Summ, wenn du das Lied nicht kennst

von Bianca Marais 
4,5 Sterne bei71 Bewertungen
Summ, wenn du das Lied nicht kennst
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Positiv (66):
momomaus3s avatar

Berührende Geschichte

Kritisch (1):
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Eine bewegende Geschichte über zwei Schicksale während des Apartheidregimes, die sich leider stark zieht.

Alle 71 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Summ, wenn du das Lied nicht kennst"

Südafrika 1976. Die neunjährige Robin wächst behütet in einem Vorort von Johannesburg auf. In derselben Nation, aber Welten von Robin getrennt, lebt Beauty Mbali, eine verwitwete Xhosa-Frau, die sich allein um ihre Kinder kümmert. Als Robins Eltern getötet werden und zur selben Zeit Beauty in den Wirren des Schüleraufstands von Soweto nach ihrer Tochter sucht, führt das Schicksal diese zwei Menschen zusammen, deren Wege sich sonst nie gekreuzt hätten. Bei Beauty findet Robin Geborgenheit, und es entspinnt sich eine innige Beziehung zwischen den beiden. Doch Robin fürchtet, Beauty wieder zu verlieren, sobald diese ihre Tochter findet. Verzweifelt trifft das Mädchen eine folgenschwere Entscheidung ...
Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783336547944
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:509 Seiten
Verlag:Wunderraum
Erscheinungsdatum:12.03.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    KerstinThs avatar
    KerstinThvor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Interessante und gefühlsvolle Einblicke in das Leben in Südafrika 1976 zwischen Weißen und Schwarzen. Leider etwas langatmig.
    Liebe über Rassengrenzen hinaus

    Südafrika, Johannesburg, 1976 zur Zeit des Apartheidregimes. Die neunjährige Robin wird zur Waisen, als eines nachts ihre Eltern ermordet werden. Aber auch ihre geliebte Kinderfrau Mbali muss sie verlassen. Nun ist Robin auf sich allein gestellt. Sie kommt zu ihrer Tante Edith. Diese hat aber nicht viel Zeit für Robin. So tritt Beauty in ihr Leben. Beauty ist auf der Suche nach ihrer verschwundenen Tochter. Finden sich nun zwei verlorene Herzen?

    Dieser Roman behandelt viele Themen. Im Vordergrund steht natürlich der Konflikt zwischen Schwarzen und Weißen. Aber auch der Rassismus in Bezug auf Religion und Homosexualität werden angesprochen. Erzählt wird die Geschichte der kleinen weißen Robin, die ihre Eltern und ihr altes wohlbehütetes Leben verloren hat und sich nun verlassen fühlt. Ihr gegenüber steht Beauty, die ihre Söhne in ihrem Dorf zurückgelassen hat, um ihre Tochter aus der Stadt zurück zu holen, bevor ihr bei den Aufständen etwas passiert. Doch Beauty ist zu spät und Nomsa nicht mehr auffindbar. So ergibt es sich, dass sich Robin und Beauty treffen. Es entsteht eine große Liebe und jeder fühlt sich wieder geborgen, auch wenn in jedem die Vergangenheit noch arbeitet. Beauty leidet sehr darunter, dass sie ihr Versprechen, welches sie ihren Söhnen gegeben hat nicht einhalten kann. Sie sollte Nomsa finden und zurückkehren, doch dann ist sie über ein Jahr weg. Ob sie jemals zurückkehrt? Man merkt Beauty ihre Verzweiflung beim Lesen an. Robin war für mich nicht so richtig zu fassen. Sie wirkte etwas sprunghaft. Manchmal noch sehr kindlich, was vollkommen ok ist, denn sie ist erst neun. Aber dann war sie auch wieder so erwachsen, so dass es nicht mehr wirkte, als würde Robin sprechen, sondern ein Erzähler. Gefallen hat mir, dass immer abwechselnd Robin und Beauty zu Wort kamen, so konnte man als Leser die Gefühle von beiden erleben.

    Was mir nicht so gut gefallen hat, ist dass sich die Handlung etwas zieht. Das Buch liest sich zwar flüssig, aber dennoch hätte es manch eine Passage nicht gebraucht. Die Handlung wirkte auf mich recht authentisch. Bianca Marais stammt selbst aus Südafrika und hatte eine schwarze Kinderfrau – Eunice. Dadurch konnte sie sich selbst sehr gut in die Situation von Robin und Beauty hineinversetzen. Zumindest in die gesellschaftliche Position. 

    Am Ende des Buches ist ein Glossar ausgeführt, welches verwendete Wörter aus dem Afrikaans ins Deutsche übersetzt und Begriffe, wie Apartheid erklärt. Sehr hilfreich, dann muss man nicht selbst erst recherchieren. 

    Mir hat dieses Buch gut gefallen. Über das Leben zwischen Afrikanern und Weißen habe ich noch nichts gelesen, und über das Apartheidregime im Besonderen auch nicht, deshalb fand ich das Thema interessant. Die Umsetzung war dann leider nicht hundertprozentig mein Fall, da es mir zu langatmig war, deshalb vergebe ich drei von fünf Sternen. 

