Bianca Marais Summ, wenn du das Lied nicht kennst

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Inhaltsangabe zu „Summ, wenn du das Lied nicht kennst“ von Bianca Marais

Südafrika 1976. Die neunjährige Robin wächst behütet in einem Vorort von Johannesburg auf. In derselben Nation, aber Welten von Robin getrennt, lebt Beauty Mbali, eine verwitwete Xhosa-Frau, die sich allein um ihre Kinder kümmert. Als Robins Eltern getötet werden und zur selben Zeit Beauty in den Wirren des Schüleraufstands von Soweto nach ihrer Tochter sucht, führt das Schicksal diese zwei Menschen zusammen, deren Wege sich sonst nie gekreuzt hätten. Bei Beauty findet Robin Geborgenheit, und es entspinnt sich eine innige Beziehung zwischen den beiden. Doch Robin fürchtet, Beauty wieder zu verlieren, sobald diese ihre Tochter findet. Verzweifelt trifft das Mädchen eine folgenschwere Entscheidung ...
Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen.

Liebevoll erzählt, gibt diese spannende Geschichte viel Stoff zum Nachdenken.

— strickleserl

Eine Geschichte die viel von Gefühl geprägt ist.

— Odenwaldwurm

Apartheid, Aufstand in Soweto, Liebe, Mitgefühl, Achtung

— sterntaucher

Trotz des ernsten und traurigen Themas ist die Geschichte von Beauty und Robin leicht wie eine Feder und das ist schon eine große Kunst.

— Nina2401

Ein sehr eindringliches Buch über Vorurteile und was die Liebe vermag!

— Edelstella

Einfühlsame Geschichte!

— Tintenschoen

Das Buch fühlt sich gut in den Händen an und sieht auch toll aus. Der Inhalt und der Sprachstil sind phänomenal.

— Elenovski

Wahnsinnig interessanter Roman mit historischem Hintergrund. Fesselnd und sehr spannend, aber flüssig zu lesen.

— Anni1609

Definitiv eines dieser Exemplare, die man zuerst zu Ende lesen muss, um wieder einigermaßen ruhigen Schlaf zu finden!

— mel0603

Das Erste, was mir an diesem Buch aufgefallen ist, ist der wunderschöne, liebevoll gestaltete Einband.

— TheTargaryen

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  • Leserunde zu "Summ, wenn du das Lied nicht kennst" von Bianca Marais

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    NetzwerkAgenturBookmark

    »Summ, wenn du das Lied nicht kennst« Herzlich willkommen zur ersten Leserunde von WUNDERRAUM  in 2018. Mit dem neuen Titel von Bianca Marais startet wir in einen aufregenden Frühling. Bewerbe dich und finde heraus, was das Schicksal für Robin und Beauty bereithält. WUNDERRAUM steht für Geschichten mit Tiefe, in denen sich der Leser wiederfinden kann. Gönne dir eine Pause vom Alltag und tauche in Geschichten ein, die von Kopf bis Herz gehen. Erfahre mehr über WUNDERRAUM Südafrika 1976. Die neunjährige Robin wächst behütet in einem Vorort von Johannesburg auf. In derselben Nation, aber Welten von Robin getrennt, lebt Beauty Mbali, eine verwitwete Xhosa-Frau, die sich allein um ihre Kinder kümmert. Als Robins Eltern getötet werden und zur selben Zeit Beauty in den Wirren des Schüleraufstands von Soweto nach ihrer Tochter sucht, führt das Schicksal diese zwei Menschen zusammen, deren Wege sich sonst nie gekreuzt hätten. Bei Beauty findet Robin Geborgenheit, und es entspinnt sich eine innige Beziehung zwischen den beiden. Doch Robin fürchtet, Beauty wieder zu verlieren, sobald diese ihre Tochter findet. Verzweifelt trifft das Mädchen eine folgenschwere Entscheidung ... Leseprobe (Klick Blick ins Buch) Bianca Marais hat an der Universität von Toronto Creative Writing studiert. Bevor sie sich dem Schreiben zuwandte, hatte sie ein Weiterbildungsunternehmen gegründet und später als freiwillige Helferin bei Cotlands gearbeitet, einer gemeinnützigen südafrikanischen Kinderhilfsorganisation, für die sie an Hilfsmaßnahmen für Aids-Waisen in Soweto teilnahm. Bianca Marais ist in Südafrika geboren und aufgewachsen und lebt heute mit ihrem Mann in Toronto.   Wir suchen insgesamt 10 Leser, die Lust haben, diesen Roman von Bianca Marais  »Summ, wenn du das Lied nicht kennst« zu lesen.  Wir vergeben dafür 10 Bücher als Rezensionsexemplar in Print. Aufgabe: Schreibe uns deinen Eindruck zur Leseprobe und warum du mitlesen möchtest? Bitte beachte die allgemeinen Richtlinien von Lovelybooks 

