Birgit Jasmund Der Duft des Teufels

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Inhaltsangabe zu „Der Duft des Teufels“ von Birgit Jasmund

Die dunkle Seite des Kölnisch Wasser

Köln 1695: Ein Duftwasser versetzt die Stadt in Hysterie. Die enthemmende Wirkung seines Aromas wird dem Teufel zugeschrieben. Und die junge Witwe Kathrina gerät unter Verdacht, als dessen Handlangerin unschuldige Jungfrauen in seine Arme zu treiben. Um sie zu retten, ruft ihr Geliebter, der Kaufmannssohn Daniel, den Parfümeur Giovanni Paolo Feminis zu Hilfe. Aber gelingt es dem Erfinder des Aqua mirabilis, Kathrinas Unschuld zu beweisen und Köln von dem Fluch zu befreien?

Die packende Geschichte über die Entstehung des Eau de Cologne.

Wenn Extremismus auf offene Ohren stößt....

— TanjaJahnke

Wie eine junge Hebamme und ein feines Duftwasser in den Verdacht geraten, des Teufels zu sein - sehr spannend!

— Klusi

Klasse erzählt -Leseempfehlung!

— mabuerele

So wünscht man sich Geschichte!

— tardy

Ein toller Roman, der die Sinne benebelt.

— ChattysBuecherblog

Gut recherchierter historischer Roman

— Langeweile

Wieder ein außergewöhnlicher historischer Roman von Birgit Jasmund, toll geschrieben und voll Spannung, interessanter Fakten und Emotionen

— Tulpe29

ein historischer Roman ohne Tiefgang mit langatmigen Einstig und Protagonisten in die man sich kaum hineinzuversetzen mag

— Engel1974

Eine schöne historische Reise nach Köln , in das Jahr 1695

— heidi_59

Sehr gutes historisches Romanmit viel Atmosphäre und sympathischen Protagonisten

— marpije

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  • Der Duft des Teufels

    Der Duft des Teufels

    TanjaJahnke

    24. December 2017 um 20:43

    Köln 1695. Eine Zeit der Gottesfurcht und Aberglauben gegen Ende der Hexenverbrennung und -prozesse, wo jedes Leid - sei es Krankheit, beruflicher Misserfolg oder gar ein Splitter im Finger - dem Bösen, dem Teufel und seinen Hexen angelastet wurde.Nimmt man diese Zeit und wirft sie mit verletzten Männerstolz, einer Ansammlung merkwürdiger Ereignisse, wilden (böswiligen) Gerüchten und zwei mehr als wahnsinnigen Menschen (deren jeweiliges Ansinnen unterschiedlicher und zugleich nicht gleicher sein könnte) in einen Kessel, dann bekommt man eine explosive, spannungsgeladene Mischung, die Grundstein für eine ebenso fesselnde Geschichte ist.Eine Geschichte, die mich mehr als einmal am gesunden Menschenverstand jener Zeit hat zweifeln lassen.Birgit Jasmund entführt uns in eine frühe Zeit der Entstehung des Eau de Cologne oder auch kölnisch Wassers nach Köln. Hier treffen wir auf Giovanni Paolo Feminis. Ein Kramhändler, der sich und seine junge Familie mit dem Verkauf von Zierrat (Bändern, Tüchern, Knöpfen, u. ä.) über Wasser hält. Doch sein großer Traum ist die Herstellung eines grandiosen Duftwassers, an dess Entwicklung er nächtelang werkelt.Wird es ihm gelingen?Zeitgleich treffen wir auf die Hebamme und Witwe Kathrina. Ihr Leben ist eher bescheiden, da sie bedingt durch ihre Ehe mit einem Protestanten von den Katholiken für eine ebenjene gehalten und nicht mehr beauftragt wird, während sie zeitgleich für die Protestanten "die Katholische" ist und hier ebenfalls keine Aufträge erhält. Fazit: sie verdingt sich als Flickerin und hält sich mit kleineren Flick- und Näharbeiten über Wasser.Doch als der Weber Fritz Haan ihr eines Tages einen Heiratsantrag unterbreitet, den sie ablehnt, wird ihr Leben zum absoluten Desaster. Denn sagen wir es so, der verletzte Stolz eines mäßig intelligenten Mannes kann durchaus gefährliche Früchte tragen.Ein verrückter Alchemist und ein Mönch auf "heiliger Mission" verleihen diesen Drama eine extragroßes Sahnehäubchen.Da bleibt nur zu sagen "Lasst die Spiele....ähn pardon Hexejagd beginnen".Alles in allem eine gelungene Unterhaltung, die fesselt und in vergangene Zeiten eintführt. Die Atmosphäre ist düster und erdrückend. Die allgemeine Angst vor dem Teufel groß. Man erhält authentische Eindrücke über das Leben der einfachen, aber auch der reichen Bewohner Kölns. Die Anfänge des Speditionsgewerbes und der Parfümerie werden anschaulich wiedergegeben und und und...Kurzum eine Unterhaltung mit Lerneffekt der Superlative.Wer also Lust auf eine Zeitreise und einen Blick in die menschlichen Abgründe werfen möchten. Hereinspaziert!Ich persönlich empfand manche Alltagsszenen etwas langatmig und den einen oder anderen Handlungsstrang abschweifend. Doch in Summe wähnte ich mich gut unterhalten.4 von 5 Duftwasserflakons.

