Bill Buford Hitze

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Inhaltsangabe zu „Hitze“ von Bill Buford

Bill Buford, Literaturchef beim renommierten'New Yorker', kündigt von heute auf morgen seinen Job, um ein Jahr lang im Sterne-Restaurant Babbo Töpfe und Pfannen zu schrubben und das Kochen von der Pike auf zu lernen. Bis er im Schlaf Gemüse würfeln kann und riecht, wann ein Braten gar ist. Am Ende kocht er tatsächlich wie ein Profi und hat vor allem eins begriffen: Gutes Essen fängt bei den Zutaten an. Und so reist er nach Italien, um die Pastaherstellung zu lernen und alles zu erfahren, was man über Fleisch wissen muss. Mit jedem Stück neuerworbenen Wissens wird er neugieriger – auf das nächste Abenteuer. Die Geschichte einer wunderbaren Passion. Eine glänzend geschriebene Reportage über die unbezähmbare Leidenschaft fürs Kochen.

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  • Rezension zu "Hitze" von Bill Buford

    Hitze
    sumsidie

    sumsidie

    04. August 2010 um 12:24

    Ein Journalist beschließt trotz sehr erfolgreicher Karriere bei der Zeitschrift New Yorker in einem führenden italienischen Restaurant in die Lehre zu gehen. Er beginnt ganz unten mit dem Schnipseln von Gemüse und arbeitet sich langsam nach oben. Die Enge und hitzige Atmosphäre der Küche kann Buford gut rüberbringen, genauso wie die kleinen und größeren Probleme auf dem Weg zum richtigen Koch. Beim Lesen gibt es immer etwas zu Lachen und gleichzeitig kann man diese Ode an das schöne Leben mit gutem Essen über alle Seiten hinweg genießen.

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  • Rezension zu "Hitze" von Bill Buford

    Hitze
    ChiefC

    ChiefC

    16. April 2010 um 13:27

    Ein etwas kompliziertes Buch für den etwas komplizierten Gourmet. Dieses Urteil gründet erstens auf dem nicht ganz einfachen Aufbau des Buches und zweitens auf der Ansicht, dass man's in punkto Feinschmeckerei und Küchenbegeisterung auch übertreiben kann. Wer braucht schon wirklich Tortellini, die so fein sind, dass sie durch die Gabel flutschen, von denen man Unmengen braucht, bis man satt wird, nachdem man vorher schweißtreibende Stunden damit verbracht hat, den Teig dünn, dünner, hauchdünnst auszurollen? Buford fällt in seinem Buch mit der Tür ins Haus, erwähnt gleich x Namen von Restaurants, Köchen, Hilfsköchen und Küchenpersonal, die auseinanderzuhalten mir zumindest fast bist zum Ende des Buches schwer gefallen ist, vor allem, da es auch nicht unbedingt chronologisch angelegt ist. Ja, man erfährt, dass Buford vorher Redakteur war und seinen Job kündigte, um Küchensklave zu werden. Dennoch bleiben die genaueren Hintergründe dieser doch sehr extremen Entscheidung im Hintergrund und sind für relativ "normale" Kochfans nicht nachzuvollziehen. Zwar lobt auch Anthony Bourdain Bufords Buch, aber ganz ehrlich: Bourdains Bericht aus der durchgeknallten Welt der gehobenen Profi-Gastronomie hat mir besser gefallen, auch wenn er nicht mit der ungewöhnlichen Koch-Biografie des Amateurs Buford auftrumpfen kann. Dennoch sind Bufords Schilderungen farbig, lebendig und teilweise auch witzig. Bei mir wird vor allem die Tatsache hängen bleiben, dass Italiens angeblich bester Metzger sein Fleisch aus Spanien bezieht, weil die Viecher in Italien nicht mehr artgerecht gefüttert werden. Verständlich, wenn's so sein sollte. Es bleiben aber dennoch leise Zweifel, was an einem Metzger so 100 Prozent toll sein soll, der abgelaufenes, bereits müffelndes Fleisch zu obskuren Terrinen verarbeitet. Klar, Italien und seine Küche sind toll. Doch es ist gut, wenn man das schon vor der Lektüre weiß. Denn obwohl Bufords Buch eine Hommage an die italienische (und italoamerikanische) Küche sein soll, könnte das beim Leser nicht immer so ankommen. Und was zum diabolo ist so schrecklich an Nudelmaschinen, wenn Teig und Füllung selbst gemacht sind??? Man zeige mir den, der den Unterschied zu handgerollter Pasta wirklich heraus schmeckt. Wie gesagt, man kann's auch übertreiben und das dürfte dann den durchaus ambitonierten aber auf dem Küchenboden gebliebenen Hausmann oder die Hausfrau doch ab und zu etwas nerven.

