Biggi Rist , Liliane Skalecki Rotglut

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Inhaltsangabe zu „Rotglut“ von Biggi Rist

Während des WM-Spiels Deutschland - England 2010 wird ein Mann schwer verletzt im Bürgerpark aufgefunden. Bevor er stirbt, haucht er einen Namen. Kommissar Heiner Hölzles Ermittlungen ergeben, dass der Mann bereits seit mehr als 35 Jahren als tot gilt. Hölzle und sein Team tauchen tief ein in die Geschehnisse der 70er-Jahre, der Zeit der RAF, und finden Verbindungen zu einem Entführungsfall sowie zum Bombenattentat auf dem Bremer Hbf. Und plötzlich muss sich Hölzle auch noch mit dem Verfassungsschutz auseinandersetzen, der ein reges Interesse an dem Fall zu haben scheint …

Ein Politkrimi den man einfach gelesen haben muss !!!

— kleinwitti
kleinwitti

was recht verwirrend und langatmig anfängt, endet sehr spannend.

— anja_bauer
anja_bauer

Exzellenter Krimi mit realem politischem Hintergrund

— Julitraum
Julitraum

Ein Mord im Jahr 2010 führt die Ermittler zurück in die Zeit der RAF im Jahre 1974 - spannender Krimi aus Bremen.

— ech
ech

Wer Krimis liebt, sollte dieses Exemplar in seinem Bücherregal haben.

— Steph86
Steph86

Absolut mitreißend! Interessantes politisches Thema total gut und spannend umgesetzt!

— Isador
Isador

Ein super toller Krimi. Unbedingt lesen.

— Simi159
Simi159

Wow! Was für ein toller Krimi!

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Fulminantes Ende für einen tiefgründigen Politkrimi

— danielamariaursula
danielamariaursula

Spannender Polit-Krimi mit sympathischem Kommisar und guter Recherche

— SchwarzeFee
SchwarzeFee

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  • Rezensionen
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  • Buchverlosung zu "Rotglut" von Biggi Rist

    Rotglut
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Auf meinem Blog ist ein neues Gewinnspiel gestartet.

    http://chattysbuecherblog.blogspot.de

    Viel Glück!

    • 16
  • Leserunde zu "Rotglut" von Biggi Rist

    Rotglut
    Elwood

    Elwood

    Anlässlich der Dokumentation "Die Folgen der Tat", die am 27.5.15 in der ARD gezeigt wurde, startet eine Leserunde zum Kriminalroman "Rotglut". In der Mediathek kann man sich die Dokumentation ansehen, was sich wirklich lohnt. Denn eine Romanfigur ist an Susanne Albrecht angelehnt. Danke an den Gmeiner Verlag, der 15 Bücher für die Runde stiftet. Die Runde wird von der Autorin Biggi Rist begleitet. Wer schon mal vorab stöbern möchte: www.krimi-bremen.de Rubrik Schauplätze anwählen, dann erscheinen interaktive Karten. Wenn ihr die Feuerchen anklickt, werden Textauszüge aus dem Buch erscheinen.

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    • 237
    kleinwitti

    kleinwitti

    26. July 2015 um 21:53
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    Elwood schreibt Ganz ,ganz herzlichen Dank für die überaus positive Bewertung! LG Biggi

    Nicht dafür liebe Biggi. Ich schreibe nur das was ich denke und bei deinem Buch konnte man einfach nichts anderes schreiben.

