Bianca Bolduan Moorhof (Darcer - der Geschichtenschreiber)

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Inhaltsangabe zu „Moorhof (Darcer - der Geschichtenschreiber)“ von Bianca Bolduan

Der neue Roman von Bianca Bolduan Darcer ist Geschichtenschreiber und erzählt von energetisch stark belasteten Plätzen in Europa und den USA. Seine Geschichten haben einen historischen Hintergrund und lassen sich über die Jahrhunderte verfolgen. "Mein Name ist Darcer. Ich bin Geschichtenschreiber. Nun, ich schreibe nicht irgendwelche, ich schreibe eure Geschichten - und ich schreibe sie seit Anbeginn der Zeit. Jeder von euch hat eine. Und jeder Platz. Eure Taten knüpfen einen Faden, der mit dem ersten Atemzug eures ersten Lebens beginnt und sein Ende in dem letzten Atemzug eures letzten Lebens findet. Nichts geht verloren und nichts wird vergessen. Doch ich urteile nicht, ich schreibe auf. Und ich erzähle. Ich erzähle von Menschen und Plätzen und von bestimmten Menschen an bestimmten Plätzen. Heute erzähle ich euch die Geschichte vom Moorhof." Metgave, anno 2001 "Bist du sicher, dass wir das tun sollten?" Marcus sah seinen Vater von der Seite an. "Du weißt doch, dass er seine Ruhe haben will." "Wir brauchen die Kohle." John Sullivan drehte sich zu seinem erwachsenen Sohn um und sah ihn verächtlich an. "Hast du ein schlechtes Gewissen? Es sind Städter, vielleicht merken sie es nicht!" "Und wenn doch?" John lachte hart auf. "Na, dann haben wir ihn hoffentlich schon verkauft und es ist nicht mehr unser Problem." "Aber wenn ihnen etwas passiert? Du weißt doch, wie er ist!" Statt einer Antwort wies John seinen Sohn an, die Fensterreihe zu Ende zu putzen. Sie hatten zwei Wochen geschrubbt, geharkt und das Nötigste repariert. Für Städter, die beschlossen hatten, ihre Wochenenden zukünftig auf dem Land zu verbringen, sollte es reichen. In diesem Moment sah der Moorhof wirklich friedlich und einladend aus. Und John Sullivan hoffte, dass die dunklen Kräfte, die sich an diesem Platz niedergelassen hatten, noch eine Weile weiterschlafen würden. Denn wenn sie erst einmal erwacht waren, war dieser Platz einer der Schlimmsten, die John sich vorstellen konnte. Der "Moorhof" ist real. Er existiert und hat seit neunhundert Jahren nichts von seiner Bösartigkeit und seinem Schrecken verloren. Um diejenigen zu schützen, die um ihn herum leben, wurde sein Standort verlegt. Auch sein Name wurde geändert. Seine Geschichte nicht!
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    Moorhof (Darcer - der Geschichtenschreiber)
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    06. February 2016 um 16:51

