Bettina Wulff Jenseits des Protokolls

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Inhaltsangabe zu „Jenseits des Protokolls“ von Bettina Wulff

Sie war 598 Tage die bisher jüngste First Lady der Bundesrepublik Deutschland. Mit dem Beginn der Amtszeit ihres Mannes begann für sie als Frau von Christian Wulff ein völlig neues Leben. An der Seite ihres Mannes repräsentierte sie Deutschland im In- und Ausland und engagierte sich ehrenamtlich vor allem für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Dem Rücktritt des Bundespräsidenten im Februar 2012 gingen Vorwürfe in den Medien zum Einfamilienhaus, zu Urlauben und zur Kleidung voraus. Darüber hinaus gab es Gerüchte zu einem angeblich bewegten Vorleben. Bettina Wulff erzählt, wie sie mit allen Anschuldigungen umgegangen ist und wie sie die schwierige Zeit erlebt hat. Sie schildert die durchwachten Nächte, die Zweifel, die Wut, die Hilflosigkeit, wenn man plötzlich von allen Seiten unter Beschuss steht, und das Ausmaß der Belastung, der eine Ehe und eine Familie in solch einer Zeit ausgesetzt ist. Bettina Wulff hat ein überaus offenes Buch geschrieben.

hab mir mehr drunter vorgestellt

— Chris80

Herzlich gelacht und kräftig genickt bei allen Rezensionen und Kommentaren hier....schon allein deswegen müsste das Buch eigentlich gelesen werden. Werde mein hart verdientes Geld aber ganz bestimmt nicht einer Frau Wulff in den Rachen werfen!!!!

— MellieS

Interessehalber habe ich es mir auch besorgt. Ist ja wie mit feuchtgebiete und co. Man will es eigentlich nicht. Liest es dann doch, um mitreden zu können...

— sabrinacremer

"Jenseits des Protokolls" oder doch vielleicht "Jenseits des guten Geschmacks"?

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Jenseits des Protokolls" von Bettina Wulff

    Jenseits des Protokolls

    Fanti2412

    18. November 2012 um 18:35

    Zum Inhalt: Bettina Wulff schreibt in diesem Buch (mit Unterstützung von Nicole Maibaum) ihre Geschichte auf. Sie beginnt mit früheren Beziehungen, dem Vater ihres älteren Sohnes, ihrem Beruf und dem Leben als alleinerziehende Mutter. Dann folgt die Zeit des Kennenlernens von Christian Wulff, die Hochzeit, die Geburt des gemeinsamen Sohnes und natürlich die Entscheidung ihres Mannes für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren. Der Umzug nach Berlin, das Leben dort als Ehefrau des Bundespräsidenten, der Rücktritt und die Zeit danach bilden den weiteren Teil des Buches. Meine Meinung: Ich gebe zu, ich hätte mir das Buch nicht gekauft. Ich hatte aber die Möglichkeit es auszuleihen und habe es daher gelesen. Das Buch ist aus der Sicht von Bettina Wulff in der Ich-Form geschrieben. Frau Wulff und Frau Maibaum erzählen die Geschichte in einem sehr lockeren und offenen Schreibstil, der das Lesen leicht macht. Ich fand es interessant zu erfahren, aus welcher Sicht Frau Wulff die Dinge beschreibt und wie sie sie erlebt hat. Die Beschreibung ihrer Erlebnisse liest sich auf jeden Fall authentisch und glaubwürdig. Das Kapitel über die Medien hat mich nachdenklich gemacht. Egal was jemand macht, ob es richtig oder falsch, gut oder schlecht ist, haben Journalisten das Recht zu urteilen? Nachbarn, Freunde, Bekannte, Geschäftsleute wurden von den Journalisten massiv belästigt, nur um vielleicht noch ein weiteres kleines Detail zu erfahren. Diese Menschen haben mit der eigentlichen Sache nichts zu tun, mussten aber darunter leiden. Ich maße mir hier nicht an, über das Ehepaar Wulff und die Dinge die passiert sind, zu urteilen. Das haben andere schon zur Genüge getan. Ob es Frau Wulff mehr genützt oder geschadet hat, dieses Buch zu veröffentlichen lasse ich auch mal dahin gestellt. Ich fand es interessant zu lesen und es mag sich bitte jeder eine eigene Meinung bilden. Fazit: 3 von 5 Sternen © fanti2412.blogspot.de

