Bettina Wilpert

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nichts, was uns passiert

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Erschienen am 06.02.2018

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Rezension zu "nichts, was uns passiert" von Bettina Wilpert

Die Wahrheit ist selten so oder so. Meistens ist sie so und so. (Geraldine Chaplin)
Xirxevor 2 Tagen

Juli 2014: Hannes feiert bei Jonas im Garten seinen Geburtstag. Es herrscht gute Stimmung, wie so häufig wird viel zu viel getrunken. So viel, dass Anna nicht mehr richtig gehen kann und von Hannes und dem ebenfalls sehr betrunkenen Jonas in dessen Bett getragen wird, um dort ihren Rausch auszuschlafen. Als sie aufwacht, registriert sie, immer noch betrunken, dass Jonas ihr die Hose auszieht und trotz ihres Protestes in sie eindringt. Anna schläft danach wieder ein, verschwindet am Morgen lautlos aus der Wohnung und erstattet zwei Monate später gegen Jonas Anzeige wegen Vergewaltigung.
Liest man Annas Geschichte aus ihrer Sicht, scheint die Sache klar zu sein. Doch so einfach macht es sich die Autorin nicht. Sie schiebt eine dritte, unbenannte Person zwischen die Lesenden und die jeweils erzählende Figur, die wie bei einer Reportage die Beteiligten befragt. Nicht nur Anna und Jonas, der eine völlig andere Erinnerung an diese Nacht hat, sondern auch Freunde und Freundinnen, Bekannte, Verwandte usw. Dadurch entwickelt sich aus dem scheinbar klaren Tatvorwurf der Vergewaltigung ein differenziertes Bild, das beim Lesen immer wieder aufs Neue die unterschiedlichsten Gefühle und Überlegungen entstehen lässt. Hier eine eindeutige Schuldzuweisung zu formulieren, gestaltet sich mit zunehmender Seitenzahl zusehends schwieriger.
Auch das Gesetz, das wohl mehr einem Schwarz-Weiß-Denken geschuldet ist (Vergewaltigung = Einsatz von Gewalt und einvernehmlicher Geschlechtsverkehr), kommt bei einem solchen Sachverhalt an seine Grenzen. Die große Grauzone, zu der auch der hier erzählte Vorfall gehört, bleibt davon ausgespart.
Eine einfache Lösung gibt es nicht, denn egal wie Gesetze formuliert werden, es steht Aussage gegen Aussage. Und das Grundproblem, dass Alkohol Schranken fallen lässt, von denen man vorher nicht einmal wusste, dass sie existieren, wäre damit immer noch nicht gelöst.
Ein sachliches, gut zu lesendes Buch, das sehr zum Nachdenken anregt.

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Rezension zu "nichts, was uns passiert" von Bettina Wilpert

