Bill Bryson Sommer 1927

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Inhaltsangabe zu „Sommer 1927“ von Bill Bryson

1927. Ein Sommer der ein ganzes Jahrhundert prägte Es ist die Geschichte eines Sommers, und doch ist es so viel mehr. Das Jahr 1927 ist für Amerika entscheidend auf dem Weg zur Weltmacht. Es sind die goldenen Zwanziger: der Aktienmarkt boomt, das Fernsehen wird erfunden, die Filme sind nicht mehr stumm, und verrückte Pläne entstehen, wie der, vier Köpfe in den völlig unzugänglichen Mount Rushmore zu meißeln. Es ist die Zeit, in der ein junger Flieger namens Charles Lindbergh Ruhm und Ehre erlangt, aber auch die des Al Capone und des größten Schulmassakers aller Zeiten. Und in diesen Monaten werden durch fatale Entscheidungen die Weichen für die bevorstehende Weltwirtschaftskrise gestellt. Bill Bryson erzählt davon so spannend, als sei es eine unglaubliche Abenteuergeschichte, voller erstaunlicher geschichtlicher Momente aus der Zeit, als Amerika erwachsen wurde ...

Gut gefallen hat mir zu sehen, wie sich die verschiedenen Themen im Verlauf des Sommers gegenseitig beeinflussen (oder auch nicht).

— Pinar
Pinar

Informativ, unterhaltsam, kurzweilig. Bryson kann es einfach.

— thursdaynext
thursdaynext

sehr spannend, voll gepackt mit Information und unterhaltsam ... ein Sommer, der die Welt verändert hat.

— Bri
Bri

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  • viele kleine Themen, die sich zu einem Gesamt-Sommer zusammenfügen

    Sommer 1927
    Pinar

    Pinar

    10. January 2017 um 12:49

    Das Buch ist in Monatskapitel unterteilt, die auch gleichzeitig eine thematische Gliederung darstellen. Dabei werden in den Kapiteln aber auch (natürlich) andere Themen in kurzen Abschnitten angerissen, die dann im Verlauf wichtig werden oder auch bereits wichtig sind. So ergibt sich zumindest gefühlt ein Komplettbild mit vielen Aspekten und Facetten und - das mag ich gerne in Büchern zu Geschichte - man kann ein Gefühl dafür bekommen, was sich alles gegenseitig beeinflusst und bedingt hat. Davon abgesehen sind die verschiedenen Abschnitte auch einfach witzig zu lesen und es gibt viele fun facts bzw. unnützes Wissen zu gewinnen.

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  • Ein Sommer der Superlative

    Sommer 1927
    Bri

    Bri

    Es sind die Menschen, die Bill Brysons Sommer 1927 Form und Struktur geben und die vielen kleinen und großen Begebenheiten, die diese Zeit geprägt haben, miteinander verbinden. Der Junge: Ein junger, im Privatleben eher zurückhaltender Amerikaner mit schwedischen Wurzeln, der nicht nur die erste Nonstop-Atlantiküberquerung alleine durch unglaubliche mentale Stärke erzwingt – Charles Lindbergh - wird gefeiert, wie noch nie jemand zuvor. Das Babe: Ein meist übergewichtiger, aber hochtalentierter Baseballstar, der seinen Spitznamen seinem Aussehen, aber auch seinem Alter bei Beginn einer nie da gewesenen Karriere verdankt. Er bringt es auf unglaubliche 60 Homeruns in einer Saison – ein Rekord, der erst 34 Jahre später gebrochen werden wird. Der Name Babe Ruth ist auch noch heute einer der klangvollsten. Der Präsident: An seinen Namen werden sich die meisten Leser wahrscheinlich nicht so sehr erinnern können. John Calvin Coolidge aber war es, der den Indianern einen Status innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika verschafft hat. Die beiden Anarchisten, die eine äußerst tragische Geschichte schrieben: Angeklagt, an einem Anschlag beteiligt gewesen zu sein, bei dem mehrere Polizisten ermordet wurden. Das Gerichtsverfahren, das gegen sie geführt und mit dem Todesurteil für beide abgeschlossen wurde, ist eines der unglaublichsten Vorkommnisse der amerikanischen Geschichte und Gerichtsbarkeit. Obwohl die Mehrheit der Augenzeugen die beiden Anarchisten entlastete, wurden sie verurteilt. Sacco und Vanzetti wurden erst im Jahr 1977 rehabilitiert. Das Ende des Sommers 1927 markiert eine Strömung, die auch den glücklicherweise vom Aussterben bedrohten Ku-Klux-Klan wieder aufleben lässt: der Hass. Dieser ist so vielfältig und gegen alles gerichtet, was neuartig, unkonventionell oder andersartig erscheint. Geschürt wird er, wie so häufig, durch diffuse, nicht logisch begründbare Ängste. Der Sommer endet mit der Entwicklung einer pseudowissenschaftlichen Auslesetheorie, die ihren Höhepunkt in Nazideutschland haben wird. Außergewöhnlich spannend erzählt Bill Bryson dem Leser von diesem Sommer, der nicht nur Amerika, sondern die ganze Welt und deren weiteren Lauf verändert hat. Die Farbigkeit erhält das Bild durch die Verwebung der großen Geschichten mit vielen Nebensträngen, die weit über die Zeitspanne dieses einen Sommers hinausgehen. Kurze Biographien der strukturgebenden Personen runden das Bild ab, lassen die Ereignisse um sie nicht losgelöst von allem anderen da stehen. Am Ende des Buches wird dieser inhaltliche Eindruck noch verstärkt durch kürzeste Kurzfassungen der einzelnen Kapitel. Ein Epilog, der das Leben der einzelnen Genannten über den Sommer 1927 hinaus schildert. Zu guter Letzt eine fundierte Liste von Literaturnachweisen/ - empfehlungen für die geneigten Leser, die sich über einzelne Themen noch genauer informieren möchten. Sommer 1927 ist ein in seiner Informationsdichte opulent ausgeführtes Sachbuch, das man, will man die Informationen nicht einfach nur „überlesen“, immer mal wieder aus der Hand legen muss, um „es sacken zu lassen“. Brysons spannender Schreibstil allerdings macht es leicht, nach solchen Lektürepausen problemlos wieder in den Lesefluss einzutauchen. Nach dem letzten Auftauchen aber bleibt das Gefühl zurück, diesen Sommer 1927 tatsächlich miterlebt zu haben – besser geht’s nicht. 

