Bettina von Arnim

 4 Sterne bei 26 Bewertungen
Autorin von Die Günderode, Ein Lesebuch und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Bettina von Arnim

Herausgeber German Neundorfer, Dr. phil., studierte Literaturwissenschaften und Orientalistik. Er arbeitet als Lektor, Herausgeber und Autor in Freiburg im Breisgau.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Bettina von Arnim

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Cover des Buches Die Günderode (ISBN: B004UO5GK6)

Die Günderode

 (7)
Erschienen am 31.03.2011
Cover des Buches Aus meinem Leben (ISBN: 9783596901333)

Aus meinem Leben

 (1)
Erschienen am 02.12.2008
Cover des Buches Die Günderode (ISBN: 9783958017016)

Die Günderode

 (0)
Erschienen am 01.11.2017
Cover des Buches Die Günderode (ISBN: 9783958016996)

Die Günderode

 (0)
Erschienen am 01.10.2017

Neue Rezensionen zu Bettina von Arnim

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Rezension zu "Die Günderode" von Bettina von Arnim

Rezension zu "Die Günderode" von Bettina von Arnim
Heike110566vor 10 Jahren

Ich lese Bettina von Arnim (1785-1859) sehr gerne. Auch "Die Günderode" gehört zu den Texten, die ich mag. Aber es gibt einige kritische Punkte, speziell zu dieser Ausgabe, die man mitberücksichtigen muss.
Im Impressum steht, dass der Text nach der Fassung ist, die 1853 im Eigenverlag, also von Bettina von Arnim selbst, in "Sämtliche Schriften Band II, III" erschien. Nirgends im Buch gibt es Hinweise darauf, in welchem Umfang durch dir Herausgeberin in den Text und die Textgestaltung eingegriffen wurde. Geschweige denn, dass es für den Leser dieser Ausgabe nachvollziehbar wird, wo es geschah, es sei denn, er besorgt sich das Original und vergleicht selber. - Jedweder Apparat fehlt. --- Dass massiv in den Text eingegriffen wurde, ist offensichtlich, erkennbar daran, dass hier die heutige Rechtschreibung vorliegt. Wie aber Bettina von Arnim diesen Text schrieb, ist hier völlig ausgelöscht und auch nicht rekonstruierbar aus dem im Buch dem Leser mitgegebenen.
Desweiteren gibt es keinerlei Erläuterungen und Anmerkungen zum Text. - Da in dem Briefwechsel aber immer wieder andere Personen, Orte, Begebenheiten usw erwähnt werden, steht der Leser oftmals im Dunkeln. Der Text ist so nur unzureichend verstehbar für den Leser, außer: er steckt in der Materie Bettina von Arnim tiefer drin; weiß also um ihr Leben und ihre Situation. - Die sehr gut gestalte Zeittafel am Ende des Buches, ist kein Ersatz für den fehlenden Anemrkungsteil.

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Rezension zu "Meine Seele ist eine leidenschaftliche Tänzerin" von Bettina von Arnim

Rezension zu "Meine Seele ist eine leidenschaftliche Tänzerin" von Bettina von Arnim
Heike110566vor 10 Jahren