    Das schönste Zitat aus diesem Roman ist für mich folgendes:

    Seite 466: „ Vielleicht braucht auch einfach jeder irgendjemandem, den er hassen kann, und es ist leichter Leute fies zu behandeln, wenn man sich einredet, sie wären ganz anders als man selbst.

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    momomaus3s avatar
    momomaus3vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Berührende Geschichte
    Rezension "Summ, wenn du das Lied nicht kennst" von Bianca Marais

    Zunächst bedanke ich mich beim Goldmann / Wunderraum Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

    Titel: Summ, wenn du das Lied nicht kennst
    Autor: Bianca Marais
    Verlag: Wunderraum Verlag / Random House
    Seitenzahl: 512
    Preis: 23,00€ (Hardcover)
    Erscheinungsdatum: 12.03.2018
    Genre: Roman

    I N H A L T


    Für alle, die wissen, wie viel Mut man braucht, um Fehler einzugestehen. Und zu verzeihen.

    Ein weißes Mädchen und ihre schwarze Kinderfrau trotzen dem Hass des Apartheidregimes.
    Südafrika 1976. Die neunjährige Robin wächst behütet in einem Vorort von Johannesburg auf. In derselben Nation, aber Welten von Robin getrennt, lebt Beauty Mbali, eine verwitwete Xhosa-Frau, die sich allein um ihre Kinder kümmert. Als Robins Eltern getötet werden und zur selben Zeit Beauty in den Wirren des Schüleraufstands von Soweto nach ihrer Tochter sucht, führt das Schicksal diese zwei Menschen zusammen, deren Wege sich sonst nie gekreuzt hätten. Bei Beauty findet Robin Geborgenheit, und es entspinnt sich eine innige Beziehung zwischen den beiden. Doch Robin fürchtet, Beauty wieder zu verlieren, sobald diese ihre Tochter findet. Verzweifelt trifft das Mädchen eine folgenschwere Entscheidung ...

    (Quelle: Randomhouse)

    E I G E N E  M E I N U N G 

    Der Klappentext hat mich sehr interessiert und die wunderschöne Aufmachung dieses Buches ist wieder mal sehr Besonders. Ich musste es einfach lesen.

    Der Schreibstil ist angenehm und trotz der Dramatik kam man gut in die Handlung rein.

    Die Geschichte spielt in Südafrika in der Zeit vor und nach dem Aufstand in Soweto 1976.

    Zur Hälfte wird die Story aus der Sicht der neunjährigen Robin erzählt.

    Robins Eltern sind in den Unruhen ums Leben gekommen, daher lebt sie bei ihrer Tante Edith, die aber keine Zeit für das Kind hat, daher wird sie von der schwarzen Beauty betreut. Das Kind ist nach außen hin tapfer, aber nach Innen sehr verängstigt, was man natürlich verstehen kann.

    Beauty ist eine reife, weise und stolze Frau. Sie sucht in Jahannesburg nach ihrer Tochter, die im Protestmarsch verschwunden ist. Um als Schwarze in Johannesburg leben zu dürfen, muss sie über Arbeit und einen Pass verfügen. So arbeitet sie für Edith.

    Robin, die als Weisse wohlbehütet aufgewachsen ist, muss lernen, dass Schwarze auch ganz normale Menschen wie sie sind und nicht weniger wert.

    In dieser Geschichte geht es um Verlust, Ängste und Ungerechtigkeit aber auch um Hoffnung und Menschlichkeit in einer Zeit, in der schwarze Menschen benachteiligt werden.

    Ich fand die Geschichte sehr emotional und finde, dass man sie gelesen haben sollte, ich bereue es jedenfalls nicht.

    F A Z I T

    Bedrückendes Thema, aber sehr gut erzählt, denn es konnte mich sehr berühren, da ich mich den Charakteren sehr nach gefühlt habe. Ich empfehle es definitiv zu lesen.









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    milkysilvermoons avatar
    milkysilvermoonvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein empfehlenswerter Roman, der mich begeistern und berühren konnte
    Als noch die Apartheid in Südafrika herrschte

    Südafrika in den 1970er-Jahren: Durch einen Gewaltakt verliert die neunjährige Robin Conrad, die zuvor eine behütete Kindheit in einem Vorort von Johannesburg hatte, ihre Eltern. Sie kommt zu ihrer Tante Edith, die mit dem Kind aber überfordert ist. Als Kindermädchen beschäftigt sie Beauty Mbali. Die farbige, gebildete Xhosa-Frau hat auf der Suche nach ihrer 17-jährigen Tochter Nomsa ihr Heimatdorf verlassen. In unruhigen Zeiten entwickelt sich zwischen Robin und Beauty eine innige Beziehung. Doch dann trifft das Mädchen eine Entscheidung mit Folgen…

    „Summ, wenn du das Lied nicht kennst“ ist der bewegende Debütroman von Bianca Marais über die Wirren des Schüleraufstands in Soweto und die Auswirkungen der Apartheid.