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  • Der duft des Teufels

    Der Duft des Teufels

    abetterway

    19. November 2017 um 10:15

    Inhalt:"Köln 1695: Ein Duftwasser versetzt die Stadt in Hysterie. Die enthemmende Wirkung seines Aromas wird dem Teufel zugeschrieben. Und die junge Witwe Kathrina gerät unter Verdacht, als dessen Handlangerin unschuldige Jungfrauen in seine Arme zu treiben. Um sie zu retten, ruft ihr Geliebter, der Kaufmannssohn Daniel, den Parfümeur Giovanni Paolo Feminis zu Hilfe. Aber gelingt es dem Erfinder des Aqua mirabilis, Kathrinas Unschuld zu beweisen und Köln von dem Fluch zu befreien?"Meinung:Das Buch ist sehr spannend geschreiben und spielt im Mittelalter. Durch die gute Recherche kann man sich gut in die Personen hineinversetzten. Die Charkatere und die Beschreibungen der Orte sind sehr anschaulich und das Leben zur damaligen Zeit wird einem näher gebracht. Die handlung ista uch sehr interessant und spannend und der Leser kann dieser gut folgen. Alles in allem ein sehr gut geschriebenes Buch. Fazit:Wer gerne historische Romane mag wird dieses Buch auch mögen.

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  • Aqua mirabilis " Ein Deufelszeug"

    Der Duft des Teufels

    Arietta

    14. November 2017 um 13:46

    Meine Meinung : Zum Inhalt: Sehr Schön hat die Autorin das Leben Anno 1695 in Köln beschrieben. Eine Stadt die in Hysterie verfällt wegen eines Duftwassers , des Aqua mirablils ,“ Ein Deufelszeug“ wie es die Kölner nennen, das die Leidenschaft des Mannes zu seiner Frau erweckt. Das die Menschen Hemmungslos machen soll. Man eine Frau kauft es heimlich, um ihren Mann zu verführen. Auch der Parfümeur und Straßenhändler verkauft es. Aber es ziehen dunkle Wolken auf, plötzlich wird dieses Wasser verteufelt, der Aberglaube der Menschen gewinnt wieder an Oberhand. Den nur der Teufel kann hier die Hand im Spiel haben, ist man plötzlich überzeugt. Besonders die Frauen geraten mal wieder in verdacht und werden als Hexen und Buhlen des Teufels gejagt. Darunter auch die junge unschuldige Witwe und Hebamme Katharina, erstens war die Katholikin mit einem Protestanten verheiratet, und dann stirbt da noch eine junge Frau . Schuld hat natürlich die Arme Katharina, und da geht bei ihr noch der junge Kaufmannssohn Daniel bei ihr ein und aus. Zwischen den beiden wächst das zarte Pflänzchen der Liebe. Das alles ist dem abgewiesenen Weber Fritz Hahn ein Dorn im Auge. In seinem Hass, Eifersucht und verletzten Stolz, bezichtigt er sie als Hexe, eine schlimme Zeit beginnt für Katharina. Auch Giovanni Paolo Femis gerät in Gefahr, er experimentiert in seinem kleine Labor an seinem Duftwasser nach einem Uralten Familienrezept, sehr zum Leidwesen von seiner Frau Sophia die ihre Familie in Gefahr sieht. Um Katharinas Unschuld zu beweisen, bittet Daniel, Giovanni um Hilfe, ob es den beiden gelingen wird die unschuldige zu befreien, scheint sehr erfolglos, den der Aberglaube an Hexen und Teufel sitzt zu tief in den Gedanken der Menschen. Hoffen wir das es ihnen gelingt. Zur Autorin: Birgit Jasmund hat einen sehr mitreißenden Erzähl und Bildhaften Schreibstil, sie zieht einem beim Lesen in einen Strudel, aus dem man sich schlecht befreien kann. Auch hat sie sehr schön die damalige Sprache und das typisch Kölsche Dialekt wiedergegeben. Eine Geschichte die beim Lesen begeistert. Die Handlung ist sehr stimmig aufgebaut, das geschehen passt zur damaligen Zeit, auch verknüpft sie alle Lose Fäden, so dass am Ende keine Fragen offen bleiben. Die Spannung war von Anfang an sehr hoch und steigerte sich zum Schluss, das es bald unerträglich war und man mitfieberte. Ihre Figuren wirkten sehr real , wie aus Fleisch und Blut, man sah sie förmlich vor sich. Sehr gut hat sie die einzelnen Charaktere heraus gearbeitet. Die Boshaftigkeit und Falschheit des einen und die Figuren die liebenswert sind und nur das Gute im Menschen sehen, die Kompromisslos helfen. Das Misstrauen, der Neid, die Eifersucht und die Intrigen waren sehr gut nachvollziehbar. Sehr gut hat sie diesen Fritz Haan dargestellt, ein Mensch der vom Hass zerfressen ist und seine Rache an Katharina ausüben will. Das Zeitgeschehen und das Leben damals ist sehr gut geschildert. Der Stand der Frau, die Tugend- und Gehorsamkeit, ihren Eltern und Mann gegenüber. Der Aberglaube der viel Raum im Denken in den Köpfen der Menschen einnahm. Auch das man nur in seinen Kreisen heiratete, und die Ehen von den Eltern arrangiert wurden. Ein Roman der überzeugt.