Protokoll einer Vergewaltigung und ihrer Folgen
Buecherschmausvor 6 Tagen

Bettina Wilpert erzählt in ihrem Debütroman „Nichts, was uns passiert“ eine Geschichte, von deren enormer Brisanz in Zeiten der #MeToo-Debatte sie zum Zeitpunkt der Niederschrift nichts ahnen konnte. Sie greift ein Thema auf, das mehr als relevant ist, aber dennoch vergleichsweise selten in den Prosaarbeiten junger Autoren vorkommt: sexualisierte Gewalt und Vergewaltigung.
Dafür wählt sie einen sowohl exemplarischen als auch zumindest in der Literatur und unserem Denken eher außergewöhnlichen Fall. Wider besseres Wissen (80% der Vergewaltiger stammen aus dem sogenannten „sozialen Nahraum“ der Opfer) verbinden wir mit Vergewaltigung oft dunkle Straßen, Überfälle, körperliche Gewalt. Dass es in vielen Fällen ganz anders aussieht, das macht uns Bettina Wilpert mit ihrem Roman deutlich. Und dass es sich dennoch um eine Vergewaltigung handelt.
Anna und Jonas begegnen sich das erste Mal auf der Party eines gemeinsamen Bekannten. Es ist der Sommer 2014, das Jahr der Fußballweltmeisterschaft, es wird kräftig und fröhlich gefeiert, Alkohol und Drogen sind im Spiel, herrliches Wetter, allgemeine Ausgelassenheit. Beide entstammen dem Leipziger Universitätsmilieu und sind ca. Ende Zwanzig, also keineswegs mehr völlig naiv und unerfahren. Anna hat soeben ihr Studium beendet und schwebt ein bisschen in der Luft, kellnert ab und zu. Jonas ist Dozent an der Uni. Liebe oder auch nur Verliebtheit ist nicht im Spiel, als sie das erste Mal zusammen im Bett landen, eher eine ungeheure Menge an Alkohol, den besonders Anna recht regelmäßig zu konsumieren scheint. Zumindest ist von zahlreichen Abstürzen in der jüngeren Vergangenheit die Rede. Beide fanden diese Nacht nicht berauschend und keiner hat Interesse an mehr. Besonders der eher sensible und zurückhaltende Jonas trauert einer kürzlich beendeten langjährigen Beziehung nach. Man trennt sich einvernehmlich am Morgen.
Doch Leipzig ist nicht so groß, als dass man sich nicht früher oder später wieder über den Weg läuft, besonders, wenn man im selben Milieu verkehrt. Wieder eine Party, wieder Unmengen an Alkohol, wieder am Ende das Bett. Aber nun ist es anders. Anna will eigentlich nicht, behauptet auch, vehement „Nein“ gesagt zu haben, war aber völlig betrunken, konnte sich nicht wirklich wehren, ließ die Sache über sich ergehen. Jonas behauptet, dass es sich um einvernehmlichen Sex handelte.
Anna leidet, aber wochenlang passiert nichts. Nachträglich erfahren wir, dass sie zwischenzeitlich sogar per Telefon freundschaftlich-unverbindlichen Kontakt zu Jonas gesucht hat. Dann kommt es zu einer zufälligen Begegnung im Supermarkt und Anna wird klar: Das war eine Vergewaltigung und ich will das anzeigen.
In klarem, schnörkellosem und dennoch kunstvollem Protokollton lässt Bettina Wilpert sowohl Anna und Jonas als auch Freunde, Bekannte, Verwandte und Kollegen zu Wort kommen. In Gesprächen mit einem vollkommen zurückgenommenen, nicht näher charakterisierten Erzähl-Ich wird dabei deutlich, was der Vorfall nicht nur mit den beiden unmittelbar Beteiligten, sondern auch mit ihrer Umgebung macht. Jeder muss sich in irgendeiner Form dazu in Stellung bringen. Während manche Annas Aussage in Anbetracht der Umstände in Zweifel ziehen, vorverurteilen ebenso viele Jonas als brutalen Vergewaltiger. Annas Qual auf der Polizeiwache und ihre Scham gegenüber sich und der Außenwelt werden dabei genauso deutlich wie Jonas Verzweiflung, weil sich immer mehr Menschen von ihm zurückziehen, er sein Ehrenamt, für das er sich jahrelang engagiert hat verliert und auch seine Dozentenstelle nicht verlängert wird.
