Birand Bingül

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Interview mit Birand Bingül

Interview mit LovelyBooks Mai 2011

1) Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich habe bis jetzt immer neben der Arbeit als Journalist geschrieben, zwei Romane, ein Sachbuch und eine Anthologie als Mitherausgeber. Mein erstes Buch war der Roman "Ping.Pong." Den habe ich 2000/ 2001 geschrieben - und bei drei Verlagen unverlangt eingesandt. Ich hatte das Glück, das DroemerKnaur die Geschichte spannend fand.

2) Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Oh, die Liste ist lang... Ich liebe seit meiner Jugend Kafka - und habe seitdem auch ein Faible für die düsteren, schwermütigen Autoren: Das geht von Camus' "Der Fremde" bis Jon Krakauers "In die Wildnis". Yasar Kemals "Memed mein Falke" ist toll. Ich mag viele amerikanische Schriftsteller: Hemingway, Franzen oder Toni Morrison. Nick Hornby hat einen sehr liebevollen Humor, Tommy Jaud großen Sprachwitz, Feridun Zaimoglu an guten Tagen sogar beides.

3) Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Bis jetzt einfach so. Manchmal verdichtet sich ein Gefühl oder eine Laune. Und dieses Grundelement halte ich fest, das kann Monate dauern. Vor "Der Hodscha und die Piepenkötter" habe ich ein aufwändiges Sachbuch geschrieben. Danach wusste ich: Jetzt muss was ganz anderes kommen, etwas Leichtes und Lustiges. Diese Idee kommt dann immer mal wieder in mein Bewußtsein - und irgendwann macht es klick. Ich könnte doch so eine Geschichte wie Don Camillo und Peppone auf Deutschland "übersetzen". Dann sehe ich die Figuren schon vor mir. Dann wird es ernst!

4) Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Im Moment über eine Diskussionrunde bei Facebook und natürlich über Lesungen. Da stehen jetzt einige an.

5) Wann und was liest Du selbst?

Ich lese täglich. In der Bahn, abends, im Urlaub sowieso. Ich lese gerne Romane, aber auch Sachbücher. Gerade lese ich "Gnosis" von Adam Fawer, aber auch Tommy Jaud. Und ein Sachbuch über das "Feindbild Christentum" im Islam.