leser fragen mag, warum dann nicht noch mehr Frauen zu Massenmördern werden. Die Figuren in diesem Buch bleiben seltsam farblos und wirkten auf mich - obwohl historisch verbürgt - gekünstelt und ohne Leben. Relevante Fakten werden zwar genannt, aber nicht so eingesetzt, dass sie zum besseren Verständnis beitragen - wenn man sich nicht gerade äußerst ausgiebig mit der Geschichte Ungarns im Allgemeinen und den Verstrickungen der Familien Báthory/Nádasdy darin im Besonderen auseinander gesetzt hat. 2 Sterne von mir daher nur für die wirklich horrende Arbeit, die hinter diesem Buch steckt - keine Leseempfehlung.

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    bettina_szrama

    bettina_szrama

    16. August 2015 um 15:10
    bearelic schreibt Ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich mich nur auf eine Aussage beschränke und ich habe auch nur über meine Überlegung geschrieben es vielleicht noch zu erwerben. ; ) Eine Entscheidung hatte ...

    Ich möchte niemanden verärgern. Meiner Erfahrung nach kurbeln gerade unterschiedliche Rezensionen den Verkauf meiner Bücher an. ( Siehe "Die Giftmischerin") Auch dieses Buch "Die Magnatin.. hat ...

  • Susanna und die kranke Gräfin

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    dirk67

    dirk67

    14. August 2015 um 12:29

    Susanna von Weißenburg soll noch den letzten schliff zur Edelfrau erhalten dafür macht sie sich mit ihrer Hofdame Katica  und dem Diener Johannes   auf dem Weg zur ungarischen Gräfin Elisabeth. Dort angekommen läuft es alles andere als gut sie entgeht nur knapp einer Vergewaltigung und ihr Diener wird wegen Mordes  an des Bruders Gräfin verurteilt. Von nun an zeigt die Gräfin ihr wahres Gesicht . Mädchen verschwinden immer wieder die der Blutgräfin  zum Opfer fallen. Nach einigen flucht versuchen von Susanna hat sie auch die Gräfin gegen sich. Wer wird sie wohl daraus holen ? Mein Fazit Ein sehr interessantes Buch was über eine Geistes kranke Gräfin mit ihrer Mordlust für ganz schön spektakuläres Kopfkino sorgt. Ich fand das Buch auch sehr spannend  Ich fand es war auch sehr gut altertümlich geschrieben.

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  • Grausam und verstörend

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    ManuelaBe

    ManuelaBe

    03. August 2015 um 12:26

    Mit dem Roman Die Magnatin Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Bathory erzählt die Autorin Bettina Szrama die fiktive Geschichte der Hofdame Susanna von Weißenburg. Susanne soll am Hof der Gräfin den letzten Schliff als Edelfrau bekommen und wird von ihrem Vater deshalb zur Erziehung an den Hof der Gräfin geschickt. Dort erlebt sie das allmähliche Abgleiten der Gräfin in immer größere Grausamkeiten zur eigenen Erbauung. Grundlage für den Roman ist das Leben der Gräfin Elisabeth Bathory, welche viele junge Mädchen zu Tode gefoltert haben soll. Die Zahlen der getöteten Mädchen ist nicht genau bekannt, es werden aber Zahlen von bis zu 650 Toten genannt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Susanna und der Leser erhält dadurch einen breiten Einblick in die Lebensverhältnisse der damaligen Zeit. Ein Bauernleben galt nicht viel und die Edlen Herrschaften nahmen sich das Recht die Untergebenen zu züchtigen und dadurch ggfs. auch zu verletzen. Ein in heutiger Zeit kaum noch nachvollziehbares Verhalten. Der Erzählstil ist flüssig und bildhaft und auch die grausamen Szenen der Folterungen lassen das Kopfkino rotieren. Die Gräfin wird als gespaltene Person dargestellt, die auf der einen Seite charmant sein konnte aber auf der anderen Seite grausam und gemein. Susanna wird immer wieder von der Gräfin betört und von ihrem Charme geblendet, wobei sich auch immer wieder Zweifel einschleichen bzgl. des Verhaltens der Gräfin, bis es letztendlich für Susanna auch fast zum Verderben kommt. Ich fand das Buch interessant und fand es gut, dass es mit historischen Daten nicht überfrachtet war. Susanna ist eine fiktive Hofdame, deren Handlungsweise man nicht immer nachvollziehen kann, aber um die Entwicklung der Gräfin aufzuzeigen, musste die Autorin Susanna in ihrer Stellung ausharren lassen. Insgesamt ein Buch, dass ich spannend fand, wobei die Schilderungen der Grausamkeiten nichts für zarte Nerven sind.