    Meine Meinung:
    Der Roman besteht aus 58 Kapiteln, die abwechselnd in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Robin und der von Beauty erzählt werden. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut.

    Der Schreibstil ist angenehm, flüssig, anschaulich und einfühlsam. Viel wörtliche Rede macht den Roman lebhaft. Mir fiel es leicht, in die Geschichte einzutauchen.

    Mit Robin und Beauty gibt es zwei Hauptprotagonistinnen, die sich in mehreren Punkten wie Hautfarbe und Alter sehr stark unterscheiden. Die Charaktere sind vielschichtig und mir ans Herz gewachsen. Ihre Gedanken und Gefühle ließen sich gut nachvollziehen. Vor allem Beauty war mir schon nach wenigen Seiten sympathisch.

    Inhaltlich konnte mich der Roman sehr beeindrucken. Die Zeit und Umstände der Apartheid führt die Autorin sehr eindringlich vor Augen. Dabei geht es um gesellschaftliche Probleme der damaligen Zeit, die sich auf erschütternde Weise im Alltag in Südafrika niederschlagen: Rassenhass, Homophobie, Antisemitismus, weitere Vorurteile, Gewalt und einiges mehr. Ich fand es sehr interessant, etwas über die Aufstände und diese Zeit insgesamt zu erfahren. Dabei merkt man deutlich die gründliche Recherche. Verknüpft werden diese Aspekte mit menschlichen Themen und Schicksalsschlägen wie Tod, aber auch Liebe und Freundschaft. Der Roman ist dadurch sowohl unterhaltsam und emotional sehr bewegend als auch eine lehrreiche Lektüre, die aufwühlt und zum Nachdenken anregt.

    Ein Pluspunkt sind die Landkarte und ein Glossar. Lesenswert ist auch das Nachwort der Autorin.

    Die Aufmachung des Romans ist sehr hochwertig. Das schlichte, aber liebevoll gestaltete Cover ist sehr hübsch. Auch der Titel, der sich stark am Original („Hum If You Don’t Know The Words“) orientiert, gefällt mir gut.

    Mein Fazit:
    „Summ, wenn du das Lied nicht kennst“ von Bianca Marais ist ein empfehlenswerter Roman, der mich begeistern und berühren konnte. Die Geschichte wird bei mir noch eine Weile nachklingen.

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    Bjjordisons avatar
    Bjjordisonvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Hat mir gut gefallen..
    Sehr spannend....

    Das Buch habe ich eher zufällig gesehen, aber ich habe mich von der tollen Aufmachung und auch von der Inhaltsangabe angesprochen gefühlt, sodass ich mich entschlossen habe, es zu lesen. Obwohl es jetzt nicht unbedingt ein Genre ist, welches ich bisher oft gelesen habe, bin ich definitiv froh, es getan zu haben, denn das Buch hat mich absolut begeistert.

    Die Autorin schickt den Leser ins Jahr 1976 und zwar nach Südafrika. Wer sich hier etwas auskennt, weiß, dass zu der damaligen Zeit Apartheid vorgeherrscht hat und die Lebensumstände in diesem Land generell nicht leicht waren. Hier treffen wir auf die Hauptprotagonisten Robin und Beauty. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein.

    Die Handlung in dem Buch fand ich wirklich toll, denn es behandelt doch sehr wichtige Themen und zwar aus meiner nicht die Sache mit der Rassentrennung, sondern auch so einiges anderes, wie beispielsweise der Tod und die Wirkung auf die Nachkommen. Natürlich steht aus meiner Sicht absolut die Sache mit der Rassentrennung im Vordergrund und ich fand es toll, wie die Autorin diese Thematik bearbeitet und so dem Leser näherbringt. Spannend, aber auch sehr realistisch.

    Natürlich kommt auch die Sache mit dem Aufstand sehr gut zur Geltung und ich konnte mich wirklich gut in die Geschichte einleben. Persönlich empfand ich es auch als recht spannend, dass auch einige historischen Fakten in dem Buch vorkommen.

    Die Abschnitte zwischen Robin und Beauty fand ich ebenso ganz unterhaltsam, denn gerade das langsame Zueinanderkommen und die folgende Entwicklung zwischen den beiden hat mir sehr gut gefallen. Es wirkte alles auch sehr authentisch auf mich.

    Generell würde ich die beiden auch als sehr interessant und realistisch bezeichnen. Die Autorin hat den beiden doch einen sehr gelungenen Hintergrund verpasst.

    Der Schreibstil der Autorin wahr sehr angenehm zu lesen. Ich fand trotz der schwierigen Thematik, dass man gut in die Handlung kommt und sich das Buch dann auch sehr gut lesen lässt. Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt, sodass man enorme viele Eindrücke von der Handlung und der damaligen Zeit bekommt.

    Die Aufmachung des Buches und das Cover gefällt mir sehr gut. Ich finde es schön, dass die Farbwahl hier eher dezent gehalten wurde, denn es ist aus meiner Sicht so, dass es stimmiger zur Geschichte passt.

