Betty Smith

 4.5 Sterne bei 53 Bewertungen
Autorin von Ein Baum wächst in Brooklyn, A Tree Grows in Brooklyn und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Betty Smith

Einer der erfolgreichsten Autorinnen ihrer Zeit: Die Tochter einer Familie deutscher Immigranten wird 1896 als Elisabeth Lilian Wehner in Brooklyn, New York, geboren. In Ann Arbor, Michigan studiert sie Recht und bekommt zwei Töchter. Obwohl sie keinen Schulabschluss hat, darf sie an der Universität Kurse besuchen und verbessert ihre Fähigkeiten in Journalismus und Literatur. Fünf Jahre nach der Scheidung von ihrem ersten Mann heiratet sie 1943 erneut, im gleichen Jahr erscheint ihr erster und bekanntester Roman. „Ein Baum wächst in Brooklyn“ wurde für den Pulitzer Preis nominiert und wurde bereits 1945 verfilmt und mit einem Oscar (James Dunn, Bester Nebenfarsteller) sowie einem Juvenile Award ausgezeichnet. Zu ihren erfolgreichsten Werken, nach ihrer Erstveröffentlichung zählen "Tomorrow will be better" (1947), "Maggie-Now" (1949) und "Joy in the Morning" Betty Smith stirbt am 17.01.1972 in Shelton, Connecticut.

Alle Bücher von Betty Smith

Ein Baum wächst in Brooklyn

Ein Baum wächst in Brooklyn

 (47)
Erschienen am 23.10.2017
Glück am Morgen

Glück am Morgen

 (0)
Erschienen am 09.04.2019
A Tree Grows in Brooklyn

A Tree Grows in Brooklyn

 (6)
Erschienen am 01.06.2006
The Greek Dialogues

The Greek Dialogues

 (0)
Erschienen am 31.08.2010
Joy in the Morning

Joy in the Morning

 (0)
Erschienen am 29.06.2010

Neue Rezensionen zu Betty Smith

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dominonas avatar

Rezension zu "Ein Baum wächst in Brooklyn" von Betty Smith

Man will nicht, dass dieser Roman endet!
dominonavor 4 Monaten

Ich mag Familiengeschichten und das hier ist fast eine Millieustudie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie hat alles, was man braucht, Tragik, Komik und Tiefsinnigkeit, die aber nicht aufgesetzt wirkt. Ich habe mich in alle Charaktere verliebt und die junge Protagonistin erfasst in ihrer Einfachheit die kompliziertesten menschlichen Verstrickungen. Ich habe gelitten und ich war mit stolz, wo es angebracht war und ich könnte ewig weiterlesen, also unbedingt zugreifen!

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Rezension zu "Ein Baum wächst in Brooklyn" von Betty Smith

Eine Kindheit in Brooklyn
gstvor 4 Monaten

„An dem Tag, an dem sie merkte, dass sie lesen konnte, schwor sie sich, täglich ein Buch zu lesen, solange sie lebte.“ (Seite 211)

Betty Smith lebte von 1896 bis 1972. Ihre Großeltern waren aus Deutschland eingewandert; sie selbst wurde in Brooklyn geboren. Wer diese Hintergründe beim Lesen im Kopf hat, kommt nicht umhin, dieses Buch als autobiografisch anzusehen.

Betty Smith erzählt von Francie, einem ebenfalls in Brooklyn geborenen und dort lebenden Mädchen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie durchlebt eine armselige, aber glückliche Kindheit, von der viele Einzelheiten erzählt werden. Als Leser tauchte ich ein die lang zurückliegende Zeit vor über hundert Jahren, als Lehrerinnen noch nicht heiraten durften und als unzufriedene Jungfern den Kindern das Leben schwer machten. Doch Francie hatte einen ungebrochenen Lerneifer und eignete sich mit ihrer aus der Bibliothek ausgeliehenen Lektüre alles an, was sie benötigte. Nach dem viel zu frühen Tod des Vaters begann sie zu arbeiten und stieg schon mit 15 die Karriereleiter hoch.