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  • Der Duft des Teufels

    Der Duft des Teufels

    Klusi

    25. October 2017 um 11:51

    Birgit Jasmunds aktueller Roman führt die Leser nach Köln zum Ende des 17. Jahrhunderts. Man befindet sich im Zeitalter der Aufklärung. Die Hexenverfolgung liegt lange zurück. Ein mysteriöses Duftwasser, das ein Werk des Teufels sein soll, macht von sich reden, und vernünftige Zeitgenossen befürchten eine erneute Massenhysterie. Als die junge, verwitwete Hebamme Katharina einen Verehrer abweist, sinnt dieser auf Rache, und schnell gerät Katharina in den Fokus des Interesses der selbst ernannten Hexenjäger. Mit Katharina hat der Roman eine starke weibliche Heldin, die Unterstützung durch ihren Geliebten, den Kaufmannssohn Daniel und durch den Parfümeur Giovanni Paolo Feminis erhält. Feminis, der an einem geheimen Rezept für ein neues Duftwasser arbeitet, befürchtet, ebenfalls in den Verdacht zu geraten, im Dienst des Bösen zu stehen.Mich hat Birgid Jasmunds fiktive Geschichte zur Entstehung des Eau de Cologne, die jedoch mit vielen Tatsachen verknüpft ist, von der ersten Seite an gefesselt.Sie hat alles, was ich mir von einem guten, unterhaltsamen Roman erwarte:Da sind ein packender Erzählstil,starke Charaktere, die sich nicht einschüchtern lassen,ein Duft, der die Gemüter in Aufruhr versetzt,Fanatismus, der großen Schaden anrichtet,beunruhigende, dunkle Machenschaftenund eine Liebe, die sich nicht nach Konventionen richtet.Aus diesen Komponenten, mit viel Lokalkolorit verpackt, hat die Autorin einen spannenden und äußerst temporeichen Roman kreiert, in dem so viel passiert, dass man darüber beim Lesen leicht die Welt um sich vergisst. Mir ging das zumindest so. 

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  • Fesselnder historischer Roman

    Der Duft des Teufels

    mabuerele

    02. September 2017 um 20:54

    „...Eigensinn hebt eine Frau aus der Masse ihrer Geschlechtsgenossinnen heraus. Ich schätze das als Zeichen von Geist und Witz...“ Wir schreiben das Jahr 1695. In der Freien Reichsstadt Köln scheinen dunkle Zeiten zurückzukehren. Nach der Schändung einer Kirche gehen Gerüchte um, dass jemand Teufelswasser verkauft, das für besondere Erlebnisse im Bett sorgt. Plötzlich gelangen junge Frauen wieder in den Verdacht, Hexen zu sein. Das betrifft auch die Hebamme Kathrina Obladen. Die junge Witwe hat sich erlaubt, den Heiratsantrag des Webers Fritz Haan abzulehnen und sich damit einen Feind fürs Leben geschaffen. Die Autorin hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Das liegt auch an den gut charakterisierten Personen. Kathrina ist eine selbstbewusste junge Frau. Doch ihr verstorbener Mann war Protestant. Das nimmt ihr die mehrheitlich katholische Bevölkerung Kölns übel. Deshalb muss sie sich ihren Unterhalt mit Näharbeiten verdienen, denn zu Geburten wird sie nicht mehr gerufen. Auch der italienische Kramhändler und Parfümeur Giovanni Paolo Femini muss sich seinen Stand in Köln hart erarbeiten. Er versucht, nach alten Rezepten seines Großvaters ein besonderes Aqua mirabilis zu kreieren. Doch nun kann das in Köln lebensgefährlich werden. Die Angst seiner Frau vor den Konsequenzen ist mit Händen greifbar. Bruder Martin, Dominikaner und selbst im Kloster Außenseiter wegen seines Fanatismus, sieht seine Stunde gekommen. Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Sehr genau werden die Verhältnisse in Köln zur damaligen Zeit beschrieben. Die Zeit der Hexenverfolgung ist eigentlich vorüber. Selbst der Abt des Klosters fällt durch seine fortschrittliche Haltung auf. Liebevoll versucht er, Bruder Martin von seinen Vorstellungen abzubringen. Doch gegen Fanatismus ist kein Kraut gewachsen. Gekonnt gelingt es der Autorin aufzuzeigen, wie durch das geschickte Streuen von Gerüchten Meinungen beeinflusst und Massen manipuliert werden. Das geht bis in die gehobenen Kaufmannsfamilien. Dort prallen unterschiedliche Meinungen aufeinander. Ab und an durchdringt allerdings ein feiner Humor die Geschichte, wie das folgende Zitat zeigt. „...Dass sie nie wieder mit ihm sprechen würde, könnte sich als Segen erweisen, aber keine Kalbsniere in Weinsoße mehr zu servieren war eine ernstzunehmende Drohung...“ Plötzlich werden wieder unbescholtene Nachbarinnen angeklagt. Der Rat der Stadt stemmt sich anfangs dem entgegen, doch bald siegt die Gewalt der Straße. Bruder Martin lässt sich im Kloster nichts mehr sagen und bekommt Zulauf von frustrierten Kölnern. Wieder macht die Idee des Scheiterhaufens die Runde. Der Mob auf der Straße nimmt zu. Daniel, ein junger Kaufmann, der Kathrina vor Fritz beschützt hat, und von dem obiges Zitat stammt, will den Hersteller des eigenartigen Wassers finden. Paolo steht ihm dabei zur Seite. Sehr ausführlich wird dargestellt, wie viel Geduld und Fingerspitzengefühl dazu gehört, ein neues Parfüm zu entwickeln. Ein Tropfen der falschen Zutat zu viel und die ganze Arbeit war umsonst. Fachliche Begriffe wie Kopfnote und Herznote werden anschaulich erläutert. Worterklärungen und ein informatives Nachwort über die Entstehung des Kölnisch Wassers ergänzen die Geschichte. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Das Thema Massenmanipulation und der Kampf um die persönliche Freiheit wurde in einer spannenden Handlung verpackt. Viele wissenswerte Fakten, die im Roman enthalten sind, zeugen von der ausführlichen und exakten Recherche der Autorin. Außerdem bin ich der Meinung, das der Grundtenor der Handlung nichts von seiner Aktualität verloren hat.