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  • Blutgräfin

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    Helene2014

    Helene2014

    01. August 2015 um 19:47

    Das Buch "Die Magnatin" schildert die Erlebnisse einer jungen Adligen, die als Hofdame zur weiteren Erziehung und Ausbildung an den Hof der Elisabeth von Báthory kommt.  Die Blutgräfin ist eine historisch verbürgte Person und ich hatte auch schon einmal eine Dokumentation über sie gesehen. Deshalb wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Leider hat es mich nicht hundertprozentig überzeugt.  Als positiv möchte ich hervorheben, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat und dies auch  gut an den Leser vermitteln kann (nur die politischen Zusammenhänge wurden etwas steif erzählt und hatten etwas schulmeisterliches). Gut gefallen hat mir auch, dass sie versuchte, nicht nur die Grausamkeiten dieser Frau zu sehen, sondern auch das Warum. Ebenfalls gut gelungen sind die Beschreibungen der Landschaften, wie z. B. die Karpaten, und der Schlösser und Burgen. Ich habe die dunklen, unheimlichen Wälder und Schluchten direkt vor mir gesehen. Als negativ bewerten würde ich persönlich den etwas gekünstelten und schwülstigen Schreibstil des Romans. Ich fühlte mich so manches Mal an einen Rosamunde Pilcher Roman erinnert und das passte in diesem Fall so garnicht zur Geschichte einer historischen Massenmörderin.  Was mich auch immer mehr störte, war die Naivität und Unentschlossenheit der jungen Hofdame Susanna. Obwohl sie immer wieder vor Augen geführt bekam, was dort vorging, schien sie das über viele Jahre hin gut aushalten zu können. Und dass sie angeblich an das Gute im Menschen glaubte und deshalb bei der Gräfin blieb, kann ich auch nicht richtig nachvollziehen.  Fazit: ein Roman über eine historisch belegte Massenmörderin, der gut recherchiert ist, aber einige Schwächen aufweist. Von mir 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Die Magnatin" von Bettina Szrama