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  • Rezension zu "Hitze" von Bill Buford

    Hitze
    JanHartmann

    JanHartmann

    06. April 2008 um 20:24

    Abenteuer eines Amateurs als Küchensklave, Sous-Chef, Pastamacher und Metzgerlehrling. Soweit der Untertitel dieser Biographie. Seit den "Geständnissen eines Küchenchefs" hab ich kein so spannendes, unterhaltendes Buch über Kochen, Restaurants und diesen ganz eigenen Mikrokosmos mehr gelesen. Gelesen hab ich es zuerst in einem wahren Fieber, konnte es kaum weglegen und hab zu wenig geschlafen. Danach hab ich es nochmal langsam und ruhig gelesen. Um es vorweg zu nehmen: Es ist ein Buch, das mich begeistert hat und das ich auch gerne verschenke, aber es hat auch seine Schwächen, doch zuerst kurz zum Inhalt: Bufford ist Redakteur, Herausgeber und Schriftsteller aus und in New York und das merkt man dem Buch auch an. Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren und Sich-Berufen-Fühlenden kann Bufford auch schreiben. Was er nicht kann ist kochen und nachdem er bei einer Party beinahe seine Wohnung abfackelte und nur durch einen anwesenden Koch gerettet werden konnte, beschließt er, bei diesem als "Küchentourist" anzuheuern und in die Lehre zu gehen. Seine ersten Tage sind die Hölle, er scheint alles verkehrt zu machen, er versteht diese geheimnisvolle Küchensprache nicht und alles scheint sich gegen ihn verschworen zu haben. Doch Bufford hält in der ihm eigenen sturen Art durch und arbeitet sich nach oben. Und nach langen, langen Monaten (wie er das mit seinem "richtigen" Beruf und seiner Ehe regelt erfährt der Leser nicht) beschließt er genug gelernt zu haben und zieht auf den Spuren seines Vorbildes und Chefs nach Italien um die ländliche "originale" Küche kennenzulernen. Im gefällt es dort, er schnappt sich seine Frau und zieht für mehr als ein halbes Jahr nach Italien um dort das Metzterhandwerk zu lernen... Was Bufford macht, macht er mit konsequenter Leidenschaft und geht nahezu keine Kompromisse ein. Schon vor Jahren schrieb er ein Buch über Hooligans und lebte dafür mehrere Monate in dieser Szene. WIe oben schon erwähnt, kann Bufford schreiben und reißt uns förmlich mit. Unterhaltsam und lehrreich gibt er uns wenige Rezepte weiter, dafür aber jede Menge kleine Küchengeheimnisse und Kniffe, die er selbst gelernt hat. Was mich ein bißchen geärgert hat sind die Lobeshymnen auf "Molto Mario" seinen Chef und Besitzer des legendären New Yorker Lokals Babbo und Fernsehstars. Er folgt ihm nahezu sklavisch auch in der Argumentation und das wird dann ärgerlich, wenn die Lobeshymnen auf die italienische Küche (übertrieben aber durch handwerklichen Stolz begründet) in Wehleidigkeit abgleitet darüber, dass die Amerikaner nicht kochen können und auch die glorreiche italienische Küche verhunzen. Ein großes Thema des Buches ist auch die Geschichte der italienischen Küche und ihren Stillstand seit der Renaissance als Katharina de Medici nach Frankreich heiratete und sämtliche italienischen Köche mitnahm. Seitdem gibt es in der nationalen Küche keinen Fortschritt mehr. Das wird auf der einen Seite bejammert auf der andern Seite verwehren der Autor und seine Kochkollegen gegen eine Modernisierung, sei es durch amerikanische oder böse französische Köche. Alles in allem lesenswert, gut geschrieben, aber nicht der Kochroman des Jahrhunderts.

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