Die Bleistiftfabrik erzählt die Geschichte einer griechischen Familie über einen Zeitraum von fast einhundert Jahren. Die Bleistiftfabrik ist der Traum des Vaters, der Ingenieur ist und der Bleistift steht als Symbol für den technischen Wandel und Fortschritt. Letztlich wird die Bleistiftfabrik erst lange nach dem Tod des Vaters von einer seiner Töchter begründet und scheitert wegen der politischen Lage, die bis dahin eingetreten ist.
Was das Besondere an diesem Roman ist, ist allerdings weniger die Geschichte der Familie als vielmehr wie sie die Geschichte des industriellen Umbruchs zu Beginn des 20. Jahrhundert erzählt und dabei vor allem auch die Geschichte der Arbeiterbewegung und des Kommunismus. Interessant ist es, weil man darüber zumindest in Romanen eher selten etwas liest. Wer allerdings ein großes Familienepos erwartet, der dürfte eher enttäuscht sein, denn im Grunde dienen die Figuren nur als "Beiwerk" und für mich war die eigentliche Hauptperson eine Person, die gar nicht zu dieser griechischen Familie gehört, sondern ein Freund des Vaters ist.



