Birgid Hanke

 4,4 Sterne bei 19 Bewertungen

Lebenslauf

Birgid Hanke ist in Nordrhein-Westfalen geboren, in Hessen aufgewachsen und in Norddeutschland schon lange zu Hause. Nach dem Jurastudium arbeitete sie in verschiedenen Berufen, ehe sie zum Schreiben fand und zahlreiche Bücher verschiedenster Genres veröffentlichte. Sie lebt als freie Autorin in Bremen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Birgid Hanke

Cover des Buches Flamme der Freiheit (ISBN: 9783426508770)

Flamme der Freiheit

(6)
Erschienen am 01.07.2013
Cover des Buches Auf Schinkels Spuren (ISBN: 9783831900824)

Auf Schinkels Spuren

(1)
Erschienen am 01.01.2002

Neue Rezensionen zu Birgid Hanke

Cover des Buches Flamme der Freiheit (ISBN: 9783426508770)
E

Rezension zu "Flamme der Freiheit" von Birgid Hanke

Elysian
Ein Buch über Eleonore Prochaska ohne Prochaska?

Der Roman kündigt groß an, von Eleonore Prochaska zu handeln, die sich wie einige andere Frauen in Napoleonischen Kriegen als Mann verkleidete, um Soldat zu werden. Nur bekommt man von dieser Eleonore in nur etwa 30 von über 500 Seiten zu lesen. Der Großteil setzt sie als Protegé in das Haus von Adeligen, in dem sie zur Sängerin erzogen werden soll, verfolgt, wie sie all das schließlich verliert und die Liebesgeschichte mit dem Grafenenkel Alexander.
Viele Charaktere dieser Wahlfamilie gewinnt man dabei durchaus lieb, wie Gräfin Dorothea oder die beiden Musiklehrer.

Das meiste davon bleibt aber blass. Warum Eleonore sich Alexander über Jahre so verschreibt, obwohl kaum Kontakt oder Bindung herrscht, wird spätestens unverständlich, wenn sie eine gestandene Frau ist und kein Mädchen mehr. Am Ende fällt sie dem Schicksal zu vieler Protagonistinnen zum Opfer: Sie muss komplett naiv und dumm handeln, damit der Plot aufgeht.
Dass es Eleonore auf sich gestellt schwer hat, muss man teilweise einfach glauben, denn sehen tut man es kaum. Ebenso wie die wirklichen Auswirkungen der französischen Besatzung und die dadurch entstehende patriotische Haltung eher vage daherkommen. Zu oft bleiben die Folgen des Kriegs ominös im Hintergrund und damit die zentrale Motivation der Protagonistin.

Meiner eigenen Recherche nach ist zudem die gesamte Geschichte um die Grafen Prewitz völlig erfunden und Prochaska tatsächlich in einfachen Verhältnissen beim Vater aufgewachsen. Natürlich dürfen – und manchmal müssen – historische Romane Lücken füllen. Nur sehe ich den Sinn nicht mehr, wenn etwa 90% des Romans reine Fiktion sind und mit der wahren Geschichte der Eleonore Prochaska nichts zu tun haben. Warum dann nicht gleich über eine fiktive Protagonistin schreiben? Schade ist es vor allem, weil gerade dieser wahre Aspekt der Geschichte mit zu den mitreißendsten Teilen des Buches zählt, selbst wenn Eleonora sich in diesem Abschnitt plötzlich wie ein ganz anderer Mensch liest. Hatte sie in gediegenen Haushalten noch Probleme nicht als zu gebildet aufzufallen, bedient sie sich ohne logische Entwicklung dorthin später ohne Schwierigkeiten recht rauer Sprache und Manieren. Vielleicht hätte das schon als Zeichen dienen sollen, dass hier die Geschichte in sich nicht stimmig ist. Abgesehen davon, dass es nicht immer Adelige braucht, um interessant zu sein. Wäre die Geschichte der Eleonore Prochaska, die „nur“ Feldwebelstochter und Köchin war, nicht erzählenswert genug?

Auch der Schreibstil war mit den sehr exzessiven Wiederholungen von gleichen Formulierungen, wie etwa „Jahr und Tag“, kein uneingeschränkter Genuss.

Das Ende hat mich dann aber vollends ratlos zurückgelassen (Achtung, Spoiler!): Graf Alexander, Vater von Eleonores Tochter Friederike, trifft diese das erste Mal als kleines Mädchen und gibt ihr die Möglichkeit, bei ihm und seiner Familie zu leben. Derselbe Alexander, der Eleonore gedrängt hat, gute Stellungen zu verlassen, ihr nichts als eine aussichtslose (gesellschaftlich natürlich nicht akzeptierte) Liason geboten hat, hinter ihrem Rücken geheiratet und bei besagter Schwangerschaft Eleonore hochkant, ohne auch nur winzige Unterstützung, mit dem aus der Luft gegriffenenen Vorwurf es wäre doch sicher nicht sein Kind, aus seinem Haus geworfen hat. All das wird nie ansatzweise nachvollziehbar erklärt, entkräftet oder sonst aufgearbeitet. Er entschuldigt sich nicht einmal und ohne den Zufall, der sie zusammenbringt, hätte er sich wahrscheinlich auch in Zukunft nicht für das Schicksal seines Kindes interessiert.
Diesem Alexander wird der letzte Satz gegeben: Es liege jetzt in der Verantwortung Friederikes, ob sie die Geschichte glücklich enden ließe.