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  • Rezension zu "Jenseits des Protokolls" von Bettina Wulff

    Jenseits des Protokolls

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man vielleicht darüber lachen. Nachdem gerade ein paar Millimeter Gras über die "Affäre Wulff“ gewachsen war (die ja noch immer nicht abgeschlossen ist), eröffnet nun Frau Wulff mit ohrenbetäubendem Kanonendonner ein neues Schlachtfeld und präsentiert werbewirksam, mit Klagen gegen den Suchmaschinenriesen Google und Günther Jauch, ihr autobiographisches Buch. Cleverer Werbefeldzug – möchte man meinen. Ich befürchte allerdings, dass der Schuss nach hinten losgeht. Insofern tut mir Frau Wulff sogar ein kleines bisschen leid, denn womit sicher weder Verlag noch Autorin und Ghostwriterin gerechnet haben, ist der gequälte Aufschrei der einstigen Untertanen, die doch jetzt bitteschön bei den 100.000 Exemplaren zum Schnäppchenpreis kräftig zugreifen sollen. Mich wundert ja immer wieder, wie weit sich unsere Polit-Prominenz schon vom eigenen Volk abgesetzt hat. Sollte Frau Wulff tatsächlich die Anti-Wulff-Stimmung im Lande entgangen sein? Hat sie tatsächlich erwartet, dass man ihr dieses triviale "Werk“ buchstäblich aus den Händen reißt? Kollektives Fremdschämen ist angesagt, denn die Leseprobe (nur die kann und will ich bewerten) offenbart solche Sätze wie: "Ich habe bei Männern kein festes Beuteschema.“ "Ich bin nicht die Frau, die Öffentlichkeit sucht.“ "Ich möchte, dass die Menschen mich so sehen, wie ich bin: als eine ziemlich normale Frau und Mutter, die ihr Leben so leben möchte, wie sie es will, und nicht, wie andere es von ihr erwarten. Und die sich verantwortungsvoll für andere, vor allem eben auch für die eigenen Kinder, und für Themen einsetzt, die ihr wichtig sind. So einfach ist das eigentlich..." Nein – so einfach ist das ganz und gar nicht. Als Ehefrau eines, wenn auch inzwischen Ex, Bundespräsidenten oder auch Ex-Ministerpräsidenten, ist man keine ziemlich normale Frau mehr und wird es wahrscheinlich auch nicht mehr sein. Es gibt sehr, sehr viele Menschen, die sich verantwortungsvoll, sogar unentgeltlich, für andere einsetzen. Für die eigenen Kinder tut es wohl – davon gehe ich ganz stark aus - auch die überwiegende Mehrheit. Leider sind die Leidtragenden hier die Kinder. Apropos Kinder… Gleich beim allerersten Satz möchte man schon in hilfloser Verzweiflung in sein Taschentuch schluchzen. Ich zitiere: "Mama, habt ihr gelogen?“ und sofort befindet man sich in mitleidheischendem Gejammer. Mein Fazit : 1.) Ich empfehle die 18-seitige Leseprobe – danach weiß man, wohin der Hase hoppelt. 2.) Der triviale Beginn macht keinen Appetit auf weitere 200 Seiten, wirklich nicht. 3.) Ein Buch, das der Gattin eines Ex-Bundespräsidenten nicht würdig ist und das den Kauf nicht lohnt.