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  • Schwarz und Weiß

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    aemy

    25. April 2018 um 18:00

    Es geht um die Rassenkonflikte in Südafrika, eingebettet in die Zeit des Schüleraufstandes in Soweto. Die neunjährige Robin, die bisher behütet in einem weißen Vorort aufgewachsen ist und schwarze Menschen nur als Angestellte kennt, verliert ihre Eltern. Zur gleichen Zeit verschwindet Beautys Tochter bei dem Schüleraufstand. So werden die Schicksale zweier so unterschiedlicher Menschen miteinander verbunden. Die Autorin schreibt aus der jeweiligen Sicht der beiden Hauptfiguren. So werden beide so unterschiedliche Welten ausführlich dargestellt. Die Autorin wartet lange, bis sie beide Welten durch das Aufeinandertreffen der beiden Hauptfiguren verbindet. Dies erscheint auf den ersten Blick etwas unnötig, auf den zweiten Blick wird jedoch klar, dass die Geschichte beiden Welten ausführlich Raum gibt, um Hintergründe und Motive der Zeit zu beleuchten. Als die Beiden schließlich aufeinandertreffen, wird die Hautfarbe für die Beiden zur Nebensache, denn sie brauchen sich. Fazit: Eine lesenswerte Geschichte, die auch für heutige Probleme noch sehr aktuell ist: „Ich war verstummt. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, in einer Welt, in der Leute gehasst und angegriffen wurden, weil sie nicht die richtige Hautfarbe hatten, nicht die richtige Sprache sprachen, nicht den richtigen Gott anbeteten oder die richtigen Leute liebten, eine Welt, in der Hass die Umgangssprache und Backsteine die einzigen Worte waren.“

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  • Südafrika in den 70ern

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    strickleserl

    25. April 2018 um 16:27

    Robin wächst in einem schönen Vorort von Johannesburg auf. Obwohl sie sich nach mehr Zuneigung von ihren Eltern sehnt, führt sie ein behütetes Leben; bis sie innerhalb von wenigen Stunden die drei Menschen verliert, die ihr am nächsten stehen. Ihre Eltern kommen von einer Feier nicht mehr zurück, und die schwarze Angestellte der Familie, die für Robin eine wichtige Bezugsperson ist, wird brutal verhört, sodass sie sich entschließt zu gehen.  Robin hat nur noch eine Verwandte, die Schwester ihrer Mutter, die als Stewardess arbeitet. Diese Tante versucht ihren Beruf aufzugeben, um bei Robin zu bleiben, aber sie findet keine andere Arbeitsstelle und muss nach einigen Wochen wieder zur Arbeit gehen. Zur gleichen Zeit ist eine gebildete, schwarze Frau in Johannesburg, die verzweifelt nach Spuren ihrer 17jährigen Tochter sucht. Die Tochter wurde zuletzt bei Unruhen gesehen, und ist nun spurlos verschwunden. Damit ihre Mutter, Beauty, legal in der Stadt bleiben kann, passt sie nun auf Robin auf, wenn Robins Tante auf Reisen ist. Dabei geht sie weiterhin jeden Hinweis nach, in der Hoffnung ihre Tochter zu finden. Robin musste in ihrem kurzen Leben so viele Verluste hinnehmen. Zuerst hat sie Angst sich an Beauty zu binden, dann möchte sie sicherstellen, dass Beauty immer bei ihr bleibt; bis sie entdeckt, dass Liebe nicht erzwungen werden kann, sondern nur in Freiheit aufblüht. Kann die kleine Robin helfen, dass Beauty ihre Tochter findet? Die Autorin ist selbst Südafrikanerin, die von einer schwarzen Angestellten aufgezogen wurde. Beim Lesen spürt man ihre Liebe zu diesem vielschichtigen Land und den Menschen dort, unabhängig von der Rasse. Robin ist einerseits traumatisiert, weil ihre Eltern von Schwarzen umgebracht wurden, andererseits gewinnt sie Beauty und andere schwarze und farbige Menschen lieb. Sie ringt zuerst mit der Frage, warum schwarze Menschen Weiße töten, muss aber feststellen, dass es umgekehrt genauso geschieht. Nicht die Hautfarbe entscheidet darüber, ob jemand gut oder böse ist. Robin und Beauty, und auch die anderen Charaktere in diesem Buch, wachsen dem Leser schnell ans Herz. Teilweise ist die Erzählung herzergreifend, wenn z.B. Robin auf der Beerdigung am liebsten die Särge ihrer Eltern aufmachen möchte, falls ihre Eltern nicht wirklich tot sind; oder, wenn sie endlich erkennt, dass sie ihre Trauer zeigen kann und sie weinen darf.  Das Ende des Buchs ist sehr spannend, denn Robin will einen schwerwiegenden Fehler wiedergutmachen, aber dazu muss sie sich in große Gefahr begeben.  Liebevoll erzählt, gibt diese spannende Geschichte viel Stoff zum Nachdenken; über Rassismus, den Wert und die Würde von jedem Menschen, und über das Geschenk der Liebe. Sehr zu empfehlen!

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  • Interessante Geschichte aus Südafrika