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  • Der Duft des Teufels

    Der Duft des Teufels

    tardy

    31. August 2017 um 10:38

    In Köln im Jahre 1695. Die Jagd nach Hexen ist eigentlich schon lange vorbei. Doch als ein Duftwasser dem Teufel zugeschrieben wird, weil es angeblich enthemmende Wirkung zeigt, beginnt der Alptraum von neuem. Katharina, eine junge Witwe, die als Hebamme ihr Geld verdient, gerät schnell in Verdacht und muss nun ihre Unschuld beweisen. Mit Hilfe ihres heimlichen Geliebten, dem Kaufmannssohn Daniel und dem Kramhändler, Giovanni Paolo Femini, der sich als Parfumeur versucht, versucht sie sich zu retten und Köln vom Fluch des "Teufelswassers" zu befreien.So wünsche ich mir Geschichte. Spannend, packend, detailliert. Ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen, so gefangen war ich. Die Autorin weiß wirklich, wie sie ihre Leser fesselt. Mit einer leicht zu lesenden Schreibweise führt sie uns mitten hinein in das Geschehen. Man ist als Leser sofort fasziniert und bekommt einen sehr guten Eindruck vom Leben im Mittelalter. Vom schrecklichen, unvorstellbaren Aberglauben, der damals noch herrschte, davon, wie leicht man als Frau denunziert werden konnte und fast keine Chance hatte, sich wieder zu rehabilitieren, von der scheinbar grenzenlosen Macht der Kirche, die oft schamlos ausgenutzt wurde. Die Autorin hat sehr gut recherchiert, langweilt uns aber nicht mit nüchternen Geschichtsexkursen, sondern hat das Ganze in einer sehr lebendigen, lesenswerten Geschichte verpackt. Die Charaktere sind authentisch dargestellt und man liebt sie oder man hasst sie. Katharina habe ich gleich in mein Herz geschlossen und auch wenn sie sich nicht immer logisch verhalten hat, konnte ich sie verstehen. Franz Haan, der von Katharina zurückgewiesen wurde, oder auch der fanatische Mönch Markus, beide dermaßen hasserfüllt, konnte ich dagegen gar nicht ertragen. Sie sind so gut beschrieben, dass ich meinen Unmut ihnen gegenüber noch jetzt, beim Schreiben der Rezension, spüre. Sehr interessant war auch das Leben des Parfumeurs dargestellt. Auch hier spürt man deutlich die Angst und die Ohnmacht, die man als einfacher Mensch zu dieser Zeit wohl hatte. Umso mehr muss ich den Mut bewundern den man haben musste, um sich den herrschenden Konventionen entgegen zu stellen. Wer gerne solche Zeitreisen unternimmt, Wert auf gute Recherche legt, aber nicht auf seichte Unterhaltung, der ist hier genau richtig!

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  • Mein Leseeindruck

    Der Duft des Teufels

    ChattysBuecherblog

    31. August 2017 um 07:50

    Das Böse geht um (Seite 6) Nachdem ich die Vorgeschichte gelesen hatte, war ich sehr gespannt, was mich nun erwarten würde. Klar, es würde wieder um dem Teufel gehen, soviel stand fest, zumal der Titel ja auch darauf schließen ließ. Sehr schön beschreibt die Autorin die aufblühende Liebe zwischen Daniel und der jungen Witwe Katharina. Durch den ausgeprägten Schreibstil werden die Gefühle so detailliert beschrieben, dass man beim Lesen stellenweise fast schon seufzt oder auch die Luft anhält. Was anfänglich sehr leicht dargestellt wird, wird nachher zur Zerreißprobe. Kann die Liebe dem Teufel standhalten? Aber auch der italienische Familienvater Giovanni Paolo Feminis wurde sehr detailliert charakterisiert. Sein Denken und Handeln waren für mich stets nachvollziehbar und er hatte sich auch im Laufe des Romans zu einem Nebenprotagonisten entwickelt, dessen Geschichte ich sehr gerne verfolgte. Etwas zögerlich, aber doch auch zielstrebig setzt er seinen Weg als Parfümeur fort, trotz all der Widersacher und Schwierigkeiten. Für mich war er einer der beeindruckendsten Figuren dieses Romans. Die Kulisse Kölns zu damaliger Zeit hat mir auch sehr gut gefallen. Die kleinen Gassen und Winkel, wurden durch den Schreibstil der Autorin, vor meinem geistigen Auge, mit Leben gefüllt, so dass ich das Kopfsteinpflaster, das Klappern der Absätze beim Überschreiten der Wege sowie auch das Marktgeschrei sehr gut empfinden konnte. Ja, man könnte fast schon sagen, dass ich mich in die Zeit habe fallen lassen - Dank der Autorin! Allerdings gab es auch einen kleinen Wehmutstropfen. Ab und zu gab es so kleine Hänger oder Wiederholungen in der Geschichte, die den Lesefluss bzw. Lesegenuss etwas getrübt haben. Der Schluss war klar und ohne grosse Überraschung, aber nun ja, welche Überraschung sollte es auch geben?! Jeder von uns kennt ja das Produkt, und sei es auch nur von den Taschentüchern der Großmutter. Am Ende des Buch gibt es dann noch ein paar Worterklärungen der kölschen und italienischen Ausdrücke, die sich aber meiner Meinung nach in der Geschichte gut erklärt haben. Und wer es bis zum Schluss immer noch nicht weiß, für den wurde im Nachwort nochmals das Kölnische Wasser erklärt. Ob dieses Buch nun auch zur Verkaufssteigerung des Duftwässerchen beiträgt? Ich werde bei meinem nächsten Besuch in der Parfümerie auf jeden Fall die neuen Produkte des echt Kölnisch Wassers in Augenschein nehmen.

