Billy Idol Dancing With Myself

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Inhaltsangabe zu „Dancing With Myself“ von Billy Idol

Sex, Drugs & Rock'n'Roll - die Bestseller-Autobiografie einer Ikone Aufgewachsen in der englischen Arbeiterklasse, war Billy Idol mit seiner Band Generation X neben den Sex Pistols und The Clash Teil der frühen Punkbewegung. Anfang der Achtzigerjahre zog er nach New York und startete dort eine einzigartig erfolgreiche Solokarriere voller Höhen und Tiefen.

Schonungslos, direkt und wild. Billy Idol eben.

— Soeren
Soeren

„Lebe jeden Tag, als ob es dein letzter wäre, und irgendwann wirst du damit richtigliegen.“ – Billy Idol

— Janko-Unchained
Janko-Unchained

Fazit: Eine sehr ehrliche und authentische Autobiografie.

— YvisLeseecke
YvisLeseecke

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  • Sex, Drugs & Rock'n Roll

    Dancing With Myself
    Soeren

    Soeren

    02. February 2017 um 13:06

    Billy Idol braucht man nicht weiter vorzustellen. Seine 80er-Jahre-Songs wie „White Wedding“ oder „Rebel Yell“ kennt jeder. Die Lieder gelten inzwischen als Klassiker. Alle, die die Achtziger bewusst miterlebt haben, wissen auch, dass er ein ziemlich harter und wilder Hund ist. Wie hart und wie wild, verrät er in seiner Biographie – und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. „Dancing with myself“ ist daher nicht bloß der Titel eines seiner Hits, sondern eine schonungslose Offenbarung über seinen jahrelangen exzessiven Lebensstil nach dem Motto „Sex, Drugs & Rock’n Roll“. Da werden die vielen interessanten Details über seine Karriere beinahe zur Nebensache. Aber auch über seine Anfänge in der britischen Punk-Szene bis zu seinen weltweiten Solo-Hits finden sich in der Autobiografie jede Menge ausführliche Informationen. Mir hat das Lesen viel Spaß bereitet, obwohl mir die vielen Exzesse auf Dauer ein bisschen zu viel waren. Es gleicht einem Wunder, dass Idol diese Zeit überhaupt lebend überstanden hat – und gleichzeitig jahrelang so hervorragende Musik abliefern konnte. Allen, die mehr über den geplagten Künstler, seine Musik und die damalige Zeit erfahren möchte, sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.

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  • BILLY IDOL - Dancing With Myself-Die Autobiographie