  • Ein tiefgründiger Politkrimi

    Rotglut
    kleinwitti

    kleinwitti

    26. July 2015 um 15:59

    Mit dem Politkrimi "Rotglut" haben uns Liliane Skalecki und Biggi Rist einfach nur ein fantastisches Buch gezaubert, welches mich mit seinem Cover sofort angesprochen hat. Ich finde das Cover sehr schön gestaltet und zum Thema absolut passend. Im Sommer 2010 wird ein seit 35 Jahren totgeglaubter Mann ermordet und von 2 Walkerinnen gefunden. Er flüstert noch einen Namen und Komissar Hölzle nimmt die Ermittlungen auf. Warum ist er zurückgekommen ?? Und warum nach solanger Zeit ?? Das sind nur einige Frage die beantwortet werden wollen. Die DErmittlungen führen Hölzle und sein Team bis in die Siebziger zurück und sie müssen sich mit Verfassungschutz und der RAF auseinander setzen. Das Buch hat handelt in zwei Zeitspannen einmal in der jetzt Zeit so will ich es mal nennen, also im Jahre 2010 und einmal in der Vergangenheit alos im Jahre 1972 bis 1974. Das das Buch dadurch öfters Zeitsprünge macht ist nicht weiter schlimm. Viele werden es anfänglich als nervig empfinden aber im nachhinein gibt gerade das dem Buch einen super tollen Charakter. Das Lesen wird durch die Sprünge nicht schwerfällig sondern fiel mir sehr leicht. Es gibt immer wieder die Erklärungen zu den Geschehnisssen in der Jetztzeit. Sehr schön sind auch die kleinen Erklärungen in den Fuszeilen, was ich als sehr gut empfand, da man dadurch gleich die nötigen Informationen erhält. Der Hauptkomissar Hölzle ist einfach nur ein Unikat, vorallem gefallen mir seine Gedankengänge in Schwäbisch. Er und sein Team sind ziem,lich auf Zack und lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Ebenfalls lassen sie sich auch nicht erpressen oder einschüchtern. Auch alle weiteren Protagonisten in dem Buch sind sehr gut ausgearbeitet und man sympathisiert direkt mit Ihnen oder man mag sie halt nicht. Es ist schon beachtlich wie die Autoeren die Charaktere beschreiben und man sich direkt jemanden vorstellen kann. Man fühlt mit Ihnen und fiebert auch mit Ihnen. Die Handlungsorte sind auch für mich als nicht Bremer bildreich beschrieben worden, so das ich immer ein passendes Bild vor Augen hatte. Alles in allem kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen der gerne Krimis mit dem Hintergrund RAF lesen möchte. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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  • spannender Politkrimi

    Rotglut
    tweedledee

    tweedledee

    Schauplatz Bremen, 2010. Es ist Sommer, die WM begeistert die Massen. Im Bürgerpark wird ein schwer verletzter Mann gefunden, der wenig später an seinen Verletzungen stirbt. Hölzle übernimmt mit seinem Team den Fall, schnell steht fest dass es sich bei dem Toten um einen Mann handelt, der eigentlich seit mehr als 35 Jahren totgeglaubt ist, damals angeblich bei einem Verkerhsumfall ums Leben kam. Die Recherchen ergeben, dass der Mann vor seinem geplanten Verschwinden mit der Linksradikalen Szene sympathisiert hatte und für Hölzle wird klar, dass die Aufklärung seines Falls weit in die Vergangenheit zurück reicht. Nur wenn er die damaligen Geschehnisse aufklären kann, wird er auch seinen Fall lösen können. In "Rotglut" ermittelt der sympathische Kommissar Hölzle in seinem zweiten Fall. Für mich ist es sein erster Fall, aber ich hatte keine Probleme in die Story reinzukommen. Die einzelnen Figuren sind gut charakterisiert, vor allem Hölze, der hochdeutsch spicht, aber schwäbisch denkt, hat mir sehr gefallen. Die Handlung findet in unterschiedlichen Zeitebenen statt. Die Haupthandlung in der Gegenwart im Jahr 2010, zwei unterschiedliche Stränge gehen zurück in die Jahre 1972 - 1974. Erst nach und nach erschließt sich, wie die einzelnen Stränge zusammenpassen, denn die Geschichte ist komplex. Den Autorinnen gelingt es besonders gut, die damalige Zeit aufleben zu lassen und die Stimmung der Linken Szene zu beschreiben. Der politische Hintergrund rund um die RAF ist sehr gut recherchiert, die Polizeiarbeit und Recherche detailliert beschrieben. Neben der Krimihandlung spielt auch das private Umfeld von Hölzle eine Rolle, es rundet ihn als Charakter ab ohne von der Krimihandlung abzulenken. Ich hatte das Buch in kürzester Zeit ausgelesen, einmal angefangen fällt es schwer es wieder aus der Hand zulegen. Fazit: Spannender Krimi mit politischem Hintergrund, dazu ein sympathisches Ermittlerteam und eine spannende und dicht gewebte Story. Wer Politkrimis liebt kommt hier voll auf seine Kosten.