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  • Rezension zu "Jenseits des Protokolls" von Bettina Wulff

    Jenseits des Protokolls

    sabrinacremer

    08. October 2012 um 20:20

    Hach Frau Wulff, Sie haben und hatten es schon nicht leicht. Ich seufze mal für Sie mit: seufz. Das muss man sich mal vorstellen: der Panikraum, den das LKA Ihnen in Großburgwedel in Ihr Haus eingebaut hat, hat keinen Handyempfang. Nein! Und tatsächlich mussten Sie die Putzfrau, die in Berlin Ihre Privaträume geputzt hat, selber bezahlen. Oh mein Gott - wir können wir Steuerzahler so etwas nur zulassen??? Und als Ihr Christian schon in Berlin war, lebten Sie noch eine zeitlang mit den Kindern in Großburgwedel. Und was war? Sie mussten alles alleine machen: Kinder zur Kita bringen, zur Arbeit gehen, Kinder wieder abholen, dann auch noch den Haushalt schmeißen. NEIN! Das war schon ein hartes Los für Sie! Dass es Millionen anderen Frauen in Deutschland auch so geht, verschweigen wir mal... Dass Millionen andere nicht mindestens 3500 Euro netto im Monat zur Verfügung hatten, auch das klammern wir aus... Dass Millionen andere Frauen sich nicht auf einen Kaffee mit Michelle Obama treffen, auf Alberts & Charlines Hochzeit tanzen, oder mit türkischen Ministern befreundet sind, auch darüber verlieren wir kein Wort. Nein, wir leiden mit Ihnen! Wie schwer Sie es doch hatten, da Sie ja "all die Jahre" immer nur zurückstecken mussten; damit Ihr Mann Karriere machen konnte; dass Sie angeblich nicht mehr als "die Frau von" waren. Natürlich glauben wir Ihnen, dass all die Privilegien, das Geld, der Ruhm, usw Sie nicht im Mindestens interessiert haben - nein, auf keinen Fall! Sie sind wirklich zu bemitleiden - und leider muss ich sagen, dass Sie Ihren Job als PR-Beraterin wohl auch verfehlt haben. Das ist zumindest der Eindruck, den ich nach Lesen Ihres Buches habe. Obwohl... es hat mich köstlich unterhalten! Ich musste tatsächlich ein paar Mal lachen. Dafür sollte ich Ihnen 5 Sterne geben! Ach, es ist gar keine Kömodie? Hmpf... mein Fehler. Reicht daher wohl nur für 1 Stern. bookwives.wordpress.com

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  • Rezension zu "Jenseits des Protokolls" von Bettina Wulff

