Birand Bingül

 4 Sterne bei 146 Bewertungen
Autor von Der Hodscha und die Piepenkötter, Riskante Manöver und weiteren Büchern.
Autorenbild von Birand Bingül (© Manfred Witt)

Lebenslauf von Birand Bingül

Birand Bingül wurde 1974 in Wickede-Wimbern im Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen geboren. Er absolvierte ein Journalistikstudium mit Nebenfach Amerikanistik an der Universität Dortmund und war unter anderem Stipendiat der Studienstiftung des deutsches Volkes und der Bucerius Summer School. Er volontierte beim WDR, wo er auch in verschiedenen Positionen und Bereichen tätig war, bis er seit November 2010 stellvertretender Unternehmenssprecher wurde. Seinen Debütroman »Ping. Pong.« veröffentlichte Bingül 2002. Anschließend veröffentlichte er zwei Sachbücher zum Thema türkischer Integration. 2011 erscheint nun sein zweiter Roman »Der Hodscha und die Piepenkötter« bei Rowohlt. Bingül lebt in Köln.

Alle Bücher von Birand Bingül

Cover des Buches Der Hodscha und die Piepenkötter (ISBN: 9783499255786)

Der Hodscha und die Piepenkötter

 (80)
Erschienen am 01.09.2012
Cover des Buches Riskante Manöver (ISBN: 9783442716388)

Riskante Manöver

 (52)
Erschienen am 10.04.2018
Cover des Buches Riskante Rezepte (ISBN: 9783442716395)

Riskante Rezepte

 (7)
Erschienen am 13.01.2020
Cover des Buches Ping. Pong (ISBN: 9783426629291)

Ping. Pong

 (3)
Erschienen am 01.08.2005
Cover des Buches Kein Vaterland, nirgends (ISBN: 9783426555101)

Kein Vaterland, nirgends

 (2)
Erschienen am 02.10.2009
Cover des Buches Enni und Minke (ISBN: 9783946316022)

Enni und Minke

 (0)
Erschienen am 10.12.2015
Cover des Buches Der Hodscha und die Piepenkötter (ISBN: 9783829124478)

Der Hodscha und die Piepenkötter

 (2)
Erschienen am 20.05.2011

Interview mit Birand Bingül

Interview mit LovelyBooks Mai 2011

1) Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich habe bis jetzt immer neben der Arbeit als Journalist geschrieben, zwei Romane, ein Sachbuch und eine Anthologie als Mitherausgeber. Mein erstes Buch war der Roman "Ping.Pong." Den habe ich 2000/ 2001 geschrieben - und bei drei Verlagen unverlangt eingesandt. Ich hatte das Glück, das DroemerKnaur die Geschichte spannend fand.

2) Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Oh, die Liste ist lang... Ich liebe seit meiner Jugend Kafka - und habe seitdem auch ein Faible für die düsteren, schwermütigen Autoren: Das geht von Camus' "Der Fremde" bis Jon Krakauers "In die Wildnis". Yasar Kemals "Memed mein Falke" ist toll. Ich mag viele amerikanische Schriftsteller: Hemingway, Franzen oder Toni Morrison. Nick Hornby hat einen sehr liebevollen Humor, Tommy Jaud großen Sprachwitz, Feridun Zaimoglu an guten Tagen sogar beides.

3) Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Bis jetzt einfach so. Manchmal verdichtet sich ein Gefühl oder eine Laune. Und dieses Grundelement halte ich fest, das kann Monate dauern. Vor "Der Hodscha und die Piepenkötter" habe ich ein aufwändiges Sachbuch geschrieben. Danach wusste ich: Jetzt muss was ganz anderes kommen, etwas Leichtes und Lustiges. Diese Idee kommt dann immer mal wieder in mein Bewußtsein - und irgendwann macht es klick. Ich könnte doch so eine Geschichte wie Don Camillo und Peppone auf Deutschland "übersetzen". Dann sehe ich die Figuren schon vor mir. Dann wird es ernst!

4) Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Im Moment über eine Diskussionrunde bei Facebook und natürlich über Lesungen. Da stehen jetzt einige an.

5) Wann und was liest Du selbst?

Ich lese täglich. In der Bahn, abends, im Urlaub sowieso. Ich lese gerne Romane, aber auch Sachbücher. Gerade lese ich "Gnosis" von Adam Fawer, aber auch Tommy Jaud. Und ein Sachbuch über das "Feindbild Christentum" im Islam.

Neue Rezensionen zu Birand Bingül

Neu

Rezension zu "Riskante Rezepte" von Birand Bingül

Auch das beste Rezept kann Nebenwirkungen haben
Buecherspiegelvor 3 Monaten

Es ist bereits der zweite Fall für Mats Holm im Band "Riskante Rezepte" von Birand Bingül. Für mich allerdings startet hier die Reihe, Teil eins ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Bei dieser Kriminalreihe ist die Sichtweise eine völlig andere als üblich. Nicht die Kommissare, Ermittler, Detectives, stehen im Vordergrund, sondern Spezialisten, die durch geschickte PR vermeintliche Opfer schützen sollen. Menschen also, die durch bloßen Verdacht in die Schlagzeilen geraten, wie in diesem Fall die Sterneköchin Bianca Veh.
In deren Restaurant stirbt ein Gast nach dem Genuss einer Mahlzeit. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Pressemeute mit entsprechenden Schlagzeilen. Dem zu widersprechen, den Ruf der Sterneköchin zu retten, das ist der Job von Mats Holm und Laura May. Sie werden gerufen, wenn der Ruf, Wortspiel zum Titel, anbrennt.
Dass es eine Geschichte in der Geschichte gibt, gehört zum guten Ton fast ausnahmslos in Thrillern/Kriminalromanen und so weiter. So spielt sich auch hier eine Geschichte zwischen Mats und seiner Tochter ab, in die auch seine Partnerin involviert ist. Denn Laura ist seine Schwägerin, die Schwester seiner Frau, die sich vor Jahren das Leben nahm. Die Hintergründe dazu aufzuklären hat sich nun seine Tochter vorgenommen. Das also die Geschichte in der Geschichte.
In der Hauptsache sollen wir viel über die Sterneküche kennenlernen beziehungsweise wie so eine Spitzenköchin tickt. Und auch die Arbeitsweise der PR-Genies ist mehr als interessant. Mats Holm will, nein, braucht die Wahrheit, alle dunklen Geheimnisse rund um das Restaurant, um wirklich helfen zu können. Anhand kleinster versteckter, unbewusster körperlicher Ausdrucksweisen, will er erkennen, ob jemand lügt, etwas verbergen will, nervös ist. Und das wird uns ein ums andere Mal erläutert, bis es nervt und auch der letzte Leser kapiert, wie er arbeitet. Denn nur so entdeckt er Dinge, die anderen verborgen bleiben. Und er will schneller sein als die Ermittler, die ebenfalls ihre eigenen Geschichten erleben.
Kommissarin Lerch ist eine strenge, nicht überaus zu Witzen aufgelegte Kommissarin, die sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Daher nimmt sie schon mal harte Worte in den Mund, um sich Respekt zu verschaffen. Vor allem, wenn sie sich vor ihren Vorgesetzten rechtfertigen muss oder mehr Personal anfordert. Nur, um dann eine Kollegin an die Seite gestellt zu bekommen, die ihren Ruf wegen ihrer knackigen Figur bei der Truppe weg hat.
Holm und Lerch kommen sich immer wieder in die Quere, es gibt ein Wettlauf mit der Zeit, wer als erstes die wirklich existenziellen Informationen in dem Fall bekommt. Ihm ist es dabei nur wichtig, Bianca Veh aus der Schusslinie zu bekommen, Kommissarin Lerch will den Fall lösen, um selbst in keine Schusslinie zu kommen beziehungsweise ihre Karriere zu retten. Eine weitere Geschichte in der Geschichte.
Wer aber hat nun ein Motiv für den Mord? Der Vater, Konrad Veh, der alles dem Erfolg seiner Tochter unterordnet? Oder der Bruder Thomas, der sich zurückgesetzt fühlt? Was ist mit Mutter Hanna, die wie eine Glucke über ihre Tochter wacht? Oder aber Dave, die Ex-Liebe von Bianca, selbst Spitzenkoch und überaus eifersüchtig? Und dann ist da noch Katta, die Managerin der Sterneköchin, die in Bianca die Chance ihres Lebens sieht. Wie viel würde sie riskieren, nur um noch höher in der Gunst der Managerwelt zu steigen?
Es gibt hier viele verschachtelte Geschichten, die sich ergänzen, am Ende lösen, spannend verknüpft sind, und doch: da geht schon mal etwas unter, kommt zu kurz, meines Erachtens. Das ist für mich der weitere Wermutstropfen bei diesem Kriminalroman. 