    Zur Autorin:

    Bianca Marais hat an der Universität von Toronto Creative Writing studiert. Bevor sie sich dem Schreiben zuwandte, hatte sie ein Weiterbildungsunternehmen gegründet und später als freiwillige Helferin bei Cotlands gearbeitet, einer gemeinnützigen südafrikanischen Kinderhilfsorganisation, für die sie an Hilfsmaßnahmen für Aids-Waisen in Soweto teilnahm. Bianca Marais ist in Südafrika geboren und aufgewachsen und lebt heute mit ihrem Mann in Toronto.

    Quelle:  Verlag

     

    Fazit:

    5 von 5 Sterne. Gelungenes Debüt, welches sehr interessant und gut gemacht ist. Ich habe mich toll unterhalten gefühlt und kann euch das Buch so auch uneingeschränkt ans Herz legen.

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    yellowdogvor 4 Monaten
    Kindheit in der Apartheidszeit

    Es gibt viele bedeutende Romane über die Apartheid in Südafrika, die meistens von Zeitgenossen dieser schlimmen Zeit stammen. Die meisten dieser Autoren sind schon älter. Bianca Marais ist 1976 geboren und kennt daher die Apartheid aus Sicht eines weißen Kindes. Ein schwarzes Hausmädchen kümmerte sich um sie. Diese Erfahrung führte zu diesem Roman.

    Die Romanhandlung beginnt in dem Jahr, in dem die Autorin geboren wurde. Es gibt zwei Hauptfiguren. Robin, ein 9jähriges weißes Mädchen, dessen Eltern ermordet wurden und Beauty, die sich als Hausmädchen um sie kümmert. Eigentlich ist Beauty Lehrerin, aber sie ist auf der Suche nach ihrer Tochter, die eine Aktivistin im Kampf gegen das Apartheidsregime ist.

    Die Erzählstimme wechselt zwischen Robin und Beauty.

    Anfangs merkt man dem Stil noch ein wenig die Creative-Writing-Schulung der Autorin an (z.B. beim Einsatz der imaginären Zwillingsschwester), dadurch kam ich schwer in das Buch rein, aber das gibt sich mit der Zeit. Nachdem Robin und Beauty zusammengekommen waren, bin ich vollends im Buch angekommen.

    Als Leser lernt man diese beiden Figuren mit der Zeit gut kennen. Eine Stärke des Romans.

    Man kann das Lesen genießen, obwohl es natürlich schreckliche Ereignisse gibt.

    Das Finale erscheint mir überhastet und vielleicht nicht ganz glaubwürdig, aber es führt zu einem versöhnlichen Schluss des Buches, mit dem man sehr zufrieden sein kann.

    Ich bin gespannt, ob es weitere Romane von Bianca Marais geben wird. Ich hoffe es!

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    InaVainohullus avatar
    InaVainohulluvor 4 Monaten
    Uneingeschränkte Leseempfehlung !

    Was für ein großartiger, eindringlicher, aufwühlender und wichtiger Roman !!! Ich habe sehr sehr lange darüber nachgedacht, wie ich hier die richtigen Worte finden soll und habe schnell gemerkt, das ich mich am besten einfach von meinen Gefühlen und Empfindungen, die ich beim Lesen gespürt habe, leiten lassen, denn mit allem anderen wird man diesem Roman wohl sowieso kaum gerecht.

    Zum ersten Mal auf das Buch aufmerksam wurde ich, als ich mir im letzten Herbst die Frühjahrsvorschauen des Wunderraum Verlags angesehen habe. Einen genaueren Blick habe ich dann allerdings erst riskiert, als ich es in der Buchhandlung entdeckte. Da fiel mir das Cover, trotz seiner dezenten Farben sofort wieder ins Auge und der Klappentext machte schnell klar, das ich das Buch einfach lesen MUSS.

    Erwartet habe ich eine spannende Geschichte, die sicher auch den ein oder anderen erhobenen Zeigefinger mit sich bringen würde. Was ich nicht erwartet habe, war wie GROßARTIG und wie wichtig dieses Buch tatsächlich sein würde.

    1976 läuteten die Studentenaufstände in Südafrika, den Anfang vom Ende der Apartheid ein. Es war ein Kampf der das Weltgeschehen auf extreme Ungerechtigkeit und Rassismus lenkte.
    Mitten im Geschehen befinden sich die 9-jährige, weiße, Robin, die bei den Aufständen ihre Eltern verliert und zu ihrer alleinstehenden Tante ziehen muss und Beauty Mbali, die sich nach Johannesburg durchschlägt, um ihre Tochter Nomsa zu finden, die Teil der Studentenbewegung ist, und das obwohl es schwarzen Frauen verboten ist, ihre Townships zu verlassen.

    Ein für Beauty glücklicher Umstand ist es, das Robins Tante dringend ein Kindermädchen für Robin braucht und Beauty dafür anheuert, die so eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis bekommt. Somit ist beiden Frauen fürs Erste geholfen. Doch hier prallen zwei komplett verschiedene Welten aufeinander.