Ebenso wie Betty Smith (die mit diesem 1943 erschienen Debütroman schnell die amerikanische Bestsellerliste anführte und für den Pulitzerpreis nominiert war) zog Francie am Ende des Buches nach Michigan, wo sie hoffte, sich an der Universität einschreiben zu können. 

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Er hat mich in ein längst zurückliegendes Zeitalter entführt und mich in das Familienleben von Francie mitgenommen. All ihre Wünsche und Träume wurden lebensnah erzählt, ebenso wie die Faktoren, die ihr das Leben schwer machten. Für mich ist das einer der Klassiker, den ich nicht so schnell vergessen werde. Schön, dass der Insel-Verlag ihn neu herausbrachte!

Kommentare: 1
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MrsFrasers avatar

Rezension zu "Ein Baum wächst in Brooklyn" von Betty Smith

Liebevolle Milieustudie Brooklyns
MrsFraservor 4 Monaten

Betty Smith verarbeitet in ‚Ein Baum wächst in Brooklyn‘ ihre Kindheits- und jungen Erwachsenenerlebnisse im New Yorker Stadtteil Brooklyn zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie zeigt hier auf, dass die schwierigsten Verhältnisse oft die besten Menschen hervorbringen.

Die junge Heldin des Romans, Francie, und ihr Bruder Neely sind es seit Kindesbeinen an gewohnt, in armen bis ärmsten Verhältnissen zu leben. Ihr Leben richtet sich grundsätzlich nach den Vorstellungen ihrer patenten Mutter Katie, die mit den Kindern jeden Tag Shakespeare und in der Bibel liest, selbst Klavierunterricht nimmt (günstiger), um es anschließend ihren Kindern weiterzulehren, und die die Familie mit mehreren Putzstellen über Wasser hält. Vater Johnny trägt als singender Kellner kaum etwas nicht-musikalisches zum Familienleben bei und verliert sich leider viel zu früh an den Alkohol.

Smith’s für den Pulitzerpreis nominierter Roman zeigt leise und indirekt, dass, wo Liebe wohnt, das Leben, egal in welchen wirtschaftlichen Umständen, schön ist. Katie hält Johnny, trotz aller seiner Verfehlungen die Treue und steht zu ihm, weil sie ihn liebt. Sie ist in der Lage, immer noch den umwerfenden jungen Mann in ihm zu sehen, in den sie sich als Mädchen verliebt hat, und akzeptiert ihn, wie er ist. Was er nicht leisten kann, nimmt sie in die Hand. Ein wertvolles Beispiel für alle Verheirateten. Die Familie ist eine Einheit.

In jungen Jahren sammeln Francie und Neely Schrott, um ein paar Münzen zu verdienen, gewinnen als Team den Tannenbaum, den sie kaum tragen können und arbeiten neben der Schule bzw. statt der Highschool. Insbesondere Francie als die älteste ist sich hier ihrer verantwortungsvollen Rolle immer bewusst. Sie ist Leseratte und extrem schlau, analysiert sich selbst, ihre Lebenssituation und die Menschen um sich herum treffend und liebevoll. Als sie eine Grundschule sieht, die ihr besser und weniger überlaufen scheint, als ihre eigene, organisiert sie es, dass sie dorthin wechseln kann. Dort landet sie in einem Milieu, in dem sie gefördert wird und ihre Leidenschaft fürs Schreiben entwickeln kann.

Der große Knackpunkt geschieht dann, als Francie ‚erwachsener‘ wird und beim Schreiben zu sich selbst findet und statt einer gefälligen, poetischen Idealversion ihre Wirklichkeit zu Hause schildert. Ihre Lehrerin sagt ihr dann zwar ‚Schönheit ist Wahrheit, Wahrheit Schönheit.‘, bewertet Francies wahre Geschichte aber sehr viel schlechter, als alle ihre Aufsätze zuvor. Doch für Betty Smith ist dieser Grundsatz, den die Lehrerin (vielleicht tatsächlich) gegeben hat, offensichtlich zum Erfolgskredo geworden: ‚Ein Baum wächst in Brooklyn‘ fesselt nicht mit einer spannenden Story, sondern hält einen durch die sympathischen, ehrlichen Charaktere, von denen keiner perfekt ist, die aber vor allem durch ihre Loyalität füreinander überzeugen, interessiert beim Lesen und so begleitet man die kleine Familie gerne durch 1,5 Jahrzehnte.