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    • 5
  • am Anfang wirr am Ende hui

    Rotglut
    anja_bauer

    anja_bauer

    03. July 2015 um 19:49

    Das Jahr 2010. WM Fieber. Deutschland gegen England.  Doch dieses Ereignis wird durch ein schreckliches Verbrechen überschattet. Im Bürgerpark wird ein Mann schwer verletzt von zwei Frauen aufgefunden. Doch bevor Notarzt und Polizei eintrifft verstirbt dieser und kann nur noch ein Name flüstern. Kommissar Heiner Hölze  wird mit den Ermittlungen beauftragt und findet heraus, dass dieser Mann eigentlich schon seit über 35 Jahre als tot gilt. Hölzle und Team graben weiter und umso tiefer sie in den Fall hineintauchen, kommen sie der RAF Zeit näher. Was hat dieser Tote mit dem Bombenattentat auf dem Bremer Hauptbahnhof zu tun? Und wie war das mit dem Entführungsfall von dem Bankier? Doch dann kommt noch der Verfassungsschutz ins Spiel und die Ermittlungen scheinen zu Ende zu sein. Doch lässt sich Hölzle davon abhalten? Dieser Krimi ist eigentlich reine Fiktion. Und doch wird das ein oder andere Aha Effekt hier ausgelöst. Zumindest bei denjenigen, die die RAF Zeit mitgemacht haben.  Am Anfang hatte ich Probleme mit diesem Krimi. Die Spannung fehlte, und so recht wollte ich mich in die Story auch nicht reinfinden. Doch umso mehr ich las, umso mehr kam ich da hinein in diesem Krimi. Und auch in die Handlung.  Und zu Letzt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung ist in unterschiedlichen Zeiten eingeteilt. Einmal in der Gegenwart 2010 und dann in der Vergangenheit 1974. Es sind hier viele Protagonisten mit dabei, so dass man am Anfang den Überblick verliert. Ab und zu wird auch eine Erklärung zu der RAF als Fußnote hinzugefügt. Das Cover zeigt einen Brand oder etwas das verbrennt. Herauszeigend ist, das unten noch ein Rest vom einen Fahndungsplakat zu sehen ist und oben der Schriftzug Terroristen. Mit dem Titel „Rotglut“ kann ich bisher nichts anfangen. Trotzdem ist das Cover ein Hingucker FAZIT: Wenn man die Geduld aufbringt und diesen anfangs etwas langatmigen Krimi weiterliest, wird belohnt mit einen spannenden Fall. Kommissar Hölzle ist mir echt sympathisch. Schon allein wegen seiner Schokisucht. Er spricht zwar hochdeutsch, aber denken tut er hier schwäbisch. Sympathisch. Die Protagonisten sind mehr oder weniger realistisch da gestellt und kommen gut rüber. Selbst der Gigolo *lach*. Die Story an sich ist gut geschrieben und ich habe beim Lesen selber oft gedacht, ja da war doch was mit der RAF. Gerade die Einführung ist gut recherchiert und dargestellt. Alles im allen ein guter Krimi, der nach ein paar Anfangsschwierigkeiten echt spannend rüberkommt.

