Bill Clegg Porträt eines Süchtigen als junger Mann

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Inhaltsangabe zu „Porträt eines Süchtigen als junger Mann“ von Bill Clegg

Bill Clegg hatte alles: eine aufstrebende Literaturagentur - er ist der Entdecker solch renommierter Autoren wie Nicole Krauss und Andrew Sean Greer -, einen wunderbaren Lebensgefährten, Anerkennung und Erfolg. Aber alles, was er wollte, war Crack. Er war gerade dreißig, als er plötzlich nicht mehr in seinem Büro auftaucht, und niemand wusste, wo er ist. Was folgt, ist eine Zeit voller Drogen, Sex und Zerstörung, eine Zeit, in der Clegg 70.000 Dollar dafür ausgibt, sein Leben kaputtzumachen. Erschütternd brutal und literarisch tiefgründig erzählt Bill Clegg von einem Horrortrip, dem er auf fast unerklärliche Weise doch noch entkommen konnte. Cleggs große Sensibilität, Ernsthaftigkeit und Dezenz machen das Buch zu einem unvergesslichen Zeugnis einer Sucht, die sein Leben verändert hat.

Erschreckende und zugleich hoffnungsvolle Biografie

— buchhase
buchhase

Die beste Methode von Drogen wegzubleiben ist immer noch Erfahrungsberichte darüber zu lesen.

— Saari
Saari

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    Porträt eines Süchtigen als junger Mann
    j125

    j125

    23. June 2016 um 08:26

    Inhalt:Bill Clegg ist ein Literaturagent mit eigenem Büro, einem festen Kundenstamm und einer guten Partnerin. Auch privat scheint es nicht schlecht zu laufen, da er mit seinem Lebensgefährten in einer eigenen Wohnung lebt. Doch mit Anfang 30 gerät er in die Crack-Sucht und nach und nach kommt sein Leben ins Wanken. Meine Meinung:Ich lese ab und an gern Erfahrungsberichte oder Biografien und nachdem ich mich eine Zeitlang eher mit dem Leben in anderen Ländern beschäftigt habe, hat die Drogenproblematik mal ein bisschen Abwechslung gebracht.Es ist nicht unbedingt einfach in die Geschichte hinein zu finden, da man sofort mitten im Geschehen, sprich beim Crackrauchen, ist. Hinzu kommt, dass Cracksüchtige eine eigene Sprache haben bzw. das Pfeife befüllen, das Rauchen und der anschließende Rausch mit eigenen Worten belegt sind. Anfangs war es da schwierig zu folgen, weil er ist im Verlauf einige Worte erklärt werden bzw. sich aus dem Zusammenhang erschließen. Die Handlung ist größtenteils sehr wirr und man springt oft in die Vergangenheit und wieder zurück. Das muss man sicherlich mögen und auch mir, die ich sonst keine Probleme mit Zeitsprüngen habe, war es manchmal zu viel. Ungefähre Zeitangaben hätten das Lesen erleichtert. Trotzdem muss ich sagen, dass mich dieses Hin und Her gar nicht so sehr gestört hat, weil es einfach wahnsinnig gut zur Handlung passt. Bis zuletzt wird nicht alles aufgeklärt und der Leser bleibt zurück mit vielen Fragen. Welche Erlebnisse und Menschen gab/gibt es wirklich? Litt der Autor aufgrund seines Drogenkonsums an Verfolgungswahn oder waren wirklich Personen – aus welchen Gründen auch immer – hinter ihm her? Für den Autor scheinen viele Dinge im Dunkeln zu liegen, auch er kann nicht Realität von Rausch unterscheiden und daher natürlich auch nicht die Fragen des Lesers beantworten. Am Ende ging es mir fast ein wenig zu schnell und ich hätte gern noch einige Erklärungen gehabt. Ich denke, ich verrate nicht zu viel wenn ich sage, dass sich der Autor in Therapie begeben hat. Hätte er das nicht, würde es das Buch nicht geben. Nur fehlte mir eine Begründung warum er es getan hat und wie er letztlich aus dem Sumpf herausgekommen ist. Es war nicht seine erste Therapie, aber alle anderen hat er meist nach wenigen Tagen wieder abgebrochen oder er ist rückfällig geworden. Hier hätte es gern noch ausführlicher sein können. Fazit:Eine lesenswerte Biografie über einen ehemals Cracksüchtigen, die aufzeigt, dass Drogen nicht nur in der unteren Gesellschaftsschicht zu finden sind.

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  • Die erschreckenden Geschichten schreibt das Leben selbst

    Porträt eines Süchtigen als junger Mann
    Queenelyza

    Queenelyza

    22. February 2015 um 21:18

    "Ich weiß noch nicht, dass ich - hier und an ähnlichen Orten - über einen Monat so weitermachen werde. Dass ich dabei fast zwanzig Kilo abnehmen werde und mit 34 dann weniger wiege als in der achten Klasse." (Seite 14) Nicht erst seit Christiane F.s "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist bekannt, dass Drogenschicksale am eindrücklicksten wirken, wenn sie von den Personen erzählt werden, die die Sucht hautnah erlebt haben. Bill Clegg hat in "Porträt eines Süchtigen als junger Mann" seine eigene Geschichte verarbeitet, die Geschichte einer Cracksucht, an deren Ende ein Horrortrip sondersgleichen steht. Einst ein erfolgreicher Literaturagent, taucht er von heute auf morgen komplett ab und bringt fast 70.000 Dollar für Drogen und Alkohol durch. Eine Geschichte, die einen oft einfach nur den Kopf schütteln lässt - und ungläubig staunen, dass der Autor diese Hölle wirklich überlebt hat. Besonders gut gefallen hat mir an diesem Buch, dass der Autor zwar relativ schonungslos die Situationen schildert, in denen er sich in zum Teil wiedergefunden hat, aber dennoch einen gewissen Abstand beim Beschreiben seiner eigenen Sucht einnimmt. Da man sich jedoch immer bewusst ist, dass der Autor das selbst erlebt hat, nimmt einen auch diese scheinbar distanzierte Erzählweise ziemlich mit. Der Leser erkennt die Schrecken dieser intensiven Drogenperiode, aber ohne das Stilmittel des allzu Drastischen. Braucht es auch nicht, denn die Story an sich ist drastisch genug. Dabei verzichtet der Autor auf Zuschreibungen jeglicher Art. Kein "ich hatte eine furchtbare Kindheit" oder sonstige Rechtfertigungen, die man sonst gerne mal liest. Alles wirklich glaubwürdig und deswegen um so erschreckender.

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