    Wo soll ich anfangen? Mit meinem Entsetzen, was unter Verlagsbüchern so angeboten wird? Ich hatte mich gefreut, ein Verlagsbuch, die Geschichte des Moorhofs, der real existiert, zu erhalten. Die Recherchen dazu gestalteten sich schwierig, stand in der Beschreibung und so ging ich nicht von einer esoterischen Geschichte aus, sondern von einem geschichtlichen Hintergrund, was in einem Teil auch erfüllt wurde. Nun zum Verlagsbuch … Ein Buch, das auf wirklich jeder Seite mit Grammatikfehlern gespickt ist, hat mich schockiert! Fangen wir mit den formalen Sachen an. Der Verlag ist nicht in der Lage, die grammatischen Regeln der wörtlichen Rede umzusetzen. Ein durchgehender Fehler gestaltet sich in der Kommaregelung nach Beendigung der wörtlichen Rede. Und die wörtliche Rede in der wörtlichen Rede ist auch nicht begriffen: “Was heißt “ziemlich schlecht”?” (Zitat) Die Rechtschreibung heutzutage bietet verschiedene Möglichkeiten, z.B. ein Wort zusammen oder auseinander zu schreiben (zu Hause oder zuhause). Man muss sich schon für eine Seite entscheiden … Aber in diesem Buch geht es mal hü und mal hott. Das erste Drittel im Buch wird mit englischen Zeichen begonnen, die Anführungszeichen am Beginn und Ende oben. Das hat mich verwundert, weil es nicht in ein deutsches Buch gehört. Plötzlich aber setzen die deutschen Zeichen ein, jedoch immer noch regelwidrig in der Grammatik. Dazu kommen Leerzeichen vor und nach den Anführungsstrichen und Apostroph-Zeichen im Text. Das stört, ist aber zu verschmerzen. Auf jeder Seite finden sich Grammatikfehler, die nicht zu übersehen sind. Die Leserin «knirschte mit den Zähnen» (übrigens ein beliebter Ausdruck im Buch): Falsche Tempi, fehlende Verben, der Infinitiv mit zu nicht angewandt, Satzstellungsfehler, falscher Ausdruck, Sie und Ihnen in der wörtlichen Rede klein geschrieben, die Liste ist lang. Die Leserin rollte mit den Augen (auch ein sehr beliebter Satz), wenn ihr solche Sätze unterkamen: • «Nun war das, was am frühen Abend in See stechen und zurück gen deutsche Küste segeln sollte, kaum der geeignete Ort für eine Tochter aus gutem Hause.» • «Er begann ein Verbrechen und sollte jemals …» • «Nun saßen die beiden Frauen also in dem winzigen, vollgestopften Raum und warteten, während seine eigene Laune doch noch immer schlechter wurde.» • «… wütender Earl, womöglich eine Fehde zweier Grafschaften auf Grund einer davongelaufenen Braut, wäre ein zu hoher Preis.» • «“Wenn damit ´was wäre, dann…» • «Die Stadt bot so viele Möglichkeiten, alles war dicht bei und gerade in ihrem Beruf, …» • «Mit was sein Verstand gar nicht klar kam, war all das energetische Zeug» Das ist nur ein minimaler Auszug. Ich will die Autorin nicht von Schuld freisprechen, denn sowas darf man in der Häufigkeit keinem Verlag vorlegen, aber wo bitte waren Lektorat und Korrektorat? Ein Lektor wird im langen, peniblen Impressum nicht benannt. Dort kann man übrigens erste Fehler finden. Kommen wir zur Story an sich. Die Geschichte teilt sich in zwei Stränge. 2004 erleben wir Meggy und Chad, zwei Architekten aus London, die sich ein altes Gehöft auf dem Land mieten, um am Wochenende auszuspannen. Meggy hält sich Ziegen. Als plötzlich eine Ziege krank wird, entdecken sie die ungewöhnliche Geschichte dieses verfluchten Hofs und stellen sich den bösen Geistern, die dort wohnen. Der zweite, wesentlich interessantere Erzählstrang, ist eben diese Geschichte, die von der Kleinstadt Metgave ab 1130 handelt und in Kapiteln parallel berichtet wird. Für mich hat sich hier die Spannung recht gut gehalten, wobei die Story um Meggy dahinplätschert, mit vielen Wiederholungen. Da ich das Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten habe, quälte ich mich pflichtbewusst durch das Buch. Der sprachliche Ausdruck ist sehr einfach und hölzern. Ich war ein paarmal kurz davor abzubrechen und habe das letzte Drittel quergelesen. Denn hier ging es in Meggys Geschichte nur noch um die Austreibung der Geister, was mich langweilte. Leider ist die esoterische Ausrichtung des Romans im Vorfeld nicht erwähnt. Die Männer in diesem Buch haben allesamt einen tierischen Charakter, denn sie brummen, knurren und grunzen, knirschen mit den Zähnen. Ich meine mich nicht zu erinnern, das Wort «sagte» in diesem Buch gefunden zu haben. Neben tierischen Lauten kommen die der Natur dazu: murmeln und raunen. Und manchmal kann man die wörtliche Rede nicht zuordnen, weil zwar alle Personen recht umtriebig sind, aber man nur ahnt, wer gesprochen hat. Auf jeder Seite lacht jemand oder in sich hinein, lächelt, auch wenn es gar keinen Grund dazu gibt, im Gegenteil. Fast auf jeder Seite hat jemand Pipi in den Augen, meist Frauen und Kinder. Weinennasse Augen, Tränen steigen in die selbigen, kullern, es wird geweint, dass man sein eBook überprüft, ob es nicht an einer Stelle heraustropft. Irgendwann wird dies ganze Geflenne und Gelächter dem Leser zu viel. Und die Augen …. Man rollt mit ihnen oder Tier und Mensch reiβen sie ständig weit auf. • «Chad lachte auf, als er an die gerunzelte Stirn seiner Frau dachte.» • «Mit großen Augen stand die Herde nun vor dem Gatter.» Sätze nach der wörtlichen Rede wie: «knirschte er.», oder «Iam grunzte, dachte …», haben mir die Lachtränen in die Augen getrieben. Ich stellte mir bildlich vor, wie Menschen gleichzeitig reden, lachen, grunzen, brummen, knurren und die Augen aufreissen, ev. mit ihnen rollen. Man hat das Gefühl, die Autorin habe eine Phobie gegen sprachbezeichnende Vokabeln wie sagte, antwortete. Von Sprachgewalt kann man hier nicht reden, das Buch ist schlicht gestaltet. • «Als er wenig später mit offenem Mund vor der munteren Uma stand, grinste Jack über das ganze Gesicht.» • «Er war einfach zu gutaussehend, zu gebildet, zu jung, zu sportlich - und seiner Frau einfach zu treu.» • «Er knuddelte den schmalen Körper.» Dagegen ist nichts einzuwenden. Allerdings stört die Anhäufung von Füllwörtern und Wiederholungen den Lesefluss: • «… wenn die Frauen dann doch noch entdeckt werden sollten.» • «“Warum hast du die denn nun alle hier reingelassen?”» • «…nichts trieb sie dort wieder hin. Wieder lachte Meggy. Nichts trieb sie da hin, war gut.» Ein Satz, der an den Kölner Hauptbahnhof erinnert, taucht mehrfach auf: «Er hielt sie eine Armlänge von sich entfernt und sah sie fest an.» Das beschreibt eheliche Kommunikation. Und der sprachliche Ausdruck gipfelt in Sätzen wie: • «Wo Hecken oder Zäune den Weg versperrten, nahm die Herde den Umweg durch die Rabatten und was nicht rechtzeitig den Kopf einzog, wurde im Vorbeigehen gefressen.» • «Aber anstatt sich zu entspannen, wühlten sie sich an jedem Wochenende hier fest. • «In Metgave würden die Wunden des Muttertodes verheilen.» • «William schüttelte sich innerlich.» oder «Doch Meggy schüttelte mit dem Kopf.» • «Irgendwo bellte ein verstörter Hund.» • «Was eben noch ein entschlossen vorgestrecktes Kinn und angespannte Schultern waren, fiel nun in sich zusammen. • «Er ließ seine Wut, seine Traurigkeit und sein Nichtverstehen an dem Erdhügel aus.» Das nur als Beispiel zum Ausdrucksvermögen in diesem Roman. Bei einem Verlagsbuch sollte man davon ausgehen, dass ein erfahrener Lektor am Werk war. Hier allerdings gab es noch nicht einmal ein Korrektorat. Man könne meinen, es sei eine Dreistigkeit, was dem Leser zugemutet wird. Ich denke eher an Selbstzerstörungsmechanismen. Bei mir hat es funktioniert. Ich werde einen Bogen um diese Werke schlagen und nichts mehr aus diesem Verlag konsumieren. Allerdings frage ich mich in diesem Zusammenhang, woher die vielen guten Bewertungen stammen …