    Bianca Marais haut dem Leser mit voller Breitseite all den Hass der Apartheid um die Ohren und ich hätte vor lauter Ungerechtigkeiten beim Lesen immer wieder vor Zorn schreien wollen. Der Inhalt ist also aufrüttelnd, traurig, dramatisch. Doch es gibt auch immer wieder hoffnungsvolle und sogar lustige Szenen. Die Geschichte spricht auch von Mut und Freundschaft und Liebe.

    Was mich ein kleines bisschen störte, war das Ende, das das Buch leider nicht ganz perfekt gemacht hat, denn hier will die Autorin einfach nochmal richtig viel und verzettelt sich etwas.
    Aber, da es sich hier um einen Debütroman handelt, bei dem der Satz "Ein Roman der seinesgleichen sucht" endlich einmal im wahrsten Sinne des Wortes zutrifft, kann ich darüber hinwegsehen.

    "Summ, wenn du das Lied nicht kennst" ist eine der bewegendsten und besten, wenngleich auch emotional grausamsten und traurigsten Geschichten, die ich seit Langem gelesen habe.

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    renees avatar
    reneevor 4 Monaten
    Was ist Apartheid

    "Summ, wenn du das Lied nicht kennst" handelt vom Menschsein, beschreibt unsere Gefühlswelt in einer deutlichen Intensität. Es geht um zwei Menschen, die in der Zeit des Apartheidregimes in Südafrika leben, genauer gesagt spielt der Roman 1976/1977. Da haben wir einmal Robin Conrad, ein neunjähriges/zehnjähriges Mädchen, Tochter eines englischstämmigen Paares, in einem ausschließlich von Weißen bewohnten Vorort von Boksburg lebend, wird dramatisch vom Leben überrannt, ihre Eltern werden ermordet, sie ist eine Waise, wird nun von ihrer Tante Edith nach Yeoville mitgenommen, beide müssen nun mit ihrer Trauer und der neuen Situation klarkommen, die eine verliert viel zu früh ihre Eltern, die andere ihre Schwester und ihren Schwager, beide müssen nun einen Weg für sich finden. Die zweite tragende Figur dieses Buches ist Beauty Mbali, eine neunundvierzigjährige/fünfzigjährige Xhosa Frau, im Bantustan Transkei im Dorf Qunu mit ihren beiden Söhnen lebend, ist verwitwet, erhält von ihrem Bruder aus Soweto die erschreckende Nachricht das ihre Tochter Nomsa in Gefahr ist, diese ist wegen der Schule nach Soweto zu ihren Onkel gegangen, daraufhin macht sie sich sofort auf den Weg nach Soweto. Die Geschichte lässt beide Hauptpersonen einander begegnen und für Beide beginnt ein langsamer Prozess des Annäherns und des Begreifens, das man gar nicht so unähnlich ist. Beide sind mit Vorurteilen der anderen Rasse gegenüber behaftet, Beide beginnen diese starren Krusten zu durchbrechen. Dieses Buch ist ein Plädoyer für Liebe, Toleranz und Menschlichkeit und gleichzeitig auch mit geschichtlichen Fakten gespickt, bringt uns das Leben zurzeit der Apartheid näher und ist sehr interessant geschrieben.


    Wir haben hier eine bewegende Geschichte, die in einem einfachen Schreibstil verfasst ist und sehr viele Bilder im Kopf entstehen lässt. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben, ich habe das Buch recht schnell gelesen und empfand beim Lesen einen recht starken Sog. Das Buch ist außergewöhnlich, sehr liebevoll und hochwertig aufgemacht, ich fand die Einbandgestaltung, das Vorsatzpapier und die Farbwahl als sehr stimmig, ansprechend und damit auch sehr schön.


    Eine sehr schöne Geschichte.

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 4 Monaten
    Weiß zu berühren

    Südafrika im Jahre 1976, die neunjährige Robin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Johannesburg. Hier bekommt sie nur wenig mit von den Rebellionen und Aufständen gegen die Rassentrennung. Bis es eines Nachts zu einem schrecklichen Vorfall kommt. Ihre Eltern wollten zu einer Party, doch von dieser kommen sie nie mehr zurück. Plötzlich ist das Mädchen allein und hat nur noch ihre Tante Edith, bei der sie nun leben soll. Doch Edith liebt ihr freies Leben und ihren Beruf als Stewardess und kann sich kaum vorstellen, sich nun um ein kleines Mädchen kümmern zu müssen. Nicht weit von Robin entfernt lebt Beauty Mbali, eine verwitwete Lehrerin, die sich nun alleine um ihre Kinder kümmert. Beautys älteste Tochter Nomsa war bei den Studentenaufständen von Sowetho dabei und ist nun spurlos verschwunden. Beauty macht sich auf die Suche nach ihrer Tochter.

