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Daniliesing

vor 6 Jahren

Hallo,
hier findet die Testleserunde zu "Der Hodscha und die Piepenkötter" statt. Jeder, der Interesse am Buch und dem Austausch darüber hat, kann hier gern mitlesen und -schreiben. Die 25 offiziellen Testleser sind schon ausgelost und wurden benachrichtigt. Wir freuen uns auf einen spannenden & regen Austausch.

Autor: Birand Bingül
Buch: Der Hodscha und die Piepenkötter

Thaila

vor 6 Jahren

Wer liest alles mit & wie seid ihr zum Buch gekommen?

Habe gerade erfahren, dass ich das Buch gewonnen habe. Hätte es mir auch so gekauft, das klingt einfach echt gut!
Freue mich schon aufs gemeinsame Lesen!

Estel90

vor 6 Jahren

Hallo allerseits :)

Ich bin auch dabei - endlich mal wieder eine Testleserrunde für das Studentenbudget (heißt: ich kann mal mitmachen, weil ich gewonnen habe, und nicht erst monatelang aufs Buch sparen muss ;-)).

Bin gespannt wie das Buch so ist.

Viele Grüße
Sarah

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tatjanastoeckler

vor 6 Jahren

Eure Meinung zur Integrationsdebatte

Die gesamte Integrationsdebatte sieht man mit etwas anderen Augen, wenn man selbst Ausländer im Ausland war. Dann kommt einem Deutschland auf einmal super-tolerant vor. Oder lauft mal in Saudi-Arabien im Minirock auf der Straße. Versucht, in Frankreich bei einer Behörde auf Deutsch eine Bescheinigung zu bekommen. Nix mit Dolmetscher. Kein lupenreines Französisch - Hau ab! Und das im europäischen Bruderstaat.
Das sind natürlich Einzelbeispiele, die andere anders erlebt haben mögen. Sicher sollten wir tolerant miteinander umgehen, aber nicht um jeden Preis. In dem Moment, wo meine Toleranz ausgenutzt wird, stelle ich mich stur. Möchte jemand Kopftuch tragen - warum nicht. Ich möchte auch nicht irgendwo "oben ohne" herumstehen müssen. Wenn mich aber ein Etwas in Burka anrempelt, fühle ich mich unwohl. Was steckt unter dem Sack? Ist das gefährlich? Das hat für mich nichts mit Religion zu tun, sondern mit Höflichkeit. Die Höflichkeit erfordert, seinem Gegenüber das Gesicht zu zeigen.
Das gilt auch für Moscheen. Solange ich sehe, was da passiert, fühle ich mich nicht bedroht. Ansonsten will ich ebensowenig eine in meiner Nähe haben wie einen freimaurerische Geheimbund oder eine heimliche Biowaffenfabrik.
Ein Tag der offenen Tür, höflicher Umgang miteinander und reden, reden, reden - das macht Zusammenleben aus. Es ist unsere Pflicht, Gäste höflich zu empfangen, solange die Gäste höflich zu uns sind.

kirali

vor 6 Jahren

Cover & Ausstattung

Das Cover finde ich gut. Die Farben sind ansprechend. Ich hätte in der Stadtbibliothek (woher ich alle meine Bücher habe) zugegriffen und mal gelesen, was hinten drauf steht.
Leider finde ich den Titel ziemlich nix sagend. Wie wärs mit einem Untertitel? Nach ein bisschen googlen verstehe ich jetzt den Witz. Leider finde ich die restlichen Witze in dem Buch jetzt aber nicht auf so hohem Niveau.

kirali

vor 6 Jahren

Euer Fazit / eure Rezension zum Buch

Ein Buch zur Integrationsdebatte hätte ich mir lehrreicher vorgestellt. Ich will schließlich auch was über den Islam lernen - jetzt weiss ich zumindest was Burkinis sind und was ein Hodscha ist.

Das erste Drittel des Buches war total super und hat meine Erwartungen vom Buch übertroffen. Danach war es einfach nur absehbar. Es war irgendwie klar, dass die Kinder sich verlieben würden, als bekannt wurde, dass es genau 1 Mädchen ist und genau 1 Junge. Außerdem frage ich mich warum der Sohn der mit seiner Mutter nicht zurecht kommt und in der Pubertät ist, auf einmal feinfühlig zu einer Ausländerin ist. Reicht Liebe auf den ersten Blick als Erklärung?

Trotzdem kann ich sagen, dass das Buch lesenswert ist, weil viele nette Ideen dabei sind, wie sich die beiden Kulturen auf die Nerven gehen können. Es gibt doch immer wieder neue Wendungen, die das Buch lesbar machen.

Also leichte Lektüre, schnell gelesen. Überblick über die Integrationsdebatte bei der man nicht so viel denken muss

...und sich dann überlegt wie Bruce Springsteen eigentlich klingt.

Gruß Ki-ra-li

MonikaAlice

vor 6 Jahren

Teil 2: Donnerstag, 9. September - Seite 212

Wenn ich ehrlich bin, finde ich den zweiten Teil besser als den ersten. Der Anfang des Buches hat sich zwar auch gut gelesen (ich hinke nur wegen des Jobs so hinterher:-( ) aber beim zweiten Teil finde ich - außer der Liebesgeschichte - die Wendungen nicht so offensichtlich. Also nicht falsch verstehen: der erste Teil war auch spannend aber ich hatte ab und an das Gefühl, zu wissen, was gleich kommen mag. Das ist nun nicht mehr so. Manchmal wünsche ich mir etwas mehr Einblicke in Hülya. Sie wirkt so super nett und vernünftig, dass ich mir da doch ein paar mehr Kanten wünschen würde...