    Dancing With Myself
    Janko-Unchained

    Janko-Unchained

    29. December 2016 um 22:17

    Mit „White Wedding“, sowie „Dancing With Myself“ drang ein (für mich) neuer Künstler Namens BILLY IDOL erstmalig an mein Ohr. Mit seiner einmaligen, mitreißenden Stimme, dem groovenden, gute Laune verbreitenden Punk Rock’n’Roll, sowie diesem ultimativen Swing in seiner Musik, hatte Billy einen Nerv getroffen und den ersten, nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen. Seit dem Anfang der 80er, spätestens als das „Rebel Yell“ Album 1983 erschien, hatte mich das BILLY IDOL Fieber endgültig gepackt. Damals war ich selbst noch nicht einmal in einem zweistelligen Alter, aber der Titeltrack, sowie die Tracks „Eyes Without A Face“, „Blue Highway“, „Flesh For Fantasy“ oder „Catch My Fall“ haben mich schon damals begeistert und tun es noch bis heute. Auch den selbstbetitelten Vorgänger, das großartige Nachfolgealbum „Whiplash Smile“, welches ich persönlich für sein ultimatives Meisterwerk halte, das „Charmed Life Album“, sowie „Cyberpunk“, Devil’s Playground“ und noch so einige Compilations, DVDs, Maxis und Singles aus frühester Zeit, bis hin zum siebten und letzten Werk „Kings & Queens Of The Underground“, welches europaweit am 17. Oktober 2014 veröffentlicht wurde, nenne ich mein Eigen. Zehn Tage zuvor erschien auch seine Autobiographie „Dancing With Myself“ im englischen Original. Hierzulande wurde das Taschenbuch der gebundenen Ausgabe im Juni 2016 vom Heyne Hardcore Verlag nachgeschoben.  Sex, Drugs, Punk und Rock'n' Roll. Das war und ist sein Leben. BILLY IDOL, am 30. November 1955 unter dem bürgerlichen Namen William Michael Albert Broad in Stanmore, England geboren, setzt bei seiner Autobiographie mittig an. Los geht es in den ersten Zuckungen der 90er. Im Prolog erzählt er über sein wohl einschlägigstes Erlebnis. Billy hatte gerade die Aufnahmen zu "Charmed Life" beendet und das fertige Material abgegeben, als ihn dieser schreckliche Motorradunfall für einige Zeit aushebelte. Der Unfall war aber nicht das einzige, was BILLY IDOL immer wieder ausbremste. Dies war wohl eher seinem exzessiven Drogenmissbrauch, der sich von Alkohol über Haschisch, Kokain, Ecstasy, GBH, LSD, Quaaludes (Methylchinazolinon ist ein euphorisierendes und aphrodisierendes Hypnotikum), Heroin, Opium, Mandrax, Speed, Tuinal und Secobarbital erstreckte. Es wäre wohl schneller gegangen, ich hätte aufgeschrieben, was er nicht einnahm. BILLY IDOLs Leben bestand aus Drogen und Musik. Zu seinem Künstlernamen kam William Broad in Zeiten seiner Punk Rock Band GENERATION X. Aus dem allgemein gültigen Kosenamen für William, nämlich Billy und dem Wort „idle“ (engl. für träge), wie ihm ein unzufriedener Chemielehrer in seinem Zeugnis in Großbuchstaben vermerkte: „WILLIAM IS IDLE“. Auf die Frage in einem Interview hin, buchstabierte er diesen Namen kurzerhand I-D-O-L und der Künstlername BILLY IDOL war geboren.  Seine Autobiographie, die sich hauptsächlich um die 70er, 80er und den Anfang der 90er dreht, hat William Broad sehr ausführlich, emotional, schonungslos und verteufelt ehrlich geschrieben. An mancher Stelle wird er gar philosophisch, ist aber auch nicht zimperlich, wenn er über seine Drogen- und Sex Erfahrungen und die wilden Parties in den Hotels oder den Musikstudios spricht. Richtiggehende Orgien haben sich dort abgespielt, mit Mädels aus den örtlichen Stripclups, Drogen aller Art und totaler Unordnung, bis hin zu purem Chaos, inklusive vollgekotztem Fußboden im Klo. Mitten in diesem physischen, wie psychischen Durcheinander entstanden seine Songs. Der Erwartungsdruck, den er sich selbst auferlegte, lastete immer schwer auf seinen Schultern. Die Trennung von seiner Freundin Perri, mit der er den gemeinsamen