    Meine Meinung

    Wie auch die anderen Bücher aus dem Wunderraum Verlag ist auch dieses wieder ein optisches Highlight. Aber auch der Inhalt des Buches konnte mich sehr schnell fesseln, denn der Einstieg gelang mir hier sehr gut. Bianca Marais erzählt ihre Geschichte mit sehr berührenden Worten, der Schreibstil ist fesselnd und bildhaft, so dass ich hier die Begebenheiten der Zeiten der Apartheid sehr klar vor Augen hatte. Gerade mit solchen Momenten, als beschrieben wird, wie Beauty ihre Tochter zwischen all den verletzten Schülern suchte, brachte mich zum Schlucken und bereitete mir Gänsehaut. Denn auch wenn es sich bei Robin und Beauty um fiktive Charaktere handelte, waren die beschriebenen Ereignisse leider real.
    Ich muss hier zugeben, dass ich zwar weiß, was damals in Südafrika passierte und das es auch lange Jahre dort schwere Kämpfe um die Gleichberechtigung gab, doch wirklich etwas über die Zeit habe ich bisher noch nicht gelesen. Dementsprechend stark konnte mich die Autorin auch mit ihrer Geschichte berühren.
    Die Autorin nimmt sich zu Beginn sehr viel Zeit, ihre beiden Protagonistinnen und ihr Leben vorzustellen und das diese Beiden aufeinander treffen, dauert wesentlch länger, als der Klappentext es erscheinen lässt. Auch sonst ist die Geschichte eher ruhig erzählt, auch wenn die Ausschreitungen immer wieder zur Sprache kommen. Trotzdem kann der Leser sich sehr gut vorstellen, was passiert ist und wie die äußeren Umstände waren, denn das Erlebte wird hier schon geschildert, zwar geht es nicht in kleine, blutige Details, aber es genügte vollkommen, es nur zu erwähnen, um die schrecklichen Geschehnisse zu verdeutlichen. Aber auch sonst schafft es Bianca Marais zu erklären, wie es so weit überhaupt kommen konnte, gerade wenn sie die kleine Robin erzählen lässt.
    Die beiden Protagonistinnen erzählen hier abwechselnd in der Ich-Perspektive vom Geschehen. Schnell kann man sich ein gutes Bild über die Beiden bilden. Robin ist lebhaft und wild und wäre so manches Mal gerne ein Junge, während ihre Zwillingsschwester Cat das genaue Gegenteil bildet. Sie ist empfindlich, bricht schneller in Tränen aus und ist auch sonst eher ängstlich. Doch es gibt auch ein Geheimnis um die Zwillinge, welches mich im ersten Moment völlig verblüfft hat, denn dieses Geheimnis habe ich absolut nicht vorausahnen können. Beauty ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die ich von Beginn an mochte. Sie ist stark, gebildet und hartnäckig. Sie gibt nicht leicht auf und setzt alles daran, ihre Tochter wiederzufinden. Die Einheit, die Beauty und Robin dann bilden hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte die Darstellung sehr, wie Beauty beginnt, auf das Denken der kleinen Robin mit einzuwirken, wie sie es schafft, darzustellen, dass halt doch nicht alle Menschen gleich sind. Das ein schwarzer Arbeiter in einer Miene kein Boy ist, sondern so genannt wird, auch wenn er schon lange kein “Junge” mehr ist.
    Neben diesen Beiden gibt es noch eine kleine Hand voll weiterer Charaktere, die noch wichtig für die Entwicklung der Geschichte sind. Da wäre zum Einen Edith, Robins Tante, die völlig überfordert ist, mit der Situation, doch ich konnte sie durchaus verstehen. Zum Anderen gibt es Wilhelmina, die Sozialarbeiterin, die mich auch überrascht hat.

    Mein Fazit

    Mit Summ, wenn du das Lied nicht kennst, hat Bianca Marais einen sehr gefühlvollen Roman geschrieben, der mich fesseln und auch überzeugen konnte. Trotz des sehr ernsten, sehr schweren Themas der Diskriminierung, schaffte es die Autorin doch auch immer wieder, mich Lächeln zu lassen, vor allem bei bestimmten Handlungen der Protagonistin Robin. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und das ich gerne weiterempfehle.

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    SamiraBubbles avatar
    SamiraBubblevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine bewegende Geschichte über zwei Schicksale während des Apartheidregimes, die sich leider stark zieht.
    Bewegende Leidensgeschichte zweier Menschen, die sich teilweise stark in die Länge zieht

    ** Diese und weitere Rezensionen könnt ihr übrigens auf meinem instagram - Kanal @books_on_blankets finden :) **

    Marais Debüt spielt in Südafrika im Jahr 1976, als das System der Apartheid noch allgegenwärtig ist. Die 9-jährige Robin lebt zusammen mit ihren Eltern und einem schwarzen Hausmädchen ein behütetes Leben in einem Vorort von Johannesburg. Doch ihre unbeschwerte Kindheit endet schlagartig, als ihre Eltern im Zuge des Schüleraufstands in Soweto sterben. Nachdem Robin vorübergehend bei ihrer freigeistigen Tante untergekommen ist, wird sie fortan von der verwitweten Xhosa-Frau Beauty versorgt. Die beiden ungleichen Figuren, die sich anfänglich skeptisch gegenüber stehen, verbindet der Verlust geliebter Menschen. Langsam entwickelt sich eine Mutter-Tochter-Beziehung zwischen ihnen, die Robin das erste Mal seit Langem wieder Halt und Geborgenheit gibt. Auch Beauty liegt viel an Robin, jedoch ist ihr ganzes Denken auf die Suche nach ihrer 17-jährigen Tochter ausgerichtet, die während der Unruhen verschwunden ist. Bei Robin, die das neue entsponnene Band schützen will, schleicht sich bald das Gefühl ein, sie müsse mit der Tochter um die Zuneigung von Beauty konkurrieren und so mischt sie sich in die Suche ein, was verheerende Folgen hat. 