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    dorli

    dorli

    Ungarn 1594. Susanna von Weißenburg, in ärmlichen Verhältnissen, aber wohlbehütet und umsorgt auf dem elterlichen Gut in den Karpaten Siebenbürgens aufgewachsen, tritt ihre Ausbildung am Hof der Gräfin Elisabeth Báthory-Nádasdy an. Nach einem verheißungsvollen Beginn nimmt ihr Aufenthalt in Sárvár jedoch einen albtraumhaften Verlauf… In ihrem historischen Roman „Die Magnatin“ nimmt Bettina Szrama den Leser mit auf eine Reise in das ausgehende 16. und frühe 17. Jahrhundert nach Sárvár und Čachtice und erzählt von den Erlebnissen der jungen sächsischen Adligen Susanna von Weißenburg am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory. Die Autorin hält sich sehr eng an die historischen Begebenheiten und zeichnet ein umfassendes und glaubwürdiges Bild der Zeit – entsprechend grausam ist die Szenerie, die den Leser in diesem Roman erwartet. Schreckliche Misshandlungen, tagelange Torturen und Folter, Mord – Elisabeth Brutalität gegenüber ihren Bediensteten kennt keine Grenzen. Die Einblicke in die barbarischen Machenschaften der Blutgräfin erfordern vom Leser einiges an Nervenstärke, auch wenn die Autorin bei der Beschreibung der Taten nicht bis ins kleinste blutige Detail geht. Ich habe mich beim Lesen gefragt, wie Elisabeth zu einer derart gewissenlosen Frau werden konnte. Bettina Szrama benennt im Verlauf der Handlung einige mögliche Ursachen, die eine Erklärung für das Verhalten der Gräfin sein können: eine psychische Störung, traumatische Erlebnisse in der Kindheit oder auch panische Angst vor dem Älterwerden. Den größten Anteil an Elisabeths abscheulicher Entwicklung hat wohl Anna Darvulia gehabt - die kräuterkundige Amme hatte zeitlebens großen Einfluss auf Elisabeth und hat ihr häufig Drogen gegen Schmerzen verabreicht. Am meisten verblüfft hat mich, wie schnell Elisabeth umswitchen konnte - gerade noch prügelt sie erbarmungslos auf jemanden ein, dann dreht sie sich um und plaudert fröhlich drauflos, als wäre nichts gewesen. Diese Sprunghaftigkeit in Elisabeths Verhalten wird von der Autorin sehr gut dargestellt - man bekommt den Eindruck, dass in der Gräfin zwei unterschiedliche Identitäten vorhanden sind, die abwechselnd die Kontrolle über sie übernehmen. Susanna, die Ich-Erzählerin in dieser Geschichte, hat mich mit ihren Reaktionen überrascht – sie ist zwar entsetzt über die vorherrschende Brutalität, kann das Gesehene aber erstaunlich schnell verarbeiten. Susanna unternimmt aufgrund von Warnungen und auch persönlicher schmerzhafter Erfahrungen im Verlauf der Handlung einige Versuche, den Fängen der Gräfin zu entkommen. Doch ich hatte durchweg den Eindruck, dass diese Fluchtversuche eher halbherzig waren, denn das Leben auf Schloss Sárvár hatte auch eine andere Seite: die festlichen Bankette und Bälle, den exquisiten Schmuck, die teueren Kleider und weitere luxuriöse Annehmlichkeiten hat die junge Frau sicherlich genossen. Besonders gut schildert Bettina Szrama Susannas anfängliche Naivität – beeindruckt von Prunk und ausschweifenden höfischen Leben braucht Susanna recht lange, bis es ihr gelingt, die teuflischen Machenschaften hinter der Fassade zu erkennen. Ein wenig schwer getan habe ich mich mit den politischen Verwicklungen und den ganzen Kriegswirren im Hintergrund – diese Nebenhandlungen waren für mich schwer durchschaubar und daher weniger spannend. Ingesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen – eine schaurige Geschichte, der man die intensive Recherche auf jeder Seite anmerkt.

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    • 2
    bettina_szrama

    bettina_szrama

    29. July 2015 um 22:48
    dorli schreibt Ungarn 1594. Susanna von Weißenburg, in ärmlichen Verhältnissen, aber wohlbehütet und umsorgt auf dem elterlichen Gut in den Karpaten Siebenbürgens aufgewachsen, tritt ihre Ausbildung am Hof der ...

    Vielen Dank für Deine sehr ausführlichen Rezension. Ich würde mich freuen wenn Du sie auch beim Amazonriesen posten würdest, ebenso würde ich Dich gern wieder bei meiner nächsten Leserunde im ...