Was will die Autorin denn damit sagen? Dass das hier eine große und großzügige Wiedergutmachung und Besserung von Alexander sein soll? Denn dafür reicht es nicht. Soll das gute Ende sein, dass die Tochter ihrem Vater alles Unrecht einfach verzeiht und Spielgefährtin für sein anderes Kind wird? Bei mir hinterlässt es nur einen komischen Beigeschmack, wie hier ein Happy End konstruiert werden soll.

Dafür, dass Eleonore doch nie ein braves Lorchen sein wollte, sondern unabhängig und frei, ist sie beides davon mit einigen Ausnahmen recht wenig. Auch sie ist nur eine von vielen Protagonistinnen, die springen, wenn ein fragwürdiger Herr es befiehlt, sich diesem aufs Leben verschreiben und auf allerlei verrückte Wunschträume reinfallen. Für das eigentlich besondere Schicksal ist die hier geschilderte „Eleonora Prohaska“ eine recht durchschnittliche Heldin des Historienromans, deren Leben sich in hohen Kreisen bewegt und wieder einmal von einer Romanze bestimmt ist. Die Geschichte der realen Eleonore kommt ganz ohne eine Liebesgeschichte aus.

Von der echten Eleonore Prochaska, die so lange unter vielen Mythen begraben wurde (der der Trommlerin wird hier sogar verarbeitet), hab ich nicht viel finden können. Nur manchmal scheint sie und das ganze Potential hier und da durch, um dann leider wieder zu verschwinden.
So bleibe ich eher ratlos und enttäuscht zurück. Von einem Roman über Eleonore Prochaska hätte ich mir anderes und mehr erwartet.

Wer ein wohl realistischeres Abbild der Eleonore Prochaska möchte, sollte besser zu "Ein Traum von Prochaska" greifen

der Puderkrieg

Ich war schon von der Geschichte aus „Die Farben der Schönheit“ von dieser Frau gefesselt. Jetzt auch noch einen Roman/ Biographie von Ihr lesen zu dürfen ist der absolute Wahnsinn.

Es ist völlig egal ob man bereits über Sie etwas gelesen hat oder ob diese Frau völlig neu für einen ist. Die Geschichte ist fesselnd und Informativ zugleich. Ihr leben wird von Anfang bis Ende aufgerollt.

Helena Rubinstein ist mit Sicherheit keine Busenfreundin fürs Leben. Aber das was Sie geschaffen hat und das was Sie hinterlassen hat ist einfach beeindruckend. Viele Menschen heute kennen Ihre Produkte gar nicht.

Ich kann das Buch nur wärmstens Empfehlen auch wenn man diese Tolle Frau noch nicht kennt, ist es doch eine Sehr gute und lesenswerte Geschichte.

Cover des Buches Helena Rubinstein und das Geheimnis der Schönheit (ISBN: 9783442491049)
J

Rezension zu "Helena Rubinstein und das Geheimnis der Schönheit" von Birgid Hanke

JanasLeseliebe
Spannend und informativ

Dieses tolle Buch über Helena Rubinstein von Birgid Hanke hat mich sehr begeistern können. Durch diverse andere Bücher waren mir der Name bzw. das Imperium Helena Rubinstein schon länger ein Begriff.


Doch ich wollte mehr wissen, über diese faszinierende Frau. Dieser biografische Roman beschreibt mit einer herrlichen Leichtigkeit ihr Leben und ihren Werdegang. Man erfährt viel über ihre Herkunft, auch wenn sie diese gern verschwiegen hat, und auch über ihre Beziehungen wird man aufgeklärt. Man erlebt, wie sie für ihren Traum kämpft und einfach mit Leidenschaft und Feuer für ihre Produkte einsteht. Sie hat ein enormes Wissen über Hautpflege.


Viele ihrer Tricks und Kniffe bringen einen zum Schmunzeln, doch schnell merk man auch, Helena hatte es nicht leicht dorthin zu kommen, wo sie letztlich stand, bei vielen Gegebenheiten war es schier das pure Glück. Auch der „Puderkrieg“, wie die Medien es so lustig bezeichneten, mit Elisabeth Arden, hat ihr doch zu schaffen gemacht.


Das Buch ist so, wie ich es mir gewünscht habe. Informativ, spannend und auch etwas romantisch. Helena Rubinstein ist einfach eine bemerkenswerte Frau und Birgid Hanke hat es wunderbar zusammengefasst.


Dieser biografische Roman ist gut recherchiert, manche Figuren evtl. dazu erfunden, aber absolut im Rahmen und sehr gelungen.

Ein toller Einblick in das Leben einer, für mich, bemerkenswerten Frau.


Klare Leseempfehlung!

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Helena Rubinstein und das Geheimnis der Schönheit
Goldmann_Verlags avatar
Goldmann_Verlag

Gewinnt eines von 10 Exemplaren der opulenten Biografie über die Grande Dame der Kosmetik Helena Rubinstein. Birgid Hanke entführt uns darin in die Mitte des 20. Jahrhunderts und schildert ein vielschichtiges und lebendiges Porträt einer faszinierenden Frau, die ihrer Zeit ein Jahrhundert voraus war. Eine hochspannende Lebensgeschichte voller Ruhm, Glamour und Drama!

134 BeiträgeVerlosung beendet

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