Biggi Mestmäcker Wir sehen alle denselben Mond

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Inhaltsangabe zu „Wir sehen alle denselben Mond“ von Biggi Mestmäcker

'Wir sehen alle denselben Mond' ist ein authentischer Bericht über die nervenaufreibende Organisation einer Familienzusammenführung. Gegen alle Widerstände ist es der Autorin gelungen, eine Frau und ihren 10jährigen Sohn von Damaskus in Syrien über Jakarta in Indonesien nach Deutschland zu bringen. Gleichzeitig erfährt der Leser einiges über das Leben und Leiden eines syrischen Familienvaters in seinem ersten Jahr in Deutschland, wohin er aus dem Krieg in seiner Heimat geflohen war, um seiner Familie eine Zukunft zu schaffen. Am Ende der Geschichte bleiben eine Frage - warum macht es Deutschland den nachzugsberechtigten Familien so schwer, ein Visum zu erhalten? - und eine Erkenntnis: Ohne Hilfe sind die Neuankömmlinge hilflos und Integration ist ohne Unterstützung von uns Deutschen nicht möglich. Wir müssen aufeinander zugehen, wenn es gelingen soll. Wie ein Symbol für diese Erkenntnis steht die Tatsache, dass 'Wir sehen alle denselben Mond' in einer zweisprachigen Version (dt./arab.) erhältlich ist. Zwei Sprachen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten - nach 140, bzw. 116 Seiten begegnen sie einander. Ein Buch, das von vorne und hinten beginnt. Eine Geschichte, die aus zwei Familien eine gemacht hat.

Tiefe Einblicke in den schier unglaublichen Wahnsinn der „erleichterten“ Familienzusammenführung

— Marie-Enters
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  • Wahnsinn Familienzusammenführung: Ein Tatsachenbericht mit Happy End

    Wir sehen alle denselben Mond
    Marie-Enters

    Marie-Enters

    09. July 2017 um 13:38

    Autorin Biggi Mestmäcker ist so etwas wie eine Glücksfee – was sie geschafft hat, können besonders gut diejenigen ermessen, die sich ebenfalls für Geflüchtete einsetzen. Man fühlt sich mitunter wie Sisyphos, hinter jedem fortgeräumten Stein liegt schon gleich der nächste, und es nimmt kein Ende. Aber verzagen, das kam für Biggi nicht infrage, das war einfach keine Option. In ihrem Buch „Wir sehen alle denselben Mond“ schildert sie detailliert, welche Steinberge sich hinter dem so positiv klingenden Begriff „Familienzusammenführung“ auftürmen. Hätte sie nicht gekämpft wie eine Löwin und wäre nicht zudem auch das Glück auf ihrer Seite gewesen – und auf der Seite des nach Deutschland geflüchteten Syrers Elias und seiner mit Sohn Joni in Damaskus zurückgebliebenen Ehefrau Mari – nicht auszudenken, was dann jetzt wäre. Die Schwalmtalerin hat es geschafft, die Familie zusammenzubringen, und was alle Beteiligten dabei erlebten, ist so unfassbar, dass es oftmals regelrechte Schmerzen bereitet, weiterzulesen. Besonders absurd übrigens auch angesichts der rechtspopulistischen Hetze, die suggeriert, dass unser Land bald überrollt wird von Millionen nachgeholter Großfamilien. Jedem, den diese Angst plagt, empfehle ich die Lektüre dieses Buches – er wird danach wieder gut schlafen können in der Gewissheit, dass eine schnelle Familienzusammenführung de facto mit einem Sechser im Lotto plus Zusatzzahl vergleichbar ist. Allen denen aber, die einfach nur ein mitfühlendes Herz am rechten Fleck haben, macht die Autorin Hoffnung. Und denen, die verantwortlich sind für die Widrigkeiten der sogenannten „Flüchtlingspolitik“ hält sie den Spiegel vor. Es dürfte nicht angenehm sein, sich darin zu sehen.   Dieses Buch ist aus einem weiteren Grund besonders: Mit deutsch-arabisch vereinten Kräften ist es Biggi Mestmäcker gelungen, den Bericht auch ins Arabische übersetzen zu lassen. Das ist fantastisch und es passt so gut zum Grundgedanken dieses Buches, dass es auch die Menschen lesen können, um die es hier geht, die aus ihrer Heimat Geflüchteten, die anders als Biggis syrische Freunde oft immer noch auf ihr Happy End warten. Mabruk – Glückwunsch und Shukran –Danke für alles! Klare 5-Sterne-Empfehlung für das Buch „Wir sehen alle denselben Mond“!

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