Bettina Tietjen Unter Tränen gelacht

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Inhaltsangabe zu „Unter Tränen gelacht“ von Bettina Tietjen

In diesem sehr persönlichen Hörbuch erzählt Bettina Tietjen von der Demenzerkrankung ihres Vaters, vom ersten »Tüdeln« bis zur totalen Orientierungslosigkeit. Sie beschreibt die Achterbahn ihrer Gefühle: den Schmerz, einen geliebten Menschen zu verlieren, aber auch das Glück, ihm in der letzten Lebensphase noch einmal ganz nahe zu sein – und nicht zuletzt die vielen komischen Momente, in denen sie trotz allem herzhaft zusammen lachen konnten. Denn Bettina Tietjen ist überzeugt:Demenz macht oft traurig und verzweifelt, aber sie kann auch Denkanstoß und Kraftquell sein.

Ergreifend, traurig und acuh lustig!

— hannelore_bayer

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    Unter Tränen gelacht

    hannelore_bayer

    28. February 2017 um 14:52

    Ich war gespannt auf dieses Hörbuch, da ich Jahre zuvor auch schon Demenz in der eigenen Familie erleben konnte. Frau Tietjen erzählt ohne zu beschönigen, die guten und die schlechten Erlebnisse mit ihrem zunehmend dementen Vater in seinen letzten zweieinhalb Jahren. Man mag Borchard Schniewind sofort. Er ist ein sehr netter gebildeter Mann, der als Architekt tätig war. Freundlich bleibt er bis zu letzt. Man kann noch richtig dazu lernen. Diese Gedichte, die er liebend gerne rezidiert, konnte ich auch mal. Ob ich das heute noch könnte? Es wwerden sehr schön die Anfangsschwierigkeiten erklärt, die man eigentlich noch gar nicht richtig wahr haben will. Auch das Problem ausländische Haushaltshilfe kommt vor. In Herrn Schniewinds Fall sind es zwei Lettinnen, deren "Deutsch" er übernimmt. "Ich nicht weiß" zieht sich durch die ganze Zeit und wirkt irgendwie drollig. Auch sonst ist er ein sehr lustiger Kerl geblieben. In Anlehung an seinen Beruf, sagt er gerne Reißbrett-Scheißbrett und grinst in sich hinein. Bald geht das aber auch nicht mehr mit den Lettinnen und Frau Tietjen und ihre Schwester sehen sich gezwungen, sich nach einem Seniorenheim umzuschauen. In Hamburg landet der Herr Schniewind schließlich in einem sehr netten Heim. Bettina besucht ihn jeden Tag und man erfährt so manches über Heime, gute und schlechte Pfleger. Im Heim geht es lustig zu, es wird viel gefeiert. Irgendwann dreht das Schicksal den Spieß um und es geht nicht mehr so gut. Bettina und ihr Vater machen eine Odysse durch die Krankenhäuser, da er immer wieder an Lungenentzündungen leidet. Eines Tages stehen sie vor der Frage nochmal Leben verlängern mit Antibiotika oder einfach nur ein Schmerzmittel. Alles in Allem ein sehr sehr beeindruckend wie Frau Tietjen ihre Schwierigkeiten und die der Familie beschreibt, vom ersten Schlag "Diagnose Demenz" bis zuletzt. Als Laie erfährt man einiges, was im Umgang mit Dementen besser vermieden wird oder auch, was immens wichtig ist. Man kriegt ansatzweise ein Gefühl für die Arbeitslast des Pflegepersonals.Gut fand ich auch, daß sich in Herrn Schniewinds Heim mit den Dementen immer beschäftigt wurde. Ich denke aber auch, daßein gutes Pflegeheim immer auch vom Geld abhängig ist. In jeder Hinsicht, ob es jetzt die Bezahlung des Personals angeht oder auch wie teuer die Pflegeplätze sind. Die wirklich guten können sich denke ich nur wenige Leute leisten. Das Gros muß froh sein, wenn es überhaupt unterkommt.

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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  • Sehr bewegend und authentisch

    Unter Tränen gelacht

    WinfriedStanzick

    28. March 2015 um 12:01

    Mit der rasanten Zunahme der Zahl der Demenzkranken in unserer Gesellschaft, steigt natürlich auch die Zahl der Angehörigen, die sich auf irgendeine Art und Weise mit dieser Form des verfrühten „Verschwindens“ der eigenen Mutter oder des Vaters auseinandersetzen müssen. Jedes Jahr kommen seit einiger Zeit mehrere Bücher auf den Markt, in denen mehr oder weniger bekannte Menschen ihre Erfahrungen niedergeschrieben haben. Nicht alle sind die so umstritten, wie das 2010 erschienene Buch von Tilmann Jens „Demenz. Abschied von meinem Vater“, das durchaus auch als eine Art „Abrechnung“ des Sohnes mit dem Vater gelesen werden konnte. Doch es brach vor fünf Jahren so etwas wie den Damm, ermutigte in der Folge nicht nur immer mehr Autoren, sich auch diesem Thema zu widmen, sondern brachte das Thema einem breiten Kreis von betroffenen Menschen nahe, die lernten nach der Lektüre solcher Erfahrungsberichte mutiger ihr eigenes Schicksal anzunehmen und eine Sprache dafür zu finden, auch im Gespräch mit anderen Menschen. Das vorliegende Buch der Fernsehmoderatorin Bettina Tietjen über ihre Beziehung zu ihrem demenzkranken Vater ist dazu in ganz besonderer Weise gut geeignet. Vom den ersten Aussetzern bis zur totalen Orientierungslosigkeit verfolgt sie  die Demenzerkrankung ihres Vaters Burchard Schniewind. Sehr persönlich und offen beschreibt sie ihre eigenen Gefühle. Ihren Schmerz, einen geliebten Menschen zu verlieren noch zu seinen Lebzeiten, aber auch das für nicht mehr für möglich gehaltene Glück, ihrem Vater in seiner letzten Lebensphase noch einmal so nahe zu sein, wie selten zuvor. Was das Buch auszeichnet, ist die Hervorhebung all jener komischen und  lustigen Momente, in denen Vater und Tochter trotz seiner Krankheit herzhaft miteinander lachen konnten. Deshalb, so sagt Bettina Tietjen, ist Demenz nicht nur zum Heulen. Sicher, sie war oft traurig und verzweifelt, doch die Auseinandersetzung mit ihr war ihr auch ein Denkanstoß und ein Kraftquell. Das Gleiche kann dem widerfahren, der dieses Buch liest, sei er nun selbst von der Demenz eines Angehörigen betroffen oder nicht. Bettina Tietjen sagt zu ihrer hier anzuzeigenden persönlichen Hörbucheinspielung: „Mir selbst mein eigenes Buch vorzulesen, war eine neue,  intensive Erfahrung für mich. Ich habe alles noch einmal durchlebt, musste aber gleichzeitig eine emotionale Distanz zum Text wahren. Keine leichte Gratwanderung!“ Und dennoch: sehr bewegend und authentisch.

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