    Jenseits des Protokolls

    alexandra_amber

    Von dem Fischer und seiner Frau Das wohl überflüssigste Buch des Jahres ... die angebliche PR-Expertin (immerhin hat sie wohl Medienmanagement studiert - nun ja, der Schuster und seine Leisten ...) demontiert sich hier mit jedem Kapitel selbst. Eine einzige Jammerei über ihr "hartes" Leben, gekrönt von Sätzen wie diesen hier: "Ich bin keine der Frauen mit einem überquellenden Schuhschrank. Ich denke, ich besitze so an die 40 Paar." (Ach sooo - na gut, in einem begehbaren Kleiderschrank verschwinden die ja förmlich, da kann man wirklich nicht von Überquellen sprechen) "Nach Abzug von Steuer und Unterhaltsverpflichtungen blieben uns noch 3500 Euro zum Leben." (Mir kamen die Tränen!) "und weil man selbst auch nicht mehr wichtig ist. Denn natürlich streichen eine Michelle Obama oder eine Prinzessin Maxima mich von ihrer Liste der vermeintlich bedeutenden Frauen." (Ach was? Das ist wohl das größte Problem, plötzlich nicht mehr wichtig zu sein ... klingt jedenfalls im ganzen Buch so) "Gerne hätte ich an dem einen oder anderen Morgen zu Christian gesagt: "Du, ich bleibe noch mal 20 Minuten länger im Bett", und dies nicht aus Müdigkeit, sondern aus dem Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein." (Gottchen, das sage ich meinem Mann und meinem Kind jeden Morgen, wenn ich dieses Bedürfnis habe. Was interessiert es mich denn, dass die eine zur Schule und der andere ins Büro muss? Ich hab schließlich auch Bedürfnisse morgens! Puh, wie gut, dass ich nicht Frau des Bundespräsidenten bin, wenn die sich das nicht mal erlauben kann ...) "Mehrmals fragte ich mich, ob ich das falsche Studienfach gewählt hatte und nicht doch besser den Weg zur Pastorin hätte einschlagen sollen." (mein Rat: ja, Frau Wulff, das haben Sie! PR ist wirklich nicht Ihr Ding. Und unter Pastoren - da kennt man sich. Die lassen auch gerne mal Fünfe gerade sein, wenn es um Mein und Dein geht. Oder um das Ausschöpfen von gewissen Begünstigungen. Passt schon!) "Es ist alles ein großes Spiel, bei dem es nur ein ZIel gibt: Auflage zu machen! Und plötzlich Teil dieses Spiels zu sein, ein Spielball der gesamten Medien, das war für mich schon merkwürdig und hat mich von Beginn an überrumpelt." (Ich erwähne es noch mal - die Frau hat Medienmanagement studiert! Der Ruf deutscher Universitäten ist wirklich nicht so schlecht, wie es offenbar in Wahrheit darum bestellt ist) "Mich beschlich das Gefühl, dass dies alles eine mächtige Inszenierung ist. Zugegeben perfekt. Dass so eine Fassade mit zum Spiel gehört, wusste ich damals noch nicht." (siehe Kommentar oben) "Mir ist die Lust auf Urlaub vergangen. Ich kann kaum noch irgendwo hinfahren und mich entspannen. Immer und überall muss ich befürchten, dass man mir hinterherspioniert und Fragen stellt." (ich kann Sie beruhigen: jetzt können Sie hinfahren, wo Sie wollen, weil sich niemand mehr für Sie interessiert) Mein persönliches Highlight: "Trotzdem steht für mich fest, dass ich auf keinen Fall mehr derart zum Medienereignis werden möchte." (Na, dann ist die Taktik, ein persönliches Buch zu veröffentlichen mit angetrommeltem Medienzirkus ja genau der richtige Schritt an den kopf fass) Mein Fazit: ein Desaster für eine vermeintliche PR-Expertin. Ein Hilfeschrei wie ein Selbstmordversuch, und zumindest ein medialer Selbstmord ist der "Autorin" hier auch vorzuwerfen. Es gibt keinerlei Einsicht, keine tieferen Erkenntnisse, nicht einmal das Thema der Emanzipation, das hier ja einigen Zunder bereitet hätte, wird ausgeleuchtet. Dabei hätte sie als jüngste "First lady" Deutschlands doch die Möglichkeit gehabt, das verstaubte Amt umzukrempeln und zu ändern. Hat sie aber nicht - stattdessen klagt sie darüber, dass sie ihr Leben so versaut hat, wie sie es versaut hat. Und zwar ganz selbstständig. Obwohl natürlich nur die anderen Schuld sind an ihrer Misere (ihr Mann, die Medien, die Kanzlerin, die Journalisten, die ganze Gesellschaft, noch mal die Medien ... ). Seltsamerweise musste ich während der Lektüre ständig an das schöne Märchen vom Fischer und seiner Frau denken. Meine Frau, die Ilsebill, die will nicht so wie ich wohl will ... ich bin fast geneigt, Mitleid mit ihrem Mann zu empfinden. Aber so wie sie die Ehe darstellt, wird er demnächst von seinem großzügigen Ehrensold wohl noch weitere Unterhaltsverpflichtungen leisten müssen und erspart uns Deutschen damit immerhin weitere Ergüsse aus der Feder seiner Frau. Das sollte uns das Geld wert sein! Ich wünsche Frau Wulff sehr viel Glück bei ihrer zukünftigen Tätigkeit als selbstständige PR-Beraterin (!). Vor allem aber werden ihre potenziellen Kunden eine Menge Glück brauchen ...