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  • Absolut mitreißender mit politischem Hintergrund

    Rotglut
    Isador

    Isador

    02. July 2015 um 16:56

    Ein Mann wird während des WM-Spiels Deutschland - England im heißen Sommer 2010 schwer verletzt im Bremer Bürgerpark aufgefunden. Im Sterben sagt er mit letzter Kraft noch etwas, was die Kriminaopolizei dazu veranlasst, Ermittlungen aufzunehmen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass der Mann, dessen Name von dem Sterbenden genannt wurde, schon seit mehr als 35 Jahren tot ist. Kriminalkommissar Hölzle und sein Team recherchieren gründlich und finden Bezüge zur Bremer linken Szene in den 1970er Jahren. Der Tote hat die vergangenen Jahre unter falschem Namen an der Elfenbeinküste gelebt und ist nun nach Bremen zurückgekehrt. Warum? Hat auch er mit den Geschehnissen von damals zu tun? Die Inhaltsbeschreibung hat mich sofort neugierig gemacht, weshalb ich mich für diese Leserunde beworben habe. Trotzdem war ich anfangs ein wenig skeptisch, da es sich hier um einen Krimi mit politischem Hintergrund handelt, aber meine Bedenken wurden sofort weggewischt. Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und die ganze Zeit nicht mehr losgelassen. Wenn es meine Zeit zugelassen hätte, dann hätte ich alles in einem Rutsch gelesen. Die Geschichte spielt abwechselnd in mehreren Zeitebenen und man hat das Gefühl, dass es viele einzelne Puzzleteile gibt, die man nicht zusammensetzen kann. Aber im Laufe der ständig spannenden Handlung setzt sich alles mehr und mehr zusammen und ergibt schließlich ein komplettes Bild. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und ich habe Kommissar Hölzle regelrecht in mein Herz geschlossen! Selbst in den unangenehmsten Situationen fällt ihm immer noch etwas Witziges ein!Selten habe ich einen so spannenden und gut gemachten Krimi gelesen! Von mir fünf Sterne und eine absolut uneingeschränkte Leseempfehlung!

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  • Hölzles zweiter Fall

    Rotglut
    Simi159

    Simi159

    "Rotglut", der zweite Fall von Heiner Hölzle und sein Team, hat seine wurzeln in den frühen 70er Jahren, als die rote Armee Fraktion, RAF, aktiv war. Auch in Bremen gab es RAF Sympathisanten.... Doch als erstes finden zwei Walkerinnen den fast Toten Rainer Stegmann, der kurz darauf seinen schweren Kopfverletzungen erliegt. Stegmann ist offiziell schon seit 1974 tot, kam er doch bei einem Autounfall ums Leben. Er hinterließ damals eine Ehefrau und eine kleine Tochter. 1974 arbeitet Stegmann bei einem Sicherheitsdienst und war in de Entführung des Industriellen Rosenberg verwickelt. Auch seine ehemalige Frau, ihr neuer Mann und weitere Personen aus Stegmanns altem Umfeld scheinen mehr über die Entführung anschliessende Ermordung von Rosenberg, als sie Hölzle verraten wollen. Doch Stück für Stück gräbt er sich in den alten Fall und kommt dabei der Lösung immer näher...dumm nur, dass er dem Verfassungsschutz, der ebenfalls seine Finger im Spiel hat, zu nahe kommt. Fazit: WOW, das ist ein Krim, wie ich sie liebe. Ein toller verzwickter Plot, mit überraschenden Wendungen, einem klasse Ermittler Team und realen geschichtlichen Anlehnungen...zudem noch spannend von der ersten bis zur letzten Seite... So müssen Krimis sein. Die Autorinnen Liliane Skalecki und Biggi Rist verstehen ihr Handwerk, die Geschichte ist sehr realistisch und toll recherchiert. Zu dem verknüpfen sie sehr geschickt, reale Vergangenheit in eine glaubwürdige Geschichte, in der neben der RAF auch die Fußball WM 1974 vorkommt. Die verschiedenen Zeitebenen machen es sehr spannend, sind geschickt zusammen gepuzzelt und lassen denLeser gleichzeitig mit Hölzle den Fall lösen. Auch das Ende fand ich sehr realistisch, nicht immer wird der wahre Täter gefasst. Die Charaktere sind lebensnah , glaubwürdig und authentisch. Egal ob es um die verrauchten Studenten, mit ihren verqueren Ideen einer neuen besseren Welt geht oder auch Hölzle mit seinen privaten Beziehungsproblemen. Von mir gibt es dafür 5 STERNE.