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S

Rezension zu "Riskante Rezepte" von Birand Bingül

spannend
sab-mzvor 3 Monaten

Der 2. Krimi von Birand Bingül ist "Riskante Rezepte - Ein Fall für Mats Holm".
Birand Bingül ist Journalist und Redakteur, er arbeitet beim WDR.

Dies ist der 2.Krimi des Autors und der erste Krimi, den ich von ihm lese.

Mats Holm, der PR-Mann den man ruft, wenn es darum geht, den guten Ruf zu retten, wird angeheuert nachdem es einen Toten im Lokal von Bianca Veh gibt.
Bianca ist Sterneköchin, sie hat eine eigene Fernsehsendung, sie ist die Köchin schlechthin.
Biancas Managerin ist Katta (Katharina Wiesenbach), die Mats Holm aus alten Zeiten kennt.
Sie kontaktiert Mats sofort nachdem ein sehr bekannter Richter in Biancas Restaurant während des Essens tot vom Stuhl fällt.

Ein Skandal, Bianca wird verdächtigt am Tod Schuld zu sein.

Mats Holm und seine Kollegin Laura May, eine Ex-Polizistin fahren sofort los nach Kattas Hilferuf.
Die Profis wollen retten was man an Biancas Ruf noch retten kann.

Mats hat eine Tochter Liv, gerade war er mit ihr und Freunden unterwegs auf Bootstour, als er diese jäh unterbrechen musste.
Dabei wollte er doch mit Hilfe seines alten Chefs und Mentor Werner. das Verhältnis zu Liv bessern, die Holm verdächtig ihre Mutter in den Tod getrieben zu haben.
Mats war als Journalist in die Aufdeckung von Waffengeschäften verwickelt gewesen sein.

Unterstützt werden Laura und Mats im Fall Bianca von Werner und von Storch, Hacker und langjähriger Begleiter.

Als sie im Lokal ankommen, erinnert Bianca Mats gleich an seine Tochter Liv. Es kommen väterliche Gefühle für sie auf. Er will ihr helfen, ihren Ruf retten.
Laura und Mats ermitteln quasi mit, decken Geheimnisse auf.

Als Leser taucht man tief in die Familiengeschichte von Mats, Bianca Veh und deren Familie und in Kattas Geschichte ein.

Gelingt es Mats Biancas Ruf zu retten oder scheitert es das erste Mal in seiner Laufbahn?
Ist alles heile Welt in Biancas Familie oder gibt es Abgründe?
Ist alles wie es scheint?
Welche Rolle spielen die Kripo - Damen und ihre Mannschaft?
Ist alles so wie es scheint in der Welt der Schönen und Reichen?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

Es ist dem Autor gelungen, die handelnden Charaktere sehr lebhaft zu schildern. Man kann sie vor dem inneren Auge sehen.
Das Buch ist spannend vom Anfang bis zum Ende.
Lesenswert

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A

Rezension zu "Riskante Rezepte" von Birand Bingül

Ein interessanter, temporeicher, spannender Krimi
AnnetteTraksvor 5 Monaten

In einem familiengeführten exklusiven Restaurant im Alten Land vor den Toren Hamburgs kreiert die Tochter - Sterneköchin Bianca Veh - mit Leidenschaft die ausgesuchtesten Gerichte.

