Betty Mahmoody

 4,3 Sterne bei 579 Bewertungen
Autor*in von Nicht ohne meine Tochter, Aus Liebe zu meiner Tochter und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Betty Mahmoody wurde 1945 in Alma (Michigan) geboren. Ihr Buch Nicht ohne meine Tochter erschien erstmals 1988 in den USA, wurde für den Pulitzer-Preis nominiert und in viele Sprachen übersetzt. Aus Angst vor ihrem Ehemann lebte sie nach ihrer Flucht viele Jahre unter geändertem Namen. Sie engagierte sich auf vielfältige Weise für Kinder, deren Eltern aus verschiedenen Kulturen stammen. Betty Mahmoody lebt auch heute noch in den USA.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Betty Mahmoody

Cover des Buches Nicht ohne meine Tochter (ISBN: 9783404608515)
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Rezension zu "Nicht ohne meine Tochter" von Betty Mahmoody

Lejoan
Emotional

Ich habe das Buch in jungen Jahren schon einmal gelesen, habe mir danach den Film angeschaut und war vom Film total enttäuscht. Nun  habe ich das Buch ein zweites mal gelesen und stelle mir im Gegensatz zu früher andere Fragen, nämlich die Fragen, ob es im Iran  tatsächlich so ist dass die Frauen unterdrückt werden. Dass die Frauen verhüllt sein müssen ja das ist so das weiß ich, aber ob die Iraner tatsächlich so unsauber sind, ob es tatsächlich so ist, dass jemand der so viele Jahre in einem anderen Land gelebt hat  so schnell wieder zurück In die Überzeugung findet, die  er vom Elternhaus von seiner Politik vom Staat gelernt hat, ob es den Männern tatsächlich gefällt unter diesen Umständen zu leben, wenn Sie ein anderes Leben kennengelernt haben. Außerdem frage ich mich, warum es Frauen gibt die sich mit solchen Männern einlassen, die sie heiraten. Denn Fälle, wie der Fall der Betty Mahmoody, werden ja immer wieder in den Nachrichten gebracht. Ich weiß das Liebe blind macht, und dass man viel übersieht, oder auch wegsieht, wenn man verliebt ist, aber ob ich meine eigene Familie so in Gefahr bringen würde das bezweifle ich. 

Das Buch ist sehr gut geschrieben, die Gefühle sind sehr gut erklärt und es lässt sich alles in allem sehr gut lesen.

Cover des Buches Nicht ohne meine Tochter (ISBN: 9783404608515)
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Rezension zu "Nicht ohne meine Tochter" von Betty Mahmoody

Elkes_Literaturwolke
Die Geschichte hat mich einfach gepackt!

Inhaltsangabe:

1984: Ein paar Jahre nach der iranischen Revolution reist Betty Mahmoody mit ihrem iranischen Mann Moody und der kleinen Tochter Mahtab in den Iran. Ihr Mann, inzwischen angesehener Arzt in den Vereinigten Staaten, hat die hiesige Verwandtschaft seit Ewigkeiten nicht gesehen. Schnell fällt die ablehnende Haltung gegen Betty auf; präsentiert sie doch den fortschrittlichen Westen, den Feind Nummer Eins: Amerika!

Kurz vor der Rückreise erklärte Moody, dass sie ihm Iran bleiben würden. Fassungslos sucht Betty nach Wegen, um aus dem Land herauszukommen, dass zu dem Zeitpunkt noch immer als Dritte-Welt-Land galt – rückständig und primitiv. Doch Moody beginnt Betty zu kontrollieren und verweigert ihr jeden Kontakt zur Familie in Michigan. Er schreckt auch vor Gewalt nicht zurück.

Lange Zeit muss sie ausharren, sich glaubhafte Ausreden einfallen lassen, Verbündete suchen und immer wieder den Kontakt zur Botschaft herstellen. Ihre Eltern machten sich große Sorgen um sie, der Vater war schwer an Krebs erkrankt. Aber Moody blieb unerbittlich, er sperrte sie ein, trennte sie von ihrer Tochter Mahtab und versuchte so, aus ihnen eine typische iranische Familie zu machen.