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    • 2
  • Exzellenter Krimi mit realem politischem Hintergrund

    Rotglut
    Julitraum

    Julitraum

    Während der Fußball-WM 2010 wird im Bremer Bürgerpark ein schwerverletzter älterer Mann aufgefunden. Für ihn kommt leider jede Hilfe zu spät, er stirbt. Der Getöte, den seine Papiere als französischen Staatsbürger ausweisen, wurde mit großer Brutalität gegen ein Steindenkmal im Bürgerpark gestoßen. Man wollte ihn töten. Kommissar Hözle und sein Team beginnen mit den Ermittlungen und schon bald gibt es erste Hinweise. Der Getöte war in Wirklichkeit Deutscher und hatte vor über 35 Jahren seinen Tod nur vorgetäuscht, um an die Elfenbeinküste zu verschwinden. Was hat ihn damals veranlasst, so dramatisch aus Deutschland zu verschwinden und noch dazu Frau und Kind zurückzulassen und was war war der Grund für seine Rückkehr nach Deutschland nach dieser langen Zeit? Nach und nach fügt sich der Fall wie ein Puzzle zusammen. Der Grund für den Mord ist in der Vergangenheit zu suchen und führt uns in die Zeit Angang der 70 er Jahre, in der in Deutschland die RAF mit ihrem Terror wirkte. Aber auch der Verfassungsschutz spielt eine entscheidende Rolle und so stechen Hölzle und sein Team in ein Wespennest, denn weder der Verfassungsschutz noch damalige linksradikale Aktivisten, die jetzt ein gutbürgliches Dasein leben, ist an der Aufdeckung der damaligen Geschehnisse gelegen. Dieser Krimi ist sehr flüssig und spannend geschrieben. Er bewegt sich abwechselnd auf 2 Zeitebenen, das Jahr 2010 und die Jahre 1972 - 1974, was die Handlung äußerst abwechslungsreich und spannend macht. Die Atmosphäre der 70er Jahre und die Gedankengänge der RAF-Sympathisanten kommen gut herüber. Perfekt werden tatsächliche damalige Vorkommnisse in die Handlung miteingewebt, noch dazu gibt es erklärende Fußnoten, die dem Leser hilfreiche Informationen liefern. Das Ganze wird abgerundet durch einen geradlinigen und sympathischen Ermittler nebst Team, die engagiert ermitteln und sich weder einschüchtern noch aufs Glatteis führen lassen. Hier stimmt wirklich alles, für mich ein rundum gelungener Krimi.

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    • 3
  • Ein Mord im Jahr 2010 führt die Ermittler zurück in die Zeit der RAF - spannender Krimi aus Bremen

    Rotglut
    ech

    ech

    Ein Mordopfer, das während der WM 2010 im Bremer Bürgerpark gefunden wird, obwohl der Mann offiziell schon seit 36 Jahren als tot gilt, führt die Ermittler zurück in das Jahr 1974 und in die Zeit der RAF und des Verfassungsschutzes. Die Handlung wechselt zwischen den aktuellen Ermittlungen und Rückblenden in die Zeit zwischen 1961 und 1974. Nach und nach werden diese beiden Stränge zusammengeführt und ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Das Buch überzeugt durch symphatische Ermittler, eine spannende Story und eine Auflösung, die mit einigen Überraschungen aufwartet.

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    • 3
  • Ein echter Genuss