Sohn Willem zeugte, machte ihm ebenfalls lange und schwer zu schaffen, aber die Arbeit an seiner Musik hatte für ihn immer Vorrang. BILLY IDOL hatte sich stets selbst unter Dampf gehalten, um das Beste aus sich herauszuholen. Nach dem das Album „Charmed Life“ fertiggestellt war, fühlte er sich leer und wollte diese Leere mit einer Fahrt auf seiner 1984er Harley Davidson Wide Glide ausfüllen. Doch dann passierte es. Es tat einen Schlag, Billy verlor das Bewusstsein und wachte blutüberströmt wieder auf. Er hatte einen schweren Unfall. Ziemlich direkt und schonungslos spricht er über seinen schweren, teils offenen Trümmerbruch, der ihn beinahe den rechten Unterschenkel gekostet hätte. Bildlich vorgestellt schon ziemlich eklig und erschreckend, wie William das erzählt...dann ein Cut... Im ersten Kapitel beginnt das Leben des William Broad. Er erzählt von seinen Eltern und seinen sonstigen Verwandten. Im Alter von drei Jahren zog William mit seiner Familie nach Amerika. Er berichtet von einer unbeschwerten Kindheit und über das Amerika der 50er und 60er Jahre. Drei Jahre später (nämlich 1962) ging es allerdings schon wieder zurück nach England. Für Billy begann alles mit Musik. Sie bedeutete ihm Freiheit, Seele, Emotion und Werhaftigkeit. William Broad beschrieb Musik, die ihm viel bedeutete wie folgt: "Tief in der Magengrube fängt es an, breitet sich von dort aus und überflutet den Körper mit warmen, wohltuenden Endorphinen. Das Hirn knistert vor Wohlgefühl.“ Seine Sprache ist zum Teil in bildgewaltige Metaphern gehüllt. Er interessierte sich für Geschichte, Filme, liebte die BEATLES, ging auf Konzerte von HAWKWIND, BLACK SABBATH oder DEPP PURPLE und rauchte „Kräuterzigaretten“, wie jeder damals.    William Broad gibt unglaublich tiefe und ehrliche Einblicke in sein Leben, seine Kindheit, seine Schul- und Teenagerzeit, die ersten Erkundungen des eigenen Körpers, sowie des anderen Geschlechts. Er sinniert über seine Punk Band GENERATION X, mit der er in den 70ern drei Alben rausbrachte, über DAVID BOWIE, LED ZEPPELIN, HAWKWIND, FRANK ZAPPA, ROXY MUSIC, LOU REED, die SPARKS, THE WHO, KING CRIMSON und seine Freunde von den SEX PISTOLS, sowie die damals häufig auftretenden Probleme mit den Skinheads. Billy musste sich, durch die ständigen Umzüge der Familie immer wieder neu ausrichten, sich anpassen und neue Freunde finden. Die Anfänge seiner Musik, die ersten Gehversuche, die ersten Gitarren und Verstärker, seine Liebe zum Punk Rock, für die er sein Studium, sehr zum Leidwesen seiner Eltern schmiss und die musikalische Revolution, die er und seine Freunde im Prinzip im Louise's, einer Lesben Bar lostraten, ebneten den Weg für seine spätere Solokarriere. Es wird die Frage beantwortet, warum sich BILLY IDOL plötzlich die Haare blond färbte und wie aus der Band CHELSEA letztendlich GENERATION X wurde. Wie der Punk Rock als Generationenkonflikt bei den Jugendlichen immer beliebter wurde und wie Billy und seine Freunde das ROXY, ihren eigenen Club aufmachten. Hier war der Punk zu Hause und alles erlaubt. Hier fühlten sich die Ausgestoßenen und Missverstandenen wohl und zugehörig. Als Subgenre geboren, wurde der Punk Rock alsbald zu einer mächtigen Kulturbewegung der entmündigten Jugend und GENERATION X zur Hausband des ROXY. Billy und sein Bandkollege Anthony Eric „Tony“ James hatten Glück, denn sie kannten Bernard Rhodes, den Manager von THE CLASH, Malcolm McLaren, den Mentor der SEX PISTOLS, sowie Neil Aspinall, der das BEATLES-eigene Label Apple Records leitete. Das wiederum versprach ihnen vernünftige Deals und eine Menge Lehrstoff in Sachen Verträge. Der aufkommende Krieg zwischen den Rockfans verschiedener Subgenres und den Zeitgeist der 70er hat er perfekt eingefangen und das großartige Gefühl als Punk Rocker Teil einer großen Gemeinschaft zu sein. Dann folgte der Einstieg beim Label Chrysalis, dem Billy über lange Jahre treu bleiben sollte, sowie die ersten Erfolge und Fernsehauftritte. Wenn man Billy gut genug kennt, bemerkt man immer wieder diesen typischen Swing oder Singsang, der in seinem Erzählstil mitschwingt.  