Bettine Reichelt greift in ihrem Buch überwiegend alttestamentarische Texte auf und nutzt sie als Leitlinien für mehr oder weniger gegenwartsnahe Geschichten. Dabei ist die Bandbreite groß, was die Umsetzung betrifft, einige Geschichten haben einen Ich-Erzähler, andere sind in der Dritten Person erzählt, einige im Erzähltext, andere eher tagebuch- oder protokollartig. Einige lösen sich vom biblischen Vorbild, das waren für mich auch diejenigen, die mir besser gefallen haben, bei anderen wird sehr bemüht der Zusammenhang zur Vorlage herausgearbeit, was den betreffenden Geschichten meiner Meinung nach eher zum Nachteil gereicht.
Alles in allem lassen sich die Geschichten auch ohne Kenntnisse der Vorlage lesen. Die den Geschichten zugrundeliegenden Bibeltexte werden im Anhang des Buches kurz zusammengefasst.
Bettine Reichelt
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Bettine Reichelt
Rabengeschichten
Tendenz steigend
Max Reger
Im Himmel ist die Hölle los
Tatort Eden
Gebete und Sprüche Martin Luthers
Das alles, was Maria sang, ist wörtlich wahr, ist Gottes Klang!
Das Wort Gottes für jeden Tag 2018: Die Lesungen des Tages und Impulse zum gelebten Glauben
Neue Rezensionen zu Bettine Reichelt
Die Story um Moritz, einen marktschreienden Wurstverkäufer mit einer Vorliebe für Straßenbahnen, entwickelt sich anfangs ruhig. Besonnen treibt der Erzähler die Geschichte voran, führt nach und nach die weiteren Figuren ein. Katja, die Schöne aus der Chemnitzer Stadtverwaltung, die nur wenige Stunden nach ihrem kurzen Gespräch mit Moritz tot aufgefunden wurde. Hans, ein Fotograf, der immer auf der Suche nach einem guten Bild ist, von seiner Arbeit jedoch kaum leben kann. Die selbstbewusste, hübsche Polina, die mit Hans in einer Wohnung lebt und in einer Arztpraxis arbeitet. Martin, ein übereifriger Fahrkarten-Kontrolleur mit eigenartigen Fingern.
Die Autorin schickt ihre Figuren und auch den Leser auf der Suche nach dem Mörder durch Chemnitz, legt Fährten, führt in die Irre, lässt die Spannung unentwegt steigen, erzeugt Angst und auch Grauen und zeigt gleichzeitig Chemnitz – von der WirtschaftsWoche als „Rentnerhauptstadt und hässliche Industriestadt“ betitelt, von der taz gar als „Hauptstadt des Grauens“ - als sehenswerte, historisch und architektonisch interessante Stadt. Ganz nebenbei macht sie damit Lust auf einen Ausflug in diese Stadt, die ich zwar schon einige Male bereist, aber nie kennengelernt habe.
Ich habe diesen Kriminalroman in einem Zuge gelesen, konnte ihn gar nicht aus den Händen legen. „Tendenz steigend“ hat mich begeistert und lässt mich auf einen weiteren Krimi aus der Feder von Bettine Reichelt hoffen. Vielleicht erscheint ja demnächst eine Fortsetzung!
Gespräche aus der Community
Bettine Reichelt, Fabian Haas
Rabenvögel (Raben, Krähen, Dohlen und Eichelhäher) gehören seit Jahrtausenden zum Bild der Städte und Dörfer. Jahrhundertelang folgten Jäger Krähen und Raben und sie führten sie zur Beute. Jahrhunderte lang lebten Rabenvögel von dem, was ihnen die Menschen ließen. Daran hat sich grundsätzlich nicht viel geändert. Nur der Ruf der Rabenvögel wandelte sich. Lassen Sie sich von ihren Geschichten verzaubern und tauchen sie zwischen Himmel und Erde in die Bildwelt der Raben ein.
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Bettine Reichelt (Jg 1967) schreibt seit ihrer Kindheit Kurzprosa und Lyrik. AlsTheologin interessiert sie sich seit vielen Jahren für mythologische Geschichten und verbindet sie mit der Gegenwart. Sie arbeitet in Teilanstellung als Pfarrerin in Schulen und lebt seit 2003 als freie Autorin und Lektorin in Leipzig.Fabian Haas (Jg 1967) ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Fotograf. Als Biologe interessiert er sich besonders für Naturfotografie. Sechs Jahre lang lebte er als Biologe in Nairobi und reiste durch das Land. Seit dieser Zeit bis heute ist er den Raben auf der (Foto-)Spur. Er arbeitet als freier Dozent und Fotograf in Leipzig.
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