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  • Rezension zu "Jenseits des Protokolls" von Bettina Wulff

    Jenseits des Protokolls

    halbkreis

    02. October 2012 um 13:11

    Schlicht und ergreifend ein völlig belangloses, überflüssiges Buch. "Warum" war die Frage, die mir beim Lesen ständig im Kopf herumgeisterte - "Warum gibt es dieses Buch?" Ich will hier überhaupt keine grundsätzliche Debatte um "die ganze Wulff"-Sache anfangen. Ich bin jeglicher Form vom stammtischhafter Sozialneiddebatte total überdrüssig, deswegen ist es mir auch total egal, wieviel die Wulffs denn nun genau verdient haben, künftig verdienen sollen, und ob das irgendwie gerecht/ungerecht oder sonstwas ist. Darum geht es nicht. Es geht hier um ein Buch, dessen Aussage... das keine Aussage hat. Warum? Frau Wulff will sich rechtfertigen. Oder nicht? Ganz sicher will sie sich nicht entschuldigen, denn Fehler haben sie oder ihr Mann ja nicht gemacht. Und wenn doch, dann waren es halt irgendwie widrigen Umstände, die sie in diese Notlage gezwungen haben. Einsicht? Fehlanzeige. Warum auch? Schuld sind sowieso die anderen. Immer und überall. Frau Wulff wirft zwar nicht mit Dreck, überhaupt ist der Schreibstil an sich nicht so unangenehm wie erwartet. Einfach, aber nicht unterirdisch (bis auf die seltsam anmutenden drei Punkte am Ende eines jeden Kapitels). Bisschen geschrieben wie ein Jugendbuch. Jedenfalls hat Frau Wulff es einfach immer schwer gehabt. Das wird immer, immer, immer wieder betont. Alle waren gemein. Sicher haben Sie und ihr Mann einiges durchgestanden, Momente, die man selbst nicht erleben will. Aber diese ständige Wiederholung von fast schon jammervollen Klageliedern über sehr, sehr viele Nichtigkeiten ist einfach anstrengend und hat sehr, sehr hohes Fremdschämpotenzial. Dieses Selbstmitleid weil... ja, weil was? Frau Wulff hatte es einfach nur schwer, musste von Termin zu Termin hetzen, hier PR-Termin mit Michelle Obama, dort Wein, Käse und Cracker mit der Kanzlerin, ach ne, Angela halt. Das Leben ist hart. Nun denn. Man kann es nicht verstehen oder nachvollziehen, und Frau Wulff schafft es auch nicht, das Ganze nachvollziehbar zu beschreiben. Mein größtes Problem mit dem Buch: Frau Wulff zeichnet ein absolut unsympathisches Bild von sich selbst. Warum? Mehrere Beispiele. Seien es diverse Angestellte (Kindermädchen, Assistentin im Bundespräsidialamt), denen sie kurz nach Amtsantritt kündigt, weil es nicht passt - kann das wirklich immer an den Angestellten liegen oder an dem (in einem sehr seltenen Moment der scheinbar ehrlichen Selbstreflexion) leicht herrischen Ton, den sie selbst oft zu Hause an den Tag legt? Nächstes Beispiel: Die Art, wie sich selbst beschreibt, z.B. als Freundin. Sie weiß wohl, es klingt etwas komisch, so über sich zu reden - sie tut es aber trotzdem (Warum?) - sie