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    Odenwaldwurm

    25. April 2018 um 10:17

    Südafrika 1976. Die neunjährige Robin wächst behütet in einem Vorort von Johannesburg auf. In derselben Nation, aber Welten von Robin getrennt, lebt Beauty Mbali, eine verwitwete Xhosa-Frau, die sich allein um ihre Kinder kümmert. Als Robins Eltern getötet werden und zur selben Zeit Beauty in den Wirren des Schüleraufstands von Soweto nach ihrer Tochter sucht, führt das Schicksal diese zwei Menschen zusammen, deren Wege sich sonst nie gekreuzt hätten. Bei Beauty findet Robin Geborgenheit, und es entspinnt sich eine innige Beziehung zwischen den beiden. Doch Robin fürchtet, Beauty wieder zu verlieren, sobald diese ihre Tochter findet. Verzweifelt trifft das Mädchen eine folgenschwere Entscheidung ...  Liebevoll ausgestattete Ausgabe mit Leinenrücken und Lesebändchen. (Klappcovertext vom Buch) Ich bin sehr gut in die Story gekommen. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Den Inhalt der Geschichte finde ich total interessant, da ich bisher sehr wenig über Südafrika, Soweto und dem Apartheidsproblem wusste. Die Autorin beschreibt eine Geschichte aus der Sicht von zwei Personen, die eine ist Bianca Marais, die bei ihrer Tante aufwächst, weil ihre Eltern ermordet wurden. Und die andere Beauty die ihre bei den Schüleraufständen verschwundene Tochter sucht. Beide Schicksale werden durch Zufall mit einander verbunden. Die Autorin schreibt mit viel Gefühl und Emotion, dass mich das Buch sehr berührt. Man wird dadurch sehr gut an das Buch gefesselt. So das man es kaum aus den Händen legen will. Ich bin von Buch sehr beeindruckt und es hat mir sehr gefallen. Eine Geschichte die viel von Gefühl geprägt ist. Außerdem erfährt man sehr viel über die Probleme des Landes.

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  • Liebe kennt keine Farbe

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    sterntaucher

    23. April 2018 um 18:05

    SUMM WENN DU DAS LIED NICHT KENNST Roman von Bianca Marais Rezension : Liebe kennt keine Farbe Südafrika 1976/77 Die Apartheid auf ihrem Höhepunkt. Da werden die Eltern der 9 jährigen Robin ermordet . Sie muss zu ihrer einzigen Verwanden nach Johannesburg . Doch diese ist nicht gerade begeistert ihr bisheriges Leben aufzugeben. So tritt Beauty , eine farbige Lehrerin als Maid in ihr leben. Der Aufstand von Soweto in dem Schüler und Studenten gegen die Direktive das in den höheren Klassen zur Hälfte auf Afrikaans statt auf Englisch unterrichtet werden soll demonstrieren endet mehr als blutig. Mitten drin Beautys Tochter , auf der Flucht vor der Geheimpolizei. Beauty hat nur einen Wunsch , ihre Tochter unversehrt zurück nach hause zu bringen. In dieser Zeit fasst die schwer traumatisierte Robin Vertrauen und lernt sich zu öffnen. Fühlt sich geliebt und beschützt . Doch sie weiß Beauty wird gehen wenn sie ihre Tochter findet und so trifft sie eine Entscheidung, die für alle eine große Tragweite hat. Ein Buch wie ich schon lange keins mehr in Händen hielt. Feinfühlig und von Mitmenschlichkeit und Liebe geprägt. Der Satz“ Liebe kennt keine Farbe „ hat mich durch das ganze Buch begleitet. Wenn Angst und Hass, Fremdbestimmtheit dein Leben bestimmen dann wird es Zeit aufzustehen. Mut ist einer der Schwerpunkte dieses Buches . In erster Linie jedoch geht es um die Liebe und die Kraft verzeihen zu können. Schon das Cover hat mich angesprochen. Zur leichteren Verständigung hat die Autorin einen wunderbaren Schlüssel am Ende des Buches integriert. Eine Fortsetzung der Geschichte ist mehr als wünschenswert. Denn diese Geschichte um die Personen und ihre Verwicklungen muss weiter erzählt werden. Die Autorin schafft es trotz aller Widrigkeiten niemals Partei zu ergreifen sondern allen mit Achtung und Respekt zu begegnen. Danke für diese tiefgreifende Geschichte ISBN: 978 3 336 54794 4 Wunderbaum Verlag

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  • Wunderschön und einzigartig

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    Nina2401

    22. April 2018 um 16:41

    Die Wege von Robin und Beauty treffen unweigerlich zusammen, nachdem Robin auf tragische Weise ihre Eltern verloren hat und Beauty verzweifelt ihre Tochter sucht, die nach dem Aufstand von Soweto spurlos verschwunden ist. Aber bis dahin ist es ein weiter Weg und ich lerne zunächst beide sehr intensiv kennen. Die Geschichten von beiden haben mich sofort eingefangen, die eine aufgeweckt und intelligent und immer auf der Suche nach einem Abenteuer und die andere weise und besonnen. Von Anfang war mir klar, dass die beiden sich nur gut tun können und so war es dann auch. Beauty gibt dem kleinen Mädchen Halt und viele Denkanstöße und Robin gibt ihr eine Aufgabe. Ich mochte das Buch von der ersten Seite an und das ist dem wunderschönen, fast schon poetisch anmutenden und gleichzeitig klugen Schreibstil geschuldet. Erst als ich Robin und Beauty ausgiebig kennen gelernt habe, treffen sie auf einander und dieses Treffen hatte ich schon herbei gesehnt. Ich habe mich so sehr zu Hause gefühlt in dieser Geschichte und konnte mich verlieren in dieser kleinen Kostbarkeit. Ganz besonders berührt haben mich die Abschnitte über die Trauer und so hat nicht nur Robin von Beauty gelernt sondern ich auch. Es gab viele Abschnitte, die ich am liebsten gekennzeichnet hätte und ganz viele Sätze, die ich aufgeschrieben habe, um sie nicht mehr zu vergessen. Und trotz des ernsten und traurigen Themas ist die Geschichte von Beauty und Robin leicht wie eine Feder und das ist schon eine große Kunst. Das Buch wird oft mit „Gute Geister“ verglichen, dem kann ich nicht zustimmen. „Summ, wenn du das Lied nicht kennst“ ist so viel schöner und berührender und besser!

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  • Liebe ist farbenblind!