Das Buch ist Etikettenschwindel. Das Etikett, Titel und Verfasserangabe, suggeriert, dass dies ein Buch von Bettina von Arnim (1785-1859) sei. Dies stimmt aber so nicht. Das Buch stammt von dem Professor für Religionspädagogik Otto Betz (geb. 1927). Zwar greift er für dieses Buch auf Textausschnitte aus Briefen und Werken Bettina von Arnims zurück, schafft aber damit etwas völlig eigenes, was so, insgesamt gesehen, nicht Bettina von Arnim zuzuordnen ist.
Bettina von Arnim war zeitlebens eine sehr facettenreiche Frau. Auf ihr wirkten viele Einflüsse ein, die sie und ihr Denken prägten. Wurde sie in ihrer Jugend sehr von der Kirche, sie wurde in einer Klosterschule erzogen, und ihren Bruder Clemens geprägt, waren es daneben und später auch die Berichte von den Ereignissen in Frankreich, Begegnungen mit verschiedensten Persönlichkeiten, wie auch zB mit Karl Marx und dessen Frau Jenny, usw. Dieser Facettenreichtum kommt auch in ihren Werken zum Ausdruck. Die Palette reicht von romantischen Wahrnehmungen und Empfindungen bis hin zum sozialkritischen "Königsbuch" und dem "Armenbuch"..
In diesem Buch ist der Fokus aber verengt. Speziell gezoomt wird auf den christlichen Glauben in ihrem Weltbild. Die Zitate sind aus den verschiedensten Texten, die bei Bettina von Arnim oft sehr komplex und vielschichtig sind, einfach herausgerissen worden. Der Zusammenhang, in dem das Original steht, ist nicht ersichtlich mehr. Betz versieht jedes Zitat zudem mit einem Titel. Diese Titel sind aber im Grunde schon Interpretation des Zitats durch den Autor. Das jeweilige Zitat wäre durchaus aber auch anders deutbar. Es kommt auf den tatsächlichen Zusammenhang an, in dem Bettina es gebrauchte, um es auf ihre Person hin angemessen zu interpretieren. - Betz hat zwar ein Quellenverzeichnis beigefügt, aber wer hat schon diese Ausgaben, auf die er sich bezieht, um entsprechend nachzuschlagen und nachzuprüfen, zur Hand. Zudem stammen viele Zitate aus Briefwechseln privater Natur, die als solche nicht so ohne weiteres nachprüfbar sind. - Ein weiteres Manko: Er zitiert sowohl aus privaten Dokumenten als auch aus Briefromanen. Die Briefromane sind aber poetische Werke, speziell zu diesem Zweck bearbeitete. Die Verwertung und Bewertung solcher Zitate müsste man unter diesen Gesichtspunkt auch stellen, was hier aber nicht geschieht. Es ist alles durcheinander gewürfelt.
Ich habe mal ein Beispiel herausgegriffen:
Im Kapitel "Alles Leben ist Flamme des erschaffenden Geistes - vom Geist" ist das Zitat Nr. 185::" Wer den Geist der Wahrheit einatmet, wie sollte der ihn nicht auch aushauchen." zu finden. Betz hat diesem Zitat, das aus dem Briefroman "Die Günderode" stammt, den Titel "Der Geist als Atem" gegeben. - Der Titel, vorgegeben, wie gesagt, durch den Herausgeber dieses Buches, ist aber schon Bewertung und Interpretation. Interpretation Betz'. Es ist nicht zwingend herleitbar, sondern nur subjektiv. - Eine mögliche Interpretation wäre zB auch, da Bettina eine sehr denkende Frau war, die auch bestrebt war Zusammenhänge zu erkennen, dass hier Geist als Allegorie für das Denken steht, wie zB in Geisteswissenschaften als Begriff. Dann würde nämlich der Satz bedeuten, dass Denken und Nachdenken zum Erkennen von Wahrheit(en) führt und wenn man diese Wahrheit(en) erkannt hat, diese auch in seinem Handeln dann umsetzt. - Hier meine ich zB auf ihr soziales Engagement hin gesehen, dass bei ihr auch schon in recht frühen Jahren ausgeprägt war und daher durchaus auch in die Briefwechselzeit mit der Günderode (1804 bis 1806) passt.
Betz gibt nicht Bettina von Arnim unverfälscht heraus, sondern zurechtgebogen, damit sie, die sich immer dagegen wehrte eingeengt zu werden, in die Religiösität des Autors Betz hinein passt. Der Autor erschafft sich seine Bettina von Arnim, indem er alles loslöst von ihr, was nicht seinem Konzept entspricht. Diese Person ist dann aber nicht mehr Bettina, sondern nur ein verkürztes und idealisiertes Irgendwas des Religionspädagogen Betz.
Dieses Buch sollte man also eher nicht als Einstieg und zum Kennenlernen von Bettina von Arnim und ihren Schaffen lesen, sondern besser zu den Originalwerken dieser außergewöhnlichen, vielschichtigen und beeindruckenden Frau greifen.