Munter geht es weiter über seinen Wandel vom Punk zum Rock'n'Roll, die verärgerten Fans, die neu hinzugewonnenen, die Lossagung von GENERATION X und Bandmate Tony, seinen Neustart in Amerika, bei dem ihn sein Label Chrysalis unterstützte, die „Grabesruhe und der Rückzug in den Mutterleib“ verursacht durch das Rauchen von Heroin und seine langjährige Beziehung zu Perri, die ihm später nach Amerika folgen sollte. Es geht immer wieder drunter und drüber, um harte Drogen und BILLY IDOLs, nicht ganz alltäglichen Alltag. Er erzählt unglaublich sympathisch und empathisch. Billy hatte in Bill Aucoin einen guten Manager, der auch die Überband KISS produzierte und ihm die Zusammenarbeit mit Steve Stevens ans Herz legte. Allerdings bleibt die Frage offen, was aus GENERATION X’s Tony geworden ist, der später als Gitarrist die Band SIGUE SIGUE SPUTNIK ins Leben rief. Mit Keith Forsey bastelte Idol an einem völlig neuen Sound aus R&B, Disco, Techno und Rock, wurde von Gene Simmons zum Essen eingeladen, sah sich PRINCE im Ritz an und war fasziniert von dessem groovigen, maschinenhaften Sound. William erzählt vom Start seiner Solokarriere im Jahre 1981, seinem ersten Solo Album und der Entstehung der Songs dazu. Er berichtet von Begegnungen und Verfolgungsjagden mit den Cops, Rauswürfen aus Hotels, seiner Drogensucht und seiner musikalischen Evolution bin zum Powerpop-Rock-Dance. Es ist schon ziemlich teuflisch, welche Energie und welche Lebensfreude, trotz seiner Sucht in seinen genialen Songs steckt. Er spricht über Videodrehs, die Ausstrahlungen auf MTV und wie sich dadurch die Probleme mit Radiosendern in Luft auflösten. Darüber, wie er zum Star wurde, sein Interview für den Rolling Stone verpatzte, weil er high und besoffen war und wie er beinahe dem Heroin erlegen war, die weltweiten Tourneen, Gold- und Platin Alben und die unzähligen weiblichen Fans, die er gerne mal vernaschte. Zwischendrin gibt es auch ein paar ausgewählte Photographien, unter anderem aus dem Idol-Familienarchiv. Er erzählt von seinem Filmprojekt und dem 11 Millionen Dollar Deal mit Universal. Das Filmprojekt fraß neben einer Menge Zeit Billy fast die Nasenscheidewand weg. Völlig auf Kokain und Heroin kehrte er anschließend ohne Manager nach New York zurück. Seine Langzeit-Freundin Perri verließ ihn, weil er so gleichgültig geworden war und sich immer wieder in sexuelle Abenteuer stürzte, anstatt sich um die Frau zu kümmern, die er liebte. Völlig am Boden zerstört und krank vor Sehnsucht machte er sich an das Songwriting für das "Rebell Yell" Nachfolge Album "Whiplash Smile". Seinen wahren Charakter hatte William unter einer Tonne Kokain begraben. Paranoia und Halluzinationen überkamen seinen Geist und er wusste, dass es Zeit war aufzuhören, doch das erwies sich als schwieriger als gedacht. Stattdessen rauchte er immer mehr Koks. Billy erzählt das so eindrucksvoll, dass man wahrlich Mitleid für ihn empfindet und als Fan sogar recht traurig wird, denn ein schönes Leben scheint dieser Abschnitt leider nicht gewesen zu sein. Der enorme Berühmtheitsgrad nahm ihm die Freiheit und die Drogen seine Seele. BILLY IDOL war am Ende und kaputt, mutierte zu einem launigen Arschloch und ergab sich der Leere. Zitat von William Broad: „Ein Junge aus Bromley in Kent, der allein und völlig zugedröhnt in New York saß, langsam verrückt wurde und durch den hirnzersetzenden Drogencocktail die Kontrolle über sich verloren hatte, ohne jemanden an seiner Seite, der ihn zur Vernunft bringen konnte.