  • Schreckliche Foltermethoden der Elisabeth Báthory

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    Lese-Krissi

    Lese-Krissi

    Aufmachung des Buches In der oberen linken Ecke des in verschiedenen Rottönen gehaltenen Covers steht der Titel des historischen Romans in einer alten Schrift. Im rechten Teil erkennt man eine Andeutung einer Frauengestalt in einem blutigen Kleid. Da es inhaltlich um die Blutgräfin Elisabeth Báthory geht, ist das Cover passend gewählt. Inhalt Der historische Roman „Die Magnatin“ von der Autorin Bettina Szrama erzählt das Leben der jungen verarmten Adeligen Susanna von Weißenburg im 16. Jahrhundert, die eine Ausbildung am Hofe von der ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory antritt. Gemeinsam mit ihrem Diener Johannes und ihrer Zofe Katica reißt sie zur Burg Sárvár. Dort angekommen, muss Susanna schnell erkennen, dass aus der Hoffnung nun in eine besseren Zukunft zu starten, wohl nichts wird. Elisabeth entpuppt sich als eine grausame Persönlichkeit, die vor Folter und Mord nicht zurückschreckt. Im Gegenteil sie findet Spaß daran und geht über Leichen. Junge Mädchen sterben und Susanna ist in Gefahr. Dramatische Jahre folgen… Meine Meinung Ich habe mich für die Leserunde zu „Die Magnatin“ beworben, da mich der Inhalt angesprochen hat. So freute ich mich auch, dass ich als Nachrückerin dieses Buch doch noch erhalten durfte. Vielen Dank schon einmal, dass ich an der Leserunde teilhaben und ich die ungarische Geschichte um die Blutgräfin Elisabeth Báthory kennenlernen durfte. Mir waren die historischen Aspekte, die in dem Buch erwähnt werden, so gut wie unbekannt. So war es interessant für mich diese Geschichte um die blutrünstigen Machenschaften der Elisabeth Báthory zu lesen. Allerdings waren mir manche historische Erwähnungen, wie die verschiedenen Kriege zu der damaligen Zeit, hin und wieder zu viel. Es stecken viele Hintergrundinformationen in diesem Buch, die ich mir nicht alle gleich merken bzw. durch das fehlende Hintergrundwissen nachvollziehen konnte. So las ich über diese Passage ab und an hinweg, da sie für mich letztendlich nicht allzu wichtig waren, um der Handlung folgen zu können. Man lernt in „Die Magnatin“ Susanna von Weißenburg kennen, die am Hofe von Elisabeth Báthory sich einer Ausbildung unterzieht. Dort muss sie aber schnell feststellen, dass Elisabeth zu Wutausbrüchen neigt, die sie an ihre Mädchen auslässt. Dabei macht sie dies auf grausamste Weise, denn sie quält sie mit Foltermethoden. Schließlich geschehen auch Morde. Was ich mich dabei gefragt habe, ist, ob Elisabeth nur durch ihre treueste Hofdame „Die Darvulia“ zu diesen Methoden greift. Sie wird nämlich meistens von der Darvulia dazu angefeuert. Die Darvulia kommt mir manchmal sogar noch blutrünstiger vor. Für mich war es auch sehr erschreckend, wie manche Charaktere sich ins Negative gewandelt haben. Susannas engster Vertrauter und Freund Johannes wird durch Foltermethoden der Gräfin zu einem „Monster“, der über Leichen geht. Ergriffen hat mich auch die Tatsache, dass so viele Mädchen von Elisabeth gequält werden. Die Foltermethoden sind bestialisch. Deswegen ist dieses Buch sicherlich auch nicht für zart besaitete Personen geeignet. Man lernt Elisabeths Leben als Ehefrau von Graf Franz Nádasdy kennen. Dieser möchte aus bestimmten Gründen keine Liebesnächte mehr mit ihr verbringen, was zu Streitigkeiten führt. Der Graf kam mir mit wenigen Ausnahmen fast als der Normalste auf der Burg vor. Dieser historische Roman regt mich zum Nachdenken an. Ich hätte an Susannas Stelle schon gleich die Flucht ergriffen, doch so handelt man nicht im 16. Jahrhundert. Genauso wenig wird gegen die Machenschaften der Gräfin angegangen, obwohl das Gerücht ihrer Foltermethoden die Runde macht. Erst spät greifen Personen in Elisabeths Handeln ein. Und dieses Eingreifen kommt für viele zu spät. Auf jeden Fall bekam ich einen guten, aber auch sehr erschreckenden Eindruck auf die ungarische Geschichte im 16. Jahrhundert. Bettina Szrama hat einen detaillierten Roman geschrieben und sich sehr gut mit den damaligen Geschehnissen auseinander gesetzt. Für mich waren, wie schon erwähnt, manche Details etwas zu viele Informationen auf einmal, aber dies hat den Lesefluss trotzdem kaum gestoppt. Positiv anmerken möchte ich noch, dass zu Beginn des Buches alle wichtigen handelnden Personen aufgelistet werden. So kann man jederzeit nachschlagen, um wen es sich handelt, falls man dies vergessen haben sollte. Mein Fazit Ein Buch für Historikerfreunde, die mehr über die Blutgräfin Elisabeth Báthory erfahren möchten. Von mir gibt es vier Sterne für diese interessante Geschichte. Hiermit bedanke ich mich nochmal für das Buch.