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  • Moorhof, das (ein) Tor zur Hölle!?

    Moorhof (Darcer - der Geschichtenschreiber)
    BodoManstein

    BodoManstein

    01. February 2014 um 14:30

    Darcer, der Geschichtenschreiber, erzählt über die furchtbaren Ereignisse auf dem Moorhof. Dieser liegt irgendwo, nicht weit von London, in der Nähe des Ortes Metgave. Hier haben sich über die Jahrhunderte furchtbare Dinge zugetragen, die noch heute auf dem Moorhof zu spüren sind und ihn zu einem verwunschenen Platz machen. Und genau dorthin verschlägt es ein ahnungsloses Städter-Paar, das auch schon bald von der Vergangenheit Metgaves eingeholt wird. So weit zum Inhalt. Bianca Bolduan gelingt es die Geschichte in einem rasanten und mitreissenden Tempo vorzutragen. Im teilweise stakkatoartigen Wechsel hetzt der Leser zwischen Mittelalter und 21sten Jahrhundert hin und her. Die ersten zwei Drittel des Buches ist es ihm so kaum möglich, sich von der Geschichte zu trennen. Darcer ist Geschichtenschreiber. Er erzählt. Die Protagonisten bleiben daher in ihrer Beschreibung weitgehend öberflächlich. Das gleiche gilt für die Berichte über Mord, Totschlag und Vergewaltigung. Viel bleibt der Fantasie des Lesers überlassen, der sich seine eigenen Bilder malt. Und das ist gut so. Oftmals fühlte ich mich an Märchenerzählungen erinnert, die einen so wunderbar gruselig fesselten und nachhaltig im Gedächtnis blieben. Moorhof, eine wahre Geschichte? - Wer es glauben mag? Okay. Wer nicht? Auch okay. Aber lesen sollte diese Geschichte jeder. Spannende Unterhaltung gibt es nämlich hier in jedem Fall. Dies war das erste Buch von Bianca Bolduan, das ich, einer Empfehlung folgend, gelesen habe. Das nächste steht allerdings bereits auf meiner Wunschliste.

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