    Rotglut
    Steph86

    Steph86

    Buchinhalt Während des WM- Spiels Deutschland - England 2010 wird ein Mann schwer verletzt aufgefunden. Bevor er stirbt, haucht er einen Namen. Hölzels Ermittlungen ergeben, dass der Mann seit mehr als 35 Jahren als tot gilt. Der Tote besitzt gefälschte Papiere, die ihn als französischen Staatsbürger ausweisen, stammte aus Bremen und hatte in den 70er- Jahren Kontakt zur linksradikalen Szene. Warum kehrt er nach Jahrzehnten zurück? Hölzle und Kollegen tauchen tief ein in die damaligen Geschehnisse und finden Verbindungen zu einem Entführungsfall sowie zum Bombenattentat auf den Bremer Hauptbahnhof 1974. Ein Selbstmord erweist sich als Mord. Ein weiterer Teil des Mosaikes, welches die Polizisten zusammenfügen müssen. Dann sieht sich Hölzle auch noch mit dem Verfassungsschutz konfrontiert, der sich für den Fall zu interessieren scheint. Die Lage spitzt sich zu als zwei Frauen entführt werden. Für den Kommissar beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.   Leseeindruck Ich habe mich von Anfang an auf dieses Buch und die Leserunde gefreut. Obwohl politisch wenig versiert und zur Zeit der RAF auch noch nicht geboren, ist das Buch bei mir (auch ohne Hintergrundwissen) voll aufgegangen. Das in kurzen Kapitel gehaltende Buch ist in einem tollen und schnell zu lesenden Schreibstil verfasst. Zwischen den Kapitel wird immer wieder in verschiedenen Jahren erzählt, was anfangs eventuell verwirrend wirkt, aber im Gesamteindruck dem Buch erst die richtige Würze verleiht. Ich freue mich mehr von den Autorinnen zu lesen und kann nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

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    • 2
  • Nachwirkungen einer politischen Bewegung

    Rotglut
    Maddinliest

    Maddinliest

    Ein toller regionaler Krimi mit sehr gut einbezogenen politischen Hintergrund! Wir dürfen als Leser das sehr sympatische Ermittlerteam um Heiner Hölzle begleiten. Sie haben den Tod eines Rentners im Park von Bremen aufzuklären und erkennen bald, daß sie sich für die Lösung dieses Falls, zunächst mit zwei ungeklärten Taten aus der Vergangenheit beschäftigen müssen. Dies führt uns in das Jahr 1974, die Zeit, die unter anderem von dem Auftreten der RAF geprägt waren. So auch in diesem Fall. Biggi Rist und Liliane Skalecki gelingt es in ihrem Krimi sehr gut, diesen politischen Hintergrund in ihre Geschichte einzufügen. Das Buch ist sehr gut und flüssig geschrieben, immer spannend und es fällt dem Leser schwer, es aus der Hand zu legen. Ich kann diese Buch nur uneingeschränkt empfehlen, es hat sehr viel Spaß gemacht die Geschichte zu verfolgen.

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    • 2
  • Meine Leseempfehlung

    Rotglut
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    27. June 2015 um 14:16

    "Wir leben alle vom Vergangenen und gehen am Vergangenen zu Grunde." (Johann Wolfgang von Goethe) *************** Zum Inhalt: 2010: Yves Renard kehrt nach fast 36 Jahren nach Deutschland zurück. Er hatte damals das Land fluchtartig verlassen und zuvor einen Unfall inszeniert, bei dem er augenscheinlich ums Leben gekommen ist. Er sucht seine Tochter auf, die bislang den Schilderungen ihrer Mutter über den Tod geglaubt hatte. Saskia konfrontiert ihre Mutter damit, die plötzlich ihr Schweigen bricht. Da wird die Leiche eines Mannes im Bürgerpark in Bremen gefunden. Kriminalhauptkommissar Hölzle beginnt zu ermitteln und findet dabei Spuren zur  RAF und Terrorismus. **************** Meine Meinung: Ich muss gestehen, noch nie hat mich ein politisch angehauchter Krimi so sehr gefesselt. Ein Plot, der einfach unvergleichbar zu sein scheint, gespickt mit Protagonisten, die so real beschrieben sind, dass man sich als Leser schon fast vor ihnen fürchtet. Nicht zu vergessen einen Ermittler, der hochdeutsch spricht, aber schwäbisch denkt. Da ist so manches Schmunzeln vorprogrammiert. Jedoch handelt es sich bei dem vorliegenden Krimi nicht um einen leichteren, heiteren Roman. Sehr detailliert wird eine Gruppierung der RAF beschrieben, jedoch ohne politisch bestimmend oder brutal zu wirken. Der Leser wird vielmehr gedanklich mit auf die Suche genommen. Die Suche nach politischer Gerechtigkeit. Aber ob die Ende wirklich gefunden wurde? Mich hat dieses Buch teilweise sehr nachdenklich gemacht. Teils, weil ich mich an frühere terroristische Begebenheiten erinnerte, aber auch, da die heutigen Terroristen unter uns leben. Wie verlief die jahrelange Inhaftierung? Gab es Reue? Wie leben die Hinterbliebenen mit ihrem Schicksal? Haben die Hinterbliebenen verziehen? Wie gehen die Menschen heute mit den ehemaligen Terroristen um, die mittlerweile wieder in Freiheit leben? Da mich dieses Thema sehr beschäftigt, werde ich wohl noch einige Zeit mit Recherchen verbringen. *************** Fazit: Ein großartiger Krimi, der das politische Geschehen in Deutschland in den 70iger Jahren aufgreift. Ich denke, dass die etwas älteren Leser hier sehr begeistert sein werden. Ich vergebe für das vorliegende Buch 5 Sterne und werde es auf jeden Fall weiter empfehlen.