Doch dann kommt die Chance, endlich zu fliehen!

Mein Fazit:

Ich habe das Buch damals schon mal gelesen, als der Film entweder in den Kinos oder im TV lieft, so genau weiß ich es nicht mehr. Es war damals auch ein anderes Buch als dieses, das nun im Regal steht. Durch eine überraschende Schenkung fand dieses Buch wieder zu mir und ich habe es noch mal gelesen.

Wie beim ersten Mal hat mich die Geschichte um Betty und Mahtab mitgerissen. Es ist für mich unvorstellbar, so etwa erleben zu müssen. Betty hat um das Leben ihrer Tochter und für sich selbst gekämpft. Einige hatten ihr geraten, ohne die Tochter zu fliehen. Aber das kam für sie nie in Frage. Sie wollte immer ein freiheitliches und westlich-orientiertes Leben für sich. Denn schon am ersten Tag der Reise erkannte sie: Der Iran ist rückständig. Möbel wurden als zu westlich abgelehnt, es wurde auf dem Fußboden gegessen, Tee getrunken und geschlafen. Körperliche Hygiene oder saubere Kleidung war den vielen Menschen häufig fremd; es muss furchtbar gestunken haben. In den Lebensmitteln hatten sich Ungeziefer eingenistet. Bei einigen Familienmitgliedern zeigte sich die Inzest in Form von Missbildungen. Cousins und Cousine heirateten – wer wusste schon so genau, wer woher kam?

Für mich wäre das unvorstellbar, auch nur ein Tag dort auszuhalten. Keine vernünftigen Toiletten, keine annehmbaren Geschäfte, keine Versorgungssicherheit bei Strom und Wasser. Zudem kam noch, dass sich das Land während „des langen Besuchs“ im Krieg mit dem Irak befand – es gab Flugalarm und Bomben! Und dann war Betty auch noch einem Mann ausgeliefert, der mit den Widrigkeiten des Lebens nicht wirklich zurechtkam. Betty erkannte zeitweilig ihren Mann nicht mehr wieder!

Inzwischen ist die Geschichte über 40 Jahre alt, die Ideologie hat sich nicht viel geändert und das Regime geht heute härter denn je gegen die Kritiker vor. Auch wenn es an der einen oder anderen Stelle schmerzhaft ist, aber es gibt Anzeichen, dass die Menschen ein freies Land mit demokratischen Strukturen wollen. Sie wollen in Freiheit leben und nicht unter der Knute der Sittenpolizei, die noch immer hart gegen Frauen vorgeht, die sich nicht „schicklich genug“ kleiden. Betty Mahmoody hat den Iran so erlebt, wie er wirklich ist und dieses Leben wollte sie für ihre Tochter und für sich nicht. Und für diesen Kampf kann man sie nur bewundern.

Fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung!

Cover des Buches Nicht ohne meine Tochter (ISBN: 9783404608515)
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Rezension zu "Nicht ohne meine Tochter" von Betty Mahmoody

Caroline24
Ein emotionaler Überlebenskampf

In „Nicht ohne meine Tochter“ von Betty Mahmoody kämpft die Protagonistin um das Leben und die Freiheit ihrer Tochter, gefangen in einer fremden Kultur und mit unvorstellbaren Hindernissen konfrontiert. Das Buch ist für mich einfach ein Lebenshighlight, weil ich seitdem ständig daran zurückdenken muss. Ich habe mit der Protagonistin mitgezittert, gehofft, war wütend und erleichtert. Es hat mich jedes Gefühl, das es gibt, einmal durchleben lassen. Besonders schockierend fand ich das Verhalten des Ehemannes und das „T'aarof“ eine höfliche Form von Lügen ist, die ganz normal zu sein scheint.

Dieses Buch berührt zutiefst und bleibt lange im Gedächtnis.


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