Frostkalt

von Biggi Rist und Liliane Skalecki
4,8 Sterne bei22 Bewertungen
Frostkalt
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Schnuck59s avatar

Kriminalroman mit unterschiedlichen Handlungssträngen und regionalen Bezügen

S

Toller empfehlenswerter Krimis

Alle 22 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Frostkalt"

Am ersten Advent wird in der Krippe am Bremer Dom ein ausgesetztes Baby gefunden, zwei Tage darauf ein Bäcker ermordet. Verdächtige ohne Alibi gibt es zuhauf: der Bruder des Bäckers, der ehemalige Azubi, ein Rosinenlieferant und der Vater, dessen Kind an einem allergischen Schock aufgrund einer Mandelallergie verstorben ist. Nach einer missglückten Erpressung gibt es ein weiteres Mordopfer, und eine junge Frau wird brutal zusammengetreten. Hölzle und Kollegen bekommen alle Hände voll zu tun…

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839221563
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:280 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:06.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Isadors avatar
    Isadorvor einem Jahr
    Ereignisreicher Advent in Bremen

    In der Krippe im Bremer Dom wird mitten in der Adventszeit ein ausgesetztes Baby gefunden. Ein Bäcker, der Spezialist in der Herstellung von Bremer Kleben ist, wird einige Tage später ermordet aufgefunden.


    Viel Arbeit für Kriminalhauptkommissar Hölzle und seine Kollegen. Und Verdächtige, die Interesse am Tod des Bäckers haben könnten, gibt es zuhauf!


    Hölzle habe ich natürlich gleich wiedererkannt und mich wieder an seiner humorvollen Art und dem schwäbischen Dialekt erfreut. Auch die bekannten Kollegen sind wieder mit dabei sowie eine neue Praktikantin. Alle Personen wurden so gut beschrieben, dass ich ein klares Bild vor Augen hatte.


    Ich bin sehr gut in die Geschichte gekommen. Es hat mir sehr gut gefallen, dass es mehrere Erzählungsstränge gibt. Der Fall ist sehr spannend, so dass ich ihn am liebsten in einem Rutsch gelesen hätte, und ich hatte bis zum Schluss keine Ahnung, wie er ausgehen würde, da es immer wieder neue Wendungen gab.


    Ich empfehle "Frostkalt" gerne jedem Krimi-Fan. Besonders in der bevorstehenden Vorweihnachtszeit ist das eine sehr passende Lektüre, und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Hölzle-Krimi!

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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor einem Jahr
    Mörderische Vorweihnachtszeit

    Als Einstand gleich ein spannender Prolog, der den Leser gut in den Fall einführt. Es ist kurz vor Weihnachten, ein Neugeborenes wird in einer Kirche ausgesetzt. Der Leser weiß, wer die Mutter ist, die Polizei tappt noch im Finstern.

    Ein bekannter Bäcker in Bremen wird ermordet, es gibt jede Menge Verdächtige aus dem näheren Umfeld und sogar aus der Familie. Einst gab es einen Vorfall, der die Bäckerei betraf, ein kleiner Junge starb durch den Genuss einer Backware, die nicht korrekt ausgezeichnet war. Die Familie des Jungen ist ganz oben auf der Verdächtigenliste. Alibis – Fehlanzeige! Und leider gibt es schon bald noch ein zweites Opfer und wieder ist das gleiche Messer das Mordwerkzeug. Ganz einfach, dieses muss nun „nur“ noch gefunden werden.

    Kommissar Hölzle hat hier nun schon seinen 5. Fall zu lösen und dieser Ermittler ist mir sehr sympathisch. Ein spannender Kriminalfall, unterhaltsam umgesetzt von einem super Autorenduo. Möchte ich gern weiterempfehlen.

     

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    Schnuck59s avatar
    Schnuck59vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kriminalroman mit unterschiedlichen Handlungssträngen und regionalen Bezügen
    In der nicht so beschaulichen Vorweihnachtszeit

    In ihrem Kriminalroman „Frostkalt“ schreiben Biggi Rist und Liliane Skalecki als Autorenduo die Geschichte und die Zusammenhänge rund um ein ausgesetztes Baby und einen ermordeten Bäcker in Bremen. 

    Hölzle und sein Team ermitteln in der Vorweihnachtszeit wegen einem ausgesetzten Baby und mehreren Gewaltverbrechen rund um eine Traditionsbäckerei im Schnoor. 