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  • Die dunkle Seite des Kölnisch Wasser

    Der Duft des Teufels

    Sternenstaubfee

    27. August 2017 um 20:37

    Köln 1695: Kathrina ist eine junge Witwe und arbeitet als Hebamme. Als ein Duftwasser in Köln eine gewisse Hysterie auslöst und dem Teufel zugeschrieben wird, gerät Kathrina unter Verdacht, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Sie wird als Hexe gejagt. Der Kaufmannssohn Daniel, der sich in Kathrina verliebt hat, versucht mit der Hilfe des Parfümeurs Giovanni Paolo Kathrinas Unschuld zu beweisen. Mein Leseeindruck: Wieder einmal hat die Autorin Birgit Jasmund es geschafft, mich mit ihrem Buch zu begeistern. Ich konnte mich hier ganz in die Geschichte hineinfallen lassen, habe mit den Protagonisten mitfiebern und mitfühlen können und habe jede Buchseite genossen. Die Geschichte ist sehr spannend, packend, dabei auch romantisch und lehrreich. Man merkt als Leser, dass die Autorin umfangreiche Recherchearbeit geleistet hat. Ich empfand es als sehr spannend, mehr über die Entstehungsgeschichte des Kölnisch Wasser zu erfahren, wenn auch natürlich viel Fiktion in diesem Roman steckt. Aber es gibt ein sehr interessantes Nachwort, was mir bei dieser Art von Historischen Romanen immer sehr gut gefällt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und genau so, wie ich ihn mag. Leicht, unkompliziert und flüssig zu lesen. Ich kann diesen Roman allen Lesern weiterempfehlen, die gerne Historische Romane lesen. Mich hat Birgit Jasmund wieder überzeugen können und ich freue mich auf weitere Bücher von ihr!  

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  • Der Duft des Teufels

    Der Duft des Teufels

    -sabine-

    27. August 2017 um 16:51

    Eine Geschichte über das bekannte Kölnisch Wasser, die muss ich als Wahl-Kölnerin natürlich lesen. Und auch wenn meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, hatte ich doch schöne Lesestunden.Die Geschichte beginnt zwar dramatisch, weil die Kirche Klein St. Martin geschändet wird, dann aber lässt die Spannung leider auch schon wieder nach. Die Autorin lässt sich Zeit, die verschiedenen Figuren vorzustellen – viel Handlung gibt es im ersten Drittel leider nicht, dafür aber lernt man die Charaktere in ihrem Umfeld kennen und so auch viel über das Leben im historischen Köln im Jahr 1695. Gefallen haben hier mir die Beschreibungen des Stadtbildes, sicherlich auch, weil ich in Köln wohne und so eine konkrete Vorstellung hatte, wo in der Stadt ich mich nun gerade befinde. Die Charaktere werden nach und nach in die Geschichte eingeführt und in jedem Kapitel steht ein anderer im Mittelpunkt. So erfährt man verschiedene Sichtweisen der Dinge und im weiteren Verlauf dann auch verschiedene Ansichten zu dem, was geschieht. Nach dem ersten Drittel baut sich dann auch langsam wieder Spannung auf, steigt dann auch stetig bis zum klärenden Finale an – das letzte Drittel fand ich dann richtig spannend und konnte hier das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Die Charaktere sind leider zum Teil etwas blass geblieben und waren insgesamt eher flach und eindimensional gezeichnet, die Guten sind gut und die Bösen böse; Überraschungen hat es da leider nicht gegeben. Kathrina, die unter den Verdacht gerät, mit dem Teufel zusammenzuarbeiten, war mir aber mit ihrer liebenswerten und zuvorkommenden Art sympathisch, so dass ich mit ihr gefiebert habe. Auch ihr Geliebter Daniel, der versucht, den wahren Schuldigen zu finden und so Kathrinas Unschuld zu beweisen, hat ein gutes Herz, und auch ihn habe ich gerne begleitet.Die Geschichte des Kölnisch Wassers wird eher nebenbei erzählt, im Mittelpunkt steht vor allem die Heimsuchung Kölns durch den Teufel – interessant war hier das Nachwort, durch das man noch einige zusätzliche Information zum bekannten Duftwässerchen erhält.Der Schreibstil ist leicht zu lesen und sehr flüssig, mir war er an manchen Stellen aber zu modern – immer wieder gab es Worte, bei denen ich mir nicht sicher war, ob es die so im 17. Jahrhundert schon gegeben hat; ein historisches Gefühl hat sich beim Lesen bei mir leider nicht eingestellt.Trotz meiner Kritik hat mich das Buch aber gut unterhalten – die Spannung baut sich zwar langsam, aber stetig auf, die Charaktere sind sympathisch, so dass ich sie gerne begleitet habe und gerade im letzten Drittel war es dann auch richtig spannend. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.Mein FazitEs braucht ein bisschen Zeit, bis die Geschichte spannend wird, dann aber konnte ich das Buch schlecht aus der Hand legen. Neben der Suche nach dem wahren Schuldigen, der die Stadt Köln in Angst und Schrecken versetzt, lernt man auch eine Menge über das historische Köln und sein bekanntes Duftwässerchen. Der Schreibstil ist sehr leicht, so dass sich das Buch locker lesen lässt – mir war er aber ein wenig zu modern und hat so kein richtiges historisches Lesegefühl aufkommen lassen. Trotzdem wurde ich gut unterhalten und gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