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    Edelstella

    17. April 2018 um 11:45

    „Unwillkürlich denke ich daran, dass sie eine Waise ohne Mutter ist und ich eine Mutter ohne Kinder bin. Ich erlebe jetzt, wie die Liebe manchmal in einem aufwallt und schmerzt, wenn sie sich auf niemanden richten kann. Genau wie Muttermilch braucht sie ein Ventil und kann nur nähren, wenn sie aus ihrer Quelle hinausfließt. Spielt es eine Rolle, dass dieses Kind nicht meines ist? Spielt es eine Rolle, dass es weiß ist? Spielt es eine Rolle, dass seine Zunge meine Sprache nicht umschlingen kann, wenn ich meine Arme um sie legen kann? Nein, ich glaube nicht.“ Apartheid in Südafrika: Robin und Beauty wären nie einander begegnet, wenn die Gewalt des grausamen Apartheid-Regimes beim Soweto-Aufstand der Schüler und Studenten nicht Beautys Tochter Nomsa verschwinden ließ und wenn die Eltern von Robin nicht von Schwarzen umgebracht worden wären. Alles im Juni 1976 ! Die Xhosa-Frau Beauty Mbali ist Lehrerin, weil man zu ihrer Zeit noch als Schwarze studieren durfte. Sie hat schon einen Sohn und ihren Mann verloren, nun ist sie sehr besorgt, um ihre Tochter Nomsa, die in Soweto beim Onkel zur Schule geht und sich dort etwas anbahnt. Sie verlässt ihr weit entferntes Homeland und ihre zwei Jungen, um in Johannesburg die Tochter zu suchen. Robin ist von einem Moment auf den anderen von einer unbekümmerten 9jährigen Weißen zu einer Waise geworden, die von ihrer unsteten Tante Edith aufgenommen wird. Sie findet in dieser traumatischen Zeit wenig Freunde, da ihr Leben mit der Tante alles andere als normal ist, in einer Zeit in Johannesburg, wo alles zu eskalieren droht. Und dann kommt Beauty, um sich um Robin zu kümmern..... Selten hat mich ein Buch so tief berührt und mir den Wahnsinn des Rassismus so intensiv und authentisch vor Augen geführt, wie kaum ein Anderes. Abwechselnd schildert die Autorin die Handlung aus der Sicht von Robin und von Beauty. Wir können uns hautnah in ihre jeweilige Lage versetzen und das Geschehen intensiver erleben, als nur in einer Erzählung von außen. Die Autorin selbst ist von einem schwarzen Hausmädchen, ihrer geliebten Eunice, aufgezogen worden, weil ihre Eltern aus beruflichen Gründen nicht so viel Zeit hatten. Sie weiß, wovon sie spricht und sie hat die Würde aller Menschen in diesem Buch voller Respekt und Wertschätzung behandelt. Es werden noch andere Randgruppen, die ausgegrenzt werden und denen mit Hass und Wut begenet wird, erwähnt. Aber sie hat es geschafft, Brücken zu bauen, zu erklären, diese Menschen zu Worte kommen zu lassen. Sie braucht keinen erhobenen Zeigefinger, um uns die Tränen in die Augen zu treiben, uns zu fragen, ob wir immer alles tun, um den grausamen Vorurteilen in dieser Welt zu begegnen. Die Geschichte um die kleine Robin und ihre liebevolle Betreuerin Beauty ist ein eindringliches, warmherziges und aufrüttelndes Buch, dass zur richtigen Zeit kommt, damit wir alle was ändern an diesen unhaltbaren Zuständen auf der Welt und diese Geschichte erzählt, was Liebe ist. Auch der wunderbare nachhaltige Buchumschlag dieses beeindruckenden Buches ist schon ein sorgfältig gestaltetes Statement. Sandfarben dominiert und Sand ist es, der Beautiy wieder Halt gibt, Wurzeln spüren läßt, Stärke gibt. Die filigranen hellgrün leuchtenden Symbole sind dem Land gewidmet und die Farbe des intensiven Grüns symbolisiert für mich die Hoffnung. Das Buch ist edel verarbeitet und ist schon rein optisch eine Zierde für jedes Buchregal.

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  • Bewegend!

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    Tintenschoen

    16. April 2018 um 10:40

    Spielt während der Apartheid in Südafrika: SUMM, WENN DU DAS LIED NICHT KENNST - Bianca Marais ————————————————————— Robin, eine 9jährige weiße Afrikanerin, verliert ihre Eltern während des Aufstands von Soweto. Gleichzeitig macht sich die schwarze Lehrerin Beauty auf die Suche nach ihrer Tochter Nomsa, die seit den Unruhen spurlos verschwunden ist. Das Schicksal führt die beiden zusammen und trotz aller anfänglichen Vorbehalte entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden. Doch wird diese den Vorurteilen und dem Hass um sie herum standhalten können? Bianca Marais, die ebenfalls in Südafrika aufgewachsen ist und von einer schwarzen Maid großgezogen wurde, erzählt eine einfühlsame Geschichte über Liebe und Mitmenschlichkeit in Zeiten, in denen diese abhanden gekommen zu sein scheinen. Sehr lesenswert!

