Birgit Kelle GenderGaga

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Inhaltsangabe zu „GenderGaga“ von Birgit Kelle

Heute schon über Ihr Geschlecht nachgedacht? Gender Mainstreaming – die Vielfalt der Geschlechter – ist überall und in aller Munde. 20 Jahre lang hat sich diese absurde Ideologie unbeobachtet durch alle Hierarchieebenen gearbeitet – und jetzt haben wir den Salat. Gleichstellungsbeauftragte, Kirchen, Unternehmen, Ämter – alle haben sich des Themas angenommen. Wir gendern jetzt Spielplätze, Ampeln, Toiletten, Studiengänge, die deutsche Sprache und sogar die Bibel. So langsam schwant immer mehr Bürgern, dass dies alles von zweifelhaftem Sinn und Nutzen ist, dafür aber zielsicher Steuergelder vernichtet. Aber es gibt auch positive Aspekte: Selten hatte eine Ideologie mit Weltverbesserungsanspruch einen derart großen Unterhaltungsfaktor. Und deswegen hat Gender Mainstreaming es verdient, als das betrachtet zu werden, was es ist: eine große Satireshow. Bühne frei!

Birgit Kelle zeigt, wie die im Grunde gute Idee der Chancengleichheit zwischen Mann und Frau zu 200 % übertrieben wird.

— Amilyn
Amilyn

Endlich macht mal jemand den Mund auf. Ein informierendes Buch, unterhaltsam und mit (!) Quellenverzeichnis.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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— kvel
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    GenderGaga
    kvel

    kvel

    02. April 2015 um 22:51

    "Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will" (Buchuntertitel) Inhalt: Die Gender-Ideologie hält Einzug in sämtliche Bereiche - denn wohl niemand kann es sich in der Öffentlichkeit leisten, sich der gut gemeinten Absicht zu verwehren. Da müssen Lehrpläne umgeschrieben werden. Die korrekten Begrüßungsworte eines Redners an sein Publikum werden immer länger und für die Zuhörer ermüdender. Und das beim Lesen sperrige "Innen" ist dabei noch unser Aller geringstes Problem. Beispiele: "... die Begriffe "Vater" und "Mutter". In Bern gilt nun die amtliche Empfehlung, diese biologistischen und deswegen auf jeden Fall sehr ausgrenzenden Begriffe durch "Elter 1" und "Elter 2" zu ersetzten. ... Richtig ist nämlich nur, dass Kinder in der Regel von Erwachsenen großgezogen werden. Elternschaft aus gendersensibler Perspektive aber eine ganz verzwickte Sache ist. ... Und in welches Formular dürfen sich zwei Väter eintragen, wenn dort nach einer Mutter gefragt wird?" (S. 26) "Ist die "Trans-Frau" wirklich weiblich? Und was ist der Unterschied zur "Trans*Frau", "transweiblich", "trans*weiblich", "transgender-weiblich", "Transsexuellen Frau", "Inter-weiblich", "Inter*Frau", "XY-Frau" und "Femme" - und wer zur Hölle will das überhaupt wissen?" (S. 41) ""Frauen und Kinder zuerst" - dass Männer in Sachen Rettungsanspruch schon immer hintenanstanden, hat auf hoher See Tradition. In Sachen Gender Mainstreaming gilt dieser Grundsatz allerdings auch an Land. 17 Jahre nachdem es im Amsterdamer Vertrag der EU verankert wurde, ist immer noch klar: Wo Gleichstellung draufsteht, ist Frau drin. Also meine Herren lassen sie sich nicht täuschen: Sie waren mit Gleichstellung nie gemeint, und Sie werden auch nie gemeint sein, denn Sie gehören zur privilegierten Kaste der Männer und stehen damit auf der Täterseite. Wieso sollten wir Ihnen also irgendwie helfen müssen? Gut, die Kleinlichen unter Ihnen könnten darauf verweisen, dass doch in diesen Gender-Absätzen der EU irgendwas von "allen Geschlechtern" drinsteht. Das ist aber nur das Kleingedruckte, ... Mehr als 1900 kommunale Frauen- und Gleichstellungsbüros auf der einen Seite. Männerbeauftragte: 0. Über 200 Lehrstühle für Frauen- und Gender-Forschung. Lehrstühle für Männerforschung: 0." (S. 59) Meine Meinung: Der flotte Schreibstil gefällt. Die Autorin hat ein sehr gutes Gespür pointiert zu erzählen. Sie zeigt Ecken und Kanten dieses Gender-Mainstreams, an die ich im Traum nicht gedacht hätte - von daher birgt das Buch wirklich interessante Einblicke - und wenn man schon mal am Nachdenken ist: Da wird wirklich viel Geld verbrannt! Fazit: Lesenswert!