“ Billy hatte letzten Endes Glück und sprang dem Tod einmal mehr von der Schippe. Unglaublich offensiv berichtet William von seinen Drogeneskapaden und den Streitereien innerhalb der Band. Er zog mit Perri nach L.A. und einen Monat später war sie schwanger. Billy kaufte sich eine Harley Davidson Wide Glide und übte erst einmal auf einer Kawasaki 454, bevor er sich an die 380 kg schwere Maschine herantraute. Als Perri hochschwanger war, hatte er bereits wieder die ein oder andere Affäre am Laufen. Dann kam sein Sohn Willem Wolfe Broad auf die Welt. Durch und durch Gewohnheitstier, fiel Billy allerdings recht schnell in seine alten Verhaltensmuster zurück, was letzten Endes zum endgültigen Bruch mit Perri führte. Dann begannen die Aufnahmen zu "Charmed Life". Wenn man bedenkt, was Billy Idol in all den Jahren – wenn auch selbst aufgebürdet – durchgestanden hat, dann ist seine Geschichte eigentlich eine ziemlich traurige und einsame. William spricht über sein Angebot zum Mitwirken an Oliver Stones Film "The Doors" und das Angebot in „Terminator 2“ den T-1000 zu spielen. Dann erblickte seine Tochter Bonnie Blue das Licht der Welt, deren Mutter allerdings nicht Perri war. Billy verfiel im Laufe der Zeit erneut in eine ausgewachsene Depression, die ihn mit ein paar Freunden aus seinem Motorrad Club „Rude Dude“ nach Bangkok trieb und ihn abermals zu harten Drogen greifen ließ. Man mietete die Präsidenten Suite im Oriental Hotel und vögelte sich durch sämtliche Bordells. Seine Wutausbrüche und seine Unzurechnungsfähigkeit ließen ihn mehrere Hotelzimmer zerstören und zigtausende Dollars verprassen. BILLY IDOL trieb es dermaßen bunt, dass er letzten Endes in Begleitung der thailändischen Armee des Landes verwiesen wurde.  Wenn man BILLY IDOLs Autobiographie liest, wird einem unweigerlich klar, dass er zwar viel erlebt, aber zu einem gewissen Teil kein wirklich schönes oder erstrebenswertes Leben hatte. William Michael Albert Broad kann im Endeffekt dankbar sein, dass er so gute und geduldige Freunde und eine loyale Familie an seiner Seite hatte und hat. Durch seinen Unfall verspielte er sich letztlich die ein oder andere angesprochene Filmrolle und musste einige OPs über sich ergehen lassen, ehe er wieder einigermaßen hergestellt war. Die anstrengende "Charmed Life" Tour ließ sich nur mit Krücken absolvieren. Als dann der Nachfolger „Cyberpunk“ floppte, nahm er zwölf Jahre lang kein weiteres Album auf. Billy traf in der Zwischenzeit auf Stephen „Evil McG“ McGrath, der auch ein großer Harley Fan war, später als Bassist bei BILLY IDOL einsteigen sollte und er schnupperte wieder am verlockenden Duft auf der Bühne zu stehen. Auf das „Devil’s Playground“ Album geht Billy nicht allzu sehr ein. Danach mussten die Fans erneut eine Ewigkeit, nämlich ganze neun Jahre auf ein neues Album des Rock’n’Roll Punk warten. Lediglich die Weihnachts-CD „Happy Holidays“ (2006), mit lauter Weihnachtsklassikern wurde von ihm eingesungen, aber mit nahezu keiner Silbe in seiner Autobiographie erwähnt. Im Oktober 2014 folgte mit „Kings & Queens Of The Underground“ sein bis dato letztes Album, welches einen kompletten Rundumschlag seiner langjährigen Karriere darstellt und das erfolgreichste Album seit „Charmed Life“ wurde. Zum Schluss spricht er noch mal von seinem Kindern Bonnie und Willem, seinen Eltern und vor allem seinem, an Krebs erkrankten und mittlerweile verstorbenen Vater. Billy fühlt tief in seinem Inneren eine Art gespaltenes Ich, dass es ihm oftmals schwer machte, die richtigen Entscheidungen im Leben zu treffen. Möge er noch lange Leben, viel Zeit und Spaß mit seinen Kindern haben und noch viele, viele großartige Alben aufnehmen!!! Meine Wertung: 85/100