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  • Ein wunderbares Debüt, das noch lange nachwirkt

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    gaby2707

    15. April 2018 um 11:17

    Der 15. Juni 1976 verändert für Robin Conrad alles. Sie lebt wohlbehütet mit ihren Eltern, ihrer imaginären Zwillingsschwester Cat und der Maid Mabel in Witpack, einem ausschließlich von Weißen bewohnten Vorort von Boksburg, in der Nähe von Johannesburg. Sie ist noch nicht mal 10 Jahre alt, als sie ihre Eltern Jolene und Keith bei Rassenunruhen in Johannesburg verliert. Mabel wird verhaftet und Robin kommt zu ihrer Tante Edith, einer Flugbegleiterin, die allerdings mit der neuen Aufgabe und der Trauer um ihre Schwester nicht klar kommt. Die 49-jährige Beauty Mbali verlässt ihre Heimat die Transkei, lässt ihre Söhne Luxolo, 15, und Khwei, 13, zurück und reist auf einer beschwerlichen Strecke nach Soweto, wo ihre Tochter Nomsa bei Beautys Bruder lebt und dort zur Schule geht. Nach einer Demonstration gegen die Einführung von Afrikaans als Unterrichtssprache ist Nomsa, die die Demo mit anführte, verschwunden. Auf Umwegen kommt Beauty in den Haushalt von Edith und so lernen sich Robin und Beauty ganz langsam kennen. Selten hat mich ein Debüt so fesseln und berühren können, wie dieses Erstlingswerk von Bianca Marais. Zum einen weiß die Autorin wovon sie schreibt, da sie selbst als Weiße in Südafrika aufgewachsen ist. Zum anderen kann sich die fiktive Geschichte aber genau so in dem von Apatheit gebeutelten Land abgespielt haben. Ich finde es z.B. so schlimm, wenn sich eine schwarze Frau im Krankenhaus fragt, ob der Eid, den die weißen Ärzte geschworen haben, stärker ist als ihre Vorurteile Schwarzen gegenüber. Robin und Beauty erzählen ihre Geschichten aus ihrer Sicht in der Ich-Form. Dadurch fühle ich mich ihnen noch näher und bin auch in ihren Gedanken immer bei ihnen. Es ist für mich sehr interessant, verschiedene Situationen aus der Sicht beider Protagonistinnen zu erleben, die dann doch recht unterschiedlich sind. Es ist wunderschön zu lesen, wie sich die Beiden ganz langsam immer näher kommen und eine liebevolle Innigkeit entsteht. Obwohl die Geschichte viele tragische und auch grausame Momente beinhaltet, schafft es die Autorin, den Schreib- und Erzählstil immer gleichbleibend leicht, unterhaltend und angenehm zu lesen zu halten. Immer wieder dringt trotz der teilweisen Beklemmung eine Prise Humor mit ein. Bianca Marais fängt das Leben von Robin und Beauty mit all seinen unterschiedlichen Facetten sehr gut ein. Die beschriebenen Eindrücke von Demütigung und Hass, aber auch von Hoffnung, Mut und Freundschaft werden mich bestrimmt noch eine Weile verfolgen. Dass immer mal wieder Wort, ganze Sätze oder Redewendungen in der typisch afrikanischen Landessprache einfließen, gefällt mir sehr gut. Erläutert werden sie im anhängenden Glossar, das aber für das Verständnis selbst nicht norwendig gewesen wäre. "Summ, wenn Du das Lied nicht kennst" ist soviel mehr als ein Roman über Apartheit. Er vermittelt die Trauer, die Zerrissenheit, die Missstände, aber auch die Hoffnung und den Mut Vieler hier einiges zu ändern in einer Leseform, die mich stark beeindruckt hat.

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  • Bewegend und emotional

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    kleincaro89

    14. April 2018 um 12:40

    Beauty und Robin - schwarz und weiß. Theoretische Gegensätze und doch so gleich. Robin ist ein weißes Kind, das im Südafrika des Apartheitregimes aufwächst. Mit einer schwarzen Kinderfrau und Haushälterin ist sie "die anderen" zwar immer gewohnt, bekommt jedoch auch die negative Art und Weise ihrer Eltern mit, wie diese mit ihrer Angestellten umgehen. Als ihre Eltern eines Abends von Schwarzen ermordet werden und nicht wiederkommen, ist die Kinderfrau zunächst das Einzige, was Robin noch bleibt. Doch auch dieser Zustand soll nur so lange dauern, bis die nächste Polizeistation erreicht ist - Robin verliert auch Mabel. Beauty ist eine Einheimische schwarzer Hautfarbe, lebt mit ihren Kindern in der Provinz und hat sich zum Fortschritt des Landes überreden lassen, als dass sie ihre Tochter Nomsa in die Stadt ziehen ließ, um dort die Schule zu besuchen. Als sie eines Tages einen Brief von ihrem Bruder bekommt, der schlimmes prophezeit, macht sich Beauty auf, ihre Tochter zu suchen. In Soweto angekommen, findet sich Beauty augenblicklich in die Demonstrationen der Schüler gegen das Regime wider, welches damals blutig und mit zahlreichen Festnahmen endete. Zwischen den blutenden Kindern sucht sie ihre Tochter, findet sie jedoch nicht und macht es sich zur neuen Lebensaufgabe, sie zu finden. Dass sich die Wege der beiden Charaktere treffen, ist unumgänglich und vorhersehbar - und macht die zwei Geschichten zu einem Schicksal. Es dauert allerdings ein bisschen, bis sie zueinander finden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Geschichte sowohl gepickt mit Spannungen, jedoch auch zeitweise mit ein paar Längen, in denen man hofft, dass etwas neues, spannendes, weiterführendes passiert. Auf einem schier unfassbarem Weg gelangen die Geschichten zueinander und eine verwobene Geschichte aus Hoffnungen, Glaube und Kindheitsträumen, aber auch der Realität nimmt ihren Lauf. Eindeutig, das Buch vermittelt die damalige Situation. Wahrscheinlich nicht in Gänze, da man lediglich zwei Blickwinkel zu sehen bekommt. Doch zeigt das Buch deutlich die Schmerzen, Wünsche und Hoffnungen, die sowohl Beauty als auch Robin hegen und für die viele gekämpft haben und immer noch kämpfen. Das Buch bewegt. Das Buch ist emotional und lässt den Leser fühlen, was die Charaktere fühlen. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen und man hangelt sich von Kapitel zu Kapitel, will wissen, wie sich die Geschichte entwickelt, wo man sich wiederfindet und wie letztendlich alles ein Ende nimmt.