    Der Schreibstil ist flüssig und die ineinander verwobenen Handlungsstränge sind unterhaltsam und spannend. Die Verbrechen ereignen sich, passend zum Titel, in der kalten Vorweihnachtszeit. Durch eingearbeitete Rückblicke erhält der Leser zusätzlich Informationen zu den einzelnen Personen und Abläufen. Es wurden regionale Bezüge zu Bremen eingebaut. Eingestreute schwäbische Mundart stellt eine Verbindung zur schwäbischen Herkunft von Kriminalhauptkommissar Hölzle her. Die Charaktere der einzelnen Protagonisten und Verdächtigen sind überwiegend gut ausgearbeitet. Die Auflösung ist eher unerwartet und das Ende hat einen Hauch von kitschiger Romantik. 

    Insgesamt ein guter, unterhaltsamer Kriminalroman mit regionalen Bezügen zu Bremen. 

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    Steph86vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Toller empfehlenswerter Krimis
    Frostkalt

    Buchinhalt

    Am ersten Advent wird in der Krippe am Bremer Dom ein ausgesetztes Baby gefunden, zwei Tage darauf ein Bäcker ermordet. Verdächtige ohne Alibi gibt es zuhauf: der Bruder des Bäckers, der ehemalige Azubi, ein Rosinenlieferant und der Vater, dessen Kind an einem allergischen Schock aufgrund einer Mandelallergie verstorben ist. Nach einer missglückten Erpressung gibt es ein weiteres Mordopfer, und eine junge Frau wird brutal zusammengetreten. Hölzle und Kollegen bekommen alle Hände voll zu tun…

    Leseeindruck

    Als Krimi und Thriller Fan habe ich schon einige Bücher aus diesem Genre gelesen und es gibt somit auch nicht viele Dinge, welche mich noch überraschen können. Man hat eben schon viel gelesen (und auch im TV gesehen). Dieses Buch konnte mich jedoch vollends überzeugen und auch überraschen. Spannung war bis zum Schluss gegeben und ich konnte den Mörder nie wirklich erahnen. Prima!

    Erwähnenswert sind die vielen gut beschriebenen handelden Personen im Buch, welche zu allerst in einer Übersicht dem Leser vorgestellt werden. So kann man sich zumindest einen kurzen Überblick verschaffen. Natürlich werden die Personen erst im Laufe des Geschehens mit Leben gefüllt, aber das umso besser. Auch die verschiedenen verwendeten Schauplätze werden sehr anschaulich beschrieben und ich fühlte mich häufig mitten drin im Geschehen.

    Ein Buch was mich wirklich vollkommen überzeugte somit zurecht alle fünf Bewertungsterne von mir bekommt.

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    echs avatar
    echvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Überzeugender Krimi mit Heiner Hölzle, dem Bremer Kommissar mit schwäbischem Migrationshntergrund
    Überzeugender Krimi mit Heiner Hölzle, dem Bremer Kommissar mit schwäbischem Migrationshintergrund

    Mit diesem Krimi legen die Autorinnen Biggi Rist und Liliane Skalecki den inzwischen schon fünften Auftritt von Heiner Hölzle, dem Bremer Kommissar mit schwäbischem Migrationshintergrund, vor, der mich wieder einmal auf ganzer Linie überzeugen konnte.

    Die Adventszeit gestaltet sich in Bremen alles andere als beschaulich. Ein ausgesetztes Baby und ein erschlagener Bäcker fordern Hölzle und sein Team über alle Maßen, dabei müssen  sie tief in das unübersichtliche private und berufliche Beziehungsgeflecht des Mordopfers eindringen, um den Fall zu lösen. Denn Carl Brodbeck war alles andere als ein angenehmer Zeitgenosse, die Anzahl an Verdächtigen und möglichen Motiven will überhaupt kein Ende mehr nehmen.

    Die Krimis der beiden Autorinnen kommen auf den ersten Blick immer ein wenig beschaulich rüber, erweisen sich dann aber sehr schnell als ziemlich doppelbödig und vor allem clever aufgebaut. Geschickt locken sie ihre Leser immer wieder auf falsche Fährten und lenken die Geschichte dann mit überraschenden Wendungen in eine völlig neue Richtung, dennoch ist die Auflösung am Ende keineswegs an den Haaren herbeigezogen, sondern lag die ganze Zeit über direkt vor einem und gestaltet sich so absolut schlüssig und nachvollziehbar.
    Auch die Charakterisierung der Protagonisten kann man hier nur als absolut gelungen bezeichnen, sie sind vielschichtig und ziemlich lebendig geraten, gerne fiebert man beim Lesen mit ihnen mit oder steht ihnen mit totaler Ablehnung gegenüber.
    Fein abgestimmte Einschübe aus dem nicht ganz unkomplizierten Privatleben des Kommissars lockern die Geschichte zudem immer wieder auf und sorgen dabei für den einen oder anderen Schmunzler.