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  • Fazit: Eine sehr ehrliche und authentische Autobiografie.

    Dancing With Myself
    YvisLeseecke

    YvisLeseecke

    17. June 2016 um 07:54

    Meine Meinung:Als erstes muss ich natürlich fairerweise schreiben, dass dieses Buch natürlich nur für Personen geeignet ist, die Rockmusik und Punkrock mögen. Wenn man diese Art von Lebensstil nicht mag, wird man auch an diesem Buch sicherlich keinen Gefallen finden.Der Schreibstil war erstaunlicherweise sehr gut. Man konnte den Geschehen und den Gedanken sehr gut folgen, auch wenn man natürlich nicht immer genauso so gehandelt hätte. Bei manchen Äußerungen war ich auch nicht immer einer Meinung, jedoch fand ich das diese Biografie sehr authentisch wirkte. Für mich war es sehr offen und ehrlich geschrieben und es wurde nichts schön geredet. Das mochte ich wirklich sehr. Besonders haben mir auch  die Gedanken gefallen, wo er noch ein Kind war und wir er bereits da Rückschlüsse auf seinem späteren Musikgeschmack gesponnen hat, weil z. Bsp. in seinen Wohnort das Wort "Rock" drin ist etc.Man bekommt hier einen wahnsinnigen Einblick in seine Welt und das nicht nur auf die Musik bezogen. Der Lese wird mitgenommen zu den harten Machenschafften im Musikgeschäft aber auch zu schönen Momenten. Oftmals war ich sprachlos was er tatsächlich alles von sich preisgibt und wie oft er "dem Tode nahe" war. Die Szene mit den Motorradunfall ist wahnsinnig gut beschrieben und hat mir einen absoluten Gänsehautmoment beschwert. Ich habe aber auch Punkte abgezogen da ich das Buch doch sehr monoton fand und an vielen Stellen dann auch ein wenig langatmig. Zum einen kann das an den vielen Namen gelegen haben. Ich finde die Anzahl der Namen, die in diesen Buch auftauchen einfach zu viel. Vor allem habe ich eben nicht zu jeden, der aufgezählt wurde, einen Bezug gehabt. Dadurch viel es mir natürlich schwer, die Personen auseinander zu halten und war dann auch genervt.Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, ist das Themen teilweise in 5 Kapitel angeschnitten wurden aber dann erst im 6. Näher erläutert. Auch das fand ich eher negativ, es sollte sicher Spannung aufbauen, hat aber bei mir leider nicht geklappt.Fazit: Eine sehr ehrliche und authentische Autobiografie.

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  • Für Billy Idol Fans ein Muss, aber auch für alle, die gerne Biografien lesen ein Highlight.

    Dancing With Myself
    MaxSanders

    MaxSanders

    23. August 2015 um 12:07

    Wer hätte gedacht, dass Billy Idol Zeilen wie diese schreibt: „Das sich ausbreitende Tageslicht legt Schatten auf die Hänge. Es wirkt [...], als ob Gott [...] die Farben für den heutigen Tag aus seinem Malkasten hervorholt“ Dancing With Myself - Seite 11 Hier zeigt sich, er ist nicht nur ein musikalisches Genie, sondern kann mit Worten wunderschöne Bilder malen. Natürlich sind diese Bilder nicht nur rosa rot, sondern gehen bis ins dunkelste schwarz, aber sie zeigen viel Herz und Gefühl. Er beschreibt die Beziehung zu seinen Eltern und Großeltern ebenso plastisch wie die zu seinen Freunden und vor allen Dingen Freundinnen. ;-) Diese Biografie ist mal etwas anders als die anderen. Billy Idol schreibt für meine Begriffe sehr offen und ehrlich. Es ist spannend zu lesen wie er zur Musik kam und wie er sich entwickelt hat. 

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  • Dancing With Myself: Die Autobiografie, besprochen von Götz Piesbergen

    Dancing With Myself
    Splashbooks

    Splashbooks

    11. March 2015 um 09:19

    Nachdem der Heyne-Verlag mit "Play On" die Musikerautobiografie für Kinder der 60er und 70er Jahre herausbrachte, präsentiert er jetzt in seinem "Heyne Hardcore"-Label das Buch für diejenigen, die in den 80ern und 90ern aufwuchsen. Denn diese Kids wurden von MTV geprägt. Und damals gab es viele Künstler, um die man nicht herumkommen konnte. Zu denen gehörte auch Billy Idol. Seine Lieder hatten Ohrwurm-Charakter, selbst heute noch. "Dancing with myself" ist seine Autobiografie. Wer "Play On" gelesen hat, wird sich vermutlich fragen, wieso diese Autobiografie bei Heyne Hardcore herausgekommen ist. Die Antwort liefert die Lebenserinnerung am laufenden Band. Der 1955 in England geborene Künstler hat noch mehr als Mick Fleetwood seine Erfahrungen mit Drogen gemacht. Das und die Punkattitüde, die sich in Dingen zum Beispiel dem Anrotzen von Künstlern ausdrückt, sorgen dafür, dass schon ein gewisser Ekelfaktor in dem Buch vorhanden ist. Und doch prägt das eben diese Lebenserinnerungen. Billy Idol nimmt kein Blatt vorm Mund. Er verheimlicht nichts, er verschont den Leser nicht. Er lässt ihn teilhaben an dem, was er erlebt hat. In allen Details! Dabei liegt der Fokus eindeutig auf seine Erfahrung mit den Drogen und auf seiner Karriere als Musiker. Sein Privatleben, wie seine erste Beziehung oder seine Familie, kommen zwar auch vor. Doch sie kommen nur am Rande vor, etwa wenn er erwähnt, wie seine Beziehung zu seiner ersten Geliebten Perri in die Brüche geht. Man hat davor nur bruchstückhaft von der Entwicklung der Liebe zwischen den beiden etwas mitgekriegt. Doch ist das nicht verkehrt. Natürlich gibt es sicher Leser, die alles über sein Leben wissen wollen. Indem er jedoch nur die Highlights seines Privatlebens liefert, schützt er dadurch auch die Personen, mit denen er das geteilt hat. Deshalb ist das auch keine schlechte Idee seitens Billy Idols. Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21466/dancing_with_myself_die_autobiografie