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  • Kommissar Hölzles zweiter Fall

    Rotglut
    esposa1969

    esposa1969

    Buchrückentext: Während des WM-Spiels Deutschland - England 2010 wird ein Mann schwer verletzt im Bürgerpark aufgefunden. Bevor er stirbt, haucht er einen Namen. Kommissar Heiner Hölzles Ermittlungen ergeben, dass der Mann bereits seit mehr als 35 Jahren als tot gilt. Hölzle und sein Team tauchen tief ein in die Geschehnisse der 70er-Jahre, der Zeit der RAF, und finden Verbindungen zu einem Entführungsfall sowie zum Bombenattentat auf dem Bremer Hbf. Und plötzlich muss sich Hölzle auch noch mit dem Verfassungsschutz auseinandersetzen, der ein reges Interesse an dem Fall zu haben scheint … Leseeindruck: Der Politkrimi "Rotglut" vom Autorenduo Liliana Skalecki und Biggi Rist, las sich spannend, fesselnd und überaus packend. Nach "Schwanensterben" ist dieser Krimi bereits der zweite Fall für Kommissar Heiner Hölze und sein Ermittlerteam und spielt auf unterschiedlichen Zeitebenen, die bis in die 1970er Jahre zurückreichen, zur Zeit der Roten Armee Fraktion, sowie auch anno 2010 zur Zeit der Fußball-WM in Südafrika. Im Bremer Bürgerpark wird der Sterbende Rainer Stegmann gefunden, der während seines letzten Atemzuges etwas haucht, das Rätsel aufgibt. Doch wer ist der Tote wirklich, da er er schon seit 35 Jahren als tot gilt? Magrere Handlungsstränge, die fadenartig zu einem Ganzen zusammenlaufen machen den Unterhaltungswert diesen Kriminalromanes aus. Die Geschehnisse lasen sich mehr als spannend und auch ohne den Vorgängerfall zu kennen, wurde ich schnell mit Kommissar Hölle und den anderen Charakteren warm. Mich hat der gesamte Krimi rund um Bremen mit detailliert beschriebenem Lokalkolorit sehr gut unterhalten und die 376 Seiten lasen sich fesselnd und angenehm kurzweilig. Die Schrift könnte einen Nuance größer sein. Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen! © esposa1969

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    • 3
    esposa1969

    esposa1969

    25. June 2015 um 07:38
    Elwood schreibt Liebe Esposa 1969, ganz lieben Dank, freue mich sehr!

    :-)