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    • 4
    bettina_szrama

    bettina_szrama

    29. July 2015 um 10:30
    Lese-Krissi schreibt Aufmachung des Buches In der oberen linken Ecke des in verschiedenen Rottönen gehaltenen Covers steht der Titel des historischen Romans in einer alten Schrift. Im rechten Teil erkennt man eine ...

    Eine sehr gut formulierte Rezenzion. Vielen Dank! Vielleicht kann ich Dich zur nächsten Leserunde im September wieder begrüßen, wenn es um "Das wilde Kind von Hameln" geht, weniger grausam, eher ...

  • eine junge Adlige in den Fängen einer grausamen Gräfin

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    annlu

    annlu

    26. July 2015 um 22:31

    „Lasst uns wieder von hier weggehen, Herrin, so schnell uns unsere Füße tragen. Was wir hier finden werden, ist nicht das Glück, sondern viel eher das Böse!“ Ungarn, 1594. Susanna wächst als Tochter eines verarmten, sächsischen Adligen wohlbehütet auf. Ihr Vater beschließt, sie an den Hof der Gräfin Elisabeth Bathory-Nadasdy zu senden, um eine höfische Ausbildung zu erhalten. Doch schon das erste Zusammentreffen mit der Gräfin, bei dem diese eine alte Frau auspeitscht, lässt auf einige unangenehme Überraschungen schließen. Bei Hof lernt sie immer mehr die zwei Seiten der Gräfin kennen, die liebenswerte Gesellschafterin und die grausame Bestraferin. Sie erträgt die grausamen Seiten der Gräfin, bleibt am Hof, obwohl sie mehrfach gewarnt wird. Für diese Entscheidung muss nicht nur ihr Diener büßen, der des Mordes am gräflichen Bruder bezichtigt wird, auch Susanna gerät immer mehr in die blutigen Intrigen der Adligen. Die Geschichte wird aus Sicht einer älteren Susanna erzählt, so dass die Erinnerungen auch durch Anspielungen und Beurteilungen gefärbt sind. Dadurch lässt sich auf zukünftige Ereignisse schließen. Dabei sind die Anspielungen eher an Gefühlsäußerungen gebunden, als Konkretes zu verraten. Sie helfen dabei, eine düstere, unheilschwangere Stimmung aufzubauen, beeinflussen aber auch das Bild, das sich der Leser von den einzelnen Charakteren macht. Zur Stimmung passen auch die Szenen, die die junge etwas naive Susanna am Hof erlebt. Sie sind öfters grausam und blutig. Dabei sind die Taten nicht so bedenklich, wie die Gefühlslosigkeit derer, die sie ausführen. Das Zitat, das eine Aufforderung ihres Dieners an Susanna ist, scheint prophetisch zu sein. Die Erzählung ist um wahre Ereignisse und reale Charaktere aufgebaut und zeichnet ein Bild aus einem Land und einer Zeit, die durch die Kriege gegen die Türken von blutigen und grausamen Szenen geprägt sind. Dabei begrenzen sich diese nicht auf das Schlachtfeld, sondern ziehen sich durch den Alltag der Untergebenen. Am Hof herrschen Angst und Misstrauen. Susanna, als junges Mädchen das wohlbehalten aufgewachsen ist, hat den Machtspielen wenig entgegenzusetzen und wird zum Spielball der Intrigen. Einige der blutigen Szenen sind detailreich beschrieben, was dem Ganzen aber mehr Realität verleiht. Das Buch ist nichts für schwache Nerven!