findet, sie ist eine echt tolle Freundin. Das Ganze natürlich mehrfach erwähnen. Aha. Glückwunsch. Fremdschäm. Oder ihr Verhältnis zu ihrem Mann - hier stößt mein Verständnis an seine Grenzen. Warum? Sie erzählt viel davon, wie sie als Team aufgetreten sind. Wie sie als Team funktionieren. Doch als die Vorwürfe gegen Christian Wulff immer lauter werden, fällt ihr plötzlich ein, dass sie viel lieber als separate Persönlichkeit wahrgenommen werden will. Das sei auch der Grund, warum sie bei seiner Rücktrittserklärung absichtlich auf Distanz zu ihm gegangen ist. Warum? Weil sie in diesem Moment der Welt zeigen wollte, dass sie ein selbstständiges Individuum ist. W.T.F.??? Sorry, aber wäre das nicht gerade DER Moment, in dem ich meinen Partner den Rücken stärke? Für mich klingt das alles eher nach einem langsam vorbereiteten Abgang. Und damit meine ich nicht den Abgang von der politischen Bühne. Ziemlich unverständlich, unlogisch und unsympathisch. Hinzu kommt, dass ich Frau Wulff vieles schlicht und ergreifend nicht abnehme. Sie kann nicht so naiv sein, wie sie tut. Warum? Sie ist kein Landmädel, das bis fünf Minuten, bevor sie Herrn Wulff begegnet ist, in einem geschlossenen Raum fernab jedweder medialen Realität aufgewachsen ist. Nein. Diese Frau ist studierte Medienwissenschaftlerin. Sie war Pressesprecherin eines weltweit operierenden Unternehmens. Sie hat ihr Leben in Hannover und Umgebung verbracht, weiß also, wie der Hase läuft, weshalb ich ihr Naivität in Hinsicht auf gewisse mediale Resonanzen vor Ort nicht abnehmen kann. Denn der niedersächsische Ministerpräsident ist nun mal in Niedersachsen, speziell in der Landeshauptstadt, der wichtigste Mann. Und wenn dieser - besonders medienaffine (BundesvisionSongcontest etc.) - MP mit Schiegermutterimage nur wenige Tage nach der offiziellen Trennung von seiner Ehefrau mit seiner Neuen in die Öffentlichkeit geht - beim Public Viewing WM 2006, no less (!!!) - dann wundert sich Frau Wulff, damals Körner, Fachfrau in Sachen Medien und PR, dass die Journalisten in Hannover ihr nachstellen? Oh please. Never. Sorry. Kann ich nicht nachvollziehen, diese "Naivität". Und das ist der Punkt, an dem das Buch angefangen hat, von einer Belanglosigkeit zu einem Ärgernis zu werden. Genauso, wie es mich jetzt gerade ärgert, dass ich überhaupt so viel zu diesem belanglosen, überflüssigen Blablabla schreibe. Ich meine: Ein ganzes Kapitel über ein halbfertiges Tattoo. Noch Fragen? Außer "Warum???" P.S.: Okay, bisschen Erbsenzählerei, aber das Zitat "Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte" entspringt übrigens nicht dem "Volksmund", sondern wird dem Künstler Max Liebermann zugeschrieben, der es anlässlich der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 gesagt hat. Kann man vielleicht wissen als Ex-First Lady - Deutsche Geschichte 101 ;)