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  • Lektüre für Herz und Seele

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    Elenovski

    13. April 2018 um 11:26

    „Wenn die Leute nicht mit der richtigen Hautfarbe zur Welt kamen, wie sollen wir dann wissen, vor wem wir Angst haben sollten?“ Diese Frage stellt sich auch die neunjährige Protagonistin Robin in dem Roman „Summ, wenn du das Lied nicht kennst“ von Bianca Marais, der im März 2018 im Wilhelm Goldmann Verlag erschienen ist. Zum Glück kann ihr die erfahrene Beauty, die durch ein Zufall in ihr Leben gerät bei der Lösung dieser Frage helfen.  Die herzzerreißende Geschichte spielt in den siebziger Jahren in Südafrika. Die kleine Robin verliert ihre Eltern, während die Lehrerin Beauty nach ihrer Tochter sucht, die bei einem Schüleraufstand verschwindet. Die beiden Protagonistinnen kommen durch einen Zufall zusammen und freunden sich an. Beauty hilft Robin ihre Trauer um ihre Eltern durchzustehen und ist im Gegensatz zu anderen Menschen schonungslos ehrlich zu dem kleinen Mädchen und so fasst Robin Vertrauen zu der dunkelhäutigen Frau. Doch was passiert wenn Beauty ihre Tochter Nomsa findet? Kann Robin eine weitere Trennung verkraften? Zunächst möchte ich gerne erwähnen wie wunderschön das Cover und die Verarbeitung des Buches ist. Die hochwertigen Materialien fühlen sich einfach so angenehm in den Händen an und sogar das Lesebändchen ist mit so viel Liebe gestaltet, dass ich es einfach nur bei jedem Aufschlagen immer wieder bewundern musste. Dieses Buch ist ein echtes Schmuckstück in jedem Regal.  Diese Geschichte hat mich von den ersten Kapiteln in ihren Bann gezogen. Es passieren immer wieder Dinge mit denen ich nicht gerechnet habe und die mich richtig überraschten. Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen, weil man immer wissen will, wie geht es weiter mit den Personen in dem Buch. Außerdem finde ich es unglaublich gut, dass die zwei Protagonistinnen sehr von den typischen Figuren in einem Buch abweichen, aber trotzdem jede auf ihre Art sehr sympathisch ist. Des Weiteren ist es zu erwähnen, dass Bianca Marais es sehr gut geschafft hat die einzelnen Charaktere auszuarbeiten. Auch Nebencharaktere haben eine starke Persönlichkeit, die die Autorin mit wenigen Worten gut an den Leser bringt. Auch der Sprachstil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Zum einen ist dieser sehr einfach, wenn aus der Sicht von Robin berichtet wird und malerisch und fließend in den Kapiteln von Beauty. Der einzige Kritikpunkt, den ich dabei hätte ist, dass sehr oft afrikanische Begriffe und Sätze vorkommen, die den Lesefluss einfach stören und über die der Leser stolpert, weil sie so sehr von der deutschen Sprache abweichen. „Summ, wenn du das Lied nicht kennst“ ist eine wunderbare und herzzerreißende Geschichte, die ich jedem nur weiterempfehlen kann. Es bringt den Leser dazu über sein Weltbild nachzudenken und über Dinge, die im Leben wirklich eine Bedeutung haben. Das Lesen bereitet einfach Freude und die Geschichte hinterlässt einen bleibenden Eindruck, so dass man auch nach dem Lesen ständig daran denken muss. 

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  • Eine besondere Freundschaft

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    miau0815

    10. April 2018 um 20:53

    "Summ wenn du das Lied nicht kennst" erzählt die Geschichte von Robin und Beauty.Die neunjährige Robin hat während des Aufstandes in Soweto verloren, Beautys Tochter ist eine der Anführerinen des Aufstandes. Ihrer beider Leben wurde auf den Kopf gestellt und nun treffen sie aufeinander.Aus der Zweckbeziehung wird eine Freundschaft und Beauty wird für Robin zu einer Mutter bzw Großmutter. Täglich werden die beiden jedoch mit der Apartheid und damit, wie unterschiedlich ihre Leben sind, obwohl sie in der selben Wohnung leben.Mir hat die Geschichte und die Entwicklung dieser Freundschaft sehr gut gefallen. Das Thema der Apartheid wird aus einer sehr persönlichen Perspektive, sowohl von Beauty als auch von Robin erzählt. Ich hatte bisher sehr wenig Berührung mit diesem Thema, das Buch bringt das Gefühl jedoch sehr gut rüber.Die Geschichte an sich ist für mich eher Nebensache und hat auch ein paar Schwächen.Alle Charaktere sind liebevoll gestaltet und insbesondere Robin macht eine tolle Entwicklung durch. Machmal ist sie mir für eine zehnjährige jedoch etwas "too much". Speziell gegen Ende der Geschichte schwingt sie ein paar sehr erwachsene Reden.Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen und auch mein Interesse für die jüngere afrikanische Geschichte geweckt.