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  • Interessant, flacht gegen Ende aber leider ab

    Dancing With Myself
    Tialda

    Tialda

    14. January 2015 um 18:22

    Rezension: Billy Idol ist bereits seit Jahrzehnten weit über die Punk Rock-Szene hinaus bekannt, und stellt für mich persönlich eine Kultfigur dar. Ich bin beeindruckt von seiner Musik, und so war ich sehr neugierig, welches Leben hinter dem Pseudonym “Billy Idol” steckt. Der perfekte Grund, um “Dancing With Myself: Die Autobiografie” zu lesen. Der Anfang des Buches konnte mich sofort fesseln, und ich ‘lauschte’ gebannt den Erzählungen über die Anfänge des Punk Rock, die Billy Idol mit seinem Freundeskreis, zu dem auch Siouxsie Sioux gehörte, miterlebte. Ohne den Faden der Entstehung aus den Augen zu verlieren, bringt Billy nebenher immer wieder amüsante Erlebnisse in die Story ein, die für Auflockerung sorgen. Was ich allerdings etwas schade fand ist, dass das Buch ab der Hälfte immer mehr in die Beliebigkeit abdriftete, denn obwohl es sich hier um einen Weltstar handelt, bestand sein Leben immer aus verhältnismäßig wenigen Aspekten – nämlich Musik, Sex und Drogen, und natürlich den aus Letzerem resultierenden Abstürzen. Soll heißen, dass sich vor allem die Abstürze im Kreis drehen. Hat man über den ersten Absturz gelesen, erfährt man bei den Nachkommenden nichts neues mehr. Genauso verhält es sich mit dem Entstehen seiner Songs, seinen Beziehungen in Sachen Liebe und seiner Band. Etwas passiert einmal … und wiederholt sich. Was aber nicht heißen soll, dass der Text schlecht geschrieben ist. Es ging mir nur leider so, dass ich mir vor allem im letzten Buchdrittel dachte, dass man das Ganze hätte weniger ausführlich beschreiben können, und immer noch alles Wichtige untergebracht hätte. So aber begann ich mich gegen Ende immer mehr zu langweilen, und Billy Idols Leben versinkt durch die Längen im Text etwas in der Beliebigkeit. Spannend fand ich die beiden Bildblöcke im Buch, die kommentierte Fotos aus dem Familienalbum, aber auch von Auftritten und Fotoshootings zeigen. Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir Billys Humor – er betrachtet sein Leben rückwirkend und kann auch durchaus über sich selbst lachen, was ihn sehr sympathisch macht. Für Fans ist dieses Buch natürlich ein absolutes Muss, und auch interessierte Musiker (aus der passenden Musiksparte) werden mit “Dancing With Myself” etwas anfangen können. Allerdings denke ich, dass Leser, die mit dieser Art von Musik nichts anfangen können, kaum etwas verstehen werden, da auch sehr oft gefachsimpelt und auf andere Bands verwiesen wird. Fazit: Ein Leben zwischen Musik, Drogen und Sex – das Leben des Billy Idol. Ein Buch das spannend beginnt, gegen Ende aber leider etwas in die Beliebigkeit abdriftet.

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