    🌿 Was mir gefiel: Die Sprache, sie ist kraftvoll und bildreich, was Charaktere und Situationen lebendig werden lässt. Mir gefiel die Beziehung zwischen Beauty und Robin, die sich gegenseitig herausfordern und neue Denkanstöße geben. Robin, die rassistische Vorurteile fest eingetrichtert bekommen hat, muss sich durch die Begegnung mit Beauty, einer starken, unabhängigen Lehrerin mit ihrem bisherigen Weltbild auseinandersetzen. 

    🌿 Was mir nicht gefiel: Es dauert unglaublich lange, bis sich die Wege der beiden Protagonisten kreuzen, was schade ist, da sie ja im Buch die wichtigsten Figuren sind. Es wird viel aus Robins neuem Alltag bei ihrer Tante erzählt, was für das weitere Geschehen gar keine Rolle spielt. Auch die Passagen von Beauty wiederholen sich, die Suche geht schleppend voran, was den Leser ermüdet. Womit ich aber meine größten Probleme hatte war mit Robin. Sie ist ein aufgewecktes, fantasievolles Mädchen, doch ich hatte es schwer mit ihr warm zu werden. Besonders nervig fand ich ihre altkluge Art, mit welcher sie Sätze gedacht und gesprochen hat, die ein Kind in ihrem Alter nie so tun würde. Das liegt bestimmt auch daran, dass Robin rückblickend erzählt, nur ist es der Autorin nicht gelungen diese Stellen richtig zu markieren, sodass man beide Ichs voneinander unterscheiden kann.

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    Klusis avatar
    Klusivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Wahre Freundschaft und Liebe kennen keine Hautfarbe
    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von zwei sehr unterschiedlichen Protagonistinnen erzählt. Da ist einmal die neunjährige Robin Conrad, ein weißes Mädchen, dass in den Siebzigerjahren in behüteten Verhältnissen aufwächst, bis eines Tages ihre Eltern nicht nach Hause kommen, weil sie von Schwarzen getötet wurden. Für Robin ändert sich das ganze Leben, denn sie muss zu ihrer Tante Edith, einer Stewardess, die mit Kindern so gar nichts am Hut hat.
    Robin fühlt sich allein und verlassen, denn sie hat nicht nur ihre Eltern verloren, sondern auch ihr vertrautes Zuhause und ihr geliebtes Kindermädchen. Von Edith fühlt sie sich nicht angenommen, denn für ihre Tante stellt sich die Frage, wie sie die Zukunft mit ihrer Nichte und ihrem Beruf unter einen Hut bringen soll.
    Hier kommt Beauty Mbali ins Spiel. Die zweite Ich-Erzählerin ist eine verwitwete Xhosa-Frau und Lehrerin aus der Transkei. Auf der Suche nach ihrer Tochter, die in den Wirren des Aufstands von Soweto verschollen ist, kommt sie nach Johannesburg. Da sie als Schwarze eine Anstellung und einen Ausweis benötigt, um sich in Johannesburg aufhalten zu dürfen, trifft sie ein Arrangement mit Edith, so dass diese weiterhin ihrem Beruf nachgehen kann und Beauty sich in der Zwischenzeit um Robin kümmert.
    Nach den ersten Annäherungsproblemen entsteht eine innige Freundschaft zwischen Robin und Beauty. Für das neunjährige Mädchen tun sich, durch das abwechselnde Zusammenleben mit Edith und Beauty, völlig neue Sichtweisen auf. Sie lernt, dass man Menschen weder nach ihrer Hautfarbe noch nach ihrer Gesinnung beurteilen kann. Nicht nur sie hat ihre Eltern verloren, nicht nur Schwarze ermorden Weiße, sondern auch umgekehrt werden zahlreiche Verbrechen begangen. So muss Robin erfahren, dass weiße Sanitäter nicht bereit sind, zu helfen, als Beauty schwer erkrankt.
    Die Handlungsstränge aus Robins und Beautys Sicht sind sehr unterschiedlich. Man lernt die beiden Erzählerinnen sehr intensiv kennen, wobei mich Beauty mit ihren Ausführungen stärker berühren konnte. Robin hat in ihrem jungen Leben schon Schlimmes durchgemacht und schwere Verluste erlitten. Das macht sich zum Teil auch in ihrem Verhalten bemerkbar. Einerseits ist sie verunsichert, andererseits aber auch recht forsch, und so manches, was sie im Lauf der Handlung anstellt, hat leise Zweifel in mir geweckt, denn sie begibt sich in Situationen, die für ein kleines Mädchen doch sehr ungewöhnlich sind. Ihr Verhalten schwankt manchmal zwischen Unvernunft und Altklugheit und bringt ihr so manche tiefschürfende Erkenntnis, was ich ihr, in Anbetracht ihres Alters, nicht immer hundertprozentig abnehmen konnte. Am Ende der Geschichte gab es für mich auch noch ein paar ungeklärte Punkte, aber eine Anmerkung der Autorin lässt mich hoffen, dass Beautys und Robins Geschichte vielleicht eine Fortsetzung haben wird.
    Insgesamt hat mich dieser Debütroman stark beeindruckt. Er bietet Einblicke in eine Zeit, als in Südafrika noch die Apartheid vorherrschte. Im Roman kommt die Kluft in der Bevölkerung sehr deutlich zum Ausdruck, nicht nur zwischen Schwarz und Weiß, sondern auch zu allen Andersdenkenden.
    Bianca Marais ist selbst in Südafrika aufgewachsen. Sie wurde im Jahr des Soweto-Aufstands geboren und widmet diesen Roman ihrem schwarzen Kindermädchen Eunice, die ihr etwas sehr Wichtiges beibrachte, nämlich, dass Liebe farbenblind ist. 