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  • Vom Überwinden von Vorurteilen!

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    Anni1609

    06. April 2018 um 15:53

    Robin, 9 Jahre alt, lebt mit ihren Eltern in Johannesburg. Sie gehören zur Gruppe der Weißen, die in den 80er Jahren die schwarze Bevölkerung stark unterdrückt. Robin wächst behütet auf und gehört der privilegierten Gesellschaft an. Zeitgleich lebt die fast 50-jährige Beauty Mbali in der Transkei und sorgt sich um ihre Tochter Nomsa, die in Soweto, nahe Johannesburg, die Schule besucht. Beautys und Robins Wege werden sich kreuzen, nachdem Beauty sich auf den Weg nach Soweto zu ihrer Tochter macht und Robin ihre Eltern verliert, die ermordet wurden. Wie werden sie zueinander finden und eventuell voneinander profitieren? Bianca Marais ist mit ihrem Debüt ein wunderbarer Roman gelungen, der viele Leser fesseln und nachdenklich stimmen wird. Die Autorin hat den historischen Aufstand von Soweto 1976 geschickt in einen erzählenden und unterhaltenden Roman eingefügt. Dabei scheint Binaca Marais besonderes Augenmerk auf die Richtigkeit der Fakten gelegt zu haben, da diese sehr gut recherchiert erscheinen. Dem Leser wird zudem schnell bewusst, dass die Autorin besonders auf die nicht nachvollziehbare Rassentrennung hinweisen möchte. Es ist ihr dabei ein großes Anliegen herauszustellen, dass es keinerlei verständliche Gründe für die unterschiedliche Behandlung zwischen „Weißen“ und „Schwarzen“ gab und weiterhin gibt. Durch ihren Roman gibt sie ein klares Statement zu ihrem politischen Standpunkt ab und positioniert sich entsprechend. Als Leser erhält man den Eindruck, dass es der Autorin eine Herzensangelegenheit zu sein scheint, eine unterschiedliche und ungerechte Behandlung von „farbigen“ Menschen zu beenden. Die Handlung besteht aus zwei Handlungssträngen, die im Verlauf des Romans zu einem verschmelzen. Bianca Marais lässt den Roman aus der Sicht ihrer beider Protagonistinnen, Robin und Beauty, erzählen. Dank dieser Erzählperspektive kann sich der Leser noch besser in die handelnden Personen hineinversetzen und baut von Beginn an eine Beziehung zu den Protagonistinnen auf. Obwohl die Handlungsstränge im Verlauf fast verschmelzen, behält die Autorin den Wechsel zwischen den Ich-Erzählerinnen bei. Dadurch erlebt der Leser häufig eine Situation aus zwei verschiedenen Blickwinkeln, was die Spannung des Romans durchaus steigert. Die Autorin verleiht der Handlung und den Handlungsorten besondere Authentizität, indem sie häufig landestypische Worte, aber auch viele Redewendungen auf Xhosa, der Sprache der schwarzen Bevölkerung, einfließen lässt. Dem Leser werden unverständliche Worte entweder direkt im Text erläutert oder aber im hinten angefügten Glossar. Das Glossar ist während des Lesens allerdings nicht notwendig um die Handlung verstehen zu können. Der Schreibstil von Bianca Marais kann als flüssig und angenehm verständlich beschrieben werden. Die Autorin verzichtet auf Schachtelsätze und besonders schwer verständliche Formulierungen. Der Leser kann komplett abtauchen in die Handlung und wird dabei nicht störend herausgerissen. Die Kapitellängen sind angenehm – bei längeren Kapiteln kann der Leser auch bei vorherigen Absätzen eine Pause einlegen. „Summ, wenn Du das Lied nicht kennst“ von Bianca Marais ist im Wunderraum Verlag erschienen. Der Roman besteht aus 508 Seiten und ist im gebundenen Zustand erschienen. Die Aufmachung und das Cover sind wahnsinnig ansprechend. Das Cover ist sehr zurückhaltend und ausschließlich in dezenten Farben gestaltet. Der Einband ist hochwertig mit grünem Stoff an der Seite gehalten, das Papier wirkt auch qualitätsvoll, aber besonders liebevoll ist das Lesebändchen, auf dem „Lesepause“ aufgedruckt wurde. Rundum gelungene Aufmachung und in jedem Bücherregal ein besonderer Blickfang. Für diesen Roman kann ich an alle Leser nur eine Kaufempfehlung erteilen. Die Handlung ist sehr fesselnd und ansprechend und auch die äußerliche Gestaltung des Romans ist überaus gelungen. „Summ, wenn Du das Lied nicht kennst“ ist gelegentlich traurig, zeitweise amüsant, aber stets unterhaltend und wahnsinnig interessant in Bezug auf den Hintergrund der Geschichte. Es werden wahrscheinlich eher Frauen zur Hand nehmen, aber auch Männern ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen!

