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Isbel

vor 8 Monaten

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Ich bin relativ gut in die Geschichte reingekommen. Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte flüssig durch die Geschichte lesen. Zu Beginn liest man rein aus Sarahs Sicht, später werden weitere Sichten dazugenommen, was ich anfangs sehr verwirrend fand. Im ersten Teil des Buches standen Absätze für Zeitsprünge und dann kam überraschend mitten im Kapitel ein Sichtwechsel. Davon wurde ich immer wieder überrascht. Ich persönlich hätte es schöner gefunden, wenn von Anfang an klar gewesen wäre, aus welchen Sichten alles geschrieben wird und nicht plötzlich Nebencharaktere erzählen. Vor allem weil es eine Erzählperspektive ist, die schon sehr nah an der Ich-Perspektive liegt. 

Von der Geschichte selbst hatte ich durch die Altersangabe 16+ etwas anderes erwartet. Die angekündigten erotischen Szenen waren im ersten Buch nicht vorhanden bzw. nicht so ausführlich beschrieben, dass die Altersangabe  16+ vonnöten wäre. Die Handlung selbst war zwar nicht vorhersehbar, aber manchmal war es doch etwas langlebig und ich hätte mir mehr Tempo gewünscht. Auf der anderen Seite gingen mir ein paar Sachen auch zu schnell. Sarah entdeckt gerade die magische Welt, aber wenn ihr Dinge erklärt werden oder sie Zaubersprüche ausprobiert, ist das alles sehr kurz oder wird komplett übersprungen. Manchmal hieß es nur, dass die nächsten Stunden geübt oder Zaubertränke erstellt wurden. Der Leser selbst ist nicht dabei. Das fand ich etwas schade. Ich fand es aber gut, dass man Stück für Stück in die Welt der Hexen, Dämonen, Wewölfe und Vampire eingeführt wurde und auch nach Abschluss des ersten Bandes, viele Fragen zu den magischen Geschöpfen geblieben sind. Da freut man sich noch mehr auf weitere Entdeckungen in den nächsten beiden Teilen.

Die Charaktere gefielen mir sehr gut. Besonders Sarah macht eine Entwicklung durch und muss mit so einigen Problemen fertig werden. Aber auch die Nebencharaktere waren schön ausgearbeitet. Auch wenn es irgendwie an einen Teeniefilm erinnert hat: Die Neue, die sich mit der falschen Clique anfreundet und im Anschluss eine Erzfeindin hat. Aber das fand ich jetzt nicht so schlimm. Ich war ja besonders an Arianas Liebesleben interessiert. Sie scheint Männer und Frauen magisch anzuziehen, auch wenn sie so gar keine Magie in sich trägt. Am Ende des Bandes war ich mir sicher, dass sie da noch so einiges mit ihren Verehrern durchmachen muss.

Fazit


Der erste Teil der Lunadar-Reihe liest sich ganz angenehm. Die magische Welt wird langsam ausgebreitet und es bleiben für weitere Bände viele Fragen offen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, aber die Handlung konnte mich nicht vollkommen von sich überzeugen.

Autor: Betty Schmidt
Buch: Lunadar - Das Erbe der Carringtons
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