    Kleiner, aber feiner Krimi, der einmal mehr beweist, das man auch ohne den übermäßigen Einsatz von Spektakel, Blut und Action ein gehöriges Maß an Spannung erzeugen kann.   

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor einem Jahr
    Kurzmeinung: spannender und unterhaltsamer Bremenkrimi
    spannender und unterhaltsamer Bremenkrimi

    Klapptext:
    Am ersten Advent wird in der Krippe am Bremer Dom ein ausgesetztes Baby gefunden, zwei Tage darauf ein Bäcker ermordet. Verdächtige ohne Alibi gibt es zuhauf: der Bruder des Bäckers, der ehemalige Azubi, ein Rosinenlieferant und der Vater, dessen Kind an einem allergischen Schock aufgrund einer Mandelallergie verstorben ist. Nach einer missglückten Erpressung gibt es ein weiteres Mordopfer, und eine junge Frau wird brutal zusammengetreten. Hölzle und Kollegen bekommen alle Hände voll zu tun…

    Ich hatte große Erwartungen an dieses Krimi.Und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.Das Buch hat mich sofort in den Bann gezogen.Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Schon der Prolog war gleich rasant und atemberaubend.Auch die kurzen Kapitel haben dazu beigetragen das ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte.Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben.Es gab viele unterschiedliche Charaktere die hervorragend ausgearbeitet wurden.Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen.Sehr sympatisch fand ich Kommissar Hölzle.Ich habe Ihn gleich in mein Herz geschlossen.Aber auch die Bäckerfamilie fand ich sehr interessant.Ich habe den Kommissar bei seinen Ermittlungen begleitet.Diese waren nicht sehr einfach.Es gab immer wieder unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse.Dadurch blieb es immer spannend und es wurde nie langweilig.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mit gefiebert,mit gelitten und mit gefühlt.Durch die fesselnde und packende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Das hat mir sehr gut gefallen.Fasziniert haben mich auch die ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.So hatte ich das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles mit zu erleben.Das Autorenduo hat es verstanden etwas Humor in die Geschichte einzubauen.So habe ich mich bei einigen Situationen köstlich amüsiert und geschmunzelt.Auch haben sie es geschafft mir das Flair Bremens und seines wunderschönen Weihnachtsmarktes nahe zu bringen .Erwähnenswert ist auch das Personenregister zu Beginn des Buches.Dies fand ich sehr hilfreich.
    Das Cover finde ich auch sehr ansprechend .Es passt perfekt zu dieser Geschichte und rundet das brilliante Werk ab.
    Ich hatte wahnsinnig spannende Lesemomente mit dieser Lektüre.Sie hat mich total begeistert.Ich kann diesen Krimi nur jedem empfehlen.

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    SusanneSH68s avatar
    SusanneSH68vor einem Jahr
    Spannender Regionalkrimi

    In Bremen wird ein Bäcker ermordet. Kein einfacher Fall für Kriminalhauptkommisar Hölzle und sein Team, denn es gibt viele Menschen, die ein Motiv hätten. Als es dann nach einer missglückten Erpressung noch ein weiteres Opfer gibt, haben der Kommissar und sein Team alle Hände voll zu tun.

    Dieser Krimi überzeugt durch eine dichte Atmosphäre und sehr kompakt angelegte Personen. Es gibt so viele Möglichkeiten, wer der Täter sein könnte und dazu eine Fülle von Themen, es ist einfach ein großes Lesevergnügen für jemanden, der gerne Regionalkrimis liest. Dazu gibt es noch ein sehr sympathisches Ermittlerteam und das Buch ist sehr gut zu lesen. Ich freue mich schon auf weitere Fälle für dieses Ermittlerteam. 

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    dreamlady66s avatar
    dreamlady66vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein frostigkalter Bremenkrimi, der es in sich hat
    Ein frostigkalter Bremenkrimi, der es in sich hat

    (Inhalt, übernommen)
    Am ersten Advent wird in der Krippe am Bremer Dom ein ausgesetztes Baby gefunden, zwei Tage darauf ein Bäcker ermordet. Verdächtige ohne Alibi gibt es zuhauf: der Bruder des Bäckers, der ehemalige Azubi, ein Rosinenlieferant und der Vater, dessen Kind an einem allergischen Schock aufgrund einer Mandelallergie verstorben ist. Nach einer missglückten Erpressung gibt es ein weiteres Mordopfer, und eine junge Frau wird brutal zusammengetreten. Hölzle und Kollegen bekommen alle Hände voll zu tun…

    Zum Autorinnen-Duo:
    Biggi Rist, geboren in Reutlingen, war nach ihrer Ausbildung zur PTA an der Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie in Isny/Allgäu 15 Jahre in der medizinischen Labordiagnostik sowie in der Forschung tätig und ist Co-Autorin wissenschaftlicher Publikationen. Bereits als Siebenjährige schrieb sie sich selbst Geschichten auf der Schreibmaschine. Von 1993-1995 lebte sie in Melbourne/Australien, 2005 erfolgte der Umzug von Baden-Württemberg nach Lilienthal am Rande Bremens.
    Gemeinsam mit Liliane Skalecki schreibt sie Kriminalromane.