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  • Der Duft des Teufels

    Der Duft des Teufels

    GothicQueen

    19. August 2017 um 12:41

    "Der Duft des Teufels" von Birgit Jasmund ist ein historischer Roman, der im 17.Jahrhundert spielt. Die Bewohner von Köln glauben, Hexen und der Teufel sie unter ihnen, weil plötzlich ein Parfüm, ein Aqua di Diavolo auftaucht, was die Männer dazu bringt ihre Frauen begehrenswert zu finden. Die Hebamme Kathrina wird schnell verdächtigt, weil ihr Mann ein Protestantischer war und obwohl er gestorben ist und sie nach wie vor katholisch ist, wird sie nicht mehr als Hebamme gerufen. Sie verliebt sich in Daniel, der eigentlich auch nicht ihrem Stand gemäß zu ihr passt und dank seiner Hilfe entkommt sie den Fängen der Kirche. Der Mann, der das Duftwasser in Wirklichkeit unter die Leute gebracht hat, wird entlarvt und die Frauen im Kerker werden frei gelassen. Der eigentliche Parfüme schafft es nach einem Rezept seines Großvaters das heutige Kölnisch Wasser nachzuproduzieren und er und seine Familie werden deshalb reich. Das Buch lässt sich gut lesen. Die Schreibart der Autorin gefällt mir ganz gut. Für Liebhaber von historischen Romanen ist dieses Buch empfehlenswert. Es ist eben auch eine Liebesgeschichte dabei, aber wenigstens geht es nicht nur darum, sondern eben hauptsächlich um die Geschichte des Duftwassers. Und natürlich wieder um die Kirche, die damals überall ihre Fänge im Spiel hatte. 

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  • Der Duft des Teufels

    Der Duft des Teufels

    Langeweile

    18. August 2017 um 17:59

    Klappentext: Köln 1695: ein Duftwasser versetzt die Stadt Köln in Histerie.Die enthemmende Wirkung seines Aromas wird dem Teufel zugeschrieben.Und die junge Witwe Katerina gerät unter Verdacht, als dessen Handlangerin unschuldige Jungfrauen in seine Arme zu treiben.Um sie zu retten, ruft ihr Geliebter der Kaufmannssohn Daniel, den Parfümeur Giovanni Paolo Feminis zu Hilfe. Aber gelingt es dem Erfinder Aqua mirabilis, Katharinas Unschuld zu beweisen und Köln von dem Fluch zu befreien? Eingebettet in historische Ereignisse rund um die Erfindung des bekannten „Kölnisch Wasser", hat die Autorin eine Liebesgeschichte erzählt. Daniel, ein Sohn aus reichem Hause, sollte eine Tochter aus der bekannten Tuchhandelsfamilie Scheepers heiraten. Er hat sich jedoch in die junge Hebamme Katharina verliebt. Diese wiederum kämpft gegen den Ruf eine Hexe zu sein. Zu damaliger Zeit waren viele Leute noch dem Hexen glauben hörig. Hilfe erhalten die beiden Liebenden vom Erfinder des Aqua mirabilis , der ebenfalls um seinen Ruf kämpfen muss. Der größte Widersacher Katharinas ist der Weber Fritz Haan, welcher ihr einen Heiratsantrag gemacht hat, der jedoch abgelehnt wurde. Er lässt keine Gelegenheit aus, sich an Katharina zu rächen und bedient sich da bei der Hilfe der Kirche. Gerne habe ich Katharina, Daniel und die anderen Protagonisten ein Stück begleitet. Das Buch hat mir einige sehr schöne Lesestunden bereitet. Für Leser mit Interesse an historischen Romanen spreche ich eine Leseempfehlung aus.

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  • fesselnder Roman rund um die Erfindung des Kölnisch Wassers

    Der Duft des Teufels

    irismaria

    18. August 2017 um 17:22

    „Der Duft des Teufels“ ist ein historischer Roman von Birgit Jasmud und spielt um 1700 in Köln. Die Stadt will eine moderne Bürgerstadt sein, doch anlässlich der Entwicklung des Kölnisch Wassers zeigt sich, dass mittelalterliches Denken in vielen Köpfen überlebt hat. Denn das neuartige Duftwasser steht schnell im Verdacht, ein „Aqua di Diávolo“, also teuflischen Ursprungs zu sein. Völlig unschuldig gerät die Hebamme Kathrina Obladen in den Verdacht, dieses Teufelswasser zu vertreiben und sie und weitere Frauen werden als Hexen angeklagt. Die Urheber der Anklagen ist ein verschmähter Heiratskandidat, der in einem fanatischen Dominikanermönch einen Mitstreiter findet. Gekonnt stellt Birgit Jasmud die unterschiedlichen Charaktere dar, die teilweise zufällig in die Geschichte verwickelt werden und die Hauptfiguren, die eine nicht standesgemäße Liebe verbindet, sind mir schnell ans Herz gewachsen. Daneben geht es um Liebe und Standesdenken, Fortschrittsdenken und Aberglaube, Eigennutz und Vernunft. All das vereint sich zu einer spannenden Geschichte, in der die damalige Zeit lebendig wird. So liebe ich historische Romane!