MonikaAlice

vor 6 Jahren

Teil 3: Seite 212 - Ende

Der letzte Teil hatte ein paar richtig schöne Ideen in sich. Das tröstet mich auch etwas darüber weg, dass das Ende selbst zwar schön - aber eben doch sehr sehr vorhersehbar ist. Natürlich schreit der Stil des Buchendes nach einem zweiten Teil - trotzdem fände ich es schöner, wenn keiner mehr käme. Nach kleinen anfänglichen Schwierigkeiten mochte ich das Buch zwar ganz gerne, bei einem zweiten Teil sehe ich aber die große Gefahr von Wiederholungen... vielleicht lasse ich mich aber auch eines Besseren belehren ;-).

MonikaAlice

vor 6 Jahren

Euer Fazit / eure Rezension zum Buch

Wenn zwei Religionen, zwei Welten, nein – zwei Menschen aufeinanderprallen…
Ursel Piepenkötter ist als Oberbürgermeisterin die Platzhirschkuh in ihrer Stadt. Konservativ, engagiert und ehrgeizig regiert und arbeitet sie insbesondere auf ihre Wiederwahl in wenigen Wochen hin. Nicht wenige Wähler, darunter auch die Stammwähler und das Frauenkränzchen der Union, wollen umgarnt, gebauchpinselt und überzeugt werden um die Piepenkötter bei der Wahl zu unterstützen. Alles sieht nach „Sieg“ aus, bis – ja bis ein neuer Hodscha in die muslimische Gemeinde der Stadt kommt.
Nuri Hodscha ist ein frommer Dickkopf, der nicht nur seine Gemeinde, sondern auch seinen Jähzorn im Zaum zu halten versucht (was ihm nicht immer gelingt).
Schnell gehen der Hodscha und die Piepenkötter auf Konfrontationskurs und ein Kleinkrieg um einen Moscheeneubau und die Oberbürgermeisterwahl beginnt. Beiden Parteien ist jedes Mittel recht, um den anderen in die Pfanne zu hauen. Mitten im Gefecht erblüht, von beiden Streithähnen unbemerkt, eine zarte Pflanze der Liebe und Zuneigung zwischen ihren Kindern, Hülya und Patrick.
Der Autor versucht in seinem Roman die Integrationsdebatte und Humor durch den Spagat der Literatur zu verbinden. Dies gelingt ihm an vielen Stellen gut, da der Roman zumeist tatsächlich lustig und mit einem Augenzwinkern zu lesen ist. Allerdings hätte ich mir dann und wann etwas mehr Tiefgang erhofft. Die Idee, Integration humoristisch zu betrachten, ist hervorragend, aber manchmal beschlich mich einfach das Gefühl, dass man aus dem Buch „mehr“ hätte machen können.
Die stark an die gängigen Klischees angelehnten Charaktere empfand ich, obwohl Sie tlw. ganz schöne Biester sind, am Ende zunehmend als liebenswert. Insbesondere die Nebenfiguren (Meierlein ) haben mir nicht selten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Der Roman ist in Tagen unterteilt, sodass man das aktuelle Geschehen und den Ablauf bis zur Wahl bestens verfolgen kann. Zusätzlich gibt diese Einteilung dem Roman Tempo und damit auch noch etwas mehr von der erwünschten Leichtigkeit.
Obwohl die Rahmenhandlung absolut vorhersehbar ist, gibt es immer wieder kleine einfallsreiche Zwischenhandlungen, die dem Buch Spannung verleihen. Insgesamt enthält das Buch m.E.n. sehr viele schöne Ideen und gute Ansätze, die mir persönlich aber nicht weit genug verfolgt wurden. So handelt es sich bei „Der Hodscha und die Piepenkötter“ um ein unterhaltsames Buch, bei dem deutlich wird, dass nicht das Aufeinanderprallen von Religionen, sondern von Menschen zu den größten Konflikten führt.

broul

vor 6 Jahren

Euer Fazit / eure Rezension zum Buch

m Buch "Der Hodscha und die Piepenkötter" wird der Wahlkampfalltag in einer Kleinstadt geschildert, in den der neue Hodscha einer türkischen Gemeinde "hereinstolpert".
Vielleicht sollte ich besser sagen: "...sich kopfüber reinstürzt". Der Hodscha möchte gleich zu beginn seiner "Amtszeit" etwas provozieren und fordert eine neue Moschee. In der amtierenden Bürgermeisterin, die auf die Wiederwahl hinarbeitet, hat er eine würdige Gegnerin gefunden. Sofort werden die Schützengräben ausgehoben und Heckenschützen postiert, auch die Kinder der beiden werden nicht verschont.

Das Buch ist an vielen Stellen sehr vorhersehbar geschrieben, aber das tut dem Spaß beim Lesen keinen Abbruch. An einigen Stellen fand ich die Aktionen der Protagonisten etwas arg überzogen, aber so ist das bei Satiere halt, das muss ja schließlich auch der letzte noch verstehen können :)
Die "wichtigen" Themen der "Integrationsdebatte" werden angepsrochen: Kopftücher, die Rolle der Frau, Schwimmunterrichtsverweigerung und natürlich der Moscheenbau. Tortzdem habe ich stellenweise vergessen, dass es um die Konfrontation zwischen Islam und Christentum ging, so "normal" oder eben auch fanatisch waren die beteiligten Hauptpersonen.

Fazit: nicht unbedingt ein Buch, in dem man viel über die Integration lernt, aber sehr humorvoll und drollig geschriebn.

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