Doch was ist wirklich geschehen? Für den Roman ist das eigentlich eher zweitrangig. Auch wenn Wilpert keinen Zweifel daran lässt, dass es tatsächlich zu einer Vergewaltigung gekommen ist, gibt es so viele Umstände, die die Außenstehenden wie die Leserin zum differenzierten Nachdenken bringen können. So wenig die Erzählinstanz über das Geschilderte urteilt, so sehr fühlen wir uns gedrängt, eine Position einzunehmen. Und diese liegt gefühlsmäßig natürlich, gerade für eine Frau, beim Opfer.
Nun macht es uns Bettina Wilpert aber nicht gerade leicht. Jonas ist eben kein brutaler, sexistischer Prolet, sondern ein durchaus sympathischer, sensibler Intellektueller. Ihm gegenüber steht eine launische, ihr Leben alles andere als im Griff habende, oft genug hemmungslos alkoholisierte Anna. Dazu kommen die Umstände. Partystimmung, fast bis zur Bewusstlosigkeit betrunken, einvernehmlich mit aufs Zimmer gekommen, kein Schreien, kein Rufen, kein massives Wehren, die danach zusammen verbrachte Nacht, monatelang keine Reaktion (außer ein paar SMS) – und dann die Anzeige. Es war dennoch eine Vergewaltigung. Und Nein heißt Nein! Wer würde da nicht zustimmen? Und dennoch… Und schon hat die Autorin die Leserin erwischt. Das ist enorm raffiniert und differenziert gemacht. Und schon allein dafür gebührt der Autorin alles Lob.
Nun macht es uns Bettina Wilpert aber nicht gerade leicht. Jonas ist eben kein brutaler, sexistischer Prolet, sondern ein durchaus sympathischer, sensibler und sozial engagierter Intellektueller. Ihm gegenüber steht eine launische, ihr Leben alles andere als im Griff habende, oft genug hemmungslos alkoholisierte Anna. Dazu kommen die Umstände. Partystimmung, beide fast bis zur Bewusstlosigkeit betrunken, einvernehmlich auf Jonas Zimmer, kein Schreien, kein Rufen, kein massives Wehren, die danach zusammen verbrachte Nacht, monatelang keine Reaktion (außer ein paar SMS) – und dann die Anzeige. Es war dennoch eine Vergewaltigung. Und Nein heißt Nein! Wer würde da nicht zustimmen? Und dennoch… Und schon hat die Autorin die Leserin erwischt.
Das ist enorm raffiniert und differenziert gemacht. Und schon allein dafür gebührt der Autorin alles Lob.
Wie wichtig ein dialektisches Nachdenken über dieses Thema von Nöten ist, verdeutlichen nicht nur die aktuell geschilderten Fälle in der #MeToo-Debatte. Besonders der Fall der Gina-Lisa Lohfink hat Bettina Wilpert nach eigenen Angaben beschäftigt. Auch wir werden immer wieder nach unserer Position befragt. Und die ist in der Bevölkerung leider gar nicht so eindeutig, wie man das glauben möchte. Weltweit nicht, natürlich, aber auch nicht in der EU oder auch nur deutschlandweit. Anlässlich des Aktionstages „Nein zu Gewalt an Frauen“ in 2016 gaben 27% der 27.818 befragten EU-Bürger an, dass „Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung“ in manchen Situationen gerechtfertigt sei (6% der Schweden, 55% der Rumänen, immerhin 27% der Deutschen). Genannte Situationen sind dann auch, „wenn die Frau unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gestanden hat“, „wenn die Frau freiwillig zu jemandem nach Hause mitgegangen ist“, „wenn die Frau nicht deutlich genug „Nein“ gesagt hat“ oder sogar, „wenn sie sich zu freizügig gekleidet oder geflirtet hätte.“ (Quelle: die Welt v. 28.11.2016) Mag sein, dass sich da in den letzten zwei Jahren angesichts der Debatte etwas geändert hat, erschreckend sind die Ergebnisse dennoch. Das macht ein Buch wie "Nichts, was uns passieren kann" so wichtig. Aber es zeigt auch, wie schwer die Beurteilung einer solchen Tat durch den Umkreis der Beteiligten fällt und wie weitreichend die Folgen für Täter und Opfer sind. Das macht Bettina Wilpert in ihrem beeindruckenden, detailreichen, kunstvoll uneitlen und enorm relevanten Roman deutlich.
Bettina Wilpert erhielt für ihren Roman im Oktober 2018 den Aspekte Literaturpreis, gewann den Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen und landete auf der Hotlist 2018. Unlängst wurde ihr auch der Bloggerpreis für Literatur – Das Debüt 2018, in dessen Jury ich teilnehmen durfte, zugesprochen.