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  • Viel Wirbel um ein Parfüm

    Der Duft des Teufels

    pallas

    13. August 2017 um 17:13

    Köln 1695;Dieser interessante Roman berichtet darüber, wie das Eau de Cologne in der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts entstand und seinen Siegeszug in die Privaträume der Menschen antrat.Kathrina Obladen ist eine 27 jährige Witwe, die ihren Beruf als Hebamme mit großer Freudes ausübt. Als ihr Mann starb vertrauen ihr die Menschen plötzlich nicht mehr und sie wird schließlich kaum noch zu Geburten gerufen. Der Weber Fritz Haan, der die junge Kathrina heimlich begehrt, sieht nun für sich eine willkommene Gelegenheit gekommen und möchte die junge attraktive Frau an sich binden, beginnt um Kathrina zu werben. Er ist davon überzeugt, dass ihr in ihrer Situation sowieso kaum etwas Anderes übrig bleiben könnte als sich auf Ihn und seine Absichten einzulassen. Doch die junge Hebamme lehnt ihn ab. Voller Enttäuschung und Wut wendet Fritz sich gegen sie und sinnt sogar auf eine gefährliche Rache.In dieser Zeit wird ein angeblich magisches Duftwasser verkauft, das im Ruf steht die womöglich über die lange Ehejahre erloschene Leidenschaft eines Mannes für seine Ehefrau wieder zu erwecken. Folglich wird dieses Duftwasser gerne und heimlich von den Frauen gekauft und angewendet. Wie es in der damaligen Zeit häufig geschah, schreiben fanatische Geistliche auch diesen Wohlgeruch bald dem Teufel zu und so bricht schließlich sogar Hysterie in der mittelalterlichen Gesellschaft aus.Auch Kathrina gerät rasch in den Verdacht mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Sie soll von diesem den Auftrag erhalten haben, die Frauen zu solch schändlichem Verhalten verführt zu haben. Kathrina wird  durch allerlei gegen sie inszinierte Intrigen, schließlich als Hexe angeklagt und in den Turm gesperrt.Als schlimmster Ankläger seiner Zeit tritt dabei Mönch Martin auf, der ganz offensichtlich Frauen verachtet, diese strengstens verfolgt und sich heimlich geißelt, um "stark zu bleiben". Die größte Hoffnung für die inhaftierte Kathrina ist der von ihr geliebte Kaufmannssohn Daniel Mensing. Er eilt ihr zur Hilfe und setzt alles daran ihre Unschuld zu beweisen und den wahren Schuldigen zu entlarven. Es entwickelt sich eine sehr spannende Handlung, bei der unter Anderem ein duftkundiger Experte helfen soll, die Intrigen aufzudecken.Der Roman "Duft" von Birgit Jasmund ist mein erster Roman dieser Autorin, deren ansprechenden und leicht verständlichen Schreibstil ich schon nach wenigen Seiten Lektüre sehr schnell mochte. Der Text lehnt sich eng an die Sprache der damaligen Zeit an und erscheint daher umso interessanter. Für einige kaum mehr bekannte Begriffe findet sich im Anhang ein kleines Lexikon, das deren Bedeutung erklärt.Aus meiner Sicht gelang es der Autorin sehr gut, die Entstehung des Eau de Cologne in einen spannenden und ansprechenden Roman zu verpacken und mit vielen interessanten Details der, aus heutiger Sicht recht merkwürdig erscheinenden, Epoche rund um das 17. Jarhhundert zu versehen. Die handelnden Romanfiguren sind sehr detailliert und authentisch gestaltet und überzeugen durch ihre facettenreichen Charaktere. Es fällt dem Leser sehr leicht seine Lieblingspersonen in der Handlung zu identifizieren. Die Bösen katapultieren dann die Geschichte in ein spannendes, lebendiges und mitreißendes Abenteuer, das den Leser über die sehr gute historische Recherche der Autorin in die Zeit des 17. Jahrhunderts versetzt als Frauen noch als Hexen angeklagt und die heute so klar definierten Menschenrechte mit Füßen der Willkür und Angst getreten wurden.Eine Besonderheit dieses Romans ist, dass der Leser auch die mühevolle Entwicklung und die damit verbundenen - für das 17. Jahrhundert aufwändigen - Experimente zur Synthese des Parfüms miterleben darf. Die Informationen haben mir ganz außerordentlich gut gefallen, zumal sie leicht verständlich in den Romankontext eingeflossen sind und so die spannende Handlung rund um Kathrina nicht verzögert haben.Insgesamt kann ich den atmosphärisch dichten und historisch sehr gut unterlegten Roman jedem weiter empfehlen, der dieses Genre mag. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman von Birgit Jasmund.