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Rezension zu "Bettina von Arnims Armenbuch" von Bettina von Arnim

Rezension zu "Bettina von Arnims Armenbuch" von Bettina von Arnim
Heike110566vor 10 Jahren

Bettina von Arnim (1785-1859) war nicht nur eine herkömmliche Dichterin, sondern sie nutzte ihre Bekanntheit und ihre gesellschaftliche Stellung auch, um sich öffentlich zu engagieren. Zu engagieren für die Rechte der Frau, gegen Armut und für die sozial Schwachen. Sie wuchs von einer romantischen Autorin zu einer progressiven Schriftstellerin der Literatur des Vormärz heran.
Bereits 1843 veröffentlichte sie das "Königsbuch", in dem sie sich direkt an den König wandte und auf Missstände und Not aufmerksam machte. 1844 dann entstand die Idee zu einem Werk über das Armenwesen, dem sogenannten "Armenbuch".
Für das "Armenbuch" begann sie Fakten über die Situation der Ärmsten zu sammeln. Von dem deutsch-schlesischen Fabrikanten Friedrich Wilhelm Schlöffel bekam sie eine erste Liste mit detaillierten Angaben zu schlesischen Webern. Nach einem Aufruf in verschiedenen Zeitungen erhielt sie weitere Listen mit Namen und Zahlen zu deren Einkommen und Ausgaben, die deutlich machten, dass oft der erarbeitete Lohn, ohne dazu zu betteln, nicht zum Nötigsten für das Leben reichte.
Diese Listen stellte sie zusammen und diese gingen im Mai 1844 in Druck und wurden teilweise veröffentlicht. Wenige Wochen darauf brach in Schlesien der Aufstand der Weber los und Bettina von Arnim geriet unter den Verdacht, dass sie mit ihrer Arbeit mit dazu beigetragen hat, die Weber aufzuhetzen und somit mitverantwortlich für den Aufstand zu sein. - Bettina stellte die Arbeit an dem "Armenbuch" ein.
Das hier jetzt zu lesende "Armenbuch" ist nicht identisch mit dem, das die Autorin 1844 erarbeitete. Die damals vorgesehene Ausgabe war eher eine Bestandsaufnahme, eine Auflistung von aktuell lebenden Betroffenen, für die Frau von Arnim dadurch Zuwendung erhoffte, also eher eine Statistik und kein von der Autorin verfasstes Werk. Die hier vorliegende Ausgabe, herausgegeben von Werner Vordtriede im Insel-Verlag Frankfurt a. M. 1981, vereint Texte, die rund um das damalige "Armenbuch" entstanden. Es sind darin Briefe, Zeitungsartikel, Notizen, Bettinas Bergpredigt, das geplante Nachwort zum "Armenbuch" und "Die Erzählung vom Heckebeutel" von Frau von Arnim enthalten, sowie weitere Informationen zu diesem Projekt "Armenbuch".
Es ist eine sehr lesenswerte kommentierte Texte-Zusammenstellung, die Einblick in das Denken und Engagement dieser außergewöhnlichen Frau bietet. Es wird deutlich, dass ihr Herz für die Armen und Ausgebeuteten schlug. Immer wieder setzte sie sich beim König für die Schaffung eines "Armutsministeriums" ein.
Deutlich wird aber auch, dass sie gedanklich nicht zu den Wurzeln der Armut vordrang. Sie kratzte an der Oberfläche, stellte dar, was sie sah, und wollte diese konkrete Situation helfen zu verändern. Sie erkannte nicht, dass die Ursachen der Armut der schlesischen Weber in der damals aufstrebenden kapitalistischen Produktionsweise und dem politischen System Deutschlands selber lagen. Sie ging, wie Briefe an den König und andere Textdokumente deutlich zeigen,.davon aus, dass der König nur vom Elend nicht wüßte, weil er von unfähigen Beratern umgeben war, die ihm nicht richtig informierten. - Sie war also nicht revolutionär gesinnt. Aber: sehr humanistisch und solidarisch mit den Armen, was zu jener Zeit, in dem Stande, in dem sie lebte, gar nicht selbstverständlich war. Und dies zeichnet diese Frau auch aus heutiger Sicht noch aus.

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Bettina von Arnim wurde am 04. April 1785 in Frankfurt am Main (Deutschland) geboren.

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