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  • Rezension zu "Jenseits des Protokolls" von Bettina Wulff

    Jenseits des Protokolls

    Penelope1

    19. September 2012 um 20:46

    Bettina Wulff’s Buch bzw. ihre Biographie beginnt mit der Widmung „Für meine Familie“ . Sie gibt Einblicke in ihr Leben vor und nach ihrer Beziehung zum Ministerpräsidenten von Niedersachsen bzw. dem späteren Bundespräsidenten Christian Wulf. Außerdem macht sie deutlich, worum es ihr mit ihrer Biographie geht: laut eigenen Aussagen will sie „das verankerte und auch von Medien geformte Urteil verändern oder besser gesagt ins rechte Licht rücken“. Ein weiteres Zitat: „Ich möchte, dass die Menschen mich so sehen, wie ich bin: als eine ziemlich normale Frau und Mutter, die ihr Leben so leben möchte, wie sie es will, und nicht, wie andere es von ihr erwarten. Und die sich verantwortungsvoll für andere, vor allem eben auch für die eigenen Kinder, und für Themen einsetzt, die ihr wichtig sind. So einfach ist das eigentlich …“ Zitatende. Aber leider ist es nicht ganz so einfach, auch wenn sie eindrucksvoll schildert, wie sehr sich ihr Leben verändert hat, nachdem ihr Mann zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Interessant fand ich, einige Einblicke in den Alltag einer „First Lady“ zu erhalten. Sie vermittelt dem Leser Eindrücke über ihren stressigen Alltag und die Schwierigkeit, die Pflichten von „First Lady, Mutter und Partnerin unter einen Hut zu bringen. Sicherlich iwar ihr Alltag stressig,keine Frage, und es war sicherlich nicht leicht, von heute auf morgen in die Rolle der "First Lady" gedrängt zu werden, allerdings konnten mich ihre Ansichten über Dinge wie persönliche Einschränkungen, Stress, finanz. Sorgen nicht wirklich dazu bringen, Mitleid mit ihr zu empfinden. Immerhin müssen es andere Frauen auch schaffen, Arbeitsalltag, Familie und Haushalt unter einen Hut zu bringen, und das mit weitaus weniger finanziellen Mitteln und Unterstützung. Einige ihrer ausgefallenen Wünsche und Ansprüche vermitteln einen verwöhnten und naiven Eindruck, und ich bin mir nicht sicher, ob sie sich in das Leben eines „Otto Normalverbrauchers“ hineinversetzen kann, der sehen muss, wie er mit weitaus weniger Geld über die Runden kommen muss. Gleichzeitig und scheinbar „nebenbei“ werden von ihr auch nach Auflösung drängende Themen angesprochen wie z.B. der Urlaub auf Sylt, die Finanzierung ihres Eigenheimes usw. Frau Wulff erklärt sie im Zusammenhang und tatsächlich dachte ich: so könnte es vielleicht gewesen sein - andere wichtige Themen hingegen kommen nicht zur Sprache… Ob man ihren Ausführungen Glauben schenkt oder nicht – das bleibt jedem Leser selbst überlassen. Der Widerspruch zwischen dem Wunsch nach mehr Privatsphäre und Ruhe und der Veröffentlichung einer äußerst privaten und persönlichen Biographie machen dieses Buch nicht gerade glaubwürdiger. Immerhin gehen mit Werbung und Vermarktung eine große Medienpräsenz und alles andere als Ruhe einher. Eine Biographie, die mich weder als Buch noch als Biographie überzeugt hat...

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  • Rezension zu "Jenseits des Protokolls" von Bettina Wulff