  • Politkrimi mit fulminatem Ende

    Rotglut
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    Ein Krimi mit Tiefgang, der zum Nachdenken und Nachforschen anregt. Deswegen enthält die Leserunde auch diverse Links ;) Die erste Schilderung des im Klappentext erwähnten Mordes läßt einige Zeit auf sich warten, allerdings bedarf es erst einmal einer Zuspitzung der Umstände und einer gewissen Vorgeschichte des Opfers, ehe es so weit kommen kann. Daher spielt der Krimi in verschieden Zeitebenen, die durch kurze "Schnitte" ineinander gewoben werden. Die Zeitebenen werden klar durch fettgedruckte Orts und Zeitangaben getrennt, damit man nicht den Faden verliert. Durch die Vielzahl der Personen und Decknamen war ich zwischendrin manchmal etwas verwirrt und mußte blättern, dafür würde ich gerne einen halben Stern Abzug geben. Der Kommissar und die Beweggründe von Tätern/Opfer werden  jedoch klar und deutlich herausgearbeitet und entwickelt. Das fulminate Ende löst alle Fragen auf und verknüpft lose Enden. Am Ende gibt es sowohl eine kleine persönliche Genugtuung für den gebeutelten Kommissar, als auch ein historisch erklärendes Nachwort, daß die "politisch Gefangenen" bis heute ihre Taten nie bereut haben. Das Ende ist jedoch realtisch und gibt nicht dem Wunsch nach eitel Sonnenschein nach. Es hinterläßt die Leser der Jahrgänge 1970 plus mit dem Wunsch, mehr über diese Zeit zu erfahren und regt zu weiterer Recherche an, obwohl doch bereits einiges im Text und in Fußnoten geklärt wird, ohne daß der Krimi in den Hintergrund tritt und das Buch zu einem "Geschichtsbuch" abdriftet.

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    • 2
  • Ein Toter im Park und Hintergründe, die Jahrzehnte zurückliegen...

    Rotglut
    SchwarzeFee

    SchwarzeFee

    Liliane Skalecki und Biggi Rist legen hier einen Krimi vor, der in zwei Zeitebenen spielt. Zum Einen im Jetzt, hier : 2010, im Sommer zur Zeit der Fußball-WM (an den sich die meisten sicherlich gut erinnern können), zum Anderen im Zeitraum von 1972-1974, zur Zeit als die RAF die Schlagzeilen dominierte und mit ihren Terroraktionen die Republik in Atem hielt.  Hauptprotagonisten sind Hauptkommissar Heiner Hölzle, der mit seinem Team zu einem Schwerverletzten im Bremer Bürgerpark gerufen wird, der noch einen Namen nennt, bevor er stirbt. Es stellt sich heraus, dass dieser Tote eigentlich schon seit 35 Jahren als tot gilt.  Der Tote, Rainer Stegmann, ist der zweite Protagonist, ihm widmen sich die Kapitel in den 70-er-Jahren. Nach und nach entsteht so ein Puzzlespiel, dessen Teile der Leser zusammen mit Hölzle zusammensetzt, um herauszufinden, wer hinter dem Mord an Stegmann steckt.  Die Autorinnen nehmen uns hier mit in die damalige linke Szene, man sitzt quasi mit in verrauchten Kneipen und vernimmt die - für mich verquere - Gedankenwelt der RAF-Sympathisanten. Und dann befindet man sich wieder im Sommer des Sommermärchens und entwirrt nicht nur mit die Fäden des Falles, sondern nimmt auch am privaten Leben des Herrn Hölzle teil, welches auch nicht ganz einfach ist.  Das Buch ist in kurzen Kapiteln gehalten, die immer wieder in den Zeiten hin und her springen, was aber durchaus nicht verwirrend ist, sondern in dieser Komposition einfach zusammen passt, Stück für Stück bauen die Kapitelchen aufeinander auf, bis es am Ende zum Showdown und zur Lösung des Falls kommt.  Ich fand diesen Krimi atmosphärisch sehr dicht und spannend. Dazu kommt, dass ich selbst 1970 geboren wurde und mich noch dunkel an das Thema RAF erinnern kann, an Plakate, die man damals sah und dies einfach heute sehr interessant finde und mehr darüber wissen möchte.  Zudem ist Kommissar Hölzle sehr sympathisch - sicherlich auch durch seine eingewobenen Gedankengänge in breitestem Schwäbisch - durch ihn bekommt man auch einmal ein Schmunzeln ins Gesicht und der reine Unterhaltungswert dieses Krimis wird gesteigert.  Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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