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    • 5
  • Ein durchaus entscheidendes Jahr

    Sommer 1927
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    07. November 2014 um 12:16

    Ein durchaus entscheidendes Jahr Es gibt Jahreszahlen, die man besser und prägnanter im Kopf mit Ereignissen verbindet. 1918, 1929, 1939, 1945, 1989. Das nun dieses Jahr 1927, welches Bryson breit und vielfältig vor die Augen des Lesers stellt, es für Amerika intensiv "in sich hatte", fast ebenso wie die eingeprägten "großen" Daten des letzten Jahrhunderts, das erschließt sich allerdings bei der Lektüre des Buches schnell und griffig. Die Atlantiküberquerung Lindberghs im Mai 1927 (wie überhaupt die Flugpioniere von sich reden machten in diesem Jahr), die Erfolge von Babe Ruth (und Bryson erläutert in bester Weise hier die Bedeutung des Baseball und jenes Babe Ruth in diesem 1927 auch für den europäischen Leser), die Enthüllungen über eine Affäre des amerikanischen Präsidenten, finanzpolitische Absprachen und Entscheidungen, die für den Zusammenbruch der Börsen 1929 von schicksalhafter Bedeutung waren (wie die 20er Jahre an sich bekannt waren für finanzielle Täuschungsmanöver im großen Stil), die internationale Affäre um Sacco und Vanzetti mit den zigtausend Zuschauern beim Trauerzug nach deren Hinrichtung, die Hochzeit Al Capones, die Modeerscheinung der "Flappers" mit vorher nie gekannter Lässigkeit und Freizügigkeit, der Anfang vom Niedergang Fords, und, und, und. Verbindend zwischen den vielen "großen" und auch manchen "kleinen" Themen im Buch ist die spürbare kulturelle Veränderung im Amerika des Jahres, die entweder in jenem Sommer kulminiert und lange bereits schwelende Entwicklungen zusammenführt, aber auch Entscheidungen und Ereignisse, die von diesem Jahr aus tief auf die weitere Zukunft einwirkten. Entwicklungslinien, die Bryson ebenso flüssig erzählt vor Augen führt, wie er die Vielfalt der Ereignisse dieses Jahres noch einmal lebendig werden lässt. Dass ein Präsident mit einem einfachen Satz ohne weitere Erläuterung mitteilt, dass er nicht mehr antreten wird und über 80 Jahre gerätselt werden wird, was die genauen Hintergründe für Coolidge waren gehört dabei ebenso in die besonderen Ereignisse von 1927, wie die besonderen Ereignisse um Lindbergh herum. "Die Ironie ist, dass Charels Lindbergh zu dem Zeitpunkt, als Amerika bereit war, sich in die Lüfte zu schwingen, niemandes Held mehr war". Aber er hat entscheidend mit dafür gesorgt, dass Amerika bereit war, "in die Lüfte" zu gehen. Ein interessantes, buntes, sehr präsent wirkendes Buch zu Ereignissen, die fast 90 Jahre zurückliegen und doch das moderne Leben durch ihre Weichenstellung mitgeprägt haben und manchen Mythos der Neuzeit begründeten.

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