Lehrreich und wertvoll, zu lesen, wie man auch mit wenig materiellem ein extrem erfülltes Leben führen kann.

Das einzige, was mir fehlt, war, da man ja weiß, dass der Roman autobiographisch inspiriert ist, dass nicht berichtet wurde, wie Francie schließlich zum professionellen Schreiben kommt. Es scheint im Buch fast, als würde ihr dieser Weg verwehrt bleiben. Vielleicht hat Betty Smith aber auch gedacht, ihr Buch zeigt mehr als überdeutlich, dass sie es doch noch geschafft hat, dann muss das nicht noch extra (evtl. mit einem zu großen Zeitsprung für die Geschwindigkeit des Romans) erzählt werden. Umwege gehören auch zum Leben, und so wie Francie trotz Rückschlägen ihr Ziel nie wirklich aus den Augen verloren hat, ist auch ihre symbolische Entsprechung, der Baum im Hof, der weder Sonne noch Gießen wirklich erleben durfte, gefällt und verkokelt wurde, trotzdem weiter gewachsen. Die Widrigkeiten des Lebens in Brooklyn haben ihn stark gemacht, und so sind auch die Kinder, die aus diesem Stadtteil kommen, wenn sie denn die richtigen Entscheidungen treffen, die stärksten ihrer Art.

Ein schönes Buch. Zu Recht ein Klassiker. 

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Gespräche aus der Community

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Insel_Verlags avatar

»Das Buch, das mich am tiefsten berührt hat, als ich aufgewachsen bin, war Ein Baum wächst in Brooklyn.« Oprah Winfrey


1944 wurde Betty Smith mit ihrem Debütroman Ein Baum wächst in Brooklyn für den Pulitzerpreis nominiert. Auch über siebzig Jahre später verzaubert der Roman weltweit immer wieder neue Leserinnen und Leser. Jetzt ist er endlich auch auf Deutsch wieder erhältlich – und wir verlosen 20 Exemplare.

Worum geht’s?
Die elfjährige Francie Nolan ist eine unbändige Leserin, eine Süßigkeiten-Connaisseuse, eine genaue Beobachterin der menschlichen Natur – und sie hat einen Traum: Sie möchte Schriftstellerin werden. Ein Traum, der in dem bunten, ruppigen Williamsburg von 1912 kaum zu erfüllen ist. Hier brummen die Mietshäuser vor all den Zugewanderten, jeden Tag wird von dem hart verdienten Geld das Essen zusammengeklaubt, Kinder strömen samstags durch die Straßen, um für ihren gesammelten Trödel einige Pennies für Süßes zu ergattern. Doch wenn Francie auf der Feuertreppe in der Sonne sitzt und liest, kann sie sich keinen schöneren Ort vorstellen. Und wenn sie auch gegen so manche Widrigkeit anschreiben muss, trägt sie doch eines in sich: dass es sich immer lohnt, nach dem puren Leben zu streben.

»Ein zutiefst bewegendes, aufrichtiges und überzeugendes Buch. Es trifft mitten ins Herz des Lebens.« The New York Times

Das klingt gut? Dann schaut mal in unsere Leseprobe »

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Wart Ihr als Kinder auch solche Leseratten wie Francie? Welche Bücher haben Euch in Eurer Kindheit am meisten geprägt?


PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...

Über die Autorin: Betty Smith wurde 1896 als Tochter deutscher Immigranten geboren und wuchs in armen Verhältnissen in Brooklyn auf. In Michigan, wo sie mit ihrem ersten Ehemann lebte, durfte sie sich zwar nicht in die Universität einschreiben, aber doch an den dortigen Kursen teilnehmen. Ein Baum wächst in Brooklyn war ihr erster Roman und wurde 1943 sofort zum Erfolg. Auch viele weitere ihrer Romane und Dramen sind hochprämiert. Betty Smith verstarb 1972 in Shelton, Connecticut.
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Betty Smith wurde am 15. Dezember 1896 in New York, Brooklyn (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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