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  • Es braucht, für Frauen und Männer, den Mut, zur eigenen Lebenspraxis zu stehen

    GenderGaga
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    01. April 2015 um 09:59

    Schon in ihrem Buch „Dann mach doch die Bluse zu“ hat sich die feminismuskritische  Kolumnistin Birgit Kelle, selbst Mutter von vier Kindern, im Jahre 2013 ihren Frist gegen den verordneten Gleichheitswahn von der Seele geschrieben. Es war ein lautes und auch in der Öffentlichkeit wahrgenommenes Aufbegehren gegen einen mainstream, der ihren eigenen Lebensentwurf als gescheiterte Existenz ansieht wird von vielen Frauen vor allem belächelt wird: „Ich bin es leid, das immer wieder zu erklären, zu entschuldigen, zu rechtfertigen. Es ist mein gutes Recht, mein Leben so zu leben, wie es mich glücklich macht. Ich habe nur dieses eine. War der Feminismus nicht einst dafür eingetreten, dass ich genau das machen darf? Leben wie ich will?“ Doch es ist anders gekommen: „ Eine Frau, die sich als Mutter begreift, oder, Gott behüte, als Hausfrau, kann abdanken. Die einen werfen ihr vor, sie sei nicht emanzipiert, die anderen, sie sei faul, die Dritten, sie würde sich aus ihrer Eigenverantwortung als Frau stehlen und von einem Mann aushalten lassen. Nicht zuletzt bleibt sogar der Vorwurf, sie würde durch ihr rückständiges Verhalten die Emanzipation ihrer Geschlechtsgenossinnen verhindern.“ Und die Medien unterstützen das auf breiter Front. Dort „finden Mütter als überforderte Wesen statt, deren Lebensstil überwunden werden muss, hin zu einem befreiten Leben als Frau. Das Kind ist dabei logischerweise ein Klotz am Bein, wird aber dennoch händeringend gesellschaftlich gebraucht. Ein Dilemma. Aber als Lösung dafür bauen wir ja jetzt Krippen.“ Und sie resümierte damals, vom Rezensenten durch seinen eigenen Lebensentwurf unterstützt und geteilt: „Es braucht nämlich keine Gleichstellung in allen Lebenslagen, kein Aufrechnen von Ämtern und Hausarbeit und auch kein Aufrechnen von Geld, wenn man mit Respekt und Wertschätzung zwischen Mann und Frau kommuniziert. Wir brauchen die Anerkennung der Unterschiede und keinen Gleichheitswahn, der alle dazu verleiten soll, das gleiche Leben zu führen, egal, ob Mann oder Frau. Wir brauchen keine Austauschbarkeit der Geschlechter, kein Gender-Mainstreaming, das uns einreden will, unsere angeborene Weiblichkeit sei nur ein Fehler unsere Erziehung und die angeborene Männlichkeit in der Regel ein Problem.“ In ihrem hier vorliegenden zweiten Buch setzt sie ihre engagierte Auseinandersetzung mit den Auswüchsen des Feminismus fort: „Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will.“ Die Rede ist vom sogenannten „Gender Mainstreaming“. An vielen zum Teil für jeden normal denkenden Menschen haarsträubenden Beispielen beschreibt sie Daten und Fakten, nennt die Unterstützer dieses Genderwahnsinns beim Namen und zeigt auch auf, mit welchen sich immer wieder widersprechenden und falschen Argumenten weitere Vorteile für einige wenige Frauen erstritten werden sollen, oft zum Nachteil der Mehrheit der Frauen und auf jeden Fall mit unfairen Folgen für die Männer. „ Es sind hauptsächlich Frauen, die von Anfang an die treibende Kraft dahinter waren. Gender Studies? Eine Frauendomäne, mehr noch: eine Domäne von Frauen, von denen viele ganz offensichtlich ein Problem mit Heterosexualität und mit Männern haben. Die ihr persönliches Empfinden aber inzwischen als gesellschaftliches bezeichnen. Wenn das Volk nicht zur Ideologie passt, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder, man ändert die Ideologie – oder das Volk. Gender Mainstreaming hat die zweite Variante gewählt. Es ist Zeit, dass das Volk dem widerspricht.“ Von den öffentlichen Medien allerdings, in denen viele, Frauen mittlerweile die Meinungsmacher sind, und die Männer eher schwiegen bei solchen Themen, kann man sich dabei wenig Unterstützung erhoffen. Es braucht, für Frauen und Männer, den Mut, zur eigenen Lebenspraxis zu stehen und zum eigenen Lebensentwurf. Wir leben unser Leben und nicht das von den Ideologen eines Gleichheitswahns gewünschte.

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