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Rezension zu "nichts, was uns passiert" von Bettina Wilpert

Nicht nur aktuell, sondern auch richtig gut
AnnBeevor 2 Monaten

„Geschmacklos und anstößig“ – so charakterisiert ein juristisches Schreiben das Geschehen in der fraglichen Nacht. Anna hat Jonas wegen einer Vergewaltigung angezeigt; Jonas ist sich keiner Schuld bewusst. Sie waren nach einer Party beide sturzbetrunken, ihre Erinnerungen und Wahrnehmungen decken sich nicht. Wilpert erzählt die Geschichte als eine Art Reportage, in der alle Stimmen gehört werden sollen. Dabei macht die Autorin es sich nicht leicht, und nie wird sie belehrend. Sie schildert, wie beide leiden, verzichtet auf Schwarzweißmalerei: weder ist Anna immer nur die Gute, noch ist Jonas ein psychopathischer Sadist.
Was passiert ist, entspricht nicht dem typischen Bild einer Vergewaltigung durch den bösen Mann in einem dunklen Park – und ist doch in der Realität sehr viel typischer: ein Überlaufen des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis. Das wiederum findet in einem gesellschaftlichen Kontext statt, indem es immer noch häufig das Opfer ist, das sich schämt, schweigt, schuldig fühlt. Immerhin: 2016 wurde der §177 des SGBs geändert und bestraft nun auch sexuelle Handlungen an Personen, die beispielsweise in ihrer Willensbildung oder -äußerung eingeschränkt sind.
Der Roman spielt 2014/15, und die Autorin lotet die hier fragliche Grenze zwischen Sex und Vergewaltigung scharfsinnig aus, ohne vorschnell zu urteilen. Eines wird dennoch klar: das Grundproblem einer Gesellschaft, in der die Menschen denken, es sei in Ordnung mit jemandem zu schlafen, der zu betrunken (oder was auch immer) ist, um sich noch klar zu äußern; jemanden unter Druck zu setzen oder zu „überreden“; die Signale des anderen nicht ernst zu nehmen. Nein heißt nein – das nicht zu akzeptieren, ist weit mehr als „geschmacklos und anstößig“.

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Gespräche aus der Community

Neu
Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

Ablauf der Debütautorenaktion:

Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
Wichtig:
Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


Wie kann man mitmachen?

Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

Informationen/Regelungen:

  • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
  • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
  • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
  • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
  • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
  • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
  • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
  • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
  • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
  • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

- Buchverlosung zu "Und wo ist dein Herz zuhause?" von Anne Kröber (Bewerbung bis 21. Dezember)
- Leserunde zu "Miep & Moppe" von Stine Oliver (Bewerbung bis 26. Dezember)

( HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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Für Autorinnen & Autoren:

Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.    
Letzter Beitrag von  Sofieevor einem Tag
Hallo, ihr Lieben, dann stelle ich mich jetzt auch einmal hier vor, weil ich die Chance natürlich nicht ungenutzt lassen möchte, ein bisschen auf mich, aber vor allem auf mein Buch, aufmerksam zu machen :) Vielleicht erst einmal zu mir: Ich wurde am 13. Februar 2001 in Mülheim an der Ruhr geboren, bin mit meinen siebzehn (fast achtzehn) Jahren also noch sehr jung, doch das konnte mich nicht davon abhalten, mich neben der Schule auch dem Schreiben zu widmen. Angefangen zu schreiben habe ich eigentlich schon, seit ich schreiben kann, und Deutsch war in der Schule auch gleich in der ersten Klasse mein bestes Fach (und leider habe ich oft das Gefühl, dass Deutsch mein einzig gutes Fach ist, weil ich wirklich schlecht in der Schule bin). Ich weiß aber, dass das auch daran liegt, dass bei mir das Schreiben einfach oberste Priorität hat, und das ganz besonders seit zwei Jahren. Vor zwei Jahren begann ich nämlich mit meinem ersten Roman, den ich am unbewusst witzigen Datum, dem 22.11. 2018, beim Selfpublishing-Verlag tredition veröffentlichte. Ich sage immer, dass ein Künstler – und dazu zählen Autoren ohne Frage – einen Knacks haben muss, und ich habe wohl auf alle Fälle einen :D. Ich war schon immer ein sehr stiller Typ, der auch eher beobachtet, anstatt sich selbst zu beteiligen, und wenn ich zu einem Kindergeburtstag eingeladen wurde, habe ich praktisch gehofft krank zu werden, um nicht hingehen zu müssen. Ich bin bis heute ein Einzelgängertyp und habe eine Zeit lang auch wirklich darunter gelitten, doch mittlerweile stehe ich dazu: denn mein erster Roman war in gewisser Hinsicht wie eine Therapie für mich. "Lonely – nicht einmal sie hält es aus, einsam zu sein", heißt mein ganzer Stolz. Lonely, so wird die fünfzehnjährige Aylin Rahde genannt, mit der bisher jeder Leser, der mich kennt, mich selbst identifiziert hat, und das nicht zu unrecht, denn Aylin ist ebenfalls ein stiller Einzelgängertyp mit allerlei Knacksen. Ihre einzige Bezugsperson ist ihr Großvater, die Eishockeytorhüter-Legende Michael Rahde (hier endet übrigens meine Deckungsgleichheit mit Aylin) und Aylin selbst spielt auch leidenschaftlich Eishockey – doch dann stirbt Michael und Aylins Welt bricht zusammen. Sie zieht sich immer mehr zurück und spielt auch kein Eishockey mehr. Doch mit unverhoffter Hilfe von überraschenden Personen scheint sie die Freude am Leben vielleicht doch wiederbekommen und am Tod ihres Großvaters wachsen zu können … Ihr merkt schon selbst, dass das kein leichtes Thema ist, und ich habe in den knapp zwei Monaten, in denen das Buch jetzt veröffentlicht ist, bereits gemerkt und bin mit meinem Vater, der auch gleichzeitig mein unglaublicher Lektor ist :) darüber einig geworden, dass das "Jugendbuch"/ Drama, als das ist es betitelt und vorgestellt hatte, auch und vielleicht auch gerade für Erwachsene geeignet ist, denn eines möchte ich euch nicht vorenthalten: das ist kein Buch, das man entspannt einfach mal so eben runterlesen kann. Man muss schon darüber nachdenken und vielleicht auch mit einem etwas analytischen Auge daran gehen. Versteht mich nicht falsch, auch von Jugendlichen habe ich schon sehr gutes Feedback erhalten, aber man muss sich eben darüber im Klaren sein, dass das nicht unbedingt belanglose Entspannungslektüre ist. Ich möchte um Himmels Willen damit jetzt keine übersteigerten Erwartungen wecken, ich möchte lediglich falsche Erwartungen vermeiden. Ihr könnt jetzt auch mit gerunzelter Stirn oder einem verächtlichen Schmunzeln vorm Computer sitzen, was eine Siebzehnjährige da von sich gibt – vielleicht seid ihr aber neugierig geworden und möchtet euch ein eigenes Bild machen. Das hoffe ich persönlich natürlich sehr :) Man selbst muss als Autor mit seinen Werk zufrieden sein und ich denke, dass man gerade als noch unbekannter, neuer Autor auch in erster Linie für sich selbst schreibt. Und glaubt es mir oder nicht: ich habe "Lonely" genauso geschrieben, wie es letztendlich geworden ist, weil mir bei vielen Büchern der Einblick in die Psyche fehlt und die Möglichkeit, sich selbst beim Lesen besser kennenzulernen und noch im Nachhinein an Themen zu knabbern. Vielleicht geht es dem ein oder anderen ja ebenso, und genau für euch habe ich mein erstes Buch dann probiert – ob es mir gelungen ist, müsst ihr mir hinterher sagen :) Hier ist einmal ein Link zu einer Leseprobe, falls ihr neugierig geworden seid: https://www.amazon.de/Lonely-nicht-einmal-h%C3%A4lt-einsam/dp/3748201222/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1547496655&sr=8-1#reader_3748201222 Ihr könnt das Buch dann unter "Lonely – nicht einmal sie hält es aus, einsam zu sein" von Sofie Schankat in allen bekannten Buchonlineshops wie Amazon, Thalia oder Mayersche bestellen. Und dann verlinke ich noch mal die Leserunde, die momentan läuft (die Bewerbungsfrist ist leider schon abgelaufen) https://www.lovelybooks.de/autor/Sofie-Schankat/Lonely-nicht-einmal-sie-h%C3%A4lt-es-aus-einsam-zu-sein-1887231224-w/leserunde/1945566039/ Ich würde mich sehr freuen, das Interesse des ein oder anderen geweckt zu haben und ich wünsche allen Autoren und denjenigen, die ebenfalls von diesem Ziel träumen, ganz viel Glück und Kraft. Wir teilen ein ganz besonders tolles und grenzenloses Hobby, dem jeder vollkommen einzigartig nachgehen kann – um andere Menschen dadurch zu erreichen. Das ist das Großartige an Kunst :) Eure Sofie
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