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  • Wunderschön und gleichsam traurig

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    mel0603

    05. April 2018 um 23:48

    Wie fühlt es sich für ein weißes neunjähriges Mädchen an, in den 1970er Jahren in Südafrika aufzuwachsen, wo die Unterdrückung der dunkelhäutigen Bevölkerung durch die hellhäutige und damit einhergehend die Konflikte zwischen Schwarzen und Weißen bereits aus heutiger Sicht unfassbare Ausmaße angenommen haben?  Robin lebt mit ihren Eltern, ihrer Zwillingsschwester Cat und Mabel, der dunkelhäutigen Maid, in Johannesburg. Bisher hatte Robin lediglich eines über ihre priviligierte Stellung als Weiße mitbekommen: nur den weißen Menschen soll man trauen, vor den Schwarzen müsse man Angst haben. Mit Mable hingegen war das etwas anderes, denn die hatte Robin gern - auch wenn dies gleichzeitig bedeutete, dass es Mable als Schwarze nicht erlaubt war, im selben Haus zu schlafen, vom selben Geschirr zu essen oder zahlreiche andere Dinge zu tun, die man eben nur als Weißer machen darf. Für Robin stellte dies stets die normale alltägliche Realität das und bisher hatte sie auch nie hinterfragt, ob es denn legitim sei, wie die Weißen die Schwarzen behandelten. Bis zu dem Zeitpunkt, als die Eltern eines Tages von einer Party nicht mehr nach Hause zurückkehren, sondern stattdessen die Polizei vor der Türe steht, denn Unbekannte hatten Robins Eltern getötet, die Kehlen aufgeschnitten und Robin somit zum Waisenkind gemacht. Was Robin noch bleibt, ist lediglich Cat. Und Tante Edith, die aber scheinbar weder Zeit noch wirkliches Interesse daran hat, sich nun um ihre Nichte zu kümmern. Unerwartet und scheinbar wie aus dem Nichts tritt Beauty, die eigentlich vergeblich auf der Suche nach ihrer verschwundenen Tochter Nomsa ist, in Robins Leben und plötzlich ist nichts mehr, wie es zuvor war…  „Ich war verstummt. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, in einer Welt, in der Leute gehasst und angegriffen wurden, weil sie nicht die richtige Hautfarbe hatten, nicht die richtige Sprache sprachen, nicht den richtigen Gott anbeteten oder die richtigen Leute liebten“  Dass die Emotionen und Gedanken einer Neunjährigen so treffend beschrieben werden, ist mitunter sicherlich auch auf autobiographische Erlebnisse zurückzuführen, wie die Autorin auch im Nachwort erwähnt. Trotz dessen, dass die Figur der Robin bereits sehr reif und überaus intelligent gezeichnet ist, lesen sich einzelne Situationen doch immer wieder sehr authentisch aus dem Blickwinkel einer kindlichen Neunjährigen: Ein Kind, das nicht versteht, wo der Unterschied zwischen Schwarzen und Weißen denn überhaupt begründet sei, denn nichts Offensichtliches deutet darauf hin, dass nur irgendetwas sie von anderen Menschen - egal welcher Hautfarbe, Religion, Herkunft etc. - unterschied.  Besonders bemerkenswert ist außerdem die Figur der Zwillingsschwester Cat, welche die Autorin überaus geschickt bereits zu Beginn des Romans am Geschehen teilhaben lässt, während man als Leser jedoch erst ab dem Zeitpunkt des Todes der Eltern wesentliche Aspekte über die Funktion von Robins „Zwillingsschwester“ erfährt. (Tatsächlich musste ich ab diesem Zeitpunkt sogar das Buch für einen Augenblick beiseite legen, um das bereits Gelesene nochmals zu reflektieren und in meinem Kopf neu zu ordnen.)  Ein Roman über den Verlust geliebter Menschen, den Umgang mit der Trauer, Hoffnungen und die Menschlichkeit, die am Ende doch hoffentlich immer siegen wird.  Trotz der doch knapp 500 Seiten, habe ich den Roman binnen weniger Tage nahezu verschlungen. Definitiv eines dieser Exemplare, die man zuerst zu Ende lesen muss, um wieder einigermaßen ruhigen Schlaf zu finden!  Und irgendwie - so ganz ohne dies jetzt an bestimmten Momenten im Roman festmachen zu wollen- irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, dass das Ende der Geschichte bereits ganz heimlich auf eine Fortsetzung hindeutet. 

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  • Schickes Teil

    Summ, wenn du das Lied nicht kennst

    TheTargaryen

    05. April 2018 um 20:50

    Das Erste, was mir an diesem Buch aufgefallen ist, ist der wunderschöne, liebevoll gestaltete Einband. Es gibt auch ein mit "Lesepause" bedrucktes Lesebändchen- eine Liebe zum Detail, die sich nicht nur im Design, sondern ebenso in der Geschichte wiederfindet.Zur Zeit der Apartheid in Südafrika, 1976, lernen wir ein vorwitziges Mädchen und eine starke Frau kennen, die auf den ersten Blick aus völlig verschiedenen Welten stammen. Auf den zweiten Blick haben sie aber viel mehr gemeinsam als man vermutet und zeigen uns, wie Verständnis, Wärme und Mut nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch das der Menschen um uns herum verändern können. Auch die Nebencharaktere sind lebendig gezeichnet und sorgen für etliche Lacher und einige Tränen. Die kurzen Kapitel und unerwarteten Wendungen laden zum mitfiebern ein, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.Ein wenig Abzug gibt es, weil ich einige Entwicklungen nicht ganz nachvollziehbar fand und mir in anderen Teilen mehr Details und charakterliche Tiefe gewünscht hätte. Auch vom Glossar, in dem mir inkonsistenten Quellenangaben frei nach Wikipedia zitiert wird war ich etwas enttäuscht.Insgesamt eine schöne Geschichte über Liebe, Verlust und den Mut, für das einzustehen, was einem wichtig ist.

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