An diesem Morgen hat sie gerade erfahren, dass sie die begehrte Auszeichnung „Köchin des Jahres“ erhalten soll – wieder ein Meilensteinin der Karriere der 29-Jährigen. Am Abend will sie dies mit Familie und Freunden feiern. 

Doch dazu kommt es nicht mehr:

Klaus-Dieter Reichelt, Richter am Oberlandesgericht Hamburg und Stammgast, bricht während des Essens bewusstlos zusammen und stirbt kurz darauf.

Sofort wird Mats Holm von Bianca Vehs Managerin herbeigerufen. Er ist Spezialist in Krisen-PR und soll nun zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Laura, einer Expolizistin, den Ruf der Familie Veh und ihres Restaurants retten. Auch das äußerst einträgliche Geschäft mit Kochbüchern, TV-Shows und Werbung darf durch den Todesfall auf keinen Fall leiden.

Für eine erfolgreiche Krisenkommunikation mit den Medien müssen Holm und Laura zunächst wissen, ob es jemand gezielt auf den beinharten Richter abgesehen hatte, es sich um einen natürlichen Tod, eine Lebensmittel-unverträglichkeit oder -vergiftung handelt oder ob jemand dem Restaurant schaden will, der Tote also ein Zufallsopfer ist.

Die beiden PR-Fachleute arbeiten mit verschiedenen Szenarien und blicken nach und nach hinter die Fassade des Veh'schen Imperiums.

Resümee:

Dieses Buch ist temporeich und spannend. Die Handlung spielt in einem Zeitraum von 4 Tagen (= Kapiteln), wobei Uhrzeiten die Zwischenüberschriften der meist kurzen Abschnitte bilden.

Mats Holm, der als Kommunikationsexperte für PR-Krisen-management zuständig ist, muss der Polizei möglichst immer eine Nasenlänge voraus sein, um von der Entwicklung nicht überrascht zu werden und angemessen reagieren zu können.

Daher sind auch seine detektivischen Fähigkeiten gefordert.

Er hat also eine Doppelaufgabe: Einerseits ist er der für Krimis typische Ermittler / Detektiv, der parallel zur Polizei arbeitet. Gleichzeitig aber muss er seine Klientin medial immer wieder ins rechte Licht rücken und trotz aller sich offenbarenden familiären Abgründe nach außen den schönen Schein wahren. Vorbedenkendes Handeln ist hier unbedingt erforderlich.

Dabei bilden Holm und Laura – übrigens die Schwester seiner verstorbenen Frau – ein eingespieltes Team. Beide kennen den anderen gut genug, um auf seine Stärken und Schwächen, die der Autor gut herüberbringt, adäquat eingehen zu können.

Anders als der Titel vielleicht vermuten lässt, gibt es in dem Buch keine Rezepte; es handelt sich also nicht um einen klassischen sogenannten Gastrokrimi.

In einem Nebenhandlungsstrang ist Holms 19-jährige schwangere Tochter Liv die Protagonistin. Sie heuert einen Privatdetektiv an, um den Tod ihrer Mutter zu hinterfragen.

Fazit: ein interessanter, temporeicher und spannender Krimi


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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Der Hodscha und die PiepenkötterD
Hallo, hier findet die Testleserunde zu "Der Hodscha und die Piepenkötter" statt. Jeder, der Interesse am Buch und dem Austausch darüber hat, kann hier gern mitlesen und -schreiben. Die 25 offiziellen Testleser sind schon ausgelost und wurden benachrichtigt. Wir freuen uns auf einen spannenden & regen Austausch.
198 Beiträge

Zusätzliche Informationen

Birand Bingül im Netz:

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