    Dr. Liliane Skalecki, geboren 1958 in Saarlouis im Saarland.
    Nach einer Banklehre studierte sie Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Vorderasiatische Archäologie an der Universität des Saarlandes. Seit 2001 lebt sie mit ihrer Familie in Bremen. Sie schreibt für die Zeitschrift „Pferdesport – Bremen“ und veröffentlichte zahlreiche Fachartikel, Sachbücher, Chroniken und Unternehmerdarstellungen.
    2012 erschien der Debutroman ´Schwanensterben` des Autorinnenduos im Gmeiner Verlag, 2013 folgte der zweite Fall ´Rotglut`. Mit ´Mordsgrimm` legten Rist und Skalecki nun den dritten Kriminalroman ´Mordsgrimm` mit dem Ermittler Heiner Hölzle vor. Der vierte Fall „Rabenfraß“ ist am 3.2.16 erschienen.
    Die Autorinnen sind Mitglieder des Syndikats, der größten Autorengruppe für deutschsprachige Kriminalliteratur sowie des Bremer Krimistammtischs. 
    Ab Februar 2017 gibt es den ersten Fall zweier unterschiedlicher Frauen geben. "Ausgerottet" nimmt sich des Themas "Illegaler Handel mit artgeschützten Tieren an". Pro verkauftem Buch wird 1 Euro an den Leipziger Zoo fließen, zur Unterstützung von Artenschutzprojekten!

    Schreibstil/Fazit:
    DANKE an Biggi Rist für Deine Zusage & ebenso aktive Teilnahme an dieser Leserunde - ich freute mich über Euren Bremenkrimi im passenden Gewand mit 280 Seiten und 12 Kapiteln aus dem Gmeiner-Verlag in einer sehr gut lesbaren Schrift mit nicht überfrachteten Seiten, der vorrangig in und um Bremen zur Adventszeit spielt.
    Wunderbar (durchdacht) empfand ich auch das Personenregister gleich zu Beginn, anfänglich musste ich dort öfters noch nachschauen, danach lichtete sich aber der Namensdschungel :) und ich konnte zügig weiterlesen, per Flashback wurden alle Protagonisten nach und nach skizziert. Auch empfand ich den Bezug zu "Ausgerottet" als angenehm.

    Der Prolog begann gleich mit Gänsehautfeeling ... ich konnte mir alles Geschriebene sehr gut vorstellen, als ob ich quasi live vor Ort bzw. mittendrin bin, angenehmlockerer manchmal schon leicht skurriler Schreibstil, der mir viele Schmunzler bereitete.
    Das Ende mit dem Überführen des Täters hätte ich so nicht erwartet, das Legen von falschen Spuren tat sein Übriges.

    Perfekt recherchiert, wunderbar (meist spannend) umgesetzt - für mich ein angenehmer Wohlfühlkrimi mit einem kauzigsympathischakribischen schwäbischen Ermittler und Team.

    Macht weiter so!

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    gaby2707s avatar
    gaby2707vor einem Jahr
    Vorweihnachtszeit in Bremen

    Weihnachtsmarkt in Bremen. In der Krippe vor dem Dom finden die Mitglieder des Kirchenchores ein neugeborenes kleines Mädchen. Zwei Tage später wird der renommierte Bäckermeister Carl Brodbeck, der für seine Klaben nach hauseigenem Rezept berühmt war, tot in der Backstube gefunden. Verdächtige gibt es viele und Kommissar Heiner Hölzle und seine Kollegen haben alle Hände voll zu tun, um den Mord aufzuklären und die Mutter des Babys zu finden.


    „Frostkalt“ ist mein erstes Buch des Autorinnenduos Biggi Rist und Liliane Skalecki und es war der Anfang von weiteren Büchern, der beiden Damen, die ich bestimmt noch lesen werde. Ihr leichter, flüssig zu lesender Schreibstil hat mich bereits im Prolog in die Geschichte hineingezogen. Das Gedicht von Biggi Rist zu Beginn und zwei Zitaten lassen mich rätseln, was sie vielleicht mit der Geschichte zu tun haben. Das Personenregister haben es mir sehr leicht gemacht in die Geschichte einzutauchen, da ich immer mal wieder nachschauen konnte, wer wer ist.