    Jenseits des Protokolls

    Ellynyn

    17. September 2012 um 19:36

    Die Wulffs sind wieder da! Obwohl das Buch von Bettina Wulff (das sie natürlich nicht selbst geschrieben hat) in den Medien schon seit Tagen ein großes Thema ist, hat es mich nicht sonderlich berührt. Wieso auch? Ich habe andere Sorgen und Interessen als die Frau des ehemaligen dt. Bundespräsidenten. Doch irgendwann wurde das Thema doch zu aufdringlich und eine großartige Rezi von Alexandra Amber machte mich neugierig. Also schnell das Buch ausgeborgt und gelesen. Also nicht, dass ich damit viel Zeit verbracht hätte. So dick ist das Buch nun auch wieder nicht. Und es hätte mich nicht verwundert, wenn das Meisterwerk nicht auch noch mit ein paar ansehnlichen Fotos bestückt gewesen wäre. War es aber nicht. Schade drum. Monologartig erzählt uns Frau Wulff oder auch Frau Maibaum die Leidensgeschichte einer Frau, die sich dummerweise in einen wunderbaren Mann verliebt hat, der leider im Licht der Öffentlichkeit steht. Als studierte PR-Frau hätte sie jedoch schon zu Beginn dieser Liason ahnen können was das bedeutet. Seitenweise wird der Leser gelangweilt, in dem man von den verflossenen Liebhabern und der Einrichtung sämtlicher Wohnungen erfährt. Ich bin mir sicher, dass sich Polizei und BKA tierisch drüber freuen, dass nun alle wissen wie das Wulff’sche Anwesen gesichert ist. Und ganz sicher sind ihre Freundinnen und Freunde begeistert von sich in dem Buch zu lesen und zu erfahren wer grad welche Probleme hat. Nun weiss die Leserschaft auch wie gähnend langweilig der Stil der Präsidentenvilla ist und wieviele Polizisten für die Sicherheit des Bundespräsidenten verantwortlich sind. Immer wieder wird man darauf hingewiesen wie schwer es Alleinerziehende haben. Und wie groß der Druck ist der Gesellschaft, der Öffentlichkeit, den Kindern und wem noch aller gerecht zu werden. Natürlich erfährt man auch von den großartigen Begegnungen mit Michelle Obama, dem Papst und der dt. Fußballnationalmannschaft. Weist aber auch gleichzeitig darauf hin, dass sich ernsthafte Freundschaften oder Kontakte nicht ergeben haben. Buhuhu. schluchz Es mag schon ein Körnchen Wahrheit dahinterstecken, dass der Wechsel nach Berlin hart und die Last sicher nicht leicht zu tragen war. ABER – man hätte sich auch schon vorher überlegen können, ob man dieses Leben auch wirklich will. Als Frau vom Ministerpräsidenten stand sie doch schon in der Öffentlichkeit. Wenn auch nicht so extrem wie später. Und dieses elende Geseier eine schlechte Mutter zu sein und zu wenig Zeit für ihre Kinder zu haben. Jahaaa doch. So geht es Tausenden anderen von Frauen auch. Und die haben aber keinen Mann, der die richtige Kohle heimbringt. Die müssen selbst gucken, dass sie über die Runden kommen und trotzdem nicht untergehen. Wie schon gesagt, ein paar nette Bilder wären nett gewesen. Nicht, dass es über den grauenvollen Schreibstil hinweg geholfen hätte. Das Buch ist sehr schlicht verfasst. Eine Aufzählung reicht sich an die nächste und es keimt der Verdacht, dass es sich hierbei um einen Aufsatz eines Mittelschülers handelt. gähn

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  • Rezension zu "Jenseits des Protokolls" von Bettina Wulff

    Jenseits des Protokolls

    FraeuleinVogelfrei

    16. September 2012 um 17:55

    Ihre angebliche schwere Zeit als First Lady muss nun auch schriftlich gefestigt werden. Beschwerden darüber das Medien sich zu sehr in ihre Leben eingemischt haben,dazu dann aber gleichzeigt so öffentlich und so privat zu werden. Warum dann ein Buch? Es liest sich wie der Epilog zur möglichen Scheidung. Alle öffentliche Aufritte abgesagt weil sie nicht so massiver Kritik gerechnet hat. Aber wenn man mit Feuer spielt dann muss auch damit rechnen sich zu verbrennen. Eine Frau die unbedingt in die Öffentlichkeit wollte,nach Berlin wollte,offen sich zur Schau gestellt hat versucht jetzt das ganze aus andere Perspektive zu vermarkten,um sich wieder weiter zu verkaufen um vllt auch sogar Mitleid zu bekommen? Das ganze passt einfach nicht zusammen.Es wirkt verlogen.Erst verbietet Sie den Medien über Sie zu schreiben,um daraus dann selbst ein Buch zu machen? Und ich frage mich was nach dem Buch noch kommt.Es hätte ja schon gereicht zu Markus Lanz zu gehen um mit den Gerüchten aufzuräumen. Nein.Es ging nur so. Eine seltsame Frau.Und eine noch seltsamere Geschichte.

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  • Rezension zu "Jenseits des Protokolls" von Bettina Wulff

    Jenseits des Protokolls

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. September 2012 um 05:20

    Es ist ein Buch. Deshalb einen Stern. Man kann sich nicht beschweren, dass Bettina Wulff mit diesem Buch nicht den Erwartungen entsprochen hätte. Ich war aber quasi gezwungen, es zu lesen. Es ist banal und leider lächerlich. Man kann Frau Wulff auch nachsagen, was man will: Vom Schreiben sollte man sie unbedingt fernhalten. Angesichts des Inhalts vielleicht von jeder Form der Veröffentlichung.

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