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  • Die Magnatin

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    Gelinde

    Gelinde

    26. July 2015 um 18:59

    Die Magnatin, Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory, von Bettina Szrama Cover: Wie im Buch, eine Frau deren Kleider vom Blut voll sind. Inhalt: Ungarn 1594. Voller Hoffnung auf eine glänzende Zukunft, begibt sich die junge Adlige Susanna von Weißenburg an den Hof der ungarischen Gräfin Elisabeth. Fasziniert von der Pracht des ungarischen Hochadels folgt Susanna Elisabeths falschen Verlockungen. Doch was sie auf der Burg wirklich erwartet erweist sich als ein böser Albtraum. Auf sich selbst gestellt gerät sie in ein Netzt aus Intrigen und Verrat (nur ihre Zofe Katica erweist sich als unerwartet starke Hilfe). Trotz der seltsamen Vorgänge im Schloss, der nächtlichen Todesschreie und Elisabeths zwei Gesichtern, ignoriert Susanna alle Warnungen, bis sie schließlich der scheinbar grenzenlosen Macht der geistesgestörten Gräfin hilflos ausgeliefert ist. In dem Buch geht es um Elisabeth, die als berühmteste Serienmörderin der Geschichte, mit 650 Morden in das Guinnessbuch der Rekorde einging. Meine Meinung: Schon die Tatsache um die vielen Morde zeigt, dass es hier in diesem Buch sehr grausam zugeht. Wie die Autorin im Nachwort selber anmerkt: nichts für schwache Nerven. Was mich aber stört, und was ich nicht verstehe: Susanna wurde an so vielen Stellen gewarnt und ihr wurden Möglichkeiten aufgetan an denen sie hätte fliehen können (ob es so war sei dahingestellt) und sie hat diese nicht genützt, sie ist immer wieder zu Elisabeth zurück. Selbst als sie die vielen Grausamkeiten gesehen und am eigenen Leib erfahren hat. Will sich da nicht jeder Mensch selber in Sicherheit bringen? Ich konnte auf jedenfall nicht mit ihr leiden. Auch sind Intrigen, Verrat und Falschheit an der Tagesordnung. Jeder gegen Jeden, auch die „Bösen“ untereinander halten sich an keine Linie. Vielleicht resultieren daraus auch meine gefühlten Widersprüche in der Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig, die Charaktere sind gut gezeichnet, werden schön nach und nach eingeführt, also alle handwerklichen Dinge die für ein gutes Buch nötig sind, sind ganz klar vorhanden. Und doch hat mich das Buch mehr verwirrt und innerlich aufgeregt. Autorin: Bettina Szrama, geboren in Meißen, absolvierte 1991 ein Literaturstudium an der Schule des Schreibens in Hamburg. Danach schrieb sie für Regionalzeitungen und Tierzeitschriften. Sie schreibt außerdem Sachbücher und seit 1994 verstärkt belletristische Romane Mein Fazit: Ein wirklich grausames Buch um eine geistesgestörte Gräfin, und eine Adlige, deren Handlungsweise ich nicht nachvollziehen konnte. Auch wenn es in der damaligen Zeit (Krieg etc) und Gesellschaft begründet ist. Deshalb von mir 3,5 Sterne, die ich wegen meinem Bauchgefühl auf gute 3 Sterne abrunde.

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  • Leben und Leiden am Hof der Blutgräfin Elisabeth Bathory

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    samea

    samea

    26. July 2015 um 13:00

    "Ungarn 1594. Voller Hoffnung auf eine glänzende Zukunft, begibt sich die junge Adlige Susanna von Weißenburg an den Hof der ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory-Nádasdy. Doch was sie auf Burg Sárvár wirklich erwartet, erweist sich als ein böser Albtraum." Nachdem ich mich eingelesen hatte, gefiel mir der Schreibstil sehr gut. Die ausgearbeiteten und glaubwürdigen Charaktere haben mich begeistert. EIn großes Plus war für mich auch die historische Genauigkeit und Glaubwürdigkeit. Einige historisch erklärende Passagen, waren mir zu lang und vor allem zu sachbuchhaft geschrieben. Die Spannung ging hier gegen 0 und sie störten meiner Meinung nach etwas den Lesefluss. Ich hätte es besser gefunden, wenn sie als Gedanken einer handelnden Person verpackt gewesen wären. Z.B. Susanna wägt die Risiken einer Flucht ab... Bei dem Buch habe ich zwischen guten 4 und knappen 5 Sternen geschwankt und mich dann doch für 5 Sterne entschieden. Ausschlaggebend hierfür war die sehr gute Darstellung der historischen Epoche.