    Nicht unerwähnt möchte ich die wunderschöne Ausstattung dieses Buches lassen. Die Ausgaben, die der Wunderraum-Verlag veröffentlicht, sind etwas Besonderes und jeder Band für sich ein kleiner Schatz. Alle Bücher sind mit einem hochwertigen Leinenrücken, einem hübsch bedruckten Lesebändchen und wunderschön farblich abgestimmtem Vorsatzpapier ausgestattet und wirken dadurch sehr edel. Da der Verlag auch besondere Geschichten veröffentlicht, die abseits vom Mainstream, aber gerade darum sehr lesenswert sind, werde ich mich künftig sicher öfter bei den Wunderraum-Neuerscheinungen umsehen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    NetzwerkAgenturBookmarks avatar

    »Summ, wenn du das Lied nicht kennst«

    Herzlich willkommen zur ersten Leserunde von WUNDERRAUM  in 2018. Mit dem neuen Titel von Bianca Marais startet wir in einen aufregenden Frühling. Bewerbe dich und finde heraus, was das Schicksal für Robin und Beauty bereithält.

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    WUNDERRAUM steht für Geschichten mit Tiefe, in denen sich der Leser wiederfinden kann. Gönne dir eine Pause vom Alltag und tauche in Geschichten ein, die von Kopf bis Herz gehen.



    Autoren oder Titel-Cover
    Südafrika 1976. Die neunjährige Robin wächst behütet in einem Vorort von Johannesburg auf. In derselben Nation, aber Welten von Robin getrennt, lebt Beauty Mbali, eine verwitwete Xhosa-Frau, die sich allein um ihre Kinder kümmert. Als Robins Eltern getötet werden und zur selben Zeit Beauty in den Wirren des Schüleraufstands von Soweto nach ihrer Tochter sucht, führt das Schicksal diese zwei Menschen zusammen, deren Wege sich sonst nie gekreuzt hätten. Bei Beauty findet Robin Geborgenheit, und es entspinnt sich eine innige Beziehung zwischen den beiden. Doch Robin fürchtet, Beauty wieder zu verlieren, sobald diese ihre Tochter findet. Verzweifelt trifft das Mädchen eine folgenschwere Entscheidung ...

    Leseprobe (Klick Blick ins Buch)

    Bianca Marais hat an der Universität von Toronto Creative Writing studiert. Bevor sie sich dem Schreiben zuwandte, hatte sie ein Weiterbildungsunternehmen gegründet und später als freiwillige Helferin bei Cotlands gearbeitet, einer gemeinnützigen südafrikanischen Kinderhilfsorganisation, für die sie an Hilfsmaßnahmen für Aids-Waisen in Soweto teilnahm. Bianca Marais ist in Südafrika geboren und aufgewachsen und lebt heute mit ihrem Mann in Toronto.  


    Wir suchen insgesamt 10 Leser, die Lust haben, diesen Roman von Bianca Marais  »Summ, wenn du das Lied nicht kennst« zu lesen.  Wir vergeben dafür 10 Bücher als Rezensionsexemplar in Print. 

    Aufgabe: Schreibe uns deinen Eindruck zur Leseprobe und warum du mitlesen möchtest?

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    milkysilvermoons avatar
    Letzter Beitrag von  milkysilvermoonvor 3 Monaten
    Meine Rezension ist fertig: https://www.lovelybooks.de/autor/Bianca-Marais/Summ-wenn-du-das-Lied-nicht-kennst-1506147499-w/rezension/1598418347/ Ich habe sie auch bei Amazon.de geteilt. Auch bei anderen Buchportalen (Lesejury, Goodreads, Wasliestdu usw.) ist sie zu finden. Bei randomhouse.de und ebook.de muss sie noch freigeschaltet werden. Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar!
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