    Spannung baut sich ab der ersten Seite auf und der Bogen hält sich hoch oben bis zum Schluss.

    Die Kommissare haben viel Arbeit mit zwei Bäckerbrüdern, jeder mit eigener Bäckerei, der eine tot, der andere vielleicht der Mörder – einem jungen Mädchen, dass zusammen geschlagen wird und im Krankenhaus aufwacht – einer schwangeren jungen Frau, die nicht weiß, wer ihrer beiden Freunde der Vater ist – einem Baby, das in der Krippe vor dem Dom ausgesetzt wurde – Rosinen, die mit Pestiziden verseucht sind und die Klaben dadurch fast ungenießbar machen – einem kleinen Jungen mit einer Nussallergie, der durch den Verzehr von mit Mandeln durchsetzten Klaben gestorben ist – einer Erpressung und zwei Morde – und jede Menge Verdächtige. Das alles bringen die Autorinnen gekonnt an einem roten Faden soweit, dass sich zum Schluss alles schlüssig und gut nachvollziehbar auflöst. Sprünge zurück in die nahe Vergangenheit helfen, die Protagonisten besser zu verstehen und den Ermittlern, den Fall besser lösen zu können.

    Die Protagonisten selbst stellen sich lebensecht, sehr menschlich und mit ihren Ecken und Kanten dar. Besonders Kommissar Heiner Hölzle, der in seinem schwäbischen Dialekt seine Gedanken besser steuern kann, der immer mal wieder aufblitzt, bringt so richtig Lokalkolorit in die Geschichte ein, obwohl die ja in Bremen spielt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und meine Mundwinkel haben sich hier und da noch oben gezogen.

    Ein sehr abwechslungsreicher, spannender Krimi, auch mit leisen Momenten und etwas privatem von den Ermittlern, der zwar in der Vorweihnachtszeit spielt, den man aber zu jeder Jahreszeit lesen kann. Kommissar Hölzle hat einen neuen Fan – mich!

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    abuelitas avatar
    abuelitavor einem Jahr
    Advent in Bremen

    In Bremen zur Adventszeit spielt dieser Krimi. Es geht um ein im Dom ausgesetztes Neugeborenes und einen ermordeten Bäcker.

    Tatverdächtige für diese Tat gibt es nun gerade genug, aber so richtig voran kommen die Ermittler erst einmal nicht. Einen Verdächtigen nach dem anderen muss Heiner Hölzle mit seinem Team ausschliessen. Erst als eine jungen Frau brutal zusammengeschlagen wird und ein weiterer Mord passiert, erweist sich das als heisse Spur.

    Als ich den Prolog gelesen hatte, wollte ich das Buch zuerst wieder zur Seite legen. Hier half keine Gedanke „Typisch Mann“, denn schliesslich stammt dieses Buch aus der Feder von zwei Frauen, die, wenn ich das richtig sehe, auch selbst Kinder haben? Wie auch immer, jedenfalls ist das meiner Meinung nach so gut wie unwahrscheinlich, so wie das hier dargestellt wird.

    Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass der „Maulwurf“, der Dinge an die Presse weitergab, einfach so übergangen wurde – und noch weniger kann ich mir vorstellen, dass hier das Kripoteam nicht gleich auf den „Übeltäter“ gekommen ist. 

    Aber egal, denn trotz dieser Mankos ist der Krimi sehr gut geschrieben, der Schreibstil flüssig und mit viel Spannung auch versehen.  

    Ich als Leser wusste immer ein bisschen mehr, denn die Autorinnen haben undatierte Rückblenden eingebaut, die mir vergangene Geschehnisse aufzeigten und mir auch einzelne Personen näher brachten.

    Trotzdem habe ich - wie die Ermittler – lange im Dunklen getappt und genau das macht den Krimi auch so fesselnd. Die schwäbisch- eingestreuten Gedanken von Hölzle geben dem Ganzen auch noch einen gewissen Pfiff.

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    Letzter Beitrag von  Isadorvor einem Jahr
    Hier ist meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Biggi-Rist/Frostkalt-1458400201-w/rezension/1505727226/ Ich möchte mich nochmal vielmals dafür entschuldigen, dass es diesmal so lange gedauert hat! Vielen Dank für die spannenden Lesestunden! Ich freue mich schon auf den nächsten Hölzle-Fall!
    Zur Leserunde

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