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  • Der LovelyBooks Lesesommer 2015

    Lesesommer
    Daniliesing

    Daniliesing

    Im letzten Jahr hat uns der Lesesommer mit euch so viel Spaß gemacht, dass wir auch 2015 passend zu den Sommerferien wieder durchstarten. Die sommerlichen Temperaturen sind schon da, deshalb wollen wir nun auch schnell mit unserem LovelyBooks Lesesommer beginnen. Ihr dürft euch dieses Mal wieder auf spannende Aufgaben & zusätzliche Specials freuen. Auf unserer Aktionsseite stellen wir euch außerdem tolle Lesetipps für den Sommer vor und ihr findet dort zusätzlich jede Woche eine Verlosung, bei der ihr weitere Punkte sammeln könnt. Selbstverständlich sind auch all jene herzlich willkommen, die im letzten Jahr noch nicht dabei waren. Erneut möchten wir mit euch 10 Wochen lang über fesselnde Sommerlektüre diskutieren, Fotos austauschen und neue Bücher entdecken. Wir werden euch im Laufe des Lesesommers verschiedene Aufgaben stellen, die ihr bis zum 13. September in beliebiger Reihenfolge bearbeiten könnt. Für jede Aufgabe könnt ihr Punkte sammeln - bei einigen Aufgaben gibt es auch Extra-Punkte zu ergattern. Zusätzlich zu diesen Aufgaben, gibt es jede Woche ein Verlosungsspecial, an dem ihr eine Woche lang teilnehmen und so weitere Punkte sammeln könnt. Schaut dazu am besten immer am Montag auf unserer Aktionsseite zum Lesesommer vorbei, wenn dort das neue Special vorgestellt wird. Bitte beachtet, dass ihr hier immer nur eine Woche lang - von Montag bis Sonntag - teilnehmen & so Punkte sammeln könnt! Wer bis zum Ende des Lesesommers am 13. September die meisten Punkte gesammelt hat, der gewinnt eine literarische Wochenendreise nach Lissabon (Anreise und 2x Übernachtung inkl. Frühstück). Außerdem gibt es für die Plätze 2-5 je ein schönes Buchpaket mit neuem Lesestoff. Zusätzlich verlosen wir unter allen Teilnehmern 5 weitere Buchpakete, egal wie viele Punkte man sammeln konnte. Wenn ihr teilnehmen möchtet, dann meldet euch gleich hier im Thema an und stellt euch gerne ein bisschen vor. Wer noch überlegt, ob er mitmachen möchte, der kann gern auch später noch einsteigen! Wenn ihr über Twitter, Instagram und/oder Facebook über den Lesesommer berichtet, darüber plaudert oder Fotos teilt, freuen wir uns, wenn ihr den Hashtag #LBlesesommer verwendet! Wir freuen uns auf viele sommerliche Buchtipps, sonnige Lesestunden - egal ob im Urlaub am Strand oder daheim auf dem Balkon - und natürlich aufs Lesen wundervoller Bücher! P.S.: Alle Blogger unter euch dürfen sehr gern die Grafik, die ihr hier oben im Thema findet, in ihrem Blog verwenden, falls ihr zur Aktion einen Blogbeitrag schreiben möchtet!

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    • 2823
  • Buchverlosung zu "Der Henker von Lemgo" von Bettina Szrama