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  • Teufelswasser

    Der Duft des Teufels

    Dreamworx

    11. August 2017 um 18:07

    1695 Köln. Der Italiener Giovanni Paolo Feminis verdient sich als Kramhändler seinen Lebensunterhalt, um seine Frau Sophia und seine Kinder durchzubringen. Seine Leidenschaft gilt allerdings dem Herstellen von Düften, insbesondere will er das Rezept seines Großvaters für die Kreation eines besonderen Aqua mirabilis entschlüsseln, um damit seinen Lebensstandard zu heben. Als er seine Frau von der Kirche abholen will, gelangt er mitten in einen Menschenauflauf, denn die Kirche wurde geschändet. Jeder ist sich sicher, dass der Teufel hier die Hand im Spiel hat. Die Hebamme Kathrina Obladen ist Witwe und lebt allein im Haus ihres Mannes. Sie bekommt keine Aufträge mehr, sondern vedingt sich ihren Unterhalt mit Flickschneiderei, denn sie wird von allen „die Protestantische“ genannt, obwohl sie katholisch ist und regelmäßig die Messe besucht. Als der Weber Fritz Haan ihr einen Antrag macht, lehnt Kathrina diesen ab, denn der Mann ist ihr unheimlich. Haan ist über die Abweisung so zornig, dass er auf Rache sinnt. Die Möglichkeit kommt schneller als erwartet in Gestalt des Dominikanermönches Bruder Martin, einem wortgewandten harten Mann, der dem Teufel in Köln den Gar ausmachen will. Dabei ist ihm jedes Mittel recht. Er zettelt mit Fritz Haan eine Hetzjagd gegen Frauen an, als in Köln ein Duftwasser auftaucht, das die Menschen willenlos und sündig machen soll, das sogenannte Teufelswasser. Haan hat nichts Besseres zu tun, als Kathrina als Hexe anzuzeigen, die daraufhin mit vielen anderen Frauen in den Kerker wandert. Der Kaufmannssohn Daniel, den Katharina erst vor kurzem kennengelernt hat, holt sich Giovanni Paolo Feminis mit ins Boot – gemeinsam machen sie sich auf die Jagd nach dem Hersteller des Teufelswassers und versuchen, die Frauen aus ihrem Gefängnis zu befreien.Birgit Jasmund hat mit ihrem Buch „Der Duft des Teufels“ einen sehr unterhaltsamen und spannenden historischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und mit altem Vokabular gespickt, das im angehängten Glossar ausführlich erklärt wird. Die Autorin hat gut recherchiert und gewährt dem Leser einen Einblick in die damaligen Lebensumstände, Glaubensrichtungen sowie die gesellschaftlichen Strukturen, die es im 17. Jh. in Köln gegeben hat. Die Streifzüge durch die Stadt sind so lebendig beschrieben, dass der Leser sich das alte Köln wunderbar vorstellen kann. Die Hexenverfolgung ist schon einige Jahre her, aber die Autorin macht durch geschickte Dialoge und charismatische Protagonisten deutlich, wie schnell sich die Menschen manipulieren lassen und wieder dem Aberglauben verfallen, ihre Meinung ändern und sich sogar gegen die eigenen Nachbarn stellen, mit denen sie vorher befreundet waren. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet und gut platziert. Jeder einzelne hat seine Eigenarten, Stärken und Schwächen, so wirken sie realitätsnah und lebendig. Der Leser kann seine Sympathien gerecht verteilen und sich gut in den einen oder anderen hineinversetzen. Katharina ist eine sympathische Frau, die sich allein durchs Leben schlagen muss. Sie hält sich gerade so über Wasser, da ihr die Menschen aufgrund des protestantischen Glaubens ihres verstorbenen Mannes mit Misstrauen begegnen. Sie lässt sich nicht unterkriegen und stellt sich mutig jeder Herausforderung. Daniel ist ein attraktiver Mann, der viel Wert auf Gerechtigkeit legt, Aberglauben verabscheut und sich für die Schwächeren einsetzt. Er ist hilfsbereit und lässt auch mal die Fäuste sprechen. Giovanni Paolo Feminis ist ein lustiger Kauz, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, seine Familie liebt und eine feine Nase für Düfte besitzt. Fritz Haan ist ein unangenehmer Mann, der von Neid zerfressen andere Menschen ins Unglück stürzt. Er lügt und ist gewalttätig, sollte er seinen Willen nicht bekommen. Dominikanermönch Martin ist ein verblendeter Mann mit viel Charisma, der die Menschen mit Worten manipuliert, um an sein Ziel zu kommen.„Der Duft des Teufels“ ist ein spannender historischer Roman über Aberglauben, Düfte, Teufelswerk und aufrechte Bürger, die die Wahrheit herausfinden wollen. Für diese famose Unterhaltung kann es nur eine absolute Leseempfehlung geben!  

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  • Kölnisch Wasser

    Der Duft des Teufels

    Tulpe29

    10. August 2017 um 17:03

    Die Lektüre dieses Buches hat mich sehr beeindruckt. Es ist sehr gut recherchiert, packend und  so angenehm zu lesen. Die Geschichte zieht den Leser förmlich in ihren Bann und läßt nicht mehr los. Man kann sich gut in die junge Protagonistin  Katharina hineinversetzen, ist voller Empathie und Sympathie für sie und ihre Gleichgesinnten. Sie müssen sich mit allen Mitteln gegen die Dummheit , Gemeinheit und das Unwissen ihrer Mitmenschen wehren, die das erfrischende, wohltuende und wirklich ungefährliche Eau de Cologne für Teufelswerk halten. Dabei geraten sie oft in Gefahr und müssen um ihr Leben fürchten, aber die Kraft der Liebe und der freundschaftliche Zusammenhalt sind eben oft doch stärker.Ein tolles Buch, nicht nur für Freunde betörender Düfte und ausgefallener Kosmetik.

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