Porträt eines Süchtigen als junger Mann

von Bill Clegg 
4,0 Sterne bei5 Bewertungen
Porträt eines Süchtigen als junger Mann
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Erschreckende und zugleich hoffnungsvolle Biografie

Die beste Methode von Drogen wegzubleiben ist immer noch Erfahrungsberichte darüber zu lesen.

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Inhaltsangabe zu "Porträt eines Süchtigen als junger Mann"

Bill Clegg hatte alles: eine aufstrebende Literaturagentur - er ist der Entdecker solch renommierter Autoren wie Nicole Krauss und Andrew Sean Greer -, einen wunderbaren Lebensgefährten, Anerkennung und Erfolg. Aber alles, was er wollte, war Crack. Er war gerade dreißig, als er plötzlich nicht mehr in seinem Büro auftaucht, und niemand wusste, wo er ist. Was folgt, ist eine Zeit voller Drogen, Sex und Zerstörung, eine Zeit, in der Clegg 70.000 Dollar dafür ausgibt, sein Leben kaputtzumachen.

Erschütternd brutal und literarisch tiefgründig erzählt Bill Clegg von einem Horrortrip, dem er auf fast unerklärliche Weise doch noch entkommen konnte. Cleggs große Sensibilität, Ernsthaftigkeit und Dezenz machen das Buch zu einem unvergesslichen Zeugnis einer Sucht, die sein Leben verändert hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783100108487
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:S. FISCHER
Erscheinungsdatum:09.09.2011

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    Queenelyzas avatar
    Queenelyzavor 4 Jahren
    Die erschreckenden Geschichten schreibt das Leben selbst

    "Ich weiß noch nicht, dass ich - hier und an ähnlichen Orten - über einen Monat so weitermachen werde. Dass ich dabei fast zwanzig Kilo abnehmen werde und mit 34 dann weniger wiege als in der achten Klasse." (Seite 14)

    Nicht erst seit Christiane F.s "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist bekannt, dass Drogenschicksale am eindrücklicksten wirken, wenn sie von den Personen erzählt werden, die die Sucht hautnah erlebt haben. Bill Clegg hat in "Porträt eines Süchtigen als junger Mann" seine eigene Geschichte verarbeitet, die Geschichte einer Cracksucht, an deren Ende ein Horrortrip sondersgleichen steht. Einst ein erfolgreicher Literaturagent, taucht er von heute auf morgen komplett ab und bringt fast 70.000 Dollar für Drogen und Alkohol durch. Eine Geschichte, die einen oft einfach nur den Kopf schütteln lässt - und ungläubig staunen, dass der Autor diese Hölle wirklich überlebt hat.

    Besonders gut gefallen hat mir an diesem Buch, dass der Autor zwar relativ schonungslos die Situationen schildert, in denen er sich in zum Teil wiedergefunden hat, aber dennoch einen gewissen Abstand beim Beschreiben seiner eigenen Sucht einnimmt. Da man sich jedoch immer bewusst ist, dass der Autor das selbst erlebt hat, nimmt einen auch diese scheinbar distanzierte Erzählweise ziemlich mit. Der Leser erkennt die Schrecken dieser intensiven Drogenperiode, aber ohne das Stilmittel des allzu Drastischen. Braucht es auch nicht, denn die Story an sich ist drastisch genug. Dabei verzichtet der Autor auf Zuschreibungen jeglicher Art. Kein "ich hatte eine furchtbare Kindheit" oder sonstige Rechtfertigungen, die man sonst gerne mal liest. Alles wirklich glaubwürdig und deswegen um so erschreckender.


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    buchhases avatar
    buchhasevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Erschreckende und zugleich hoffnungsvolle Biografie
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Die beste Methode von Drogen wegzubleiben ist immer noch Erfahrungsberichte darüber zu lesen.
    I
    isabelle.avor 6 Jahren
    Indikators avatar
    Indikatorvor 7 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

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