    Der Henker von Lemgo
    bettina_szrama

    bettina_szrama

    Vielleicht Interesse an einer Buchverlosung? Für alle Interessierten historischer Literatur. Ich suche dringend  Erst-Leser für meinen im Mai erscheinenden historischen Thriller, "Die Magnatin" mein Leben am Hof der ungarischen Blutgräfin Elisabeth Bathory". Gern für eine Rezension. Die Geschichte ist noch ein Rohdiamant. Sie wird vom Verlag lektoriert. Es geht also nur um die Geschichte. Bei Erscheinen gibt es ein Buch gratis. Gleichzeitig verlose ich vier meiner bekanntesten Bücher. Ich verlose einmal "Der Henker von Lemgo", "Die Giftmischerin" "Die Hure und der Meisterdieb" und "Das Mirakel von Köln". Für alle, die diese Bücher noch nicht gelesen haben, vielleicht ein willkommender Anlass, sich mal mit einer, noch ungeschliffenen Geschichte, zu beschäftigen. Die Frage bezieht sich auf den Inhalt der "Magnatin"   Diese Frage ist sehr leicht und bereits aus der Inhaltsangabe zu entnehmen. Wer ist der Vater von Susannas Tochter Helena Bathory? Dies nun die entscheidende Zusatzfrage: Wer ist der wahre Mörder von Elisabeths Bruder Istvan/Stefan? Für die zweite Frage sollte das MS gelesen werden! Danach entscheidet am 01. März der Lostopf, sollten sich für ein Buch zu viele Leser bewerben. Ich verkürze die Zeit um weitere Missverständnisse zu vermeiden. Ist die Leserunde früher beendet auch in Ordnung. Dann verlose ich eher. Es müssen dann aber alle beendet und eine Rezi geschrieben haben. Viel Spaß! Autor: Bettina Szrama

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    • 50
  • Die Magnatin

    Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory
    nirak03

    nirak03

    02. April 2015 um 21:36

    1594 Ungarn: Susanna von Weißenburg, eine junge Adlige, bekommt die Chance am Hof der ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory-Nádasdy zu leben und dort eine Erziehung zu genießen. Sie hofft, dadurch irgendwann einen Ehemann zu finden und das Leben im Kreis des Hochadels Ungarn erleben zu können. Aber es kommt alles ganz anders. Merkwürdige Dinge gehen auf der Burg von Savar vor. Elisabeth geht nicht eben sanft mit denen ihr anvertrauten Mädchen um. Gerüchte machen schnell die Runde, es heißt die Gräfin würde ihre Mägde quälen und töten. Was erwartet Susanna? Bettina Szrama lässt ihre Protagonistin Susanna ihre Geschichte selbst erzählen. Dem ein oder anderen Leser mag dies vielleicht ein bisschen zu viel sein denn die Lebensgeschichte der Gräfin Elisabeth Báthory ist keine einfache Geschichte. Diese Frau ist als Massenmörderin in die Geschichte eingegangen und so erzählt die Autorin hier auch von den Gräueltaten dieser Gräfin. Susanna ist eine Überlebende aus dem Umfeld der Gräfin und was ihr alles Widerfahren ist erzählt sie nun ganz genau. Durch die Ich-Perspektive bekommt der Leser die Geschehnisse so mit wie Susanna sie selbst erlebt hat, dieser Erzählstil fordert dem Leser schon einiges ab. Es ist keine einfache Geschichte, die hier vorliegt und so ist dieses Buch vielleicht nicht unbedingt ein Wohlfühlbuch, dafür aber sehr interessant geschrieben. Einzelne Charaktere wie eben Susanna und auch die Gräfin sind gut ausgearbeitet worden und wirken lebendig und echt. Wobei man sich sicherlich fragt, warum ein so junges Mädchen wie Susanna es so lange bei der Gräfin ausgehalten hat, aber auf der anderen Seite hatten die Mädchen ja kaum eine Chance ihrem Schicksal zu entfliehen. Die Gräfin war eine mächtige Frau und genau dies kommt deutlich zur Sprache und erklärt auch ein bisschen das Verhalten von Susanna. „Die Magnatin“ ist ein historischer Roman über eine Massenmörderin aus Adelskreisen. Die Gräfin Elisabeth Bathory-Nadasdy ist historisch belegt, ob sie wirklich so gehandelt hat wie hier beschrieben lässt sich wohl nicht mehr nachvollziehen, aber so wie es hier geschildert wird könnte es durchaus gewesen sein. Die Geschichte von Susanna ist glaubwürdig erzählt wenn auch nicht einfach zu lesen, dafür macht sie aber neugierig auf diese Epoche und vor allem auf die Menschen dieser Zeit.

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